ehoͤrden hein. chmittag beſtehen e meiſtbit einlade 1835. daſellſ Intelligenzblatt 1 Vtovin, Oberhessen ö im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M33. Sonnabend, den 19. September 1835. 8 Der Marktflecken Vilbel, welcher gegenwär⸗ 1g bei 2200 Einwohner zählt und in den letzten zwanzig Jahren nicht nur an Häuſer⸗ und Einwoh⸗ zer⸗Zahl, ſondern auch in Gewerben, an innerer Fetriebſamkeit bedeutend zugenommen hat, iſt der ſeſte Ort der Provinz Oberheſſen, den man erreicht, penn man von den Heer⸗ Straßen von Frankfurt ind Offenbach in dieſelbe tritt. Die Umgebung iſt ficht ohne Reiz, und gewährt hier und da ſchöne Ausſichten. Der Ort ſelbſt iſt ganz von frankfurti⸗ f 5 und kurheſſiſchem Gebiete eingeſchloſſen, und — 2 — enen SSA S 2 2 r — Sinn — — — — N iegt an den beiden Seiten der Nid da, welche da⸗ turch„daß ſie ſich kurz zuvor(bei dem kurheſſiſchen rte Gronau) mit der Nidder vereinigte, ein iemlich bedeutender Fluß geworden iſt. Dieſe Ni d⸗ ) Indem wir, unſerm frühern Verſprechen gemäß, nach und nach die Geſchichte der einzelnen Orte der Wetterau . f zu liefern, den Freunden der Ortskunde diejenigen Nach⸗ richten über Vilbel hier mittheilen, welche für das ge— bildete Publikum von allgemeinem Intereſſe zu ſeyn ſchei⸗ nen, fühlen wir recht gut ſelbſt die Schwierigkeit der Auf⸗ gabe. Es gibt gewiſſe Orte, und dazu gehört eben u. A. Vilbel und Rosbach, deren Geſchichte den Hiſtoriker gewöhnlich abſchreckt, weil er noch keinen Anfang hat. Iſt dieſer einmal gegeben, ſo wird es ſchon viel leichter, wei⸗ ter zu bauen, zu berichtigen, was einer Berichtigung be⸗ darf u. ſ. w. Wir wagen es auch mit ſolchen Orten den Anfang zu machen, wie wir früher mit Rosbach ge— than. Für mehr wollen wir unſere Arbeit nicht ausgeben, und wünſchen, daß ein Anderer uns nachfolgen, durch uns veranlaßt weiter bauen und die Ortsgeſchichte der Wetter⸗ au dadurch foͤrdern möge. da theilt Vilbel in zwei ungleiche Hälften, indem bei weitem der kleinſte am rechten Ufer liegt, durch eine Brücke mit dem am linken Ufer befindlichen Theile verbunden iſt, und urſprünglich das Schloß und die dazu gehörigen Gebäude in ſich faßte, das mit dem übrigen lange Zeit hindurch in wenig Ge⸗ meinſchaft ſtand.(Einige andere daſelbſt ſtehende Wohnungen gehören jedoch nicht zum Schloſſe.)— Der an dem linken Ufer der Nid da liegende Theil bildet einen langen und ſchmalen Streifen, welcher, von Frankfurt aus, an beiden Seiten der Heer⸗ ſtraße und zwar zuerſt zwiſchen der Nidda und dem Niederberg, hierauf zwiſchen jener und dem Win⸗ gertsberg liegt, dann aufwärts zieht und an der proteſtantiſchen Kirche endet, in den aber auch noch zwiſchen dem Nieder- und Wingertsberg eine beſondere Gaſſe ſich einmündet. Jene Brücke iſt noch aus je⸗ nen alten Zeiten, da die Stadt Frankfurt die Verpflichtung hatte, ſie zu bauen und zu unterhal⸗ ten, aber auch das Recht, ſie„in Kriegsläuften zu ihrer Sicherheit abzuwerfen),“ und endlich das Brückengeld daſelbſt zu erheben. Die Brücke iſt jetzt der Wichtigkeit des Ortes und der Straße keines— wegs mehr angemeſſen; auch ſprach man ſchon längſt von Errichtung eines neuen kräftigen Baues, noch aber haben die Verhältniſſe nicht gewollt, die Schwie⸗ rigkeiten zu beſiegen, welche ſich einem ſolchen ent— gegen ſetzen. Möchten ſie bald beſeitigt werden! „) Winckelmann 1, 153. Gleiche Verhaͤltniſſe hatte Frank— furt mit andern Brücken an der Nidda. Bekanntlich be— ſtand ein ähnliches Verhältniß zu Friedberg mit der über die Wetter führenden Brücke bei Schwalheim. .———— O5 Vilbel ein alter Römer⸗Ort geweſen ſey und Villa bella geheißen habe, wie Herr von Gerning in ſeinem Werke über die Main- und Rheingegenden und die Heilquellen am Taunus er⸗ wähnt, und Andere, ſelbſt der Hiſtoriograph des Landes, ihm nachgeſprochen, davon haben wir noch keine Beweiſe finden können, und bis dieſe uns zu⸗ kommen, müſſen wir die Angabe dahin geſtellt ſeyn laſſen. Wir geben zwar gerne zu, daß die Römer, als ſie ſich vom Maine aus aufwärts des Nidda⸗ ufers bemächtigten, hier und da zum Schutze deſ— ſelben Befeſtigungen angelegt haben müſſen, wie ſie denn beſtimmt in der Nachbarſchaft zu Bergen und zu Heddernheim bedeutende Niederlaſſungen hatten, ſuchen aber dieſe Uferbefeſtigungen nicht in Vilbel, ſondern etwas weiter oben in der Gegend von Gronau, wo die Nidder einmündet und in der Nachbarſchaft auch eine alte Feſte, die Kra⸗ chenburg genannt, wirklich zu finden iſt. Daß ferner, wie Herr von Gerning weiter anführt, zwei römiſche Bäder auf dem ſ. g. Hexenberge bei Vilbel entdeckt worden ſeyen, davon wollen die Bewohner auch nicht viel wiſſen, ſondern theilten dem Schreiber dieſes nur mit, rechts an der nach Frankfurt führenden Straße befänden ſich zwei Plä— tze, die auf einen ſehr frühen Anbau hindeuteten, indem ſich Spuren von altem Mauerwerk daſelbſt zeigten, nämlich an der ſogenannten Mauer und auf dem walderdorfiſchen Acker. Wir wünſch⸗ ten ein Näheres hierüber zu erfahren, insbeſondere zu wiſſen, ob es wirklich an dem ſey, daß man da⸗ ſelbſt vor etwa 40 bis 50 Jahren ein Säulen⸗Ca⸗ pital gefunden hahe, und, wenn dieſes, wohin es wohl gekommen ſeyn möchte? Vilbel erſcheint zuerſt unter dem Namen Fel- wila und Velawilre in Schenkungs-Urkunden des Kloſters Lorſch aus den Zeiten Karls des Großen, alſo ums Jahr 800), und Velaw l- 1e erklärt der verſtorbene Geſchichtſchreiber des Lan⸗ des, Prälat Schmidt*), durch den weiblichen Namen Vela, der dem männlichen Fello, Fel- do, Velte, Valentin, entſpricht, und vilre, welches unſer jetziges Weiler iſt. Etwas ſpätere Urkunden geben den Namen Velewilre, Velwile, S* ) Codex Lauresham. III, 973 211. ) Geſch. des Großherzogthums Heſſen 1, 188, 190. Von Vilbel gibt er weiter Nachricht Theil II, S. 216. 9248„ 0 5 10 de che Vilewile u. ſ. w. der drt 908 zum alten] Jlbel, e Nidda⸗Gau, und war in kirchlicher Hinſicht dem] Nhe Archi⸗Diakonat„St. Peter außer den! Mauern(extra dane du Mainz unterge⸗ ordnet*). 14 In der Folge erſcheint Vilbel als Beſitzung] un des reichen Geſchlechtes der Münzenberger, die 5 es, wie ſo manches Andere, aus der Verlaſſenſchaft berg file ber mächtigen Grafen von Nürings geerbt haben] gllcheten mögen. Nachdem aber auch die Münzenberger[n der S5 um 1255 in männlichem Stamme erloſchen waren, 0 verbind fiel der Ort den Erben derſelben, nämlich Hanau(iter b und Falkenſtein, gemeinſam zu. In dieſer Zeit der Bauun wird ſeiner öfter in Urkunden, z. B. vom Jahr 1289 it 6 Hen und 1303 gedacht, da Heinrich von Sprend⸗ un wehlg lingen und ſeine Gattinn Gertrudis ihre da- Felge in ſelbſt gelegenen Häuſer, Güter und Weinberge teile ihn dem Kloſter Padenhauſen vermachen ꝛc.) Ged.) Unterdeſſen beginnt auch die Burg zu Vilbel b gedauert aus dem Dunkel hervor zu treten, deren wir gleich die beider Anfangs ſchon mit wenigen Worten erwähnt haben. von Fa Indem wir aber ihrer hier weiter gedenken, müſſen au, mit wir den Freund der Geſchichte noch beſonders dar und W auf aufmerkſam machen, in den Begebenheiten jener 1 ſes zu 9 Zeit das Dorf Vilbel(ſo wird es damals genannt) Hie lu von dieſer Burg genau zu unterſcheiden. Die Ver das Se wechſelung beider hat einige Hiſtoriker öfters auf geworde Irrwege geführt.— Die Geſchichte der Burg ſiine G knüpft ſich wahrſcheinlich zuerſt an das adlige Ge- nchnen, ſchlecht der Herrn von Vilbel. 55 2 der We Dieſes Geſchlecht, das urkundlich ſchon im bel, al zwölften Jahrhundert erſcheint, war niemals in dem 3 Beſize des Ortes Vilbel ſelbſt, wohl aber war es in demſelben und in Dorkelweil ſtark begu⸗ tert. Ein Walther von Vilbel(de Velewil- ö* re) wird bereits im Jahr 1143 genannt*) 1229 1 wir 9 erſcheint abermals ein Walther mit 1 Sohne wenn Rudolph e), 1268 ein Rudolph und Ber⸗ 3 halten tram, 1293 ein Burchard von Vilbel ze. Rei- muhr, bungen zwiſchen den Gliedern dieſer Familie und 0 509 der Stadt Frankfurt konnten ſpäter um ſo we-. niger ausbleiben, als letztere durch ihren Handel 150 5 immer bedeutender wurde. Ohnehin hatte ja Frank. 5 „ 10 9 5) Würdtwein Dioec. Mog. II, 5. 1 80 **) Guden. Cod. dipl. III, 764, 7732. Iii, er) Wenck heſſ. Landesgeſchichte II. urk. S. 90. er) Guden. C. D. I, 501.* N alte cht den r den uanterge, eſttzung e k, die ſenſchaft haben berger waren, Hauan wuaunt) die Ver, furt die obenerwähnten Rechte an die Brücke zu Vilbel, es hatte das Privilegium, daß in ihrer Nähe keine befeſtigte Burg erbaut werden dürfe, daß ihre Bürger zollfrei ſeyn ſollten ꝛc.; lauter Vor⸗ rechte, die dem benachbarten Adel läſtig ſeyn muß⸗ ten. Indeſſen finden wir doch auch Verbindungen unter einander. Bechtram von Vilbel, der i. J. 1390 ſeiner Gemahlinn Elſe von Reifen- berg einen Witthumsſitz auf ſeine zu Dorkelweil gelegenen Güter vermachte, ſchloß im Jahr 1391 mit der Stadt Frankfurt einen Vertrag, wonach er — bey lewil- 1229 4 Sohne 0 Zer⸗ Rei⸗ e und o we⸗ andel fan- ſich verbindet, gegen die jaͤhrliche Summe von 500 (ſpäter 600) Gulden die Stadt zu ſchützen binnen der Bannmeile„mit ſein ſelbſt Leibe, ſelbſt ſechſe mit 6 Hengſten, ſelbſt 4 gewapnet mit zween Gle⸗ nen wohlgeritten und wohl erziget“ Als er in der Folge in ihrem Dienſte niedergeworfen wurde, be—⸗ freite ihn die Stadt aus dem Gefängniſſe durch Geld.) Die Freundſchaft kann aber nicht lange gedauert haben. Im Jahr 13999 verbanden ſich die beiden Beſitzer von dem Dorfe Vilbel, Philipp von Falkenſtein und Ulrich V., Herr zu Han⸗ au, mit dem Rathe zu Frankfurt gegen Becht ram und Walther von Vilbel, um„den Bau des Hau⸗ ſes zu gewinnen, niederzuwerfen und mit Gottes Hülfe zu brechen.“) Von dieſer Zeit an ſcheint das Schloß Eigenthum der Herrn von Falkenſtein geworden zu ſeyn. Bechtram aber mußte 1403 ſeine Güter zu Dorkelweil von Frankfurt zu Lehen nehmen, bei welcher Gelegenheit ſeine beiden Brü— der Walther und Heinrich, Paſtores zu Vil⸗ bel, als Zeugen genannt werden. 9 (Fortſetzung folgt.) Wie man Herr über die Zeit iſt. Die Herren Philoſophen ſind der Meinung, wir Menſchen wären der Zeit untergeordnet, und wenn ſie voran wollte, könnten wir ſie nicht zurück⸗ halten. Das iſt aber nicht immer und nicht überall wahr, wie Einſender dieſes gleich zu beweiſen gedenkt. In der Stadt Freetown im Kaffernlande *) Lersner Chronik v. Frankf. II, 607. 608. *) Daſelbſt S. 649. 608. ) In der Folge erſcheint Becht ram wiederals Stadt⸗ Hauptmann von Frankfurt. Als ſolcher wurde er im Jahr 1420 wegen eines Verbrechens öſſentlich vor dem Bockenheimer Thor in der Sch ütt enthauptet und im Gänſegraben beerdigt. Lersner 1, 492. — 249—. herrſcht nämlich folgender ſonderbarer Hebrauch. Wenn der Thürmer daſelbſt des Morgens ſein Kaffeechen trinkt(man verſchmäht dieſes Tränklein dort ſo wenig, wie hier zu Land), ſo pflegt er um halb ſieben Uhr ſieben ſchlagen zu laſſen und dann die Uhr nebſt der Zeit ſo lange zu hemmen, bis er zurückkommt. Wenn das nun auch ein wenig lange währt, was hat's zu ſagen? Die Uhr wartet und wenn's auch hundert und zwanzig Minuten wird, ſtatt ſechzig, bis es acht ſchlägt, ſo bleibt ja mit der Uhr auch die Zeit ſtehen.— Gerade ſo bequem geht's des Mittags. Wenn er ein Bischen frühe zwölf ſchlagen laßt und dann die Uhr einhängt, ſo kann er, bis er wieder kommt, das heißt bis Ein Uhr, recht bequem zu Mittag eſſen, ſein Schlaͤf⸗ chen halten und auch zur Noth noch ein anderes Geſchäftchen verrichten. Die Uhr mag ja warten, und mit der Uhr wartet auch die Zeit. Könnten wir denn ſo etwas nicht auch bei uns einführen? Man hat doch manche Stunde ſo viel zu thun, daß man in derſelben gar nicht fertig wird, wie's jetzt geht, wo wir uns nach der Uhr und Zeit richten müſſen. Richtet ſich aber die Uhr und die Zeit nach uns und unſern Geſchäften, dann iſt der Sache leicht abgeholfen, und wir können nach Bequemlichkeit un⸗ ſer Geſchäft beendigen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Hofraithe-Verſteigerung. Freitag den 25. d. M., Morgens 10 Uhr, wollen die Martin Philippö'ſchen Eheleute da⸗ hier ihre Hofraithe, beſtehend in Wohn- und Back⸗ haus Nro. 188 in der Metzgergaſſe, neben Georg Bopp, ſodann einem großen Stalle, neben Georg Rauſch und Jakob Dönges gelegen, auf hieſigem Rathhauſe öffentlich freiwillig an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen, wozu die Kaufliebhaber einladet Friedberg den 2. September 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Garten-Verſteigerung. (589) Donnerſtag den 1. Oktober d. J., Vor⸗ mittags um 11. Uhr, will Herr Cantor Markel dahier ſeinen hinter dem Schützenrain, 2 Viertel und 12 Ruthen haltenden, neben Georg Krieger gelegenen Garten auf hieſigem Rathhauſe einer offentlichen, freiwilligen, meiſtbietenden Verſteigerung ausſetzen laſſen, wozu Kaufliebhaber einladet Friedberg den 3. September 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. (587) Mobilien⸗Verſteigerung. (604) Montag den 21ten September, Vor mittags 9 Uhr, Gold und Silber, dungsſtücken, Zinn, gerichtet, 3 Schaafen und verſteigt und ſoll mit dem macht werden. Friedberg den 17ten Auguſt 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. In Verhinder. d. Landrichters 5 Dr. Gilmer. Edietalladung. (605) ueber das Vermögen des Georg Buß zu Butzbach, wozu auch der Nachlaß des im Kloſter Haine verſtorbenen Joh. Georg Schütz von Schotten gehört, iſt von großherzoglichem Hofgerichte in Gießen der förmliche Concursprozeß erkannt— und das unterzeichnete Gericht mit deſ⸗ ſen Leitung beauftragt worden. Es werden daher alle diejenigen, welche an dieſe Vermögen Anſprüche zu haben glauben, auf⸗ gefordert, dieſelben ſo gewiß den 1 mten No vem⸗ ber, Vormittags 10 Uhr, dahier geltend zu machen, auch ihre etwaigen Vorzugsrechte zu begrün⸗ den, als ſonſt ſie ohne weiteres Präcluſiv-Dekret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Friedberg am iten September 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Brumhard. Vieh⸗ und Krämermarkt zu Gießen. (606) Der anf den öten und 7ten October dieſes Jahres beſtimmte dahieſige Vieh- und Krämermarkt, iſt wegen des Eintritts des jüdiſchen Laubhüttenfe⸗ ſtes auf Dienſtag den 29ten und Mittwoch den 30ten dieſes Monats verlegt worden„ welches man zur allgemeinen Kenntniß des handelnden Pu⸗ blikums bringt. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, vorſtehende Bekanntmachung in ihren Ge⸗ meinden bekannt zu machen. 5 Gießen den Zten September 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt C. Silbereiſen. Verſteigerung verſchiedener Gegenſtände. (617) Mittwoch den 23ten d. M., Vormittags 8 Ubr, wird der Unterzeichnete, in Auftrag der Frau Wittwe Chelius, in deren Behauſung dahier, fol⸗ gende Gegenſtäude, als: Mobilien, Hausgeräthe, beſonders Kupfer, Zinn, Meſſing und Eiſen, einer öffentlichen Verſteigerung ausſetzen, wozu einladet Friedberg den 17ten September 1835. Der Beigeordnete Chr. Hecht. ſollen die zur Verlaſſenſchaft des Adam Ruppel gehörigen Mobilien, beſtehend in Bettung und Weißzeug, Klei⸗ Kupfer und Eiſen, Handwerks⸗ geſchirr und einer bedeutenden Parthie Werkholz für Wagner, 4 neuen Wagenräder zu eiſernen Achſen allerley Hausrath, in dem Sterbhaus, gegen baare Zahlung meiſtbietend Werkholz der Anfang ge⸗ 30— Mobilien⸗Verſteigerung. (618) gens um 9 Uhr, wollen Philipp Conrad Di beſtehend in Bettung, Stühlen und Bettladen, Sterbhauſe ſelbſt an den Meiſtbietenden gegen baare Zahlung verſteigern laſſen, ſtigen eingeladen werden. 1 Friedberg den 15ten September 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Gläubiger⸗Aufforderung. (619) Tobias Jordis von Fiedberg beab⸗ ſichtigt nach Wien in Oeſterreich auszuwandern. ſind binnen drei Mo- naten bei gr. Landgerichte dahier anzumelden, ge⸗ genfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Rechtsanſprüche an denſelben Friedberg den Iten September 1835. des Kreiſes Friedberg. In deſſen Beurlaubung: Der großh. Kreisſecretaͤr Dr. Cameſasca. Gläubiger-Aufforderung. a (620) Margaretha Vetter von Holzhau⸗ ſen beabſichtigt nach Haarheim im Herzogthume Naſſau auszuwandern. Rechtsanſprüche an die⸗ ſelbe ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgerichte Groskarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs⸗ urkunde ertheilt werden wir Friedberg am öſten September 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrat des Kreiſes Friedberg. In deſſen Beurlaubung: Der großh. Kreisſecretär Dr. Ca meſasca. 5 Ein Schäfer wird geſucht. n (621) Für die hieſige Gemeinde„Schäferei wird ein Schäfer geſucht, der gute Atteſtate vorzeigen kann. Der Lohn beſteht in 19 12 Malter Korn, 8 2 Malter Gerſte, f 4 Nacht⸗Pferchen und die Unter, von jedem Morgen ⸗Stall 2 kr. Bezahlung, von jedem Schaafbeſitzer ein Schaaf gehalten, bekommt er auch ſein Backholz, ein Logis muß ſich der Schäfer ſelbſt miethen. Das Amt muß aber auf Michaeli angetreten werden, und haben ſich die Luſttragenden bei Un⸗ terzeichnetem zu melden. Die Herrn Bürgermeiſter wollen dieſes gefälligſt in ihren Gemeinden öffent⸗ lich bekannt machen laſſen. Niederurſel den 12. September 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt f Amſel. Montag den 12ten Oktober d. J., Mor⸗ die Erben des verſtorbenen die det ehl dahier ihre Mobilien, 1 Weißzeug und ſonſtigem Haus⸗ geräthe, ferner mehreren neuen Kommoden, Tiſchen, öffentlich freiwillig in dem ö gleich wozu die Kauflu⸗ Der großherzoglich heſſiſche Kreisrat 05 1. Ver dates fee g) eiten 12 Die und 10 Fabrik Scheib. den For 1 Mi belche letzte lags von 2 dean bonn I fetlich me 1 Manch ———— x Apfel 24) M t, ſol do I etend verſ Obernd 622) Montag als den 12ten Oktober d. J. an ſie der Gemeinde Ober⸗ und Niederrosbach gehöri⸗ U 2 Verkauf einer Feuerſpritze. 34 ſoll e Feuerſpritze, welche ſich noch in einem ſehr guten zuſtande befindet, auf dem Rathhauſe zu Oberros⸗ ach, unter den bei der Verſteigerung bekannt ge⸗ den nacht werdenden Bedingungen, einer öffentlichen erſteigerung ausgeſetzt werden, wozu die Kauflieb⸗ aber höflichſt einladet, 2 Oberrosbach den 11ten September 1835. 1 Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt ü Lämmer. 175 Bekanntmachung. 23) Auf Anſtehen des Curators der Concurs⸗ ſſe des Tabacksfabrikanten Johann Wolf, Phi⸗ p Wergerth dahier, ſollen ſämmtliche zur Maſſe hörige Gegenſtände und zwar: ) circa 700 Pf. eingeſchlagene Rauchtabacke von verſchiedenen Sorten und in Partien von 20 bis 25 Pf. Dienſtag, den 22. September, a. c., 0 Vormittags 9 Uhr, b) circa 1200 Pf. rohe Tabacke in angemeſſenen Partien, 4 Dienſtag, den 6. Oktober, a. c., Vormittags 9 Uhr, und 9 Fabriksgeräthſchaften, beſtehend aus mehreren F Schneidbänken, einer Tabacksröſte ꝛc., ſo wie 194 der Fabrikgebäulichkeiten ſelbſt, 0 Mittwoch, den 28. Oktober, a. c., . Vormittags 9 Uhr, gelche letztere den 26. und 27. Oktober, Nachmit⸗ gs von 2 bis 5 Uhr, in Augenſchein genommen herden können,— gegen gleich baare Bezahlung entlich meiſtbietend verſteigert werden. Rödelheim, den 12. September 1835. 1 Der großherzogl. Bürgermeiſter. * L. Cretzſchmar. Aepfel⸗Verſteigerung zu Obermörlen. 24) Montag den 21ten l. M., Morgens 10 Ihr, ſoll das Gemeinde⸗Obſt zu Obermörlen meiſt⸗ hetend verſteigert werden. Obermörlen den 17ten September 1835. ö Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Morſchel. Obſtverſteigerung zu Nauheim. er Mittwoch den 23ten September l. I., des Lormittags um 10 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde⸗ Ebſt, beſtehend in Aepfel und Birn, an Ort und Stelle, öffentlich an den Meiſtbietenden verkauft erden, wozu die Kaufliebhaber einladet, Nauheim am 17ten September 1835. J Der kurheſſiſche Bürgermeiſter Hartmann. Arbeit⸗Verſteigerun (626) Zur Herſtellung des e Bethau⸗ ſes zu Heldenbergen ſollen Montag den 2tten d. M., Nachmittags um 1 Uhr, folgende Arbeiten 92 0 an den Wenigſtfordernden veraccordirt wer⸗ en: 1) Schreinerarbeit, voranſchlagt zu 22 fl. 22 kr. 2) Glaſerarbeit„ 1„ 136„ 20„, 3) Weißbinderarbeit„ 1„ 120„ 48„ Heldenbergen den 16ten September 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt 7 Schweitzer. epfel⸗Verſteigerung zu Heldenbergen. (627) Dienſtag den 22ten d. M., Vorauttags um 10 Uhr, ſollen die diesjährigen Aepfel der hieſigen Gemeinde, etwa 30 Malter ausmachend, meiſtbie⸗ tend verſteigert werden. Heldenbergen den 16ten September 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Schweitzer. N Privat⸗ Bekanntmachungen. f Empfehlung. (613) Mit vorzüglichem, ungebleichtem und gebleich⸗ tem baumwollen Einſchlaggarn, türkiſch-roth, dun⸗ kelblau, wie auch wollen Strickgarn, ordinäre und Sapette in den gangbarſten Sorten, Straminwolle, Stramin, Moll, Jaconette, breitem und Garnir— Till, Spitzen, Schnur, baumwollen Strickgarn und anderen dahin einſchlagenden Artikel bin ich wieder verſehen, und werde die moͤglichſt billigſten Preiſe gewähren. Friedberg den gten September 1835. Nathan Hirſchhorn. Militair⸗Stellvertretung. (628) Da der Militair⸗Vertretungs⸗ Verein für die drei Provinzen des Großherzogthums in dem dießjährigen Looſen ſo glücklich geweſen iſt, daß er noch Einſteher übrig hat, ſo macht er hierdurch be⸗ kannt, daß er für dießjährige Militairpflichtige, welche keinem Vereine beigetreten ſind, Einſteher zu Zwei hundert vierzig fünf Gulden inſolange ſtellt, als er noch über Einſteher disponiren kann. Darmſtadt im September 1835. A. J. Linz, Commerzienrath. Scheuer⸗Verkauf auf den Abbruch. (629) Eine zu eigenem Gebrauche überfluͤſſige Scheuer, 32 Fuß breit, 46 Fuß lang, von gutem eichen Holz iſt auf den Abbruch zu verkaufen von 5 Gotthard Walther zu Bauernheim. Auf der breiten Straße iſt ein Logis, (630) im Dezember zu beziehen, zu vermiethen bei Conrad Reuß. — Oſſenheimer Jagdhaus. (631) Auf Sonntag den 20. d. wird die oſſen⸗ heimer Kirchweihe gehalten. Da ſich mit dieſem Tage die Sommerbeluſtigungen im Wäldchen für dieſes Jahr beſchließen, ſo beehre ich mich, meine Gönner und Freunde zur Kirchweihe einzuladen; zu⸗ gleich danke ich für den im Laufe dieſes Sommers zahlreichen Zuſpruch aus der Nähe und Ferne und lebe der Hoffnung, Sie alle auf den 2ten Pfingſt⸗ tag 1836 wohlerhalten wieder zu ſehen. Oſſenheimer Jagdhaus den 17. Septbr. 1835. n Aehle. Soolbäder zu Nauheim. (632) Dem benachbarten Publikum dient hier⸗ durch zur Nachricht, daß von heute an bei hieſiger Soolbade-Anſtalt, fortwährend Soolbäder Vormit⸗ tags von 8 bis 11 Uhr in erwärmten Zimmern ge⸗ geben werden können, wenn wenigſtens eine Stunde vorher die Beſtellung hierzu gemacht wird. Nauheim den 17ten September 1835. Die Soolbade-Verwaltung. Intereſſante Anzeige. (633) Mit höchſter Bewilligung der herzoglich naſſauiſchen Landesregierung, unter Aufſicht und Leitung der herzoglichen Behörden, werden in zwei Klaſſen ausgeſpielt: Die zu Wiesbaden gelegenen, dem Herrn D. Düringer gehörenden Kurgebäuden, ſammt Gärten und ſonſtigen Zubehörungen, im Werthe von fl. 124,000, mit 3999 andern Gewinnen von fl. 12,000, 8,000, 2 und 4000, 1250, 1200 u. ſ. w. im Geſammtbetrage von fl. 200,000 rhein.— Für den Haupttreffer iſt eine Ablößung von fl. 50,000 feſtgeſetzt und garantirt. Dem Rücktritt iſt bereits entſagt, und die erſte Ziehung geſchieht den 29ten De⸗ zember d. J. Die Einlage iſt fl. 7 oder Rthlr. 4 pr. cour. pr. Loos. Dieſe Ausſpielung hat folgende Vorzüge: a) daß dem Rücktritt ſogleich entſagt worden, p) daß ſie die ſonſt nirgends vorkommende kleine Zahl von nur 35000 verkäufliche Looſe enthält, c) daß ihr Haupttreffer mit zu den ſchönſten und werthvollſten Immobilien in Deutſchland gehört. Die Düringerſchen Kurgebäude ſind zu Wiesbaden, dieſem berühmten Kurplatz mitten in Deutſchland, auf das vortheilhafteſte gelegen, und bilden daſelbſt den beliebten Verſammlungs⸗Ort des Kur⸗-Publi⸗ kums. Sie beſtehen aus zwei großen und pracht⸗ vollen Haupthotels, und mehr als zwanzig Neben⸗ Gebäuden, alle ſolid erbaut, aus weitläufigen Luſt⸗, Wein⸗, Obſt⸗ und Gemüſe⸗Gärten;— der Ertrag der Reſtauration allein berechnet ſich jährlich auf 6 bis 8000 Gulden. Ausführliche Spielpläne, ſo wie Looſe à fl. 7 oder Rthlr. 4 preuſ. cour. unte! 15 unentgeldlicher Aufgabe eines ſechsten bei 36 Ein ſammennahme von fünf Stück, ſind bei unterzeich 60 it! netem Handlungs Hauſe, welches auch ſeiner Zeit cperden ie Ziehungsliſten prompteſt zu e, den Intereſſenten di den wird, zu haben. Au . N. Trier et Comp. 664.) Ju. in Frankfurt a/ M. zn 200 fl. g P. S. Auch von allen anderen ſoliden Father zu 5 Güterlotterien ſind die Original⸗ Friedbert looſe bei uns zu haben. De Feinwaſchen und Bügeln. (634) Einem verehrten Publikum empfiehlt ſich lle) wur Unterzeichnete ergebenſt im Feinwaſchen und Bügel gal gefunden ſowohl in dem Hauſe wie auch auſſer demſelben. u Hann, erh Friedberg den 17ten September 1835. 85 ric. Louiſe Kopp, 5 bei Hrn Lohnkutſcher Mulch wohnhaft onto; m Verzeichſ e; wer ft herzeugen w Brennerei-Utenſilien zu verkaufen. (635) Wegen Einrichtung einer Dampfbrenner hat Unterzeichneter aus der Hand zu verkaufen: J ovale Einmeiſchbütten, jede von 10 Ohm, 2 Kühl! faß, jedes von 8 Ohm, mit zwei Slangenrohr, faf 643) Bei neu, 1 Wärmbütte mit Schlangenrohr und 1 Hand Jindig erſch ſchrotmühle mit Steinen. I rberg Pachter Carl in Aſſenheim, 9 Waaren⸗ Empfehlung (636) Ich verfehle uicht meinen Freunden un C 7 Gönnern die ſchuldige Anzeige zu machen, daß ich, 15 mit kurzer Waare aller Art verſehen bin, beſondenz Eile volt baumwollen und wollen Strickgarn, Sayett, Strg ganz gl min und Straminwolle— und ſie billig verkaufe. in d Friedrich Schleuning, Der 1. wohnhaft am ehemaligen Mainzerthoſz gte, 17 Auszuleihendes Geld. der Prei, (637) Auf eine gerichtliche Hypotheke ſind 70 TFreibur fl. Vormundsgeld zu 5 pCt. zu verleihen bei den Papierfabrikant Joh. Seidler zu Niederurſel“ Logis-Vermiethung. Bei Ca (638) Ein Logis, beſtehend in 3 heizbaren Zi ferner zu mern, 2 Kammern, verſchließbarem Keller und Holl ennſtruction platz hat zu vermiethen von Kir Friedrich Oberländer, Schuhmacher us dem 0 Ein vollſtändiges Logis im zweiten Stoa a (639) am Mainzerthor, beſtehend in 4 Stuben chetet 1 Kammer, 1 Küche, 1 verſchloſſeuen Holzplatz,[ De Lauer verſchloſſenen Keller und 1 Kammer auf dem Spes Lulht d cher, iſt zu vermiethen und kann im November] und dee J. bezogen werden. Ausgeber dieſes ſagt bei wens das Thier Ein vollſtändiges Logis beſt. J (599) im 2ten Stock, auf der breiten Stra Eren am Markt gelegen, welches im Monat Septembi⸗ Werken ſin oder Oktober kann bezogen werden, iſt zu vermiethelſ Wraehz Ausgeber dieſes ſagt dei wem. ung 5 4 ſogenann 5 Eine Wohnung gleicher Erbe J 640) iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen g bei Schuhmacher Stork kürzlich an der ſ. g. ockſtädter Ka⸗ 5, wer ſich als Eigenthümer legitimi⸗ erhält ihn von dem Verleger dieſes Blat⸗ 1d Bügel ſelben. p, wehuha Conto-Buͤcher für Handwerker, im Verzeichnen ihrer Kunden, ſind bei mir zu ha⸗ en len; wer ſich von der Zweckmäßigkeit derſelben berzeugen will, kann ſie jederzeit bei mir einſehen. Carl Bindernagel. (643) Bei der Unterzeichneten iſt ſo eben voll⸗ ud 1 Haul fändig erſchienen und bei Carl Bindernagel in frverg zu haben:. Allgemeine Geſchichte von Carl von Rotteck. ilfte vollſtaͤndige mit der Zten Yten und 10ten ura. in drei groß Octav Baͤnden. 9% Der iſte Band enthält die alte, der Lte die hainzerthet ittlere, und der te die neuere Geſchichte. Der Preis iſt wie bisher fl. 9— oder Rthl. 5. 1e ſud, Freiburg im September 1835. hen bei de Herder'ſſche Verlagshandlung. ederurſt 5 1 Bei Carl Bindernagel in Friedberg baten J ferner zu haben: ud Fnſtruction zur Geſchaͤftsfhrung der Rechner von Kirchen, Stiftungen und Schulen. f gußmachet Tus dem Großherzoglich Heſſiſchen Regierungsblatt Sto ſonders abgedruckt,— Acht Bogen in gr. 4.— W eheftet 18 kr. 00 ie Carlsruher Pracht⸗Bibel. Sechste Lieferung. dem St Enthalt die Stahlſtiche von Abraham und Iſaak dovenbet und die Ruinen von Selah(Petra). Preis 36 kr. 9 bei un Das Thierreich von Dr. J. J. Kaup. Sechstes Heft. Preis 24 kr. ö En„ Exemplare der 1— 6. Lieferung von beiden — gen Werken ſind noch zu beziehen. benni rael's Beſtändigkeit. Eine unbefangene Beleuch- tung mehrerer wichtiger Bibelſtellen, insbeſondere ſogenannter meſſianiſcher Weiſſagungen. Von „ teſt zus erden un i W en in der Metzgergaſſe. n Auszuleihendes Kapital.“ N R.(641) In dem Burg Friedberger Kirchenfond lie⸗ 7 200 fl. gegen doppelte Sicherheit auf liegende büther zu 5 pCt. zum verleihen bereit. Friedberg den 16ten September 1835. * Der Kirchen⸗Vorſteher Carl Morell. pfl Ein Roſenkranz S. Bennett. Aus dem Engliſchen uüͤberſetzt von F. L. W. Wagner, Licentiaten der Theologie und evangel. Pfarrer zu Grafenhaufen.— Geheftet. Preis: 1H 12 kr; Die Lungenſchwindſucht heilbar. Von Dr. J. H. Ramadge, Oberarzt des Londoner Hoſpitals für Lungenſüchtige. Aus dem Engliſchen überſetzt von Dr. Hohnbaum, H. S. Mein. Ober⸗ medicinalrathe. Mit Kupfern. Preis: 1 fl. 12 kr. Berichtigung. In Nr. 37. d. Blattes, auf der letzten Spalte, ſteht bei Schwalheim: großh. Bürgermeiſter, welches aber kurfürſtlicher Bürgermeiſter heißen muß. Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 5 fl. 30 kr. Korn: 4fl. 50 kr. Gerſte: 3 fl. 45 kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 14. Septbr.: Waizen: 5 fl. 20 kr. Korn: 4 fl. 20 kr. Gerſte: 4fl. 10 kr. Hafer: 3 fl. 24 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: ö fl. 30 kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 11. Septbr.: Waizen: 5 fl. 30 kr. Korn: 4fl. 28 kr. Gerſte: 3 fl. 34 kr. : Hafer: 3 fl. 1 kx. Verkaufs⸗Preiſe der Bäcker und Metzger vom 21. Septbr. bis zum 28. Septbr. 5 Pfd. Lth. Ot. Für 1 kr. Milchbrod— 5 3 „1 kr. Gemiſchts-Brod— 7 3 10 kr. Laden⸗Brod 4 27— „5 8 kr. dito 3 28— „ 6 kr. dito 2 29— „ 4 kr. dito 1 30— 133 dito— 31— 1 Kr. Judengaſſe. 1 Pfund Ochſenfleiſch 11 9 1 Rindfleiſch* 8 1„ Kühfleiſch— 8 1„ Nierenfett 20 18 1„ Käalbfleiſch 8 6 1 Hammellleiſch 8 7 1„ Schweinenfleiſch 10— 1„Leber- und Blutwurſt 12— 1„ Bratwurſt 14— 1„ Schwartenmagen 16— 1„ Speck 20 5 1„ Dorrfleiſch 14— 1„ Schmalz 18— Fuͤr die Richtigkeit: Der Beigeordnete Chr. Hecht. 1. 1 0 4 4 Waaren⸗ Empfehlung kee (64) Nachdem mein in allen Sorten Tuch, Wolle, Seide⸗ und Mode⸗Actikel bekanntes gabel Waaren⸗Lager auf's vollſtaͤndigſte aſſortirt iſt, ſo verfehle ich nicht, nach der Meſſe 1 5 Weiſe gemaͤß, dies wieder unter beſter Empfehlung hiermit ergebenſt anzuzeigen. Friedberg und e den 17. ene 1835. Simon Lindheimer breite Straße. Im Auguſt 1835 wurden zu Friedberg A. eit t gn In der Stadt: Der hieſige Bürger und Bäckermeiſter Conrad Stelz, weil. Reinhard Stelz, geweſenen Orts bürgers zu Leidhecken, nachgelaſſener ehelich lediger Sohn, und Jungfer Anna Eliſabetha 1 Müller, weil. des hieſigen Bürgers und Gerbermeiſters Ambros Conrad Müller, Junior, nachgelaſſene ehelich ledige Tochter.: In der Burg: 1 Der hieſige Bürger und Baumwollenwebermeiſter Friedrich Wilhelm Finzel, ehelich lediger Sohn des hieſigen Bürgers und Baumwollenwebermeiſters Jakob Finzel, und Jungfer Jo⸗ hanna Maria Franziska Steitz, weiland Martin Steitz, Bürgers 8 Küfermeiſters dq 07 hier, 3 ehelich ledige Tochter. 2. Getauft. In der Stadt: Als it net von männlicher Dem Bürger und Schreinermeiſter Johannes Windecker einen ahn: Heinrich; geb. den 2. Juli. Einen unehelichen Sohn: Johannes; geb. den 12. Aug. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Emmerich Windecker einen Sohn: Karl; 8b. den 1 Auguſt. Herrn Gemeinde⸗Rechnungsreviſor Philipp Conrad Kopp einen Sohn: eudwigz geb. den 1. Juli. Herrn Dr. Friedrich Ludwig Weidig, evangeliſcher Pfarrer zu Obergleen bei Alsfeld, ei 0 Tochter: Amalia Friedegard Hedwig Anna; geb. dea 31. Juli. Dem Bürger und Glaſermeiſter Herrn Chriſtian Friedrich Wage einen Sale Ferdinand; geb. den 14. Auguſt. 5 1 3. Beer di gt. In der Stadt: Eppſteil in liegend Der hieſige Bürger, Neger e Johann Michael Müller, alt 47 Jahre 2 Monate, 14 Tage; geſt. den 3 ö Frau Maria Eliſabetha Sehrt, des gr. Speicherverwalters, Herrn Martin Sehrt Ehegattin, geb. Sang, alt 27 Jahre, 7 Monat, 16 Tage; geſt. den 5. d. M. 1 Frau Mariane Kopp, Ehegattin des Gemeinde⸗Rechnungsreviſors Herrn Phil. Conrad Kopp, geb. Engel, alt 33 Jahre, 4 Monate, 29 Tage; geſt. den 14. d. M. Des Bürgers und Schuhmachermeiſters Emmerich Windecker Söhnchen: Karl, alt 7 Tage. Lingelbach, geb. Lang, alt 83 Jahre, 10 Mon.; geſt. den 22. d. M. Franz Albrecht Ruppel, des Bürgers und Schreinermeiſters Franz Albrecht Ruppel eheliche Söhnchen, alt 4 Jahre, 7 Monate, 5 Tage; geſt. den 29. d. M. i In der Burg: 22. Johann Philipp Rüſter, Soldat im Aten Bataillon des Aten großherzogl. heſſ. Wie Regiments, des Ortsbürgers Joh. Heinr. Rüſter zu Egelsbach, im Kreiſe Großgerau, 90 0 lich led. Sohn, alt 21 Jahre, 1 Monat und 8 Tage; geſt. den 20. Auguſt. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. 0 Relaben ſamen S in Jahr 14„halbes Anna Katharina Lingelbach, nachgelaſſene Wittwe des Bürgers und Fuhrmanns Chriſtian 9