tui ſen tritt. 0 1 7 1 8 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 6. Juni 1835. Die Confirmation. Wer möchte laäugnen, daß für den jungen „ Chriſten die Confirmation der wichtigſte Akt des Lebens iſt? Die Jahre der Kindheit ſind vorüber, der Unterricht, deſſen er als Menſch bedarf, iſt beendigt; die Zeit iſt gekommen, da er für das Leben ſich einen Beruf wählen ſoll, und nun tritt die Confirmation ein, durch die er ein Glied der großen Chriſtengemeinde wird. Gegen Alles, was ſpäter das Schickſal ihm entgegenſtellt, ſoll er hier geſtählt werden; er ſoll einen Schatz erhalten für ſein künftiges Leben, der ihn Freud' und Leid ruhig ertragen, ſelbſt das herbſte Geſchick anſehen läßt als von Vaterhänden ihm zugeſandt; eingeweiht ſoll er werden in die Religion, die ihm Alles in Allem, die ſüßeſte Theilnehmerinn im Glück, die helfende Gefährtinn im Unglück, die ſicherſte und letzte Tro⸗ ſterinn iſt, wenn er vor der dunkeln Pforte ſteht, und die ihm ſelbſt dieſe Pforte aufſchließt. Da es ſich hier von den höchſten Gütern, von den wichtigſten Angelegenheiten des Lebens handelt, ſo wird es zuerſt heiligſte Pflicht des Religions- lehrers, den Akt ſo feierlich als möglich zu machen. Die jugendlichen Herzen müſſen vorher ſchon ſo empfänglich gemacht worden ſeyn, daß alles Andere ihnen augenblicklicher Tand wird. Und nun treten ſie in der feierlichſten Stunde vor den Altar und geloben treu zu ſeyn dem allmächtigen Gott, treu zu bleiben ſeinen Geboten. Wenn hier nicht das Gemüth mächtig angeregt wird, wenn hier nicht ein heiliger Schauer die Seele ergreift, wenn hier Raum bleibt zu Albernheiten und Thorheiten des Lebens— dann iſt der ſchönſte Moment des Da⸗ ſeyns auf ewig verſchwunden und ungepflegt und unbenutzt. Dann iſt kein Wunder, wenn in ſpäte⸗ ren Zeiten der Sinn für das Gute und Edle ganz verſchwindet, wenn nie der Blick nach oben ſich wendet und nur hier unten im Pfuhle ſich herum⸗ treibt. O ihr Religionslehrer, welche große Ver⸗ pflichtungen habt ihr auf euch! 4 Aber auch ihr Eltern, was habt ihr zu ſorgen, daß euer Kind wohl vorbereitet zu dem heiligen Akt kommt! Und wie oft vergeſſet ihr's? Ihr ſorgt zwar für gute und ſchöne Kleider, aber an die Reinheit und Unſtraflichkeit eueres Lieblings denkt ihr nicht. O wuͤßtet ihr doch, welch einen herrlichen Schmuck ihr euerem Kinde auf das ganze Leben mitgäbt, wenn ihr's fromm und tugendhaft erzieht! Mir blutet das Herz, wenn ich den Leichtſinn; mancher Eltern und Kinder, erblicke. Für jede Nebenſache wird geſorgt, und die Hanptſache dar⸗ über vergeſſen. Die Folgen bleiben aber auch nicht aus. Seht nur in manchen Orten die Scenen, welche der Confirmation vorausgehen, wenn der. Mayen geholt, wenn die Kirche ausgeputzt wird. Ja Schreiber dieſes ſah einmal— und ſchämt ſich faſt, es wieder zu ſagen— an dem Tage der heiligſten Handlung mehrere eben confirmirte Kna⸗ ben— betrunken. Wollt ihr noch mehr Beweis für ihre künftige Schlechtigkeit? Glaubt ihr, daß ſie an heiliger Stätte etwas gefühlt, einen edeln. Vorſatz für das Leben gefaßt, ſich Gott und dern — 3 2ͤ f Tugend geweiht haben? O Geſchlecht! unglückliches jun⸗ ges Geſchlecht! o Baureſte und andere Kunſtwerke des Mittel⸗ alters im Großherzogthum Heſſen. Wir haben ein für die großherzoglichen Kreis⸗ baumeiſter beſtimmtes lithographirtes„Verzeich⸗ niß der Werke des Mittelalters, welche er⸗ halten zu werden verdienen, in Händen ge⸗ habt, und uns deſſen innig gefreut, weil es uns das Zeugniß gibt, daß man von Seiten der oberen Behörden das, was in Rückſicht auf Kunſt oder Geſchichte von unſern Altvordern auf uns gekom⸗ men iſt, nicht unbeachtet läßt, ſondern bedacht iſt, es zu erhalten und der Nachwelt, ſo weit dies möglich iſt, zu überliefern. Schreiber dieſes, der ſich bewußt iſt, in ſeinem kleinen Kreiſe alles ge⸗ than zu haben, was er konnte, um aufmerkſam zu machen, was der Erhaltung werth ſeyn möchte, und der bei ſeinen Wanderungen in dem theueren Va⸗ terlande ſich auch danach umſah, was wir hierin für Schätze beſitzen(und wir beſitzen gegen andere Jänder verhältnißmäßig ſehr vieles), und dem in dem Verzeichniſſe faſt lauter liebe alte Bekannte aufſtießen, wünſcht, daß dieſes oder ein ähnliches Verzeichuiß weiter verbreitet und allenfalls den ſaͤmmtlichen Bürgermeiſtern mit dem Zuſatze mitge⸗ theilt werden mochte, daß ſie nicht allein für die mögliche Erhaltung der verzeichneten, ſondern für alle dergleichen Werke, welche Kunſt⸗ oder hiſtori⸗ ſchen Werth haben, namentlich alte Taufſteine, Niſchen, Grabſteine u. ſ. w. Sorge tragen möchten. Freilich ſehen wir bei Manchen wohl ein, daß die Erhaltung ſchwierig, ja faſt unmöglich iſt, theils weil der Zahn der Zeit zu viel daran genagt hat, theils auch weil's einem Dritten nicht zuſteht, in fremdes Eigenthum unbefugt einzugreifen. Allein es iſt doch ſchon gar viel gewonnen, wenn darauf aufmerkſam gemacht worden iſt, damit man den Werth mehr erkennt und wenigſtens nicht muth⸗ willig zerſtöͤrt.— Da noch Manches der Art, was in dem Verzeichniſſe gar nicht berührt wurde, der Erhaltung würdig iſt, ſo erlauben wir uns hier einer kleinen Nachleſe, in der Hoffnung, daß der gute Wille, den wir dabei haben, nicht verkannt werden möge. Gleich vornen herein vermiſſen wir im Kreiſe Darmſtadt einige Grabmäler und ein altes Wappen an der Stadtkirche der Reſidenz. Im Kreiſe Dieburg iſt gar nichts genannt, und doch möchte ſich nur allein in den Städten Dieburg und Umſtadt gewiß Manches finden. Die Kirche zu Umſtadt iſt nebſt dem Thurm aus dem 15ten Jahrhundert und hat mehrere Auf- und Grabſchriften aus jener und ſpäterer Zeit. Eben ſo iſt in der Stadt noch ein alter Gefängnißthurm mit dem hanauiſchen und fuldiſchen Wappen. Das Rathhaus iſt von 1605.— Die Kirchen zu Semd, Kleeſtadt und Schaafheim ſind(nach Steiner) aus dem 15ten, die zu Langſtadt aus dem 14ten Jahrhundert.— Die Kirche zu Fränkiſch⸗ Grumbach, die nach einer Jahrzahl, welche ſich 1 im Schilde einer Rippe des Deckengewölbes beftn⸗ a, det, im Jahr 1485 erbaut wurde, enthält die N intereſſanten und zum Theil ſehr ſchön gearbeiteten Grabſteine der berühmten Familie von Roden⸗ ſtein, und einen ſchönen St. Georg von Holz geſchnitzt. Drei viertel Stunden davon liegt das weit bekannte rodenſteiner Schloß, das leider faſt ganz verfallen iſt, deſſen viereckiger Thurm aber(ſein Bauſtyl deutet auf uralte Zeiten) gewiß erhalten zu werden verdient, wenn auch die übrigen Mauerreſte bald zuſammenfallen werden. In dem vom Landgrafen Georg erbauten Schloſſe zu Lich⸗ tenberg iſt wenig, was auf Kunſtwerth Anſpruch macht. 5 5 In den Kreiſen Heppenheim und Wimpfen ſind außer der Ruine Starkenburg nur die Kir⸗ chen zu Wimpfen im Thal, Wimpfen am Berg und eine kleine Capelle“) aus dem 11ten und 12ten Jahrhundert genannt. Erſtere iſt ohne Zweifel eins der herrlichſten Gebaͤude. Wir erinnern uns aber außerdem mancher Sehenswürdigkeiten, worauf auch Jäger und Grimm in ihren Beſchreibungen auf:; merkſam machen, das Hoſtienkäſtchen, die 12 Apoſtel an den Chorſtühlen der Stadtkirche, das ſchöne Cruzifir außerhalb derſelben. Eben ſo ſind zwei uralte Thürme und mehrere Grabſteine im Domi⸗ 1 nikaner⸗Kloſter beachtungswerth. Das Fenſtergeſimſe vom Chor der ehemaligen Kirche zu Gronau iſt gegenwärtig auf dem Berge zu Jugenheim und ziert denſelben. Die vier Grab⸗ ſteine aus der alten Kloſterkirche daſelbſt, wovon der des Konrad von Weinsberg vom Jahr 1360, der des Johann von Oberkeym und ſeiner Gemah⸗ linnen aus dem 15ten Jahrhundert, ſind beachtungs⸗ werth. Eben ſo verdient der neben dem Chore der Kirche zu Jugenheim ſelbſt befindliche Stein, wel⸗ cher die Gründung der Kirche angibt und vom Jahr 1263 iſt, gewiß einer Beachtung. N Die alten Schlöſſer zu Lindenfels, zu Rei⸗ chenberg, zu Hirſchhorn, die Schloß⸗Capelle daſelbſt von 1522, welche leider dem Einſturze nahe iſt, und doch die ganze Gegend verſchönert, die da⸗ rin enthaltenen Grabmäler, die ersheimer Capelle bei Hirſchhorn mit dem kleinen Tabernakel in der Nähe und den ſchönen Grabſteinen der Familie Hirſchhorn, das alte ſteinerne Kreuz auf dem Wege nach Eberbach, die Kirche zu Neckarſteinach *) Darunter iſt wohl die ſ. meint, ein ſchönes Werk! 9. Capuziner⸗Kirche ge⸗ Orafen Apruc dkeliefs verdien bon Ki der zu dine tor hoe du 1544. merkſat Freie mer ei Beerf. Uegen. welche pitäl. würde Capell — E 2 7 zu Lich, Anſprug impfel die Kir ſchone — 133 nit ihren uralten Grabſteinen, die vier alten herr⸗ ichen Burgen daſelbſt— alle dieſe Gegeuſtände ehlen in dem Verzeichniſſe. In den Bezirken Breuberg und Erbach vollen wir außer den genannten auf folgende Ge⸗ zenſtände aufmerkſam machen: das Schloß zu Für⸗ kenau, das zu Breuberg, das alte Kloſter zu Höchſt, wo wir eine ſchöne Thüre aus dem vier⸗ zehnten Jahrhundert und eine andere mit der Jahr⸗ zahl 1514 geſehen haben. Eben ſo iſt eine Seite des Kirchthurms daſelbſt wohl ſchon im 12ten Jahr⸗ hundert erbaut. In Michelſtadt iſt das Rath⸗ haus ein merkwürdiger Holzbau vom Jahr 1487; die Kirche daſelbſt fuͤhrt an einem Steine die Jahr⸗ zahl 1461 und der Thurm 1507. Im Innern ſind mehrere intereſſante Grabmäler, worunter das des Grafen Johann Caſimir gewiß auf Kunſtwerth Anſpruch macht; wir wenigſtens haben die Bas⸗ reliefs ſchön gefunden. Der Schloßthurm zu Erbach verdient ebenfalls einer Beachtung. Der Thurm von Kirchbrombach führt die Jahrzahl 1467, der zu König 1479 und enthält bekanntlich auch eine römiſche Inſchrift; die Capelle auf dem Kirch⸗ hofe zu König hat über der Thüre die Jahrzahl 1514. Noch wollen wir auf 3 Gegenſtände auf⸗ merkſam machen, nämlich 1) die Schloßruine von Freienſtein bei Gammelbach und 2) die Trüm⸗ mer einer Kirche, die etwa eine halbe Stunde von Beerfelden auf dem Wege nach Finkenbach liegen. Sie beſtehen aus 3 runden Säulen, über welche ſich 2 Bogen wölben ohne Rippen und Ca⸗ pitäl. Es wäre ſchade, wenn ſie nicht erhalten würden. Endlich 3) ſind noch Trümmer einer alten Capelle zu Zell übrig. Im Kreiſe Offenbach vermiſſen wir die Angabe der Schloßruinen im Hain zur Drei⸗Eich, des Schloſſes zu Heufenſtamm, des herrlichen alten Thurmes an dem Schloſſe zu Steinheim, mehrerer alten Grabſteine der Kirche zu Babenhauſen, und im Schloßhofe daſelbſt eines ſehr zierlich gearbeite⸗ ten Wappens. (Beſchluß folgt.) Einige Bemerkungen uͤber den Kreis Friedberg und die Ergebniſſe der Verwaltung deſſelben ſeit der neuen Organiſation(1832). (Fortſetzung.) III. Verſchiedenheit der Bewohner und der Menſchenbildung in dem Kreiſe. Wer aus der Uebereinſtimmung der reichlichen Gaben, womit die Natur den Kreis Friedberg ſo gleichmäßig ausgeſtattet hat, den Schluß ziehen wollte, daß derſelben auch eine gleichförmige Men⸗ ſchen⸗Geſtaltung und Geſittung entſprechen müſſe, der würde ſehr irren. Denn obgleich als Grund⸗ charakter deutſche Rechtlichkeit und Biederkeit überall hervorleuchtet, ſo iſt doch in Allem Uebrigen viel⸗ leicht nirgends in einem anderen Kreiſe die Men⸗ ſchenbildung verſchiedenartiger und die Stufe der Kultur von einander abweichender als in dem Kreiſe Friedberg. Fragen wir nach den Gründen dieſes dem Anſcheine nach auffallenden Verhältniſſes, ſo dürften dieſe hauptſachlich in dem Einfluſſe gefunden wer⸗ den, welchen die vielfach verſchiedenen Geſetze und Regierungen, denen der Kreis Friedberg ehedem unterworfen war, auf die Volksbildung übte.* Früherhin und noch bis in die erſten Jahre des 19ten Jahrhunderts finden wir den Kreis Fried— berg in 19 Aemter getheilt, welche faſt eben ſo viel verſchiedenen Regierungen unterworfen waren. Von der Herrſchaft des Krummſtabs bis zum freireichs⸗ ſtadtiſchen und reichsritterſchaftlichen Regimente wa⸗ ren die abweichendſten Geſetze, Regierungsformen und Regierungsmarximen im Schwunge.— Je nach den vernünftigen oder verkehrten Zwecken und Mit⸗ teln derſelben ſchritt die Geſittung mit allen ihren wohlthätigen Folgen an dem einen Orte voran, während dem ſie an dem anderen zurückblieb, und dem Vorurtheile der Trägheit und Unſittlichkeit freies Feld ließ. g Dazu kommt, und es iſt theilweiſe eine Folge jenes Verhältniſſes, daß in manchen, namentlich deu Stadtgemeinden, vermittelſt frühzeitigerer Aus⸗ bildung und Blüthe der Gewerbe und des Erzie⸗ hungsweſens die Kultur freudiger gedieh, während auf vielen Landgemeinden der phyſiſch und geiſtig darniederhaltende Druck der Leibeigenſchaft und Frohndpflicht, der lehns⸗ und gutsherrlichen Gerechts— ſamen ꝛc. noch laſtete, und jedem Fortſchritte in der Geſittung leidige Hemmniſſe entgegenſtellte. Was Wunder, wenn ſich unter dieſen Ver⸗ hältniſſen faſt ſo viele Abſtufungen in der Men⸗ ſchenbildung im Allgemeinen, und in der Stufe der Intelligenz, Moralität und Volkswohlfahrt insbeſon⸗ dere bildeten, als Gemeinden in dem Kreiſe Fried— berg vorhanden ſind. ) Vielleicht trugen auch ſchon die früheten Anſiedelungen der Römer dazu bei, eine Verſchiedenheit in der Bildung und dem übrigen Weſen der Bewohner zu bewirken. Wenigſtens wollen neuere Schriftſteller dies an den Be— wohnern der Rhein- und Main⸗ufer bemerkt haben. Da⸗ mit wollen wir aber die in dem Texte angegebenen Urſachen keineswegs läugnen, machen im Gegentheile noch auf die nachtheiligen Folgen aufmerkſam, die daraus entſtanden, daß dieſe verſchiedenen Herrſchaften und deren Diener in der Regel feindſelig gegen einander ſtanden, ſich auf alle mögliche Weiſe chikanirten und ſo nicht nur den Geiſt des Unfriedens unter den Bewohnern fortwährend nährten ſondern auch neuen Saamen der Zwietracht ausſtreuten Die traurigen Folgen, welche dieſes Unweſen bewirkte, wer den noch lange auch bei dem beßten Willen der jetzigen Behörden bemerkbar ſeyn. Die Reda dieſe Gemeinden unter einer und derſelben, der großh. heſſiſchen Staatsregierung, vereinigt und an⸗ ſtatt unter 19 Verwaltungen nur unter Einer Ver⸗ waltung verbunden ſind, dieſe Verſchiedenheiten allmählig verſchwinden und Alle der Wohlthaten der Civiliſation immer mehr und gleichmäßiger theilhaftig werden ſehen.. 0 Leibeigenſchaft und Frohndpflicht ſind ſeitdem gefallen, es hat die für die Unterthanen ſo bedrük⸗ kende Steuerfreiheit zu beſtehen aufgehört und der Entlaſtung des Grundeigenthums iſt die unabläßige Fuͤrſorge unſerer Staatsregierung gewidmet. ö Wohlgeordnete Unterrichts- und andere öffent⸗ liche Anſtalten und Einrichtungen, gegründet auf gleiche Anſprüche aller Lands- und Kreisbewohner daran, ſichern zugleich für Alle rege Fortſchritte in geiſtiger und moraliſcher Beziehung und laſſen uns mit immer größerer Zuverſicht dem freudigen Ziele höherer Vervollkommnung als Menſchen und Staats⸗ bürger entgegengehen. Was die Einheit und Vereinfachung der Ver⸗ waltung in dem Kreiſe Friedberg Nützliches gelei⸗ ſtet hat, werden wir demnächſt beſonders erörtern. ö(Fortſetzung folgt.) Verbeſſe rungen. 5 In unſerm vorigen Blatte leſe man Seite 146 erſte Spalte Zeile 10 von oben Brunnenſchacht ſtatt Brunnenſchaft, und Seite 148 Zeile 9 von unten bei dem Artikel„Mohnſaamenzucht betreffend/ — iſt die Winterſaat— eine der ſchönſten anzuſehen ſtatt Wiede rſaat,— einer dc. ꝛc. Die Redact. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN Hofraithe-Verſteigerung. (265) Mittwoch den 10. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe, wegen Hülfsvoll⸗ ſtreckung, die Hofraithe des Georg See dahier, be⸗ ſtehend in Wohnhaus, Ställchen und Grund mit Nr. 258 gezeichnet, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.„ Friedberg den 22. April 1835. In Auftrag großh. Landgerichts, Der Beigeordnete Chr. Hecht. Edictalla dung. (344) Großherzogliches Hofgericht hat uͤber den Nachlaß des Bäckers Anton Feger zu Butzbach den Concurs erkannt und die unterzeichnete Gerichts⸗ ſtelle mit deſſen Eröffnung und Leitung beauftragt. Alle bekannte und unbekannte Gläubiger des gedach⸗ ten Anton Feger werden daher aufgefordert, ſo ge⸗ wiß in dem auf ö beſtimmten Termin ihre Forderungen gehörig zu liquidiren, gleichzeitig ſich auch über Vergleichsvor⸗ ſchläge und die Wahl eines fügt resp. angenommen werden wird, daß ſie der een der Mehrheit der Gläubiger beigetreten eyen. 1 ee eee 2 1 5 Friedberg den 12. Mai 1835. Großh. heſſiſches ang deff 11 Hofmann. la dun g. 7 Edictal e — 154— 0 Deſto erfreulicher iſt es, wenn wir ſeitdem Montag den 6. Juli d. J., Morgens 8 Uhr,. Maſſekurators zu er⸗ ech klären, als ſonſt der Ausſchluß von der Maſſe ver⸗ laſſen werden, welche Atteſte von ihren Bürgermei⸗ (345) Georg Fiſcher's Eheleute zu Aſſen⸗ Faulen, heim haben unter'm 7. Januar 1818 von Georg erden! Weith zu Ilbenſtadt, unter Verpfändung ihre dr Wohuhauſes, ein Kapital von 250 fl. entliehen 1 und wurde die desfallſige Obligation, nach denn Erklärung des urſprünglichen Gläubigers, ſpater 4 der Frau Gräfin von Leiningen Weſterburg cedirt. Nach der Letzteren Angabe iſt jene verloren gegn: 1 gen und kann jetzt, wo die Schuld von den Erben 1 der Fiſcher'ſchen Eheleute abgetragen werden ſoll,(ö352) nicht mehr vorgelegt werden. 1 55 det Auf Antrag der dermaligen Gläubigerin wer 9. den daher alle, welche aus der fraglichen Verpfän⸗ 135 dung und auf die erwähnte Obligation Auſprüche 1 bilden zu können vermeinen, aufgefordert, ſolche ſo aug d gewiß binnen 3 Monaten von heute an, hier gel⸗. tend zu machen, als ſonſt jene für mortiſicirt er⸗ U klärt und der desfallſige Eintrag im Hypotheken buche gelöſcht werden wird. 3 b Friedberg den 13. Mai 1835. e Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt.(383 Hofmann. jſollen Arbeit⸗Verſteigerung. Eau (373) Donnerſtag den 11. Juni, Vormittags 99 3 Uhr, ſollen auf der Gemeindeſtube zu Steinfurt die 1 9 zur Erbauung eines neuen Schulſaals daſelbſt nöthis 1 gen Bauarbeiten, als: g 1 8 1) die Maurerarbeit, voranſchlagt zu 548 fl. 29 kr. 0) 2) die Steinhauerarbeit„ 28% 18 3) die Zimmerarbeit 5„ 406% 587 0 4) die Dachdeckerarbeit„„ 188, 19 12 5) die Schreinerarbeit„ n 230% 2 4 90 6) die Schloſſerarbeit„ 95% 38, 7) die Glaſerarbeit 1„% 89„ 20% J e d 8) die Weißbinderarbeit 139% 20%(dun. Summe 1726 fl. 42 fr. liege an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert wer⸗ ten den. Zeichnungen, Ueberſchlaͤge und Bedingungen g liegen bis dahin auf dem Büreau des Unterzeichne⸗ lein ten zur Einſicht offen. ö r laſſer Man bringt dieſes mit dem Bemerken zur all⸗ ſterei gemeinen Kenntniß, daß nur ſolche Steigerer zuge⸗ Sun 8 0 — ereien vorzeigen, daß ſie Kaution zu leiſten im lee, Stande ſind. 78* Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, vor⸗ daſſe„ fehende Bekanntmachung in ihren Gemeinden durch ö* ze Schelle gefälligſt bekannt machen zu laſſen. dige 1 5 Friedberg den 27. Mai 1835. n Der Kreisbaumeiſter Holzapfel. 1 Gläubiger- Aufforderung. dasz 381) Siegfried Gräbing von Butzbach be— ebſichtigt nach Nordamerika mit ſeiner Familie aus⸗ mwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind bin⸗ Af ten drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier an⸗ * umelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt ten werden wird. 2 Friedberg den 26. Mai 1835. g 5 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath „ en des Kreiſes Friedberg. tg bed Küchler. n Grasverſteigerung gegn, 5 g 5 a en Erie von der fiskaliſchen ſ. g. Markwieſe bei Bauernheim. den el, 1382) Das diesjährige Heu⸗ und Grummetgras von der fiskaliſchen ungefahr 300 Morgen haltenden n u, f. g. Markwieſe bei Bauernheim wird Verpfp i Dienſtag den 16. Juni 1835, t Vormittags 10 Uhr, zu Bauernheim in der Behau⸗ algen ſung des Herrn Gaſthalters Höͤres, in angemeſſenen lier 7 Abtheilungen öffentlich verſteigert. ict et- Friedberg den 23. Mai 1835. votheker⸗ b Der großherz. Rentamtmann Buß. 1 Arbeit⸗Verſteigerung. dach,(3833) Freitag den 12. Juni, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf der Gemeindeſtube zu Okarben die zur Erbauung eines neuen Schulſaals daſelbſt nöthigen 1 Bauarbeiten, als: 5 1 0 10 Mauxerarbeit voranſchlagt zu 439 fl. 47 kr. * 4 2) Steinhauerarbeit 40„ 17„ „ 3) Zimmerarbeit 351„ 52% 6 1 40 Dachdeckerarbeit„ 1.20 1 5) Schreinerarbeit 200„ 34„ 7 18 6) Schloſſerarbeit 128„ 46„ 7 Glaſerarbeit 128„ 5„ 1 2 1 8) Weißbinderarbeit 214„ 19„ „38„ ö Summe 1573„ 53„ „20, an die Wenigſtnehmenden oͤffentlich verſteigert wer⸗ „20% den. Zeichnungen, Ueberſchlage und Bedingungen A 1 liegen bis dahin auf dem Büreau des Unterzeichne⸗ ien u ten zur Einſicht offen. 992 Man bringt dieſes mit dem Bemerken zur allge— — W meinen Kenntniß, daß nur ſolche Steigerer zuge⸗ N laſſen werden, welche Atteſte von ihren Bürgermei⸗ 1 ſtereien vorzeigen, daß ſie Kaution zu leiſten im 1. 1 Stande ſind. r! Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht vor⸗ — 155— ſtehende Bekauntmachung in ihren Gemeinden durch die Schelle gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 1. Juni 1835. 8 Holzapfel. Der Kreisbaumeiſter i Heugras-Verſteigerung. (384) Nachſtkommenden Donnerſtag als den 11. d. M., Morgens 8 Uhr, ſoll das diesjährige Heu⸗ gras auf der Gemeinde⸗Wieſe, die nauheimer Bach genannt, mit 28 Morgen, beſtehend in mehreren Abtheilungen, auf der Wieſe einer oͤffentlichen Ver⸗ ſteigerung gegen gleich baare Zahlung ausgeſetzt wer— den, welches zur offentlichen Kenntniß bringt Niedermörlen den 3. Juni 1835. 4 Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Dey. Holz-Verſteigerung. (385) Dienſtag den 9. Juni l. J., Vormittags 8 Uhr, ſollen im obermoͤrler Gemeindewald, nahe bei der Oelmühle, 1 Stecken Prügelholz und 1600 Eichen⸗Schälwellen, ſodann etwas liegen gebliebenes Gehölz im Altenhaack, gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Obermörlen den 3. Juni 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Morſchel. Grasverkauf. (386) Das diesjahrige Gras zu Heu und Grum⸗ met von 200 Morgen gräflich ſolms⸗rödelheimiſchen Wieſen zu Niederwöllſtadt ſoll Dienſtag den 16. d. M., in einzelnen Abtheilungen, meiſtbietend verkauft werden. Die Verſteigerung wird bei Wirth Arnoldt auf der Neuherberge zu Niederwöllſtadt abgehalten, und nimmt Vormittags 10 Uhr ihren Anfang. Aſſenheim den 3. Juni 1835. Die gräfliche Rentei. Holz-Verſteigerung. (387) Mittwoch den 10. Juni l. J. Morgens 9 Uhr, ſollen in dem freiherrlich von Löwiſchen Wald zu Steinfurt, Diſtrict Sauerbornstannen, 7 Stämme Eichen-Werkholz, 15 Stück desgl. Leiterbaume, 1100 Stück Kiefern⸗Bohnenſtangen, 2600 Stück Eichen⸗Lohwellen, 1800 Stück Birken- und Kiefern-Wellen an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt an obenbeſtimmtem und Stunde an dem ſteinfurter Sauerbrunnen. Steinfurt den 2. Juni 1835. Der freiherrl. von Löwiſche Revierförſter Weigand. Verſteigerung von Kleidungsſtücken. (388) Donnerſtag den 25. d. M., Morgens 9 Uhr, ſollen die Kleidungsſtücke des verſtorbenen Rechners Carl Frick dahier, in deſſen Behauſung in Tag — — 156— der Burg⸗Vorſtadt, einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung, gegen gleich baare Zahlung, ausge⸗ ſetzt werden, wozu die Kaufliebhaber einladet Friedberg den 4. Juni 1835. In Auftrag: Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Mobilien ⸗Verſteigerung. (389) Donnerſtag den 18. d. M., Morgens 8 Uhr, ſoll in der Behauſung des Hutmacher Schmidt am Uſerthor der Mobiliar-Nachlaß der dahier ver⸗ ſtorbenen Feldwebel Konrads Wittwe, beſtehend in gutem Bett, Kleidung, Weißgeräthe, Kommode und ſonſtiger Hausrath öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden, welches hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 4. Juni 1835. f In Auftrag: Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. d Bekanntmachungen von Privaten. Güter zu verkaufen. (371) Unweit der Stadt Frankfurt, in den ſchön⸗ ſten und fruchtbarſten Gegenden ſind einige große Güter von 110600 Morgen nebſt Oekonomie⸗Ge⸗ bäuden, theils mit theils ohne Erndte und Schiff und Geſchirr, unter höchſt billigen Bedingungen zu verkaufen resp. gleich zu beziehen. Nähere Mitthei⸗ lungen macht, auf portofreie Anfragen, das allgem. Geſchaͤftsbüreau zu Roͤdelheim. Capitalien von 3000 bis 10,000 fl., 0 (372) gegen doppelte erſte Inſätze und 5 prCt. Zinſen, liegen zum Ausleihen bereit. Rödelheim den 20. Mai 1835. Das allgem. Geſchaͤftsbuͤreau daſelbſt. Die großh. heſſ. Zeitung (378) wünſcht Jemand mitzuleſen. Ausgeber die⸗ ſes Blattes ſagt wer. Scheibenſchießen in Friedberg. (379) Die unterzeichneten Vorſteher der friedber⸗ ger Schützengeſellſchaft machen hierdurch ihren Freun⸗ den und überhaupt den Liebhabern des Scheiben⸗ ſchießens die Anzeige, daß mit obrigkeitlicher Er⸗ laubniß die erwähnte Schützengeſellſchaft auf die bevorſtehende Pfingſten ein Scheibenſchießen auf dem gewöhnlichen Schießplatz hinter dem Schützenrain veranſtaltet hat. 8 Das Schießen wird nach geendigtem Gottes⸗ dienſte den 2ten Feiertag als den 8. Juni eröffnet, und werden gegen Abend eine Ehrenſcheibe und drei Schnappgaben herausgeſtochen. Den 9. Juni wird Vormütags ebenfalls geſchnappt und eine Ehren⸗ ſcheibe und drei Schnappgaben herausgeſchoſſen. Den gten Mittags um 12 Uhr nimmt das Haupt⸗ ſchießen ſeinen Anfang, welches 25 Preiſe enthält. 1 und worauf 500 Schüͤſſe gethan werden ſollen und 1 1 3 1 N— 1 der Schuß 12 kr. koſtet. Das Nähere wird das 991) Reglement enthalten. b 91 Fur gehörige Ordnung und Bequemlichkeit de. Herren Schießliebhaber wird die noͤthige Sorge ge, tragen werden. a Friedberg den P. Mai 1835. Renneberg. Damm. Gerlach.. In Bezug auf obige Anzeige empfiehlt ſich als e Wirth der Uunterzeichnete dem Publikum mit guten und billigen Weinen und den Liebhabern des Tan⸗ zens mit einem neuen Tanzboden und guter Muſik, Friedberg wie oben. Gerlach. Militaͤrvertretungs-Anſtalt. 63700 Zur allgemeinen Militarvertretungs⸗ Anſtalt, die pro 1834— 35 1028 Mitglie- der zaͤhlte, und die durch ihre große Mitglieder⸗ zahl und die durch mich geleiſtete 102,000 fl. be- tragende Caution die größtmoͤglichſte Sicherheit Jahr gegen 700 bietet, haben bereits fuͤr dieſes Perſonen ihren Beitritt erklaͤrt. 5 Die Eltern und Vormünder der im Jahr 1815 Gebornen lade ich zum Beitritt ein. Darmſtadt den 18. Mai 1835. Ernſt Emil Hoffmann. Empfehlung. 8 (390). Mit vorzüglichem blauem, gebleichtem und ungebleichtem Einſchlag⸗ und Strickgarn aller Art bin ich wieder verſehen, und verſpreche die möglichſt billigen Preiſe. 8 5 Friedberg den 28. Mai 1835. Nathan Hirſchhorn. Einladung. 4 (391) Den 2ten und Zten Pfingſtfeiertag iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe gut beſetzte Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu ich meine verehrten Gönner und Freunde mit dem Bemerken höflichſt einlade, 1 0 (396) Vypothe n 7 (397) hieſigen diion di 398) And a. wird, hoflichſt gutes 6 lung ſo daß auch zum Aufenthalte im Freien Vorrichtungen berden, in meinem Garten gemacht ſind. Henkel. Einladung. 5 (392) Dienſtag den 9. Juni, als am zten Pfingſt⸗ feiertage iſt bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzu⸗. dung ech treffen, wozu ich höflichſt einlade. Fauerbach II. den 3. Juni 1835. 1 Neiſel. Logis zu vermiethen. 931 (393) In dem ehemaligen Pförtnerhaus am Seerthor iſt ein Logis ſogleich zu beziehen, beſte⸗ hend aus 2 Zimmern, 1 Küche, die Hälfte vom Speicher und die Hälfte vom Keller. Auf Verlan⸗ gen kann auch ein Stall mit abgegeben werden⸗ Dam bman n. herrlich N. 1 Rerbelh Bemerk (1403 lehen lich in ter de tue ger Warane g. 55 1394) Auch dieſes Jahr beginnen, wie gewoͤhn⸗ ſich, den ten und Zten Pfiugſtfeiertag auf dem Oſſenheimer Wäldchen ie Sommerbeluſtigungen und werden von 14 Ta⸗ en zu 14 Tagen den Sommer hindurch fortgeſetzt J erlag Herden. 1 g a ſch d. Bekannt iſt, daß dieſes Wäldchen von jeher, 11 eſonders am zweiten Pfingſtfeiertage, ſich eines 58 da zuſſerordentlichen Zuſpruches nicht allein aus der b Mal Wetterau, ſondern aus der ganzen Provinz Ober⸗ lag ſeſſen, Hanau, Frankfurt ꝛc. ꝛc. zu erfreuen hatte. Ich darf wohl hoffen, daß es auch dieſesmal I n zahlreichen Gaſten nicht fehlen wird, welche ſich cetung ſon meinen rein und gut gehaltenen Weinen, gut Mitgle zubereiteten Speiſen und meiner prompten Bedienung 1 berzeugen werden. Jeder Oſſenheimer Jagdhaus d. 28. Mai 1835. 0 fl. be- ä Aehle. icherhet 500 fl. von der Auguſtiner Schule gen 700 395) ſind gegen gerichtliche Hypothek zu ver⸗ ſeihen. Das Nähere bei 5 1 Friedberg den 3. Juni 1835. 4 Schulpfleger Steinhäußer. 1 45 fl. Pfarrwittwenkapital, 4396) hieſiger Kirche, liegen gegen gerichtliche Oypothek zu verleihen. Das Nähere bei ann. Friedberg den 3. Juni 1835. 1 Kirchenpfleger Steinhäußer. tem und Die Küferei und Bierbrauerei ler An ö(397) kann ein junger geſitteter Menſch bei einem möglich ieſigen Meiſter erleruen. Bei wem ſagt die Expe⸗ d tion dieſes Bl. f . Zum Lamboiefeſt, hon(398) welches auch dieſes Jahr wieder den 13. end 14. Juni im nauheimer Hohwald gefeiert voird, laden die Unterzeichneten mit dem Bemerken böflichſt ein, daß ſie für gut beſetzte Tanzmuſik, zutes Getränk, gute Speiſen und prompte Bedie⸗ —— ung ſorgen und überhaupt ſich angelegen ſeyn laſſen bung dverden, das Feſt auf alle mogliche Weiſe zu ver⸗ kel errlichen.. 1 Nauheim den 4. Juni 1835. 3 l Johannes Fritzel, hüngſt⸗ Guſtav Sprengel. au. Tanz⸗Beluſtigungen auf dem feldheimer Wäldchen. (399) Den 2ten Pfingſtfeiertag nehmen die Som⸗ iſel. 0 nerbeluſtigungen ihren Anfang, welches ich mit dem Bemerken zur offentlichen Kenntniß bringe, daß ſolche us au a ö leſte e vom Berlan⸗ I 157— vom 21. Juni an von 14 Tagen zu 14 Tagen den ganzen Sommer hindurch fortgeſetzt werden. Inhaiden den 2. Juni 1835. Forſtjäger Henckel's Wittwe. Gut beſetzte Tanzmuſik (400) iſt den dritten Pfingſtfeiertag, als den gten d. M., bei mir anzutreffen; auch wird ein guter Wein, die Bouteille zu 18 kr., in Zapf genommen werden, wozu höflichſt einladet Friedberg den 4. Juni 1835. 0 Friedr. Chr. Siek, am ehemaligen Mainzerthore. 500 fl. Vormundsgeld (401) liegen gegen gerichtliche Verſicherung im Landgericht Friedberg zum Ausleihen bereit bei Friedberg. Apotheker Phil. Werner. AVERTISSEMENT. (402) Daß Unterzeichneter die Kunſt beſitzt, alle Leichdorn⸗, Hühner- und Krähenaugen in Zeit von 6 Stunden, ohne zu ſchneiden und zwar ohne den geringſten Schmerz zu verurſachen, wegzunehmen, ſo wie auch die ſchon tief in das Fleiſch gewachſe⸗ nen Nägel ſchmerzenlos zu egaliſiren, atteſtiren die folgenden Herren: Dr. F. A. Bach, K. K. Ruſſiſcher Staatsrath u. Leibarzt des Herz. v. Oldenburg. Spangenberg, Medizinalrath, Hof- u. Ober⸗Staabschirurg zu Hannover. Dr. F. L. A. Köhler, Medizinalrath und 1 in Celle. i mli profeſſor der mediziniſchen Facültät und geh. Hofrath in — Göttingen. Strohmeyer, Oberwundarzt und Landes phyſicus in Göttingen. Dr. Bocksrath, Stadtphyſicus in Göttingen. Dr. Bäumler, Geh. Hofrath und General⸗Staabsarzt in Caſſel. Dr. Wurzer, Ritter, Geh. Hofrath u. Profeſſor der Medizin in Marburg. Dr. Ullmann, Profeſſor der Medizin und Chirurgie in Marburg. Dr. Wenderoth, Profeſſor der Medizin in Marburg. Dr. Rau, Hofrath und Phyſicus in Gießen. Sein Logis iſt bei Hrn. Simon in den drei Schwertern. Aufenthalt bis zum 8. Juni 1835. A. Hecht, K. H. privilegirter Operateur. Mathildenstift. (403) Nach den Geſetzen des Mathildenſtifts F. 21 müſſen die Zinſen und Stückzinſen von allen Dar⸗ ehen der Kaſſe zum erſtenmale am 1. Juli l. J. berichtigt werden. Ich bringe dieſe Beſtimmung öffent⸗ e, lich in Erinnerung und fordere zugleich die Herren Bürgermeiſter auf, ſolche den einzelnen Schuldnern aH. unter dem Bemerken noch beſonders bekannt zu machen, daß jede mehr als vierwöchige Zahlungsſaumniß tine gerichtliche Klage und Kapitalaufkündigung zur unausbleiblichen Folge haben würde. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in, Friedberg. * ö„ Außerdem benachrichtige ich die resp. Vereinsglieder, daß die im 8. 4 der Geſetze auf den Donner⸗ 1 ſtag nach Pfingſten verordnete Jahresverſammlung, weil eine ſolche erſt kürzlich ſtatt fand, und noch zu Zeit keine Rechnungsablage möglich iſt, nicht abgehalten werden wird.. 125 N Friedberg den 2. Juni 1835. 5 1. 1 Der Praͤſident des Mathildenſtifts 1 g Kreisrath Kuͤchler. 11 f ö 1 ö Im Mai 1835 wurden zu Friedberg 1. Get a u t. 1 0 ee eee a) In der Stadt: 2 N 1 4 Den 3. Johann Thomas Becker, Bürger und Lohnkutſcher dahier, des weiland hieſigen Bürgers 10 1 Bäckermeiſters Ernſt Friedrich Becker ehelicher Sohn, und Jungfer Eliſabetha Laub, 2 5 Tochter der Wittwe des zu Wehrheim verſtorbenen Jakob Kalbwän. 27 I „ 6. Johann Caſpar Erker, Bürger und Güterſchaffner dahier, des hieſigen Hirten Andreas Erker 1 ehelicher Sohn, und Jungfer Margaretha Kopp, des hier verſtorbenen Hirten Jakob Kopp nachgelaſſene eheliche Tochter. N 2 195 „17. Herr Johann Friedrich Kautz, hieſiger Bürger und Bäckermeiſter, ein Wittwer, und Frau Juliane Catharina Günther, des weiland hieſigen Bürgers und Webermeiſters Ambros Conrad Günther nachgelaſſene Wittwe, geborne Weckerling. f 1 „19. Herr Johannes Zimmermann, Bürger und Weißbindermeiſter dahier, des hieſtgen Bürgers und Weißbindermeiſters Friedrich Zimmermann ehelicher Sohn, und Jungfer Urſula Maria Toe. des hieſigen Bürgers und Arbeitsdirektors Herrn Dominikus Pendling eheliche 1 ochter.* 0 a 13. „28. Herr Philipp Bernhardt, hieſiger Bürger und Kreisſekretariats⸗Gehülfe, des hieſigen pen⸗ ich f ſionirten Landrathsdieners Thomas Bernhardt ehelicher Sohn, und Jungfer Louiſe Kräu⸗ 1 ter, des hieſigen Bürgers und e e Joh. Georg Kräuter ehelich ledige Tochter. 2 b) In der Burg: 4 4 „ 10. Der neu angehende Bürger und Schuhmachermeſſter Johannes Joſt, des hieſigen Büͤrgers und el Schuhmachermeiſters Joh. Georg Joſt ehelicher Sohn, mit Katharina Krauß, des Bür⸗ 9 gers Peter Krauß zu Aſſenheim eheliche Tochter. 2 2. Getauft.. n a) In der Stadt: 8 a 5 b l 0 1 9 „10. Dem Cantor und Lehrer an der hieſigen Knabenſchule Herrn Wilhelm Fritſch ein Sohn: u Johann Adam; geb. den 27. April. f 0 9 „10. Eine uneheliche Tochter: Maria Anna; geboren den 1. d. M. 5 9 „17. Dem e und Schuhmachermeiſter Conrad Schlechtweg ein Sohn: Heinrich; geb. den 2. d. M. f e „24. Dem hieſigen Bürger, Küfer und Wirth Herrn Wilhelm Schmidt ein Sohn: Johann Adam, f geb, den 21. d. M. f a—— * 5 b) In der Burg: 9 1 „10. Dem hieſigen Bürger und Leinwebermeiſter Martin Grimm eine Tochter: Margaretha; geb. 1 den 29. April. ö b ö 2 3.-Beer digt. 5 8 0 a) In der Stadt:“ 1 1. Frau Anna Eliſabetha Steitz, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters, wie auch Gefan⸗ fe 6 genwärters Johannes Steitz Ehefrau, geborne Enders, alt 36 Jahre, 1 Monat, 2 Tage; ich geſtorben den 29. April. 5 N 0 „16. Meiſter Joh. Adam Ruppel, Bürger und Wagnermeiſter, alt 53 Jahre, 2 Monate, 23 Tage; 0 5 a0 geſtorben den 14. d. M. 1 e eee e „21. Meiſter Daniel Michel, Bürger und Steindeckermeiſter dahier, alt 58 Jahre; geſt. d. 20. d. M. der „28. Hermann Sehrt, des großh. Speicherverwalters Herrn Martin Sehrt eheliches Söhnchen, alt[ für 6 Monate und 1 Tag; geſtorben den 26. d. M 2 burt f 5 b) In der Burg: a a 74 5 „12. Dorothea Finzel, des hieſigen Bürgers und Webermeiſters Jakob Finzel Ehefrau, alt 58 che Jahre und 6 Monate; geſtorben den 10. d. M. 15 N ze 1