Intelligenzblatt für die ch denſur. ö 1 im Allgemeinen, N den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — dae 2 46 Sonnabend, den 14. November 1335. — — 9 5 Amtlicher Theil. 1g: N—„„ 7 2„ 2„ „en Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg 1 an die großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. N 1 Betreffend: Das Verfahren bei Hausſuchungen nach entwendeten Forſtprodukten. t: l en: 5 f. Wir Die Verordnung über die Forſtorganiſation vom 16. Januar 1811 ſchreibt im§. 19 vor: Oiober:„Die Schultheiſen und übrigen Ortspolizeibehörden ſind verbunden den Hausſuchungen, wenn ſie rn von den öffentlichen Forſtdienern(§. 4) darum angegangen werden, ſich unvorzuͤglich mit zu unterziehen, IN. diejenigen Gegenſtände, welche vom Forſtdiener bei Hausſuchungen oder im Falle des§. 14, auf ſeine Pflichten, entweder als entwendet, oder als Gegenſtand, oder als Beweismittel des Vergehens angegeben werden, ſo wie im Falle des§. 16 und 17 auch Perſonen, welche vom Forſtdiener bezeichnet werden, mit Arreſt zu belegen, und ſo lange, bis vom Juſtizbeamten(S. 90) Verfügung erfolgt, in ſicherer Ver— wahrung zu halten. 8 „Sobald Perſonen, Fuhrwerke oder Thiere auf Betrieb der Forſtdiener arretirt worden ſind, iſt von dem Schultheiſen oder der anderen betreffenden Ortspolizeibehoͤrde dem Juſtitzbeamten unvorzüglich Nachricht zu geben.“ Da Beſchwerden darüber eingelaufen ſind, daß, dieſe geſetzlichen Vorſchriften nicht überall von Ihnen mit der erforderlichen Strenge zur Ausführung gebracht worden ſind, ſo bin ich veranlaßt Ihnen dieſelben hierdurch nachdrücklichſt einzuſchärfen, unter dem Bemerken, daß ich die hin und wieder vorgekommene Entſchuldigung, es habe ſich niemand im Orte vorgefunden, der ſich der Wegbringung der mit Beſchlag zu nehmenden Gegenſtände an einen ſicheren Verwahrungs-Ort freiwillig hatte unterziehen wollen, durch⸗ aus nicht berückſichtigen kann und werde, indem Ihnen als Ortspolizeibeamten Leute und Mittel zn Gebote ſtehen und zwangweiſe, zu Gebote ſtehen müſſen, um die Vollziehung Ihrer polizeilichen Anord— nungen zu bewirken. Friedberg den 8ten November 1835. Küchler. n” 2 ern Sonntagsſchule zu Friedberg. brochen, und wir wurden, in augenblicklicher Er— (Beſchluß.) mangelung eines neuen, genöthigt, ſtatt deſſen einſt— Unter den Unterrichtszweigen lag uns der Zei⸗ weilen die Anfangsgründe der Geometrie ertheilen chen⸗Unterricht beſonders am Herzen. Leider wurde zu laſſen, was freilich auch Noth hatte, aber doch er ſchon in der erſten Hälfte des Jahres 1834, als nicht die erwünſchte Theilnahme fand. Um ſo erfreu— Bechtel wir eben die erſten guten Früchte desſelben bemerkt licher war uns, durch die wohlwollende Theilnahme — hatten, durch Abgang des bisherigen Lehrers unter⸗ der Seminar⸗Direktion einen jungen Mann zu erhal— See 5 — ten, l en Zeichen Unterricht von Neuem und unter der ſpeziellen Leitung des Hrn. Seminarleh⸗ rers Soldan, welcher die Guͤte hatte, mehrmals ſelbſt anweſend zu ſeyn, unternahm. Die vortheilhaften Folgen dieſes Unterrichts haben ſich bereits heraus⸗ geſtellt. Außer dieſem ſchönen Lehrzweige wurde der Unterricht im Recht- und Schönſchreiben, im Ver⸗ fertigen von kleinen Aufſätzen und Briefen, wie ſie im bürgerlichen Leben am häufigſten vorkommen, im Kopf⸗ und Tafelrechnen, im Leſen und Verſtehen des Geleſenen und in andern Denkübungen begonnen und fortgeſetzt. Das von dem Lehrer hierüber mit vieler Sorgfalt und ſpezieller Pünktlichkeit geführte Tagebuch, welches jedem Theilnehmer zur Einſicht offen liegt, wird hierüber genügende Nachweiſung ertheilen. Freilich haben die Anſchaffung der Requiſiten die Hülfs⸗Geſellſchaftskaſſe in bedeutenden Anſpruch genommen. Da ſie indeſſen als Inventarſtücke meh⸗ rentheils vorhanden bleiben, ſo werden dergleichen Ausgaben ins Künftige nicht mehr vorkommen und die Ausgaben der Sonntagsſchule ſich nur auf die Lehrerbeſoldung, Holz und Licht beſchränken. Bei den wenigen Mitteln, welche uns zu Gebote ſtehen, ſind auch dieſe noch ſtark genug; wir hoffen aber, daß nicht allein die Mitglieder unſeres Vereines, der ſchon ſo manchen Saamen des Guten im Stillen ausgeſtreut, gerne ihr Scherflein zur Unterhaltung einer in ihren Folgen ſo überaus wichtigen Anſtalt geben werden, ſondern daß die Theilnahme des größeren Publikums für dieſelbe, die doch ſo ſehr eingreift in das Weſen ächter Bildung unſerer her⸗ anwachſenden Jugend, insbeſondere derjenigen, welche ſonſt ſo verlaſſen ſich fühlte auf den Irren ihres Lebenspfades und ohne innern Halt in den Au⸗ genblicken der Gefahr, immer reger werden möchte. Wir hoffen zugleich, daß mit der regeren Theil— nahme auch die Entfernung aller Hinderniſſe ver- bunden ſeyn werde, welche einer noch beſſeren Ge— ſtaltung unſerer Schule bisher ſich entgegenſetzten, wozu wir hier zunächſt rechnen, daß die Meiſter ihre Lehrlinge während der Schulzeit nicht nur nicht mehr mit anderweitigen Geſchäften und Aufträgen beläſtigen, ſondern ihres eignen Intereſſens wegen ſie zum regelmäßigen Beſuche der Sonntagsſchule anhalten. — 302 Zugleich ſchlägt die e der Plena. Verſammlung vor: künftig den Unterricht in der 5 Sonntagsſchule allen Schülern frei zu geben, da bisher noch ein Theil derſelben monatlich 12 Kreuzer bezahlte, was wenigſtens bei Einigen als Urſache des Nichtbeſuches oder 1 d angege⸗ ben wurde. 4 Ob dadurch, daß die Zahl der. von 25 auf 20 herabgeſetzt werde, eine no regere Theilnahme bewirkt werden wird oder nicht, über⸗ laſſen wir dem Urtheile der ee a ö des Vereines. Schließlich erlauben wir uns 5 8 folgende Bemerkungen beizufügen: 10 daß die Commiſſi on Willens iſt, den künſ⸗ tig abgehenden Sonntagsſchülern Zeugniſſe nach gedruckten Formularen auszuſtellen; 2) daß ſie durch eines ihrer Mitglieder den 1 Herrn Kreisrath Küchler bitten wird, den Ge ſellen künftig wo möglich in ihren Wanderbüuͤchern bemerken zu wollen, daß und wie ſie die Sonntags ſchule mit Erfolg beſucht haben. Land wirthſchaft. Ueber das Kaltwaſchen des Rindviehes. Das Kaltwaſchen bekömmt dem Vieh eben ſo gut, wie dem Menſchen. Auch das Vieh hat Fleiſch und Blut, wie der Menſch, und die Viehkrankheiten ſind faſt die nemli chen, wie die Menſchenkrankheiten ſie haben nur zunftmäßig verſchiedene Namen. Die Viehpeſt z. B. iſt im Grunde nichts anders, als die Menſchenpeſt, oder das, was bei dem Menſeh en Nervenſieber und ſogenannter Typhus iſt. Man theilt die Thierkrankheiten gerade ſo, wie die Men, ſchenkrankheiten, in akute und chroniſche ein, u. ſ w. Und dieſe alle können ſehr leicht und ſicher durch bloßes Waſchen uud Tränken mit friſchem reinen Waſſer(auch Brunnenwaſſerd geheilt werden. Ein Reiſender erzählt in ſeiner Reiſe von Tiflis nach Teheran(in Perſien) Folgendes:„Bi dem reichen Kloſter Ed ſchmiazie ſind die Biff felochſen größer, als in Georgien, und werden mit außerordlicher Sorgfalt behandelt. Ich ſahſ wie ſie, als ſie vom Pflügen zurückkamen, gewaſchel f wurden. Das Vieh ſtand in dem vor dem Kloſiif vorbeifließenden Fluſſe ganz ſtill, während es dit verwahn Reinigu die lieb hicht zu W alle M Waſſe 71 Fra er Plengh, ict in dy geben, u 1 Kren us Urſace ens angeg⸗ dchler vin noch regen nicht, über Mitgledn ch felgende „ den kün⸗ igniſſe nah glieder den d, den Ge ander büchem ie Sonntags ft. ndviehes Vieh eben fo ch hat Fei ichkrankhein eukraukheitm, Namen. Dt anders, al em Menſchn b iſt. Mn die die Mo e ein, 1.( 9938— Knechte vermittelſt Schöpfſchaufeln übergoſſen. Nach⸗ dem die Thiere ſo über und über begoſſen waren, rieben die Knechte ihnen die Haut, wobei ſich die Thiere ganz behaglich fühlten.“ Was thun in dieſem Falle unſere Landleute? Gewöhnlich nichts! Sie laſſen z. B. ihre Ochſen und Kühe mit angedorrtem Kothe die ganze Woche hindurch ungereinigt aus- und eingehen; und iſt es ein Maſtochs, ſo muß er mit ſelbem beim Verkaufe Pfunde mehr wiegen!— Wären doch unſere Land— leute mehr darauf bedacht, ihr Vieh die Woche über wenigſtens nur Einmal durchaus kalt zu waſchen und zu bürſten, ſo würden ſie ein viel geſünderes Vieh bekommen und es ſicherer gegen die Viehpeſt verwahren. Denn es iſt eine alte Wahrheit: die Reinigung iſt ſchon eine halbe Fütterung. Allein die liebe Gemächlichkeit läßt das bei den Meiſten nicht zu, bis ſo ein Vieh erkrankt und unterliegt. Wenn die Kühe recht reinlich gehalten und alle Morgen vor dem Melken reichlich mit kaltem Waſſer getränkt werden, wird auch ihre Milch be— deutend an Güte und Geſchmack gewinnen, Butter und Käſe vorzüglicher und geſünder werden.“) ») Auch wir ſind der Ueberzeugung daß⸗dem geſunden Vieh das Reinigen mit kaltem Waſſer ſehr heilſam iſt. Ob man aber auch Krankheiten damit abwaſchen kann, be⸗ zweifeln wir faſt. 0 D. Red. Empfangs ⸗Beſcheinigung. Die von zwei Seiten gekommene Bitte um Unterſtü⸗ tzung der unglücklichen Ulrichſteiner iſt zu theilnehmenden Herzen gedrungen. Bereits ſind an Unterzeichneten einge⸗ gangen: 1 1) von einer Geſellſchaft 15 fl.— kr. 2 P. W. 15 21% 3)„ N. N. 36„7 4)„ N. N. 15 10% 55 8 1%—„ uſammen 19 fl. 7 kr. Indem der Empfang des Obigen 5 dankbar beſchei⸗ nigt wird, lebt Unterzeichneter der Hoffnung, daß ſich der Mildthätigen noch mehrere finden werden, welche für die armen Obdachloſen etwas mitzutheilen ſich gedrungen fühlen. Auch die kleinſte Gabe ſoll wilkommen ſeyn. ö Profeſſor Dief fenbach. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N νν Gläubiger⸗Aufforderung. (715) Georg Hartherz von Bd n ſt a dt beabſich⸗ tigt nach Bornheim, im Gebiete der freien Stadt Frankfurt, auszuwandern. Rechtsauſprüche an deu⸗ ſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgerichte Großkarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs⸗ urkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 10. Oktober 1835. 12 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Frucht⸗Verſteigerung. (734) Von den diesjährige Domanial⸗Fruͤchten, werden 26 Malter Waizen, 93„ Korn, 84„ Gerſte und 53„ Hafer, Donnerſtags den 19. dieſes Monats, Vormittags 10 ½ Uhr, auf dem hieſigen Rathhauſe meiſtbietend verſteigert, die Genehmigung ſogleich entweder ertheilt, oder verſagt und Nachgebote nicht angenommen. Reichelsheim am 3. Novbr. 1835. Herz. naſſ. Receptur. Hehner. Hofraithe-Verſteigerung (736) Montag den 23. Novbr. d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Rathhauſe, auf freiwilliges Anſuchen des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Heinrich Lohrfink, deſſen Hofraithe einer öffentlichen Verſteigerung ausge⸗ ſetzt, und im Verſteigerungstermin die näheren Bedingungen eroͤffnet werden. Kaufluſtigen wird dieſes hiermit zur Kenntniß gebracht. Friedberg den 30. Oktober 1835. Der Beigeordnete Chr. Hecht. Mobilien⸗Verſteigerung. (739) Montag den 16. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll auf dem hieſigen Rathhauſe aus der Verlaſſen⸗ ſchaft der verlebten Lob Hirſchhorns Wittwe, erbver⸗ theilungshalber, öffentlich an Meiſtbietende gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden: 1) Wollenes Tuch, in allen Farben und jeder Qua⸗ lität; ſodann Caſimir, Biber, Wollengerde, Weſten⸗ zeuge, Sommerzeuge, Merinos; ferner eine Par⸗ thie Reſter Tuch, welche ſich ſehr gut zu, Ober⸗ röcken und Beinkleider, eignen. 2) Zinn, Kupfer, Meſſing, mehrere ganz gute Kom⸗ moden, Tiſche, Küchenſchränke, Koffer, Kiſten, Bettſtellen und ſonſtige Hausgeräthſchaften, Weis⸗ zeug, Frauenkleider und ſonſtige in einer Haus⸗ haltung ſich befindlichen Gegenſtände. wozu die Kaufliebhaber eingeladen werden. Friedberg den 5. Novbr. 1835. In Auftrag großh. Landgerichts, Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Braunkohlen. ö (749) Die dorheimer Braunkohlen Eonſumenten werden benachrichtigt, daß nun wieder ganz trockene — Braunkohlen⸗Klötze, von ganz vorzüglicher Qualität, aus dem Kohlenſchoppen pr. Ctur. zu 12 kr. auf hieſigem Werke verkauft werden. Dorheimer⸗Werk den 5. Novbr. 1825. Die gr. heſſ. Bergverwaltung, „A Storch. Bekanntmachung. (750) Die dorheimer Braunkohlen-Conſumenten werden benachrichtiget, daß die großh. Dorheimer⸗ Bergkaſſe die Bezahlung des Chauſſeegeldes an der kurfürſtl. nauheimer Chauſſee-Barriere vom 12. Novbr. l. J. an übernommen hat, mithin von dieſem Tage an alle Braunkohlenfuhren gegen einen Chauſſee⸗ freiſchein, welchen die Braunkohlenführer bei der Bezahlung der Kohlen vom großh. Oberſteiger Knoche dahier erhalten und denſelben an der Nauheimer⸗ Barriere abzugeben haben, auf gedachter Chauſſee frei paſſiren. Dorheimer-Bergwerk den 11. Novbr. 1835. Die großh. Dorheimer-Bergverwaltung, A. Storch. Fetter Faſſelochs zu verkaufen. (751) Mittwoch den 18ten d. M., Morgens 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe ein der Gemeinde verſteigert werden. Die gr. Bürgermeiſter und Beigeordneten wer⸗ den erſucht, dieſes in ihren Gemeinden öffentlich bekannt machen zu laſſen. Oſſenheim den 11. Novbr. 1835. N Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt H. Stumpf. Verſteigerung von Holzhauer⸗Arbeit. (752) Donnerſtag den 19. Novbr. d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll die Fällung nachſtehender Holzgattungen in dem vilbeler Gemeinde-Wald bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſtfordernden verſteigert werden: a) 3000 Normalwellen Ausjätholz, b) 130 Stecken Scheit⸗ und Prügelholz, c) 40„ Stockholz, do 6000 Wellen, 10 Fuß lang, a e) 500 Normal⸗Wellen Aufſchieb zu Graben⸗ Richtungen und 1 verſchiedenes Werkholz. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. f f Vilbel den 10. Novbr. 1835. 5 Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt f Hinkel. Verſteigerung getragener Militär⸗Mon⸗ 5 tirungs⸗Stücke ic. (753) Dienſtag den 17. d. M., Vormittags um 79 Uhr, ſodann des Nachmittags um 2 Uhr, wer⸗ — 304— zugehöriger fetter Faſſelochs öffentlich meiſtbietend auf dem Rathhauſe daſelbſt unter den im Termin und 0 den in dem Seiten⸗Zimmer des Kuͤchenbaues der Kloſter-Kaſerne dahier getragene Mäntel, Röcke, Handſchuhe, Spencer, Kappen, wollene und leinene l Pantalons nebſt Gamaſchen, Schuhe, Hemden, Tzaco⸗ Filſe, Schirme ꝛc. ferner verſchiedene Quantitäten alter Caſernerequiſiten von Holz, Blech und Eiſen, t ſo wie abgängige Gegenſtände des Compagnieſpiels, befinden, Stück- und Parthienweiſe gegen gleich baare Zahlung verſteigert. 72 8 3 Dieſe Verſteigerung wird die folgenden Tage, bis zu deren Beendigung, fortgeſetzt. 23 5 0 Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 6. November 1835. In Auftrag: Gölz, a a Oberquartiermeiſter. Holzverſteigerung im Forſtrevier Altenſtadt. 5 (754) Im Domanial⸗Walddiſtrikte Hochholz in der 0 wobei ſich namentlich 3 meſſingene e e ü a 1 handsring ſclüſſel m t einem Nähe von Groskarben wird Donnerſtag den 19. * 8 2 befinden, gegen eine November 1835 nachverzeichnetes Brennholz unter Friedb den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden: 1) 100 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 25 10„„ Prügelholz, 3) 2100 Stück„ Wellen. N Der Anfang hat präcis um 9 Uhr des Vor⸗ mittags ſtatt. 5 3 Lindheim den 10. November 1835. Der groß. Revierförſten — „ —— * 1 Hoffmann. 5 1 N g 1 Privat⸗Bekanntmachungen. Verſteigerung in Nauheim. 135 1 (755) Montag den 16. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſollen in der Behauſung des verſtorbenen Ehri⸗ ſtoph Salzmann sen. erbtheilungshalber folgende Gegenſtände, als: a 5 N 2 ſchwarze Pferde,— Z trächtige Kühe, Schweizerrace, 1 Rind, 5 46 5 Schweine, liegen in der Maſt, a b 0 1 ſchwarzes Schaaflamm, 7 Gäͤnſe, 16 Hühner ꝛe. 160 gegen gleich baare Zahlung öffentlich meiſtbietend verkauft werden und dazu Luſthabende hiermit ein⸗ 1 hanf geladen. e 2 Nauheim den 12. November 1835. 4 2 Die Vormünder, 16 B. Salzmann Joh. Mörler jun. Saamen zu verkaufen. 8 Alle Sorten Gemüſe⸗, Blumen ⸗, Feld⸗ ald⸗Saamen ſind friſch und ächt zu haben 5 Ernſt Botſch in Friedberg auf dem Hauck ro. 279. 5 a 5 (759) Heſſ Ell geſiert mit m Pope des Inlar ſaͤmmtlich größere A N zu machen Darn 2 Bei haben: Gutzko Der 8 feru Fhalt und Edua Canet Meine von! Veitſa 1 eine bie Mein Vorrath des nachbemerkten Kochbuchs reichte nicht hin, um allen Anforderungen auf die Anzeigen in Nro. 4 1— 305— 1 e Empfehlung. und 2—(757) Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kennt⸗ e fiiß, daß ich außer meinen fruher ſchon verfertigten untität Artikeln, als Seife, Lichter, Grünwagenſchmier, wie⸗ und Elen derum Schmier⸗ oder Oelſeife fabricire und daß, en, ſowohl ich wie auch mein Sohn Siegmund, welcher ualherner früher ſchon in meinem Geſchäfte war, wir uns be⸗ heiner mühen werden, dem Wunſche unſerer verehrten Ab— nehmer hinſichtlich der Qualität und Billigkeit der ben 2 Waare zu entſprechen. ae, Fauerbach II im N 5 N 1 zottſchalk Simon acht, dieſes n Seife⸗. Verlorne Sache. 1758) Auf dem Wege von Bönſtadt hierher, dag: über Aſſenheim, Bruchenbrücken und an Fauerbach —9 vorbei, habe ich heute Abend einen ſemilornen Uhr— tpier bandsring verloren, woran ſich ein goldener Uhr— ſchlüſſel und zwei goldene Petſchafte, das eine bbelz in det mit einem Carniol, das andere mit einem Achat 0 den 1 befinden, welches ich den ehrlichen Finder bitte, mir Lelz unter gegen eine. angemeſſene Belohnung wieder zu geben. dingen Friedberg den 12. November 1835. . werden: Dr. Renner. 14759) Der Heſſiſche Hausfreund, des Vor, ein Volkskalender für das Jahr 1836, geziert mit vielen Holzſchnitten, iſt erſchienen und à 8 kr., mit Papier durchſchoſſen a 10 kr., in allen Buchhandlungen trferſtet des Inlandes, in Friedberg bei C. Bindernagel, ſo wie bei N ſämmtlichen Buchbindern zu haben.— Beſtellungen für eine aun. größere Anzahl ſind in der unterzeichneten Verlagshandlung zu machen. en. Darmſtadt den 4. Novbr. 1835. 8 4 4 N L. W. Leske. mitags 2 benen Ehri⸗ Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu er folgende haben: Gutzkow, Karl. Wally, oder die Zweiflerin. 4 3 fl. Der Carlsruher Pracht-Bibel ſiebente Lie⸗ ferung, welche die ſehr ſchönen Stahlſtiche ent⸗ hält: Chriſtus und die Ehebrecherin.— Saul und die Zauberin. 5 36 kr. meilllend Phantaſiegemälde, für 1836. Herausgegeben von rm ein⸗ Eduard Duller. Mit 1 engliſchen Stahlſtich. Elegant gebunden. 2 fl. 42 kr. Rheiniſches Taſchenbuch, für 1836. Herausgegeben von Dr. Adrian. Mit 7 Wah 3 fl — let jun. 6 kr. glb Zeitſchrift, wiſſenſchaftliche, für jüdiſche neu⸗ bn Theologie. Herausgegeben von einem Ver⸗ E eine jüdiſcher Gelehrter. Erſten Bandes[ſtes deu. bis Ztes Heft. Geheftet 3 fl. 36 kr. 43 d. Bl. zu entſprechen; ich habe indeſſen nun wieder eine bedeutende Anzahl erhalten, und zeige den Empfang derſelben mit dem Bemerken, an, daß die ſo raſch auf einander fol⸗ genden neuen Auflagen dieſes Kochbuchs einen Beweis ſeiner empfehlenswerthen Brauchbarkeit iſt: Die wohlunterrichtete und ſich ſelbſt lehrende Kdchin, oder die Kunſt, in der kürzeſten Zeit, ohne alle Vorkenntniſſe, auf die vor⸗ theilhafteſte Art billig und ſchmackhaft kochen zu lernen. Ein unentbehrliches Handbuch für Hausfrauen und Köchin⸗ nen. Nach vieljährigen Erfahrungen bearbeitet. Vierte, neu durchgeſehene und mit einem Anhange über hombopathiſche Kochkunſt vermehrte Auflage. Gebunden: 54 kr. Der Heſſiſche Rechtsfreund. Handbuch zur Geſetzeskunde für Nichtjuriſten. In Verbindung mit mehreren Geſchäftsmännern herausgegeben von einem praktiſchen Rechtsgelehrten. 1ſtes und Ates Heft. Geheftet à 48 kr. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 5fl. 35 kr. Korn: 4fl. 30 kr. Gerſte: 3 fl. 40 kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 9. November: Waizen: 5 fl. 30 kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4fl.— kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: 5 fl. 20 kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 6. Novbr.: Waizen: 5 fl. 46 kr. Korn: 4fl. 27 kr. Gerſte: 3 fl. 20 kr. ö Hafer: 3 fl. 13 kr. Verkaufs- Preiſe der Bäcker und Metzger vom 16. Novbr. bis zum 23. Novbr. fd. Lth. At. Für 1 kr. Milchbrod 5 5 „ I kr. Gemiſchts⸗Brod— 7 3 „ 10 kr. Laden⸗Brod 4 27— „ Sekr. dito 3 28 8 „ 6 kr. dito 2 29— „ 4 kr. dito 1 30— 1 Ale. dito 2 31 2 i Kr. Judengaſſe. 1 Pfund Ochſenfleiſch 11 9 1„ Rindfleiſch 5 8 1„ Kübhfleiſch 7 8 1 Nierenfett 20 18 1„ Kalbfleiſch. 8 6 1 Hammellleiſch 7 6 1„ Schweinenfleiſch 9— 1„ Leber- und Blutwurſt 12— 1„ Bratwurſt 14— 1„ Schwartenmagen 16— 1 77 Speck ö 20 8 1 7 Dörrfleiſch 14— 1 77 Schmalz 18 2 Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bechſtein. — ———— 2 . g An er bie te n,. 175 Ich wünſche, um in meinen gegenwärtigen Verhältniſſen, während dieſes Winters wenigſtens, zweckmäßige Beſchaͤftigu zu haben, Unterricht zu geben(etwa Repetition und Vorarbeiten) in der deutſchen Sprache, Cunſere Grundbedingu zur richtigen und ſchnelleren Auffaſſung alles übrigen,) den Anfangsgründen der lateiniſchen und franzöſiſchen Sprache u, deutliche Handſchrift und Rechtſchreiben darin, Geographie, Geſchichte, und allen für das bürgerliche Leben vorab gehörig Gegenſtänden, nach den beſtehenden Lehrbüchern und eignen Sammlungen, ſo wie nach Umſtänden durch ſchriftliche Hülfe in den Geſchäften— alles mit treuem, redlichem Eifer, nach möglichſten Kräften N s 8 Dieſes Anerbieten dürfte ſich eben beſonders für, ſolche Familien(oder Familie) eignen, welche ihren Kindern, nach 0 vorläufig elementariſchem Unterrichte, eine beſſere Bildung zu geben beabſichtigen, daran aber, beſonders im Winter, durch entfernten oder einzelnen Wohnort, oder Mangel an Anſtalten verhindert ſind, und beiten ehe ebenen eines Lehrers, dem die gute Verwendung der Zeit und freundſchaftliche Berührung mehr als das Honorar gilt, verbunden mit rechtlichen und fleißigem Unterricht mittelſt Bücher und durch Umgang, als einem Haupthülfsmittel, einer Beachtung werth halten. Baldige Mittheilungen, um welche ich hiermit bitte, werde ich gerne entgegen nehmen. e Friedberg im November 1835. 3 a n P. L. Feudtner. Getra In der Stadt: 1 0 Den 18. Der Bürger und Sattlermeiſter Herr Johannes Falk, weil. des hier geweſenen Bürgers und 0 Im Oktober 1835 wurden zu Friedberg C U lermeiſters Heinrich Martin Falk, nachgel. ehelich lediger Sohn, und Jungfrau Anna K tharina Bechſtein, des Herrn Beigeordneten und Lederhändlers Jakob Bechſtein eheli led. Tochter. 1 i 2 Getauft. N 4 Jg der Stadt: 50 Herrn Theodor Trapp, Bürger und Apotheker dahier, eine Tochter: Ida; geb. den 10. Septbt. Dem groß. heſſ. Grenzaufſeher Joh. Heinrich Momberger, einen Sohn; Ludwig Friebe 1 geb. den 1. Oktober. 1 Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Franz Albrecht Ruppel, einen Sohn: Chriſtian Friedrich; geb. den 30. Septbr. i Dem hieſigen großh. Eichmeiſter und Bierbrauer Herrn Johs. Koch, eine Tochter: Maria Louiſez geb. den 27. Septbr. e N Herrn Ferd. Ludwig Vo winkel, großh. heſſ. Lieutenant im 2. Batl. des 4. Infanterie⸗Regimen eine Tochter: Friederika Julie Johanna Auguſte; geb. den 23. Septbr. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Klein, eine Tochter: Mathilde Eliſ. Katharinaz geb. den 23. Septbr. 5* Herrn Friedr. Chriſtian Wolff, großh. heſſ. Premierlieut. im 2. Batl. des 4. Infanterie⸗Re ments, eine Tochter: Louiſe Chriſtina Eliſe Conſtanze; geb. den 3. Oktober. a 5. Die bewerkſte immer e tung des Lumet wir den 2 ä———j7ꝙrð—ĩ'—————— ˖ꝓꝑCE.— In der Burg: Ein unehlicher Sohn: Johann Heinrich; geb. den 23. Septbr. a Ein unehlicher Sohn: Peter; geb. den 28. Septbr. f i W Dem großh. heſſ. bevollmächtigten Miniſter am königl. großbrit. Hofe, Herrn geheimen Legations⸗Ra Freiherrn von Langsdorff, eine Tochter: Emilie Cäcilie Georgine Friederike; geb. 14. Ottbr. 8 5 5 6 3. Bee i g 1 gen de In der Stadt: 5 ö* für die Herr Johann Friedrich Trapp, hieſiger Bürger und Weinhändler, alt 62 Jahre, 9 Monat Scan 26 Tage; geſt. den 1. Oktober. 8. der. Der Bürger und Schuhmachermeiſter Friedrich Ludwig Wagner, alt 67 Jahre, 8 Monate, wichig Tage; geſt. den 10. Oktober. 1 nile Frau Anna Katharina Philippi, des hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Martin Philippi 5 Ehefrau, geb. Reuß, alt 64 Jahre, 7 Monate, 12 Tage; geſt. den 17. Oktober. 815 5 O chulce feerich 8 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.