Intelligenzblatt 5 5 5 1 für die g e 71 Mrovinz Wberhes sen 1 5 8 5 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —* 9. Sonnabend, den 28. Februar 1835. d. tg Amtlicher Theil. N K 2* Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg 1 an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. 1 Oberſaulheim, nun die Carl Wilh. Inſtruktion für die Landräthe und Bürgermeiſter über ihr Verhalten iu Bezug auf die beurlaubten Soldaten. tiani, da f eee* cl. Tochter Von der in obigem Betreffe erfolgten höchſten Verfügung gebe ich Ihnen durch nachſtehende Abſchrift chen und weiſe Sie an, ſich genau darnach zu bemeſſen. Friedberg den 19. Februar 1835. Kuͤchler. Darmſtadt am 28. Januar 1835. Infanterie e Die Verurtheilung und Beſtrafung des Gardechevauxlegers Jakob Mauer vor er. * 2* e 24 2*— g. cb. den 2 Das Großherzoglich Heſſiſche Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Großherzogl. Provinzial⸗Commiſſariate zu Darmſtadt und Gieſſen, die Großherzogl. i geb. un Provinzial Direction zu Mainz und ſämmtliche Großherzogl. Kreisraͤthe in den Provinzen — Starkenburg und Oberheſſen. 25 N N Die Erlaubnißſcheine, welche die Großherzogl. Bürgermeiſter, Land- und Kreis-Näthe nach. 4 der in der Rubrik erwähnten Inſtruction auszuſtellen haben, verfehlen öfters dann ihren Zweck, wenn aus ang Fuat ihnen nicht erſehen werden kann, daß der Inhaber beurlaubter Soldat iſt. Aus Veranlaſſung eines he neueren Vorfalls und auf Erſuchen des Großherzogl. Kriegsminiſteriums verfügen wir daher nachträglich zu 17 erwähnten Inſtruction, daß in den gedachten Erlaubnißſcheinen die Bezeichnung„beurlaubter Soldat, niemals fehlen darf und weiſen Sie an, hiernach das Weitere anzuordnen und ſelbſt zu verfahren. 8 du Thil. Gerte b. 9. d. M. v. Rieffel. ——ů 42 argareth 0 N 71 1 Johannes Römer von Ruppertsburg, 50 Jahre alt, 6 Fuß s Zoll groß, geſetzter Statur 25.* und ſchwarzer Haare, hat ſich von Haus entfernt und treibt ſich in der Umgegend auf dem Betteln umher Die großherzoglichen Bürgermeiſter und Gensdarmen des Kreiſes werden beauftragt, denſelben zu ug nac g„ arretiren und hierher einzuliefern. zoͤhuchel“ Friedberg den 22. Februar 1835. f Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg 2 ö B 0 Küchler. 8 Roch etwas uͤber Arndts Paradiesgartchen.) „Anno 1680 den 31. Auguſt, früh zwiſchen 6 und 7 Uhr, entſtand hier zu Crimmitzſchau ein erſchreckliches Donner-Wetter mit überaus großen Schloſſen und Platzregen, welches allernächſt vor dem Oberthore bei Nicel Kempfen, dem Töpfer, eingeſchlagen, und ſelbiges Haus ſammt den zwei andern anliegenden Häuſern und allen Vorrath der⸗ ſelben jämmerlich einäſcherte. Dabei begab ſich die⸗ ſes Wunderwerk, daß des ſeligen Herrn Johann Arndts, eines um das Chriſtenthum hochverdienten Theologi, geiſtreiche Buch, das Paradies-Gärtlein genannt, unverſehret im Feuer geblieben, obgleich die dabei geſtandenen Bücher alleſammt zu Pulver und Nichts geworden ſind; inmaßen es auch hernach aus der glimmenden Aſche unverletzt herausgezogen wurde, welches folgendes nach dem Brande, der Churf. Sächſiſche Ober-Amtmann zu Zwickau, Hr. Joh. Philipp Romanus, von gemel detem Töpfer mit guten Worten und Gegenſchenkung eines andern ſchönen neuen Buches, auch Erzeigung anderer Wohl—⸗ thaten, an ſich gebracht, ſeiner Bibliothek zum Ge⸗ dächtniß einverleibet, und als ein Wunder in Er⸗ kenntniß und Preiß Gottes geachtet hat. Iſt alſo dieſes Arndtiſche Paradies-Gärtlein im Feuer ſechs⸗ mal erhalten worden, ſo viel man weiß: 1) An. 1624 zu Langengönß im Ober-Fürſtenthum Heſſen; 2 An. 1645 zu Creutzendorf, unfern der Stadt Leobſchütz, oder Lubſchütz, insgemein Liſchwitz genannt, in Ober-Schleſien; 3) An. 1678 zu Eutin in Holſtein; 4) wie vorgedacht An. 1680 allhier zu Crimmitzſchau, 5) An. 1685 zu Bocke⸗ nem oder Bockeln im Stift Hildesheim; und 6) An. 1687 zu Freudenthal im Erz⸗Stift oder Herzogthum Bremen., Diplomatiſche Nachleſe von Schöttgen und Kreyſig. Jr. Theil p. 282. Auch zu Schwerin, wo mit der Wohnung des Hrn. Archivars Schulz ſeine ganze Bibliothek ver⸗ brannte, wurde unter einem Haufen verbrannter und *) Wir haben in Nr. 44 unſeres 3 Nachrichten von den Schickſalen gegeben, welche Arndts Paradiesgärtchen zu Langgöns im Jahr 1624 gehabt haben ſoll. Nachfolgende Mittheilungen, welche wir einem Freunde der Geſchichte verdanken, beweiſen, daß von dieſem Buche ähnliche Schickſale auch von andern Orten her erzahlt werden. Die Redaction. nt. Bl. vom vorigen Jahre 4 noch brennender Bücher Arndts Bücher vor wahren Chriſtenthum unverſehrt hervorgezoge * S. hamburgiſche Nachrichten von neuen llehrten Sachen vom Jahr 1733 Pp. 34. gler Was auch an dieſen Nachrichten wahr ſeyy bene mag, jeden Falls beweiſen ſie den hohen Werth em welchen man in der damaligen Zeit auf die genanm 1 dert ten Bücher legte. 1 0 Bekanntlich trugen auch die Popen den Tag 11 vor der Schlacht bei Moſaisk ein aus dem Brande bas von Smolensk gerettetes heiliges Bild mit Geſang ö geit durch die Reihen des Heeres, um durch dieſe reli⸗ giöſe Feier die höchſte Begeiſterung zu wecken. uf Didaskalia Nr. 317 von 1834. dal 5 4 15 ein . b die Auch etwas uber Sparkaſſen. (Eingeſendet.) 1 Da nunmehr die unter dem Namen Mathilden⸗ 11 ſtift gegründete Spar⸗, Leih⸗ und Unterſtützungskaſſe durch die Genehmigung ihrer Statuten von Sr. K. H. dem Großherzoge und die in einer der letzten Nummern Ihres Intelligenzblattes enthaltene Anzeige des Herrn Kreisrathes in Wirkſamkeit getreten iſt, hält es Einſen⸗ der dieſes für ſeine Pflicht, und wodurch ſie die Sorge um das Wohl ihrer Mitbrüder auf das fur jeden Heſſen * kommenden Ge⸗ menſchenfreundlichen Sinn der erhabenen Fürſtin, deren Namen dieſe Stiſtung trägt, auf das Schönſte entſprachen.— D tung ſolcher Anſtalten dürfte auch um ſo zeitgemäßer ſeyn, als, den Berichten der Zeitungen nach, die große Verſammlung der Vertreter des franzöſiſchen Volkes eben jetzt mit einem Geſetze über dieſen Ge⸗ genſtand beſchäftigt iſt, und alle Nachrichten aus allen Ländern den größten, dieſer Anſtalten) einſtimmig beſtätigen. ) Ihre Entſtehung hatten ſie in liche Männer des in Unwiſſenheit über ſeine wahren Vor⸗ theile aufwachſenden Volkes ſich annahmen, das noch jetzt großen Theils weder leſen noch ſchreiben kann, da an vielen . Orten auf dem Lande noch gar keine Schulen ſind und die wenigſten der wirklich beſtehenden Schulen Anſtalten lthuend machten ie Errich⸗ 1 England, wo einzelne tref- f wohlthätigſten Einfluß 9 — 8 — Mathildey ützungska 1 St. K. n Nemmer, ze des Hern lt es Einſen ſeige enthal lach Kräften e Begruͤnder wodurch ſe er auf dag eden Heſſer nenden Ge id machten Sinn der Stiſtung 1 Die Errich⸗ eitgemãßer nach, dit amſſchen dieſen Ge. ten aus Einfluß elne treſ⸗ abren Vor⸗ noch jeht an vieſen n ſind und ö Anſeallen 600 —— —— 1 Damit aber uns wenigſtens der Vorwurf nicht treffe, den die andern Volker ſo oft den Deutſchen machen, daß ſie zwar zuerſt wüßten, was gut iſt, aber zuletzt ausführten, ſo laßt uns die hier gege⸗ bene Gelegenheit mit Freuden ergreifen; der Greis empfehle dem Jüngling, der Hausvater ſeinen Kin⸗ dern, der Brodherr dem Geſinde, jeder auf ſeinem Poſten denjenigen, auf die er Einfluß hat, dieſe Anſtalt, und auch ihm kaun einſt die Freude werden, das Glück derſelben vielleicht auf ihre ganze Lebeus— zeit begründet zu haben! Als einen Beweis von dem wohlthätigen Ein⸗ fluſſe dieſer Anſtalten und zur Widerlegung etwaiger falſcher Vorurtheile füge ich folgende Erzählung aus einem engliſchen Blatte bei, und verſpreche auch fuͤr die Folge noch einige zu liefern. Ein Baumeiſter hatte unter ſeinen Arbeitern einen Mann, der bei vielen guten Eigenſchaften den groben Fehler beſaß, daß er ſich jeden Samſtag Abend betrank; auch den Sonntag brachte er ent— weder im Wirthshauſe oder im Bette zu, um ſich von den Wirkungen der Trunkenheit zu erholen. Doch vernachläßigte er nie ſeine Arbeit; den Mon⸗ tag war er immer wieder an ſeinem Poſten und blieb die ganze Woche.— Einmal indeſſen brachte er in der Mitte der Woche einen halben Tag im Wirthshauſe zu, wenige Wochen nachher wieder einen, und wie die Wege des Laſters oft unmerklich abwärts führen, ſo ward allmählig aus einem hal⸗ ben Tag ein ganzer, bis er ſich zuletzt in jeder Woche zwei ganze Tage dem Trinken ergab. Sein Herr hatte mehr als einmal über ſein Trinken mit ihm geſprochen und ſein Betragen getadelt. Da er ſah, daß er die Stunden, die er früher zur Arbeit verwendet hatte, jetzt mit ausſchweifenden Menſchen zubrachte, ſagte er ihm eines Tags: Robert, ihr des Staates, ſondern von Privatleuten ſind. Darum hauptſächlich hat denn auch die betrübende Erſcheinung ih⸗ ren Grund, daß vielleicht in keinem Lande Europas, die ſudlichen etwa ausgenommen, ſo viel Verbrechen verübt werden, als in England. Wie ſehr verdient darum auch in dieſer Hinſicht unſer theures, deutſches Vaterland, in welchem die Bildung der Unterthanen zu Menſchen und Chriſten eine der vorzüglichſten Sorgen der Regierungen, namentlich in neuerer Zeit ausmacht, wie ſehr verdient dieſes den Vorzug vor dem geprieſenen England, und mit wahrem Stolze dürfen wir ſagen, vor allen Ländern der Erde. 53 wißt, daß ich Euch Gelegenheit gab zu ſehr gutem Verdienſt, aber Ihr habt dieſe Vortheile nicht ge— hörig benutzt und zuletzt nicht blos den Samſtag, ſondern auch in der Woche getrunken, ſo daß Eure Arbeit ſehr vernachläßigt iſt. Ich weiß, daß Ihr wöchentlich nicht weniger als 7 Schillinge im Wirths⸗ hauſe ausgebt und ich ſehe, daß Eure Frau und Kinder nicht mehr ſo reinlich und ordentlich geklei— det gehen, wie früher. Ich habe den feſten Ent⸗ ſchluß gefaßt: Ihr müßt Euch entweder das Trinken abgewoͤhnen und einen Theil von dem Geld, das Ihr wöchentlich im Wirthshanſe ausgegeben habt, bei mir niederlegen, oder— Ihr geht aus meiner Arbeit.“ Robert erſtarrte; er hatte Gefühl und nicht alle Spuren von guten Grundſätzen waren verloren gegangen. Er gab dem Herrn ſein Wort darauf, das Wirthsbaus ganz zu meiden und wöchentlich 3 Schillinge in ſeinen Händen zu laſſen. Dieſer verſtändige Freund lobte ſeinen Entſchluß und ſagte ihm unter andern tröſtenden Worten, die ein menſchenfreundliches Herz immer bereit hat und ſo wohl anzuwenden weiß:„Ich will Eure wöchent liche Summe in die Sparkaſſe legen.“„Nein, Herr, ſagte Robert; dagegen habe ich Nichts, daß das Geld behalten; aber die Errichtung von Spar kaſſen ſehe ich als einen Verſuch der Regierung au, das Geld der Armen in ihre Hände zu bekommen.“ Der Baumeiſter ſuchte ihm die Albernheit einer ſol chen Behauptung zu beweiſen, erklärte ihm den wahren Zweck dieſer nützlichen Stiftungen, daß ſte ausdrücklich zum Nutzen und Vortheil der arbeiten den Klaſſen beſtimmt wären; daß das in ihnen nie dergelegte Geld vollkommen ſicher ware und jeder Schilling Zinſen trage; aber Robert war unbeugſam. Er hatte ein unerſchütterliches Vorurtheil gegen Sparkaſſen. Er konnte ſich entſchließen, das Wirthshaus und die Kegelbahn zu verlaſſen, er konnte auch bereitwillig das Geld ſeinem Herrn anvertrauen, nur ſollte es nicht in die Sparkaſſe gelegt werden. Seitdem war Robert ſo beſtändig an ſeiner Arbeit und ſein Betragen war ſo mäßig und ordent lich, daß er in kurzer Zeit die Achtung und das Zutrauen ſeines Herrn ſich wieder erwarb; ſelbſt an den Samſtags Abenden war er nicht mehr im Wirthshauſe zu finden), und den Sonntag wandte ) Auch der gemeinſte Engländer läßt ſich nicht leicht ve Ste 54 1 7 a 1 er ſeine Zeit auf eine paſſende Weiſe an. Sein Klang der Sturmglocke erſchreckt, und zur nachbar⸗. i ichen Hülfe herbeigerufen. Man ſah die außerhalb Aeußeres ſah ganz anders aus und Alles um ihn lichen Hülfe herbeger dan ſah die außerhalb her zeigte einen gebeſſerten Menſchen. Mehrere 1 e 452 Jae a e ,. 3 a ieſe Weiſe vergangen, ohne 9 nz Dehle, die erst vor 2 Jahren neu erbaut 0 Jahre waren auf dieſe Wei gangen, ohne wurde, in Flammen, und in wenigen Augenblicken) einen Rückfall in ſeinen früheren Fehler, als ihn war das Dach eingeſtürzt. Den anſtoßenden Ge⸗ 6) der Baumeiſter eines Tags in ſeine Stube rief und bäuden drohte nun große Gefahr, vom ſchnell über⸗ 7 ihn fragte, ob er berechnet habe, wie viel Geld er hand nehmenden Feuer verzehrt zu werden. Aber 4 bei ihm niedergelegt hätte. Robert ſagte nein. So ane der güne kae, e ee ſtrengungen der herbeigeeilten Bewohner gelang es, ſeht denn, was für ein kleines Kapital Ihr beſitzt, das nahe liegende Wohnhaus und ſonſtige Neben⸗ 120 ſagte ſein Herr, indem er ihm ein Empfangsbuch gebäude zu retten. f e von der Sparkaſſe einhändigte.„Wie, 46 Pfund, Man ſah mit Rührung, wie alle Nachbarn, zm ſogar Kinder und Mütter barfuß aus dem Erlen⸗ binn bach mit Gefäßen Waſſer brachten, und alle Men⸗ um ſchen ihre thätigſte Hülfe bewieſen haben. 14 7 Schillinge!“ rief der erſtaunte Robert aus. Be⸗ ſitze ich wirklich eine ſo große Summe, Herr? Ja, antwortete der Baumeiſter; ich hielt es für meine Pflicht, Euren Wunſch wegen der Sparkaſſe nicht zu befolgen; wäre das Geld in meinen Händen ge⸗ blieben, ſo hättet Ihr jetzt blos 42 Pfund; Ihr habt alſo mehr als 4 Pfund gewonnen, daß ich Der unglückliche Franz Dehle beweint ſeine in der Scheuer aufbewahrten Futterkräuter, Stroh, Holz u. ſ. w., und ein anderer Ortsbürger Andreas Braun dahier hat ſein in derſelben Scheuer aufbe⸗ wahrtes Bauholz, welches für ein neu zu erbauen⸗ des Wohnhaus gerichtet war, durch die Flammen 18. Februar d. J. Nachts um zehn Uhr durch den furchtbaren Ruf„Feuer und durch den dumpfen werfen, ſein Wort nicht gehalten zu haben, und Lügner⸗ iſtt bei ihnen eines der größten Schimpfwörter 8 es in die Sparkaſſe legte und könnt die ganze verloren. Dieſer Verluſt iſt für den braven Braun Summe zu jeder Zeit bekommen, wenn Ihr es ein um ſo drückender, weil derſelbe durch große Opfer 124 Paar Tage vorher anzeigt. Jetzt alſo, Robert, das Holz ankaufen mußte, und nun noch wenige ii werdet Ihr doch ſagen, daß Sparkaſſen jedem nütz⸗ anl. e Kräften neues Bauholz 5 lic ſind, der ſich ein eignes Kapital zu erwerben 86 5 05 das Feber durch Unvorſtchtigkeit oder 1 wünſcht, indem er in den Tagen der Stärke und durch Feindeshaud entſtanden ſey, weiß man nicht. des Wohlſtandes für die Stunde der Schwäche und Im Hinblicke auf die beiden unglücklichen Be⸗ 37 Noth ſorgt, für die ſtürmiſchen Tage, die früh oder wohner e 1 550 1215 e 1 + 15 a ät, jeden treffen und von denen wir ſagen: ſie„Würden ſich edle Menſchenfreunde, deren 1 5 1 Aae ſich der Kreis Friedberg lange ſchon dankbar er⸗ 00 ge 3 f 17 5 freuet, und die in ähnlichen Fällen ſchon ſo oft 2 Robert war tief ergriffen und dankte mit vieler ihre milde Hand öffneten, der Hülfe würdigen dig Rührung ſeinem Wohlthäter, daß er ihn von dem und bedürftigen Familienväter erbarmen, und here Pfade der Trunkenheit und Verworfenheit zurück⸗ 90 1010 fü 1 05 10 e. 2 f gebracht, daß er ihn angeleitet habe, ſein Glück gedeihen laſſen, g iſt der Unterzeichnete willig 15 f und ſeine Achtungswurdigkeit in ordentlichen Sitten 1 i b Ae der eben 1 1 und häuslichen Freuden zu ſuchen, daß er ſeine gewiſſenhaft zu entſprechen.“— 0 5 e Vorurtheile gegen Sparkaſſen nicht beachtet und ihn f 8 Eckrich, Pfr. Adel ſo zum Eigenthümer einer großen Summe gemacht 3 Auch ich empfehle dieſe armen Leute dem mildthätigen. habe, die ohne ſeine glückliche und entſcheidende 1 e ee 1175710 1 8 05 und 9 g 1 1 4 K 1E„ enen, welchen meine Vermittelung in den Winkeln der Schande und des pb näher liegt, in Empfang zu nehmen und EN 30 Laſters vergeudet worden wäre. zu 12 0 9 8 a 4) Gießen. H. Friedberg. Prof, Ph. Dieffenbach. 5) r 25 2 00 Obererlenbach den 20 Febr. 1835. Bekanntmachungen von Behoͤrden. der; Anzeige und Bitte. n* f L Die Bewohner von Obererlenbach wurden am Güter⸗ Verpachtung. (91) Montag den 2. März, Vormittags um 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe nachfolgende leih⸗ fällig gewordene Allmeyenſtücke auf weitere 6 Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, als; r nachbar au Ondbür⸗ neu erbaut Menblicken den Ge⸗ Hnell über⸗ den. Aber chigen An⸗ gelang es, ige Neben⸗ Nachbarn, em Erlen⸗ alle Men⸗ nt ſeine in , Snroh, r Andreas er aufbe⸗ u erbauen⸗ Flammen en Braun oße Opfer ch wenige s Banholz igkeit oder 9 1 Viertel 1 Ruthen 4 Schuh am Haingraben; 22— 38 8„ daſelbſt, daneben; 3) 1 1 2„ daſelbſt, daneben; 4511 5„ 7„ daſelbſt an Vorig.; 1——„ daſelbſt; 69 1—daſelbſe; 7) ungefähr 28 Ruthen daſelbſt. Friedberg den 10. Februar 1835. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gläubiger-Aufforderung. (123) Johann Thomas Winter von Nieder⸗ mörlen beabſichtigt nach Martinsberg in Ungarn auszuwandern. Rechts anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er⸗ theilt werden wird. Friedberg den 19. Januar 1835. Der großherzeglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Holzverſteigerung im Revier Altenſtadt, Forſts Friedberg. . 4 1124) Dienſtag den 3. März d. J. ſollen in dem iſtrikt Diebseiche Abtheilung Stübchen, ohnweit EN gelegen, nachſtehende Brandhölzer meiſtbie— end öffentlich verſteigert werden, als: 10 44 Stecken Buchen⸗Scheidholz, nicht. 2 1„ Eichen⸗Scheidholz, 1 Be⸗ 0„. Buchen-Prügelholz, valle Bite 4) ½%„ Eichen⸗Prügelholz, ade, deren 5) 27„ Buchen⸗Stockholz, bur„ 6) 550 Stück Buchen⸗Wellen.. 10 eſt Die Zuſammenkunft iſt bedachten Termin Vor⸗ würdigen nittags Punkt 10 Uhr im Holzſchlag ſelbſt. Die und fäheren Bedingungen werden den Steigliebhabern V an, zor der Verſteigerung bekannt gemacht und hier nur 1 2 ill emerkt, daß gegen Beibringung geſetzlich vorgeſchrie— 5 1. ener Zahlungsfähigkeits- und Bürgſcheine, Zah⸗ ar lungsfriſt bis zum 1. Septbr. 1835 geſtattet wird. Bohli Gleichzeitig verſteigert alda die Gräfl. Solms⸗ a Ködelheimiſche und Gräfl. Elziſche Forſtverwaltung ich, pft. ſachſtehendes Brennholz, als: mletbängen 1) 88 Stecken Buchen⸗Scheidholz, i erllire.„, Eichen⸗Scheidholz, e e 3) 14„ Buchen Prügelholz, 355 10 1„ Eichen⸗Prügelholz, eiſenb ac. 5) 54„ Stockholz und — 6) 1100 Stück Buchen⸗Wellen. Dieſes Holz muß orden er vor der Abfahrt baar bezahlt werden. orden. Findhelm den 23. Februar 1835. Der großherz. Revierförſter Hoffmann. 8 mn 10 Guter⸗Verſteigerung. 2 lei-(125) Dienſtag den 17. März, Vormittags 10 0 Jaht Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die Güterſtücke 11 verlebten Friedrich Dietrich, erbvertheilungs⸗ 35 halber, öffentlich meißbietend verſteigert werden. Sie beſtehen, in der hieſigen Gemarkung: Fol. Nr. g 382 371 M. 22 R. im Großwarthfeld an Schöff Franzen Erben, 537 3937 R. im Großgalgenfeld an Schultheis Loth zu Fauerbach, 491 71 V. 37% R. daſelbſt, theilt mit Heinrich Kehr, 566 72 V. 38 ½ R. im Kleingalgenfeld an Da⸗ niel Michel, 583 14/2 V. 15 ½ R. daſelbſt an Heinrich Söller und Heinrich Jordis, 6935] V. 24 in dem Lachenfeld in der 10ten Gewann an Heinrich Kehr und Heinrich N Salzmann, 694 10 f V. 25 N. daſelbſt an denſelben und Hein⸗ rich Schmidt, 428 23 V. 17¼ R. Acker neben dem Stadtweg an Carl Reuß zu Friedberg, im fauer⸗ bacher Feld. Friedberg den 26. Februar 1835. In Auftrag großh. Landgerichts, Der Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung von Arbeiten. (126) Donnerſtag den 5. März l. J., Morgens um 10 Uhr, ſoll das Abbrechen der Schanze links an dem Eingang der Burg, und das Plauiren des Stadtſchreiberei-Grabens öffentlich an Wenigſtneh⸗ mende verſteigert werden. Die Verſteigerung geſchieht an Ort und Stelle, und der Anfang wird mit der Schanze gemacht. Friedberg den 26. Februar 1835. Der Bürgermeiſter D. Fritz Arbeit⸗Verſteigerung. (127) Montag den 16. März l. J., Morgens um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Pflaſter⸗ arbeit in hieſiger Stadt, beſtehend in Planiren und Pflaſtern von ungefähr 500[I Klafter Pflaſter in der Burg und einige Stellen in der Stadt, öffent⸗ lich an Wenigſtnehmende verſteigert werden. Die Steigluſtigen werden eingeladen, ſich am Verſteigerungstage und Stunde einzufinden; zugleich wird bemerkt, daß jeden Mittwoch und Samſtag von 11 bis 12 Uhr auf meinem Bürcau die Ueber ſchläge zur Einſicht offen liegen. Friedberg den 24. Februar 1835. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Märkte in Butzbach. (128) Der hieſigen Stadt iſt höchſten Orts ge⸗ ſtattet worden, in dieſem und dem kommenden Jahr 5 Viehmärkte in Verbindung mit den Krämermärkten abzuhalten. Der Unterzeichnete bringt dieſes mit dem Aufügen zur allgemeinen Kenntniß, daß die Märkte in dem laufenden Jahr auf nachſtehende Tage: 19 Donnerſtag den 12. März, ö S 2) Mittwoch den 15. April,* 3) Donnerſtag den 4. Juni, 1 4) Mittwoch den 29. Juli und 75 5 5) Donnerſtag den 17. September abgehalten werden. 2 Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, die⸗ ſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. 5 Brutzbach den 20. Februar 1835. 5 f Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt . B. Küchel. Arbeit⸗Verſteigerung. (129) Freitag den 6. März l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen nachbezeichnete Arbeiten, Behufs der diesjährigen Pfläſterung einer Ortsſtraße dahier und des Vicinalwegbaues zwiſchen Ober⸗ und Nie⸗ derrosbach, bei günſtiger Witterung an Ort und Stelle, im entgegengeſetzten Falle aber auf dem Rathhauſe dahier, an den Wenigſtnehmenden unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden. Bedingungen verſteigert werden, als: 1 10 60 Klafter Pflaſter zu fertigen, 25 5„ Pflaſterſteine zu fahren, 3) 3„ Kies zu liefern, 4 28„Kies und 260 laufende Klafter Wandſteine zu dem Vicinalwegbau zu liefern, 5) den Kies zu meſſen und die Wandſteine zu ſetzen, 6) 130 laufende Klafter zu Planiren, das Auf⸗ fuͤllungsmaterial loszuhauen und an Ort und Seeelle zu liefern, 7) das Fertigen der Fahrbahn, Banquets. Oberrosbach am 26. Februar 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Phil. Lämmer. Teppich⸗ Verkauf. Montag den 2. März l. J., Vormittags ſollen auf hieſigem Rathhauſe 18 Stück 4 Ellen breite Teppiche an den baare Zahlung verkauft (130) 10 Uhr, wollene— 3 und Meiſtbietenden gegen gleich werden. Nauheim den 26. Februar 1835. Der kurfürſtl. heſſ. Bürgermeiſter daſelbſt Hartmann. Chauſſee⸗ Arbeiten. (131) Die Reparaturarbeiten, nämlich das Stein⸗ fahren und die Handarbeiten der Straße von der ſäckbacher Gränze bis Butzbach, ſollen in den nach⸗ benannten Terminen mit den alsdann bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen zur Verſteigerung ge⸗ bracht werden und zwar 1) Samſtag den 28. d. M. Vormittags in Klop⸗ penheim, 2 Mittwoch den 4. März d. J., Nachmittags 2 Uhr, zu Oberwöllſtadt bei Wirth Brauburger, Gräben und 5 1 7 3) Donnerſtag den 5. März 1. J. 7 Vormittags 1 Uhr, zu Niedermörlen im Wirihshanſe zum Lo⸗ wen. 1 l 3 e 5 0 7 n Ka ichen den 25. Febr. 1835. g 1 f In Auftrag: Hörle.. NMUN. Bekanntmachungen von Privaten. 1 1* 1000 fl. zu 5 pr. Ct., (119) aber in zwei Theilen à 500 fl., liegen dei ö einem Manne in Holzhauſen gegen gerichtliche Hypo⸗ thek zum Ausleihen bereit. Das Nahere iſt zu erfra⸗ gen bei Gemeinderechner J. Ried in Holzhauſen. 300 fl. Vormundsgeld— (132) liegen gegen doppelte gerichtliche Verſiche⸗ rung zum Ausleihen bereit. 5 9 Friedberg. Martin Mondigler 618 Empfehlung a (133) unterzeichneter empfiehlt ſich mit ſeinen guten Mehlſorten, wie auch geſchalter Gerſte, Grütze, Linſen, Erbſen, auch geſchälten Erbſen. Alles von vorzüglicher Güte und möglichſt billigen Preiſen. Friedberg. f Ludwig Sellin, Ein Logis zu ebner Erde, (134) mit Möbel für einen einzelnen Herrn, hat . zu vermiethen, wer? iſt zu erfragen bei Ausgeb. dieſes. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: 1 Waizen: 6fl.— kr. Korn: 4fl. 45 kr. Gerſte: 3 fl. 55 kr Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. 77 Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 23. Februar Waizen: 5 fl. 50 kr. Korn: 4 fl. 10 kr. Gerſte: 4fl. 5 Hafer: 3fl. 20 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Wicken:— fl. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 20. Februar: 49 Waizen: 6 fl. 26 kr. Korn: 4 fl. 57 kr. Gerſte: 4 fl. 7kr. 5 Hafer: 3 fl. 11 kr. 1 1 9 Für 1 kr. Milchbrod „ 1 kr. Gemiſchtes „ 8 kr. Laden⸗Brod n dito „ 4 kr. dito— „ 2 kr. dito 2 23 1 1 Judengaſſe. 1 Pfund Ochſenfleiſch 8 10 0 1„ Rindfleiſch 1 Kühfleiſch f 1 Nierenfett 1 Kalbfleiſch. 1 Hammelfleiſch 1. Schweinenfleiſch 85 Leber- und Blutwurst 1 Bratwurſt 1 Schwartenmagen 1 Speck 4 Dörrfleiſch a 1„ Schmalz 18 Für die Nichtigkeit: Der Bürgermeiſter D. Fri Eibe Gedruckt und verſegt unter Vecantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.