Großher. 12 kr. gende: Subſcrip, de er Vulgatg mit kurzen Nit Stabl⸗ jeferungen, keſtzenden, Johannes) thard in n jede Nie; e Liofcrung Irons zechſte in. — 55 1 5 1 Intellig für 5 Vrovinz enzblatt dit Oberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 3 1 ——— — WM 28. Sonnabend, den 11. Juli 1835. Alterthuͤmer zu Friedberg). Es iſt in der That auffallend, wie ſehr der rund und Boden, auf welchem unſer Städtchen bſt der Burg ſteht, die Spuren früheren Anbaues gt. Wahrend unſere urkundlichen Nachrichten cht über das Jahr 1217 reichen, fuhrt uns das, as wir in der Erde finden, auf eine um tauſend Nhre ältere Cultur zurück. Aber noch auffallender es, daß wir die Reſte ganz verſchiedener Zeiten dicht gedrängt neben einander finden, als hätte han ſie abſichtlich zuſammen gelegt, um einer ſpa⸗ uren Generation Zeuge zu ſeyn von dem, was einſt un war. Wie in der Erinnerung des betagteren Nannes die Begebenheiten von zehn und zwanzig und dreißig Jahren ſich an einander reihen, als fehörten ſie Einem Tage an, ſo reihen ſich in der liefe der Erde die Spuren von Jahrhunderten und ahrtauſenden an einander, als gehörten ſie zu einer ind derſelben Woche. 5 Indem wir, wie der Text beſagt, hier nur das berühren, was uns aus der neueſten Zeit aufgefunden wurde, er— lauben wir uns, denjenigen Leſer, welcher ſich uber das, was ſich früher vorfand, belehren will, auf zwei Schrift⸗ chen aufmerkſam zu machen. J) Beiträge zur Geſchichte der Wetterau. Herausgege⸗ ben von Roth und Schatzmann. Erſtes Heft. Frank⸗ furt 1801. N 2) Ueber Alterthümer in und um Friedberg vom Prof. Dr. Ph. Dieffenbach. Gießen 1829. Anderes findet ſich hier und da in andern Werken und Zeitſchriften zerſtreut, die hier nicht angeführt werden 25 1 In der Hoffnung, daß es auch denjenigen un⸗ ſerer Leſer, welche gerade keine Liebhaber des Alter⸗ thumes ſind, nicht ohne Intereſſe ſeyn wird, Ver⸗ anlaſſung zu ernſten Betrachtungen zu finden, wollen wir hier die Reſultate zufälliger Ausgrabungen aus den letzten Jahren mittheilen, und nur das Wich⸗ tigſte dabei erwähnen, ohne unſere Leſer mit weit— läufigen Hypotheſen und hiſtoriſchen Träumen zu ermüden, die uns hierher nicht zu gehören ſcheinen. Als im Jahr 1828 das Fundament zu dem neuen Gefängniſſe Ces iſt eine Stelle, an der ſeit Jahrhunderten kein Haus ſtand) gelegt werden ſollte, ſtießen die Arbeiter auf altes Mauerwerk und ver— ſchütteten Grund, was ſie nöthigte, in eine Tiefe von mehr als 15 Fuß hinab zu gehen, um feſten Boden zu erhalten. Dort fanden ſich die viereckigen Mauerreſte eines altes Gemaches und in denſelben mehrere faſt noch ganz wohl erhaltene Gefäße, die zwar nicht roͤmiſchen Urſprunges ſind, aber durch ihre Form verrathen, daß ſie ſehr frühen Jahrhun— derten angehören.(Schreiber dieſes hat fuͤr Pflicht gehalten, ſie aufzubewahren.) Etwas ſpäter kamen bei Planirung des noͤrd⸗ lichen Theiles des ehemaligen Stadtkirchhofes neben den Neſten von Gräbern nicht nur mehrere alte Münzen zu Tag, ſondern es fand ſich auch ein wohl erhaltener ſ. g. Donnerkeil, deſſen Verfer— tigung Zeiten angehört, die lange vor den römiſchen liegen. Wie viel Aberglaube auf dem Lande, auch wohl hier und da in Städten, über dieſe Donner⸗ keile noch herrſcht, iſt dem geneigten Leſer wohl — 190— bekannt. Das leidet keinen Zweifel, daß ſie aus uralten Zeiten ſtammen. 6 i f Wie früher der verſtorbene Glaſermeiſter Wag⸗ ner bei Planirung ſeines Gartens eine Menge Reſte von Gefuͤßen gefunden hatte, die ohne Zweifel römiſch ſind, und die ſogar den Stempel der Verfertiger hier und da an ſich tragen, ſo zeigten ſich auch im Jahr 1832 bei Anlegung des ſchmidtiſchen Brau— hauſes nach dem neuen Thore zu mehrere Reſte von Gefäßen, deren Verfertigung eben ſo beſtimmt den Römern zuzuſchreiben iſt, wie jene. In demſelben Jahre fanden die Arbeiter bei Chauſſirung der neuen Straße an dem ehemaligen ſeer Thore“) mehrere römiſche Münzen, von wel— chen dem Einſender dieſes eine der 22 ten Legion mit dem Zuſatze III VIR R. P. C.(triumvir reipu- blicae constituendae), ferner eine von Hadrian, eine von der Kaiſerinn Fauſtina, der Aelteren, und eine von Antonin dem Frommen eingehän⸗ digt wurden. g f Nicht lange nachher(im Herbſte 1832) ent— deckte der Bürger Scheich in ſeinem Garten bei Anlegung einer Geube eine Anzahl von alten Back— ſteinen, die alle auf eine ganz eigne Weiſe mit ſo vielen trichterfoͤrmigen Löchern verſehen ſind, daß ein einziger deren 60 hat. Ich halte ſie für römiſch, und mochte vermuthen, daß ſie bei einem Bade, namentlich einem Schwitzbade, gebraucht wurden. Faſt zu gleicher Zeit wurde in dem kauziſchen Garten, ebenfalls bei Anlegung einer Grube eine große Menge alter Degengefäße und anderes Eiſen⸗ ) Daß das See⸗Thor(ſeer Thor) und die dabei g legene See-Wieſe den Namen einem See verdanken, gibt ſchon das Wort, und iſt wohl denj nigen Friedbergern be— kannt, die mit der Geſchichte ihrer Stadt nur einiger Maßen vertraut ſind. Hier wollen wir nur zum Belege noch beifügen, daß deſſelben in einer kaiſerlichen Urkunde von 1361 Erwähnung geſchieht. Kaſſer Karl IV. nennt darin ausdrücklich„den See bei der Stadt Friedberg ge— legen“.(Mader ſichere Rachrichten der Burg Friedberg J, 172.) Erſt um's Jahr 1430 wurde derſelbe trocken gelegt. Und da die Stadt dadurch an ihrer Befeſtigung Noth zu leiden ſchien, ſo wurde deswegen auf ihre Bitte ein Waſſer⸗ graben„an dem Stadtgraben, zwei Ruthen breit“, von Seiten der Burg angelegt,, wogegen die Stadt am Samſtag nach Bartholomäitag 1457 einen Revers ausſtellte.(Ma⸗ der a. a. O. I, 340.) Wer an der Wahrheit ſolcher Zeugniſſe zweifelt, für ben gibt es keine Geſchichte! werk aufgegraben. Sie waren alle ſtark orydll (won Roſt angefreſſen), und es iſt möglich, di ſie aus den Zeiten des dreißigjährigen Krieges heh rühren. Nicht weit davon lag ein Donnerkeil deſſen ſtark verwitterte Oberflache bewies, daß el Jahrhunderte lang in ſehr ungünſtigem Boden gerulf haben muß. N 1 Bei Anlegung der Keller zu den neuen Hausen duns ve vor dem ehemaligen mainzer Thore zeigten ſi ebenfalls Reſte aus alten Zeiten; doch wüßte i nicht, daß gerade etwas Beſonderes zu Tage gefoff dert worden wäre. Dagegen fanden ſich im Früßß jahre 1834 bei Grabung des Kellers zu dem h ſte iniſchen Hauſe hinter den Pfarrhausgärten hoffen, der mehrere Reſte, theils römiſcher, theils altdeut welche! ſcher Gefaͤße, auch ein altes, ſtark oxydirtes Degei oll, im gefäß von Eiſen.„„ e eee Ein ganz auffallendes Reſultat gewührten aber each die Aufgrabungen in dieſem Frühjahre. Als der Zimmermeiſter Füller vor dem ehe maligen See-Thore an einem Keller graben li dieſelben kingenon immer für ſein zu errichtendes Haus, ſtießen die Arbei uochte auf ein ganz wohl erhaltenes Kellergewölbe, und] neten zwar au einem Orte, wo wenigſtens Einſender nit] mind gehört hatte, daß Gebäude geſtanden. Zu gleichet] von ih Zeit kamen mehrere Münzen zu Tag, wovon Eine] werder römiſch, die Andere, eine ſ. g. Dickmünze, aus Prüfu dem Mittelalter und endlich etliche rheinländiſche ausgez Albus aus dem Aufange des ſiebenzehnten Jah Theile hunderts, darunter Einer mit der Jahrzahl 1627. nen J Dadurch wurde die Vermuthung wahrſcheinlich, heilig daß der Keller wohl im Verlaufe des dreißigjähr ueten gen Krieges, vielleicht bei Errichtung einer ne 1 Glied Schanze verſchüͤttet worden ſeyn möchte. Aber und v kommt die römiſche Münze dazu? Und dann fand ſich ja er ay auch in dem Keller neben anderem Eiſenwerk„ welch große Anzahl meiſt ſtark orydirter eiſerner Spitzet in w von Armbruſt-Bolzen. Dieſe mögen doch wohl viel] in älter ſeyn, als jene oben erwähnten Münzen!— heilig In der hinteren Kellerwand entdeckte ſich außerdem 0 in der Ecke einer Niſche dem genauer Forſchenden 9 ein gar ſinnreich angebrachter Topf, deſſen urſprüng⸗ 9 liche Beſtimmung dem, der die Oertlichkeit geſehen, 4 durchaus nicht zweifelhaft ſeyn kann— nämlich 55 zur Bergung des Geldes in Zeiten der Noth. 00 (Beſchluß folgt.)„ 7 N 80 pütes Deyv, wahrten a hrliche Staats Einnahme des Großherzog thums Heſſen von 1833 bis 1835. Den Leſern unſers Blattes iſt es wohl nicht intereſſant, wenn wir ihnen eine Ueberſicht der ührlichen Staats-Einnahmen unſeres Großherzog⸗ ums von den Jahren 1833 bis 1835, ſo wie ſie der zweiten Kammer der Stände in der am 26. ny 1835 ſtattgehabten 29 ten Sitzung von den ktänden angenommen wurden, hier kurz mittheilen. bobald wir in dem Stand ſind, wollen wir ſie uch von den Ausgaben in Kenntniß ſetzen. Wir ſoffen, dadurch beizutragen, daß die Theilnahme, elche ein jeder Bürger für ſeinen Staat haben oll, immer reger wird, je mehr er von dem Staats— gaushalte erfahrt. Wie in einer Familie, in welcher ſrwachſene Sohne und Töchter ſind, gut iſt, wenn ſieſelben Kenntniß erhalten von dem, was bei ihr r dem e graben li die Arheip olbe, un inſender y Zu gleicht woven Eir zünze, au einlandiſt Iten Jah, ahl 1627. irſcheinlit ißigütht eiuer neu Aber 1 fand ſic werk ein ner Spitzel voll viel inzen!— außerden orſchendn urſpruz u geſchi, nünlch goth. ingenommen und ausgegeben wird, weil ſie dadurch mmer mehr als Theile derſelben ſich anſehen; ſo uböchte auch gut ſeyn, wenn in einem wohlgeord— teten Staate die Bürger, die ſchon darum als nündig angeſehen werden, weil aus ihrer Mitte don ihnen die Abgeordneten des Volkes gewählt werden, welchen man Ausgabe und Einnahme zur Prüfung vorlegt, wiſſen, was eingenommen und ausgegeben wird. Mögen es auch nur ganz kleine Theile dieſer großen Zahlen ſeyn, die den Einzel— nen zunächſt ſelbſt angehen; immer iſt er dabei be⸗ heiligt„ und immer klarer muß es vor ſeine Seele treten, daß er ein Theil des großen Ganzen, ein Glied der gewaltigen Kette iſt, in welcher er lebt und wirkt. Hat er dieſes recht erkannt, dann wird er auch mehr ſich hingezogen fühlen zu dem Lande, welchem er den ſchönen Namen Vaterland gibt, in welchem er vor dem Fremdlinge beſondere Rechte in Anſpruch nehmen, gegen welches er aber auch heilige Pflichten zu erfüllen hat. 10 Kameral-Domänen 2) Forſt⸗Domänen 3) Regalien 4) Direkte Steuern 907,833 fl. 863,163 60,662„ 5,983,617 5) Trankſteuer 5 a 442,420„ 6) Schieß⸗ und Reiſepaſſe 7,25 7) Waſſerzoͤlle 127210„ 100,000„ 8) Rheinſchifffahrtsoetroi f 5 4,377,120 fl. Zu übertragen — 101— 4,377,120 fl. 144%½700 Uebertrag 9) Chauſſeegeld 10) Brückengeld ꝛc. ꝛc.. g 52,257 110 von öffentl. Wagen 881 12) Collateralgelder a a 34/000„ 13) Hundeſteuer 2 5 15,300„ 14) Zoll. 2 700,00„ 15) Salzregie 5 5 l 479,371 16) Verbrauchſteuer. g 8 158„ 17) Sporteln a 63,500„ 18) Stempelgebühren. 447,000„ 19) Gewerbs-Conceſſionen 443„ 20) Einzugsgelder im Amte Kuͤrnbach 1,550„ 210 Geldſtrafen 8 5 99,300„ 22) Erſatzgelder für aufgehobene Frohnden 6,850„ 23) Andere unmittelbare Einnahmen 1,046 24) Zufällige Einnahmen 14,950„ 25) aus dem Betriebs-Capital 259,662„ —— Summe der jährlichen Einnahmen 6,698,088„ Alexandersſaͤule. Die dem Kaiſer Alexander dem Erſten zu Ehren in Petersburg errichtete Säule, deren Ent— hüllung am 11ten September 1834 ſtatt hatte, be⸗ ſteht aus einem einzigen Granitſteine, welcher 12 Fuß dick und 84 Fuß lang iſt, mithin von unge— heuerem Gewichte ſeyn muß. Auf der Säule, deren Knauf von Erz iſt, ruht eine Halbkugel, und auf dieſer erhebt ſich ein— mit der rechten Hand nach dem Himmel deutender Engel. Auch auf das Fuß⸗ geſtell dieſer Säule iſt viel Fleiß und Sorgfalt ver— wandt. Das ganze Denkmal hat eine Höhe von 154 Fuß.— Werke dieſer Art machen dem menſchz lichen Geiſte Ehre und gehen das ganze Geſchlecht an. Wir haben ſchon einiger aus anderen Gegen den erwähnt. Armut h. Nach dem dreißigjaͤhrigen Kriege waren die Landleute ſo geldarm, daß u. A. der begütertſte Mann zu Melbach ſeinen Knecht nicht anders be— zahlen konnte, als dadurch, daß er ihm ſeine Toch⸗ ter zur Frau gab. Geld zu Lohn beſaß er nicht mehr. Verbeſſerungen. Bei der Bücher- Anzeige S. 185 in unſerm letzten Blatte befindet ſich ein ſinnentſtellender Druck⸗ fehler, den wir hiermit verbeſſern. Statt„Karl Adolf Menzels Geſchichte für das Volk“ iſt zu leſen: „Karl Adolf Menzels deutſche Geſchichte, ebenfalls ziemlich bändereich, Menzels Geſchichte für das Volk.“ Es iſt daraus erſichtlich, daß zwei Menzel ſich um deutſche Geſchichte verdient machten, deren Werke aber nicht zu verwechſeln ſind. D. Red. f Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Edieta bla d un g. (449) Ueber das bedeutend überſchuldete Vermö⸗ gen des Balthaſar Arnold Schott in Aſſen⸗ heim hat großherzogliches Hofgericht den formellen Concurs erkannt, und werden alle diejenigen, welche Anſprüche an denſelben formiren zu können glauben, zur Geltendmachung ihrer Forderungen ſowie zum Verſuche eines Arrangements auf Montag den 17. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil des ſtillſchweigenden Aus⸗ ſchluſſes von der Maſſe hierher vorgeladen. Friedberg den 17. Juni 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. In Abweſenheit des großh. Landrichters: Brumhard. Oeffentliche Aufforderung. (464) Der Nachlaß der Louiſe, Ehefrau des Heinrich Wagner zu Rodheim, vormals Chri- ſtian Düringer Wittwe von Köppern, iſt von deren Kindern nur unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten worden. Zum Zwecke der Richtigſtellung des Nachlaß— beſtandes werden daher alle, welchen Forderungen an den Nachlaß zuſtehen, aufgefordert, im Termine Mittwoch den 29. Juli d. tags 9 Uhr, ſolche dahier anzuzeigen und zu begründen, ſowie im Falle ſich ergebender Ueberſchuldung auf die alsdann gemacht werdenden Vergleichsvorſchläge ſich zu erklären, als ſonſt ohne weitere Berückſichtigung der Forderungen das Inventar abgeſchloſſen und der Nachlaß nach den für angenommen zu erachten⸗ N, Vorm it⸗ 2 5 192 und Wolfgang Uhr, anbeſtimmt worden, welches Bae den Vergleichs vorſchlägen zur v teh 8 5 werdenden Schulden verwendet werden ſoll. Großkarben den 27. Juni 1835. Großh. beſſſ iſches Landgericht daſelbſ Muhl. Geyger. Ve r p a cht u n g. (470) Nochmalige Tagfahrt zur meiſtbietenden Vel pachtung des dem Staate gehörenden, in der ſchwa heimer Gemarkung, unfern von Schwalheim Nauheim, am ſogenannten Alzenköppel liegend Stück Landes von 1 Morgen, 1 8 1 1 Rth. und Schuh iſt auf den 27. Juli d. J., Morgens 1 3) um ſich zu der bemerkten Zeit in hieſiger Renter einzufinden— bekannt gemacht wird. Dorheim am 29. Juni 1835. Kurfuͤrſtliche Renterei. „ M e Schüler, Rentmeiſter. Verpachtung. 1 (481) Montag den 20. d. M., Vormittags 11 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe unte vor der Verſteigerung bekannt gemacht werd 19950 Bedingungen der St. Alban⸗Zehnten einer offers 1 meiſtbietenden Verpachtung ausgeſetzt werden, woz die Steigliebhaber einladet Friedberg den 7. Juli 1835. e Der Beigeordnete Jakob Bechſtein Markt zu Butzbach. (482) Der te hieſige Vieh- und een 6 wird Mittwoch den 29. d. M. abgehalten. 1 Die großh. Herren Bürgermeiſter werden e 55 ſucht, dieſes in ihren Gemeinden bekannt machen Gir zu laſſen. Juli Butzbach den 4. Juli 1835. Rat Der großh. e daſelbſ wer! Küchel. N Arbeit⸗ Se i (483) Donnerſtag den 16. Juli, Vormittags 100 2. Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Altenſtadt die 7 zur Erbauung eines neuen Schulſaals daſelbſt 2 nöthigen Bauarbeiten, als: die 6 die Maurerarbeit, voranſchlagt zu 587 fl. 15 tr g 29„Steinhauerarbeit„„ 193 fl. 48 kr en 3)„ Zimmerarbeit 1„ 455 fl. 42 kr. 0 4)„Dachdeckerarbeit„180 fl. 36 kr./ 5)„ Schreinerarbeit 1„ 233 fl. 22 kr.“ 6)„ Schloſſerarbeit 1 104 fl. 10 kr. 7)„ Glaſerarbeit„„ 73 fl. 20 kr. 8)„Weißbinderarbeit„ 85 fl. 15 kr. 9 Site 1817 f 28 kr. an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert wer den. Zeichnungen, Ueberſchläge und Bedingungen 00 liegen bis dahin auf dem Büreau des Unterzeichne⸗ 81 ten zur Einſicht offen. 8 3 N 0 Man bringt dieſes mit dem Bemerken zur all⸗ der agi gemeinen Kenntniß, daß nur ſolche Steigerer zuge— g ſol. aſſen werden, welche Atteſte von ihren Bürgermei— 5. ſtereien vorzeigen, daß ſie Kaution zu leiſten im icht daf. Stande ſind. 8 eyger. Friedberg den 7. Juli 1835. Der Kreisbaumeiſter Holzapfel. betend N Arbeit⸗Verſteigerung. 1 0 484) Montag den 13. Juli d. J., Vormittags Wal Uhr, ſollen die Arbeiten an der Schulwohnung el e ju Niedereſchbach, als: Taue 1) Zimmerarbeit, voranſchlagt zu 27 fl. 18 kr. N ch. und 2) Maurerarbeit„ 36 fl. 1 kr 1 3) Schreiner- u. Glaſerarbeit„ 62 fl. 36 kr. 1 Summe 126 fl. 10 kr. öffentlich verſteigert werden. Niedereſchbach den 8. Juli 1835. *. 14 Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt nterci. i 8 4 Dickhardt. Rentmtiſn Gras-Verſteigerung. (485) Mittwoch den 15. d. M., des Vormittags ormittags n um 11 Uhr, ſoll zu Niederwollſtadt auf daſigem uſe unter Rathhauſe von ungefähr 60 Morgen einſchürigen iht werdene Wieſen das Gras in mehreren Abtheilungen an den einer offen Meiſtbietenden verſteigert werden. werden, w. Es wird gegen einen vom Octsvorſtand aus— geſtellten Zahlungsfähigkeits- und Bürgſchein ein Kredit bis Michaeli dieſes Jahrs gegeben. gechſtei Niederwöllſtadt am 8. Juli 1835. f Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Bauſch. Krämermmn Haus ⸗, Stall- und Gärtchen⸗Verkauf. ten. 1486) Das, dem hieſigen Hoſpital zuſtaͤndige, vor⸗ r werden' mahls Georg Briels Wohnhaus nebſt Stall und kannt mach Gärtchen, in der Ackergaſſe gelegen, ſoll d. 15 ten Juli d. J., Vormittags um 10 Uhr, auf hieſigem Rathhaus öffentl. an den Meiſtbietenden verkauft geister daſell werden. cel. 0 Friedberg, den 6ten Juli 1835. 1 Die Armen commiſſion daſelbſt. 0 Verſteigerung einer Kornſtrohlieferung. 487) Montags den 13 ten d. M. Nachmittags um 2 Uhr, wird in hieſigem Lazarethverwaltungs-Büreau die Lieferun; von 2— 3 Fuder Kornſtroh, an den Wenigſtfordernden, nach vorher den Concurren— g. zormittags! ſtenſtadt! 1 nals daſel f. 8 ten bekannt gemachten Bedingungen verſteigert. 100 5 Friedberg, den 8ten Juli 1835. 405 f. 40 4 In Auftrag: 180 fl. 15 14 Der Verwalter des Lazareths 3 f. 227 Fuhr, Pr.⸗Lieut. 10⁴4 4*. 5 a NN 75 fl. 2 4 51% Privat⸗Bekanntmachungen. so f. 281 Concertanzeige. leigert 0(488) Der durch ſein voriges Concert in hieſiger derne Stadt bekannte Violinvirtuos, Herr Schierholz Unterzel 1 5 140 41 „ von Gießen beabſichtigt, unter Mitwirkung einiger Studierenden und Künſtler von dort, Freitag den 17 ten d. M. im Kurſaale zu Salzhauſen ein großes Vocal- und Inſtrumental-Concert zu geben, wovon ſich Freunde der Kunſt zuverſicht— lich einen hohen Genuß verſprechen können. Nach Beendigung des Concerts wird von Herrn Gaſthalter Seum zugleich ein Ball arrangitt werden. Friedberg, den 5. Juli 1835. Vorzüglich guter Weißrübſaamen, (489) das Loth 2½ kr., bei M. Jung, Saamenhändier in Friedberg. Ein and un g. (490) Sountag den 12 ten Juli iſt auf dem Nau- heimer Teichhauſe Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen wozu ſeine verehrten Gönner und Freunde höflichſt einladet Henkel. eee eee (491) Junge Damen, die am Verfertigen feiner Blu— men Vergnügen finden, lade ich als Theilnehmerin⸗ nen meines von heute an eröffneten Unterrichts in dieſem Fach ein, mit dem Verſichern, daß nach 30 Stunden jede Dame im Stande ſeyn wird, alle be— liebigen Blumen ohne fremde Hülfe zu machen. Agnes Moore, wohnhaft im Eckoau des goldenen Reichsapfels. Capitalien zu 4½ pro Cent (492) von 1000 fl. bis 5000 fl. liegen gegen gericht— liche erſte Inſatz-Hypotheken zum Ausleihen bereit, bei dem allg. Geſchaͤfts-Buͤreau zu Roͤdelheim. 800 fl. (493) ſind auf doppelten Verſatz auf eine ge— richtliche Obligation zu 5% zu verleihen von der pia Corpora, und können ſogleich bezogen werden. 5 H. Müller, Collector. 100 fl. (494) liegen bei dem Kirchenbau zu Oſſenheim, gegen doppelten gerichtlichen Einſatz vou Güter— Stücken zu 5 pro Cent zum Ausleihen bereit. Ch. Hoeres, Kirchenrechner. Em pfeh Tun g. (495) Der Unterzeichnete zeigt hierdurch ergebenſt an, daß er außer ſeinen Seifen- und Lichterfabri— katen noch einen bedeutenden Vorrath von Grün— ſchmiere beſitzt, und zu billigem Preiſe abgeben kann. Fauerbach II. den 8. Juli 1835. Simon Gottſchalk. ie e m n e k. (496) Sonntag den 12. Juli d. J. wird auf dem Beinhards-Forſthauſe in der Fichten-Anlage nächſt dem Garten Tanzmuſik gehalten. Von ge— nanntem Dato au wird ſolche alle vierzehn Tage wiederholt, Freunde und Goͤnner werden von dem Unterzeichneten hierzu höflichſt eingeladen. Beinhardsforſthaus, d. 3. Juli 1835. Bötz. * Militaͤrvertretungs-Anſtalt, (370) Anſtalt, die pro 1834— 35 1028 Mitglie— der zaͤhlte, und die durch ihre große Mitglieder— zahl und die durch mich geleiſtete 102,000 fl. be— tragende Caution die groͤßtmoͤglichſte Sicherheit bietet, haben bereits fur dieſes Jahr gegen 700 Perſonen ihren Beitritt erklaͤrt. Die Eltern und Vormuͤnder der im Jahr 1815 Gebornen lade ich zum Beitritt ein. Darmſtadt den 18. Mai 1835. Ernſt Emil Hoffmann. Einladung. (497) Sonntag den 12. Juli l. J. wird der Unterzeichnete ein Geldſcheibenſchießen mit gut be— ſetzter Tanzmuſik abhalten, wozu er alle Freunde des Schießens und geſelligen Vergnügens ergebenſt einladet. Für gute und rein gehaltene Getränke und Speiſen wird beßtens geſorgt, ſo wie auch hin— ſichtlich des Schießens die nöthigen Vorkehrungen zur Zufriedenheit der Herren Schützen getroffen. Rendel den 7. Juli 1835. Johannes Kitz. Einladung.. (498) Sonntag den 19. Juli l. J. findet auf dem Kohlplatz bei Florſtadt ein Zinnſcheibenſchießen nebſt 2 mit Silber beſchlagenen Tabackspfeifen, ſtatt. Indem ich hierzu alle Freunde des Schießens höf— lichſt einlade, mache ich mir zur Pflicht, Alle die— jenigen, welche mich mit ihrem Beſuche beehren, mit guten Getränken und Speiſen auf das Beßte zu bedienen. Hinſichtlich des Schießens werden die nöthigen Vorkehrungen zur Zufriedenheit der Herren Schützen getroffen werden. Florſtadt den 7. Juli 1835. Um ſonſt, Jagdaufſeher. haben: N Badiſches Kirchenblatt, eine Zeitſchrift für Prote— ſtanten und Katholiken, im Vereine von Mit— arbeitern beider Confeſſionen herausgegeben von Wilh. Fr. Rinck, evangeliſch proteſtantiſchen Pfarrer in Egringen bei Lörrach, und Wilh. Röther, der Phil. Doktor und evangeliſch pro— teſtantiſchen Pfarrer in Mosbach. Dritter Jahr— gang.— Erſtes Heft 40 kr. Geſetzesentwurf die Stellvertretung im Militaͤr— dienſt betreffend. Nebſt den Motiven dazu vor— getragen durch Herrn Miniſterialrath v. Kuder in der 26. Sitzung der zweiten Kammer der Landſtände vom 22. Juni 1835. 6 kr. Zur allgemeinen Militaͤrvertretungs⸗ Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt zu . 4 5 0h e n: Dom und Altſtadt von Frankfurt am Main.— Der Römerberg. 5 N —— Zweite Lieferung. Abbildungen: Nürn⸗ berg von der doſt- Seite. der Burg von Nurnberg. Tägliche Herzensweide aus Dr. Martin Luther's Gemälde von Deutſchland. bildungen: Werken, zur Erfriſchung und Stärkung der lieben Chriſtgemeine. Herausgegeben von Emil Wilh. Krummacher, Pfarrer zu Langenberg 2.0 Dez ſih Tr Eine Sammlung Muſterſtücken in Proſa für das mittlere Jugendalter, mit 2 U g f den nöthigen Erläuterungen zum Schul- und Privatgebrauche herausgegeben von Dr. G. L. Kriegk. Zweite, verbeſſerte und vermehrte Auflage. Halbfranzband. 2 fl. 15 kr. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: 95 Gerſte: 4 fl. 40 fr. . 7 4 Waizen: 6 fl. 10 kr. Korn: 5 fl. 15 kr. Hafer: 4fl. 10 kr. Erbſen: fl Früchte-Preiſe zu Frankfurt, am 6. Juli: Waizen: 5 fl. 54 kr. Korn: 4 fl. 10 kr. Gerſte:— fl.— kr. 2 Hafer: 3 fl. 54 kr. Kohlſaamen: 13 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.—- I, Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 26. Juni: Waizen: 6 fl. 26 kr. Hafer: 3 fl. 49 kr. Verkaufs⸗Preiſe der Backer und Metzger vom 13. bis zum 20. Juli. d. 1 9 Für 1 kr. Milchbrod 5 5 2 7 „ 10 kr. Laden-Brod 8 kr. dito 6 kr. dito 4 kr. dito 2 kr., dito 1 Pfund Ochſeufleiſch 1„ Rindfleiſch 1 Kühfleiſch 1 Nierenfett 1 Kalbfleiſch 1„ Hammelfleiſch 1 Schweinenfleiſch 1 1 1 1 „ 5 2 2 82 * 2 1 3 Judengaſſe. S SoSe Leber- und Blutwurſt Bratwurſt Schwartenmagen Speck Dörrfleiſch 1 Schmalz! ieee — 18 Ausſicht nach. 7 ö 24 kr. 6 Korn: 4 fl. 47 kr. Gerſte: f. 50 nm ü 2 f 9 7 Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bech ſtei n. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. . *