d zwei⸗ 1. 1 10 fr.. 1 1. 1 1* q œn Intelligenzblatt 5 n für die 5 S rovinz berhes sen ö 8 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 0 N* 8 l. 35. Sonnabend, den 29. Auguſt 1835. 6 Amtlicher Theil. N er großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg luguſt: an die großh. Burgermeiſter des Kreiſes. 75 2 Betreffend: Die Bezeichnung gleichnamiger Ortsbürger. „Von großh. heſſ. höchſtpreislichem Miniſterium des Innern und der Juſtiz bin ich in Kenntnitz uguſt: 5 worden, daß großh. heſſ. Miniſterium der Finanzen von großh. Oberftnanzkammer die Anzeige n halten hat, daß von einzelnen Localbehörden die in der Verordnung vom 27. November 1832 vorge⸗ i riebene Bezeichnung der gleichnamigen Ortsbürger nicht gehörig beobachtet werde, und hierdurch vielerlei Anſtände zum Vorſchein kommen ſollen. 1 Namentlich ſollen ſchon häufig Fälle vorgekommen ſeyn, daß die von den großh. Bürgermeiſtern Aug, affertigten Kaufauſſätze ꝛc., die den großh. Steuerkommiſſarien zu Anfertigung der Flurbuchsauszüge vor- et gelegt zu werden pflegen, die richtigen Namensbezeichnungen nicht enthalten haben. . Zur Vermeidung der dadurch entſtehenden Irrungen weiſe ich Sie an, ſich künftighin bei Bezeich⸗ kung gleichnamiger Ortsbürger genau nach den Beſtimmungen der allegirten Verordnung vom Pen Member 1832 zu bemeſſen, und wenn es noch nicht geſchehen iſt, ein Verzeichniß über die vorhandenen dbkichnamigen Octsbürger autzuſtellen und pünktlich fortzuführen. Friedberg den 27. Auguſt 1835. i . eee 2 In Beurlaubung des großh. heſſ. Kreisraths: D. Cameſasca. 1 5 1 1 f Der Lud wigst a 9 zeichnet, das außerhalb der Stadt, wie im vori— 11 1 gen Jahre, unter einem Zelte ſtatt haben ſollte. — Wurde diesmal wieder zu Friedberg recht feierlich be— Da aber ein gedeihlicher Regen, der an dieſem — 10 gen, worüber wir unſern Leſern hier nur kurz Morgen unſere Fluren erquickte, ſolches nicht wohl 2 Agende Mittheilung machen wollen. Schon mit zuließ, ſo verſammelte ſich zur Mittagszeit die Ge— 1 Tagesanbruch kündete der Donner unſer ſtädtiſchen ſellſchaft in dem ziemlich geräumigen Saale unſeres Baller den Feſttag an.— Sodann hatte eine große Rathhauſes. ellſchaft, aus den Staatsdienern, dem ſtadtiſchen Während des Mahles, bei welchem Herzlichkeit borſtande und dem bedeutendſten Theile unſerer Bür- und Fröhlichkeit herrſchend waren, wurden nach und yr beſtehend, ſich zu einem Mittagsmahle unter⸗ nach die verſchiedenen Toaſte auf das Wohl unſers 8—— —— 230 1 9 1 2 e e iſt. Das Grashälmchen, das wir unter unſern Füßen erblicken, und die Ameiſe, die an demſelben allerdurchlauchtigſten Landesvaters, Allerhöchſtdeſſen Frau Gemahliun K. K. H. H., des durchlauchtigſten Erbgroßherzogs Hoheit und Höͤchſtdeſſen Frau Ge⸗ mahlin K. H. ꝛc. ausgebracht, und mit Jubel auf⸗ genommen. Am Abend knüpfte ſich in demſelben Lokale ein Ball an das Feſtmahl, dem eine große Anzahl von Friedbergern beiwohnte. Abgeſondert hiervon hatte ſich das hieſige Offizier⸗Corps in dem Trapp'ſchen Gaſthauſe zu einem Feſtmahle verſammelt, an welches ſich eben⸗ falls ſpäter ein Ball anreihte. Der halle p' ſche Comet. In den öffentlichen Blättern iſt von dem be⸗ rühmten halley'ſchen Cometen, ſchon lange ehe er tam, viel geſprochen worden. Auch wir hätten unſern Leſern davon gerne etwas mitgetheilt, wenn wir— etwas Beſtimmtes darüber gewußt hätten; wir wollten jedoch nicht gerne gerade nur das nach⸗ beten, was Andere bereits geſagt hatten, auch nicht ins Blaue hinein reden. Jetzt aber können wir, was uns aus guter Quelle zukam, mittheilen, daß er wirklich an unſerm Horizonte erſchienen iſt“) und auch hoffentlich bald unſern wetterauer Augen ſichtbar ſeyn wird, wenn wir noch ein wenig Ge⸗ duld haben. Ob er ſo hübſch glänzen wird, wie ſein Bruder von 1811, und ob er, was noch weit vorzuziehen ſeyn möchte, ſo guten Cometwein bringen wird, wie jener, wollen wir gerne hoffen. Im Uebrigen danken wir Gott, daß wir nicht in Zeiten leben, da man eine ſolche Himmels⸗Erſcheinung fur eine Zuchtruthe Gottes, oder für das feurige Schwerdt hielt, das den Menſchen Verderben drohen ſoll. Ein Wunder iſt's allerdings, wie jeder Stern am Him⸗ mel ein Wunder und ein Beweiß der Allmacht Gottes D. R. *) Zu Rom wurde er ſchon am öten, zu Tübingen in der Nacht vom 13ten auf den 14ten Auguſt beobachtet. Damals war er von der Erde noch 38 Millionen Meilen entfernt. um bten October ſoll er von der⸗ ſelben nur 4,817,300 Meilen entfernt ſeyn. In den letzten Tagen des Septembers wird er die ganze Nacht durch ſichtbar ſeyn,— wenn wir nämlich klaren Him⸗ mel haben. Wetter abgeſchlagen. Das hat aber der Einſende 0 eigenthümlichen, in mehreren hundert Morgen 1 —— hinauflauft, iſt aber nicht minder ein Wunder und ein Beweis der Allmacht und Weisheit des himm⸗ liſchen Vaters, als der Weltkorper, deſſen Inhalt Millionen von Cubik-Meilen beträgt. 0 Bi In der Schöpfunz iſt nichts unbedeutend für den, und der Augen hat, um einen allweiſen Schöpfen 1 darin zu erkennen, ein Herz, welches fähig gh iſt, ſich darüber zu freuen, und ein Gemüth, ſich Sach daran zu erbauen. Es gibt aber wieder And e, iſſen die gar vornehm und achſelzuckend auf ſolche Leut fade, herabblicken und gar nicht begreifen konnen, wie man auch um ſolcher unbedeutender Dinge willen ſo viel We⸗ gen ſens machen kann, und die das alles ſo anſehen, wo als verſtünd' ſich's von ſelbſt, daß es entſtanden ſey. a a 5 f Stre — Wir wollen Keinem ſeinen Glauben geben oder gell nehmen, ſondern hier nur auf den Cometen auf, fre merkſam machen, und was man allenfalls date eh denken kann.— l dess 1 f. 4.—— 0 daß Einem Jeden das Seinige. dich Wir halten es für Pflicht, folgendes uns zugeko nn t kon Schreiben unſeen Leſern mitzutheilen. 1 1 1 5 3 8 75 V Frü Der großh. Bürgermeiſter zu Oberbeſſingen ag zk die verehrliche Redaction des Jutelligenzblattes Fried berg. 0„„ Mit dem größten Erſtaunen leſe ich di dem friedberger Intelligenzblatt Nro. 30 Seite eingerückte Anzeige, als hätte der hieſige Ort lediglich aus der Luft gegriffen. Unſere Pa henden Wieſen haben nämlich weder dieſes auch das vorige Jahr, wie auch ſeit längeren Je ren außer der allgemeinen Wetterräumung auch nit einen Tropfen Waſſer aus der Wetter erhalte Ohnerachtet wir nach unſern ſchriftlichen Privile gie das uns auch höheren Orts zugeſtandene haben, jeden Samſtag Nachmittags 4 Uhr Sonntag nach geendigtem erſten Gottesdienſte 9 Wetter abzuſchlagen, und unſere Wieſen zu de ſern, ſo haben wir dennoch aus Liebe zu u N Nebenmenſchen ſowohl voriges, wie auch dieſes! er bei der anhaltenden Dürre unſeren ſchönen Wi* 1 n die man diel We anſehen wodurch dann Streitigkeiten entſtehen, welche die größten Nach⸗ 21 grund lieber verdörren ſehen, als das fragliche Waſſer zu hemmen, ſo daß wir d. J, wo die allge⸗ meine Wetterräumung noch nicht ſtatt gefunden hat, nicht das Mindeſte von Grummet erndten können, und auch jetzt ſchon die hieſigen Bewohner ihr Vieh zum Theil mit dem größten Schaden verkaufen müſſen. Unſere Lage iſt daher änßerſt bedenklich, und dabei trauriger und drückender als unterhalb Lich. Darum wäre es wünſchenswerth geweſen, wenn ſich der Einſender zuvor ſelbſt von der Lage der Sache überzeugt hätte, bevor er eine Anzeige in oͤffentliche Blätter einrücken ließ, durch welche Tau⸗ ſende, welche Brodmangel leiden, und ſich ebenwohl auch nicht von der Wahrheit überzeugen, dem hieſi— gen Ort ohne Urſach feind und gram werden, öfters Unannehmlichkeiten und theile und zugleich unaufhörlichen Haß mit ſich führen, woran aber der berührte Einſender wahr— 1 ſcheinlich Vergnügen findet, und hat ſolches vielleicht deswegen einrücken laſſen. Endlich glaube ich noch bemerken zu müſſen, daß auch die Bewohner der Wetterau unterhalb Lich ihre Menſchenliebe recht gut gegen uns erweiſen könnten, beſonders wenn ſich dieſelben, oder doch wenigſtens der am meiſten bemittelte Theil, im ſingen n latte 1 b d Seite A 0 Du Einſen b„ gen„% irſes 0 bis! dienſt Frühjahr bei überflüſſigem Waſſer, eben wie wir zu Herbſtzeiten wegen ſtrenger Kälte thun, auf etwas Vorrath von Mehl anſchickten; es würden dann dieſelben nirgend Brodmangel, und wir dagegen durch mehrmaliges Abſchlagen der Wetter keinen Futtermangel haben. Es hängt alſo nach meinen Einſichten lediglich von Gunſt und Mißgunſt ab. Was übrigens die Müller anbelangt, ſo bleibt bis jetzt das vor meh— teren Jahrhunderten aufgeworfene Räthſel auf ſie anwendbar, nämlich: ö Wann mahlen die Müller am liebſten? Auflöſung: Wenn ſie nicht wohl oder gar nicht können. Solches habe ich zur Rechtfertigung des hieſi— gen Orts einer verehrlichen Redaction zum beliebi⸗ gen Gebrauche hierdurch gehorſamſt anzuzeigen un⸗ verfehlen wollen. Mit vollkommenſter Hochachtung verharret ergebenſt Oberbeſſingen den 29. July 1835. i Der Bürgermeiſter Sertl. Nachſtücke aus dem dreißigjaͤhrigen Kriege. 1623 den 26. Februar Heinrich der Weißbin⸗ der, des Richters Sohn, zu Petterweil geſtorben, ſo von beyeriſchen Reuttern geſchlagen. 1624 den 1. Febr. uff den kalten Markt hatt ein beyeriſcher Reutter einen Schloſſerjungen von Gräfenwißbach, der zu Ochſtatt gedienet, alhie in der Statt angegriffen, hatt der Jung mit ihm biß bey den Judenkirchhoff lauffen müſſen vor das maintzer thor, da erſchieſt der Reutter den jungen mit einem piſtol bei dem aug durch den kopff und bleibt tod. Der mörder reiſt auß. 1. Mai iſt der Kleiber in der Ackergaſſen, der niderländer genannt, begraben, welchen den Sontag zuvor die Soldaten mit Muſqueten zerſchlagen und mit füſſen getreten. 14. Dezember Georg Wörner von Reuttern zu Breunßheim geſtochen, den 25. hujus geſtorben. Wetterauer Reiſeſceene. Vor 20 und 30 Jahren reiſß'te es ſich durch die Wetterau noch ſehr theuer zu Wagen. Wems deswe— gen auf 6 bis 10 Gulden ankam, der ging zu Fuß, und deren gabs damals noch Viele. An einem ſchöͤnen Sommermorgen ging zu jener Zeit ein Bürger mit einem Kameraden auf der Straße nach Frankfurt zu. Er hatte zur Vorſorge ſeinen Mantel mitgenommen; als jedoch die Sonne hoͤher geſtiegen war, wurde ihm dieſer laſtig und beſchwer⸗ lich. Was war aber zu thun? Er mußte ſich in ſein Schickſal fügen und die Schweißtropfen ertra— gen. Unterdeſſen hatte ſich die Geſellſchaft, die au— faͤnglich nur aus zweien beſtand, etwas vergrößert; ein israelitiſcher Handelsmann war nämlich dazu⸗ gekommen. Er gehörte zu denen, welche keine Ge⸗ legenheit verſäumen, ein Händelchen zu machen, wenn's auch auf der Landſtraße iſt. Nachdem man ſich über dieſes und jenes unterhalten hatte— vom Kuhhandel und von den Franzoſen, greift der Bür— ger in ſeine Taſche und ſteht dann plotzlich und überraſcht ſtille.„Das iſt mir ein ſchlimmer Streich, ſagte er den Reiſegefaͤhrten, die ihn um die Urſache des plötzlichen Staunens fragten;„ich habe mein Geld zu Hauſe gelaſſen, und brauche wenigſtens 3 bis 4 Gulden in Frankfurt.)—„Damit könnten wir auch noch aushelfen,“ meinte der Hebräer; „„ es wird ja was zu verſetzen geben.„Meinthalb /, bemerkte der Bürger;„ich verſetz euch meinen Mantel per Tag zu 6 Kreuzer, und wenn ich ihn in acht Tagen nicht wieder löſe, ſo iſt er verfallen.“ Es dauerte nicht lange, ſo war die Sache abgemacht; der Hebräer bekam den Mantel, und der Bürger erhielt vier Gulden baar, und ſomit zogen ſie weiter, und es wurde immer heißer, und der Mantelträger krächzte gewaltig unter ſeiner Laſt, denn er hatte nebenbei auch einen wohlbeſpickten Querſack. End⸗ lich kommen ſie doch glücklich in die ſchönen frank⸗ furter Gärten. Da ging der Bürger wegen eines gewiſſen Bedürfniſſes ein wenig bei Seite, und kam dann ganz fröhlich wieder zurück.„Denkt euch meine Freude,“ ſagte er,„eben find ich mein Geld wieder; ich hatt's in die Rocktaſche geſteckt, wo ich's gar nicht ſuchte.)— Und nun löſ'te er ſeinen ſchweren Mantel wie⸗ der aus, trug ihn die Paar Schritte bis nach Frankfurt ſelbſt, und freute ſich des Verſatzes.— Man merke ſich aber, daß nicht jedes Verſetzen ſo glücklich abläuft wie diesmal. Gar Mancher iſt dadurch ſchon um Hab' und Gut gekommen. Dan fag n n Wer Gutes thut, trägt zwar den ſchönſten Dank in ſich ſelbſt; indeſſen kann man doch manch⸗ mal nicht umhin, ſich öffentlich auszuſprechen, wenn man von Dankgefühl durchdrungen iſt. Die Tochter einer hieſigen Militär-Wittwe hatte das Unglück, mit einem das Geſicht entſtel⸗ lenden Gebrechen geboren zu werden. Da dieſelbe bereits das vierzehnte Jahr erreicht hatte, die Mutter aber ganz mittellos iſt, ſo zwei⸗ felten Alle, ob dem armen Kinde würde geholfen werden können. Da erbot ſich Herr Dr. Küchler zu Darmſtadt zur unentgeltlichen Operation, und die Mutter hat jetzt nach kurzer Abweſenheit des Kindes die Freude, daſſelbe wohl und ſo geheilt wieder bei ſich zu ſehen, daß die ganze Nachbar⸗ ſchaft verwundernd zuſammen lief. Der Biedermann empfange hiermit für ſeine Mensch e ee lnng den wärmſten Dank! (580) Belanntmachungen v von Behörden. 1 Nee e u: (560) Anna Dorothea Demmer aus melhauſen, deren dermaliger Aufenthaltsort unbe⸗ kannt iſt, wird hiermit aufgefordert, das von der großh. badiſchen Zuchthausverwaltung zu Mannheim anher geſendete Geld, im Betrage von 247 fl. 50 kr., binnen 3 Wochen in Empfang zu nehmen. Nach Ablauf dieſer Friſt wird man ſolches in die Staatsſchuldentilgungskaſſe deponiren. Groskarben den 3. Auguſt 1835. Großh. heſſiſches e dato. E Edietal ladung. (572) Der Müller Peter Reuther zu Mat hat ſein Vermögen an ſeine Gläubiger g koebel, abgetreten. Nach vorausgegangener Unterſuchung ſeines Schuldenzuſtandes iſt daher zur ſummari⸗ e ſchen Liquidation der Forderungen und zum Verſuch der Güte Termin auf den 11. September d. J., Vormittags 9 Uhr, anberaumt worden, worin die Glaͤubiger zugleich die efwaigen Beweis⸗ Urkunden vorzulegen haben. Den zurückbleibenden unbekannten Gläubigern wird der Rechts-Nachtheil der Ausſchließung angedroht, die ausbleibenden bekannten Gläubiger aber werden beim Vergleichs⸗Abſchluß als der Mehrheit beiter tend angeſehen werden. Gegeben Windecken den 12. Auguſt 1835. Kurfuͤrſtliches en Neuhof. Hofraithe⸗ Verfteigenn (574) Montag den 7. September d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll auf Antrag der Vormünder der Wilhelm Netziſchen Kinder erſter Ehe, die auf der breiten Straße gelegene Hofraithe Nr. 68(ohne Scheune) auf hieſigem Rathhauſe unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen und mit Vorbehalt der gerichtlichen Geneh⸗ migung an den Meiſtbietenden verkauft werden, Nom⸗ 5 And⸗ (563 0 e Schießen einladet u auch Tanz 1 beßtens gef 1 1 Stan welches hiermit den Kaufluſtigen zur Kenntniß 0.(6557) bracht wird. Friedberg den 18. Auguſt 1835. Der Beigeordnete Chr. Hecht. Schaafpferche-Verſteigerung. 11 Uhr, ſollen die Schaafpferche vom Monat September auf hieſigem Rathhauſe einer öffent⸗ lich meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt 1 wozu die Steigliebhaber einladet Friedberg den 22. Auguſt 1835. 0 Der Beigeordnete Jakob Bechſtein Montag den 31. d. M., Vormittags um f e e Helzverſteigerung in der hochweiſeler Mark, Revier Hochweiſel. Een! Dienſtag den 1. und Mittwoch den ten e l. J. ſollen 536 Stecken ſehr ausge⸗ etes Stockholz oͤffentlich meiſtbietend verſteigert rasen, welche ſich befinden: 1) Im Diſtrikt Naſſenflecken 16 ¼ Stecken, *„ Brühlenberg 27½% 3)„— Sauhecke 333% 1 4)„„ Haugrigenberg 116„und 13995„ Obernberg 42/„ wo alsdann die Verſteigerung in den Diſrikten, — unter Nro. 1, 2 und 3 benannt, den erſten Tag ſtatt finden wird, des Morgens um 7 Uhr anfan⸗ gend, und die Zuſammenkunft am Naſſeuflecken. Desgleichen den zweiten Tag im Hangrigen— berg um dieſelbe Stunde und dann im Obernberg. 5 Die Verſteigerungs-Bedingungen werden vor der Verſteigerung eröffnet, wozu Steigliebhaber 5 höflichſt einladet Oſtheim den 21. Auguſt 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Ruppel. ANN Privat⸗ Bekanntmachungen. Rind- und Zinn⸗Scheiben⸗Schießen. (563) Unterzeichneter hält Sonutag den 23ten und 30. Auguſt ein Rind⸗ und Zinn⸗Scheiben⸗ Schießen, wozu er alle Liebhaberr hierduch höflichſt einladet und bemerkt dabei, daß am 23. Aaguſt F auch Tanzmuſi ik gehalten und für alle Erforderniſſe 1 K 5 beßtens geſorgt wird. Stammheim den 10. Auguſt 1835. 1 a Valentin Schenck. Eine Million 287,500 Gulden W. W. e zu gewinnen en durch eine Einzahlung von fl. 6. im fl. 24. Fuß. een flich (557) den 22. September d. J. wird unter Ga⸗ 4 rantie des Großhandlungshauſes Hammer und Karis in Wien die prachtvolle Herrſchaft K. Kuntſchuͤtz in Schleſien oͤffentlich ausgeſpielt. Nur allein in baaarem Gelde enthaͤlt dieſe Ziehung die Gewinne von fl. 200,000, fl. 20,000, fl. 10,000, fl. 5000, fl. 2000 u. ſ. w. Die Herr⸗ ſchaft K. Kuntſchuͤtz iſt auf Eine Million und 287,500 Gulden W. W. gerichtlich taxirt: mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten, welche ein Ritter ſitz darbieten kann, verbindet dieſe große Herr⸗ ſchaft wahrhaft fuͤrſtliche Einkuͤnfte durch die dazu ö gehoͤrigen Waldungen, Wieſen, Fruchtfelder, Jagden, Schaͤfereien, Fee„Bierbrauer eien, Gaſt- und anderen Haͤuſer, S Saͤge⸗ und Mahlmüblen u. ſ. w.; durch Grund- und uͤbrige Zinſungen, Na⸗ turalzehuten, Laudem al⸗Gebuͤhren, geſetz liche Taxen u. ſ. w. und dieß alles bei der geringfuͤgigen Einlage von fl. 6. im fl. 24 Fuß pr. Loos. Das Haupt⸗Depot der Looſe dieſer großen Lotterie iſt bei dem unterfertigten Hauſe in Frankfurt a. M., allwo ſolche zu jenem preis einzeln und in Parthien zu haben ſind und auf fuͤnf bezahlte Looſe ein ſechſtes unentgeldlich gegeben wird. Diejenigen Perſone en, welche ſich direct an daſſelbe wenden, genießen den Vortheil, die Looſe nicht minder wie die Liſte, welche ſogleich nach ſtatt— gehabter Ziehung an alle Betheiligten expedirt wird, portofrei zugeſandt zu erhalten. Chriſtian Scholl ſeel. Wttb. in Frankfurt a. M. Obererlenbacher Braunkohlen-Bergwerk. (571) Beide Sorten Braunkohlen-Klotze, mit und ohne Geobkohlen, werden, gegen baare Zahlung, zu 10 Kreuzer der Centner erlaſſen. Oſſenheimer Jagdhaus. (541) Sonntag den 30. Auguſt iſt auf dem oſſen⸗ heimer Jagdhaus gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu hoflichſt einladet Aehle. Einladung. (582) Da wegen des eingetretenen anhaltenden Regenwetters das auf den 25ten und 26ten d. M. beſtimmt geweſene Schießen nicht gehalten werden konnte, ſo haben wir daſſelbe auf kommenden Sonntag den 30ten und Montag den 31ten d. M. verlegt, welches wir mit dem Bemerken, daß Sonn— tag das Schnapp- und Montag das Hauptſchießen iſt, hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringen, und laden dazu alle Freunde des Schießens und der geſelligen Freude zur Theilnahme ein. Für reine Weine und gute Speiſen ꝛc., ſo wie gut beſetzte Harmonie- und Tanzmuſik wird der 1 Platzmeiſter ſorgen. Friedberg den 27. Auguſt 1835. Namens der Schuͤtzengeſellſchaft: Renneberg. H. Damm. G. Gerlach. Fritz, Platzmeiſter. Fiel der. (583) Auf der Ziegelhütte zu Oſſenheim ſind gutgebrannte Ziegel und Backſteine vorräthig zu haben, auch wird wöchentlich zweimal karber Waſſerkalk daſelbſt ausgehoben. Gegen Bürgſcheine kann auf Verlangen Credit bewilligt werden, unter Anmeldung bei Unterzeichnetem. Friedberg den 28. Auguſt 1835. A. Strecker. 10 6 N — 2 neunjährige leichte Chaiſenpferde (584). von beſonderer Schnelligkeit, und von denen eins ſich ganz vorzüglich zum Reiten eignet, ſind in der Nachbarſchaft zu verkaufen. Bei dem Verleger dieſes Blattes das Nähere. b e Ein geſitteter junger Menſch (585) kann bei mir in die Lehre treten. s Phil. Stamm, Drehermeiſter. J. J. Dorn in Friedberg (586) empfiehlt ſich mit ſeinen meiſtens ſchon bekannten Artikeln in Poſamentir-, Knopfmacher⸗, Goldſticker⸗ und Haarflechter-Arbeiten, insbeſondere aber mit ſehr ſchönen und vorzüglich gut gemachten wollenen Hoſenträgern, welche er wegen des ſtarken Abſatzes und der vielen Be⸗ ſtellungen ſelbſt von auswärtigen Handelsleuten zu dem äußerſt billigen Preiſe von 3 fl. 30 kr. r. Dutzend und im Einzelnen zu 20 kr. abgeben ann; ferner mit ſehr guten gewirkten Lampen⸗ Dochten, und bitte um geneigten Zuſpruch. Bei mir iſt ſo eben erſchienen und in allen Buchhandlungen zu haben: J Christliches Glaubensbekenntniß 5 des Pfarrers Helferich von Holzhauſen als Rechtfertigung ſeines Uebertritts von der römiſch⸗katholiſchen zur evangeliſch⸗proteſtan⸗ tiſchen Kirche. Den ſieben Gemeinden, welchen er ſchon das Evangelium Jeſu Chriſti verkündet, wie auch allen ſeinen lieben Freunden und Feinden in Achtung gewidmet. Geheftet: 1 fl. 21 kr. Folgendes ſehr gut erhaltene Exemplar kann ich zu dem Preiſe von 4 fl. abgeben: Die Lehre vom Beweise im deutschen Strafprozesse „„. Gerichtsgebrauch und deutsche Gesetzbü 2 2 . ö der Fortbildung 9 dura f B b 2. Vergleichung mit den Ansichten a des eee englischen und französischen Strafverfahrens, 1 . 5 von 9 7. K* 0 Dr. C. Z. A. Mittermaier, Geheimenrathe und Professor in Heidelberg. f Friedberg im Auguſt 1835. 115 6 Carl indessen 1 * Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 5 fl. 30 kr. Korn: 5 fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 5 kr. Hafer: 4fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Früchte Preiſe zu Frankfurt, am 17. Auguſt: Waizen: 6 fl. 10 kr. Korn: 4 fl. 30 kr. Gerſte: 4 fl. 30 fr. Hafer: 4fl. 7 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen:— fl.—- kr. Nach 5„I Paldſtreunuf Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 13. Auguſt? rang de Waizen: 6 fl. 21 kr. Korn: 4 fl. 19 kr. Gerſte: 3 fl. 43 kr. 155 15 Hafer: 3 fl. 43 kr.. 9 5 N antreten. J I bachen, dar einrichtung! ſatt hatte, 84 7 n Verkaufs feiftß;,; der Bäcker und Metzger vom 29. Auguſt bis zum 6. Septor. Pfd. Lth. Qt. 8 lun, Für 1 kr. Milchbrod n af 0 „ I kr. Gemiſchts⸗Brod— 7 3 f analafſigkei „10 kr. Laden⸗Brod 4 2— d dahee ſo for „ 8 kr. dito 3 2— fon Waldſtr 0 1 5 15 1 3— l uſfte, inden die, eee bdern ſogl 8 Kr. Judengaſſe. i haben, a 1 pfund Ochſenfleiſch 11 9 Bei d 1„ Nindfleiſch 9 1 n ch den E 1 Kuuyſfleiſch 2 855 ſlielen 9 1„ Nierenfett 20 18 Velen kande 1„ Kalbfleiſch 7 5 Auch 1„ Hammellleiſch 8 4 2 eu vielfache 1„ Schwemenfleiſch 10— Ser jd 1„ Leber und Blutwurſt 12 Fuge* 1„ Bratwurſt f 14— 7 U 6 1„ Schwartenmagen 16— emeindem de„ee „ Doörrflei deem 8 1„ Schmalz 18— dan Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bechſtein Frie Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. W —