ble. uskleide 1. 5 9 Burwe J 4 ad Jeu enſchieß tag denn chießen 38 un% N 32. Uhr anf a g g N 0 Noch ein Woͤrtchen uber Kleinkinderſchulen. 4 0 In Nro. 18. des Intelligenzblattes vom vorigen uche ent 1 befand ſich eine Anfrage wegen Errichtung 1835. von Kleinkinderſchulen. Der Verfaſſer glaubte, Winter. 0 daß das, was dort geſagt wurde, nicht auf uafrucht⸗ f. baren Boden fallen würde, und hatte zwar die eine Qu Freude, zu vernehmen, daß wirklich hier und da die * Sache, die eine wahrhaft chriſtliche und menſchliche 885. iſt, zur Sprache gebracht wurde, noch aber nicht Schultzeiſf die Befriedigung, daß ſie in irgend einem Orte in hoch, unſerm Kreiſe zur Ausführung gekommen iſt. b kent, U Da ſie ihm, und mit ihm gewiß noch andern 1 unſerer Leſer, ſehr am Herzen liegt, ſo will er hier nur mittheilen, daß er die am 28. Mai 1833 zu Darmſtadt errichtete Anſtalt ſelbſt beſucht und ſich in derſelben genau umgeſehen hat, ſo daß er ſie ziemlich kennen gelernt zu haben glaubt, und die Ueberzeugung gewann, daß eine ſolche Anſtalt, wenn auch im Kleinen, an jedem Orte errichtet werden kann, wo nur einige Perſonen ſich finden, welche Luſt und Liebe zu einer ſo heilſamen Sache der Menſchheit haben. Wem es daran liegt, ſich hierüber weiter belehren zu laſſen, dem erbietet er ſich mit Vergnügen, weitere und nähere Auskunft 9 zu geben. Einſtweilen bemerkt er, daß es wahrhaft ſe 0 1000 rührend iſt, das Leben und Treiben in einer ſolchen . 15 1 Anſtalt näher zu ſchauen. Denke dir nur, Leſer und 1 Leſerinn, die ihr Kindesſinn habt, ein von dem f ſtörenden Treiben der Welt etwas abgeſondertes — Lokal mit einem freundlichen, ſonnigen Hofe, der g 4 mit Sande beſtreut und theilweiſe bedeckt iſt, damit Sonnabend, den 8. Auguſt Intelligenzblatt für die Mrovinz Mberhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 1835. die Kinder auch zur Noth bei Regenwetter in Freien ſpielen können. So wie du eintrittſt, ſiehſt du dich von einer Schaar Kinder umgeben, alle zwiſchen 2 und 6 Jahren, alle mit einem Kittel und einem Schürzchen verſehen. Ein Theil ſpielt mit Puppen, ein anderer mit Klötzchen, ein dritter ſitzt auf Schau— kelpferden, wieder ein anderer arbeitet im Sande. So wie du in ihre Mitte kommſt, eilen Schaaren herbei und reichen dir ihre Händchen zum freundli⸗ chen Willkomm hin. Es iſt 11 Uhr Mittags, und die Kinder werden zum Eſſen gerufen. Die klein— ſten ſitzen auf Stühlchen, einige ſogar auf dem Schooße der Wärterinnen, die größeren auf der Erde vor dem niedrigen Tiſche. Jedes erhält in einem irdenen Teller ſeine wohlbereitete Suppe und ein Stück wohlausgebackenes Brod. Wer noch Appetit hat, laßt ſich zum zweiten Male holen, bis er geſättigt iſt; denn außer Suppe und Brod kommt nichts auf den Tiſch. Iſt's warm, ſo legt ſich nun ein Theil der Kleinſten auf Strohmatten, und hält ſein Schläfchen, während die größeren Madchen die Tiſche abräumen, die nun gereinigt werden. In jedem Zimmer iſt eine Wärterin, welche gleich bei der Hand iſt, wenn's Noth hat, die Spielſachen reicht und auf Ordnung ſieht. Eine Aufſeherinn überwacht das Ganze, und ihr zur Seite ſieht man täglich ein weibliches Mitglied des Vorſtandes. Dann uad wann erſcheint auch ein Lehrer, und ertheilt Unterricht, wie er für ein ſolches Alter ange— meſſen iſt, das heißt er lehrt, was die Mutter ihre Kindern zu lehren hat, z. B. zahlen, die Namen der Gegenſtände, die ſich in der Stube befinden, aufſagen, woraus ſie verfenigt ſind und 5 mehr. 5 Die Anſtalt zählt 1 etwa 130 Kinder, und mag jährlich ungefähr 12 bis 1500 Gulden koſten. Die Einnahme beſteht 10 aus freiwilligen Geſchenken und 2) aus den Beiträgen, welche jedes Kind täglich(2 Kreuzer) gibt. Davon wird das geräumige Lokal gemiethet, der Gehalt der Aufſehe⸗ rinn und der Lohn für mehrere Wärterinnen be⸗ zahlt, die Ausgabe für Feuerung und für Speiſung der Kinder beſtritten. Einſender getraute ſich, eine kleinere Anſtalt in einer Stadt mit dem vierten Theile des Einkommens zu beſorgen. Es verſteht ſich übrigens von ſelbſt, daß eine ſolche Anſtalt ohne gehörige Controle und Aufſicht, ohne die ſorg⸗ fältigſte Reinlichkeit und Ordnung nicht beſtehen kann. Wie reich aber der Lohn iſt, der daraus er⸗ blüht, braucht dem fühlenden Menſchen 1057 erſt geſagt zu werden. 9 Kann der auf vielen Aeckern unſerer Wetterau ſo ſehr überhandnehmende und zum Nach⸗ theile unſerer Landwirthe ſo reich wuchernde Hederich nicht vertilgt werden? Dieſe Frage muß unwillkührlich bei Jedem eutſtehen, welcher im Frühjahre unſere Aecker wie beſäet von dieſem Unkraute ſieht. Wie ſehr der Samen des Hederichs im Boden verbreitet iſt, davon kann man ſich leicht überzeugen, wenn man eine Scholle Erde nimmt und mit einem Meſſer daran ſchabt, wo alsdann die Körner leicht ſichtbar werden. Konnte man nun dieſen Samen zum Keimen bringen, und ſorgte man dafür, daß die Pflanze nicht zum Blühen käme, ſo möchte dieſes das beßte Vertilgungsmittel ſeyn. Zu dieſem Zwecke müſſen jetzt, ſogleich nach der Erndte, die Aecker umgearbeitet und mit Erbſen oder einer ähnlichen Frucht beſäet werden, damit der Hederich mit den Erbſen herausgelockt und im Spätherbſte, bis wo— hin natürlich beides nicht zur Reife gediehen iſt, als Dung untergeackert wird. Im Frühjahre müſſen die Aecker wieder umgeackert und zu Gerſte zube⸗ reitet werden, und Schreiber dieſes iſt überzeugt, daß, bei wiederholtem Verfahren, nach Verlauf einiger Jahre dieſes Unkraut verſchwunden iſt. * 214. ſo wird es nur geringen Erfolg haben, da der Wind Wenn aber irgendwo Senehege Wirten nothwendig iſt, ſo iſt es bei dieſer ertlgunsart; denn wenn nur Einzelne dieſen Vorſchlag beachten, die auf den nicht ſo behandelten Aeckern reifendd“ Saat auch bald wieder auf die gereinigten Aecken N ſtreuen wird. Darum gemeinſam und raſch aws Werk!— 1 Natur gef ch i ch te. Für die lern- und wißbegierige Jugend geht nichts über die Naturgeſchichte. Die Kinder beſchäftigen ſich durch ſie mit einer Menge von intereſſanten und merkwürdigen Gegenſtänden außer ihnen, und ehe man ſich's verſieht, werden ſie mit denſelben bekannt und vertraut, üben dabei die Kräfte ihres Geiſtes, bekommen einen Schatz 5 az licher Kenntniſſe fur die Zukunft, und werden d in der Regel auch frommer und beſſer. Denn wer einmal die Geſchöpfe Gottes näher kennen gelernt hat, lernt ſie auch achten, huͤtet ſich vor Thier und Pflanzenquälereien, und verehrt und liebt in den Geſchöpfen den Schöpfer, der alle wunderbar für ihre Zwecke geſchaffen hat und noch wunder⸗ barer alle erhält und nährt. Eltern kann man darum nicht genug 305 Herz legen, daß ſie keine Koſten ſparen, um ihren Kindern irgend ein Werk über Naturgeſchichte in die Hände zu geben, ihnen dann und wann daraus vorzuleſen oder ſie ſelbſt vorleſen und wieder er⸗ zählen zu laſſen. Wir Erwachſenen erinnern uns noch aus unſerer Jugend, welche Freude uns Raff's Naturgeſchichte gewährte. Es war zwar dieſesd Werk lange nicht das, was es ſeyn ſollte; dis Bilder ſind meiſt gar mittelmäßig, manche ganz ſchlecht, die Erzählung zuweilen mehr kindiſch als kindlich, beſonders wenn der Ochs und der Eſel ſeine eigne Geſchichte mit„ich Ochs“ oder„ich Eſel“ anfieng. Aber es gewährte dennoch viele Freude und ſtiftete noch mehr Nutzen. Wir haben ſeitdem manche andere Werke, z. B. von Funke, Lippold, Schubert u. ſ. w. für Kinder, 17 noch mehr für Erwachſene erhalten, die Alle ihn Gutes haben, und woraus ſich auch Vieles erlernen läßt; ganz beſonders können wir aber, nach den 1 1 1 1 1 Proben, die uns zu Geſicht gekommen ſind, ein 4 1 —ů ¶— e 7 es Aire Agungzart; g benchin, a der Did reifen gen Aeckeſ raſch au k. gend geh Die Kinde Menge vun den auß den ſie mil dabei d Schatz niz 4 erden dg Denn u inen gelen vor Thin d liebt wundern, ch Wynden 1 genug ar „ um ihm geſchichte! ann daran innern ins Raffk“ war die ſelle; N., nanche gal tidiſc 1 d ber Eſt oder„ih, moch vill Wit hes on Funk, er, ie Ae i les erlen 1 „ nach 1 g ſind/ 10 . wieder — Werk empfehlen, welches im Verlage von Joh. Phil. Diehl zu Darmſtadt erſcheint unter dem Titel: Das Thierreich in ſeinen Hauptformen ſyſtema⸗ tiſch beſchrieben von Dr. J. J. Kaup, mit Abbil⸗ dungen im Text von L. Becker, Ch. Schüler, Müller u. m. A. unter Mitwirkung von Pfnor.“) — Die Abbildungen zu dieſem Werke machen den Künſtlern, welche wir zu unſern Landsleuten zahlen, eben ſo viel Ehre, als der Text dem Verfaſſer. Sie ſind zugleich nach einer neuen— in Deutſch⸗ land bisher noch nicht angewandten Erfindung, die wir Hochkupferdruck neunen möchten, verfertigt; eine Kunſt, die das Ausgezeichnete hat, daß die Platten nach mehrtauſendfaltigen Abdrücken von ihrer Schönheit gar nichts verlieren, während an— dere Kupfer ſowohl als Holzſchnitte nach und nach immer ſchlechter werden, ſo daß man zuletzt kaum mehr erkennt, was ſie vorſtellen.— Das Werk erſcheint in Heften zu 4 Bogen mit 24— 30 Ab⸗ bildungen, im Preiſe von 24 kr. das Heft, was gewiß billig genannt werden kann. ) Der Verleger dieſes Blattes nimmt Beſtellung darauf an. Bekanntmachungen von Behoͤrden. 5 NN NMNNN NN Verſteigerung verſchiedener Gegenſtände. (558) Donnerſtag den 13. und Freitag den 14. d. M. werden in dem Hofe der Kloſterkaſerne dahier 16 noch ganz neue Oefen mit Röſten und blecher— nen Röhren, 17 tannene verdoppelte Stubenthüren mit Be— ſchlage, 1 Fenſter, mehrere eiſerne Gitter, 2 Zoll dicke Sandſteinplatten, 1 Wachtpritſche und eine Bauholz in einzelnen Abtheilungen an die Meiſtbietenden oͤffentlich verſteigert. Der Aufang beginnt Vormittags 8 und Nach— mittags 2 Uhr. Friedberg den 7. Auguſt 1835. Der Kreisbaumeiſter Holzapfel. f Edietalla dung. (504) Johannes Michels Eheleute zu Aſſen⸗ heim haben am 29. December 1819 von Wilhelm Lochmauns Wittwe zu Eichen ein Capital von 500 fl. auf gerichtliche Hypothek entliehen, welche letztere nach beigebrachter Beſcheinigung am 29ten Parthie taunenes — 213— December 1825 dem Jakob Schmidt zu Aſſen— heim von der Gläubigerin cedirt wurde. Dieſer, welcher die Obligation in den Hypothekenbüchern auf ſeinen Namen nicht hat transſcribiren laſſen, behauptet, jene verloren zu haben, und kann ſich als deren Beſitzer durch ihre Production nicht aus— weiſen. Es werden daher auf ſeinen Antrag alle, welche auf die erwähnte Hypothek Anſprüche bilden zu konnen glauben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 8 Wochen von heute au hier anzumelden, als ſonſt die Ueberſchreibung der Hypothek auf den Namen des Jakob Schmidt bewirkt, auch der beab⸗ ſichtigte Verkauf und die Vertheilung des Michel— ſchen Vermögens beſtätigt werden wird. Friedberg den 10. Juli 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Edicetalladung. (515) Johann Heinrich Wattenrod von hier, der ſchon ſeit vielen Jahren abweſend iſt, oder deſſen allenfallſige Leibeserben werden aufgefordert, ihre Anſprüche an das jenem gehoͤrige— ſeither cura— toriſch verwaltete Vermögen ſo gewiß binnen 3 Monaten von heute an hier geltend zu machen, als ſonſt daſſelbe den ſich legitimirt habenden nächſten Anverwandten ohne Cautionsleiſtung überlaſſen wer⸗ den wird. Friedberg den 16. Juli 1835.. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt, Hofmann. Jagdverpachtung im Revier Bingenheim, Forſts Nidda. (517) Höherer Entſchließung zu Folge ſoll die landesherrliche hohe und niedere Alleinjagd in der berſtadter Ortsgemarkung Samſtag den 5. Septem— ber d. J., des Nachmittags um 2 Uhr, in dem Gemeindehauſe zu Echzell verpachtet werden. Die Bedingungen dieſer Verpachtung werden im Termin bekannt gemacht.— Zu Pachtern wer— den nur bekannte rechtliche Leute zugelaſſen, von welchen die vorſchriftsmäßige Benutzung der Jagd zu erwarten iſt. Es dürfen keine Jagd-, Fiſch⸗, Krebs- oder Waldfrevler, keine Leute ohne Vermo— gen oder ſolche ſeyn, welche durch die Jagd ihr Gewerbe vernachläſſigen. Sie haben ſich, falls ihre Qualification zur Jagdpachtung nicht notoriſch vor— liegt, läugſtens 14 Tage vor dem Verpachtungs— termin darüber bei dem unterzeichneten Forſtinſpector genügend auszuweiſen. Nachgebote werden nicht angenommen. Genehmigung der Verpachtung wird bel annehm— barem Meiſtgebot ſogleich ertheilt. Bingenheim am 16. Juli 1835. Der großherzogl. Forſtinſpector Klipſtein. Die (546) Mittwoch den 12. Auguſt d. J., des Nach⸗ 1 Edictalladung. 520) Alle diejenigen, welche an die Verlaſſenſchafts⸗ maſſe des Adam Ruppel sen. dahier Forderungen bilden zu können glauben, werden hiermit aufge⸗ fordert, ſolche um ſo gewiſſer Montag den 17. Auguſt, Nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichnetem Gericht zur Anzeige zu bringen, als ſonſten bei Vertheilung der Maſſe auf ſie keine Rückſicht genommen werden kann. 5 Großh. heſſiſches Landgericht. Hofmann. Verköſtigung einiger Kinder. (521) Man wünſcht 2 elternloſe Mädchen von 10 und 12 Jahren bei rechtſchaffenen Bürgersleuten auf mehrere Jahre gegen billige Vergütung in Koſt und Logis zu geben. Hierauf Neflectirende haben ſich an Wagner⸗ meiſter Adam Menges dahier zu wenden. Friedberg den 6. Juli 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Muͤhlenverkauf. (518) Die nahe vor hieſiger Stadt an dem Lahn⸗ fluß gelegenen Mahlmühlen, jede mit 3 Gängen, nebſt dazu gehöriger Scheuer, Stallung und Garten ſollen einer nochmaligen öffentlichen Verſteigerung in Eigenthum an den Meiſtbietenden ausgeſetzt werden, wozu Termin auf Montag den 17ten Auguſt l. J., Vormittags 10 Uhr, geſetzt iſt. Die näheren Be⸗ dingungen werden im Verſteigerungstermine ſelbſt bekannt gemacht, können aber auch von den Kauf⸗ luſtigen vorher auf dem Büreau des unterzeichneten Bürgermeiſters eingeſehen werden. Hierbei wird noch bemerkt, daß die Lage dieſer Mühlen in jeder Beziehung ſehr günſtig iſt, und ihr Betrieb eine reichliche Nahrung verſpricht. Gießen den 17. Juli 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt C. Silbereiſen. Hofraithe-Verſteigerung. (333) Montags den 17. Auguſt, Morgens 9 Uhr, wollen die Erben des verſtorbenen Schreiner⸗Meiſter Philipp ö Hofraithe beſtehend in Wohnhaus, Hinterbau nebſt Deconomiegebäulichkeiten Nro. 220, gegen der 2. Pfarrwohnung und Andreas Wohlfart gelegen, ſo⸗ dann 160 Ruthen Garten am Judenbegräbniß an Johannes Mühling und Ph. Friedr. Weckerling, auf allhieſigem Rathhaus einer öffentlich freiwilligen Verſteigerung an den Meiſtbietenden ausſetzen, wel⸗ ches zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 30. July 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Diehl ihr in der Kirchgaſſe ſtehende Verſteigerung auf den Abbruch. mittags 1 Uhr, ſoll 5 1) das aus einem Stock beſtehende Wachthäus⸗ chen der Gemeinde Hochweiſ el, welches 12 Fuß hoch, 27 Fuß lang und 17 Fuß breit iſt, ein mit. Dach hat, in Wohnſtube und Vorplatz einge⸗ richtet und mit 2 Thüren und 6 noch brauch⸗ baren Fenſtern verſehen iſt; ſodann 2) zwei einſeitige mit Ziegeln gedeckte Ställe, wovon der eine 15 Fuß lang, 11 Fuß weit und 8 Fuß hoch, der andere 12 Fuß lang, 6½ Fuß weit und 6 Fuß hoch iſt, an Ort und Stelle auf den Abbruch meiſtbietend verſteigert werden; wobei man noch bemerkt, daß ſaͤmmtliche Gebäude vo und ohne bedeutend Reparatur von Holz wieder aufgeſtellt werden können; welches den dazu Luſt⸗ tragenden hiermit zur Kenntniß gebracht wird. Hochweiſel den 29. Juli 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Reuter. Arbeit-Verſteigerung. (547) um 10 ten, als: 10 Schreinerarbeit, voranſchlagt zu 46 fl.— kr. 20 Maurerarbeit„„ Zs fl. 30 kr. unter den vorher bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen an den Wenigſtnehmenden öffentlich ver⸗ ſteigert werden. f Niedereſchbach den 5. Auguſt 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Dickhardt. Gläubiger- Aufforderung. (548) Emanuel Stephani von, Rödelheim beabſichtigt nach Geiſenheim, im Herzogthume Naſſau auszuwandern. binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Rödel⸗ heim anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 16. July 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In deſſen Abweſenheit: Der großb. Kreisſecretair Cameſasca. Gußeiſen- und Blech-Verſteigerung. (549) Montag den 17. Auguſt d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quantität altes Gußeiſen, circa 20 Centner, und altes Blech, 3 Ziegeln gedecktes hölländiſches Eichenholz gut erbaut ſind. Montag den 10. d. M., des Vormittags Uhr, ſollen dahier nachverzeichnete Arbei⸗ Rechtsanſprüche an denſelben ſind 1 — 8 S— 82 — c. 1 des Nach i ſachthäus, Faches 12 Juß breit landiſches lat einge, cch brauch te Ställe, Zuß weit Fuß lang, 1 teiſtbietend erkt, daß baut ind, lz wieder dazu Luſt⸗ wird. ker daſelbſt 1 Vormittags. te Arbei⸗ Nh. 88 fl. 30 fr. f 35. ſter daſelbſt t. 5 ö ödelhein ume Naſan ſelben nd iche Mdc gs urfunhe denden Be⸗ entlich ver⸗ Kreistath g. * circa 5 Centner auf das Meiſtgebot öffentlich ver⸗ ſteigert werden. 97 5 f Nauheim den 3. Auguſt 1835. Kurfuͤrſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. NN NMUN Privat⸗Bekanntmachungen. Backhaus zu verpachten. (538) Dienſtag den 11. Auguſt l. J., Vormittags 40 Uhr, ſoll die Behauſung nebſt Backofen des Fried⸗ rich Graff dahier auf weitere ſechs Jahren ver⸗ pachtet werden, wobei auch zugleich die Väcker⸗ geräthſchaften mit übernommen werden können. Die vortheilhafte Lage dieſes Hauſes ſichert einem thäti⸗ gen Bäcker gewiß ein reichliches Auskommen. Friedberg den 30. Juli 185. . Die Curatoren: Phil. Preuſſer und Ch r. Fritz. Empfehlung. (540) Unterzeichneter empfiehlt ſich einem geehrten Puplikum, mit einer Auswahl der modernſten Muſtern Cattun von 10 bis 30 kr. pr. Elle, Baumwollen⸗ zeuge von 6 bis 18 kr. pr. Elle, allen Sorten Lein⸗ wand, weißen Waaren, Halstücher, Taſchentücher, Strümpfen, Handſchuhen und allen in dieſes Fach einſchlagenden Gegenſtänden; ſo wie auch in allen Sorten kurzen Waaren, und verſpricht die prompteſte und reelſte Bedienung. M. L. Gredel, Judengaſſe Nro. 8. Hammel⸗ und Zinn⸗Scheibenſchießen. (543) Sonntag den 16, und Montag den 17. Auguſt l. J. hält Unterzeichneter ein 10 Hammel⸗ und Zinnſcheibenſchießen, welches Sonntags nach dem nachmittägigen Gottes- dienſte, und Montags Vormittags 10 Uhr anfängt. Ich lade alle Freunde des Schießens und der geſelligen Unterhaltung mit dem Bemerken hiermit hoͤflichſt ein, daß für alle Erforderniſſe, namentlich auch für gut beſetzte Tanzmuſik, beßtens geſorgt iſt, und ſehe einem recht zahlreichen Zuſpruche entgegen. Niederrosbach den 30. Juli 1835. Phil. Winter. Verkauf verſchiedener Gegenſtände. (550) Durch Einrichtung einer Dampfbrennerei werden mir zum Verkauf entbehrlich: ein zweiöhmi⸗ ger, erſt 3 Jahre im Gebrauch geweſener, Brannt— weinkeſſel mit Huth, ſodann zwei neue Kühlfaß⸗ ſchlangen und eine Wärmbütteſchlange mit der Wärmbütte von 4 Ohm; ferner 4 Einmachbütten, wovon jede 10 Ohm hält, endlich 2 Kühlfaß, hiervon benachrich— ich auch noch einen jedes von 8 Ohm. Indem ich tige, bemerke ich weiter, daß — 215— Aöhmigen Branntweinkeſſel beſitze, der, mit Aus⸗ nahme des Bodens, ganz gut noch erhalten iſt und den ich ebenfalls verkaufe. Aſſenheim den 5. Auguſt 1835. Pachter Karl. Hart⸗ und weichgebrannte Backſteine (551) ſind bei dem Unterzeichneten jederzeit zu haben. Ph. Schütz, Maurermeiſter in der Burgsoorſtadt. Einladung. (552) Sonntag den 9. Auguſt iſt auf dem Nau⸗ heimer Teichhauſe gut beſetzte Tanzmuſik anzu⸗ treffen, wozu ergebenſt einladet Henkel. Ein vollſtändiges Logis gleicher Erde (553) iſt zu vermiethen, und kann ſogleich bezogen werden. Georg Bopp. Ein vollſtändiges Logis (554) auf der breiten Straße iſt zu vermiethen, und kann Anfangs November bezogen werden bei Bäckermeiſter Bopp. Geld⸗-Scheibenſchießen. (555) Sonntag den 9. Auguſt d. J., eachmittags nach geendetem Gottesdienſte, halt Unterzeichueter ein Geld⸗Scheibenſchießen, bei welchem 20 Haupt⸗ preiſe ausgeſchoſſen werden und auf welches 400 Schüſſe beſtimmt ſind. Für Tanzmuſik, Trauben- und Apfelwein, gute Speiſen und alle übrigen Erforderniſſe iſt beßtes geſorgt, weßhalb er einem zahlreichen Beſuche ent— gegen ſieht. Okarben den 3. Auguſt 1835. Konrad Wißmer. Eine erfahrene Koͤchin (556) mit guten Zeugniſſen verſehen, wird in eine Wirthſchaft geſucht. Herausgeber dieſes Blattes ſagt von wem. Eine Million 287,500 Gulden W. W. zu gewinnen durch eine Einzahlung von fl. 6. im fl. 24. Fuß. Un widerruflich (557) den 22. September d. J. wird unter Ga— rantie des Großhandlungshauſes Hammer und Karis in Wien die prachtvolle Herrſchaft K. Ku ntſchuͤtz in Schleſien oͤffentlich ausgeſpielt. Nur allein in bagarem Gelde enthaͤlt dieſe Ziehung die Gewinne von fl. 200,000, fl. 20,000, fl. 10,000, fl. 5000, fl. 2000 u. ſ. w. Die Herr⸗ ſchaft K. Kuntſchuͤtz iſt auf Eine Million und 287,500 Gulden W. W. gerichtlich taxirt: mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten, welche ein Ritterſitz darbieten kann, verbindet dieſe große Herr⸗ ſchaft wahrhaft fuͤrſtliche Einkuͤnfte durch die dazu gehoͤrigen Waldungen, Wieſen, Fruchtfelder, Jagden, Schaͤfereien, Brandweinbrennereien, Bierbrauereien, Gaſt⸗ und anderen Haͤuſer, Saͤge⸗ und Mahlmuͤhlen u. ſ. w.; durch Grund- und uͤbrige Zinſungen, Na⸗ turalzehnten, Laudemial⸗Gebuͤhren, geſetzliche Taren u. ſ. w. und dieß alles bei der geringfuͤgigen Einlage von fl. 6. im fl. 24 Fuß pr. Loos. Das Haupt⸗Depot der Looſe dieſer großen Lotterie iſt bei dem unterfertigten Hauſe in Frankfurt a. M., allwo ſolche zu jenem Preis einzeln und in Parthien zu haben ſind und auf fuͤnf bezahlte Looſe ein ſechſtes unentgeldlich gegeben wird. Diejenigen Perſonen, welche ſich direct an daſſelbe wenden, genießen den Vortheil, die Looſe nicht minder wie die Liſte, welche ſogleich nach ſtatt⸗ gehabter Ziehung an alle Betheiligten expedirt wird, portofrei zugeſandt zu erhalten. Chriſtian Scholl ſeel. Wttb. in Frankfurt a. M. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 6 fl. 30 kr. Korn: 5 fl. 30 kr. Gerſte: 4fl. 30 kr. Hafer: 4fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 3. Auguſt: Waizen: 6 fl. 15 kr. Korn: 4 fl. 20 kr. Gerſte:— fl.— kr. Hafer: 4fl. 22 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: fl.— kr. 4 Matz, an. Preiſe der Bäcker und Metzger vom 10. Juli bis zum 17. Auguſt. Für 1 kr. Milchbrod „ 10 kr. Laden⸗Brod 8 kr. dito ö 6 kr. dito 125 4 kr. dito 2 kr. dig 1 Pfund Ochſenfleiſch 1„ Rindfleiſch 1 Kübfleiſc t 1 Nierenfett 1 Kalbfleiſch 195 Hammelfleiſch 1 Schweimenfleiſch 1 1 1 1 1 Leber⸗ und Blutwurſt Bratwurſt Schwartenmagen Speck n Dörrfleiſch 4 Schmalz * 2 Im Juli 1835 wurden zu Friedberg Get „%% In der Stadt: Dem hieſigen Bürger, Küfermeiſter und Wirth Peter betha; geb. den 26. Juni. geb. den 8. d. M Dem hieſigen Bürger geb. den 8. d. M. Dem hieſigen Bürger und Kammmachermei Martin; geb. den 19. d. M. und Schuhmachermeiſter Ludwig Lang d. 3. eine Tochter: Katharin, pfd. Lth. At. r Mann eine Tochter: Wilhelmine Eliſa⸗ Dem hieſigen Bürger, Küfer⸗ und Bierbrauermeiſter Heinrich Gröninger ein Sohn: Heinrich; 0 . 2 0 1 ſter Carl Fried. Wilhelm May ein Sohn: Johann Ein unehelicher Sohn: Jakob Quandt; geb. den 10. d. M. 1 1 50 In der Burg: Einen unehelichen Sohn: Peter; geb. den 4 d. M. 8 1 Dem großh. Kreisboten Georg Hagemann eine Tochter: Suſanna Eliſabetha; geb. den 10. d 2. Be en el a) In der Stadt: Des Bürgers und Oekonomen Fr. Carl Berg eheliches Töchterchen: Anna Katharina, Monate, 9 Tage; ſtarb den 5. d. M. Anna Maria Stiller, weiland des Bürgers und Bäckermeiſters nachgelaſſene Tochter, alt 65 Jahre, 11 Monate, 17 Tage; Frau Maria Katharina Jung, Johann Martin May, des hieſigen Bürgers und Kammmachermeiſters Carl Fr. eheliches Söhnchen, alt 6 Tage; ſtarb den 25. d. M. alt 0 ſtarb den 7. d. M. weiland des Bürgers und Metzgermeiſters Jakob Jung nachge⸗ laſſene Wittwe, geb. Söllner, alt 74 Jahre, 4 Monate, 19 Tage; ſtarb den 22. d. M. Wilh. Ma 5 4 2 b) In der Burg: a f 1 14 Der hieſige Buͤrger und Leinwebermeiſter, Johann Philipp Klein, alt 60 J.; geſt. 3. d. M. Johannes Fink, Soldat in der Fluͤgel(Compagnie des 2. Bat. vom 4. großh. Infanterie⸗Re⸗ giment, alt 21 J., 9 M. und 14 T.; geſt. den 3. d. M 5 1 * Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. Johann Chriſtian Stiller