* cb. den 2. 9 : d. den 11. b. den 17 eld, ei 1(Vrovinz 39. t. (Fortſetzung.) Als im Jahr 1418 mit dem Erzbiſchof Wer⸗ ner von Trier das falkenſteiniſche Haus in männlicher Linie ausſtarb, theilten die Erben die übrigen Beſitzungen unter ſich, behielten ſich aber u. g. die Burg zu Vilbel und deren Unterhaltung zuerſt als gemeinſames Eigenthum vor). Hierauf theilten die Erben im Jahr 1421 ſo, daß derjenige chen ee, 4 e nau, 11 Theil der Burg, welcher„rechter Hand gein der Brucken“ liegt, an Sain und Iſenburg, der andere aber,„nach Durkilwilr zu gelegen, mit dem Porthen⸗Thorngen“ an die Gebrüder von Eppſtein fallen ſoll; und weil der nach der Brücke zu liegende Theil beſſer iſt, ſo ſollen Sain und Iſenburg noch zweihundert Gulden herausgeben; der in der Mitte ſtehende Thurm nebſt 2 Thurm⸗ huͤtern, 4 Wächtern und 1 Pförtner ſoll dagegen gemeinſames Eigenthum verbleiben. Beide Theile gelsben ſich zugleich einen Burgfrieden und gemein⸗ ſamen Schutz, wenn etwa ein Krieg entſtünde. Als im Jahr 1430 Diether von Iſenburg ſein „halbes Theil von dem vierten Theil des Schloſſes und Hauſes Vilbel, gelegen an dem Dorfe Vilbel /, an die Stadt Frankfurt um 1000 damaliger Gulden verpfändete(auf Wiederkauf verkaufte), wurde dieſe Stadt durch die Herrn von Eppſtein in den Burg⸗ — ) Die verſchiedenen Urkunden hierüber befinden ſich 1) in der Deduetio Gräſlich⸗Stolbergiſchen Erbrechtens⸗ urk. S. 8 und 15, 2) in Gaden. C. D. V. 885. 894. 896. Es ſind dieſelben für die Ortsgeſchichte ſehr intereffant. Intelligenzblatt D berhes en im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 26. September 1835. frieden mit eingeſchloſſen.) Da wir aber in der Folge die Herrn von Eppſtein im alleinigen Beſitze der Burg finden, ſo müſſen wir annehmen, daß dieſelben das Capital an die Stadt Frankfurt zurück erſtattet, auch den ſainiſchen Antheil er⸗ kauft haben werden. In der Folge ſehen wir über die Gerichts— barkeit Irrungen entſtehen zwiſchen den Beſitzern von dem Dorfe Vilbel, den Herrn von Hanau, und den Herrn von Eppſtein, deren einer Zweig den Namen Graſen von Königſtein ange⸗ nommen hatte. Nach einem Weisthum vom Jahr 1498 erklären die im„»Spielhuß“) zu Vilbel verſammelten Schöffen, wie es bisher mit dem Gericht zu Vilbel, mit Schultheiß und Schöffen, Schuld und Schäden gebräuchlich geweſen. Da ſich aber der hanauiſche Anwalt mit ihrem Ausſpruche nicht begnügte, ſo wurde im Jahr 1503 durch die zu Schiedsrichtern(„Teidings-Luthe“) angenom- menen Grafen Adolph von Naſſau und Phi— lipp von Solns ein neuer Vertrag wegen Vilbel geſchloſſen, nach welchem alle Frevel, welche das Leben betreffen, an dem hanauiſchen Landgerichte des Boruheimerberges gerechtfertigt und geſtraft werden ſollen. Außerdem wurde u. A. feſtgeſetzt, daß in Zukunft die Leute zu Vilbel beiden gleich * Lersner II, 619. ) Ein Spielhaus iſt ein öffentliches, urſprünglich wohl dem Vergnügen gewidmetes Haus, in welchem bei ſchlech⸗ tem Wetter die Gerichte gehegt wurden, die ſonſt unter freiem Himmel ſtatt hatten. Später erſcheinen an ihrer Stelle die Rathhäufer. —————————— 8———————ů 8 r .— 2886 ö 1590 der Erbſchaft gegen eine baare Geldſummt, l erklärte ſich aber ſpäter dagegen, und nun begann ein Proceß, der erſt im Anfange dieſes Jahrhub⸗ derts mit der Errichtung des Reichs-Deputations- uf Hauptſchluſſes ſein Ende nahm. Durch dieſe Ver e hältniſſe war denn auch die Hälfte von unſerem Orte Vilbel nebſt dem Schloſſe mit den übrigen zuſtunden*), und wenn Eine Parthei der Eigen⸗ thums⸗Herrn ſpäter willens wäre, ſeinen Antheil an Vilbel zu verkaufen, ſo ſoll die andere das Vor⸗ kaufsrecht ein Jahr lang haben. Was außerdem Hanau an Gefällen, Gülten und Renten weniger beziehe, das ſoll durch Geld ausgeglichen werden. Endlich ſoll Hanau das Schloß zu Vilbel zwölf Jahre lang zum Gebrauch geöffnet werden, jedoch unbeſchadet der Rechte der Herrn von Königſtein. Hieraus und aus dem Folgenden geht deutlich her⸗ vor, daß Hanau an dem Schloſſe ſelbſt keinen Theil atte.. 0 In Folge dieſes Vertrags wurde noch ferner im Jahr 1507 zwiſchen beiden Theilen feſtgeſetzt, daß das Dorf-, Vogt⸗Hube⸗Gericht, Landſcheider und Steinſetzer-Gerechtigkeit, welches Königſtein bisher allein zugekommen, künftig ebenfalls getheilt, überhaupt alle Gerechtigkeiten und Herrlichkeiten ꝛc. ganz gleich ſeyn ſollen. Dagegen behalt ſich Koͤnig⸗ ſtein das Schloß mit Graben und Garten, der Hofſtatt und Scheuer, der Capelle St. Nikolaus, 2 Huben Landes um das Schloß und alles, was ſonſt zum Schloſſe gehört, als ſein altes Eigenthum vor, und beſtätigt Hanau nur das Recht der oben erwähnten zwölfjährigen Oeffnung.) Aus dieſen Verträgen erklären ſich zum Theil! mehrere ſpätere Erſcheinungen, deren wir nachher noch erwähnen werden. Als mit dem Grafen Eberhard IV. von Königſtein die männlichen Nachkommen der Ep p⸗ ſteiner im J. 1535 erloſchen, erbte der Schweſter Sohn, Ludwig, Graf von Stolberg, und nach deſſen Tode 1574 ſein jüngerer Bruder Chriſtoph die Grafſchaft Königſtein, d. h. diejenigen Theile der Herrſchaft Eppſtein, welche nicht früher durch Verkauf getrennt waren. Da aber auch dieſer i. J. 1581 ohne Erben ſtarb, nahm der Kurfürſt Da⸗ niel von Mainz von der Herrſchaſt Eppſtein als eröffnetem Reichslehn Beſitz. Stolberg entſagte zwar anfänglich in einem Vergleiche von ) Die Leibeignen erſcheinen dagegen in ſpateren Zeiten wie⸗ der ganz unter die beiden Beſitzer getheilt und ſo war es bis zur Aufhebung der Leibeigenſchaft. **) Dieſe beiden Verträge ſo wie das oben erwaͤhnte Weis⸗ thum finden ſich in der„Beſchreibung der hanau-mün⸗ zenbergiſchen Lande.“ Documente S. 105— 110.(Der älteren Ausgabe.) Landen zuerſt an Stolberg und i. J. 1581 an Mainz gefallen. Lange vorher war in Vilbel der proteſtantiſche Cultus eingeführt. Mainz aber, das die andern Orte zum Theil wieder der katho⸗ liſchen Kirche zuführte, begünſtigte wenigſtens hier die Niederlaſſung der Katholiken und ließ endlich ums Jahr 1716 daſelbſt trotz mannichfacher Wider rede eine katholiſche Kirche erbauen, die es unter dem Namen einer„Schloßkapelle/ auf dem alten Burggebiete aufſtellte, wo es ſich als Erbe von Eppſtein allein berechtigt glaubte; Han au we nigſtens konnte nichts dagezen einwenden, ſaͤmmt⸗ liche Bewohner wurden ſogar durch mainziſche Sol- daten gezwungen, Frohndienſte dabei zu verrichten, (Da der Fiskus in die Rechte von Mainz trat, ſt kommt ihm demnach Bau und Unterhaltung diese Kirche zu). (Beſchluß folgt.) Landwirthſchaftliches Feſt zu Gießen, Wie ſehr man in Gießen bemüht iſt, die lan dwir th ſchaftliche Preisvertheilung zu einem wahren Volks, feſte einzurichten, beweiſt folgendes uns zugekommene Pro gramm, welches wir unſern Leſern hier mit dem Wunſche mittheilen, daß auch anderwärts dieſer lobenswerthe Eifer Nachahmung finden möge. Bekanntlich findet den 29. d. M, zu Butzbach und den 30. d. M. zu Niederwöllſtadſ eine ähnliche Preisvertheilung ſtatt. g 8 Die Redaction. Programm zu dem landwirthſchaftlichen Feſte zu Gießen am 28ten September 1835. Zur Anordnung und Leitung der Feſtlichkeiten hat ſich, nach ſtattgehabter Wahl, ein Comite ge— bildet, beſtehend aus den Unterzeichneten, welche das Nachſtehende zur öffentlichen Kenntniß bringen. Das Feſt hat ſtatt auf der herrſchaftlichen Wieſe vor dem Neuen⸗Weger⸗Thor, und wird eröffnet mit den Preis vertheilungen des land— wirthſchaftlichen Vereins, nach deſſen Be⸗ kanntmachung. Erſt nach Beendigung dieſer Feier⸗ lichkeit, welche bisher um Mittag eintrat, beginnel. 3 2 2 — 2 — 2 — * es ſud dt Nutdnunge en drei H zm Wildſe Circus er Haupteinge beauſtragte mt der 3 mr diejen amen! bundenen Preise au Sachlau ddwei Abtſ beſtimmt. Kletterbän dung d beſtehen befeſtigt wo biſt Mitſpiele nenſchl. ſerträg nung erk befreite Eierla allen di baume⸗ wärts ten W̃ in Fre wat n; ann de der Ey kröffnet in Bu „ Drghern laſen. — 0 — 0 dunn a dehnt lat onz; ieſe Ver un eren r übrigen 1581 m Vilbel. Finz aber, der kathi, dens hier f erdlic Widen es unt dem alten Erbe von a nau we⸗ , ſamm⸗ niſche Sele verrichtet, Juhreut; die Vergnügungen, ſämmtlich innerhalb des Circus in nachſtehender Ordnung: Mittagstafel im Freien. Wer daran Theil zu nehmen wünſcht, wird erſucht, ſich bei Herrn Bürgermeiſter Silber⸗ eiſen, ſpäteſtens bis zum 27ten d. M. Mittags ein⸗ ſchreiben zu laſſen. Gegen Ende der Tafel beginnt das Wildſchießen. Für jeden Schuß wird eine Karte eingelöst, welche vor dem Schuſſe abgegeben werden muß, widrigenfalls der Schuß nicht rechnet. Es ſind drei Schützenmeiſter ernannt, nach deren Anordnungen ſich zu richten gebeten wird. Es wer⸗ den drei Hauptpreiſe gewonnen. Gleichzeitig mit dem Wildſchießen wird der Kletterbaum im Circus eröffnet. Die Preisbewerber haben ſich am Haupteingange einzufinden und ſich bei dem dazu beauftragten Mitgliede des Comite's zu melden. Da⸗ mit der Zudrang nicht zu groß werde, ſo können nur diejenigen zugelaſſen werden, von welchen ſich erwarten läßt, daß ſie der mit dieſer Uebung ver⸗ bundenen Anſtrengung gewachſen ſind. Es ſind fünf Preiſe ausgeſetzt. Einige Zeit ſpäter beginnt der ig trat, ſe f ug dieſe 4 Gießen. andwirtl⸗ hren Volkt⸗ mene Pn⸗ em Wunſte werthe Cijt 1 n N. d.. rwöllſtall daction hen Fiſe 1835, alain zomite 9 velche das ngen. cen Wirt eroffntt b lan en 8. eſer Fein begun, Sacklauf mit drei Preiſen. Der Lauf findet in zwei Abtheilungen ſtatt. Für jede ſind zwei Preiſe beſtimmt. Die Preisbewerber haben ſich wie bei den Kletterbäumen zu verhalten. Hierauf folgt die Ue⸗ bung auf dem Balancierbaume. Die Preiſe beſtehen aus Victualien, welche an dem Preisbaume befeſtigt ſind und erhaſcht werden müſſen. Jacob, wo biſt du? in zwei Parthieen gleichzeitig. Jeder Mitſpielende erhält eine Belohnung. Der Hah⸗ nenſchlag, wobei ein Preis errungen wird. Waſ⸗ ſerträger, wobei jeder Mitſpielende eine Beloh⸗ nung erhält. Die Katze im Fafſe. Wer die befreite Katze fängt, erhält die Belohnung. Eierlauf mit drei Preiſen. Die Anmeldungen zu allen dieſen Spielen finden wie bei dem„Kletter— baume“ und dem Sacklaufe ſtatt. Für die aus⸗ wärts herkommenden, am ſchönſten geſchmück⸗ ten Wagen ſind drei Preiſe ausgeſetzt. Tanz im Freien, im Circus findet während der Spiele nur in Zwiſchenräumen ſtatt. Außerhalb des Circus kann beliebig getanzt werden. Nach Beendigung der Spiele werden die Schranken für Jedermann eröffnet. Abends um 8 Uhr beginnend iſt Ball im Buſchiſchen Garten. Um 5 Uhr wird Herr Drehermeiſter Matthias einen Luftballon ſteigen laſſen. ——— Der Der Eintritt iſt nur denen geſtattet, welche mit Eintritts⸗Karten verſehen ſind. Den Subſcribenten wird eine ſolche zugeſtellt; an den Eingängen ſind Kaſſen zur Einlöͤſung von Karten eröffnet. Die Karte iſt ſtets bei ſich zu behalten, um ſie bei jedesmaligem Eintritte vorzeigen zu können. Die Zahlung gilt auch für die engere Familie. Für die Nichtzahlenden ſind auſſerhalb des Circus Erho⸗ hungen angebracht, von welchen aus Alles, was vorgeht, vollkommen bequem über ſe⸗ hen werden kann. Hiermit iſt jede Veranlaſſung zum Herandrängen entfernt; die Unterzeichneten dür⸗ fen daher auch im weſentlichen für die ganze Feſt⸗ lichkeit erwarten, daß die Anordnung zur Beobach⸗ tung und Erhaltung der Ordnung von Jedermann willig befolgt werden, und bitten ſie jeden Anwe⸗ ſenden dringend, ſo viel er vermag, dabei mitzu⸗ wirken. Die ſtrenge Erhaltung der Ordnung iſt die erſte Bedingung dafür, daß ſich die Stadt Gießen der alljährlichen Wiederholung und der Vervollkomm⸗ nung dieſer landwirthſchaftlichen Feſte zu erfreuen haben wird. a Auſſerhalb des Circus ſind ebenfalls Kletter⸗ bäume aufgerichtet, an welchen während des ganzen Tags, von Morgens 9 Uhr an, ohne Beſchränkung, Vorübungen ſtatt finden und ebenfalls Preiſe zu er⸗ ringen ſind. 5 i Karten für Nichtabonirte zum Ball im Buſchi⸗ ſchen Garten ſind Abends an der Kaſſe für 45 kr. zu haben. 8 Um mit dieſem Feſte überhaupt nur noch mehr Gemeinnütziges zu verbinden, was ſeiner Entſtehung entſpricht, ſo iſt die Veranſtaltung getroffen worden, daß landwirthſchaftliche Erzeugniſſe aller Art, na⸗ mentlich auch Vieh, zur Schau ausgeſtellt werden können. Man hofft hierdurch um ſo mehr einen den Landwirthen nützlichen Zweck zu erreichen, als bei den Preisvertheilungen des landwirthſchaftlichen Ver⸗ eins bisher nur Rindvieh und zwar nur von gewiſ⸗ ſem Alter und unter gewiſſen Bedingungen berück⸗ ſichtigt wurde, andere Viehgattungen und Erzeugniſſe aber ganz ausgeſchloſſen waren. Möchte daher recht viel Ausgezeichnetes, was in hieſiger Gegend gar nicht ſelten iſt, produzirt werden! Gießen im September 1835. 5 C. Silbereiſen. Trapp II. Follenius. Schaffſtädt. Dr. Vir. Möhl. Kempf II. Reiber. Dr. Sundheim. Reuning. 18 1 1 Bekanntmachungen von Behoͤrden. een,. a D 1 g riedbe⸗ Edictalladung. a 119 (605) Ueber das Vermögen des Georg Buß 1 zu Butzbach, wozu auch der Nachlaß des im 7 Ch Kloſter Haine verſtorbenen Joh. Georg Schütz f 1 ſc bach be von Schotten gehört, iſt von großherzoglichem f I gache Pr Hofgerichte in Gießen der förmliche Concursprozeß 0 erkannt— und das unterzeichnete Gericht mit de⸗ ſen Leitung beauftragt worden. 158 0 1 boſugsurku Es werden daher alle diejenigen, welche an g 5 riedber dieſe Vermögen Anſprüche zu haben glauben, auf⸗ 97 7 gefordert, dieſelben ſo gewiß den 11ten Novem- ö. ber, Vormittags 10 Uhr, dahier geltend zu machen, auch ihre etwaigen Vorzugsrechte zu begrün⸗ den, als ſonſt ſie ohne weiteres Präcluſiv⸗ Dekret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. 7 5 f Friedberg am uten September 1835. 2 Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt,„ 4(47% 80 Hofmann. Brumhard, 15 4 aer am 1 Vieh- und Krämermarkt zu Gießen. f 1 n (606) Der auf den öten und 7ten October dieſes 2 1 in N Jahres beſtimmte dahieſige Vieh- und Krämermarkt, 7 Gläubiger-Aufforderung. 5 g beſimnt w. iſt wegen des Eintritts des jüdiſchen Laubhüttenfe⸗(620) Margaretha Vetter von Holzhau⸗ ba ein J ſtes auf Dienſtag den 2gten und Mittwoch ſen beabſichtigt nach Haarheim im Herzogthume werden den 30ten dieſes Monats verlegt worden, welches Naſſau auszuwandern. Rechtsanſprüche an die⸗ Gggeben man zur allgemeinen Keuntniß des handelnden Pu- ſelbe ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgerichte blikums bringt. Die Herrn Bürgermeiſter werden Groskarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs⸗ erſucht, vorſtehende Bekanntmachung in ihren Ge⸗ urkunde ertheilt werden wird. i 1 meinden bekannt zu machen. Friedberg am Sten September 1835. 1 10 Gießen den Zten September 1835. Der großherzeglich heſſiſche Kreisrakh(518) Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt a des Kreiſes Friedberg. i C. Silbereiſen. In deſſen Beurlaubung: pet abget Mobilien-Verſteigerung. Der großh. Kreisſecretär 15 und e (618) Mittwoch den 30ten September d. J., Mor⸗ Dr. Cameſasca. ui a gens um§ Uhr, wollen die Erben des verſtorbenen Verkauf einer Feuerſpritze. 5 N Philipp Conrad Diehl dahier ihre Mobilien,(622) Montag als den 12ten Oktober d. J. ol. a beſtehend in Bettung, Weiszeug und ſonſtigem Haus die der Gemeinde Ober⸗ und Niederrosbach gehtel, 155 geräthe, ferner mehreren neuen Kommoden, Tiſchen, ge Feuerſpritze, welche ſich noch in einem ſehr guten 7 Stühlen und Bettladen, öffentlich freiwillig in dem Zuſtande befindet, auf dem Rathhauſe zu Oberros⸗ Sterbhauſe ſelbſt an den Meiſtbietenden gegen gleich dach, unter den bei der Besse e ee 5 5 baare Zahlung verſteigern laſſen, wozu die Kauflu- macht werdenden Bedingungen, ein 1 9 8 ö 0 einer öffentlichen weis ſtigen eingeladen werden. f Verſteigerung ausgeſetzt werden, wozu die Rauch 1 9 5 Friedberg den 15ten September 1835. haber höflichſt einladet, N 6. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Oberrosbach den 11ten September 185. frben (621) Für die hieſige Gemeinde-Schäferei wird 5 Lämmer. 1 f ein Schäfer geſucht, der gute Atteſtate vorzeigen Bekanntmachun 91. 175(8049 80 kann. Der Lohn beſteht in(645) Wegen eingetretenen Hinderniſſen wurde N 1) 12 Malter Korn,-die vom 23. d. M. von mir angezeigte Verſteige⸗ Monat 2) 2 Malter Gerſte, rung der Frau Wittwe Chelius dahier ausgeſetzt, weich 5 3) 4 Nacht- Pferchen und die Unter, und daher Termin auf Montag den 28. d. M, 4 ten 4) von jedem Morgen ⸗Stall 2 kr. Bezahlung, Morgens 8 Uhr, in deren Behauſung zur Vornahme Fer ein 2 5) von jedem Schaafbeſitzer ein Schaaf gehalten, obiger Verſteigerung, beſtehend in Mobilien, Haus⸗ ö Friedb. mitiags n treisrath the, namentlich Kupfer, Meſſing und Zinn, an⸗ eraumt, welches zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 24. Septbr 1835. 34 Der Beigeordnete Chr. Hecht. SGläubiger-Aufforderung. (646) Chriſtian und Adolph Föll von Ober- eſch bach beabſichtigen nach Düſſeldorf im Kö⸗ nigreiche Preußen auszuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Land⸗ gerichte Groskarben anzumelden, gegenfalls die Ent⸗ laſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 12ten September 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In deſſen Beurlaubung: Der groß. Kreisſecretär 5 Dr. Cameſasca. Bekanntmachung. (647) Zur Eröffnung und Publication des von N der am 12ten v. M. zu Oſtheim verſtorbenen Wittwe des Konrad Brod, Louiſe, geb. Zink hinterlegten Teſtaments iſt Termin auf den 22ten Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, beſtimmt worden, wozu alle Diejenigen, welche hier⸗ bei ein Intereſſe zu haben glauben, vorgeladen werden. Gegeben Windecken den 8. September 1835. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt Neuhof. 1 Edietalladung. (648) Gegen den Orts⸗Bürger Philipp Keim zu Oſtheim, der ſein Vermögen an ſeine Gläubi⸗ 5 ger abgetreten, hat ſich eine Ueberſchuldung erge⸗ 95 4 ben, und es iſt daher zur ſummariſchen Liguidation 2 der Forderungen und zum Verſuch der Güte Ter⸗ min auf den 4 16. k. M., Vormittags 9 Uhr, J. ſoll 1 anberaumt worden, in welchem alle bekannten und gehon unbekannten Gläubiger, erſtere unterm Rechtsnach⸗ „gun theil dem Beſchluß der Mehrheit als beitretend an— deres, geſehen zu werden, letztere aber unterm Rechtsnach⸗ zunt ge, kheil des Ausſchluſſes mit Vorlegung etwaiger Be⸗ lichen veisurkunden in Perſon oder durch Special⸗Man⸗ aueh datare zu erſcheinen haben. Gegeben Windecken den 13. September 1835. 5 5 Kurfuͤrſtliches Juſtizamt daſelbſt Neuhof Schaafpferche-Verſteigerung. (649) Donnerſtag den 1. Oktober d. 3, Vor⸗ unde mittags um 10 Uhr, ſollen die Schaafpferche vom eule, Monat Oktober auf hieſigem Rathhauſe öffentlich checkt, meiſtbietend verſteigert werden, wozu die Kauflieb⸗ „ M, haber einladet gan. Friedberg den 24. September 1835. 5 Han f Der Beigeordnete Ja kob Bechſtein. Lieferung⸗Verſteigerung. Donnerſtag den 1ſten Oktober laufenden (600 Jahres, ſoll die Lieferung der warmen Speiſen für die Züchtlinge in Marienſchloß auf ein Jahr und zwar vom 1. Januar künftigen Jahres an, öffent⸗ lich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Ich bringe dieſes mit der Bemerkung zur öffent⸗ lichen Kenntniß: daß die Verſteigerung des Vor⸗ mittags um 10 Uhr in meiner Wohnung dahier vorgenommen wird und daß derjenige, welcher bei der Verſteigerung mitbieten will, ſich vorher auszu⸗ 11 hat, daß er eine Caution von 1500 fl. ſtellen ann. Maxrienſchloß den 18. September 1835. Funk 5 Commerzienrath. Bekanntmachung. (651) Am 19. d. M., Abends kurz vor 8 Uhr, wurde nächſt dem Allerheiligeuthore zu Frankfurt in. der Promenade ein etwa 1jaͤhriges Kind männlichen Geſchlechts ausgeſetzt gefunden. Daſſelbe war be- kleidet mit einem rothwollenen geſtrickten Kleidchen, weiß flanellenen Unterröckchen, einem Batiſthemdchen mit Streifchen ohne Zeichen, einem roth und weiß gewürfelten baumwollenen Halstuche mit ſichtlich erſt friſch ausgeſchnittenen oder ausgeriſſenen Zeichen, grau wollenen alten ſtarkgeſtopften Strümpfen mit daran genähten weißen Bändchen, hellgrün und dun⸗ kelgrau wollenen geſtrickten Schuhen und einem weißgrundigen roſenroth geblümten Kattunhäubchen. Neben demſelben lag eine größere alte zerriſſene Batiſthaube mit grobem Streife. Die 3 erſtgenann⸗ ten Stücke waren ſtark beſchmutzt und zerriſſen, hie und da auch grob geflickt. Das Kind iſt blaß und abgemagert, dabei je⸗ doch äuſſerſt lebhaft und hat blau⸗ graue etwas grelle Augen, dunkelblondes Härchen, die ſichtlich ſchon einmal geſchnitten ſind, ſtumpfes Näschen, hohe Stirne und längliches Geſicht mit dicken etwas hängenden Wangen, auch hat es einen Aus ſchlag auf dem Kopf. Da. die Mutter bis jetzt unbekannt iſt, ſo wer⸗ den die gr. Bürgermeiſter und übrigen Polizeibe⸗ hörden des Kreiſes angewieſen, nach Anleitung des Vorſtehenden die geeignete Nachforſchung nach der Mutter des Kindes anzuſtellen und von Allem was zur Entdeckung des Thäters führen konnte Anzeige dahier zu machen. Friedberg den 23. September 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Arbeits-Verſteigerung zu Stronfels, Kreiſes Nidda. (652) Zur Verſteigerung der Bauarbeiten fuͤr Einrichtung der dahieſigen ehemaligen herrſchaftlichen Zehntſcheune zu einem Bet- und Schulhaus und Erbauung eines kleinen Oekonomiegebäudes dabei, ſoll Montags, den 28. Septbr. l. J., Morgens 10 Uhr, in Gegenwart des gr. Kreis⸗Baumeiſters in der Behauſung des Unterzeichneten geſchritten wer⸗ den. Die Arbeiten beſtehen und ſind voranſchlagt: Maurer⸗Arbeit 578 fl. 43 kr. Steinhauer- 219„ 87 Zimmer 1 406 7 50„ Dachdecker 148 30„ Schreiner„ 615„ 18„ Schloſſer„ 194) 52„ Glaſer 15 147„ 51„ Weißbinder 411 44„ zuſammen 2722 fl. 56 kr. Man bringt dies hierdurch mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß Plan, Ueberſchlag und Bedingungen vom 23. dieſes Mts. an bis zur Verſteigerung jeden Tag dahier einzuſehen ſind, und daß nur ſolche Handwerker zur Verſteigerung zugelaſſen werden, welche eine von dem gr. Bürger⸗ meiſter ihres Wohnorts ausgeſtellte Beſcheinigung vorlegen können, daß ſie im Stande ſind,/ der Ueberſchlagsſumme ihrer betreffenden Uebernahme als die verlangt werdende Caution, entweder baar, oder in gerichtlich beſtätigten Pfandverſchreibungen binnen 8. Tagen nach erfolgter Ratification der Verſteigerung hinterlegen können. Stornfels den 16. September 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Schneider. Holz-⸗Verſteigerung. (653) Mitwoch den 30. Septbr. l. J., ſollen im obermörler Gemeindswald 200 Schneitze⸗ und 4000 Stück Günſterwellen, im Diſtrikte Geitzgräber und Langenberg, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meiſtbie⸗ tend verſteigert werden. Obermöoͤrlen den 23. Septbr. 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Morſchel. Sraßenbauarbeit-Verſteigerung. (654) Samſtag den 3. Oktbr. l. J., Morgens 10 Uhr, werden dahier in der Bürgermeiſterei-Amts⸗ ſtube, 135 Klafter lang, Wegchauſſirung an We⸗ nigſtnehmenden öffentlich verſteigert, wozu die Lieb⸗ haber eingeladen werden. Steinbach den 23. Septbr. 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Wenzel. Aepfel⸗Verſteigerung. (655) Die der Gemeinde Reichelsheim zuge⸗ hörigen Aepfel, in 150 bis 200 Malter beſtehend, werden Montag den 28. d. M., Morgens 9 Uhr, e 1 mentgeldle in einzelnen Abtheilungen, gegen baare Zahlung, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigelt. Reichelsheim den 24. September 1835. a Herzl. naſſ. Landoberſchultheiſerei. Hehner. Privat⸗Bekanntmachungen. Militair⸗ Stellvertretung. (628) Da der Militair⸗Vertretungs⸗Verein für die drei Provinzen des Großherzogthums in dem dieß jährigen Looſen ſo glücklich geweſen iſt, daß er noch Einſteher übrig hat, ſo macht er hierdurch be⸗ kannt, daß er für dießjährige Militairpflichtige, welche keinem Vereine beigetreten ſind, Einſteher zu Zwei hundert vierzig fünf Gulden inſolange ſtellt, als er noch über Einſteher disponiren kann. Darmſtadt im September 1835. A. J. Linz, Commerzienrath. „Intereſſante Anzeige. (633) Mit höchſter Bewilligung der herzoglich naſſauiſchen Landesregierung, unter Aufſicht und Leitung der herzoglichen Behörden, werden in zwei Klaſſen ausgeſpielt: a Die zu Wiesbaden gelegenen, dem Herrn D. Düringer gehörenden Kurgebäuden, ſammt Gärten und ſonſtigen Zubehörungen, im Werthe von fl. 124,000, mit 3999 andern Gewinnen von fl. 12,000, 8,000, 2 und 4000, 1250, 1200 u. ſ. w. im Geſammtbetrage von fl. 200,000 rhein.— Für den Haupttreffer iſt eine Ablößung von fl. 50,000 feſtgeſetzt und garantirt. N Dem Rücktritt iſt bereits entſagt, und die erſte Ziehung geſchieht den 29ten De? zember d. J. Die Einlage iſt fl. 7 oder Rthlr. 4 pr. cout, pr. Loos. Dieſe Ausſpielung hat folgende Vorzüge a) daß dem Rücktritt ſogleich entſagt worden, p) daß ſie die ſonſt nirgends vorkommende kleine Zahl von nur 35000 verkäufliche Looſe enthält, c) daß ihr Haupttreffer mit zu den ſchönſten un werthvollſten Immobilien in Deutſchland gehört, Die Düringerſchen Kurgebäude ſind zu Wiesbaden, dieſem berühmten Kurplatz mitten in Deutſchland auf das vortheilhafteſte gelegen, und bilden daſelbſſt den beliebten Verſammlungs⸗Ort des Kur⸗ Publ. kums. Sie beſtehen aus zwei großen und prach“ vollen Haupthotels, und mehr als zwanzig Neben Gebäuden, alle ſolid erbaut, aus weitläufigen Luſt⸗“ Wein⸗, Obſt⸗ und Gemüſe⸗Gärten;— der Ertrag der Reſtauration allein berechnet ſich jährlich auf 6 bis 8000 Gulden. Ausführliche Spielpläne, 0 wie Looſe A fl. 7 oder Rthlr. 4 preuſ. cour. unte, f men neten Hen den Jun ben ud, p. S. Aue Güte loose Bekannte (6) fr wenig! wonüglich tige in jeh. ler Heil Meihe glüc Franken 1 ungen, ha freundliche beidende je Die Fürſorge! Aufſicht! Märterin. Open der Wäſc Auswärti der kältere dingunger Koſten, v periode Kranke n Darm Hofre (657) durch ſeir durch ſeir Chauſſee ausgegeic unentgeldlicher Aufgabe eines ſechsten bei Zu⸗ ſammennahme von fünf Stück, ſind bei unterzeich⸗ netem Handlungs Hauſe, welches auch ſeiner Zeit den Intereſſenten die Ziehungsliſten prompteſt zuſen⸗ den wird, zu haben. „ J. Trier ⸗ Strauß in Frankfurt a/M. P. S. Auch von allen anderen ſoliden 1 Güterlotterien ſind die Original⸗ dettin für looſe bei uns zu haben. uin den Bekanntmachung wegen einer Krankenheil⸗ ſt, daß er Anſtalt. 656) Aufgefordert durch die große Schwierigkeit wflichtige, für wenig bemittelte operationsfähige Kranke, ſuſteher zu vorzüglich Augenkranke, ärztliche Hülfe und zugleich inſelange eine in jeder Rückſicht paſſende Unterkunft während ten kann. ihrer Heilungsperiode zu finden, ſo wie durch eine Reihe glücklicher Erfolge in der Behandlung ſolcher in, Kranken und manigfache Anfragen und Ermunte⸗ math. rungen, habe ich in der Nähe hieſiger Stadt in einer 1 freundlichen und geſunden Lage eine Heilanſtalt für Leidende jener Art gegründet. herzoglich Die Kranken ſind darin meiner beſonderen iſſcht ud Fuͤrſorge und Behandlung übergeben und unter ſteter Aufſicht eines Heilgehuͤlfen und einer tüchtigen Woäͤrterin. Herrn 2 Operationsfähigkeit, Reinlichkeit des Körpers, 1, fannt der Wäſche und Kleidung, ein Heimathsſchein für u Urte Auswärtige, und die Einlage von 12 bis 14, in der kälteren Jahrzeit von 15 Gulden ſind die Be⸗ dingungen der Aufnahme. Ich trage dafür alle 200000 Koſten, welche eine 3 bis 5 wöchentliche Heilungs⸗ j it eine periode erfordert, und behandle alle unbemittelte ſetzt ud Kranke unentgeltlich. g Darmſtadt den 10. Septbr. 1835. f Dr. Küchler, practiſcher Arzt in Darmſtadt. ö Hofraithe-Verſteigerung zu Berſtadt ſagt, und 29 ten De⸗ 4 pr. ton. a in der Wetterau. „ den:(657) Montag den 12ten Oktober d. J. ſoll das, voten, durch ſeine innere Einrichtung nicht weniger, als zende lien durch ſeine höchſt günſtige Lage, an der frequenten gaser, Chauſſee von Frankfurt nach Alsfeld und Salzhauſen, fenen un ausgezeichnete„zum Betriebe der Oekonomie und nd geh eines jeden offenen Geſchäftes beſonders geeignete, Oiebadet, Wohnhaus des verſtorbenen Hauptmanns v. Rabenau clan, zu Berſtadt, ſammt Oekonomiegebäuden und Hof⸗ 1 daſelll raum, ſo wie auch außerdem noch 6 Morgen Aecker, 5.5% Obſt⸗ und Gemüſegärten, von der beßten Beſchaf⸗ 5 bud fenheit, einer freiwilligen, öffentlichen Verſteigerung 1 Nen ausgeſetzt werden. * eu Nähere Auskunft ertheilt Herr Rentmeiſter een Weller zu Wölfersheim. 3100 Wohnung zu vermiethe. lalrlün,(658) In dem Friedrich Grafiſchen Hauſe neben un den 3 Schwertern dahier iſt eine Wohnung, beſte⸗ ——— hend in 2 großen heizbaren Zimmern im 2ten Stock nach der Straße zu, Küche, Kammer, Holzplatz und Keller zu vermiethen und kann ganz in der Kürze bezogen werden. Friedberg den 24ten September 1835. Konrad Stelz, Bäckermeiſter. Okarber Mineralbrunnen. (659) Zum Beſchluß der diesjährigen Sommer⸗ Vergnügungen iſt Sonntag den 27ten September am Selſer-Brunnen bei Okarben wohlbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Indem ich die Freunde des geſelligen Vergnügens höflichſt einlade, verfehle ich auch nicht, meinen herzlichſten Dank für den mir im Laufe die⸗ ſes Sommers ſo zahlreich gewordenen Zuſpruch allen meinen Freunden und Gönnern hiermit öffentlich auszusprechen, und lebe der Hoffnung, im Frühjahr des Jahrs 1836 am Anfang der Gartenbeluſtigung, eines frohen Wiederſehens. Havenecker. b Ein braves Dienſtmädchen, (660) welches mit allen häuslichen Arbeiten ver— traut iſt, kann einen guten Platz erhalten. Aus- geber dieſes ſagt wo. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 5 fl. 40 kr. Korn: 4fl. 35 kr. Gerſte: 3 fl. 50 kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen: n e Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 21. Septbr.: Waizen: 5 fl. 20 kr. Korn: 4fl. 15 kr. Gerſte: 4fl. 15 kr. Hafer: 3 fl. 20 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: 5 fl. 45 kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 18. Septbr.: Waizen: 5 fl. 49 kr. Korn: 4 fl. 29 kr. Gerſte: 3 5 Hafer: 3 fl. 8 kr. f e Verkaufs⸗Preiſe der Bäcker und Metzger vom 21. Septbr. bis zum 28. Septbr. fd. th.. Für 1 kr. Milchbrod n „ 1 kr. Gemiſchts⸗Brod— 7 3 „ 10 kr. Laden⸗Brod 4 27— „ 8 kr. dito 3 28— „ 6 kr. dito 2 29 9 „ 4 kr. dito 1 30 2 „ 2 kr. dito 5 31— 8 Kr. Judengaſſe. 1 Pfund Ochſenfleiſch A 85 1°⁵ MRindfleiſch— 8 1„ Kühfleiſch— 8 1 Nierenfett 20 18 1„ Kalbfleiſch 8 6 1„ Hammellleiſch 7 7 1„ Schweinenfleiſch 10* 1„ Leber- und Blutwurſt 12— 1„ Bratwurſt 14— 1„ Schwartenmagen 16— 1 Sperr„ 20— 1„ Dioörrfleiſch 14— 1„ Schmalz 18— Fur die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bechſtein. 1 1— Waaren Empfehlung Sorten Tuch, Wolle, Seide⸗ (644) Nachdem mein in allen Waaren⸗Lager auf's vollſtaͤndigſte aſſortirt iſt, Weiſe gemaͤß, dies wieder unter Friedberg und Butzbach den 17. Waaren⸗Empfehlung. hieſigen und auswärtigen Gönnern und Freunden die ſchuldige An⸗ (661) Ich ermangele nicht meinen zeige zu machen, daß mein Waaren⸗ Lager wieder aufs vollſtändic mit mehreren Sorten Tuch, wollenen Schawls, und noch vielen dahin einſchlagenden Artikeln aufs beſte verſehen bin, und werde die hiermit die weitere Anzeige, daß ich möglichſt billigſten Preiſe ſtellen. Friedberg den Laten September 1835. 1 beſter Empfehlung hiermit ergebenſt anzuzeigen. September 1835. 3 3 1 K* l und Mode⸗Artikel bekanntes große ſo verfehle ich nicht, nach der Meſſe üblicher 1 1 0 U 1 1 1 1 „ Simon Lindheimer breite Straße. 7 155 * N 78. 7 2 1 0 9 9 Louis Mann. 1 Ae ſte aſſortirt iſt; zugleich verbinde ich ibets, Merinos, Bieber, ſeidenen un Conto-Buͤcher fur Handwerker, zum Verzeichnen ihrer Kunden, ſind bei mir zu ha⸗ ben; wer ſich von der Zweckmäßigkeit derſelben überzeugen will, kann ſie jederzeit bei mir einſehen. Carl Bindernagel. Ferner iſt bei mir zu haben: . Das gut getroffene 4 Portraͤt des Pfarrers Helferich von Holzhauſen. Preis 224 kr. Inſtruetion zur Geſchaftsfuͤhrung der Rechner von Kirchen, Stiftungen und Schulen. Aus dem Großherzoglich Heſſiſchen Regierungsblatt beſonders abgedruckt.— Acht; Bogen in gr. 4.— Geheftet 18 kr. Auch nehme ich Beſtellung an auf: b Hiſtoriſch⸗geographiſcher Atlas zu den allgemeinen Geſchichtswerken von Rotteck, Poͤlitz und Becker in 40 Karten 8 von Julius Löwenberg: Der hiermit angekündigte hiſtoriſch⸗geographiſche Atlas ſoll jedem Freunde hiſtoriſcher Belehrung den Grund und Boden darſtellen, wo. die Völkergeſchlechter den Schauplatz ihrer Thätigkeit aufgeſchlagen haben; er ſoll die Zeitereigniſſe der Völker⸗ und Staatenwechſel„ wie ſie die in der Aufſchrift genannten Geſchichtslehrer durch das Wort für das geiſtige Auge dargeſtellt haben, durch bildliche Verſinnlichung dem leiblichen Auge ſo vorführen, daß er eine klare lichtvolle Ueberſicht aller hiſtoriſchen Wechſel, de en bei mit! Entſtehens und Vergehens der einzelnen Reiche der Zen unn einer ſie reszüge, Schlachten u. ſ. w. gewähre, auf die Anſchan, Z uhr in Ha ung einen dauernden Eindruck mache, und ſo dem Gedächt i peliſcht niſſe zur Hülfe komme.. 5 1 jedb Eine ausführliche Anzeige dieſes Atla A liegt bei mir zur gefälligen Einſicht offen, und w. weiter bemerkt, daß das Ganze in 10 Liefer erſcheint und jede Lieferung 48 kr. koſtet. 4 erſte Lieferung erſcheint am ten November und f fort alle 1— 2 Monate eine weitere Lieferung. Stich, Druck und Papier werden nichts zu wün, ſchen übrig laſſen. N 3 m Ferner iſt bei mir vorräthig: 11 wine Briefe an J. H. Merck von 1 Goͤthe, Herder, Wieland und andern bedeutenden Zeitgenoſſen. Mit Merch's biographiſcher Skizze herausgegeben von Dr. Karl Wagner, Lehrer am Großherzog lichen Gymnaſſum zu Darmſtadt.— e N 1 4 ſl. 48 fr. Der Geiſt der Heil. Schrif Ein Schatz heiliger Lehren und Mahnungen fur al Lagen und Lebensverhältniſſe der Menſchen. Geheftet 54 kr. Bibliſche Feierſtunden. für gebildete Gottesverehrer aller chriſtliche B, kenntniſſe. Ein Erbauungsbuch für das 2 Thle. Gebunden 2 fl. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichke it von Car! Bindernagel in Friedberg.