f 5* eee, eee * N e 1 E n 1 en in t 5 f 1, w. er, aun für die Zeichm 5 Erſter Ba 1* Nam 1 G 96 a 2 rovinz Mberhes en — im Allgemeinen, — den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. e: 3fl. A1— 0 kr. 49 Sonnabend, den 5. Dezember 1835. Novembe— 8 3 3 1 12 Die neueſte Bevoͤlkerungsliſte der Gemeinden 19, weibliche 35; Getraute: 17 Paare. Schulen 3 J des Kreiſes Friedberg. beſitzt es 2; Schulkinder: Knaben 86, Mädchen 65. 12:37 0 Unſere Leſer haben gewiß mit vielem Intereſſe die„Be⸗ f erkungen über den Kreis Friedberg und die Ergebniſſe der i„ 1 Verwaltung derſelben ſeit der neuen Organiſation“ in unſern Blättern ſeiner Zeit geleſen, und bedauern wohl nur mit uns, daß ſie bis jetzt nicht weiter fortgeſetzt wurden. Um ſo er⸗ — freulicher iſt uns, ihnen die Mittheilung zu machen, daß 5 uns jetzt auch die neueſte Bevölkerungsliſte in einer Abſchrift mitgetheilt wurde. Wir werden nicht ermangeln, den In⸗ jalt derſelben, ſo weit er für das großere Publikum Intereſſe bat, jedoch nur nach und nach, je nachdem es der Raum eſtattet, unſern Leſern mitzutheilen, und hoffen ſie dadurch n den Stand zu ſetzen, die einzelnen Orte unſeres Kreiſes Friedberg noch genauer kennen zu lernen, als es bis jetzt möglich war. Für heute theilen wir Folgendes daraus mit. 1 Die Red. N Altenſtadt hat 5 öffentliche Gebäude und 163 0 ohnhäuſer; Kinder unter 14 Jahren: Knaben 171, Mädchen 127; Perſonen über 14 Jahren: männli⸗ che 363, weibliche 353; Seelen überhaupt 1014, darunter Lutheraner 887, Katholiken 70, Juden 57, taats⸗, Kirchen- ꝛc. Diener 9, Ackerleute 43, Ge— verbsleute 61, Acker- u. Gewerbsleute zugleich 32, Taglöhner männliche 15, Dienſtboten männliche 32, 6 weibliche 20, Handwerksgeſellen 10, Handwerks- 17 2 5 2 * WMV es lehrjungen 6, Ausländer männliche 34, weibliche 19, alten 5 ußerhalb des Ortes Lebende zuſammen 35. endet In den drei verfloſſenen Jahren hatte dns 8 5 lebendig Geborne: Eheliche und zwar Knaben ruagel, 37, Mädchen 433 Uneheliche: Knaben 7, Mädchen 9j; Todtgeborene 1; Verſtorbene unter 14 Jahren: Belag männliche 10, weibliche 113; Erwachſene: männliche (Fortſetzung folgt.) Die Heim ath. (Aus dem Tagebuche eines alten Wetterauers.) Als ich ein Jüngling war, da wurde mir das Vaterhaus zu enge und mein Städtlein zu gering. Ich ergriff darum den Wanderſtaab; der Vater reichte mir bewegt ſeine Rechte, und die Mutter ſagte mir mit vielen Thränen Lebewohl. Ich aber achtete nicht der Rührung des Vaters, nicht der Thränen der Mutter, und zog fröhlichen Sinnes in die weite Welt hinein. Wie war's da ſo ſchoͤn! Ich wanderte zuerſt nach Frankfurt am Main und dann an den Rhein bis Mainz; ich ſah den Dom zu Worms und zu Speier, den Münſter zu Straß⸗ burg; ich war an der Stelle zu Conſtanz, wo ſie den Johann Huß verbrannten; ich ſah die Donau zu Ulm und zu Regensburg und zu Wien, das mit ſeinem Stephansthurme weithin glänzt, und den ſchönen Brunnen und die Laurenzii-Kirche zu Nürn⸗ berg, und die Brücke zu Prag, von welcher der hei— lige Nepomuck herabgeſtürzt wurde, und Dresden mit ſeiner ſchönen Elbbrücke und das große, hübſche Berlin im Sandlande, und Hamburg mit ſeinen hohen Thürmen und ſeinen vielen Schiffen, und war in den Rathskeller zu Bremen, wo der gute Wein liegt. Ich war aber noch an gar vielen andern Orten. Ueberall gab's luſtige Kameraden und gute Freunde, und, wenn man Geld genug hatte, auch gute Wirthe. Wenn ich aber allein in FV meiner Kammer war, da dachte ich a an mein e einen Augenblick flsh 4 50 reden ö weinen.. wenn ein Brief von ihnen gekommen war mit vielen haus, und an meine Eltern und Geſchwiſter, und Grüßen von den alten Schulfreunden und Nach⸗ barn, die mich noch lange nicht vergeſſen hatten und gerne einmal wieder ſehen möchten, da ſchlich ſich unvermerkt eine Thräne ins Auge, die ich ab⸗ wiſchte, und blickte zum Fenſter hinaus, wo der Mond ſchien, und freute mich ſeiner, weil ich dachte, er muͤſſe auch in meiner Heimath ſcheinen. Als ich zum erſten Mal das Welt-Meer rauſchen ſah vor meinen Füßen, da erinnerte ich mich wieder daran, was unſer alter Schulmeiſter von Sturm erzählt, und was er von dem Robinſon uns vor⸗ geleſen hatte, und eh ich michs verſah ſtellte ſich der Gedanke an meine ſchoͤne Jugendzeit ein und an die ſchönen Plätzchen, wo ich ſo oft als Knabe mit den andern Schulkindern geſpielt und geſcherzt hatte, und wünſchte ſie einmal wiederſehen und ſprechen. zu können. Wenn ich aber allein durch Feld und Wald zog, und hörte gegen Abend die Glocke vom benachbarten Dorfe herübertönen, ach! da klang mir's ſo ſüß in meinen Ohren, denn es kam mir vor, als ging ich in unſerm Felde, und hörte die Abendglocke unſeres Nachbardorfes. Da wurde mir das Herz ſo weich und die Bruſt ſo voll, daß ich mich um⸗ drehte, nud ſchaute uach der Gegend, wo meine Heimath war, die ich ſo lange, ach! ſo lange nicht geſehen hatte. Und die fremden großen Städte mit ihren hohen Thürmen wollten mich gar nicht mehr anſprechen, und die Tanzplätze dort behagten mir auch nicht mehr, und es zog mich zurück ins Vaterhaus, wie wenns mit Ketten zög. Da kam ein Brief von meiner alten Mutter, der war mit Thränen benetzt, daß ich faſt nichts mehr leſen konnte, als die Worte:„O komme doch wieder zu uns!“ 5 Nun mußt' ich aufbrechen, und ich lief ſo ſtark ich nur konnte, Tag und Nacht; denn vor mir zogs gewaltig, und hinter mir drückte es noch gewaltiger, und dauerte doch gar lange, bis ich zurück kam. Endlich, endlich ſah ich wieder den Thurm meines Geburtsortes, den ich in ſechs Jahren nicht geſehen hatte. Er war lange nicht ſo hoch, als der Münſter zu Straßburg und der Stephansthurm zu Wien, und freute mich doch, als hing er voll Gold und Edelſteinen, und wär alles mein. Ich mußte weil ſie jetzt auch groß war und eine hübſche Jung⸗ Andere kann 5 der geneigte Leſer hinzu denken Als ſch aber erst ins Wool„ eg 7 5 Mutter ſich an mich hing und ſaluchte, und mein 1 5 Brüderchen kam, der unterdeſſen e ein großer Bruder geworden war, und meine Schweſter erſchien und ihre Freundin mitbrachte, die ganz roth wurde, a ich nun a „ Wohhhebohret Ann und an d len, ſo— 1 f liner Schüler, S den Gade gehor „unter Verſic pfehlt ſich k. K. Oſhein den frau, und Alle ſich zu mir drängten, mich küßten und drückten, da ſchien mir's faſt zu ſchwer, alle dieſe Schmerzensfreuden ertragen zu können. Ich konnte nicht lange bleiben, ſondern mußte ins Frei 1 hinaus, mich auszuweinen, und kam an den Kirch⸗ hof. Da fand ich das friſche Grab meines Va ters, auf dem knieete ich nieder und betete. Nimm N meine Thränen, ſagt ich, o mein Vater, und gieb mir deinen Segen aus dem Grabe hervor! Ich bin ein Mann geworden, und will werden, was du warſt, ein frommer, fleißiger und biederen Mann, daß du von oben herab freundlich auf mich bie e e herab blicken kannſt!⸗ lch, deh deſe in Wie war doch nun alles ſo neu und ſo ſchön orden, als ſie de um mich her! Jedes Plätzchen, wo ich geſpielt hatte, wocden d war mir theuer; jeder Raſen, auf dem ich als 1 b a ic in c Knabe geſeſſen hatte, kam mir vor, als wäre er i Sunne den von Sammet und Seide. O! ſagt' ich oft zu mei⸗ 18 meldet, dah nen Freunden und Verwandten, es gibt viele le ſchön 5 dern„für die Plätze auf Erden und ſtolze Städte in der Welt wen wire. und gute Freunde hier und dort, mit welchen ma F ſich erfreuen kann; aber es geht doch ni hinz nicht mehre über die Heimath. Ach! Heimath, Heimath, 0 doch auch not biſt du mir ſo lieb geworden und ſo ſchön und Das ist nun, theuer, ſeit ich die fremden Länder und die großen 70 id, ſchon die dt Städte ſah. Hier will ich bleiben.— Und ich blie b üben unſert; nun hier, und ſagte das der Freundinn meiner dab bar un ze dingen Kind Schweſter, die war recht erfreut darüber.(Das Fame Den Herrn g; dern einen fre fr ihre Gabe hint Ich werde gen mmen Schulkinde 1 zeichnetem ferner wieder eingegangen, 1) von B. 18 2 G. 33 S. Summa 4 fl. 50 deren Empfang dankbar hiermit beſcheinigt wird. 5 Sodann ſind mir noch 3 fl. 6 kr. von Oſtheim mit einem Schreiben zugekommen, das mir ein zu ſchönes Zei⸗ tenden N r b am der Zeit ſcheint, als. r.- bg fe en a ab W e e 7 baten dürfte 137. Nur 1 Under»Anliegende kleine Gabe haben meine Schüler zuſam⸗ hen und ö wurde, deim, mengelegt und mich gebeten, ſolche an die Schulkinder zu Uliichſtein, welche bei dem am 8. Oktbr. l. J. daſelbſt ent; ſtandenen Brand gelitten haben, zu beſorgen.“ Da ich nun aus dem Intelligenzblatt erſehen habe, daß d hüten C. Wohlgebohren dergl. milde Beiträge in Empfang er, alle nehmen und an die Verunglückten nach Ulrichſtein ſenden un. 30 willen, ſo nehme ich mir hiermit die Freiheit, im Namen N„ . genden Gade gehorſamſt zu bitten.“ * Leunter Verſicherung der vollkommensten Hochachtung empfiehlt ſich ꝛc. ꝛc.“ 4 Nimm Oſtheim den 27. Novbr. 1835. P. Frees, und gieb a Schullehrer. 39 N Den Herrn Frees bitte ich hiermit, ſeinen lieben Schul⸗ keudern einen freundlichen Gruß und einſtweiligen, Dank was da für ihre Gabe hinterbringen zu wollen. ſiederer Ich werde gewiß Sorge tragen, dieſe herzliche Gabe den auf nich atmen Schulkindern zu ulrichſtein mit dem Beifügen, den wem ſie kommt, einhändigen zu laſſen, und zweifle o seht 158 N N 155 7 N Sinne ſie annehmen werden, a ie dargebra wurde. elt har, 1 0 15 Nachdem Otiges bereits zum Drucke eingeſchickt war, l erhalte ich ſo eben von Hrn. Schullehrer Muſch zu Rendel watt er di Summe von 4 Gulden in einem Schreiben, worin er u weis r meldet, daß dieſe Spende ebenfalls von ſeinen Schul⸗ alt ſchnt dern„für die Verunglückten zu Ulrichſtein“ geſammelt der Delt worden waͤre, nachdem er bei einer Katechiſation ihnen das 1 tmurige Geſchick dieſer Leute vorgeſtellt hätte. Es thut mir 1 led, daß mir der enge Raum die Einrückung dieſes Schrei⸗ b kichts tens nicht mehr erlaubt. Aber einen herzlichen Dank muß nath, wie 4 doch auch noch für dieſe liebe Schuljugend hier beifügen. u ind Das iſt nun, wie der aufmerkſame Leſer bemerkt haben i große 0 rd, ſchon die dritte Gabe, welche den Ulrichſteinern von Andern unſers Bezirkes zu Theil wird. Unwillkürlich erin⸗ ich kli urt das an jene ſchöne Stelle:„Aus dem Munde der n mein jungen Kinder und Säuglinge haſt du eine Macht zugerichtet.“ 1.(Das Friedberg den 2. Dezember 1835. 1 denken) Profeſſor Dieffenbach. Bekanntmachungen von Behoͤrden. bei Untet⸗ 104 A 14 f Hofraithe-Verſteigerung. ,(790) Montag den 14. December d. J., Vor⸗ „% dittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe, die pbofraithe des Bürgers und Schuhmachermeiſters 72 beinrich Lohrfink, auf deſſen freiwilliges An⸗ 4 ichen, und wegen eines geſchehenen Nachgebotes An. einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt werden, —% belches hiermit zur Kenntniß bringt. U miner Schüler, Sie um gütige Beſorgung der hierbei fol Friedberg den 24. Novbr. 1835. Der Beigeordnete Chr. Hecht. Gläubiger-Aufforderung. (804) Johann Jakob Bechtel nebſt Frau von Niederwöllſtadt beabſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgericht dahier an⸗ zumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 17. November 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Edictalladung. (805) ueber das noch in hieſigen Landen befind⸗ liche Vermögen des Peter Schwarz von Clee⸗ berg hat großherzogl. Hofgericht der Provinz Ober⸗ heſſen den Concurs erkannt und die unterzeichnete Gerichtsſtelle mit deſſen Eröffnung und Leitung beauftragt. Es wird daher Termin auf Montag den 22. Februar 1836, Morgens 9 Uhr, beſtimmt, wo Forderungen an die Concursmaſſe bei Vermeidung des Ausſchluſſes mit denſelben zu liqui⸗ diren ſind und wo ſich zugleich die Gläubiger über einen zu verſuchenden Vergleich und die Wahl eines Maſſecurators zu erklären haben, gegenfalls nach den desfallſigen Beſchlüſſen der Mehrheit der erſchie⸗ nenen Gläubiger verfügt werden wird. Friedberg den 13. November 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Holz⸗ Lieferung. (806) Da die unterm 17. dieſes Monats abge⸗ haltene Verſteigerung der Brennholz-Lieferung für die Marienſchloſſer⸗Anſtalt ihrem Zwecke nicht ent⸗ ſprochen hat, ſo iſt eine anderweite Verſteigerung angeordnet worden und ich beraume zu derſelben Termin auf Dienſtag den 15. December laufenden Jahres an. Indem dieſes hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, fügt man gleichzeitig die Bemerkung bei, daß die Verſteigerung des Morgens um 9 Uhr in meiner Wohnung dahier vorgenommen werden ſoll und daß derjenige, welcher bei der Verſteige— rung mitbieten will, ſich vorher ausweiſen muß, daß er eine Caution von 500 fl. ſtellen kann. Marienſchloß den 30. November 1835. Funk. Commerzienrath. Fuhren⸗Verſteigerung. (807) Montag den 7. dieſes Monats, Vormittags um 10 Uhr, werden die erforderlichen Fuhren zum Abholen der Militär⸗Effecten von Offenbach nach Friedberg pro 1836, auf dem Büreau des unten⸗ bemerkten Verwaltungs⸗Rathes in Accord gegeben. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Fried⸗ berg werden erſucht, dieſes bei ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 3. Dezember 1835. 5 Der Verwaltungsrath des 2. Batl. 4. Infanterie⸗ Regiments. Gläubiger-Aufforderung. (808) Michael Brunkhardt von Büdes heim beabſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwandern Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo⸗ naten bei gr. Landgericht Großkarben anzumelden, 19 die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg am 7. November 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. b afer⸗Stroh⸗ und Spreu⸗Verſteigerung. 809) Mittwoch den 9. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll dahier von dem Gemeinde-Einkom⸗ men in der Behauſung des Unterzeichneten f 50 Malter Hafer, 16 Fuder Hafer⸗Stroh und eine Quantität Haferſpreu meiſtbietend verſteigert werden. Beyenheim den 2. Dezember 1835. n Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Stein. Verſteigerung 400 Stecken Buchen⸗Scheit⸗ und Prügelholz im Rodheimer⸗Gemein⸗ dewalde. (810) Donnerſtag den 10. d. M., Vormittags 9 Uhr, wird der unterzeichnete Bürgermeiſter 400 Stecken Buchen⸗Scheit⸗ und Prügelholz, im dieſſei⸗ tigen Gemeindewalde, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigern. Der Zuſammenkunftsort iſt Köppern. Die Herren Bürgermeiſter werden zugleich dienſt⸗ ergebenſt erſucht, dieſe vorzunehmende Verſteigerung in 55 Amtsbezirken zur Veröffentlichung bringen zu aſſen.. Rodheim den 2. November 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Emmerich. Korn ⸗ Lieferung. a (811) Montag den 7. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll an hieſiger Saline eine Quantität Korn dem Wenigſtnehmenden, unter den im Termine bekannt gemacht werdenden Bedingungen, in Liefe⸗ rung überlaſſen werden, welches den dazu Luſttra⸗ genden hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 3. Dezember 1835. N Kurfürſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. Hofraithe-⸗Verſteigerung (812) Montag den 7. Decbr., Morgens 11 Uhr, will der Bäckermeiſter Martin Philippi ſein Wohn⸗ und Backhaus Nro. 188 neben Georg Bopp, — 324— Ib tern mein an 5 ö rn. ſodann einen großen Stall neben Jacob Dönges i 17 9 110 gelegen, auf allhieſigem Rathhauſe einer öffentlichen 1 freiwilligen Verſteigerung an den Meiſtbietenden fl Aut Sar ausſetzen laſſen, wozu die Kaufliebhaber eingeladen] gufler unt werden. f N Friedberg den 30. November 1835.— W Der Beigeordnete Jakob Bechſtein Pen, Brenn⸗, ſodann Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz⸗ Malronen, Verſteigerung im Forſtrevier Oberrosb ach„ be betreffen d. 5 L We Geröstete I (813) Mittwoch den 9. d. M. ſollen in dem Pappileten, zwiſchen hier und Rodheim gelegenen Domanial⸗ 1 wald⸗Diſtrikte Schwarzheidt 36 ½ Stecken Nadelholz⸗ Scheit⸗Brennholz, Maunschriſt 22 Anlsgebacke 5 15 rügel 77 e e ee, ee 925 Wellen„ Reiſer* 10 Nam 15 99 Siämme in 1156 Kubikfuß und 1 7 9 5 55 15 1 9. Bau- Werk un Ude utzholz, d aber an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Ae Die Zuſammenkunft hat um 9 Uhr hier in i gach in 10 Oberrosbach und der Anfang der Verſteigerung eine 22 5 Stunde ſpäter im genannten Wald⸗Diſtrikt att. 5 a 8 5 Oberrosbach den 2. Dezember 1835. tan Geſchäft eir kriedberg de Der großh Revierförſter 1 0 10 i 1 1 e aße liegender 85 5 Alend, mit W. S 493 ſaßen Birn⸗ und i einem Spar Privat⸗ Bekanntmachungen. 1855 zu verz Militaͤr⸗Vertretungs⸗Verein. c (778) Der Militaͤr⸗Vertretungs⸗Ver⸗ 1 ein fuͤr die drei Provinzen des Groß⸗ e) Mü herzogthums, welcher nach der neuen e Geſetzesvorlage fortbeſtehen darf, ladet Pberwelſe die Eltern oder Vormuͤnder der 1816 geborenen Militaͤrpflichtigen zum Bei⸗⸗ tritte gehorſamſt ein und bemerkt dabei, daß ſchon viele Perſonen pro 1835, 0 ihren Beitritt angezeigt haben. Darmſtadt. A. J. Linz, Commerzienradkchh. len Empfehlung. (782) Allen meinen hieſigen und auswärtigen Freunden und Gönnern mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich das Haus, welches ich ohngefähr eilf Jahre bewohnte, gegenwärtig nicht mehr bewohne, * ndern mein eigenes, neben Hrn. Kaufmann Hauch⸗ ät und Hrn. Gaſtwirth Supp, bezogen habe, empfehle mich mit folgenden Zuckerbäckerei— garen: Beßte Sorte Honig⸗Kuchen, Baſeler und Nürnberger Honig⸗Kuchen, Zuckerplätz, 8 zechſein Y Biskuit, Nutholß 0 Pfeffernüſſe, rresbah 6) Makronen, „ belegte, Geröſtete Mandeln, Pappilloten, mit Deviſen, 10 Manuschriſten, weiſe und rothe, 1 Anisgebackenes, weiſes, ö 13)„ braunes nach Darmſtädter Art, 10 Figurirtes Marcipan, 15) Zimmet-Mandeln, Ueberzuckerte Coriander-Kerne, Ueberzuckerter Anis, Citronat, 18) Pomeranzenſchalen und enn noch in vielen anderen Sachen, welche in mein Geſchäft einſchlagen.. Friedberg den 17. November 1835. 7 Georg Renneberg. Garten zu verpachten. f Ein an dem alten Mainzer-Thore an der Straße liegender Garten, ohngefähr einen Morgen haltend, mit 28 tragbaren Zwetſchen-, 12 Aepfel-⸗, 2 40 en Birn- und etlichen Mirabellen-Bäumen, ſo wie it u in den 1 142 en. einem Spargelande verſehen, iſt bei dem Unter⸗ „ Vichneten zu verpachten. rein. Friedberg den 20. November 1885. N Anton Eich. eV- Korn ⸗Verſteigerung. 8 Groß⸗ 4) Mittwoch den 9. d. M., Nachmittags 2 5 ſollen dahier 8 Malter 1 S. 3 K. Kirchen⸗ er neuen tau Korn öffentlich verſteigert werden. f dada berwöllſtadt den 2. Dezember 1835. ö 0 Veith, Kirchenrechner. er 1810 Frankfurter⸗Geſchirr, A,, G5) in einer nicht unbedeutenden Auswahl, iſt um Bel zu illigem Preiſe zu haben bei kt dabei* 5 Heinrich Mack's Wittwe. Mobilien ⸗Verſteigerung. 1835 16) Einen langen zweitheiligen Mehlkaſten und 0 1. 13 Linz, 1 70 Montag den 7. d. M., Morgens 10 Uhr, e Parthie guten Miſt hat zu verkaufen Ph. Wiß math. Mn in dem Feilingiſchen Hauſe in der Burg math. hende Gegenſtände öffentlich gegen gleich baare ahlung verſteigert werden, als: . ne vollſtändiges Bett mit nußbaumner Bettſtelle, 1 Schreibepult von Nußbaumholz, 1 Weißzeug⸗ f 2 10 ſchrank, 1 Kleiderſchrank mit 2 Thüren und 1 ditto j„ * bewohnt 3 mit 1 Thüre, 2 Tiſche ein größerer und ein kleinerer, 6 Stühle mit Rohrſitz, 1 Küchenſchrank, 1 Kü⸗ chentiſch, 1 Schüſſelbank, 2 Kröpfe, 1 Tiegel, 1 Nachtſtuhl, 1 großes Bügeleiſen mit Zugehör, 2 große Spiegel, ferner eine große Anzahl Zinn, Küchengeräthſchaften, mehrere Töpfe Latwerge und gegen 6 Malter Kar— toffeln. Friedberg den 2. Decbr. 1835. Mahnung. (818) Da noch mehrere meiner Heugras-Pächter in der Pachtzahlung zurück ſind, wo Termin zur Zahlung auf Michaeli beſtimmt war, aber ſchon Martini verfloſſen und auch beinahe die Chriſt— Feiertage da ſind, ſo bitte ich diejenigen, die noch zu bezahlen haben, binnen 8 Tagen zu zahlen, wi⸗ drigenfalls ſie in Koſten fallen werden. Friedberg den 3. Dezember 1835. phil. Philippi. Paſſende Neujahrsgeſchenke. (819) Neueſte Longs-Shawls in Flor und Seide mit geſtickten Blumen, feine Guͤrtel, Schnallen, Weſten in Caſimir und Seide, weiße und ſchwarze Halspelze, Boas, Schlafroͤcke, Cravaten in Atlas und Laſting, ſilberne De— ſertmeſſer, verſchiedene Goldwaaren u. ſ. w. ſind billigſt zu haben bei N Friedberg u. Butzbach im Deebr. 1835. Simon Lindheimer. (820) Ein junger Mann, welcher ſich einige Zeit in hieſiger Stadt aufhält, wünſcht die müßigen Stunden mit Abſchreiben abzukürzen. Darauf Reflecti⸗ rende wollen ſich an die Expedition d. B. wenden, welche hierüber nähere Auskunft ertheilt. (821) In der Buch ⸗, Muſikalten⸗ und Landkarten⸗Hand⸗ lung von C. Wächtershäuſer in Offenbach iſt zu haben: Die Zauberkunſt aller Zeiten und 8 Nationen, N namentlich des ägyptiſchen Alterthums und des 19. Jahrhunderts. Enthaltend die enthüllten Geheim niſſe der ägyptiſchen Wahrſager, der Orakel, der Bauchrednerei, Telegraphie, Cartomancie in 280 ausgewählt ſchönen, beluſtigenden und belehrenden Kunſtſtücken aus der Phyſik, Chemie, Optik, Ma⸗ thematik, Arithmetik und Experimentirkunſt. Nach Philadelphia, Bosco, Petorelli, Comte und An⸗ dern. Mit 1 Titelkupfer und 88 Abbildungen. 2te unveränderte Auflage. Gr. 12. Geh. 1 fl. 21 kr. Nicht allein der Umſtand, daß ſich binnen 1 Jahr die ſtarke erſte Auflage gänzlich vergriff, ſpricht für die Güte dieſes Buches, ſondern auch folgende rühmliche Recenſio— nen: Leipz. Litztg. 1831 Nr. 205.»dieſes Buch enthält vieles Nützliche und angenehm Unterhaltende. Beſonders zu empfehlen iſt ſeine Anleitung zu natürlichen Zaubereien. Unter den, chemiſchen Zauberkünſten befinden ſich viele inter⸗ eſſante Belehrungen und überraſchende Kunſtſtücke.“— Die Hebe 1831 Nro. 107. ſagt:„Von dieſem Buche läßt —̃— — —— — 326— 5 ſich rühmen, was man nur von wenigen behaupten kaun, daß nämlich der Inhalt mehr bietet, als man von deln Titel noch erwarken darf. Es wird in Geſellſchaften und Familienkreiſen mannigfach abwechſelnde Unterhaltung ge⸗ währen und alle Langeweile wegzaubern.“ Die Nürnberger Handlsztg. 1831. Nro. 33. findet den Inhalt ſo höchſt anziehend und wichtig, daß ſie 3 volle Stücke derſelben mit Auszügen daraus anfüllt. b 5 Dieſes Buch gehört in die vordern Reihen derer, die jeden Leſer über alle Erwartung befriedigen, denn es iſt dem Herausgeber im hohen Grade gelungen, das Angenehme und Unterhaltende mit dem wahrhaft Nützlichen und Belehrenden zu vereinigen. Auf 266 Seiten weiht es ein in die Zauber⸗ künſte des grauen Alterthums, in die Geheimniſſe der grie⸗ chiſchen Orakel, in die Magie der Perſer und Indier und in. das Weſen der geiſterhaften Sybillen, Gnomen, Feen, Syl⸗ phen, Vampyre de., deren Kunde bis zu unſern Tagen gedrun⸗ gen und durch das glänzende Prisma der Phantaſie eines Byron, Walter Scotk uns ſo zauberiſch ergreifend geſchildert worden iſt. Man findet die anziehendſten Aufklärungen über Geiſterſeherei, Alchymie, Bauchrednerei, Sterndeuterei und mit ſteter Rückſicht auf die Philoſophie unſeres aufge⸗ klärten Jahrhunderts ſind die Hilfsmittel erklärt, womit menſch⸗ liches Genie und Geſchicklichkeit die geheimen Kräfte der Natur benutzen, um unbegreifliche Wirkungen hervorzubrin⸗ gen. Noch enthält das Buch die Veranſchaulichung von 40 Wahrſagerkünſten und von 300 der neueſten anſprechend⸗ ſten, leichteſten und ſeltenſten Kunſtſtücke zur Beluſtigung geſelliger Vereine. Wichtige lit. Anzeige für Geist⸗ liche, Lehrer, Organisten etc. (822) Bei Unterzeichnetem sind so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Müller, Rector und Lehrer am Schullehrerse- minar in Friedberg, Lieder und Chöre mit Begleitung der Orgel oder des Klaviers, zu L. F. Münch's Festtagsfeier in künstle- rischer Verknüpfung homiletischen Vortrags. (Euthält Gesänge zur Weihnachts, Char- freitags- und Osterſeier.) Querquart. geh. Dieses zeitgemässe Werk verdient allen Freunden eines guten Kirchengesanges aufs Angelegentlichste empfohlen zu werden. Die Compositionen sind dem heiligen Gegenstande entsprechend, ohne bedeutende Schwierigkeiten in der Ausführung darzubieten. — Polonaise für das Pianoforte. op. 10. 24 kr. Soldan, Lehrer am Grossherzogl. Schullehrer- seminar in Friedberg, 30 Vorlegeblätter zu einem stufenmässigen Elementarunterrichte im freien Handzeichnen, nebst Anleitung zum Gebrauche derselben in steiſem Um- schlag. f 1 fl. 48 kr. Dieses Werkchen ist von Hrn. Oberschuldirector Hesse und von Herrn Hofbaudirector Möller geprüft und mit dem günstigsten Urtheil beehrt worden. Der Ausspruch solch sachverständiger, allgemein verehrter Männer, ist wohl eine Empfehlung, die jedes weitere Lob überwiegt. Früher ist in derselben Hundlung erschienen und mit allgemeinem Beifall aufgenommen worden: 5 Muller, P., Rector und Lehrer am Grossher zogl. Hess. Schullehrerseminar in Friedber ſunfzig auserlesene Chorale ſur die Orge mit Vor- und Zwischenspielen und zu vierstimmigen Gesange eingerichtet. Qu quart. geh.. N Darmstadt im Novbr. 1835. N 9 . f L. Pabst. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt er und in allen Buchhandlungen zu haben: 80 5 ſch Christliches Glaubensbekenntni N N des 8 8 8 Pfarrers Helferic, von Holzhauſen A 8 Rechtfertigung ſeines Uebertrit von der römiſch⸗katholiſchen zur evangeliſch⸗prote tiſchen Kirche Den ſieben Gemeinden, welchen er ſcher das Evangeli Jeſu Chriſti verkündet, wie auch allen ſeinen lieben Fre und Feinden in Achtung gewidmet. 5 Geheftet 1 fl. 21 kr. 823 11 Bei Kirchheim, Schott u. Thielmann in Mainz ö erſchienen u. in Friedberg bei C. Bindernagel zu haben Urkundliche Darſtellung 37 kirchlichen 1 pietiſtiſchen e n er e e 1 1 des 8 1 A1 2 f Rückſichtnahme auf ſeine im Druck erf nene Schrift:„Chriſtliches Glaube bekenntniß ꝛc. ꝛc. 5 Herausgegeben 1 f. von. 93 einem katholiſchen Geiſtlichen der Diözeſe Mainz. Mit Genehmigung des biſchöflichen Ordinariats zu Ma Geheftet 24 kr. 4 Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 5fl. 30 kr. Korn: 4 fl. 30 kr. Gerſte; 3fl. 3 Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 30. Nove Waizen: 5 fl. 30 kr. Korn: 4 fl. 10 kr. Gerſte: 3fl Hafer: 3fl. 7 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: 6fl Fleiſch⸗ und Brodpreiſe ſind unverändert geblieben. Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bech ſtel Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. (Mit einer literariſchen Beilage.) 1 Vater iſt mel und auf be Vollendung e iſt mi, Maus gerrezen. Kinder, ihr Aſammlung, 4