ſcheinigun ſes Bla— Aming. Aupige bei, el betrifft, Stablſticen: und das offen. Die es Mannes, Einwohnern hrſcheinlich den werden. d Aufgaben lſchulen und 45 kr. 18 kr. und keſebuch hode brauch⸗ 8 kr. kr. fer nagel. Januar: e: 3fl. Akt. 1 2 2 Linse * Fritz. — Intelligenzblatt für die * 1 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M6. Sonnabend, den 7. Februar 1835. —————— öäü l————— Amtlicher Theil. Mathildenſtift. Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben durch allerhöchſte Verfugung vom 24. v. M. die Geſetze ber unter dem Namen Mathildenſtift in dem Kreiſe Friedberg gegründeten Spar⸗, Leih- und Unterſtützungskaſſe im Intereſſe der betheiligten Gemeinden zu genehmigen geruht. Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, erſuche ich alle Biedermänner des Kreiſes, für das Gedeihen dieſer gemeinnützigen Anſtalt durch Rath und That mitzuwirken.— Die Kaſſe wird inskünftige jeden Mittwoch von 9 Uhr an dahier in der Wohnung des Herrn Speicherberwalter Sehrt und in Klein⸗ karben in der Wohnung des Herrn Diſtriktseinnehmer Rauſch eröffnet ſeyn. Denjenigen, welche Geld aus dem Mathildenſtift zu leihen wünſchen, iſt anzurathen, ſich deshalb zuvor an die in Nro. 49 des Intel. Blattes vom Jahr 1834 benannten Direktoren und Ausſchußmitglieder resp. die großh. Bürgermeiſter zu wenden, damit ihre Papiere in Ordnung kommen und ſie an den mittwöchigen Zahltagen keinen Aufent⸗ halt erleiden. Auch wird bei dieſen Herren eben ſo wie bei mir jede in Bezug auf das Mathildenſtift gewünſchte Auskunft gerne ertheilt werden. Friedberg den 4. Februar 1835. Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. * Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Phyſikatsaͤrzte, Phyſikatswundaͤrzte, praktiſche Aerzte und Wundaͤrzte und die ö großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Behandlung und Verpflegung armer Kranker Die Geſetze im Großherzogthum Heſſen und die auf den Grund derſelben erlaſſenen Verfügungen verſichern jedem armen Leidenden ſchnelle ärztliche Hülfe und Unterſtützung. Es könnte daher nur in einer Unkenntniß oder einer fehlerhaften Anwendung derſelben begründet ſeyn, weun die Forderungen der Menſchlichkeit in dieſer Beziehung irgendwo unerfüllt blieben. 5 Damit dergleichen Fälle fernerhin vermieden und jeder arme Kranke der ärztlichen Hülfe theilhaftig werden möge, welche er in dem Staats- und resp. Gemeindeverband zu fordern berechtigt iſt, ſo habe * 4 ich die in obigem Betreffe beſtehenden Vorſchriften hierunten uſammengeſtellt und brin e dieſelben unte offentlichen Kenntniß. 1. Nach den 8s. 13, 33, 34 und 40 der Medicinalordnung vom 14. Auguſt 1822 ſind vorzugs⸗ weiſe die Phyſikatsärzte und Phyſikatswundärzte, hiernächſt aber auch die praktiſchen Aerzte und Wund⸗ ärzte verpflichtet, alle dürftigen körperlich Leidenden ihrer Wohnorte unentgeldlich ärztlich, wund⸗ und hebärztlich zu behandeln. „ 3 der geeigneten Anleitung zu einer gleichförmigen Verfahrungsweiſe hierdurch zu Ihrer und zugleich zur Dr Die armen Kranken oder deren Angehörigen können ſich daher ohne Weiteres an dieſelben wenden, Na. und ſind nur in dem Falle, wenn ihre wirkliche Armuth von dem betreffenden Arzte bezweifelt weed, ge⸗ halten, von dem Bürgermeiſter ein Zeugniß darüber nachzubringen. 1 II. Nach denſelben geſetzlichen Vorſchriften liegt den Phyſtkatsärzten die Verbindlichkeit ob, für die armen Leidenden ihres Bezirkes uberhaupt, auch außerhalb ihres Wohnortes Sorge zu tragen. Sollten einzelue Phyſikatsärzte dieſer Pflicht in der ganzen Ausdehnung ihres Bezirks vollſtändig Genüge zu leiſten nicht im Stande zu ſeyn glauben, ſo iſt mir darüber beſondere Vorlage zu machen, damit nach Maasgabe 1 des F. 32. IV. der Medicinalordnung die erforderliche Abtheilung des Phyſikatsbezirks in verſchiedene Armenkrankenbezirke von mir getroffen werden könne. e f 0 Die praktiſchen Aerzte und Wundärzte haben keine poſitive Verpflichtung zur Armenkrankenpflege außerhalb ihres Wohnortes, es ſey denn, daß ſie von dem Kreisrathe einen Armenkrankenbezirk angewieſen oder beſonderen Auftrag von demſelben erhalten hätten. Es iſt vielmehr ihrer Menſchenliebe anheimgege⸗ ben, in wie weit ſie ſich aus freien Stücken der auswärtigen Armenkrankenpflege unterziehen wollen. III. Die Sorge der Phyſikatsärzte für arme Kranke hat ſich nicht allein darauf zu erſtrecken, daß ſie dieſelben in Behandlung nehmen oder geeignetenfalls die Phyſikatswundärzte damit beauftragen, ſondern ſie haben zugleich hinſichtlich derjenigen, welchen es an den erforderlichen Nahrungsmitteln de. gebricht, bei den Bürgermeiſtern und nöthigenfalls bei dem Kreisrathe auf Unterſtützung anzutragen und überhaupt, wo es Noth thut, einzuſchreiten. N 4 IV. Die großh. Bürgermeiſter ſind verpflichtet, ſowohl wenn die Anzeige eines Arztes ihnen hierzu Veranlaſſung gibt, als auch wenn arme Kranke oder deren Angehörige darum auſtehen, ja wenn es die Umſtände erheiſchen, ſelbſt unaufgefordert, dafür zu ſorgen, daß den körperlich Leidenden ihrer Gemeinden die noͤthige ärztliche oder wundarztliche Hülfe zu Theil werde. 5 f 11 8 e Dieſelben haben in ſolchen Fällen unverzüglich den einſchlägigen Phyſikatsarzt oder geeignetenfalls den Phyſikatswundarzt unter gleichzeitiger Beſcheinigung, daß der Kranke unter die Klaſſe der Armen; gehört, zu requiriren, ſich mit demſelben über die zweckmäßige Behandlung und Verpflegung des Kranken mit Rückſichtnahme auf ſachgemäße Koſtenerſparniß zu benehmen und nach Maasgabe der Verhältniſſe und Bedürfniſſe ſofort alle nöthigen Anordnungen unverweilt zu treffen. Da die großh. Bürgermeiſter ſich neben ihrer Dienſtpflicht zugleich durch die Pflichten der Menſch⸗ g Tul 14 wahr lichkeit aufgefordert fühlen müſſen, dieſe Obliegenheiten gewiſſenhaft zu erfüllen, ſo gewärtige ich mich um ſo zuverſichtlicher, daß ſich dieſelben keine Vernachlaßigung hierbei werden zu Schulden kommen laſſen. . Was die Gebühren der Medicinalbeamten für die auswärtige Krankenpflege betrifft, ſo können dergleichen nicht in Anſpruch genommen werden, wenn der Phyſikatsarzt oder Wundarzt gelegentlich anderer Geſchäfte in ſeinem Bezirke erkundete arme Kranke aufſucht und behandelt, wozu ſich dieſelben aus Pflicht⸗ gefühl ſtets aufgefordert ſehen dürften. 9 1 5 i Wenn dagegen die Behandlung armer Kranken beſondere Reiſen der Phyſikatsärzte oder Wundärzte über Land erfordern, ſo haben dieſelben dafür in Gemäßheit des Art. 85 der Gemeindeordnung und des §. 33 Satz IV. der Medicinalordnung die Hälfte der ihnen ſonſt gebührenden Tagegelder aus der betref⸗ fenden Gemeindekaſſe resp. Lokalarmenfond unter der Bedingung zu fordern, daß ſie entweder von dem Kreisrathe oder dem Bürgermeiſter zur ärztlichen Behandlung des armen Leidenden unter der Beſcheinigung, daß derſelbe unter die Klaſſe der Armen gehöre, requirirt worden ſind, oder wenn dieſe Reguiſition wegen 5 führul 0 5 meinde 18 den unter s* Reg ar Dringenheit des Falles nicht abgewartet glich erwirken. a f vorzugs. Daſſelbe gilt von den pral d Wund. und⸗ und ken zu machen.. u wenden, wed, ge, zwar in der erſten Hälfte des Januar und ſitionen und Beſcheinigungen der Armuth, e für de Sellen Kreisrath zur Dekretur einzusenden. e zu leiten Derjenige Arzt, welcher dieſe Friſt verſaumt, Maasgabe zeitweiſe oder je nach den Umſtänden ganz unberück verſchiedene Schließlich wird noch ausdrücklich bemerkt, ſtern oder andern Lokalbehörden die Anweiſung arkerpftge Dekretur durchaus nicht zuſteht, daher die Einholun angewieſen Friedberg den 5. Februar 1835. mheingege ⸗ vollen. Stammheim den 3. Februar 1835. aten, daß Die Vorſehung hat gewacht. u, ſonden In der- Nacht vom 28. auf 29. v. M. drohte gebrich, dem Pachter des Goörziſchen Gutes, Hrn. Tobias lberbaurft, Thaler III. dahier, große Gefahr, welche ſich auch über ganz Stammheim hätte verbreiten können. Es ſwen hien wurde nämlich genanntem Hrn. Thaler ein brennen ies die der Lunten in ſeine noch mit Früchten wohlgefüllte Gemeinden Scheuer gelegt, welcher jedoch zum großen Glücke nicht zündete.— Wie man hört, ſo ſoll eine Un⸗ daetenſals unterſuchung gegen den jetzt noch unbekannten Thä⸗ der Armen ter von der betreffenden Behörde eingeleitet werden; es Kranken und es iſt nicht unwahrſcheinlich, daß derſelbe er—⸗ fältniſe und mittelt wird, weil man ſchon früher die Aeußerung öffentlich gehort haben will, man ſolle dem er Nac, Thaler Haus und Hof anzünden, welches denn ich nich um wahrſcheinlich in der oben beſagten Nacht zur Aus⸗ u laſen. führung kommen ſollte. Der Beweggrund dazu ſoll ſo kunt ein Prozeß ſeyn, welchen Hr. Thaler mit der Ge⸗ lit anderer meinde hat. g a ang Pfich Mochte der Höchſte wachen, daß wir in Zu⸗ kunft vor ähnlichen Fällen bewahrt werden und daß Wundäun der Thäter ſeiner wohlverdienten Strafe nicht ent⸗ ug und des gehe. 1 b WA. de bare 33 werden konnte, daß ſie dieſelben binnen 8 bis 14 Tagen nach⸗ ktiſchen Aerzten und Wundärzten nur in dem Falle, — wenn denſelben nach Satz II. ein Armenkrankenbezirk, oder ein beſonderer Auftrag durch den Kreisrath zugewieſen worden iſt. Außerdem haben dieſelben durchaus keinen Anſpruch auf eine Vergütung wegen Behandlung armer Kran⸗ VI. Die ärztlichen Gebührenrechnungen in Betreff der Armenkrankenpflege ſind halbjahrig, und Juli unter Beiſchluß der in Satz IV und V. gedachten Requi⸗ und unter Beobachtung der in Lit. L. der Medicinal⸗Taxord⸗ nung vom Jahr 1822 ertheilten Vorſchriften nebſt einem Generalverzeichniſſe darüber an den großherzogl. hat es ſich ſelbſt beizumeſſen, wenn ſeine Rechnungen ſichtigt bleiben. daß nach der Medicinalordnung den großh. Buürgermei⸗ aͤrztlicher Rechnungen ohne vorgängige kreisrathliche g der Letztern nicht unterlaſſen werden darf. Kuͤchler. Die Zeiten des dreißigjaͤhrigen Krieges. 1.(Beſchluß der fünften Gabe.) a Alß Nuhn den 17 gbr. daß Mäntzerthor auff⸗ leſchantzt wardt, Vndt die Stück ihn die Statt ge⸗ führt würden, fuhrtten ſie dieſelbige Vor die Burg, da ſchoß ſichs gewalttig gegen Einander, biß ſie die mit Schantzenkörben Vmbgeben, daß ſie Sicher darbey wahren, Vndt ſie gegen die Burg loſſen kondten, da Coſt Es manchen ſchonnen Bauw Von Häuſſern Vndt Scheuwern, welche Verbrandt Vndt theils zu Plockheuſſern gebraucht worden, dan Es wehret Etlich tag, biß ſie Es darzu brachtten, daß ſie die Stück Pflantzten in der Sandtgaſſeu. alß ſie Nuhn Vugefehr gegen die Burg Ein tag oder 6 ſchoſſen, kamß Endtlich zum Accort, welcher auch Ein paar tag wehrt, biß die Schwediſche herauß— zogen, Vndt der Obriſt⸗veutten⸗Ampt Frangipauj Vndt Ein Obriſt⸗Wachttmeiſter wurden duͤrgegen hineingelegdt, die Völcker aber blieben ihn der Statt, muſten Burg Vudt Statt Starck bewachen, ſonder⸗ lich weil die Mauer ſo gar zuſchoſſen wardt, Vndt weil man wegen der groſſen kältte nicht kondt mauern, waren Palliſatten darvorgeſetzt Vndt miſt darwieder geſchlagen, da wahren Bürger Vndt Solttaten wohl mit geplagt, biß Es Ein wönig Verwehret wardt. alß Nuhn die keiſſerliche die Burg ihn hatten, woldten ſie Von den leudten, die ihn die Burg geflöhet, Rantziongeldter haben. alß meine Haußfrauw ſolches Von Herr Jörg Heil⸗ manen, derzeit Pfarherr ihn der Burg(bei dem ſie ſich mit den zwey kindern auffgehaltten), iſt bericht⸗ tet worden, hatt ſie ſich mit den ſelbigen geſchwindt herauß gemacht, dardurch die Rantzion Erhaltten! aber waß wir an frucht drinen gehabt, iſt der meinſte theil drinen geblieben, waß man nicht heim⸗ licherweiß durch wunderliche mittel hat heraußge⸗ bracht, doch mit groſſer gefahr, alß ob Einer daß, waß doch ſein Eygen wahr, geſtollen hette, wahr Vnſer beſtes, daß wir Vnſer ſachen ihn Hr. Jörgen Hauß hatten. Da haben ſie, die Obriſten, nicht ſo ſcharff auffſicht gehabt, alß auff daß, waß ihn der kirchen geweſſen, welches alleß hat müſſen ge⸗ loſſet werden. Hette auch mancher ſeine Sachen gern Rantzionirt, wan Es ihm hette wieder werden mogen, aber mancher iſt mb Vil gar komen, durch welche Es geſchehen, durch Soltaten oder andere, daß weiß Gott der Allmächttige am beſten. alß nuhn meine Haußfrauw mit den kindern wieder auß dem Schloß kam, wahren wir Ein Weil ihn meineß Schwagers Cappellans Hauß, darein dan auch Vil Bürgers⸗ Vndt Bauwersleudt ſich auß der kirchen wegen der groſſen käldte gethan, weil der Herr Oberſte Gall ſein loſſement drinen genommen hatte, da hatten ſie wegen der andern Völcker, ſo lang alß der Hr. Obriſte Gall alhier blieb, keine gefahr. alß Er aber hinweck kam, da wardt meinem Schwa⸗ ger Von den Obriſten gebotten, die leudt abzuſchaf⸗ fen, Vndt bey die Soldaten ihn ihre Heuſſer zu gehen befohllen, bey Hocher ſtraff. Daß Brachtt mich auch wieder ihn mein Hauß, welches dan ſo Vol ſoltaten lag, daß ſie nicht alle auff den Cam⸗ mern Pflatz hatten, ſondern ihn dem Hauß⸗Ehrren noch Einer mit Eim Weib ſein beth hatte. Da hieß Es wohl, wem daß Hauß iſt, der gehe hinauß, Vndt danckt ich Gott, daß mir noch Ein Ecklein hinder dem Offen gegönnet wahrdt, da ich mit Weib Vndt kindern ſitzen kondt, bey den thiſch darffte ihm keines die rechnung machen zu ſitzen. Da gings auß Vndt Ein, wie ihn Eim Binſtock oder taubenhauß, der Ein ging Ein, der ander auß, anderſt nicht, alß wan alleß gemein wehre, wie bey den Wiedertäuffern. Daß wehret Ein Wochen oder 3 oder 4, biß Endtlich der Obriſt⸗Wachttmeiſter Von dannen wegzog. Da bekammen wir wieder Ein wönig Raum ihm Hauß, daß ich daß Handt⸗ werck treiben kondt, Ja wan man daß Leder nicht mit ſo Schwerem Vucoſten Von franckfortt ahnhero hette bringen müſſen, auch groſſe gefahr wegen der Vuſicherb eit hetle müſſen außſtehen, welches noch dat Argeſte wahr, wehre noch wohl ſo Vil ben — 34— 1 5 a5. 1 e N ihnen zu verdienen geweſſen, daß man ſich 105 außbringen konnen; dan ſo Vil alß Einer het machen können, wehr Eim abgangen, weil deß Volcks Vil wahr; aber man kondts nichts haben, wan man woldte. Zu der Zeit wahrdt die Statt Von den Vmbliegenden Ordtern ſehr gemitten, daß nichts feill kam auff die Wochenmärckt, auch kein Holtz; da brachen die Soldaten manchen ſchönnen Bauw ab, Vndt Verkaufften den Bürgern daß Holtz, welches die Bürger zwar nicht gekaufft hetten, wan ſie die groſſe käldte Vndt der Mangel, daß keineß feill kam,(nicht) genöthiget hette; geſchweye waß auff die Wachttfeuwer gegangen. Dan wan ſie auffgezogen wahren, gingen ſie ihn der Statt Vmbher Vndt ſahen ihnen Ein Bauw auß, Es wahr gleich, Ställ, Scheuwern oder Hauß, ſchlugen die gefach Vnden herumb auß, hiewen die Eckbandt Vndt die Haupt⸗ poſten Vnden Entzwey Vndt Seilletten ſie ihm ge⸗ ſpähr ahn Vndt Riſſens mit gewaldt Nieder, da wahr Es in Ein pahr Stundten⸗ mit Eim ſolchen bauw gethan, daß nichts alß der leimmen, ziegel, ſtein Vndt ſtückholtz Vndt zeunngirtten, Vndt waß Ettwen zu gar diff ihm Leimmen ſtock, blieb liegen, welches ich, wan mirß wehr geſagtt worden, Vndt ichs nicht ſelbſt geſehen hette, keinem geglaubt, Vndt diſſes geſchahe gemeiniglich an den gebäuwen, wo die Leudt auß der Statt gewichen wahren, Vudt waß ſonſten Ledig ſtundt Vndt nicht bewohndt wahrdtz ſie wehren gleich Bürgern oder Vormunderkindern. ihn Summa Es wahr Ein Verderblicher Handel, welcher nicht genunckſam kan beſchrieben werden. Gott helff, daß ich dergleichen Nicht mehr Erlebe, Ammen.) f Mittel gegen den Kornwurm. In einem franzöſiſchen und aus dieſem in dem polytechniſchen Journale wird folgendes einfache Mittel angerathen: a„ „Man tauche hanfene Tücher in's Waſſer, ringe ſie alsdann aus, und breite ſie über die Ge⸗ treidehaufen. Nach zwei Stunden wird man bei⸗ ) Der arme Mann erzählt nachher noch, daß er auch neben⸗ bei in den anderthalb Jahren des Unglücks 29 Ziele als Schatzung hätte bezahlen müſſen, was ſich auf 19 Reichs⸗ thaler 15 Albus belaufen; eine für jene Zeit ſehr große? Summe. — 1 1 ftahe! J den an muß, 17 4 anzuze wi che 5 4. (76 ſollen Oroni dungen 0 . nahe alle Würmer, die in dem Getreide waren, an 0 dem Tuche finden, welches man alsdann ſorgfaltig r* zuſammenraffen und einige Zeit in Waſſer weichen 41 muß, um die böſen Gaſte zu tödten.“ deß Deieſe Probe iſt leicht zu machen. haben, a 27 a 8 Eint Bekanntmachungen von Behoͤrden. rn, daß 1 Pr. uch kein Garten⸗ und Wieſen⸗Verſteigerung. benen(53) Da in der am 26. Januar l. J. abgehal⸗ A elgz, tenen Verſteigerung der Johannes und Engelhard en, wan Rollhaus'ſchen Güterſtücke kein annehmbares Ge⸗ ens dot geſchah, ſo ſoll Freitag den 13. Februar l. J., i keneß Vormittags um 11 Uhr, eine anderweitige Verſtei— daß auff gerung an den Meiſtbietenden in hieſigem Nathhauſe ffgezogen 4 ſtatt finden. Die zu verkaufenden Güterſtücke be⸗ er Indt ſtehen in 0 a 5 4 Stall. 19 Ruthen Garten an der Hockenmühle, in der 1 A2 ten Gewann an Friedrich Söllner, 9 Duden 51 Ruthen Garten an der Langgaß, in der Zten e Hauft⸗ Gewann an Auguſt Schulze, ihm ge⸗ 51 Ruthen daſelbſt neben demſelben, der 1 3% Ruthen Wieſen im Ried, in der 2ten Ab⸗ . theilung gelegen. n ſolchen Friedberg den 29. Januar 1835. „ fegel, Der e D. Fritz. wa olzverſteigerung zu Aſſenheim. 1(88) Meng d künftigen Monats, Vormit⸗ 1 tags, wird im Beinhards⸗Wald eine Parthie Eichen⸗ u, Bat Sau“ und Brennholz meiſtbietend verkauft. a, Dudt Aſſenheim den 27. Januar 1835. i ben, wo Hoffmann. e, Vudt Schäfereiberechtigung betreffend. t bert;(75) Da die ſeither verpachtete Schäfereiberechti⸗ 4 gung in hieſiger Gemarkung, nach dem Beſchluß des erkindenn. Gemeinderaths, nicht ferner verpachtet, ſondern um handel, ſie gemeinnütziger zu machen, auf Koſten der Stadt u werden. ausgeübt werden ſoll, ſo haben die Liebhaber der ir Elche, Schaafzucht bei mir anzuzeigen, wie viel Schaafe 1 ſie zur Heerde treiben laſſen wollen, da die Zahl von 349 Stück nicht überſchritten werden ſoll. A.uch ſoll ein Schäfer von dem Gemeinderath fur die Stadt angenommen werden. Derjenige, ſo f Luſt zu dieſer Stelle hat und über ſein gutes Be⸗ e tragen Zeugniſſe beibringen kann, hat dieß bei mir n n anzuzeigen und die Bedingungen anzuhören, unter f echt weichen ein Schäfer angenommen wird. Friedberg den 5. Februar 1835. Waſſet, a Der Bürgermeiſter D. Fritz. die G⸗ Holzverſteigerung zu Ockſtadt. et 1(76) Donnerſtag den 12. d. M., Morgens 9 Uhr, man ee ſollen in dem dahieſigen Wirthshauſe des Johannes Gröninger aus denen hieſig herrſchaftlichen Wal⸗ 400 dungen 1) 47½ Stecken Eichen⸗Holz, 9 Ziele a 20 1/%„ Buchen⸗Holz, 11% Ba. 36%„ Birken⸗Holz, t ſehr 4 9 9„ gemiſchtes Holz, 8— 5) 75 Stück Eichen⸗Wellen, 6) 1513„ Buchen⸗Wellen, 7) 700„ gemiſchte Wellen, 8) 2075„ Kiefern- u. Weistannen⸗ 9) 30 Stecken Stockholz, Wellen, unter denen vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meiſtbietenden ver⸗ kauft werden, welches andurch bekannt macht Ockſtadt den 5. Febr. 1835. Die hochfreiherrlich von Franken 5 ſteiniſche Rentei daſelbſt. Oeffentliche Bekanntmachung. (77) Nachdem der Ortsbürger Johannes Schuch zu Ilbenſtadt durch großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen für einen Verſchwender erklärt worden iſt, ſo wird ſolches mit dem Bemerken andurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß ohne Zuſtimmung der beſtellten Curatoren, Andreas Haas IV. und Jo⸗ ſeph Bickel zu Ilbenſtadt, mit demſelben abgeſchloſſen werdende Rechtsgeſchäfte jeder Art aller rechtlichen Wirkſamkeit entbehren. Zugleich werden Alle, welche an Johannes Schuch aus irgend einem Grunde Anſprüche zu ha⸗ ben glauben, aufgefordert, ſolche Mittwoch den 29. April d. J. Vormittags 9 Uhr unter dem Rechtsnachtheile des ſtillſchweigend ein⸗ tretenden Ausſchluſſes von der Vermögensmaſſe, da⸗ hier anzuzeigen und zu begründen. a Großkarben den 26. Januar 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Winheim. Hofraithe- und Güter-Verſteigerung. (78) Das von dem verſtorbenen Buͤrgermeiſter Jung dahier hinterlaſſene Immobiliar Vermögen, beſtehend in zwei zweiſtöckigen aneinander ſtehenden Wohnhaäuſern, das eine 55 Fuß lang und 40 Fuß breit, das andere 70 Fuß lang und 46 Fuß breit, ſodann eine Scheuer 68 Fuß lang und 31 Fuß breit, ein Schweinſtall 31 Fuß lang und 12 Fuß breit, nebſt einem Gartenhäuschen und einer Kegel⸗ bahn in dem Hausgarten, eirea 100 Klafter hal⸗ tend, und mehrere Aecker, Wieſen und Garten, wobei bemerkt wird, daß dieſe Hofraithe zur Wirth⸗ ſchaft beſonders geeignet iſt, ſollen Montag den 16. Februar 1835, Vor⸗ mittags 10 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe unter den bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemachten Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Auswärtige Stei Verſteigerung über i weiſen. Laubach den 16. Januar 1835. In Auftrag: Der Buͤrgermeiſter daſelbſt ra tz. 7 gliebhaber haben ſich bei der hre Zahlungsfäͤhigkeit auszu⸗ Frucht⸗Verſteigerung zu Reichelsheim. (79) Von den vorigjährigen hieſigen Domanial⸗ früchten werden i 0 18 Malter Waizen, 102„ Korn, 1 74„ Gerſte, und 58„Hafer Dienſtags den 24. Februar l. J., Vormittags 10½ Uhr, unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 28. Januar 1835. Herzogl. naſſauiſche Receptur. Hehner. g Stroh-Verſteigerung. (80) Montag den 16. Februar, Morgens 9 Uhr, ſoll in der Behauſung des Verwalters Stieber folgendes Geſtröh öffentlich an den Meiſtbietenden unter den vor der Verſteigerung bekannt gemachten Bedingungen verſteigert werden, als 1) 13 Fuder Rockenſtroh, 2 10„ Waizenſtroh, 3) 7 Gerſtenſtroh, 4) 7„ Haferſtroh, 5) 3„ Wirrſtroh. Wölfersheim den 3. Februar 1835. Graͤfl. v. Leiningen'ſche Rentei daſelbſt. * νι Bekanntmachungen von Privaten. Stroh-Verſteigerung zu Heldenbergen. (71) Mittwoch den 11. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr, werden meiſtbietend verſteigert: 38 Fuder Waizenſtroh, 12„ Koruſtroh, 30„ Gerſten⸗, Hafer⸗ u. Erbſenſtroh, 6 7, Wirrſtroh 7 bei A. Pauli sen. im Schwanen in Heldenbergen. Bauholz⸗ u. Mauerſteine⸗Verſteigerung. (81) Uurterzeichueter beabſichtigt, nächſten Don⸗ nerſtag den 12. d. M., Nachmittags 1 Uhr, eine Parthie altes, mitunter noch ſehr brauchbares, Tan⸗ nen⸗ ſowie Eichen⸗Bauholz und 1 ¼ bis 2 Kubik⸗ Klafter alte Mauerſteine öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigern zu laſſen, und ladet hierzu die Käufer mit dem Bemerken ein, daß die Verſteigerung an ſeinem Hinterhauſe und auf dem Kirchplatze ſtatt findet. Friedberg. Wilh. Kümmich. Schafe von allen Gattungen, 82) ungefähr 250 Stück, ſind bei den alten Schäfereibeſtänder zu Friedberg zu verkaufen. Hopfen zu verkaufen. 5 (83) Bei Marcus Marx in Homburg v. d. Höhe, Judengaſſe Nr. 21, iſt beſtändig ſehr guter Spalter⸗Hopfen zu einem billigen Preiſe zu haben. zu verkaufen Lehrling wird geſucht. 3 (84) Bei einem hieſigen Schn eidermeiſter 1 5 ein 4 junger Burſche ſogleich in die Lehre treten. geber dieſes ſagt bei wem. e en Ein zweiſpänniger vollſtändiger Wagen (85) mit Zugehör, noch in beßtem Zuſtande, hat H. W. Sommerlad in Okarben. Anfrage. (86) Ein Mädchen, die eine ziemliche Reihe von 5 Jahren zurückgelegt, ihres Vaters Wirthſchaft helfen betreiben, und ſich Kenntniſſe geſammelt hat, will ſich verändern: iſt nun die Frage, wie es dem alten Manne ergehen werde? H. O. W. i Ein Schweitzer, g (87) welcher ſich uber ſeine Brauchbarkeit und Sittlichkeit auszuweiſen vermag, kann ſogleich eine Unterkunft finden. Ausgeber dieſes ſagt wo. Ein junger Menſch, 5 (88) welcher zum Serviren zu gebrauchen iſt, auch mit Pferden umzugehen weiß und mit Atteſta⸗ ten verſehen iſt, wird geſucht. Nähere Auskunft ertheilt die Expedition dieſes Blattes. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 6 fl. 15 kr. Korn: 4fl. 40 kr. Gerſte: 3 fl. 50 kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl. kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 2. Februar: Waizen: 6 fl.— kr. Korn:— fl.— kr. Gerſte:— fl. fr. f Hafer: 3fl. 13kr. Kohlſaamen: 16 fl. 15 kr. f Früchte⸗Preiſe zu Mainz, am 30. Januar: Waſzen: 6 fl. 34 kr. Korn: 4 fl. 52 kr. Gerſte: 3 fl. 51 Fr. Hafer: 3 fl. 11 kr. Verkaufs Preiſe — der Bäcker und Metzger vom 6. bis 115 10 Fang, g b. 5 fd Qt. Für 1 kr. Milchbrod— 3 „ 1 kr. Gemiſchtes— 7 2 „ 8 kr. Laden⸗Brod* 6— „ 6. kr. dito 3 4 17% A dito 2 5 55— „ Af, dito 1 10 5 Kr. Judengaſſe. 1 Pfund Ochſenfleiſch 11 10 1„ Rindfleiſch 5 7 1 Kühfleiſch— 8 1„ Nierenfett 20 19 1„ Kalbfleiſch 5 5 1„ Hammellleiſch 5 6 1„ Schweinenfleiſch 3— 1„ Leber- und Blutwurſt 12 5 1„ Bratwurſt. 14— 1„ Schwartenmagen⸗ A—— 1 Speck 2⁰. 1„ Doͤrrfleiſch 14— 1 Schmalz 18 5 Für die Richtigkeit: Der Bürgermeiſter D. Fritz. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg — d E. 2 1 was U bleibt daß Sorge ander ten 5 lich d werden meinen Noch 9 arme die 9 ihren auwei gern ſteht. der E