3 ntelligenzblatt für die 75 5* rovinz d im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ————— M II. Sonnabend, den 14. Maͤrz 1835. ——— 8 3 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg u bech an ſaͤmmtliche Phyſikats⸗ und praktiſchen Aerzte, Phyſikatschirurgen, praktiſchen Chirurgen und 1 Apotheker des Kreiſes. ir: 31 555 Betreffend: Den Gebrauch der Arzneimittel für arme Kranke. kr. 5 8 5 8 5 5 8 5 1 9 13 Indem ich Sie von nachſtehenden höchſten Verfügungen in obigem Betreffe in Kenntniß ſetze, bemerke ig, ich, daß an die Herren Phyſikatsärzte und Phyſikatswundärzte ein Exemplar der fraglichen Armen⸗Phar⸗ ? macopoe bereits abgegeben worden iſt. Zugleich empfehle ich den Herren Phyſikatsärzten die in ihren Urtzel i — Dienſtbezirken wohnenden oder demnächſt ſich darin niederlaſſenden praktiſchen Aerzte, Wundärzte und Februar: Apotheker auf dieſes Ausſchreiben noch beſonders aufmerkſam zu machen. *: 4 2h Friedberg den 7. März 1835. f Kuͤchler. 4 Nin Darmſtadt am 6. Auguſt 1834. Das Großherzoglich Heſſiſche Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Großherzogl. Provinzial⸗Commiſſariate dahier und zu Gieſſen, die Großherzogl. Provinzial⸗Direction zu Mainz und ſaͤmmtliche Großherzogl. Kreisraͤthe in den Provinzen a Starkenburg und Oberheſſen. Anliegende Exemplare der Armen⸗Pharmacopoe von Dr. Hufeland laſſen wir Ihnen mit dem Auf⸗ 2 ** ae 5 , trage zugehen, einem jeden der Großherzogl. Phyſicatsaͤrzte Ihres Verwaltungsbezirks ein Exemplar, 1— gegen Empfangsbeſcheinigung, unter dem Anfügen mitzutheilen, wie wir wünſchen und erwarten, daß ſie ſſich danach bei ihren Verordnungen in den Hospitälern und Armenanſtalten, ſo wie überhaupt bei ihren Verordnungen für Unbemittelte genau richten und nur ausnahmsweiſe davon abweichen mögen. Zugleich haben Sie davon die Apotheker mit der Aufforderung in Kenntniß zu ſetzen, ſich ſolche Armen⸗Pharmacopoe alsbald anzuſchaffen. Dabei werden Sie dieſelben darauf aufmerkſam machen, daß ſie, getroffener Anordnung zu Folge, dieſe Pharmacopoe in der Heyeriſchen Hofbuchhandlung von G. Jong⸗ haus dahier um den billigen Preis von 33 kr., ſtatt des gewöhnlichen Ladenpreiſes von 45 kr., erhalten tan — können. du Thil. 1 a v. Rabenau. N.* Darmſtadt am 3. Februar 1835. — Wir finden uns aufgefordert, unſere in rubricirtem Betreffe unterm 6. Auguſt v. J., ad N. D. 9187, 4 — 66— . 5 1 erlaſſene Verfügung(N. 44 des Amtsblatts) hierdurch auf ſämmtliche practiſche a e 90 und practiſche Chirurgen, inſoferne dieſelben in Hoſpitälern und Armenanſtalten fungiren, oder b 1 der Privatpraxis Arme und wenig Bemittelte behandeln, auszudehnen. 5 e e Sie werden ſonach denſelben zu erkennen geben, wie wir ebenfalls von ihnen wünſchen und erwar⸗ hg ten, daß auch ſie ſich in ihrer bezeichneten Praxis bei ihren Verordnungen nach der Armen⸗Pharmacopoe von Dr. Hufeland genau richten und nur ausnahmsweiſe davon abweichen mögen. 5 1 Beikommende Exemplare dieſer Armen-Pharmacopoe haben Sie zu beſagtem Zwecke den Großherzogl.. Na qhyſicatschirurgen Ihres Verwaltungsbezirks, zur Aufbewahrung bei ihren Dienſtpapieren, gegen Empfangs-. beſcheinigung, zuzuſtellen, den practiſchen Aerzten und Chirurgen aber bemerklich zu machen, wie ſie von ehm ſolcher Pharmacopoe bei den einſchlägigen Bezirksarzten Einſicht nehmen können, inſofern ſie nicht geneigt Huch at ſeyn ſollten, ſich dieſelbe anzuſchaffen.„ 1 N 5 du Thill. 5. Soldmann. Subar Oeffentliche Nachricht. e Eine öffentliche Nachricht über das freudige Gedeihen des Mathildenſtifts dürfte nicht ohne allge⸗ meines Intereſſe in dem Kreiſe geleſen werden. Ich bringe zu dem Ende das Ergebniß des Bücher⸗ abſchluſſes vom Monat Februar hiermit zur allgemeinen Kenntniß. b Die Einnahme betrug bis zu dieſem Zeitpunkte, alſo innerhalb 6 Wochen(das Stift wurde bekannt 0 lich am 14. Januar l. J. eröffnet), 0 45 ö.„ 14,163 fl. 31% kr 17 welche in 280 einzelnen Poſten in die Kaſſe eingelegt wurden.%%% ͤ( Die Ausgabe, beſtehend in 111 einzelnen Darlehen und 2 anderen kleinen Aus⸗ 7 5 gabepoſten, beträgt dagegen a 5 8 5 FCC ntrit Es blieb demnach Ende Februar ein Kaſſevorrath von 8 5 3,688 fl. 19% k welcher jedoch bis zum nächſten Zahltag für einzelne Darlehen bereits vollſtändig zugeſagt iſt.. i Unter den Einkagen ſind 500 fl. Gründungskapital und ferner 1055 fl. inbegriffen, welche zu meh er 2 rerer Beförderung der Anſtalt von einzelnen Bewohnern des Kreiſes gegen unverzinsliche Actien à 5. das Stuck in die Kaſſe eingelegt wurden. Aus der Stadt Butzbach allein ſind auf dieſe Weiſe 1010 9 eingekommen. Etwa gleich hoch beläuft ſich die in der Stadt Friedberg und Aſſenheim eröffnete Sub⸗ ſeription auf dergleichen unverzinsliche Actien. Die Erhebung derſelben wird indeſſen erſt im Laufe der nächſten Woche geſchehen, und deshalb iſt auch der Betrag derſelben der wirklichen Einnahme noch nicht beigerechnet worden. Möchten die wohlhabenden Bewohner anderer Gemeinden nach Kräften dieſem guten Beiſpiele folgen. i i b Friedberg den 8. März 1835. Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg, abel Küchler. 92 Ober-Rosbach. darin zu finden, daß der Ort, faſt ſo weit, als wir Obgleich Rosbach die Ehre hatte, ſchon von in der Geſchichte zurückgehen können, immer getheilt Winckelmann(Beſchreibung von Heſſen und Hers⸗ erſcheint, wo es denn ſchwer hält, anzugeben, wel⸗ feld S. 185.) beſchrieben zu werden, ſo iſt doch ſeine cher Theil darunter zu verſtehen iſt. Wir wollen F Geſchichte dunkler und verwickelter, als irgend eines uns bemühen hier einiges Licht zu geben, wenig, Fah Ortes unſerer Provinz. Dies rührt zum Theil da⸗ ſteus mittheilen, was uns darüber bekannt iſt. her, weil es der gleich- und ähnlichlautenden Orte Ueber den Namen mögen wir nicht lange ſtreis gar viele gibt). Andern Theils iſt die Urſache ten. Einige wollen ihn vom Roß ableiten, u 8. ſchreiben darum Roßbachz andere behaupten, de ) Im Großherzogthum Heſſen gibt es außer unſerm Ober⸗ dabei fließende Bach habe, weil er im Frühlit* und Nieder⸗Rosbach noch 2 Roßbach; ein Rosbach ſonſt mit Roſen prangte, den Namen Roſenbach bote 3 1 eee un e 91700 1925 erhalten, und dieſer dem Städtlein den Namen ge⸗ 10 2 bach gibt's in Ehürbeſſen unwelk Bieber 20. 100 zu geben. Gewiß iſ's wenigſtens, daß das alte Wap⸗ 1 pen der Stadt eine Roſe zwiſchen zwei Thurmen N 0 gedenken jenes durch die Schlacht berühmte Roßbach im Regierungsbezirke Merſeburg. führt. Wieder andere, die alles von den Römern Fu 1 ane f auchn tbleiten wollen, als wenn vor ihnen keine Menſchen Deutſchland gewohnt und nach ihnen keine Oerter aſelbſt entſtanden wären, ſagen, der Name ſey bgekürzt und komme von Romesbach, d. i. Römer⸗ d erwar⸗ macopo oßherzogl. ach. Dieſen wollen wir zugeben, daß allerdings in upfangz, ſer Nähe von Rosbach vielfältige Spuren vom ee von daſeyn der Römer zu finden ſind, daß es aber u geteig duch anderwärts gleichnamige Orte gibt, und zwar a, wo ſie ſich beſtimmt nicht angeſiedelt hatten. Wün, Eine uralte Straße führt von den Umgebungen HButzbachs nach den Main- und Rheingegenden, und ird noch jetzt bei trockenem Wetter zuweilen benutzt, eil ſie viel abſchneidet. Ehemals war ſie weit hne allg, fequenter, als die Haupt⸗Chauſſee noch nicht errich⸗ Bücher, kt war. Es iſt wahrſcheinlich, daß der ſchöne Quell, en man hier unweit drr Straße findet, Veranlaſ— ng zur erſten Anſiedelung gab; ob aber das vor, ei oder nach den Römerzeiten geſchah, mögen wir icht entſcheiden, obgleich auch hier wieder Manches e bekannt⸗ 31%. 2„ Intritt, was für römiſchen Anbau zu ſprechen ſcheint. Y Eben ſo zweifelhaft iſt ein anderer Umſtand. wei fonſt glaubwürdige alte Nachrichten geben an, zn meh, fer Abt Waldo von St. Maximin zu Trier habe „, In Jahr 896 die Kirche zu Rosbach zu Ehren des ee, J. Maximin geſtiftet 5. Wahr iſt's, daß dieſes baue da Stift noch ſpäter daſelbſt Beſitzungen hatte, da bei voch nich ben Privilegien⸗Ertheilungen von den Jahren 1044 em guten 10 1051 ein Ort Ruosbah oder Ruosbach ge⸗ 15 wird*); nicht allein aber ſind die andern Fricdbetz“ haibei genannten Orte fehlerhaft geſchrieben, ſondern L was das Wichtigſte iſt— wir wiſſen ſelbſt nicht, — unſer Ros bach dabei zu verſtehen ſey oder nicht, , als wi, gad geben die Sache den Forſchern mit dem Zuſatze ner gethell J bedenken, daß bis in die neueren Zeiten Heſſen⸗ eben, wel, Parmſtadt wegen des vierten Theils von Ober⸗ r welle gosbach Chur⸗Trier als Lehnsherrn huldigen mußte, eu, weng tswohl das auch, wie wir ſpäter ſehen werden, von ant. alem davon verſchiedenen Verhältniſſe herrühren kann. lange ſtrel leiten, un 0 1) Mabillon Annal. Benedict. L. VI. Nro. 27. Ich uten, des fann aber dieſe Stelle nur nach Kremers Origg. Nas- Ftühlng sole. S. 47 citiren, da mir das Werk ſelbſt nicht zu Ge⸗ doſenbac bote ſteht. f 9 90 2) Chronicon S. Maximini bei Hontheim prodrom. *„ab Alst. Trév. p. 1005. n e„%. Hontheim hist. Frev. 1, 381, 388, 380. Vergl. „ Thürmen Sudenus cod. dipl. III, 1041, wo dasſelbe Privilegium n Nömetg ſkeht, der Ort aber Rus bach heißt. 1 Deſto beſtimmter bezieht ſich eine andere uralte Nachricht auf unſer Rosbach. Kaiſer Karl der Dicke ſchenkte nämlich im Jahr 884 der Abtei zu Fulda 8 Huben Güter(Mansos) nebſt den Leib⸗ eigenen Werenhere und deſſen Frau, Anſtrat mit 2 Söhnen, Eberolt mit Mathilt, ſeiner Frau und ſeinem Sohn, Adalhoh mit Liutſuvint, deſſen Frau und deſſen Söhnen, Eruvin mit deſſen Frau Oſana und Söhnen— von ſeinem„in der Grafſchaft Adalhards in der Wetterau ge— legenen Orte Rosbach“ Y. So kurz dieſe Nach⸗ richt iſt, ſo wichtige Aufſchlüſſe gibt ſie uns. Wir ſehen hier ein kaiferliches Gut, das wohl durch Eroberung als ſolches aus den Händen der Römer in die der Franken übergegangen ſeyn mag, und wobei auch das alte Verhältniß von hörigen Leuten (Leibeigenen) erſcheint. Hiermit ſchließen aber auch die uralten Nachrichten auf mehrere Jahrhunderte, ohne daß uns weiter etwas bekannt ware. Wir finden nämlich erſt zu Anfang des vierzehnten Jahr⸗ hunderts wieder Nachrichten von Oberrosbach, die uns ſchließen laſſen, daß dasſelbe eine Zeitlang Beſitzthum der alten Grafen von Dietz, und deren Nebenlinie, nämlich der Grafen von Weilnau, geweſen ſeyn muß, daß es aber um dieſe Zeit be⸗ reits in mehrere Theile unter die Glieder getheilt war. Im Jahr 1326 verkaufte nämlich Sifried von Runkel, Probſt zu Gemünden, ſeine Pfaud— ſchaft auf Burg und Stadt Neu-Weilnau ꝛc., die ihm kurz vorher von Heinrich von Weilnau ver⸗ pfändet worden war, ſammt ſeinem„Gut und Gericht zu Rosbach“ an den Grafen Gerlach von Naſſau**). Daß dies aber nur ein kleiner Theil von Rosbach war, geht daraus hervor, daß im Jahr 1405 Heinrich III., Graf von Weiluau, ſeinen Antheil an Rosbach an Philipp, Grafen von Naſſau⸗ Saarbrücken, verkaufte*). Einen *) Schannat Prad. Fuld. pag. 211. Vergl. Weuck heſſ. Landesgeſch. II, 369. Not. a. 507 not. m. Schmidt Geſch. v. Heſſen II, 176. Beide letzten bemerken richtig, daß das Rosbach, welches das Chronicum Gottwie. II, 507 als eine curtis regia anführt, ein ganz anderes, nämlich das im heſſiſch-fränkiſchen Gau gelegene, iſt.— Jene im Text angeführte Stelle heißt im Original: in Wetereiba in Comitatu Adalhardi ad Rosbach vocato loco. er) Weuck heſſ. Landesgeſch. Theil I. Urk. S. 105, 112. r) Pöefköldi Geſch, der Oranien⸗naſſauiſchen Länder Theil II. S. 103. andern Theil von Rosbach hatte Gerhard VII., Graf von Dietz, im Jahr 1372 an Walther von Cronenberg verſetzt. Dieſe Pfandſchaft war durch Heirath an das Haus Solms, gekommen, wurde aber 1480 von Eppſtein wieder eingelöſ't). Aus einer Urkunde vom Jahr 1428, welche Johann Boes von Waldeck als Schiedsrichter zur Schlich— tung eines zwiſchen Eppſtein und Naſſau ent⸗ ſtandenen Streites ausfertigte, geht hervor, daß die Gebrüder Grafen von Naſſau dem Gottfried von Eppſtein die Schlöſſer Weilnau und Wehrheim, dazu jenen Theil von Rosbach(Roispache) zu löſen gönnen ſollen*). Im Jahr 1453 verkaufte Gottfried IX. von Eppſtein ſeinen Antheil an der Grafſchaft Dietz und darunter ſein„halbes Viertel an Roßbach in der Wetteraue bei Friedeburg“ an den reichen Gra⸗ fen Philipp von Katzenelnbogen. Nachdem aber dieſe Grafen im Jahr 1479 in männlicher Linie erloſchen, kam nicht nur dieſer Theil an ihren Erben, den Landgrafen von Heſſen, ſondern es hatte auch der tiefverſchuldete Gottfried X. von Epp⸗ ſtein im Jahr 1489 ſeinen vierten Theil von Ros-⸗ bach, den er von den Grafen von Dietz ererbt, „als ein frei-eigen Gut, das von niemand zu Lehen rührt“, und das er früher auch an Hans von Dornberg verpfändet hatte, an Wilhelm III., Landgrafen von Heſſen, um 1200 damaliger rheiniſcher(Gold⸗) Gulden auf„Wiederkauf ver⸗ kauft /, d. h. verſetzt eln). Als einige Jahre nach— her, nämlich 1492, dieſer Gottfried X. ſeine ſammtliche Hälfte der Herrſchaft Eppſtein um 64000 rheiniſcher Goldgulden dem Landgrafen Wilhelm III. verkaufte, wurde zwar dieſer Theil von Ros— bach wieder an Bezahlungsſtatt zurückgegeben 7); er kann aber doch wohl nicht lange mehr bei Epp⸗ ſtein geblieben, ſondern muß bald wieder an Heſſen gekommen ſeyn. Indeſſen kenne ich keine Urkunde, welche darüber vollſtändige Auskunft gäbe. (Beſchluß folgt im naͤchſten Blatte.) 4) Arnoldi II, S. 38. a r) Senckenberg Sel. Juris et hist. II, 407. 408. es) Weyrich Wettermann Wetteravia illustrata. Anno MDCCXXXI. Eol. cod. dipl. S. 223. Arnoldi (II, 38.) und nach ihm Schmidt(II, 177.) ſcheinen nicht gewußt zu haben, daß dieſe Urkunde bereits gedruckt iſt, haben auch die richtige Bedeutung des Ausdruckes „Auf Wiederkauf verkaufen“ verkannt. 4) Daſelbſt cod. dipl. S. 38. Lit. X. iſt die ganze Urkunde, die Stelle aber S. 45.: — 68 — 5 Kleine Buͤcheranzeige. Es ſind uns ſeit Kurzem mehrere neue Schrif⸗ ten aus Darmſtadt zugekommen, welche beweiſen, daß man in unſerer Reſidenz, was Wiſſenſchaft 12 Kunſt betrifft, gar nicht unthätig iſt. Wir wollen dann und wann, ſobald es der Raum geſtattet, über Eins und das Andere was für unſere Leſer beſonders Intereſſe haben mag, unſer Urtheil kurz N mittheilen, überlaſſen jedoch ihnen, als vorurtheils freien und verſtändigen Männern, durch eigne An ſchauung ein anderes zu fallen, falls ſie ſich bei dem unſrigen nicht befriedigt finden. f 1 Wir machen den Anfang mit einem Büchlein, das den Titel führt: 7 Heſſiſches Volksbuch oder Denkwürdigkeiten aus dem Vaterlande. Zur Warnung, Unterhaltung. Zunächſt für Volksſchulen und den Landmann. Von Georg Wilhelm Juſtin Wagner. Darmſtadt bei Leske 1834. XII ur 212 Seiten kl. 8. N e, Dieſes Büchlein beſteht aus 3 Abtheilunge und enthält in ſeiner erſten gegen 100 kleinere E zählungen als Beiſpiele von Fleiß, Gefälligk Unerſchrockenheit, aber auch von Leichtſinn, T heit, Liebloſigkeit ꝛc., die alle aus der Wirklichkeit genommen ſind und zwar in unſerm Großherzog⸗ thume ſich ereignet haben. Die zweite Abtheilung enthält Naturmerkwürdigkeiten unſers Landes, be⸗ ſonders Naturſpiele und Naturerſcheinungen. In der Zten Abtheilung dagegen kommt: eine Geſchichte 1 und eine Beſchreibung von Heſſen, dann Bruchſtücke aus der Geſchichte, Kriegsereigniſſe, ein Verzeichniß ausgegangener Dörfer, merkwürdige Gebräuche d Vorzeit und Gegenwart, Naturmerkwürdigkeit (worunter auch Beiſpiele von h endlich eine Nachricht von dem Lindheim. a 5 Sollen wir nun unſer Urtheil über das Büch— lein fällen, ſo müſſen wir geſtehen, daß wir. in den Hexenthurme zu ohem Alter), und 150 Nummern vieles gefunden haben, was den Zwecke eines Volksbuches ganz entſprechend iſt. Wer ſich freilich längere Zeit in unſerm lieb Heſſen umgeſehen und vieles darüber geleſen h dem werden die meiſten dieſer Artikel als alte B kannte vorkommen, welche er entweder in den Kal dern oder in der Landeszeitung einſt zu Geſicht b 0 kommen hatte. Das thut indeſſen nichts; man kann das Gute öfter leſen, und dann iſt ja das Büchl für die Jugend und den Landmann, die ſchwerl auch nur den kleinſten Theil davon früher gele haben werden.(Beſchluß folgt). Bekanntmachungen von Behoͤrden. Belehrung und dil. * N 0 1 ausg. bibpne an tel Gläubiger- Aufforderung. f. (123) Johann Thomas Winter von Nieder 2 mörlen beabſichtigt nach Martinsberg in Ungarn 1 eue Schrü e beweiſt uſchaſt un Wir woll i geſtatte, nere Les katbeil k vorurtheilz eigne J ſe ſich hi Büchlein igkeiten ag derung un len und da 1 41 4. XII un letheilungg fleinere& Hefalligkeil inn, Trg Wirkliche Großherzog Abthel andes, 0 0 1 ungen. x e Geſchicht 1Bruchſtün Vetzeichn ebräuche du würdigkein Alter), W enthurne r das Bib wir in was da 1 prechend if. uſerm liebe geleſen bal als alte i den Kalt 12 1 Geſicht · 40 j nan fn as Büchle 1 ie ſchweill binnen drei f anzumelden, gegenfalls die Eutlaſſungsurkunde er⸗ auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind Monaten bei großh. Landgerichte dahier theilt werden wird. Friedberg den 19. Januar 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Güter⸗Verſteigerung. (125) Dienſtag den 17. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die Güterſtücke des verlebten Friedrich Dietrich, erbvertheilungs⸗ halber, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Sie beſtehen, in der hieſigen Gemarkung: Fol. Nr. 38237 J1 M. 22 R. im Großwarthfeld an Schöff Franzen Erben, 537 39 37 R. im Großgalgenfeld an Schultheis Loth 8 zu Fauerbach, 491171 25 37¼ R. daſelbſt, theilt mit Heinrich ehr, 566 72 V. 38½ R. im Kleingalgenfeld an Da⸗ niel Michel, N 583[1402 V. 15 ½ R. daſelbſt an Heinrich Söller 5 und Heinrich Jordis, 693 51 V. 24¼ in dem Lachenfeld in der 10ten Gewann an Heinrich Kehr und Heinrich Salzmann, 694[10[1 V. 25 R. daſelbſt an denſelben und Hein⸗ rich Schmidt, 428 203 V. 17¼ R. Acker neben dem Stadtweg an Carl Reuß zu Friedberg, im fauer⸗ bacher Feld. Friedberg den 26. Februar 1835. In Auftrag großh. Landgerichts, Der Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeit⸗Verſteigerung. (127) Montag den 16. Marz l. J., Morgens um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Pflaſter⸗ arbeit in hieſiger Stadt, beſtehend in Planiren und Pflaſtern von ungefähr 500[I Klafter Pflaſter in der Burg und einige Stellen in der Stadt, öffent⸗ lich an Wenigſtunehmende verſteigert werden. Die Steigluſtigen werden eingeladen, ſich am Verſteigerungstage und Stunde einzufinden; zugleich wird bemerkt, daß jeden Mittwoch und Samſtag von 11 bis 12 Uhr auf meinem Büreau die Ueber— ſchlage zur Einſicht offen liegen. 112 her geleſ Friedberg den 24. Februar 1835. 1 Der Bürgermeiſter D. Fritz. Aufforderung. (137) Foderungen an den Nachlaß der am 19. Septbr. v. J. zu Niederurſel verſtorbenen Röschen, Wittwe des Moſes Hahn, ſind um ſo gewiſſer bis 69 — zum Freitag den 27. März l. J., Vormittags 10 Uhr, dahier geltend zu machen, als ſonſten nach Ablauf dieſes Termins der Nachlaß an die Teſtaments⸗Erbin ausgeliefert werden wird. Rödelheim den 25. Febr. 1835. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht. Buff. Holzverſteigerung im Revier Hochweiſel Forſts Friedberg. (156) Freitag den 20, März d. J. ſollen in nach⸗ verzeichneten Domanial⸗Diſtrikten, welche in der Nähe von Bodenrod liegen, folgende Holzſortimente offentlich verſteigert werden; als: N I. In der Wildwieſe: f A. Brennholz. 1) 16 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 215„ Prügelholz, 9910.5„ Stockholz und 4) 775 Stück„ Normalwellen. B. Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz. 5) 6 Buchen⸗Stäͤmme, 123 Cubiefuß enthaltend. II. Im Dürren⸗Hornwald: A. Brennholz. 1 1 Stecken Eichen⸗Stockholz und 2) 25 Stück„ Normalwellen. B. Bau⸗, Werk- und Nutzholz, 3) 2 Eichen⸗Stämme, 115 Cubicfuß enthaltend. III. Im Schneidewald: s A. Brennholz. 10 8 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 3 Prügelholz, 306„„ Stockholz und 4) 1050 Stück„ Normalwellen. Die Zuſammenkunft in dem Eingangs erwähnten Termine findet Vormittags präcis 9 Uhr in der Wildwieſe, ohnweit Bodenrod, ſtatt; wozu man Steigluſtige höflichſt einladet.— Weiter fügt man an, daß die Steigerungsbedingungen die fragliche Verſteigerung einleiten, und daß gegen Beibringung vorſchriftsmäßiger Bürgſcheine das Holz bis zum 1. Septbr. d. J. verborgt wird. Fauerbach J. am 7. März 1835. Der großh. heſſ. Revierförſter Stillgebauer. Holzverſteigerung im Revier Oberrosbach. (157) Dienſtag den 17. März d. J. ſoll nachverzeichnetes Holz in dem landesherrlichen Burg⸗ wald öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft hat präeis 8 Uhr auf dem Forſthaus Winterſtein ſtatt. 10 16¼ Stecken Birken⸗Scheitholz, 2 2 9,„ Buchen-Prügelholz, 3) 31/½„ Aspen⸗ dto., 4 1025 Wellen Buchen⸗Reiſerholz, 5 9049„ Aspen⸗ dto., 6) 400 Wellen Butzholz, 7) 1 Stück Eichen⸗Stammholz, 8) 21„ Eichen⸗Stangenholz 3 51 99 35„ Birken⸗ dio, Oberrosbach den 9. März 1836. Der großh. Revierförſter Bingmann. Oeffentliche Bekanntmachung. 1 (158) Der Nachlaß des Johannes Hinkel, Gaſt⸗ wirths zur Lilie zu Vilbel und deſſen Ehefrau iſt von deren Erben nur unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten worden. Richtigſtellung der Maſſe werden daher alle, wel⸗ chen Forderungen an dieſelbe zuſtehen, aufgefordert, ſolche ſo gewiß Mittwoch den 15. April d. J., Vormittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt bei der Auseinanderſetzung keine Rückſicht darauf ge⸗ nommen werden wird. Groskarben den 6. März 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Winheim. Geyger. Korn⸗ Verkauf. (159) Bei unterzeichneter Renterei wird Korn aus vorjähriger Erndte aus der Hand verkauft. Dorheim am 10. März 1835. Kurfüͤrſtliche Renterei dahier. J. M. L. Schüler, Rentmeiſter. Derſteig stung (160) Der Inhalt der Senkgruben hieſigen Lazarethes ſoll künftigen Dienſtag den 17. d. M., Nachmittags um ½ 2 Uhr, unter den an Ort und Stelle bekannt werdenden Bedingungen öffentlich verſteigert werden. Die Steigerungsluſtigen ſind eingeladen, zu jener Zeit im Lazarethhofe ſich zu verſammeln. Friedberg den 12. März 1835. In Auftrag: Der Verwalter des Lazareths Fuhr, Pr.Lieut. Fruchtverſteigerung im Rentamte Friedberg. (161) Von den 1834r ſiscaliſchen Fruchtvorräthen des hieſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: Mittwoch den 1. April 1835, Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhauſe zu Butzbach, von dem daſigen ſiscaliſchen Speicher, 30 Malter Waizen, 230 Mal⸗ ter Korn, 160 Malter Gerſte und 70 Malter Hafer; ſodann Freitag den 3. April 1835, Vormittags 10 Uhr, dahier zu Friedberg, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Hieronimus vor dem ehemaligen Main⸗ zer Thore, 60 Malter Korn und 70 Malter Hafer von dem Speicher zu Friedberg, und 130 Malter Korn von dem Speicher zu Holzhauſen. Friedberg den 7. März 1835. Der großh heſſ. Rentamtmann Buß. Zum Zwecke der f Leihfültig e Berechtigung. (102) Die ausſchließliche Berechtigung zum Au ſpielen von Meſſern, Porzellan, Lebkuchen und an⸗ dern dgl. Gegenſtänden von geri J. leihfallig. i Verpachtung aufs Meiſtgebot für weitere 3 Jahre iſt Termin auf Donnerstag den 19. l. M., Morgens 9 Uhr, in die Geſchäftsſtube der unter zeichneten Behörde anbeſtimmt worden. Dorheim den 5. März 1835. Kurfuͤrſtl. Polizey⸗ Commiſſion. f Hafer⸗ und Wicken⸗Verſteigerung. (163) Dienſtag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Gaſthauſe zum Ochſen dahier circa 200 Malter Hafer und N. öffentlich Feen verſteigert. f Obererlenbach den 7. März 1835. Ehehalt, Rentmeiſter. NM Bekanntmachungen von Privaten. 4 Lehrlinge werden geſucht. (145) Ein Schmied in einem nahegelegenen Orte, an der Landſtraße, ſucht einen Lehrling. Backhaus ꝛc. zu verkaufen. (150) Unterzeichneter iſt geſonnen ſein hier in Friedberg in der Metzgergaſſe ſich befindliches Haus neben Georg Bopp gelegen, ſowie ſein Backhaus, Holzſchoppen, großen Stall dem Hauſe gegenüber, 1 drei Schweinſtalle, Miſtſtätte und Hof, ferner drei gut gehaltene Sprenger aus der Hand zu verkaufen. Martin Philippi. Güter- Verpachtung. (152) Da auf die, dem hieſigen Hoſpital eigen⸗ ngem Werth auf Fare in hieſigem Amte wird mit dem 1. April glatt Hibiger * e fach f 1 rie 1. 1 56) 1 get cher dieſ 6 Ein 4057) Ein 18) 1 0 * bel, f 4 Ale 1 Eine 69) eb! 4 0 1 Bei der Expedition dieſes Blattes iſt das Nähere zu erfragen. thümlich zuſtändigen, in den Gemarkungen Nauheim, Schwalheim und Dorheim gelegenen Guter und Län⸗ dereien, welche am 17. Februar einer öffentlichen Verpachtung auf anderweitige zwölf Jahre und zwar von Petri 1835 bis dahin 1847 ausgeſest worden, (ſiehe Jutelligenzblatt Nr. 7 d. J.) mehrere Nach⸗ gebote geſchehen ſind: ſo ſollen dieſelben nochmals auf hieſigem Rathhaus, Montags den 23. 198 Vormittags 9 Uhr, meiſtbietend verpachtet werden. Friedberg den 5. März 1835. In Auftrag der Armenkommiſſi on: Der Hoſpitalpfleger Boutemy. Ein Burſche wird geſucht. (164) Unterzeichneter ſucht einen braven reinlichen 1 N Burſchen, welcher ſich keiner Arbeit ſcheut, in Dienſt. Der großherzogliche Kreisgeometer G. Bindernagel II. Erklär un g. (165) Zur Beruhigung meiner Freunde ſehe ich mich zu der Erklärung veranlaßt, daß die in öffent⸗ 5 rg el 15 Bo — N 0 Blättern erſchienenen Aufforderungen an meine im Au, Hhabiger zur nächſten Veranlaſſung nur Forderun⸗ — 1 21 haben, welche aus früheren Zeiten vor länger s 15 Jahren herſtammen, nicht von großer Be⸗ * de ung fad, und meine eee der neueſten 00 nicht berühren. c weitete. den 12. März 1835. J. l. M, 8 Langsdorff. er unter,% Morgen Garten am Schützen rain gelegen iſt e, Aus⸗ 1 56) „ getheilt auf drei Jahre zu verpach ten imiſſion, eher dieſes ſagt von wem. Ein Mutterſchwein mit acht Jungen 7) hat zu verkaufen Nikolaus Leonhard. Ein Logis auf der breiten Straße, 58) beſtehend in zwei heitzbaren Zimmern, mit bel, für einen einzelnen Heren iſt zu vermiethen. Ausgeber dieſes das Nähere. 0 Sine Wohnung auf der breiten Straße 39) iſt zu vermiethen, und kann den 1. Mai gen werden bei Schloſſer Weckerling. werden. zer großen Anzahl Muſikfreunde des gießer Muſik⸗ bereins unterſtützt wird, ſo darf man ſi ich ſchon im niſſſon:„ 8, guf einen recht angenehmen Abend freuen, utemy. l, 0 die Solo's auf verſchiedenen und ver⸗ hiedenar igen Inſtrumenten von mehreren beiwoh⸗ gaten. N Mehrere Speicher * 700 ſind zu vermiethen. Ausgeber dieſes ſagt wo. n One, f Ein Vorſchlag, Bei der ö 71) welcher vielleicht Manchem willkommen iſt. erfragen. Tin hieſiger Oekonom wäre geneigt, ein Viertel kid zu geben und zu bebauen, d. h. den Miſt zu bier n hren, zu ackern, zu eggen, mit Kartoffeln zu be⸗ es Haus hren und ſeiner Zeit auch mit dem Pfluge zu häu⸗ ackbaus, iir, wenn ſich dagegen Jemand Verpflichtete, ihm genüber, der dazu nöthigen Miſt— drei Karren— 85 lie⸗ mer drei 1 und drei Morgen Waizen zu ſchneiden. Jedoch erkaufen. 1 der reife Waizen zu der von dem Delon den ippi. Atimmt werdenden Zeit geſchnitten werden. Die giaueren Beſtimmungen ſind bei der Expedition il eigen⸗eſes Blattes zu erfahren. — Conzertanzeige. — 1 Hr. Muſikus Schierholz aus Gießen nd war 72) beabſichtigt den 22. d. M. dahier in Fried⸗ werden, eg ein großes r Nach, Vocal⸗ und Inſtrumental⸗Conzert wchmals i dem Saale des Hrn. Gerlach zu veranſtalten. Min, da derſelbe ein guter Violinſpieler iſt, und von inlichen enden Künſtlern vorgetragen werden. Es 120 55 Dient. iermit alle Muſikfreunde höflichſt eingeladen, dieſe nter Lonzert beizuwohnen. Eintrittskarten werden 10 der Caſſe à Perſon 24 kr. gegeben. Der Anfang ſſt ½ 7 Uhr Abends. n ſehe ich offeni⸗ 71 von dem Großherzogthum Heſſen.— II. Literariſche Anzeigen. (173) Das zweite Heft(Februar) der Vaterlaͤndiſchen Berichte fuͤr das Großherzogthum Heſſen enthält: Blicke auf Mainz, insbeſondere deſſen Here Gewerb⸗ fleiß und n Erſter Artikel von Pr. Neeb. Zweiter Artikel.— Das Zucht- und Beste tg bun zu Modier⸗ ſchloß.— diebe Gewerbſchulen im Allgemeinen und die Bau— handwerkerſchulen insbeſondere.— Die Verhältniſſe der Be⸗ völkerung im Großherzogth. Heſſen von Schmidt(Fortſetz.). — Die Gewerbvereine Deutſchlands.(Fortſetzung). Aachner Verein zur Beförderung der Arbeitſamkeit.— Rückblick auf die Witterungs- und Krankheitsconſtitution vom Jahr 1834. — Neue Fortſchritte des Gewerbfleißes in Sachſen.— Die Flagge de 8 deutſchen Handelsvereins.— Das ehemalige Hand— werker⸗Seminarium zu Darmſtadt betr. Gratisbeilage. I. Literariſche tate des Maſchinenweſens von Lord und Staatshandbuch für Berichte: Die Reſul⸗ Brougham.— Hof⸗ das Großherzogthum Heſſen.— Karte Anzeigen. Preis und Stärke gleich dem erſten Hefte 24 kr. Exemplare beider Hefte ſind in alen Buchhandlungen zu Gießen und Mainz(in Friedberg bei C. Bindernagel) zu erhalten, ſowie bei Carl Dingeldey in Darmſtadt. Zweiter Jahrgang von 11 0 5„ Meyer's Universum oder die ſchönſten und merkwürdigſten Anſichten des ganzen, Weltalls, mit Beſchreibung. Der erſte Band und Jahrgang des Univerſums iſt vollendet. Sechs Auflagen deſſelben von der deut ſchen zwei von der polniſchen Ausgabe, Ueberſetzungen in der franz., ungariſchen, holländiſchen und ſchwedi⸗ ſchen Sprache liegen vor uns; in Nordamerika ſind zwei Ueberſetzungen erſchienen und die franzöſiſche ward nachge⸗ druckt; Uebertragungen in's Däniſche, Italieniſche und Spa niſche werden ſoeben bergelſtaltet; vielfältige Nachbil⸗ dungen ſind in England, Frankreich und Deutſchland verſucht worden: Alles das zuſammen genommen gibt einen Erfolg für Das Unternehmen, welcher ſeines Gleichen vergebens ſucht. — Der Herausgeber iſt fern davon, ſolche Theilnahme ſei— nem Talente zuzurechnen; aber er glaubt, der Geiſt, der in ſeinem Werk ke wehe, ſey ein guter Geiſt, und der Freund der Civiliſation dürfe ſich freuen ob des Univerſums Verbrei— tung über den Erdkreis. Alle, welche dieſes ſchönſte, beliebteſte, unterhaltendſte und wohlfeilſte aller Stahlſtichwerke noch nicht be⸗ ſitzen, können jetzt, bei Beginn des zweiten Jahrgangs, ohne Verbindlichkeit auch den erſten zu nehmen, als Subſcribenten eintreten. (174) Der Preis iſt unverändert 37 Groſchen ſächſiſch, oder 24 Kreuzer rhein., oder 7 Silbergr. Pr. Court. Die Liefe⸗ rungen des zweiten Jahrganges werden älle Monate pünktlich verſendet, worauf jeder geehrte Subſcribent be⸗ ſtimmt rechnen kann. Beſteller erhalten das eilfte Exem plar unentgeld lich.— Die Subſeription verpflichtet nur für die nächſten 16 Lieferungen. „„ Exemplare von der Rerſten Lieferung des zweiten Jahr⸗. Tuch„Preiſe hier i 11 5 gangs liegen in jeder guten Buchhandlung ein Friedberg bi Früchte Preiſe hier 5 Friedberg: 5 C Bindernagel) zur Anſicht vorräthig.— Auch ſind Probe⸗ Walzen: 6fl. 10 kr. Korn: 4fl. 50 kr. Gerſte: 4 fl. ſtah l ſt iche 112 Subſcriptionsliſten überall unent⸗ Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:.— fl.— kr. 1 geldlich zu haben. 2 00 2 115 5 1 g„ Hildburghauſen und New⸗Pork, Februar 1835. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 9. März: Bibliographisches Institut. Waizen: 6 fl.— kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte: 4 fl.— ff. Hafer: 3 fl. 19 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: 5 fl. 20 ff 40 * Bei C. Bin der nagel in Friedberg iſt vorräthig: Conſtant, Benj., ſämmtliche politiſche Werke 18, 28, 38, Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 6. Maͤrz: 1 46 u. 58 Heft à 24 kr.„ Waizen: 6 fl. 36 kr. Korn: 4 fl. 55 kr. Gerſte: 3 fl. 57 0% Wagner, G. W. J., Heſſiſches Volksbuch oder Denkwür⸗* Hafer: 3 fl. 17 kr. 1 digkeiten aus dem Vakerlande. 36 kr. e Werner, Friedrich, kurzer Leitfaden über mehrere Un⸗ Fleiſch⸗ und Brodpreiſe terrichtsgegenſtände in Landſchulen, nämlich: Religions⸗ 5 ſind unverändert geblieben.* lehre, altere Religionsgeſchichte, Geographie, Naturlehre, 5 55 3 1. 2 Naturgeſchichte und Sprachlehre. gebund. 18 kr. Fur die Richtigkeit: Der Bürgermeiſter D. Frißß Im Februar 1835 wurden zu Friedberg 1. Getraut. In der Burg:!* Den 15. Der neuangehende hieſige Bürger und Oekonom Johannes Feiling, des Bürgers und Oekonon Jakob Feiling dahier ehelicher Sohn, mit Friederike Philippine Buchecker, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Leopold Buchecker ehelichen Tochter. ö 1 2. Getauft. 5 5 1 a) In der Stadt: IIe „ 8. Ein unehelicher Sohn: Heinrich; geb. den 23. Januar. 5 a g „ 8. Dem Bürger und Zimmermeiſter Leonhard Füller eine Tochter: Maria Katharina Magda ena leon geb. den 25. Januar. 5 I „ 8. Dem Bürger und Kutſcher Heinrich Hanſtein III. ein Sohn: Emmrich; geb. den 1. d. M. och, „ 11. Dem Bürger, 55 und Kappenmacher Friedrich Euler ein Sohn: Georg; geſ t, den 4. d. M. 38 45 „ 19. Dem 08 905 ee Hartmann Walz zun. eine Tochter: Eliſabetha Katharina och eb. den 10. d. M. 1 23 8 e e 9 Sieck, Bürger und Gaſtwirth, eine Tochter: Margaretha Philippina eb. den 18. d. M. 4 1 1 5 Ludwig Hauß, großh. Oberlieutenant im 2ten Bataillon des Aten Infanterieregiments, eine Tochter: Maria; geb. den 1. d. M. 1 b) In der Burg: 5 2 „ 22. Dem großh. Gränzaufſeher Friedrich Wagner eine Tochter: Margaretha; geb. den 10. d. 5 3. Beer gd ig t. N* In der Stadt: 3 „ 6. Eliſabetha, der Eva Metzger außereheliches Töchterchen, alt 1 Jahr, 5 Monate, 1 Tag ſtarb den 4. d. M. 5 8 eee „ 12. Chriſtian Leonhard, des hieſigen Bürgers und Drehermeiſters Conrad Leonhard Söhn g alt 11 Monate und 1 Tag; geſtorben den 10. d. M. f „ 21. Anna Catharina Tönges, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Joh. Jakob Tönges eheliche Tochter, alt 14 Jahre, weniger 6 Tage; geſtorben den 19. d. M. f „ 24. Frau Anna Regina Waas, des weiland hieſigen Bürgers und Dekonomen J. Heinrich N nachgelaſſene Wittwe, geborne Lack, alt 81 Jahre, 10 Monate, 19 Tagez geſt. d. 22. d. c) In der Judengaſſe: 78 Geboren. 5 en „ 18. Dem David Hirſchhorn ein Sohn: Löb. 5 1 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. 8