1835. 4 igen! * 0 a für die n rovi O Gl 1. i N a rovinz berhes en darden im Allgemeinen, 80 05 den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. „ M234. Sonnabend, den 22. Auguſt chen, b.*** 31. Mai. Finanz⸗Verwaltung des Großherzogthums Heſſen a a von 1830- 1832. Die Finanz⸗Verwaltung von den Jahren 1830 1832 liefert ein ſo erfreuliches Reſultat, daß wir icht umhin können, unſern Leſern eine General⸗ Die Domänen waren im Voranſchlag angege⸗ len zu 4,630,402 fl. 27 kr. und lieferten wirklich d lieferten 202,163 fl. 18 kr.; die direkten Steuern 5,950,851 fl. und lieferten 6,095,689 fl. 27 kr.; ien: el. indirekten Auflagen zu 5,275,731 fl. und lie⸗ 7. Aug ſerten 5,841,022 fl. 41 kr.; der Zoll zu 1,800,000 aue ind lieferte 2,080,875 fl. 7 kr. Die Geſammt⸗Einnahme belief ſich im Voran⸗ ſchlage auf 18,136,675 fl. 27 kr. und betrug wirk⸗ ich 21,279,407 fl. 17¾ kr., mithin mehr als der Voranſchlag 3,142,731 fl. 50 ¼ kr. Die ordentlichen Ausgaben waren im Voran⸗ ſhlage 18,490,239 fl. beliefen ſich aber in der Wirk⸗ ſichkeit auf 19,819,711 fl. 26 kr., die außerordent⸗ ichen beliefen ſich auf 941,683 fl. 2 kr, in Ganzen alſo mehr 2,271,156 fl. 18/ kr., zuſam⸗ gien 20,761,395 fl. 18 ¼ kr., es blieb demnach ein Erſparniß von 518,011 fl. 59½¼ kr. Das Betri 7 welches im J. 1829 auf (., 300,74 fl. 29/ Fr. ſich belief, ſtieg durch das obige Erſparniß Aaß iſe zum A. U 308 — — S8 e— 4 7878. 986 fl. 29 kr. Zieht man ſiervon den Ab rir⸗ Fonds von 1,100,000 fl. ab, po blieb auf dir Finanzjahre 1833— 1835 zur Dis⸗ Foſition e 29 kr. . tete 900, g ö*** — u g Ng. (Eingeſandt.) Auf einſamen Spaziergängen habe ich oft im Wetterfluſſe Leichname von Thieren, als Hunden, Katzen, Schaafen, Schweinen ꝛc. welche man hin⸗ eingeworfen, vom Waſſer an ſeichte Stellen geſetzt angetroffen, welche einen furchtbaren Geruch von ſich gaben. Daß durch ſolchen Unfug das Waſſer, beſon⸗ ders bei geringem Stande und bei gegenwärtiger Wärme, höchſt ungeſund werden muß, iſt nicht zu verkennen. Wer mag in einem ſo kleinen Fluß wie die Wetter, waſchen, baden, Geſchirre reinigen, den Thieren den Durſt ſtillen, von dem Waſſer brauen, brennen ꝛc. das mit dem Aaſe verpeſtet iſt? Wie mag ein gebildeter Ausländer wenn er dergleichen bemerkt, über unſere Kultur, Reinlichkeit und poli— zeiliche Anordnungen urtheilen? Zuſatz der Redaction. Wir meinen, die Herren Bürgermeiſter hatten dafür zu ſorgen, daß dergleichen Unordnungen vor⸗ gebeugt werde. Voͤllerei und Wirthshaͤuſer. In öffentlichen Blättern leſen wir, daß in dem Parlament zu England von der überhandnehmenden Völlerei die Rede geweſen ſey, daß u. A. in dem Irrenhauſe zu Hamwel von 100 Menſchen, welche dort aufgenommen wurden, 72 durch die Trunken⸗ eit in Wahnſinn verfallen wären; daß ſogar in Irland eine kleine Stadt von 800 Häuſern sey, worin ſich 25 Schenken befanden. Leider ſind auch bei uns die Fälle nicht ſelten vorgekommen, daß Leute durch den übermäßigen Genuß geiſtiger Getränke ſich nicht nur um Hab und Gut, ſondern auch um ihre Geſundheit und— um ihren Verſtand brachten. Unſere Aerzte können es bezeugen, daß der aus Völlerei entſtehende Wahn⸗ ſinn(ſie nennen es delirium tremens) bei uns ziemlich häufig erſcheint. Was nun gar die Zahl der Schenken betrifft, ſo müſſen wir zu unſerer Schande geſtehen, daß wir noch ganz andere Summen aufzuweiſen haben. Man zähle nur einmal die Gaſthäuſer, Wirthshäuſer und Schenken in Orten, wie Vilbel und Friedberg. Wir ſind überzeugt, daß dieſe beiden Orte, welche zuſammen noch lange keine 800 Häuſer zählen, weit mehr als dreimal funf und zwanzig ſolcher Häuſer in ſich haben.— Zwar geben wir gerne zu, daß ein bedeutender Theil derſelben nur für die Reiſenden und Frem⸗ den beſtimmt iſt; allein es wird doch auf der andern Seite nicht geleugnet werden können, daß ein jedes — ſelbſt von jenen blos für Reiſende errichteten Häuſern täglich auch dieſen oder jeden Einheimiſchen aufnimmt. Und wie viele ſind außerdem, die gar kein Beherbergungs- ſondern nur ein Schenkrecht haben! Dieſe ſind doch wohl größtentheils nur für den Einheimiſchen oder die nächſte Nachbarſchaft.— Es wird aber auch ein großer Theil derſelben im⸗ mer leer ſtehen? Seyd unbeſorgt; wir haben gar Manche, die nicht nur das ganze Jahr hindurch alle Tage die Schenke beſuchen, ſondern wir haben deren ſogar Mehrere, welche ſie täglich einige Mal zu be⸗ ſuchen pflegen; Leute, die jeden Kreuzer, den ſie verdienen, nicht eilig genug dem Wirthe wieder bringen können; Leute, die im Wirthshauſe wie zu Hauſe, zu Hauſe aber ziemlich fremd ſind; Leute, welche des Wirths Kinder herzen und drücken, die eignen Kinder aber auf der Straße verwildern laſſen und wenig zu ſehen bekommen; Leute—— Doch wir wollen uns nicht weiter darüber aus⸗ ſprechen, denn gewiſſe Leute wiſſen's doch beſſer als wir, und haben ſo viele ſchöne Entſchuldigun⸗ gen für ihr»„im Wirthshaus Liegen“, daß man, wenn man ſie hört, meinen ſollte, ſie thäten daran recht wohl, ja es geſchähe aus lanter Sorge für die Familie und für den Verdienſt. 72 Auf der andern Seite erkennen wir ſehr gern e, daß wir auch recht viele wackere Männer aufzu⸗ weiſen haben, die für ihr Geſchäft, fur ihr Haus, für ihre Familie leben, und die nur dann und wann einmal(dagegen haben wir nichts einzuwen⸗ den) zu ihrer Erholung und Zerſtreuung das Wirths⸗ haus beſuchen. Wir haben ſogar der Dörfer nicht wenige in der Wetterau, in denen das Wirthshaus-⸗ Gehen noch gar nicht Mode, ſondern eine Ausnahme von der Regel iſt. Man merkt's dieſen Dörfern und deren Bewohnern auch bald an, daß ſie in ganz andern Verhältniſſen ſich befinden. 9 „Mein Haus iſt ein Bethaus. Einſender kennt einen Ort in der Wetterau, da wird einem allemal übel zu Muth, wenn man die Kirche beſucht, und man kann ſich der unange⸗ nehmen Gefühle daſelbſt gar nicht erwehren. Fragt ihr, Leſer, wie das kommt, und ob's an dem Ge. bäude oder an dem Geiſtlichen liegt, ſo antworte ich Folgendes: An dem Gebäude liegt's nicht, das iſt im Gegentheil groß und ſchön und prächtig, wi es einem Gotteshaus geziemt. Die Geiſtlichkeit gib auch weder durch Lehre noch durch Leben Anſtoß. Die Orgel iſt ſo gut, wie ſie nur ſeyn kaun. Und dennoch kann man ohne Schmerz keinen Wespe daſelbſt beſuchen. ich euch, Leſer, mittheilen. Denkt 05 jene geräu mige, ſchöne Kirche mit mehreren Thuͤren verſehen Da wird beim Gottesdienſte keine Thüre zugemacht ſondern es geht an allen Thüren wie in dem Tan benſchlag hinein und heraus. Aber ſorgt denn nie mand hier für Ruhe und Ordnung?— Das wei ich nicht, habe aber noch nicht alles erzaͤhlt. Wäh rend der Gottesdienſt innerhalb der Kirche gehalte wird, toben außerhalb die Kinder um die Kirche herum, ſchlagen die Thüren zu, uld auf, werfen mit Steinen— nicht nach der, Mauer, ſondern nach den Fenſterſcheiben, und je mehr es klingelt, deſto beſſer iſt's. Auf ein Dutzend 1 kommt's ihnen ja nicht an.— Ei, fragt r, awie iſt das möglich? Iſt denn die Küche ße eich Exiſtitt 4 10 —* 4 de fir 5 gerne, 8 aufzu- 1 1 7 1 5 f Haus. denn da keine Kirchenpolizei? Gibt's deun da keine u und Kirchenälteſten, Kirchenvorſteher?— Lieben Freunde, wen, ihr beſtürmt mich mit Fragen, die ich nicht zu be— dlhe, antworten vermag. Aber etwas will ich noch bei⸗ nicht“ fügen, was mich am meiſten ſchmerzt. Die Kirche latte ſonſt gar ſchöne Glasmalereien aus uralter eit. Statt daß dieſe, wie an andern Orten, hoch⸗ eachtet und durch Drathgitter ſorgfältig gegen jeden Muthwillen von außen geſchützt und gedeckt werden, nd ſie da ganz beſonders den Steinen der böſen Buben ausgeſetzt. Das gibt wöchentlich Löcher über Löcher, und wenn dann und wann der Glaſer ſich rer erbarmt, ſo kommt erſt die neueſte und die 5 Sünde. Die neueingeſetzten Scheiben werden it allerlei Farben beſchmiert, und das ſoll denn 1 ausſehen, als wenn's ein Gemälde wäre, und iſt mung doch kein's. Da wird's einem gerade zu Muthe, als Frag müſſe man die Augen jedesmal davon wegwenden. n Ge Nun wo iſt denn das der Fall? Wie heißt Awom r Ort?— Lieber Leſer, man darf nicht nach 6, dat em fragen. Wir ſprechen nur von der Sache, * 1 cht von dem Orte, haben's auch nur erzählt, da— 1 gůb t es beſſer werden möge, als es bisher war.— Anstoß. Ypſfilon. „ Und 5 esdienſt ö f 1 Vorſicht beim Kirſcheneſſen. a8 nil 9(Verſpätet eingeſandt.) 5 L* In der großherzogl. Zeitung Nro. 196 d. J. fac ſrden ſich einige Nachrichten, welche wohl zur n Tau, Varnung eine weitere Bekanntmachung verdienen. 1 wird nämlich aus Koblenz den 13. Juli geſchrie⸗ i vel ben:„Ein Bürger aus Niederlahnſtein nahm kürz—⸗ Wil, lich ſeinen bjährigen Knaben zum Pflücken der 49 irſchen mit auf's Feld. Der Vater beſtieg den 70 ge Naum, und ließ ſeinen Sohn zum Aufleſen der herab— 9 fillenden Kirſchen unten an demſelben. Beim Herab⸗ werf ſiagen fand er ihn mit dick aufgeſchwollenem Leibe 2 nnter den heftigſten Schmerzen am Boden liegen. lige 1 Kaum zu Hauſe angekommen, ſtarb er unter den nm 5 ſchmerzhafteſten Krämpfen. Die Section ergab, daß 8 ſich durch das Eſſen der Kirſchen mit den Kernen ber Magen und Maſtdarm verſtopft hatte, und er deren Folgen geſtorben iſt. So fand auch bei dam letzten Abmarſche der 8. Artilleriebrigade von her zur Uebung nach Koln ein Fähndrich durch 901 9 den zu ſtarken Genuß der Kirſchen zu Hammerſtein den Tod. Ein zweiter Soldat büßte zu Rheinbrohl ſein Leben dadurch ein, und ein Dritter liegt noch zu Lendesdorf krank.“ Dieſe traurigen Ereigniſſe erinnern mich an eine Krankheitsgeſchichte, welche mir vor vielen Jahren Herr Hofrath Dr. M. aus E. erzählte: Ein Mann habe ſeit dem verfloſſenen Sommer einen drückenden Schmerz in der Seite geſpürt, ſey immer kraftloſer und ſehr abgezehrt worden, bis er endlich gegen Weihnachten bei ihm Hülfe geſucht habe. Durch anhaltenden Gebrauch von vielerlei Mitteln ſey es ihm endlich gelungen, eine große Menge Kirſchenkerne von dem Patienten abzutreiben, worauf derſelbe wieder vollkommen geſund geworden ſey. Obgleich wohl Mancher nicht wird begreifen konnen, wie dieſe Kirſchenſteine ſo lange haben zurückbleiben können, ſo verbürge ich doch die reine Wahrheit dieſer Erzählung.) K. Holzhauſen den 16. Auguſt 1835. In unſerer Gemarkung wurde kurzlich von einem Herrn ein Haaſe in der Luft gefangen. Wer an der Wahrheit dieſes Ereigniſſes zweifelt, beliebe ſich an unſern Herrn Bürgermeiſter Ohly zu wenden, welcher mit Vergnügen darüber nähere Auskunft ertheilt. ) Auch wir erinnern uns vieler Falle, wo das Verſchlucken der Kirſchkerne mit den Kirſchen lebensgefährliche Folgen hatte. Und doch ſieht man immer noch Menſchen, die aus Gefräßigkeit die Kirſchen mit den Kernen verzehren! Eltern ſollten darin ſehr auf ihrer Hut ſeyn, und nie erlauben, daß ihre Kinder ſolches verſuchten. D. Red. Bekanntmachungen von Behoͤrden. KNA Edictalladung. (559) Johannes Reulings Eheleute aus Aſſenheim entliehen nach einem Eintrag des hie— ſigen Hypothekenbuches unterm 26. Maͤrz 1811 von Louiſe Cunz ein Capital von 80 fl. gegen 5% Zinſen, und verpfändeten zur desfallſigen Sicherheit folgende Güterſtücke: 10 Ruthen Garten auf der Were neben G. K. Heimburg und S. Heimburg. ö 20 20 Ruthen im Litzelfeld neben J. Schmidt, anderſeits ein Anwender. 14„ im Schnellfort neben Hrn. Amtsſchreiber Jung und Johs Deber. 5 1 Viertel 10 Ruthen Baumſtück im Litzelfeld neben Philipp Bauer. 17 Ruthen Pforten⸗Garten neben der Gemeinde und Jungfer Schäfer. 7 Ruthen Wortland neben Jungfer Schäfer und Heimburg von Bönſtadt. 25„ Ode am Kaicherweg neben Heimburg von Bönſtadt. a 1 Viertel Acker im Schnellfort neben Thomas und K. Ewald. 30 Ruthen im Aufeld neben Johs Fertig, anderſeits ein Anwender. Da dieſes Capital abgetragen, die Schuld⸗ und Pfandurkunde aber verloren gegangen ſeyn ſoll, ſo werden, da über die Unterpfaͤnder ander⸗ weit disponirt werden ſoll, alle diejenigen, welche aus gedachter Verpfändung Rechte herleiten zu kön⸗ nen glauben, hierdurch aufgefordert, dieſelben ſo gewiß binnen 6 Wochen von heute an, dahier zu begründen, als gegenfalls die Hypothek für erloſchen erklärt werden wird. Friedberg den 6. Auguſt 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. In Beurlaubung des großh. Landrichters: Brumhard. Gläubiger- Aufforderung. (548) Emanuel Stephani von Rödelheim beabſichtigt nach Geiſenheim, im Herzogthume Naſſau auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Rödel⸗ heim anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 16. July 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In deſſen Abweſenheit: Der großb. Kreisſecretair Cameſasca. Oeffentliche Aufforderung. (560) Anna Dorothea Demmer aus Nom⸗ melhauſen, kannt iſt, wird hiermit aufgefordert, das von der großh. badiſchen Zuchthausverwaltung zu Mannheim anher geſendete Geld, im Betrage von 247 fl. 59 kr., binnen 3 Wochen in Empfang zu nehmen. Nach Ablauf dieſer Friſt wird man ſolches in die Staatsſchuldentilgungskaſſe deponiren. Groskarben den 3. Auguſt 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Muhl. (572) deren dermaliger Aufenthaltsort unbe⸗ VV Der Müller Peter Reuther u Mar⸗ 10 koebel, hat ſein Vermögen an ſeine Gläubiger 3610 abgetreten. Nach vorausgegangener Unterſuchung t ſeines Schuldenzuſtandes iſt daher zur ſummari⸗ 15 3 ſchen Liquidation der Forderungen und zum Verſuch 10 der Güte Termin auf den 1 00 11. September d. J., Vormittags 9 Uhr, den 80 anberaumt worden, worin die Gläubiger zugleich e die etwaigen Beweis-Urkunden vorzulegen haben. 10 4 Den zurückbleibenden unbekannten Gläubigern wird 10 f der Rechts⸗Nachtheil der Ausſchließung angedroh 47 die ausbleibenden bekannten Gläubiger aber werden 0 beim Vergleichs⸗Abſchluß als der Mehrheit beitre⸗ tend angeſehen werden. Eine Gegeben Windecken den 12. Auguſt 1835. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt U Neuhof. 1 Arbeit⸗Verſteigerung. 1 (573) Die Reparaturen an der hieſigen Hoſpital,(357 kirche, als: untie de. Maurerarbeit, voranſchlagt zu 16 fl. 12 k K Wien Dachdeckerarbeit„„* 329/ 40„ n Schl. Schreinerarbeit 7 17 65/ 30% M Glaſerarbeit 17 77 41„, 40 de Ge Weißbinderarbeit„ 42„ 6 1000 ſodann die Reparatur der Kirchhofsmauer von circa ſhaft 9 160 fl. ſollen nächſten Montag den 24ten d. M. in e des Nachmittags um 3 Uhr, auf dem Bürgermei, nit al ſterei⸗Büreau im Rathhauſe dahier an die Wenigſt Fier nehmenden veraccordirt werden. 1 9 ſhaft n Butzbach den 19. Auguſt 1835. 4 hörte Der großh. Bürgermeiſter daſe dot Schier B. Küchel. 10 (574) Montag den 7. September d. J., Vormit nralzeht tags 10 Uhr, ſoll auf Antrag der Vormünder del. w Wilhelm Nettiſchen Kinder erſter Ehe, die auf bal der breiten Straße gelegene Hofraithe Nr. 68( 1 Verſteigerung 1 gungen und mit Vorbehalt der gerichtlichen Gene migung an den Meiſtbietenden verkauft werd 0 welches hiermit den Kaufluſtigen zur Kenntniß ge enge bracht wird. I di Friedberg den 18. Auguſt 1835. ſſelbe Der Beigeordnete Chr. Hech Privat⸗ Bekanntmachungen. Rind⸗ und Zinn⸗Scheiben⸗Schießen (563) Unterzeichneter hält Sonntag den 23tel und 30. Auguſt ein Rind⸗ und Zinn⸗Scheibeß Schießen, wozu er alle Liebhaberr hierduch höflichſ“ kütladet und bemerkt dabei, daß am 23. Auguſt auch Tanzmuſik gehalten und für alle Erforderniſſe beßtens geſorgt wird. b f Stammheim den 10. Auguſt 1835. n Valentin Schenck. Hammel⸗ u. Zinn⸗Scheiben-Schießen. 564) Sonntag den 23. und Sonntag den 30. luguſt l. J. halten Unterzeichnete ein Hammel— 15 Zimn⸗Scheiben⸗Schießen, welches an den eiden genannten Sonntagen nach dem nachmittägi⸗ en Gottesdienſte jedesmal beginnt. 5 Wir laden alle Schießliebhaber hierzu freund— lichſt ein und bemerken, daß für alle Erforderniſſe, ls guten Aepfel⸗ und Traubenwein ſowie gute peiſen, beßtens geſorgt wird. Bönſtadt den 10. Auguſt 1835. Chriſt. Wenzel und Friedr. Weber. Eine Million 287,500 Gulden W. W. zu gewinnen durch eine Einzahlung von fl. 6. im fl. 24. Fuß. ru fli ch Hoſpüu(55 7) den 22. September d. J. wird unter Ga⸗ rantie des Großhandlungshauſes Hammer und Karis f. 2 in Wien die prachtvolle Herrſchaft K. Kuntſchuͤtz „% in Schleſien öffentlich ausgeſpielt. 5 30 Nur allein in bagarem Gelde enthaͤlt dieſe Ziehung 40, die Gewinne von fl. 200,000, fl. 20,000, fl. 10,000, fl. 5000, fl. 2000 u. ſ. w. Die Herr⸗ W aft K. Kuntſchuͤtz iſt auf Eine Million d. M und 287,500 Gulden W. W. gerichtlich taxirt: dem mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten, welche ein Weg Ritterſitz darbieten kann, verbindet dieſe große Herr⸗ ſchaft wahrhaft fuͤrſtliche Einkuͤnfte durch die dazu en Sehe Waldungen, Wieſen, Fruchtfelder, Jagden, r chaͤfereien, Brandweinbrennereien, Bierbrauereien, „ HGaſt⸗ und anderen Haͤuſer, Saͤge- und Mahlmuͤhlen I ſ. w.; durch Grund⸗ und uͤbrige Zinſungen, Na⸗ „Dem kralzehnten, Laudemial⸗Gebuͤhren, geſetzliche Taxen ſünder! i ſ. w. und dieß alles bei der geringfuͤgigen „ die Einlage von fl. 6. im fl. 24 Fuß pr. Loos. ce. Das Haupt⸗Depot der Looſe vieſer großen Lotterie en 6 bei dem unterfertigten Hauſe in Frankfurt a. M., n Sch 0 wo ſolche zu jenem Preis einzeln und in Parthien n G haben ſind und auf fuͤnf bezahlte Looſe ein ſechſtes 1 entgeldlich gegeben wird. iutniß 0 9 Diejenigen Perſonen, welche ſich direct an fſſelbe wenden, genießen den Vortheil, die Looſe icht minder wie die Liſte, welche ſogleich nach ſtatt— hecht habter Ziehung an alle Betheiligten expedirt wird, 1 ortofrei zugeſandt zu erhalten. 4 5 1 Chriſtian Scholl ſeel. Wttb. ell. 4 in Frankfurt a. M. chien den 1 1 Sc, Logis zu vermiethen. (568) Auf den 1. October d. J. ſind in meinem Hauſe, im ten Stocke, 3 heizbare Stuben nebſt geräumiger Küche mit Küchenſchränke, 2 Dachkam⸗ mern, ferner gemeinſchaftliche Waſchküche und etwas Kellerraum zu vermiethen. Butzbach den 10. Auguſt 1835. 5 Gottfried Zell, Zimmermeiſter. Eine Stube und Kammer (570) nebſt Nebenkammer, Küche, Keller, zwei Ställe, alles ſchließbar, nebſt Miſtſtatte, iſt zu vermiethen und kann im October d. J. bezogen werden bei Philipp Wißmath. Obererlenbacher Braunkohlen-Bergwerk. (571) Beide Sorten Braunkohlen-Klötze, mit und ohne Grobkohlen, werden, gegen baare Zahlung, zu 10 Kreuzer der Centner erlaſſen. Einladung. (575) Zur Namensfeier unſers Aller— durchlauchtigſten Großherzogs hat die hieſige Schützengeſellſchaft den 25ten und 26ten d. M. ein ſolennes Hauptſchießen veranſtaltet, und ladet hier⸗ zu alle Freunde des Schießens und des geſelligen Vergnügens mit dem Bemerken hiermit höflichſt ein, daß Dienſtag den 25. Auguſt das Schnapp- und Mittwoch den 26. Auguſt das Hauptſchießen, bei welchem 36 Preiſe ſind, wovon der erſte 20 preuß. Thaler iſt, beginnt, und der Schuß 24 kr. koſtet. Für gute Speiſen und reine Weine ꝛc. wird der mitunterzeichnete Platzmeiſter ſorgen. Friedberg den 18. Auguſt 1835. Namens der Schuͤtzengeſellſchaft: Renneberg. H. Damm. G. Gerlach. Fritz, Platzmeiſter. Kirchweihfeſt zu Ockſtadt. (576) Sonntag den 30. und Montag den Ztten Auguſt, auf das dahieſige Kirchweihfeſt, iſt in der Gartenwirthſchaft des Unterzeichneten gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, welches derſelbe mit dem Bemerken bekannt macht, daß er durch prompte und billige Bedienung, gute Speiſen und Getränke, ins— keſondere aber gute Rheinweine von 20 kr. bis zu 1 fl. die Bouteille, diejenigen, die ihn mit ihrem Beſuche beehren, zu befriedigen ſich beßtens angele⸗ gen laſſen ſeyn werde. Ockſtadt am 20. Auguſt 1835. Adam Krug. Einladung. (577) Sonntag den 23ten Auguſt iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe gut beſetzte Tanzmuſſk anzutreffen, wozu ich meine verehrten Gönner und Freunde mit dem Bemerken höflichſt einlade, daß an dieſem Tage die Einweihung des nun ver— größerten Tanzſaales ſtatt findet. Henkel. 2 ö f 1 1 1 1 5 Wohnung zu vermiethen. (578) Eine aus Stube, Nebenſtube, Küche, Speicher und Keller beſtehende— am 1. Oktober d. J. beziehbare Wohnung in dem in dahieſiger Burg befindlichen fiscaliſchen Gebäude, die Bau⸗ verwalterei genannt, iſt zu vermiethen, und ſich deshalb an großherzogl. Rentamt dahier zu wenden. Ein Logis, (579) welches Anfangs Oktober bezogen werden kann, hat zu vermiethen Schuhmacher Schlechtweg 0 in der Uſergaſſe. Bei mir iſt ſo eben erſchienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Christliches Glaubensbekenntniß des pfarrers Helferich von Holzhauſen als Rechtfertigung ſeines Uebertritts von der röͤmiſch⸗katholiſchen zur evangeliſch⸗proteſtan⸗ tiſchen Kirche. Den ſieben Gemeinden, welchen er ſchon das Evangelium Jeſu Chriſti verkündet, wie auch allen ſeinen lieben Freunden und Feinden in Achtung gewidmet. Preis 1 fl. 21 kr. Ferner iſt bei mir vorräthig: Die Vereinigten Staaten von Nord ⸗ Amerika. In 4 Banden, jede Lieferung nur zu 27 Kr. rhein. Mit 40— 50 der ſchoͤnſten Original⸗ Stahl ſtich e und 1 Staaten⸗Atlas von Nordamerika. Erſter Band, zweite Lieferung. Mit 1 Stahlſtich. ſetzeskunde für Nichtjuriſten. Erſtes. zwei⸗ tes H, 48 kr. Das Ganze gibt 3— 4 Heſte, welche ſich in mäßigen Zwiſchenräumen folgen werden. 9 7 G Fuͤnf und dreißig 0 5 e d h für i von Georg Leisler. Preis 27 kr. Friedberg im Auguſt 1835. Carl Bindernagel. 2 Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 6 fl.— kr. Korn: 5 fl. 10 kr. Hafer: 4fl. 10 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 17. Auguſt: Waizen: 6 fl. 10 kr. Korn: 4 fl. 30 kr. Gerſte: 4 fl. 30 kr. 1 Hafer: 4fl. 7 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 13. Auguſt: Waizen: 6 fl. 21 kr. Korn: 4 fl. 19 kr. Gerſte: 3 fl. 43 r Hafer: 3 fl. 43 kr. 10 Verkaufs- Preiſe der Bäcker und Metzger vom 24. bis zum 31. Auguſt, 8 pfd. Lth. Für 1 kr. Milchbrod 55 5 „10 kr. Laden⸗Brod „ 8 kr. dito „„ 6 kr. dito „ 4 kr. dito „ 2 kr. dito 1 Pfund Ochſenfleiſch 1—Rinofleiſch 1 Kühfleiſch 1 Nierenfett 1 Kalbfleiſch 1 Hammellleiſch 1 Schweinenfleiſch 1 Leber⸗ und Blutwurſt 1 Bratwurſt 4 Schwartenmagen 1 SSS SGA Speck f Dörrfleiſch 1 Schmalz Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bechſtein ISS S Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. — Der Heſſiſche Rechtsfreund. Handbuch zur Ge⸗ Gerſte: 4 fl. 20 kr. 8