Intelligenzblatt für die Oberhessen 7 25 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ä SSHHH—————————— 0 — M37. Sonnabend, den 12. September 1835. 14 14 Amtlicher Theil. a Kluguſt: 19 b Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg -x. e,, an die großh. Burgermeiſter des Kreiſes. 1. 8 i i luguſt: Betreffend: Die Reviſion der Gemeinderechnungen hinſichtlich des Ertrags aus Gemeindewaldungen. 31 Bei Reviſion der Rechnungen der Gemeinden und Stiftungen wurde eine Vervollſtändigung der f 9 über Controle des Ertrags, welchen die Gemein den und Stiftungen aus ihren Waldungen leziehen, für nöthig befunden. Die großhrzgl. Ober⸗Forſt⸗Direction hat dieſerhalb verfügt, daß die Hrn. E von 1836 an eine ſummariſche Abzahlungscontrole des. geſchlagenen Holzes für jeden zum Revier gehörigen Communalwald, ſowie ein weiteres Controleverzeichniß über alle ihnen zur Verwerthung Satt überwieſenen Nebennutzungen ſoweit daraus eine Geldeinnahme für die betreff. Gemeinde oder Stiftungs⸗ „al. laſſe entſtehen kann, fuhren ſollen. Der gr. Forſtinſpector wird Ihnen bei Zufertigung der Auszüge aus J den Wirthſchaftsplanen für das folgende Jahr, beglaubigte Abſchriften zuſenden, welche beide Controlever— 3704 Pech Sie alsdann der an gr. Rechnungskammer eingeſandt werdenden entſprechenden Jahresrechnung T beizufügen haben. a 8 Friedberg den gten September 1835. ö 12 In Beurlaubung des großh. heſſ. Kreisraths: i Der großh. heſſ. Kreisſekretär depeh. 4 Dr. Cameſasca. 1—2— ee, Bekanntmachung. Betreffend: Die Preisvertheilung zur Beförderung der Viehzucht in der Provinz Oberheſſen für das Jahr 1835 und — a des Verkaufs von engliſch⸗deutſchen Baſtard-Vocklämmern. — 4 Die Vertheilung der von dem Ausſchuſſe des landwirthſchaftlichen Vereins für die Provinz Ober— 2 heſſen für dieſes Jahr zur Beförderung der Viehzucht ausgeſetzten Preiſe, wird für den Kreis Fried— . berg und die Orte Soöͤdel, Wölfersheim, Weckesheim, Niederweiſel und Hauſen aus dem Landrathsbe— * zirke Hungen, an nachſtehenden Tagen und zwar: N 1 zu Butzbach den 29ten September und 75 zu Niederwöllſtadt den 30ten September l. J. 17 ſtatt finden. 10 Die Preiſe ſind: für Sprungbullen 17 fl. 30 kr. und 12 fl. 45 kr., für junge Bullen 8 fl. 45 kr. und 5 fl. 15 kr., für Rinder 10 fl. 30 kr. und 7 fl. Auſſerdem iſt noch eine Summe zu Nachpreiſen — disponibel. — 242— 2 1 N 4 5 3. 3 2 Die Preisbewerber müſſen das vorzuführende Vieh um neun Uhr Vormittags aufſtellen und ſich durch Zeugniſſe des Ortsvorſtands darüber ausweifen, daß die Sprungbullen in der betreffenden Gemeinde auch 1 ſuhugegende auf den then im Gebrauche ſtehen und die jungen Bullen und die Rinder von den Eigenthümern erzogen und letztere afl keine Viehhändler ſind. Gleichzeitig mit den Prelsvertheilungen ſollen auf der Station Butz bach„ nach dem Beſchluſſe des. ein großer ſeſu nach 4 Ausſchuſſes in ſeiner Sitzung zu Salzhauſen, den 22ten Juni d. 2 Wenn de 15.) von den dem a r und w Vereine gehörigen engliſch-deutſchen Baſtard-Bocklämmer 5 Stück gegen gleich I ig. 4 Steigerer in der Provinz Oberheſſen ihren Wohnſitz ö Fal i. verſteigert werden, unter den Bedingungen; daß die und entweder eine eigene Schäferei haben oder für eine Gemeinde, oder größere Geſellſchaft kaufen und are Zahlung öffentlich“ eine rechte daß ſie ſich verpflichten, den Stohr, ſo lange er zur Zucht tauglich, weder auſſer der Provinz zu ver⸗ furt. Ja n kaufen noch zu verhammeln, noch zu ſchlachten. ale unſere Ich empfehle daher den gr. Burgermeiſtern, die Landwirthe des hieſigen Kreiſes hiervon in Kennt⸗ b, daß niß zu ſetzen und dahin zu wirken zu ſuchen, daß von denſelben auf die gedachten Stationen preiswürdi⸗ 15 10 ges Vieh aufgetrieben wird und daß Freunde und Beförderer der Landwirthſchaft dieſer Preisvertheilung aß wan beiwohnen. Friedberg den 9. September 1835. * empfudens J Frankfurt g. In Beurlaubung des großh. heſſ. Kreisraths: man einmal Der groß. heſſ. Kreisſecretär 4 I bönnte.— Dr. Cameſasca. l 2 die ganze E Ueber Straßenbau. (Von einem Wetterauer.) Wir dürfen wohl bei unſern Leſern als bekannt vorausſetzen, daß gegenwärtig unſere Staats⸗Regie⸗ rung die Ausführung eines großen Straßen-Syſtems beabſichtigt, durch welches nicht nur jeder einiger⸗ maßen bedeutende Ort mit den übrigen Theilen des Großherzogthums, ſondern auch das ganze Inland für Handel und Verkehr mit dem Auslande in Ver⸗ bindung gebracht werden ſoll. Das Ganze ſoll bin⸗ nen ſechs Jahren vollendet werden.“) Einſender dieſes, welcher in dem Großherzogthume ſo ziemlich bekannt iſt, ſchenkt im Ganzen dieſem Syſteme ſei⸗ nen Beifall und freut ſich der nahen Zeit, wo man durch das ganze Land eben ſo bequem wird reiſen können, wie man jetzt ſicher reiſ't. Die Folge ſind gewiß unberechenbar. Nur über zwei Straßenſtrecken un⸗ ſerer Nachbarſchaft erlaubt er ſich hier ſeine Anſich⸗ ten mitzutheilen, die er zwar nur als ſeine indivi⸗ duellen gibt, von denen er aber doch wünſchte, daß ſie nicht ganz unbeachtet möchten gelaſſen werden. Die erſte iſt die vorgeſchlagene Provinzialſtraße von Butzbach nach Uſingen. Beide Orte ſtehen in ſehr wenig Berührung; die Straße wurde wohl der Lage der Gebirge nach von Butzbach durch einige „) Wir werden gelegentlich nach der Veilage Nro. 158 zum 23 Protocoll der Verhandlungen der Aten Kammer der Landſtände unſern Leſern ein Verzeichniß der ſämmtlichen ſowohl bereits fertigen als projektirten Staats- und Provinzialſtraßen mittheilen. D. R. ſehr koſtſpielige Thäler nach Langenhain, von dort iſt, keine an aber nicht in dem Usthale, ſondern über Wermborn gleich jenſei und Eſchbach nach Uſingen geführt werden müſſen. benburgiſch, — Weit wohlfeiler und vortheilhafter würde dagegen] Jenſeis h. die Verbindung zwiſchen Friedberg und Uſingen, nicht bindung m direkt, ſondern über Ober-Möorle werden; wohl— 2 werde feiler, weil bereits die Straße bis gegen Ober⸗Mörle] daß nan vollendet iſt; vortheilhafter, weil Friedberg unde nach nehr Uſingen in näherer Verbindung ſtehen, weil dadurch] Folgen die die ganze Umgegend von Friedberg auf eine leichtere 1 Weiſe zu einem großen Theile ihres Holzbedarfes aber kommen, und weil endlich einer der bedeuten Orte von Oberheſſen, Ober⸗Mörle, eine Verbindung nach Oſten und Weſten erlangen würde. Freilich A 2 70. 8 5.. In müßte wohl bei Ziegenberg eine Brücke angelegt] Zeitung di und die Straße über Wermborn geführt werden,] Dites Of weil in dem Usthale der Felſen zu viele ſind.] die Bemil i Herrn Pfe Die zweite beabſichtigte Straße geht von Fried ſpiel des e berg über Friedrichsdorf nach Homburg. Ein ihrem biet ſender konnte, ſich nicht genug wundern, als er 90 Mungswer nahm, daß ein Theil unſerer Abgeordneten ſich gegen uud thätig die Errichtung derſelben als etwas Unnöthiges aus⸗ 100 Elte ſprach. Dieſe Straße iſt nämlich, wie man hier recht gut 5 an Ve weiß, in der That eine der wichtigſten und nothwendig, N beſärgen. ſten, ſobald Naſſau und Heſſen⸗Homburg in dem Zollver⸗„ bande ſind. Wir wollen hier nicht erwähnen, daß 405 beſe dadurch die Provinz Oberheſſen mit dem gewerbſa⸗ i ach men Friedrichsdorf, mit Homburg, mit Oberurſel, 9 g, ch durch ade auch d lezten luſſe dez den dem effentlich Vopnſtz ſafen und zu ver⸗ t Kennt, swürdi⸗ heilung raths: von dort ermborn u müſſen e dagegen zen, nich wohl ber⸗Mütt berg und! 1 dadurch e leichten lPbedarftt eutendſten erbindung Frellic argtley werden ind. hon Fried rg. Ein b er ve ſch gegen ges aui⸗ recht 50 wendig n Zolloeh nen, da gewerbſ⸗ ö berurſe, tritt un währt hat, a m. ährt hat, anzunehmen, auf den theueren preußiſchen Chauſſeen hatte, ſondern hauptſächlich den Umſtand, daß auf dieſer, Straße ein großer Theil der Handelsprodukte von Ober— heſſen nach Rheinheſſen und umgekehrt weit beque⸗ mer und wohlfeiler kommen könnte, als jetzt der Fall iſt. Man wird mir zwar erwidern, es gehe eine rechte bequeme und gute Staße über Frank⸗ furt. Ja wohl, antworten wir, das wiſſen leider alle unſere Hauderer, Fuhrleute, Kaufleute ꝛc. recht gut, daß man da hinaus kann, oder vielmehr, daß man da hinaus muß, und ihre Taſchen empfindens auch recht gut, daß die Straße über Frankfurt geht. Sie würden ſich aber freuen, wenn man einmal den geraden Weg nach Höchſt einſchlagen konnte.— Dabei dürfen wir nicht vergeſſen, daß die ganze Strecke Wegs, welche noch nicht chauſſirt iſt, keine anderthalbe Wegsſtunden beträgt, indem gleich jenſeits des Beinhardshofes an der heſſen— homburgiſchen Gränze die Kunſtſtraße beginnt. Jenſeits Homburg müßte freilich zur nächſten Ver⸗ bindung mit Höchſt hier und da noch Einiges ge⸗ than werden. Einſender dieſes iſt aber überzeugt, daß man ſich dazu gewiß gerne hergeben wurde; noch mehr iſt er überzeugt, daß die wohlthätigen Folgen dieſer Straße für einen großen Theil des handelnden Publikums recht bald empfunden werden würden.— O ſt heim. In Nro. 179 der großherzoglich heſſiſchen Zeitung dieſes Jahres wird von den Bewohnern des Ortes Oſtheim rühmend erzählt, wie ſie durch die Bemühungen ihres würdigen Geiſtlichen, des Herrn Pfarrer Strack, und durch das gute Bei⸗ ſpiel des Pachters J. Weber in kurzer Zeit aus ihrem bisherigen Treiben, das keineswegs nachah— mungswerth war, heraus geriſſen und zu fleißigen und thätigen Leuten herangezogen worden ſeyen. Auch dem Einſender dieſes iſt darüber man— ches Erfreuliche zu Ohren gekommen, und er macht ſich ein Vergnügen daraus, das dort Geſagte zu beſtätigen. Auch hier bewährt ſich wieder:„werden wir nur beſſer, ſo wird's ſchon beſſer werden“. Wir haben noch mehrere Dörfer in unſerer Wetterau, in welchen ſich ſeit einiger Zeit ein hübſches Leben regt, in welchen man anfängt, das gute Neue in der Landwirthſchaft, das ſich durch Erfahrung be⸗ das Alte, wenn es Schlen— * Lahngegenden erhält, die es bis jetzt nur über Gießen drian geworden iſt, fahren zu laſſen, und thätig die koſtbaren Stunden des Tages und der Woche zu benützen. Wo einmal Fleiß und Arbeitſamkeit ein⸗ heimiſch geworden iſt, da wird's auch ſonſt beſſer, da haben die Leute keine Zeit mehr, ihre Grillen und ihre Langeweile in den Wirthshäuſern zu ver⸗ trinken, ſondern ſuchen ihre Erholung und ihr Ver⸗ gnügen anf den Feldern, in den Unterhaltung mit den verſtändigen Nachbarn am Schluſſe des Tages, im ſchönen Kreiſe der Ihrigen und des Sonntags in ihrer Kirche. Eh ſie ſichs aber verſehen, wird's bei ihnen anders, und wenn ſie auch nicht alle reich werden, ſo fallen ſie doch nicht mehr den Executan— ten und den Gerichten anheim, die den Gläubigern die Güter zuſchlagen und ihnen den Bettelſtaab laſſen. Kommt nun noch eine gehörige Ordnung des Gemeinde-Haushaltes, ein gutes Beiſpiel der Augeſeheneren des Dorfes u. ſ. w. dazu, dann iſt uns für ein ſolches Dorf nicht mehr bange. Wir hoffen bald Gelegenheit zu finden, noch andere Gemeinden zu nennen, in welchen es ſeit einiger Zeit beſſer geworden iſt, und wünſchen, daß in denen, welche noch im Argen liegen, bald auch Licht werden möge. Wir wollen keine nennen; man braucht aber nur durch ſie durchzugehen, um zu erkennen, welcher Art ſie ſind. Im Allgemeinen freuen wir uns, ſagen zu können, daß es hier und dort bereits tagt. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN NNN⁰ NN Hofraithe-Verſteigerung. (534) Montag den 14. Septbr. d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe, im Wege der Hülfsvollſtreckung, die Hofraithe des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Heinrich Lohrfinck einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt, und in dem Steigerungstermin die näheren Bedingungen eröffnet werden. Kaufluſtigen wird dieß hiermit zur Kennt— niß gebracht. Friedberg den 30. July 1835. Der Beigeordnete Chr. Hecht. Hofraithe-Verſteigerung. (587) Freitag den 25. d. M., Morgens 10 Uhr, wollen die Martin Philippöſſchen Eheleute da— hier ihre Hofraithe, beſtehend in Wohn- und Back— haus Nro. 188 in der Metzgergaſſe, neben Georg Bopp, ſodann einem großen Stalle, neben. Georg Rauſch und Jakob Dönges gelegen, auf hieſigem Rathhauſe öffentlich freiwillig an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen, wozu die Kaufliebhaber einladet Friedberg den 2. September 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. — 244 N Obſt⸗Verſteigerung. (388) Mittwoch den 16. September, Vormittags um 10 Uhr, ſoll das ſtädtiſche Obſt, beſtehend in Aepfeln, Birnen und Nüſſen, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verſteigert werden, wozu die Kaufliebhaber mit dem Bemerken, daß der Anfang auf dem Seegraben, nächſt dem Füller'ſchen Hauſe, gemacht wird, einladet Friedberg den 3. September 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Garten⸗Verſteigerung. (389) Donnerſtag den 1. Oktober d. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, will Herr Cantor Markel dahier ſeinen hinter dem Schützenrain, 2 Viertel und 12 Ruthen haltenden, neben Georg Krieger gelegenen Garten auf hieſigem Rathhauſe einer offentlichen, freiwilligen, meiſtbietenden Verſteigerung ausſetzen laſſen, wozu Kaufliebhaber einladet Friedberg den 3. September 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Mobilien ⸗Verſteigerung. 1604) Montag den 21ten September, Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen die zur Verlaſſenſchaft des Adam Ruppel gehörigen Mobilien, beſtehend in Gold und Silber, Bettung und Weißzeug, Klei⸗ dungsſtücken, Zinn, Kupfer und Eiſen, Handwerks⸗ geſchirr und einer bedeutenden Parthie Werkholz für Wagner, 4 neuen Wagenräder zu eiſernen Achſen gerichtet, 3 Schaafen und allerley Hausrath, in dem Sterbhaus, gegen baare Zahlung meiſtbietend verſteigt und ſoll mit dem Werkholz der Anfang ge⸗ macht werden. Friedberg den 17ten Auguſt 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. In Verhinder. d. Landrichters Dr. Gilmer. Edictal ladung. (605) Ueber das Vermögen des Georg Buß zu Butzbach, wozu auch der Nachlaß des im Kloſter Haine verſtorbenen Joh. Georg Schütz von Schotten gehört, iſt von großherzoglichem Hofgerichte in Gießen der förmliche Concursprozeß⸗ erkannt— und das unterzeichnete Gericht mit deſ⸗ ſen Leitung beauftragt worden. Es werden daher alle diejenigen, welche an dieſe Vermögen Anſprüche zu haben glauben, auf⸗ gefordert, dieſelben fo gewiß den 11ten Novem⸗ ber, Vormittags 10. Uhr, dahier geltend zu machen, auch ihre etwaigen Vorzugsrechte zu begrün⸗ den, als ſonſt ſie ohne weiteres Präcluſiv⸗Dekret. von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Friedberg am ten September 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Brumhard. . 1 Vieh⸗ und Krämermarkt zu Gießen. Flle, St (606) Der auf den böten und 7ten October dieſes en eie Jahres beſtimmte dahieſige Vieh⸗ und Krämermarkt, z das Man iſt wegen des Eintritts des jüdiſchen Laubhüttenfe-“ fett ben ſtes auf Dienſtag den 29ten und Mittwoch den 30ten dieſes Monats verlegt worden, welches z dus Fer man zur allgemeinen Kenntniß des handelnden Pu⸗ fer Pfla blikums bringt. Die Herrn Bürgermeiſter werden gs hiermit erſucht, vorſtehende Bekanntmachung in ihren Ge⸗ meinden bekannt zu machen.. Gießen den Zten September 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt f C. Silbereiſen. 11 Vieh⸗ und Krämermarkt zu Butz bach. Prir 607) Donnerſtag den 17ten d. M. wird der. ill 5 Vieh⸗ und Krämermarkt dahier abgehalten.— ie Nil Die großherzoglichen Herrn Bürgermeiſter wol⸗ nuch eine E len dieſes in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt ma⸗ 1 chen laſſen. 1 Butzbach den 7ten September 1835. C557) den Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt due des Orr B. Küchel. i Wien die Verſteigerung verſchiedener Gegenſtände. f 1 5 (608) Nächſten Mittwoch den 16ten d. M., die Gepe Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem hieſigen 40000, fl Schloßhofe von den für die politiſchen Gefangenen aft 1. K angeſchafften Gegenſtände mehrere Tiſche, Stühle, nd 287 5 Bänke, Bettſtellen, Diehlen, alte Fenſter, Reiſer⸗ it allen 45 beſen, große Lampen, Nachtſtühle und andere Sa⸗ Fiese der chen an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigt wer⸗ aft wirt den, wozu Steigliebhaber hierdurch eingeladen wer⸗ chigen 2 905 I Schifereien, Friedberg am ĩten September 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath⸗ aſt⸗ und a 0 ö. waz dur des Kreiſes Friedberg. gunehnten, 5 In. N IA. ſ. w. und der großh. Kreisſeeretair 117 Dr. Cameſasca. Tn Aepfel⸗Verſteigerung zu Dorheim. A bei 3 (609) Mittwoch den 16ten September l. J, des 15 ſolche Mittags 12 Uhr, ſoll das diesjährige Gemeinde⸗ zz haben fn Obſt, als Aepfel und Birn, an Ort und Stelle, ae oͤffentlich an den Meiſtbietenden verkauft werden. Dieſen Dorheim am 10ten September 1835. gebe 55 Der kurheſſiſche Bürgerweiſter⸗ nicht minder Zerb. chnder Zeh 5 Arbeit⸗Verſteigerung⸗ portoſtei (610) Montag den 14ten d. M., Mittags 1 Uhr, ſollen nachbezeichnete Wegbau- Arbeiten vor der Unterpforte dahier, auf Ort und Stelle, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werden den Bedingungen an den Wenigſtnehmenden verſteigt werden, als: 8 1. das Anliefern und Kleinſchlagen von 1,1 k. O 5a) 1 heiner Je Tan 9 en. r dieſes markt, uttenfe⸗ ttwoch welches den Pu⸗ werden u Ge⸗ Klftr. Steinen, ſo wie das Reinigen und De⸗ cken einer Strecke Vicinalwegs, 2. das Planiren und Chauſſiren einer neuen Weg⸗ ſtrecke von 11 Klaftern, ſo wie das Anliefern von 1,5 k. Klftr. Steinen und Kies, 3. das Fertigen eines Kanals, ſo wie 6 l] Klaf⸗ N ter Pflaſterarbeit, as hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt Ockſtadt am ĩten September 1835. . Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Gröninger. daſel 9 .* NN NN bach Privat⸗Bekanntmachungen. bn Eine Million 287,500 Gulden W. W. der wol⸗ 5 zu gewinnen 5 *. turch eine Einzahlung von fl. 6. im fl. 24. Fuß. Un widerruflich (557) den 22. September d. J. wird unter Ga⸗ daſelhlt. intie des Großhandlungshauſes Hammer und Karis Wien die prachtvolle Herrſchaft K. Kuntf ch uͤtz ſtände. i Schleſien oͤffentlich ausgeſpielt. 9 Nur allein in baaarem Gelde enthaͤlt dieſe Ziehun d M. e Gewinne von fl. 200,000, fl. 20,000, b hiesigen 6,00, fl. 5000, fl. 2000 u. ſ. w. Die Herr⸗ Agel ſtaft K. Kuntſchuͤtz iſt auf Eine Million Sue id 287,500 Gulden W. W. gerichtlich tarirt: Heile pit allen erdenklichen Annehmlichkeiten, welche ein dert Sn⸗ itterſitz darbieten kann, verbindet dieſe große Herr⸗ den was gehörigen Waldungen, Wieſen, Fruchtfelder, Jagden, chaͤfereien, Brandweinbrennereien, Bierbrauereien, „„ Haſt⸗ und anderen Haͤuſer, Saͤge- und Mahlmuͤhlen Trisracß f. ſ. w.; durch Grund⸗ und uͤbrige Zinſungen, Na⸗ f Kralzehnten, Laudemial⸗Gebuͤhren, geſetzliche Taxen 4. ſ. w. und dieß alles bei der geringfuͤgigen eig wer 10 wahrhaft fuͤrſtliche Einkuͤnfte durch die dazu * it inlage von fl. 6. im fl. 24 Fuß pr. Loos. Dias Haupt ⸗Depot der Looſe dieſer großen Lotterie in. bei dem unterfertigten Hauſe in Frankfurt a. M., J, da allwo ſolche zu jenem Preis einzeln und in Parthien emeinde“ t haben ſind und auf fuͤnf bezahlte Looſe ein ſechſtes d Ste entgeldlich gegeben wird. erden Diejenigen Perſonen, welche ſich direct an tiſſelbe wenden, genießen den Vortheil, die Looſe .. licht minder wie die Liſte, welche ſogleich nach ſtatt⸗ behabter Ziehung an alle Betheiligten erpedirt wird, fortofrei zugeſandt zu erhalten. 1100 Chriſtian Scholl ſeel. Wttb. 14 1 in Frankfurt a. M. „% Oſſenheimer Jagdhaus. verſehh ſeimer Jagdhaus gut beſetzte Harmonie- und Lanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Aehle. a le Sonntag den 13. Septbr. iſt auf dem oſſen⸗ 1„1 5 . 1 ee n e Verkauf von Sͤekorn. (594) Dieſes ſogenannte Klebkorn, welches ſich gegen das gewöhnliche Korn in jeder Hinſicht auf das Vortheilhafteſte auszeichnet, und noch die be— ſondere Eigenſchaft beſitzt, daß man daſſelbe auch außer der gewohnlichen Zeit noch bis Ende Novem— ber ohne Nachtheil ſaͤen kann, habe ich wiedernm wie in verfloſſenen Jahren einen anſehnlichen Vor⸗ rath ſorgfältig und ganz rein putzen laſſen, wovon täglich in den Mittagsſtunden hier auf meinem Gute abgegeben wird. Niedereſchbach den 1. September 1835. Jakob Fay. Einladung zu einem Zinn⸗Scheiben⸗Schießen. (601) Da das von mir auf den 16. und 17. Auguſt d. J. angekündigte Schießen nicht gehörig ſtatt finden konnte, ſo werde ich Sonntag den 13. und Montag den 14. d. M. ein zweites Zinn⸗ Scheiben⸗Schießen abhalten. Daſſelbe fangt Sonn⸗ tag den 13. nach beendigtem Gottesdienſte an, wo eine Schnappſcheibe aufgeſteckt wird. Das Haupt⸗ ſchießen beginnt Montag den 14. Mittags 12 Uhr. Indem ich dieſes hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade ich zugleich alle Schießliehaber hierzu ein, und bitte um recht zahlreichen Zuſpruch. Rodheim den 2. Septbr 1835. Caspar Rullmann. Geſchäfts-Anzeige. (603) um allen Irrthümlichkeiten vorzubeugen, als hätte ich mein bisher betriebenes Gold- und Silbergeſchäft aufgegeben, wollte ich nicht verfehlen, einem hochgeehrten Publikum hiervon die ergebenſte Anzeige zu machen, daß ich ſolches wie früher, ſo⸗ wohl in neuen Arbeiten als auch Reparaturen immer fortſetzen werde, und empfehle mich dem früheren Wohlwollen beßtens. Friedberg im September 1835. W. E. Dietz, Gold- und Silberarbeiter. Ein vollſtändiges Logis (534) auf der breiten Straße iſt zu vermiethen, und kann Anfangs November bezogen werden bei Bäckermeiſter Bopp. Ein Logis im Z3ten Stock kann den 3. Oktober d. J. bezogen wer⸗ Joh Steinhäußer, Bäckermeiſter. Einladung. (611) Zu den 195905 Prüfungen der ſtiner⸗Schüler hieſelbſt, ſo wie zu deren Rede— Uebungen werden hiermit die Eltern der Schüler und Freunde des Unterrichtes mit dem Beifügen eingeladen, daß die Prüfungen künftigen Samstag (569) den bei, Augu⸗ 5 den 12ten dieſes, Morgens um neun Uhr, die Rede⸗ Uebungen dagegen des Nachmittags präcis zwei Uhr ihren Anfang nehmen werden. Friedberg den 7ten September 1835. Prof. Ph. Dieffenbach. Kirchweihfeſt zu Dorheim. (612) Auch dieſes Jahr ſoll das hieſige Kirch⸗ weihfeſt gleich wie im vorigen Jahre gefeiert wer⸗ den; daſſelbe beginnt künftigen Sonntag den 13ten dieſes Monats und dauert bis einſchließlich den dar⸗ auf folgenden Montag den 14ten. 5 Indem ich alle guten Freunde und Gönner zur Theilnahme an den Vergnügungen dieſes Feſtes höf⸗ lichſt einlade, bemerke ich zugleich: daß ich für vor⸗ züglich ſchoͤne Tanzmuſik in meinem ziemlich geräumi⸗ gen Tanzſaale, und zur Erquickung, für die wohl⸗ ſchmeckendſten Speiſen und Getränke aller Art, ſo wie gute und prompte Bedienung geſorgt habe, ſo, daß Alles, wie ich mir ſchmeicheln darf, den Er⸗ wartungen entſprechen wird. Ich rechne es mir da⸗ her zur beſonderen Ehre und Vergnügen, wenn mich eine recht zahlreiche Geſellſchaft mit deren werthem Beſuche erfreuen würde. Dorheim am g9ten September 1835. Wittwe Bingel. Empfehlung. (613) Mit vorzüglichem, ungebleichtem und gebleich⸗ tem baumwollen Einſchlaggarn, türkiſch⸗roth, dun⸗ kelblau, wie auch wollen Strickgarn, ordinäre und Sayette in den gangbarſten Sorten, Straminwolle, Stramin, Moll, Jaconette, breitem und Garnir⸗ Till, Spitzen, Schnur, baumwollen Strickgarn und anderen dahin einſchlagenden Artikel bin ich wieder verſehen, und werde die möglichſt billigſten Preiſe gewähren. Friedberg den 9ten September 1835. Nathan Hirſchhorn. Kirchweihfeſt zu Fauerbach II. (614) Unterzeichneter ladet zur fauerbacher Kirch⸗ weihe, welche Senntag den 13ten und Montag den zu den Bekanntmachungen von Behörden. lichſt ein. Durch ſchöne Muſik, e 94 reelle Bedienung werden ich mir die Zufriedenheit meiner Gäſte aufrecht zu erhalten ſuchen. Zugleich! bemerke ich, daß ich mich dieſes Jahr gegen dem Schloß über in meiner Hofraithe etablirt habe. Fauerbach den 10ten September 1885. i ei per Wirth Pokl e 1 Nachtrag Aepfel⸗Verſteigerung zu Schwalheim. (616) Mittwoch den 16. J. M., des Nachmittags um 2 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde⸗Obſt, beſtehend in Aepfeln und Birnen, an Ort und Stelle meiſtbie⸗ tend verkauft werden, wozu man Liebhaber einl Schwalheim am 10ten September 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Hofmann. a Fruchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 5 fl. 30 kr. Korn: 5 fl.— kr. Gerſte: 4fl. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. 125 Früchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 7. Septbt Waizen: 5 fl. 20 kr. Korn: 4 fl. 20 kr. Gerſte: 4 fl. 1 Hafer: 3 fl. 38 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: 5 fl. Waizen: 5 fl. 25 kr. Korn: 4 fl. 18 kr. Gerſte: 3 fl Hafer: 3 fl. 4kr. . Verkaufs⸗Preiſee der Bäcker und Metzger vom 14. Septbr. bis zum 21. Sep pfd. Lth. Für 1 kr. Milchbrod* 5 „ 1 kr. Gemiſchts⸗Brod „10 kr. Laden⸗Brod 4 7 8 kr. dito 7 2 9 14ten d. M. ſtatt findet, alle ſeine Freunde und„ 6 kr. dito 201 2 Adem Gönner hiermit höflichſt ein„und bemerkt, daß für 2 8 6 25 2 1 gut beſetzte Tanzmuſik, gutes Getränk und alle Er⸗ ee e Kr. iu liefen forderniſſe beßtens geſorgt iſt. I pfund Ochſenfleiſch⸗ 3 n e achten it In verfloſſenen Jahre wurde ihm, an den näm⸗ 1 Rindfleisch— 8 bildete p. lichen Tagen, ein recht zahlreicher Zuſpruch, welcher 1 Nee 5 8, fh ihn gewiß nicht unbefriedigt verließ, ſo daß er auch 1 Kalbfleiſch 395 5 1 5 1 0. an dieſem Kirchweihfeſte zahlreiche Gaſte befriedigend 1 Hammelſleiſch 8 7 Ulgel u zu bewirthen gedenkt.. 1 Schweinenfleiſch 10 N wih Fauerbach II. den 9ten September 1835. 1 Leber⸗ und Blutwurſt 12. 1935 Heeg Neiſel 1 Bratwurſt 14— g eser eam Ei 9 a 1 Schwartenmagen 16— ker gu tu bi n ladung. 5 1 20 def u. (615) Unterzeichneter ladet auf Sonntag den 13ten 1 14 fan und Montag den 14teu d. M. zu dem fauerbacher 1„ az 18 r be f Kirchweihfeſte alle ſeine Freunde und Gönner höf⸗ Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bech teil. 1 in uin Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg, e 0 beranlaßt au dadurt