— M33. Aus der Wetterau. (Mitte Auguſt.) Für diejenigen unſerer lieben Leſer, welche etwas entfernt von uns wohnen, und doch gerne wiſſen wollen, wie's bei uns gegenwärtig ſteht, fühlen wir uns verpflichtet, Folgendes mitzutheilen. Unſere Winterfrüchte ſind zum Theil ſchon ein⸗ gethan, zum Theil finden ſie ſich noch in Haufen 9 auf dem Felde. Im Ganzen dürfen wir über dieſelben nicht klagen, obgleich die Erndte hier und da nur mittelmäßig, an manchen Stellen durch benen Mäuſefraß ſogar ſchlecht ausfällt; der n. Hein, Kern iſt vortrefflich, was ſich auch bei den vielen 4 Sonnentagen erwarten laßt. Viel geringer ſtellt Katha, ſich der Gehalt der Sommerfrüchte, die um einen A tüchtigen Regen zu guter Zeit zu kurz kamen. Hier ohn: Johan U und da laſſen ſich die Kartoffeln ziemlich gut an, beſonders zunächſt um Friedberg, wo ſie vor etwa drei Wochen einen durchweichenden Regen bekamen. An Fütterung iſt dagegen großer Mangel, und an den 1b,* 40 Grummet iſt gar nicht zu denken, indem ungenieß⸗ 0 bare Rainpflanzen die Wieſen faſt überall, wo nicht so — und F. N angezeigt. e Bech ſtein 9 elmine Eliſ⸗ urin alt. gewäſſert werden kann(und das iſt ſelten der Fall), die Stelle der Futterkräuter eingenommen haben; tian eln andere Platze ſind ganz dürr. An mehreren Orten 8 1 iſt der Waſſermangel ſehr drückend, was wir recht „b. K gerne ertragen wollten, wenn wir, wie unſere Rhein⸗ ih n bewohner, ſtatt des Waſſers— Wein bekämen. Aber wir bekommen nicht einmal Aepfel; nur hier 0 0 und da finden ſich Bäume, von welchen man ernd⸗ 9 ten kann.— Einige Gebirgsbewohner der Nachbar⸗ „ſchaft ſind recht übel daran; ihre Bäche ſind ganz — Sonnabend, den 15. Auguſt Intelligenzblatt a für die 51'opinz(Dberhessen N g im Allgemeinen, * den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. r „1835. trocken, und wenn ſie ihre wenigen u Früchte mahlen wollen, müſſen ſie viele Stunden weit fahren, und können dort nur mit genauer Noth noch umtauſchen, oder verſaͤumen gerade jetzt in der dringendſten Zeit eine ganze Woche. Unſere armen Ziegenberger z. B. mit ihren Nachbarn jammern uns wahrhaft; ihr Usbach ſteht ganz trocken, und ihre Müller können dort jeden Tag ſpazieren gehen. Am ſchlimm⸗ ſten ſteht's aber mit ihrem Vieh, das nicht allein auf den Höhen, ſöndern ſogar in den Tiefen keine Weide, faſt kein friſches Grashälmchen mehr findet. Aber„der alte Gott lebt noch, und menſchen— freundliche Herzen wird's in der Wetterau auch noch geben, wenn's ſchlimmer werden ſollte. Bauernheim. Die kleinen Dörflein haben auch ihre Geſchichte; welche zwar gewöhnlich ſehr kurz, aber für den Menſchenfreund oft erfreulicher lautet, als die von mancher großen Stadt, wie der geneigte Leſer ſich hier gleich überzeugen kann. Dreiviertel Stunden von Friedberg liegt unweit. der Wetter an einer unbedeutenden Anhöhe, umge⸗ ben von fruchtbaren Obſtbäumen, das dem Grafen von Solms⸗Rödelheim zuſtehende Dörfchen Bauern. heim, in welchem man die ſogenannten Mahn zettel faſt nur dem Namen nach kennt, und ven Auspfändungen ſehr wenig weiß. Trotz dem ſind dort die Leute ſehr geſund, und vor einigen Jahren trug's ſich zu, dag man am Schluſſe dre — Jahres kein Sterbe-Protokoll einſendete, aus dem einfachen Grunde, weil in dem Jahre niemand ge⸗ ſtorben war, und doch hatte der Ort im Jahr 1830 nicht weniger als 158 Einwohner. 7 Was man ſonſt aus älteren Zeiten von dieſem Orte weiß, iſt auch nicht gemacht, um viele Bogen, zu füllen und läßt ſich mit wenigen Worten ſagen. Während die benachbarten Orte Dorheim (Doraheim), Beyenheim(Bienheimer Marca), Oſſenheim(Ohsingeheim) und A. ſchon unter den Karolingern genannt werden, findet ſich von Bauernheim bis zum 13ten Jahrhundert nur eine einzige Nachricht in einer Urkunde von 1093. Mathilde von Arnsburg die Tochter des Grafen Eberhard von Beilſtein, ſchenkt dem St. Alban⸗ ſtift zu Mainz 8 Huben Land zu Bauernheim (in loco qui vocatur Burenheim VIII Mansos) zu ihrem, ihrer Tochter Gertrud und ihres Gemahls Cuno Seelenheil.) Im Jahr 1232 befreite Arnold, Probſt zu St. Maria zu den Greden(ad gradus) zu Mainz und Archidiakonus der Wetterau, Leute zu Bauern⸗ heim(Burenheim) von der Pfarrei zu Stern bach, der ſie bis dahin unterworfen waren.(Guden cod. diplom. II. p. 721.) Von dieſer Zeit an ſcheint eine beſondere Kirche daſelbſt gegründet worden zu ſeyn, welche zwar ihren eignen Pleban hatte, der aber zur Pfarrei Sternbach gehoͤrte/ ſo wie die den Arnsburgern zuſtehende Capelle in Wickſtadt.(Gegenwärtig gehört es zur Pfarrei Oſſenheim.) Burenheim wird der Ort in den Plebanregiſtern des 14ten Jahrhunderts genannt (Würdtwein dioec. Mog. III, p. 13. 100). Eben ſo heißt er in dem ungedruckten Teſtamente des Conrad Hene zu Friedberg von 1376 Buren⸗ heym.(Hene vermacht ſeiner Schweſter ſeine in der Terminei dieſes Ortes liegenden Aecker und Güter.) Dagegen wird der Ort in einem Notariats⸗ Inſtrumente von 1406 Baurenheim geſchrieben. (Wenck heſſ. Landes⸗Geſchichte 1 Urkunden S. 282). Es iſt wohl keinem Zweifel unterworfen, daß dieſes Bauernheim zur alten münzenberger Verlaſſenſchaft gehoͤrte, welche in der Theilung und durch Kauf größtentheils an die Herrn von Fal⸗ ) W. Wettermann Wetteravia ill. Beil. A. Auch in Johannis Script. R. M. II. 739 kenſtein kam. ausſtarb, fielen ihre Beſitzungen, in drei Theile getheilt), an die Familien von Eppſtein, Iſen⸗ burg, Sayn, Virneburg und Solms. Die Grafſchaft Aſſenheim wurde zum zweiten oder licher Looſe gerechnet. der Hanau⸗Münzenbergiſchen Lande. Bauernheim, Oſſenheim, Fauerbach, Bruchenbruͤcken und Nieder⸗Rosbach. Sayn verpfändete und ver⸗ kaufte nach und nach ſeine ganze Erbſchaft(Guden cod. dipl. V. Urk. S. 961 bis 974), und da Solms das nächſte Recht dazu hatte, ſo löſ'te es die Be⸗ ſitzungen ein. Es iſt aber nicht bekannt, wann dies geſchehen.(Schmidt heſſ. Geſch. II. S. 179.) Das Kirchlein zu Bauernheim iſt ſehr klein.“ Ein Stein in dem öſtl. Theile derſelben(der nun 1834 eines neuen Fenſters wegen herausgebrochen Als im Jahr 1418 auch dieſe Familie mit Werner, dem Erzbiſchof von Trier, Was zu dieſer Grafſchaft gehörte, ſagt eine Urkunde von 1429(Beſchreibung Documenta „S. 163), nämlich Ober- und Nieder⸗Wöllſtadt, wurde) trägt die doppelte Jahrzahl 1493 und 1653, 1 die kleinen Fenſter führen auf das Ende des 16ten Jahrhunderts zurück; die letztere Jahrzahl iſt den, An einem neueren Fenſter ſteht oben die Jahrzahl 1728. Ueber! nach wahrſcheinlich Zeit der Reparatur. der Kirchhofsthuͤre ſind ebenfalls 2 Jahrzahlen be⸗ merkbar; höher befindet ſich 1625 und weiter unten 1508. Außerhalb an der Mauer ſteht: Philips Keller] K. B. M. 1710. Dieſe Jahrzahlen beweiſen, was man auch an den Wänden ſieht, daß zu verſchiedenen Zeiten an der Kirche ausgebeſſert wurde. Geſchichtlich iſt nicht nachzuweiſen, daß jemals eine Burg zu Bauernheim geweſen. Dagegen iſt gewiß, daß die nördliche— nach Dorheim führende Höhe den Namen„alte Burg“ trägt; auch zeigen ſich an der Südweſt⸗Seite des Ortes deutliche Spuren, daß ein feſteres Gebäude ehemals da geſtanden ha⸗ ben muß. Ein Wall und Graben, jedoch in keiner weiten Ausdehnung, iſt noch ſichtbar, und in dem inneren Raume fanden ſich Spuren alter Gemäuer, welche im Jahr 1831 ausgegraben, und deren Steine zum Bau einer durch den Ort ziehenden Kunſtſtraße verwendet wurden. Dieſes Schloß war laut muͤnd⸗ licher Verſicherung des Schultheißen Keller, wel⸗ *) Guden. C. D. V. 888. doo * 0 cher ſelbſt Theilhaber der Beſtzung iſt, Eigenthum der Grafen von Büdingen. Seüdsſtlich und zwar nur wenige Minuten von Bauernheim befindet ſich ein dem Grafen von Solms⸗ nt. De Rödelheim gehöriges Braunkohlen⸗Bergwerk. Nicht Wwuten ode weit davon, da wo zwei Straßen ſich kreuzen, ſteht Lnſhut das ſogenannte Zechhaus. Wir führen es darum beſcreibun hier als hiſtoriſch-merkwürdig an, weil es auf der Dvenmenn Stelle ſteht, wo vordem der Ort Mahlſtatt war. Mahlſtatt heißt ſonſt eine Gerichtsſtätte; in der ſruchenbrücken Wetterau gab es aber ehemals nicht nur eine Graf— dete und vn, ſchaft dieſes Namens, deren ſchon vor achthundert alt(Cuden Jahren Erwähnung geſchieht, ſondern auch einen ddaSelnt Ort Mahlſtatt. Aeltere Perſonen wiſſen ſich des ts die Be,. Namens noch recht gut zu entſinnen; die daran „wann dies vorbeiführende Straße hieß darum auch die„mahl⸗ S. 170 ſtaätter Straße und ein Feld in der weckesheimer f sehr ken Gemarkung heißt noch das„mahlſtätter Feld“. ſen(der aun Eben ſo wird der daranſtoßende Acker der„Gal— ausgebrocg gen⸗Acker“ genannt, was, wenn wir auch weiter 0 und 1600 nichts mehr davon wüßten, auf ein altes Hoch⸗ de des 1bin gericht hindeutet. cgahl iſt den Wir könnten hierüber noch Manches unſern „ veſern mittheilen, wollen's aber verſchweigen, weil . Uebe rwpir in dem bald erſcheinenden erſten Hefte der Zeit— ſahrzahlen bo ſchrift des hiſtoriſchen Vereins für das Großherzog— weiter unn thum Heſſen ein Näheres darüber zu finden hoffen. t: Philips Gedanken- Spaͤne. Wer iſt der liebevollſte Mann? Der iſt der liebevollſte Mann, welcher Haß man auch al en Zeiten au —— 1, daß jena Dagchen mit Liebe vergilt. dein fü Wer iſt der frömmſte Mann? „ aach e Der iſt der frömmſte Mann, welcher Gott im liche Spun. Herzen trägt. a i b Wer iſt der rechte Mann? dach in kei Der iſt der rechte Mann, welcher handelt wie ind in da f ſpricht, und ſpricht wie er handelt. er Gemäut 0 N N . Bekanntmachungen von Behoͤrden. ir laut nu 0 5 ANN b telle, u 9 Hofraithe-Verſteigerung. (333) Montags den 17. Auguſt, Morgens 9 Uhr, vollen die Erben des verſtorbenen Schreiner⸗Meiſter 1 U 7 7 — 219— Philipp Diehl ihr in der Kirchgaſſe ſtehende Hofraithe beſtehend in Wohnhaus, Hinterbau nebſt Oeconomiegebäulichkeiten Nro. 220, gegen der 2. Pfarrwohnung und Andreas Wohlfart gelegen, ſo—⸗ dann 160 Ruthen Garten am Judenbegräbniß an Johannes Mühling und Ph. Friedr. Weckerling, in 4 Abtheilungen, auf allhieſigem Rathhaus einer oͤffentlich freiwilligen Verſteigerung an den Meiſt⸗ bietenden ausſetzen, welches zur allgemeinen Kennt⸗ niß bringt Friedberg den 30. July 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Hofraithe-Verſteigerung. (534) Montag den 14. Septbr. d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe, im Wege der Hülfsvollſtreckung, die Hofraithe des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Heinrich Lohrfinck einer offentlichen Verſteigerung ausgeſetzt, und in dem Steigerungstermin die naheren Bedingungen eröffnet werden. Kaufluſtigen wird dieß hiermit zur Kennt⸗ niß gebracht. Friedberg den 30. July 1835. Der Beigeordnete Chr. Hecht. Gläubiger-Aufforderung. (548) Emanuel Stephani von Rödelheim beabſichtigt nach Geiſenheim, im Herzogthume Naſſau auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Rödel⸗ heim anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 16. July 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In deſſen Abweſenheit: Der großhb. Kreisſecretair Cameſasca. Edicetalladung. (559) Johannes Reulings Eheleute aus Aſſenheim entliehen nach einem Eintrag des hie— ſigen Hypothekenbuches unterm 26. März 1811 von Louiſe Cunz ein Capital von 80 fl. gegen 5%% Zinſen, und verpfändeten zur desfallſigen Sicherheit folgende Güterſtücke: g 10 Ruthen Garten auf der Were neben G. K. Heimburg und S. Heimburg. 20„im Litzelfeld neben J. Schmidt, anderſeits ein Anwender. 14 Æim Schnellfort neben Hrn. Amtsſchreiber 5 Jung und Johs Deber. 1 Viertel 10 Ruthen Baumſtück im Litzelfeld neben Philipp Bauer. 17 Ruthen Pforten⸗Garten neben der Gemeinde und Jungfer Schäfer. 29 7 Ruthen Wortland neben Jungfer Schäfer und Heimburg von Bönſtadt. 26„ Ode am Kaicherweg neben Heimburg von Bönſtadt. 1 Viertel Acker im Schnellfort neben Thomas und K. Ewald. 30 Ruthen im Aufeld neben Johs Fertig, anderſeits ein Anwender. Da dieſes Capital abgetragen, die Schuld⸗ und Pfandurkunde aber verloren gegangen ſeyn ſoll, ſo werden, da über die Unterpfänder ander⸗ weit disponirt werden ſoll, alle diejenigen, welche aus gedachter Verpfändung Rechte herleiten zu kön⸗ nen glauben, hierdurch aufgefordert, dieſelben ſo gewiß binnen 6 Wochen von heute an, dahier zu begründen, als gegenfalls die Hypothek für erloſchen erklärt werden wird. 5 Friedberg den 6. Auguſt 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. In Beurlaubung des großh. Landrichters: Brumhard. Oeffentliche Aufforderung. (560) Anna Dorothea Demmer aus Rom⸗ melhauſen, deren dermaliger Aufenthaltsort unbe⸗ kannt iſt, wird hiermit aufgefordert, das von der großh. badiſchen Zuchthausverwaltung zu Mannheim anher geſendete Geld, im Betrage von 247 fl. 59 kr., binnen 3 Wochen in Empfang zu nehmen. Nach Ablauf dieſer Friſt wird man ſolches in die Staatsſchuldentilgungskaſſe deponiren. a Groskarben den 3. Auguſt 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Muhl. Straßenbauarbeit und Lieferung. (561) Montag den 17. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen dahier folgende Arbeiten resp. Lie⸗ ferungen an den Wenigſtfordernden veraccordirt werden: 10 das Brechen von circa 8 Kubikklafter Steinen im Treifler dahier, 2) das Anfahren derſelben, 3) das Anfahren von circa 8 Kubikklafter Deck⸗ ſteinen aus den aſſenheimer Steinbrüchen, 4) das Anfahren von 12 Kubikklafter Pflaſter⸗ ſteinen aus dem büdesheimer Steinbruch, 5) die Lieferung von eirca 8 Kubikklafter Sand, 6) das Planiren und Chauſſiren von 58 laufen⸗ den Klaftern Straßen und 7) das Pflaſtern von circa 100 Quadratklafter Straße und Rinnen. Heldenbergen den 12. Auguſt 1835. Der großh. Buͤrgermeiſter daſelbſt Schweitzer. a N π]¹u Empfehlung. (540) Unterzeichneter empfiehlt ſich einem geehrten Puplikum, mit einer Auswahl der modernſten Muſtern Cattun von 10 bis 30 kr. pr. Elle, Baumwollen⸗ zeuge von 6 bis 18 kr. pr. Elle, allen Sorten Lein⸗ wand, weißen Waaren, Halstücher, Taſchentücher, Strümpfen, Handſchuhen und allen in dieſes Fach einſchlagenden Gegenſtaͤnden; ſo wie auch in allen Sorten kurzen Waaren, und verſpricht die prompteſte und reelſte Bedienung. M. L. Gredel, Judengaſſe Nro, 8. Oſſenheimer Jagdhaus. (541) Sonntag den 16. Auguſt iſt auf dem oſſen⸗ heimer Jagdhaus gut beſetzte Harmonie ⸗ und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Aehle. Hammel und Zinn-Scheibenſchießen.“ 0 (543) Sonntag den 16. und Montag den 17. Auguſt l. J. hält Unterzeichneter ein Hammel⸗ und Zinnſcheibenſchießen, 2 1 1 Privat⸗ Bekanntmachungen. 9 ih welches Sonntags nach dem nachmittägigen Gottes en dienſte, und Montags Vormittags 10 Uhr anfängt. Ich lade alle Freunde des Schießens und der geſelligen Unterhaltung mit dem Bemerken hiermit daß für alle Erforderniſſe, namentlich] höflichſt ein, auch für gut beſetzte Tanzmuſik, beßtens geſorgt iſt, und ſehe einem recht zahlreichen Zuſpruche entgegen. Niederrosbach den 30. Juli 1835. Phil. Winter. Eine Million 287,500 Gulden W. W. zu gewinnen durch eine Einzahlung von fl. 6. im fl. 24. Fuß. Un widerruflich (557) den 22. September d. J. wird unter Ga⸗ rantie des Großhandlungshauſes Hammer und Karis in Wien die prachtvolle Herrſchaft K. Kuntſchütz in Schleſien oͤffentlich ausgeſpielt. Nur allein in baaarem Gelde enthaͤlt dieſe Ziehung die Gewinne von fl. 200,000, fl. 20,000, fl 10,000, fl. 5000, fl. 2000 u. ſ. w. Die Herr⸗ ſchaft K. Kuntſchütz iſt auf Eine Million und 287,500 Gulden W. W. gerichtlich taxirt: mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten, welche ein Ritterſitz darbieten kann, verbindet dieſe große Herr⸗ ſchaft wahrhaft fuͤrſtliche Einkuͤufte durch die dazu gehoͤrigen Waldungen, Wieſen, Fruchtfelder, Jagden, Schaͤfereien, Brandweinbrennereien, Bierbrauereien, Gaſt⸗ und anderen Haͤuſer, Saͤge⸗ und Mahlmuͤhlen u, ſ. w.; durch Grund⸗ und uͤbrige Zinſungen, Na⸗ — D De — 2 2 — ſ. w. und dieß alles bei der geringfuͤgigen i gehen kinlage von fl. 6. im fl. 24 Fuß pr. Loos. en Muſter Das Haupt⸗Depot der Looſe dieſer großen Lotterie aumwollen, i bei pic ne elt 5 N 1 orten wo ſolche zu jenem Preis einzelu und in Parthien dome, 1365 1 r 1 bezahlte Looſe ein ſechſtes diefes dach Rentgeldlich gegeben wird. ch in 7 Diejenigen Perſonen, welche ſich direet an prompteſe zeſſelbe wenden, genießen den Vortheil, die Looſe cht minder wie die Liſte, welche ſogleich nach ſtatt⸗ ſe Nro, g. ghabter Ziehung an alle Betheiligten expedirt wird, 3 ortofrei zugeſandt zu erhalten. s. Chriſtian Scholl ſeel. Wttb. dem oſſen⸗ 1 in Frankfurt a. M. monie ⸗ 3 1. A Einladung le. 9 einem ſcheßen. Geld⸗Scheiben⸗Schießen. 19 den 17 562) Unterzeichnete halten Sonntag den 16ten 5 galt ein Geld⸗Scheiben⸗Schießen, welches an ießen, umſelben Tage ſich endigt. 8 Indem ſie dieſes allen Schießliebhabern und gen Gallcz greunden des Vergnügens hierdurch mittheilen, r anfang. den ſie dieſelben zugleich höflichſt ein und bemer⸗ 15 und der In noch, daß für alle Erforderniſſe beßtens geſorgt ten erm bird, namentlich auch für gut beſetzte Tanzmuſik. 2 Neuherberg bei Niederwöllſtadt den 6. Aug. 1835. f* A. Fauerba Arnold 8 entgegen. 0 e i Plagzmeiſter. 0. 1 7 1 3 ut, Rind- und Zinn⸗Scheiben⸗Schießen. W. W.(563) Unterzeichneter hält Sonntag den 16., 23. 1. ind 30. Auguſt ein Rind⸗ und Zinn⸗Scheiben⸗ 4 505 Schießen, wozu er alle Liebhaber hierdurch höflichſt . N. Fig ladet und bemerkt dabei, daß am zweiten Sonn— ch g als den 23. Auguſt auch Tanzmuſik gehalten J nter G/ ud für alle Erforderniſſe beßtens geſorgt wird. ene Stamm beim den 10. August 1839. e 8 dun „den Hammel⸗ u. Zinn⸗Scheiben⸗Schießen. dige„(564) Sonntag den 23. und Sonntag den 30. „ Fer, duguſt l. J. halten Unterzeichnete ein Hammel⸗ Mil lies ind Zinn⸗Scheiben⸗Schießen, welches an den lich ur. riden genannten Sonntagen nach dem nachmittägi⸗ 12 ge en gen Gottesdienſte jedesmal beginnt. große Herr Wir laden alle Schießliebhaber hierzu freund⸗ uch die da det, 356 ö Nabluk ungen* n g 13— 221— ö ö bralzehuten, Laudemial⸗Gebuͤhren, geſetzliche Taren Militaͤrvertretungs-Anſtalt. (565) Ich benachrichtige die Herren Theil— nehmer der Militaͤrvertretungs-Anſtalt, daß in dieſem Jahr, alſo pro 183%— 1163 Mit-⸗ glieder beitraten, daß das Looſen am 7. d. M. im ganzen Land beendigt wurde und daß die Geſellſchaftsmitglieder ſo looſten, daß die zu ſtellende Einſteherzahl, die auch bereits ganz vorhanden iſt, nicht aus dem Verhaͤltniß des Ganzen ſich belaufen wird. i Hiernach wird es einem Mitgliede bedeu— tend weniger, wie die 3 letzten Jahre und auch weniger koſten, als ſeit Begründung der Anſtalt der Durchſchnitt des Beitrags in den i 33 und 1834, nemlich fl. 84. 20 kr., betrug. Da in den Jahren 183% von 1077 taugl. Mitgl. Einſteher 324 183%„ 1038„„ 360 e e„ 382 zuſammen von 3096 Mitgliedern 1066 Einſteher, alſo ſtatt(nimmt man„ von 3 ↄ—Q—Q 1032 34 mehr wie ein Drittel geſtellt werden mußten, ſo betrug der Durchſchnitt dieſer 3 Jahre auf ein Mitglied fl. 90. 30 kr. Darmſtadt den 9. Auguſt 1835. Ernſt Emil Hoffmann. 3000 fl. (566) ſind in der Kirchenkaſſe zu Ockſtadt den 1. November d. J. zu 5 prCt., im Ganzen oder Theilweiſe, gegen gerichtliche Hypothek auszuleihen. Ein Logis mit Meubeln, (567) für einen einzelnen Herrn, iſt zu vermiethen. 8 C. C. Nagel. Logis zu vermiethen. (568) Auf den 1. October d. J. ſind in meinem Hauſe, im 2ten Stocke, 3 heizbare Stuben nebſt geräumiger Küche mit Küchenſchränke, 2 Dachkam⸗ mern, ferner gemeinſchaftliche Waſchküche und etwas Kellerraum zu vermiethen. Butzbach den 10. Auguſt 1835. Gottfried Zell, Zimmermeiſter. Ein Logis im 3ten Stock (569) kann den 3. Oktober d. J. bezogen wer⸗ den bei Joh. Steinhäußer, Bäckermeiſter. * ausgegeben von Dr. Lippmann. Von G.— 5. Die apokryphiſchen Bücher, ins Hebräiſche überſetzt u ſ. w. von Pleßner. Von G.— 6. Peter Beer 5 Eine Stube und Kammer 570) nebſt Nebenkammer, Küche, Keller, zwei tälle, alles ſchließbar, nebſt Miſtſtätte, iſt zu vermiethen und kann im October d. J. bezogen werden bei Philipp Wiß math. Obererlenbacher Braunkohlen⸗ Bergwerk. 1571) Beide Sorten Braunkohlen⸗Klotze, mit und ohne Grobkohlen, werden, gegen baare Zahlung, zu 10 Kreuzer der Centner erlaſſen. Nachtrag zu den Bekanntmachungen von Behörden. Edictal ladung. (572) Der Müller Peter Reuther zu Mar⸗ koebel, hat ſein Vermögen an ſeine Gläubiger abgetreten. Nach vorausgegangener Unterſuchung ſeines Schuldenzuſtandes iſt daher zur ſummari⸗ ſchen Liquidation der Forderungen und zum Verſuch der Güte Termin auf den 11. September d. J., Vormittags 9 Uhr, anberaumt worden, worin die Gläubiger zugleich die etwaigen Beweis⸗Urkunden vorzulegen haben. Den zurückbleibenden unbekannten Gläubigern wird der Rechts⸗Nachtheil der Ausſchließung angedroht, die ausbleibenden bekannten Gläubiger aber werden beim Vergleichs⸗Abſchluß als der Mehrheit beitre⸗ tend angeſehen werden. Gegeben Windecken den 12. Auguſt 1835. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt Neuhof— Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Wiſſenſchaftliche Zeitſchrift fur judiſche Theolo⸗ gie. Herausgegeben von einem Vereine juͤdiſcher Gelehrter. Erſtes bis drittes Heft 8 fl., 3 kr. Inhalt des erſten Bandes zweites Heft: Abhandlungen. I. Der Mangel an Glau⸗ bensinnigkeit in der jetzigen. Judenheit. Bedenken eines Laien.— II. Die wiſſenſchaftliche Ausbildung des Judenthums in den zwei erſten Jahrhunderten des zweiten Jahrtauſends bis zum Auftreten des Maimonides. Von Abraham Geiger. CFortſetz.) Recenſionen. 1. Jüdiſche Geſchichte. 1) Bio⸗ graphien berühmter Rabbinen von Rapo port; 2) Allgemeine Geſchichte des iſrael. Volkes von Dr. Joſt; 3) die Juden im Mittelalter von G. B. Depping. Von G.— 2. Dr. Maier's Antritts⸗ rede. Von G.— 3. Dr. Auerbach's Antrittsrede. Von X.— 4. Ebn Eſra's Sepher Haſchem, her⸗ Leben und Wirken des Maimonides. Dritter Arti kel. Von Dr. Joſ. Dernburg.— 7. Jüdiſche Schulweſen. 1) Die iſraelitiſche Schule u. ſ. w. von Dr. Büdinger; Y Ueber die Nothwendigke und die Erforderniſſe der wirkſamen Volks ſchu beſonders der iſraelitiſchen, von Dr. Herxheime Von B. H.— 8. Philosophia cabbalistica Pantheismus, von Dr. Freiſtadt. Von G. Nachrichten aus der Synagoge. Frankfurt, 16. April.— Heſſen, 3. Mai.- Jüdiſche Colonie in Afrika.— München, 6. Ma — Rheinbaiern, Mai.— Eleve, 31. Mai. Straßburg, Mai.— Baden, Mai.— Altona. Baden, Juni.— Frankfurt, 16. Juni.— Kaſſel Juni.— Bingen, Mai.— Vom Rhein, 19. Jun Birkenfeld, 27. Mai.— Gallizien.— Frankreich! — Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 6 fl.— kr. Korn: 5 fl. 15 kr. Gerſte: 4 fl. 30 f, Hafer: 4fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. i Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 10. August! Waizen: 6 fl.— kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 54 f. Hafer: 4fl. 15 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen:— fl.= Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 7. Auguſt: Waizen: 6 fl. 59 kr. Korn: 4fl. 46 kr. Hafer: 4fl. 47 kr. Verkaufs⸗Preiſe der Bäcker und Metzger vom 17. Juli bis zum 24. Augig g 5 Pfd. Lth. Oh Für 1 kr. Milchbrod— 5 70 „10 kr. Laden⸗Brod 4 17— „ 8 kr. dito 3 20— „ G kr. dito 2 24— „ 4 kr. dito 1 26 55 2 kr. dito— 29 e 5 Kr. Judengaſſe. 1 Pfund Ochſenfleiſch 11 8 1 1. Rindfleiſch— 8. 1.„ Kühlleiſch— 9 1„ Nierenfett 18 18. 1„ Kalbfleiſch 7 5 1„ Hammelfleiſch 8 7 1„ Schweinenfleiſch 10— 1„Leber und Blutwurſt 22— 1„ Bratwurſt 14— 11„ Schwartenmagen 16— 580 20— 1„ Doörrlleiſch 14— 1„ Schmalz 18— Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bech ſtei Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Gerſte: 4 fl. 1 fu.