Intelligenzblatt für die = Mberhes sen 1735 im Allgemeinen, f f Tan den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. he. M 21. Sonnabend, den 23. Mai 1835. Un. 5 1 Amtlicher Theil. *. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg 30/000 an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. 1. Betreffend: Die Muſterung pro 1835. Ziehung In dem hieſigen Kreiſe wird die diesjährige Muſterung vom 12. bis 17. Juni l. J. vorgenommen, gen—dergeſtalt, daß am 12., 13. und 15. Juni gemuſtert und am 17. Juni l. J. das Loos gezogen wird. en e Am 12. Juni, Morgens 7 Uhr, haben die großh. Bürgermeiſter mit den Conſcriptionspflichtigen aus rämien den Bürgermeiſtereien alt— Altenſtadt, Bönſtadt, Büdesheim, Friedberg 0 Aſſenheim, Bruchenbrücken, Fauerbach I, Großkarden, men Beyenheim, Burggräfenrod, Fauerbach II, Heldenbergen 1 A Bodenrod, Butzbach, Florſtadt, a ae lich einzufinden. ö. ral 8 Am 13. Juni J. J. um 7 Uhr Morgens desgleichen:. in nu Hochweiſel, Kleinkarben, Niederrosbach, Obermörlen, , 1 Holzhausen, Langenhain, Niederurſel, Oberrosbach, mpfalh Höchſt a N., Mel bach, Nieverwöllſtadt, Oberwöͤllſtadt. omeſe Ilbenſtadt 7 Niedereſchbach 7 Obererlenbach 7 flange Kaichen, Niedermörlen, Obereſchbach, 1 habn N Am 15. Juni l. J. um 7 Uhr Morgens desgleichen: 5 N Ockſtadt, Oſtheim, Nodheim, Steinfurt, und * Okarben, Petterweil, Rödelheim, Vilbel. — DOppershofen, Rendel, Stammheim, Oſſenheim, Rockenberg, Steinbach, 8 Vt. Den 17. Juni l. J., Morgens 7 Ühr, wird von ſaͤmmtlichen diesjährigen Conſcriptionspflichtigen das Loos gezogen. a Nai: Alle Dienſtpflichtigen der betreffenden Klaſſe, die das Depot Auſprechenden mit eingeſchloſſen, müſſen 4, zur Muſterung erſcheinen, mit alleiniger Ausnahme derjenigen, welche durch Bevollmächtigte erklären .- laaſſen, daß ſie ſich im Militärdienſte vertreten laſſen wollen. Wer ausbleibt, ohne dieſe Erklarung für ſich abgeben zu laſſen, wird ohne Rückſicht zum Erſtmarſchiren beſtimmt, er müßte dann ſein Nicht⸗ erſcheinen durch abſolute phyſiſche Hinderniſſe zu entſchuldigen vermögen, oder in gefänglicher Haft oder des Kriegsdienſtes unwürdig ſeyn. Unter keinem Vorwande kann hiervon abgegangen und das Looſen für einen Ausgebliebenen, der in keine der erwähnten Kategorien gehört, geſtattet werden. Die das Depot Auſprechenden haben um ſo mehr bei der Muſterung mit zu erſcheinen, als alsbald nach der Muſterung über die Depotanſprüche Entſchließung gefaßt wird. Diejenigen Leute, welche Fehler, fl. Uf. yſteit ——ä—! 7— 136 3 7 die nicht gerade in die Augen fallen, anzugeben Bloͤdſiun ꝛc. haben ſich mit 4 f Zeug Friedberg den 18. Mai 1835. en vom Phyſikatsarzt, Bürgermeiſter, auch namentlich in den genannten Fällen vom Pfarrer, Schullehrer ꝛc. verſehen vor der Rekrutirungskommiſſion zu ſiſtiren, indem ſie ſich im Unterlaſſungsfalle ſelbſt zuzuſchreiben haben, wenn ihnen ein Nachtheil dadurch erwächſt. Sie haben dies zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und dafür pflichtige Ihrer Gemeinde zur vorbeſtimmten Zeit zur Hand ſind. Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. 0 eſonnen find, wie z. B. fallende Sucht, Harthörigkeit, 1 1 zi ſorgen, daß ſammtliche Militär⸗ 2 Erinnerung an Eltern wegen einer ſehr gefaͤhr⸗ lichen Kinderkrankheit. Wir haben es uns zwar zur Pflicht gemacht, in der Regel nur Original-Aufſätze aufzunehmen. Es findet ſich aber auch anderwärts des Gegebenen und Gedruckten ſo viel Gutes und Gemeinnütziges, daß wir zuweilen uns ge⸗ zwungen fühlen, unſern Leſern dieſes oder jenes von dem⸗ ſelben mitzutheilen, was uns für ſie beſonders nützlich und heilſam dünkt. Und ſo geben wir ihnen denn auch gegen⸗ wärtigen Aufſatz eines unſerer geſchätzteſten Aerzte, des bekannten Thilenius zu Lauterbach, den er im Jahr 1810 in das zu Alsfeld gedruckte„oberheſſiſche Intelligenzblatt⸗ einrücken ließ, in der Ueberzeugung, daß derſelbe jetzt noch gerade ſo an der Zeit iſt, wie damals. ö b Die Redaction. Es kommt gemeiniglich im Frühjahre, ſeltener im Herbſte und Winter, eine äußerſt gefährliche, oft ſchon nach 36 bis 48 Stunden, längſtens den öten— 6ten Tag tödtlich ablaufende Krankheit, bei den Kindern vor, welche von den Aerzten die häutige Bräune genannt wird, vom gemeinen Mann leider nur zu oft ganz verkannt, nicht richtig genug geachtet, nur für eine bloſe Bruſtkrankheit, oder Bruſtſchwachheit(womit eigentlich gar nichts geſagt iſt), gehalten, und deswegen die hier ſo ſchleunig anzuwendende Hülfe entweder ganz ver⸗ ſäͤumt, oder ſo ſpät geſucht wird, daß nicht mehr zu helfen iſt, welches beides ich leider erſt ganz kürzlich wieder erfahren. Zwei kraftvolle geſunde Knaben auf dem Lande, einer von 3, der andere von 4 Jahren, waren in wenigen Tagen auf eine ſchauderhafte Weiſe erſtickt, weil die Aeltern eines Theils die Krankheit nicht kannten, andern Theils zu ſorglos die Gefahr nicht ahneten. Dies bewegt mich, die Kennzeichen dieſer Krank⸗ heit, wodurch ſie ſich vor andern alsbald ſehr genau unterſcheidet, und wie ſie in unſerer Gegend vor— kommt, und ſo weit ſie der gemeine Mann zu wiſſen braucht, um dem Arzte eine richtige Beſchrei⸗ 1* 2 getreu anzugeben. — Küchler. bung davon machen zu können, „ 5 1) Die häutige Bräune befällt allermeiſtens nur Kinder von beiläufig dem zweiten bis zun zwölf en Jahre, wiewohl es nicht an ſeltenen Bei⸗ ſpielen fehlt, daß halbjährige Säuglinge und Er⸗ wachſene davon ergriffen worden ſind. a 4. Nach vielen Beobachtungen bekommen ſie Kna⸗ ben lechter, als Mädchen, und unter dieſen grade die vorher geſunden und vollfleiſchigen eher, als kränkelnde und ſchwächliche. 4 2) Sie wird bei uns ſehr ſelten allgemein graßirend, ſondern kommt meiſt nur einzeln vor, und dann geſchieht dies e e 3) vorzüglich gern Ausgangs Februar, in Merz und weiter hin, wenn Regen, Froſt und warme Sonnenblicke mit feuchten ſcharfen Nord⸗ und Nordweſtwinden ſchnell abwechſeln. In andern 2 „ ** Gegenden betrachtet man eher anhaltenden Oſtwind als die Gelegenheitsurſache, was nach meinen Be, obachtungen aber bei uns nicht der Fall iſt. J. 40 Erkraukt nun ein Kind wirklich an dieſem Uebel, ſo bemerkt man folgende Erſcheinungen: a) Es trauert wenige Tage, hüſtelt, und man hört, daß die Stimme etwas heiſer(bei un? krammelig) iſt. Sehr oft aber befällt das Uebe ohne ſolche Vorboten, plotzlich beim be ß ten vorhergegangenen Wohlbefinden, gemeiniglich ge⸗ gen Abend, mit Schläfrigkeit, Hitze, Unruhe, — hier möglicht „„ 1 hoher Röthe und Aufgetriebenheit des Geſichts. ) In unſerer Wetterau iſt es mehr der rauhe Nordoſtwind, der in dieſer Jahrszeit ſo häufig iſt und deswegen auch vorzugsweiſe Märzwind genannt wird. Wir erinnern uns, von dem berühmten Arzte, dem Geh. Staatsrathe von Wedekind zu Darmſtadt, gehört zu haben, man müſſe die kleinen Kinder vor dieſem Märzwinde mehr hüten, als vor der ſtrengſten Winterkäaͤlte. f Die Redaction. 5— 137— b) Nach kurzer Zeit huſtet daun das Kind zwar nicht oft, aber mit einem ganz eignen rauhen hohlen Ton, den ich mit nichts ſchicklicher zu vergleichen weiß, als mit dem Bellen eines alten Hundes, der die Stimme verloren hat, und den man nur ein einzigesmal braucht gehört zu haben, um gleich zu wiſſen, was er bedeutet. e) Mit jeder Stunde wird nun hierbei das Athmen enger, beſchwerlicher, rauſchender, es geſchieht mit ſichtbarer Anſtrengung und Erhebung der Bruſt und der Schultern, und, wohl zu merken, man hört jeden Athemzug auf einige Schritte im Zimmer, bei hochgeſtiegener Krankheit ſogar vor der Stubenthüre. J d) Kinder, die ſchon ſprechen können, klagen oft über einen Schmerz unter dem Kehlkopf vorn am Halſe(dem Kröps), fühlen, zeigen mit der Hand dahin, weinen darüber; die nicht ſprechen können, verrathen den Schmerz dadurch, daß ſie die Finger weit in den Mund ſtecken, als wenn ſie etwas herausholen wollten, beſonders wenn ſie eben in dem gräßlichen Tone gehuſtet haben. 5) Der Patient wird nun allmählig immer betäͤubter, unruhiger, verräth die größte Angſt, will bald getragen ſeyn, bald liegen, forſcht unſtät mit glänzenden rothen Augen umher, die Beengung des Athmens wächſt ſo fort, es kommen Erſtickung drohende Anfälle, kalter Schweiß, und der Tod er⸗ folgt unerrettbar oft ſchon nach 36 Stunden, wie ich bereits Eingangs bemerkte.— Bis jetzt iſt lei⸗ der noch kein einziges Beiſpiel bekannt, daß die Natur allein das Uebel getheilt habe, und ein ſol⸗ cher Kranker ohne Hülfe der Kunſt davon gekom⸗ men wäre. Bemerkt alſo nun jemand an einem Kinde die bezeichneten Krankheitserſcheinungen, beſonders. den hohlen rauhen Huſten, das erſchwerte und zunehmende enger werdende Athemholen, 2 ſo muß ohne Zeitverluſt auf der Stelle zweck- mäßige ärztliche Hülfe geſucht werden; denn die Todesgefahr iſt ſehr nahe, und das auch bei vielen andern Krankheiten ſo höchſt nachtheilige und ver⸗ derbliche Warten und Zuſehen wollen, ob es ſich nicht ändere, was der gemeine Mann ſo gerne thut, höchſt gefährlich, und nach ſehr vielen Erfahrungen nur in den erſten 24 Stunden die Hülfe noch mög⸗ lich; ſpäterhin kann keine Kunſt, keine Arzenei, kein Aufwand mehr retten. Je früher alſo der Arzt geſucht wird, deſto ſicherer kann man die Heilung erwarten. Und dann ermahne ich ſehr dringend, ſich kei— ner ärztlichen Vorſchrift zu widerſetzen— wohin beſonders die Anlegung von Blutigeln vornen um den Hals, bei größern, ſtärkern Kindern Aderlaſſen am Arm gehört. Nur allein die Pünktlichkeit und Unermüdlichkeit in Befolgung der ertheilten Rath⸗ ſchläge kann den Tod abnehmen. Hier ganz am unrechten Ort angebrachtes Mitleiden, Zärtlichkeit, Nachgeben im Eigenſinn des Kindes, Nachläßigkeit im Gebrauch der Mittel müſſen ſonſt gar häufig zum bleibenden Vorwurf für die Eltern werden. Die Herren Landgeiſtlichen und Schullehrer werden ſich beſonders verdient machen, wenn ſie die Kenntniß dieſer gefahrvollen Krankheit verbrei⸗ ten, bei vorkommenden Fällen mit Rath und That an die Hand gehen, die Läßigen und Zaudernden an ihre Schuldigkeit erinnern; dann hören wir ge— wiß ſeltener, daß manches ſchöne, hoffnungsvolle Kind in wenigen Tagen auf eine erbärmliche Art erſtickt iſt. Die haufigſte Veranlaſſung zu dieſer ſchrecklich⸗ ſten Kinderkrankheit geben immer raſche und heftige Erkältungen für ſich, oder auf kurz vorhergegan— gene Erhitzung. Dahin gehört namentlich: 1) Austragen der Kinder im Hemde oder zu leicht bekleidet aus einer warmen Stube in einen ſchar— fen Wind, oder Stehenbleiben mit denſelben in der Zugluft, beſonders wenn ſie eben ſchon mit Huſten und Schnupfen behaftet ſind; 2) Die höchſt ſchädliche Gewohnheit auf dem Lande, daß die Kinder, ſobald ſie Morgens erwachen, ſtracks aus dem Bette im bloßen Hemde und baarfuß, der Körper noch in der ſtärkſten Aus⸗ dünſtung begriffen, ſich auf hohe Treppen oder Miſtſtätten ſetzen und ihre Nothdurft verrichten; 3) Erkältung der Füße im Schnee und noch mehr in der Näſſe. 4) Unzeitige Reiſen mit den Kindern bei der oben angeführten Witterungsbeſchaffenheit; 5) Der überhaupt für Kinder ſo nachtheilige Auf⸗ enthalt in Zimmern, wo die Luft von vielen Menſchen ſo heiß wird, daß jedermann ſchwitzt, z. B. bei Hochzeiten, Kindtaufen, Kirmeſſen— wo Kinder gar nicht zugelaſſen werden ſollten. Sie ſind da ganz ohne Aufſicht, erhitzen ſich im Gedränge der Menſchen, oder durch wilde ausgelaſſene Spiele unter ſich, bekommen, oder naſchen hitzige Getränke, ſchütten kaltes Waſſer in ſich, laufen, weil ihnen zu warm iſt, auf die Straße, ziehen die kalte Luft ein, und ich kann gewiß fünf Fälle aufzählen, wo dieſe Krankheit ganz allein bei ſolchen Gelegenheiten geholt worden war. 5 5 1 Wer alſo ſeinen Lieblingen wohl will, vermeide die angegebenen Urſachen, erlaube beſonders Kin⸗ dern, die ſich beim Spielen erhitzt haben, ſchwitzen, niemals gleich in die kalte Luft zu gehen, und man wird ſich großes Herzeleid erſparen. 1 Lauterbach, Ende Februar 1810. f Thilenius. Wie ein Ungluͤck zuweilen ſich in Gluͤck wendet. f ö Unſere Leſer haben gewiß mit der herzlichſten Theilnahme die Nachricht von jenem jungen Frauen⸗ zimmer vernommen, welches im vorigen Jahre zu Salzhauſen im Fieber⸗Anfalle ſich einem hohen Fenſter herabſtürzte. Wir freuen uns, ihnen mittheilen zu können, daß daſſelbe gerade durch dieſen furchtbaren Sturz, der ihm leicht den Tod hätte bringen können,— körperlich und geiſtig geheilt wurde, und ſich gegen⸗ wärtig zu Darmſtadt vollkommen wohl befindet. In⸗ deſſen möchten wir doch Niemanden rathen, dieſes Desperations⸗Mittel nach zu machen; es geräth nicht immer ſo gut, wie es diesmal gerathen iſt. um⸗ Gedanken-Späaͤne. Wer iſt der ſtärkſte Mann? 0 Der iſt der ſtärkſte Mann, welcher ſeine Affekte und Leidenſchaften zu zähmen vermag. Wer iſt der fleißigſte Mann? Der iſt der fleißigſte Mann, welcher am we⸗ nigſten für ſich und am meiſten fur die Menſchheit thaͤtig iſt. g 5 Verbeſſerungen. In Nro. 19 unſeres Blattes Seite 123 Zeile 24 der erſten Spalte iſt Gewiſſens biſſen ſtatt Ge⸗ wiſſens büſſen zu leſen. 5 In Nro. 20 Seite 129 Zeile 18 von unten der erſten Spalte ſtreiche man das Wort hat nach vergeſſen. Wenn ſonſt dergleichen Verſehen vorkommen ſollten, ſo bitten wir unſere geneigten Leſer um Nachſicht. Die Redaction. — 1 3 1 Bekanntmachungen von Behörden. h i N 18 a 7 1 Müßkender kauf (329) Die nahe vor hieſiger Stadt an dem Lahn fluß gelegenen Mahlmühlen, jede mit 3 Gängen, l nebſt dazu gehöriger Scheuer, Stallung und Garten ſollen einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung in Eigenthum an den Meiſtbietenden ausgeſetzt werden, wozu Termin auf 4 1 Montag den 1. Juni l. J., Vormittags dn geſetzt iſt. ö 2 Die näheren Bedingungen werden im Verſtei⸗ G46) l 1 I eben Joha gerungstermine ſelbſt bekannt gemacht, können aber aus, Neo. auch von den Kaufluſtigen vorher auf dem Büreau f pfſenllichen des unterzeichneten Bürgermeiſters eingeſehen werden. Rathhauſe Hierbei wird noch bemerkt, daß die Lage dieſer Die E Mühlen in jeder Beziehung ſehr günſtig iſt und iht gebingniſe Betrieb eine reichliche Nahrung verſpricht. Is»HGebote ſich Gießen den 7. Mai 1835.„ Fried g Der großh. Bürgermeiſter daſelbſttt 0 Sil bereiſen.„ Ed iel us d un g. nn (344) Großherzogliches Hofgericht hat über den(347) Nachlaß des Bäckers Auton Feger zu Butzbach Command den Concurs erkannt und die unterzeichnete Gericht ⸗ Seneſer ſtelle mit deſſen Eröffnung und Leitung beauftragt. ſoll reit Alle bekannte und unbekannte Gläubiger des gedach. 9 Mr, ten Anton Feger werden daher aufgefordert, ſo ge⸗ Wenigſtne wiß in dem auf e ber Den Montag den 6. Juli d. J., Morgens 8 Uhr, jenige, w beſtimmten Termin ihre Forderungen gehörig zu mn„daß liquidiren, gleichzeitig ſich auch über Vergleichsvor⸗ 1 Mar ſchläge und die Wahl eines Maſſekurators zu er⸗ 1 N klären, als ſonſt der Ausſchluß von der Maſſe ver fügt resp. angenommen werden wird, daß ſie der 5 e der Mehrheit der Gläubiger beigetreten 871(348) eyen. 755 e ee Friedberg den 12. Mai 1835. r 7 a Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. aun den 9 Edictal lad un g. l Der (345) Georg Fiſcher's Eheleute zu Aſſen⸗ e Lerſe heim haben unter'm 7. Januar 1818 von Georg delt 9 Weith zu Ilbenſtadt, unter Verpfändung ihres Es Wohnhauſes, ein Kapital von 250 fl. entliehen diese iu und wurde die desfallſige Obligation, nach der zu laſſen Erklärung des urſprünglichen Gläubigers, ſpäter Nie der Frau Gräfin von Leiningen Weſterburg eedirt. Nach der Letzteren Angabe iſt jene verloren gegan⸗ gen und kann jetzt, wo die Schuld von den Erben 0 der Fiſcher'ſchen Eheleute abgetragen werden ſoll, 349) nicht mehr vorgelegt werden. a uhr, sl Auf Antrag der dermaligen Gläubigerin wer⸗ ſeikt ay 14 8 den daher alle, welche aus der fraglichen Verpfän⸗ dung und auf die erwähnte Obligation Anſprüche bilden zu können vermeinen, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 3 Monaten von heute an, hier gel⸗ tend zu machen, als ſonſt jene für mortificirt er⸗ klart und der desfallſige Eintrag im Hypotheken⸗ buche gelöſcht werden wird. Friedberg den 13. Mai 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Hofraithe-Verſteigerung. (346) Dienſtag den 2. Juni l. J., Morgens um 9 Uhr, wollen die Fried. Kautz'ſchen Eheleute ihr neben Johannes Windecker's Wittwe gelegenes Wohn⸗ baus, Nro. 290, nebſt Scheuer und Zugehör einer offentlichen freiwilligen Verſteigerung auf hieſigem Rathhauſe ausſetzen. Die Steigliebhaber werden eingeladen, um die Bedingniſſe zu vernehmen und nach annehmbarem Gebote ſich des Zuſchlags zu gewärtigen. Friedberg den 21. Mai 1835. a 0 In Auftrag: 5 Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. 1 Brod-Lieferung. (347) Die Lieferung des für Officianten, Militär⸗ 1 Commando und Züchtlinge zu Marienſchloß im ten Semeſter laufenden Jahres erforderlichen Brodes, ſoll Freitag den 29. dieſes Monats, Vormittags um Uhr, in meiner Wohnung öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden; welches mit der Bemerkung bekannt gemacht wird: daß der⸗ jenige, welcher mitbieten will, ſich vorher ausweiſen muß, daß er eine Caution von 1000 fl. ſtellen kann. Marienſchloß den 13. Mai 1835. 7 Funk, e f Commerzienrath. N Holz⸗Verſteigerung. (348) Montag den 25. Mai l. J., Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Niedereſch⸗ bach, Diſtrikt Kolbenberg 1 1100 Stück Buchen⸗Wellen an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt am Pfalzweg, wo die Verſteigerungsbedingniſſe vor der Verſteigerung bekannt gemacht werden. Es werden die Herren Buͤrgermeiſter erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Niedereſchbach den 20. Mai 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Dickhardt. Holz⸗Verſteigerung. f (349) Dienſtag den 26. d. M., Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem rodheimer Gemeindewald, Di⸗ ſtrikt Hanauereck und mehreren Abtheilungen uach⸗ 1 . 1 1 1 — 139— folgende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden:. 10 4½ Stecken Buchen⸗Scheit⸗ und Prügelholz, 272„ Stockholz, 3) 2734 Reisholzwellen, 4) 69 Kubikfuß Werkholz, 5) 102 Tannen⸗Schichten. Die Zuſammenkunft iſt an der Hanauereck, die Bedingungen werden bei der Verſteigerung eröffnet. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Rodheim am 20. Mai 1835. Der großh.. daſelbſt ill. 8 Verſteigerung von Arbeiten. (350) Mittwoch den 27. Mai l. J., Morgens 9 Uhr, ſollen zu An nachſtehende Arbeiten, theils auf dem Rathhauſe, theils an Ort und Stelle, an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden, und zwar: 10 Wegbauarbeit, voranſchlagt zu 542 fl., zu⸗ nächſt am Ort nach dem Kirchhof hin, als: a) Planirarbeit, f b) Chauſſir⸗ und 0) ꝓflaſterarbeit, d) Steinbrechen, ) Anfuhr der Steine, 1) Maurerarbeit, g) Kieslieferung. 2) Die Fertigung einer Pumpe nebſt Tränktrog und Pumpengeſtell, hauptſächlich Zimmermanns⸗ arbeit, voranſchlagt zu 99 fl. 34 kr. 3) Die Fertigung einer neuen Grundrinne mit Zapfengeſtell am neuen See, Zimmermannsarbeit, voranſchlagt zu 87 fl. 20 kr. 4) Reparatur der Pfarrwohnung: a) Steinhauerarbeit, voranſchlagt zu 59 fl. 48 kr. b) Maurerarbeit 5„ 13 7 45„ c) Schreinerarbeit 5„ 2% 44 5) Die äußere Reparatur der Kirche, Maurer- arbeit, voranſchlagt zu 62 fl. 42 kr. Die Bedingungen ſelbſt über dieſe Arbeiten werden bei der Verſteigerung eröffnet, die Ueber— ſchläge aber ſind jederzeit bei Unterzeichnetem ein⸗ zuſehen. Sämmtliche großh. Bürgermeiſter des Bezirks werden erſucht, dieſe Verſteigerung in ihren Ge⸗ meinden bekannt zu machen. Hochweiſel den 15. Mai 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Reuter. Holzverſteigerung im maibacher Gemeinde— wald, Reviers Hochweiſel. (351) Dienſtag den 26. d. M. werden folgende Holzſortimente meiſtbietend verſteigert, als: .%:P A. In der Schleichenbach!: 1) 11 Stecken Buchen⸗Scheitholzʒ„ .„ Prügelholz, 3) 4„„ Stctockholz, friſches, und 4) 1350 Stück Buchen⸗Normalwellen. B. In der Filzhart: 5) 12 Stecken Kiefern⸗Prügelholz, 60) 950 Stück Kiefern⸗Normalwellen, 7) 309 Kubikfuß Kiefern⸗Stammholz, und 8) 1226,„ Stangenholz. Erſtere in 41 Stämmen und Letztere in 740 Stan⸗ gen beſtehend, welche wegen ihrer vorzüglichen Qualität vielſeitig angewendet werden können. Bemerkt wird noch, daß die Zuſammenkunft Morgens präcis 9 Uhr in der Filzhart ſtatt findet, und daß den Steigerern gegen Beibringung vor⸗ ſchriftsmäßiger Bürgſcheine bis zum 1. September d. J. geborgt wird. i Maibach den 13. Mai 1835. 8 Der großh. Beigeordnete daſelbſt Roth. * Arbeit⸗Verſteigerung. (352) Mittwoch den 27. d. M. ſollen in der Behauſung des Unterzeichneten die Reparaturarbei⸗ ten am Rathhauſe und an der Kirchhofsmauer zu Oberwöllſtadt, voranſchlagt zu 39 fl. 30 kr., an die Wenigſtnehmenden unter den bei der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen oͤffent⸗ lich verſteigert werden. Man erſucht die großh. Bürgermeiſter, ſolches 5 Gemeinden gefaͤlligſt bekannt machen zu laſſen.. Oberwöllſtadt den 19. Mai 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt L. Feuerbach. Holz⸗Verſteigerung. (353) Mittwoch den 27. d. M., Vormittags Uhr, ſollen im florſtädter Gemeindewald a 15 Stecken Buchen⸗Prügelholz und 5000 Stück Buchen⸗Wellen N unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Die Herren Bürgermeiſter werden andurch er⸗ ſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Florſtadt den 20. Mai 1835. 2 Der großh. Bür 5 Appel. Hofraithe-Verſteigerung. (354) Mittwoch den 1. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, wollen die Wilh. Dietz'ſchen Eheleute ihre Hofraithe in der Uſergaſſe, beſtehend in Wohn⸗ haus, Hof, Nebenbau, Scheuer und Stallung nebſt Gärtchen hinter der Scheuer; ſodann 3 Viertel 2½ Ruthen Acker in der Langgaſſe, an Herrn Martin germeiſter daſelbſt 1 Falk und Chriſtian Hecht gelegen, einer fegt ek dal öffentlichen Verſteigerung unter den bei derſelber be 0, bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf dem en K 1 hieſigen Rathhauſe ausſetzen. a 1 kaub Friedberg den 20. Mai 1835. ale Ohm 8 In Auftrag: I Iich baa Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. 0 Markt zu Butzbach. Fit (355) Donnerſtag den 4, künftigen Monats wird bierdurc der Zte Vieh- und Kraͤmermarkt u dahier abgehalten.„ Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, bie“!ß ſes in ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß(5361) bringen zu laſſen. a lttags Butzbach den 19. Mai 1835. 15 Malte ö N Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt 12 Mal .. Küchel. jfentliche Brod⸗Lieferung. 1 hauſung (356) Montag den 1. Juni d. J., Vormittags ches zur 10 Uhr, ſoll im Verwaltungsbüreau auf hieſiger 1 Fri Hauptwache die Brod⸗Lieferung für das II. Bataillon IV. Infanterieregiments auf das zweite Semeſten d. J. an den Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert(9 werden. 1.(342) Friedberg den 21. Mai 185. Revßed 5 In Auftrag ein Reichart, Oberquartiermeiſter 1 geber d „Oel- und Lichter⸗ Lieferung. (357) Der Bedarf an Brennöl und Lichtern für(4343 das II. Bataillon IV. Infanterieregiments auf das agegede zweite Semeſter d. J. ſoll Dienſtag den 2. Juni,. Vormittags 10 Uhr, im Verwaltungsbüreau auf hieſiger Hauptwache an den Wenigſtnehmenden ver⸗ 1 1(362) ſteigert werden. 1 um An Friedberg den 21. Mai 1835. l Reichart, Oberquartiermeiſter.(363) , 5 N geb Bekanntmachungen von Privaten. Pa s Unterſchied von Addreſſen. i (358) In Folge der Verordnung vom 14. Juli 1832 und meinem Patente als Geometer II. Klaſſe(364 vom 5. Jan. 1816 wurde mir ein neues Patent aum, als Geometer II. Klaſſe zugeſtellt und zwar fürn den Kreis Friedberg. 5 4(365 Ich bringe dieſes mit der Bitte zur gde n 12 Kenntniß, alle Aufträge und Briefe, welche an mich der. gelangen ſollen, gefälligſt mit J oder„Vater /, und 1 diejenigen an meinen Sohn Georg, welcher wie q N bekannt ebenfalls Kreisgeometer II. Klaſſe iſt, mit Van II oder„Sohn“ zu bezeichnen., 1 1 Friedberg den 20. Mai 1835. 5 C. Bindernagel J.,(366 f Kreisgeometer. guten 100 fl. e„;duibge (359) liegen in der Kirchenkaſſe zu Oberwöllſtadkt ſchälte zum Ausleihen bereit. 751 deilige Wein⸗Verkauf. 8270 In der Behauſung des Gaſtwirths Fried. 1 ſollen Mittwoch den 3. Juni, Mor⸗ gens 10 Uhr, 8 Ohm gute und rein gehaltene Weine, namlich eine Ohm Nierſteiner 1827 r, eine Ohm Laubenheimer 1827r, fünf Ohm 1833r und eine Ohm 1834 r, an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Bemerkend, daß am Tage des Verkaufs die Proben an den ais ug Faäſſern zu nehmen ſind, werden alle Kaufluſtigen arkt hierdurch eingeladen. Friedberg am 20. Mai 1835. bt, In Auftrag: Trapp III. enn Frucht-Verſteigerung. 0(361 Montag den 25. dieſes Monats, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, ſollen 38 Malter Korn und deſeh 15 Malter Gerſte von dem hieſigen Hoſpital und 12 Malter Korn, der Arcmenkaſſe gehörig, einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung in der Be⸗ 110 hauſung des Unterzeichneten ausgeſetzt werden, wel— 10 9 ches zur allgemeinen Kenntniß bringt ban 5 Friedberg den 21. Mai 1835. Send* Der Hoſpitalpfleger Boutemy. fers Zum Verkaufen. (342) Eine große, ſchwere, gute Kuh und ein großes Schwein, beide zum Mäſten beſonders ge— eeignet, ſind zu verkaufen. Das Nähere bei Aus⸗ nen, geber dieſes Blattes. Alle Sorten Sandplatten ern(343) werden zu den hanauer Verkaufspreiſen auf d“ abgegeben bei L In Friedberg. Gebrüder Grödel. rau 5 100 fl. aden v(362) liegen in der Kirchenkaſſe zu Großkarben zum Ausleihen bereit. 1 Wagen⸗Verkauf. e(363) Ein zweiſpänniger Wagen mit allem Zu⸗ gehoͤr, in noch ſehr gutem Zuſtande, ſteht aus der aten. Hand zu verkaufen bei a 72 Georg Eisner in Dorheim. 14. N ö Ein Mädchen, L(364) das mit aller häuslichen Arbeit umgehen pan J kann, wird geſucht. Ausgeber dieſes ſagt von wem. 1 Gefundenes. (365) Den Tag nach dem vorletzten Krämermarkt liche in Friedberg ſind in der Nähe der Behauſung des an mit Herrn Gemeinderaths Vogt zwei Webblätter ge— % 1 funden worden, welche der rechtmäßige Eigenthümer ber gegen die Inſeratgebühren in Empfang nehmen kann. it, Von wem e iſt bei Ausgeber dieſ. Bl. zu erfahren. Empfehlung. (366) Unterzeichneter empfiehlt ſich mit ſeinem , guten Mehl von allen Sorten, Grütze, fein- und . grobgeſchälte Gerſte, Linſen, geſchälte und unge⸗ „ ſchaälte Erbſen; alles von vorzüglicher Güte und billigem Preiſe. Ludwig Sellin. 5 n Einladung. (367) Sonntag den 24. Mai iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu hiermit ergebenſt einladet Henkel. Literariſche Anzeigen. (368) So eben iſt bei Carl Dingeldey in Darmſtadt erſchienen und durch alle Buchhand— lungen(in Friedberg durch C. Bindernagel) zu beziehen: Der Chack- und Roͤderwald im Vergleich zum Buchenhochwald nebſt Bemerkungen uber Holz-, Frucht⸗, Futter- und Streu-⸗Ertrag ver ſchiedener Betriebsarten, mit beſonderer Rückſicht auf den Odenwald von P C. L Jäger, Großherzoglich heſſiſch gräflich Erbach-Erbachiſchem Forſtmei— ſter und Mitglied der landwirthſchaftlichen Vereine im Groß— herzogthum Heſſen. 8 Bogen gr. 8. geheftet 16 Gr. oder fl. 1. 12 kr. Dieſe Schrift verdankt ihre Entſtehung einer von dem landwirthſchaftichen Verein für die Provinz Starkenburg ergangenen Aufforderung an mehrere Forſtmänner über die⸗ ſen Gegenſtand und enthält die aus achtjährigen ſorgfältigen Beobachtungen reſultirenden Anſichten des Verfaſſers, der neben ſeinem Intereſſe als Forſtmann die Verhältniſſe des Land— wirthes nie aus dem Auge verlor; er bewies, daß die ſeitherige ſtrenge Einhaltung der hochſten Umtriebszeiten und ſomit die bisherige Verwaltung des Waldvermögens den Grundſätzen der National-Oekonomie und Staatsfinanzwiſſenſchaft keines— wegs entſpicht. Dieſe Erfahrung mit beſonderer Rückſicht auf die daraus ſich ergebenden Vortheile für die Landwirth— ſchaft heller ins Licht zu ſtellen, iſt der Zweck dieſer Schrift. Eine Maaßreduktlonstabelle für verſchiedene Länder nnd ein in 66 68. aufgeſtelltes Inhaltsverzeichniß ſind derſelben beigegeben. Carl Bindernagel in Friedberg ladet auf folgende intereſſante Werke zur Subſcription ein: (369) bictar gugo's ſaͤmmtbiche Werke. Deut von Adrian, Dr. Beurmann, G. Büchner, H. Didier, E. Duller, K. Gutzkow, H. Laube, A. Lewald, W. Wagner, O. L. B. Wolff und Andern. Nebſt einleitender Biographie und Charakteriſtik von Karl Gutzkow. Mit dem Bildniß und einem Fac⸗Simile des Perfaſſers. Wohlfeile Taſchenausgabe in beiläufig 12 Bänden auf Velin— und Druckpapier. Subſcriptionspreis auf die Ausgabe auf Velinpapier, ge— heftet, per Band 54 kr., auf Druckpapier, geheftet, per Band 40 kr. Die deutſche Sprache ſoll einen neuen Triumph feiern! Weltbezwingend, univerſell ſind die Werke des Genies, das Vaterland hat den Stolz eines ſolchen Beſitzthums, aber den Gewinn der Ideen, die Kunſt und das Unvergängliche theilen alle Nationen. Shakspeare, Calderon, Byron ſind durch klaſſiſche Uebertragungen in Deutſchland eingebürgert. Noch aber entbehren wir eines Denkmals, das aus Frankreich zu uns herüberverpflanzt, ſich jenen Meiſterwerken an die Seite ſtellen darf. Wer verdiente mehr, als Victor Hugo, in deut⸗ ſchen Metallauten dem Gedächtniſſe der Nachwelt überliefert zu werden? Dieſer junge Titan hat den Perrückenvarnaß der alten franzöſiſchen Literatur erſtürmt. Er hat ſeiner Nation ezeigt, daß nichts ſo ſchön iſt, als die Natur, und nichts o erhaben, als die Leidenſchaft. Schöpferiſch formt er das zähe Material ſeiner Mutterſprache in unſterbliche Geſtalten, welche neu gedacht mit gleich kühner Neuerung von ihm be⸗ lebt wurden. Gothiſchen Domen gleichen ſeine Romane, Laokoonsgruppen ſeine Dramen, öſtlichen Nächten mit Ster⸗ nengeflimmer, Palmenſäuſeln, und den tauſend Zaubern der Müſte ſeine lyriſchen Ergüſſe. Nach Göthe und Byron iſt Victor Hugo der einzige jetzt lebende Dichter, der europäi⸗ ſche Anerkennung hat. 6. Schon lange uͤnſer Unternehmen im Stillen vorbereitend, treten wir jetzt damit freudig an das Licht; wir geben keine improviſirte Arbeit der Induſtie, ſondern das Erzeugniß hei⸗ liger Weiheſtunden. 5. Victor Hugo ſelbſt hat unſerm Unternehmen ſeine Theil⸗ nahme zugefagt; ein koſtbarer Stahlſtich und ein uns ge⸗ ſchenktes Facſimile wird den Dichter phyſtognomiſch, Gutzkows Cinleitung ſein Leben und den Geiſt ſeiner Schriften biogra⸗ phiſch⸗kritiſch zur Anſchauung bringen. Nichts wird von uns übergangen werden, um das Ganze in einem geſchmackvollen Gewande erſcheinen zu laſſen. Zum Schluß erwähnen wir noch, daß wir Victor Hugo's fämmtliche Werke geben und ſchon deßhalb mit den in Stuttgart angekündigten ausgewählten Schriften in keiner⸗ lei Verwechſelung gerathen dürfen. on drei Hauptabtheilungen, in welche wir Victor Hu⸗ go's fämmtliche Werke ſcheiden, umfaßt die erſte deſſen Romane: 5. Der letzte Tag eines Verurtheilten; Bug Jargal; Han von Island; Notre Dame in Paris; die zweite deſſen dramatiſche Werke: Cromwell;— Marion de Lorme; Hernani;— Der König unterhält ſich; Lucrezia Borgia;— Maria Tudor; Angelo, der Tyrann von Padua; 45 die dritte deſſen lyriſche Poeſien und vermiſchte Schriften: Herbſtblätter;— Vermiſchte Gedichte; Drientalen und Balladen; Zur Literatur und Philoſophie. Die erſten Bände ſind demnächſt zu erhalten. Militaͤrvertretungs-Anſtalt. (370) Zur allgemeinen Militaͤrvertretungs⸗ Anſtalt, die pro 1834— 35 1028 Mitglie⸗ der zahlte, und die durch ihre große Mitglieder⸗ zahl und die durch mich geleiſtete 102,000 fl. be⸗ tragende Caution die groͤßtmoͤglichſte Sicherheit bietet, haben bereits fuͤr dieſes Jahr gegen 700 Perſonen ihren Beitritt erklaͤrt. Die Eltern und Vormuͤnder der im Jahr 1815 Gebornen lade ich zum Beitritt ein. Darmſtadt den 18. Mai 1835. Ernſt Emil Hoffmann. 1 „ 3 5 f Beachtenswerthe Anzeige. (335) Unter Auſſicht der k. k. Behörden wird die in k. k. Schleſien liegende 5 praͤchtige Herrſchaft K. Kuntſchuͤtz, ö in Wien gerichtlich geſchatzt auf 1,287,000 Gulden; ſodann das in Teſchen befindliche, ſchöne und einträgliche palaismaͤßig gebaute Großbuͤrgerhaus Nro. 104, gerichtlich geſchätzt auf 400,000 Gulden, ausgeſpielt. Mit dieſer Ausſpielung ſind noch 26500 Geld⸗ gewinne verbunden im Betrag von 525,000 Gulden. Die erſte Ziehung dieſer ſehr ſchön eingerichteten Lotterie iſt ſchon 5 N den 30. Mai dieſes Jahres, 9 wozu Originallooſe das Stück zu fl. 7— und bei Uebernahme von 5 Stück das bte gratis zu haben ſind, unter Zuſicherung reeler Bedienung bei: ö ö 4 1 Moriz Iſaak Stiebel in Frankfurt a/ M. (Briefe und Gelder werden frei erbeten.) Guter zu verkaufen. 5 (371) Unweit der Stadt Frankfurt, in den ſchön⸗ ſten und fruchtbarſten Gegenden ſind einige große Güter von 110600 Morgen nebſt Oekonomie⸗Ge⸗ bäuden, theils mit theils ohne Erndte und Schiff und Geſchirr, unter höchſt billigen Bedingungen zu verkaufen resp. gleich zu beziehen. Nähere Mitthei⸗ lungen macht, auf portofreie Anfragen, f das allgem. Geſchaͤftsbureau zu Roͤdelheim. Capitalien von 3000 bis 10,000 fl., (372) gegen doppelte erſte Inſätze und 5 prét. Zinſen, liegen zum Ausleihen bereit. Rödelheim den 20. Mai 1835. Le. Das allgem. Geſchaͤftsbuͤreau el Wegen des Feſtes Chriſti Himmelfahrt können ö nur ſolche Inſerate in die nächſte Nummer aufgenommen wer⸗ den, welche ich bis den 27. d. M. Nachmittags 4 Uhr in Händen habe C. Bindernagel. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 6fl. 10 kr. Korn: 5 fl.—kr. Gerſte: 4 fl. 30 fr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 18. Mai: Waizen: 5 fl. 50 kr. Korn: 4fl. 10 kr. Gerſte: 4 fl. 15 kr. Hafer: 3 fl. 23 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: 7fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 15. Mai: Waizen: 6 fl. 20 kr. Korn: 4 fl. 52 kr. Gerſte: 4 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl. 23 kr. s Fleiſch⸗ und Brodpreiſe ſind unverändert geblieben. Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bechſtein. b Berichtigung. Seite 134 Zeile 17 von unten der Nro. 20 dieſes Blattes leſe mau Gilmer, ſtatt: Gilmar; und Carl Theodor, ſtatt: Theodor. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg bei Verka 75 Jog eigerun Anweiſin enden. Fri —— Dieſe