„Intelligenzblatt für die Imi it a i aut beſeht i f 1 m Allgemeinen, benecket, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. übſaamen e e eee eee a S e 27. Sonnabend, den 4. Juli 1835. dab en . Kiehn Amtlicher Theil. 1. N, Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg bus bis nuf an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. utel, welch Betreffend: Die Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge für das Jahr 1836 in dem Kreiſe Friedberg. andſchuh u. 9 5 71 Unter Hinweiſung auf das Ihnen in dieſen Tagen mitgetheilte höchſte Ausſchreiben vom 5. Juni N ö 4 und mein früheres Ausſchreiben vom 8. Juni 1834(Nro. 24 des Intelligenzblattes) fordere ich Sie . en f, unverweilt zur Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge fuͤr das Jahr 1836 nach Maasgabe der Art. 5 N 94— 63 der Gemeindeordnung zu ſchreiten. ö 6 Ache Zaur Einſendung derſelben geſtatte ich Ihnen die geräumige Friſt bis zu Ende Auguſt l. J., mit m Bemerken, daß ich unfehlbarer Vorlage derſelben bis dahin entgegenſehe und durchaus keine weiteren ſen und fl Jriſten verwilligen werde. 10 nich, Friedberg den 1. Juli 1835. Küchler. es Publikuuß 8 1 Bruders, d deſt 12 1 i dae Oeffentliche Nachricht. ſliet wird. Zur Nachricht über den guten Fortgang der Rindviehverſicherungsanſtalt fuͤr den Kreis Friedberg, 5. diene die Bemerkung, daß die im Monate Juni ſtattgehabten Verſicherungen ſich auf die Summe von II, 4,730 fl. belaufen. Im Monate Juli ſtehen erhaltener Anzeige zufolge noch ſehr viele neue Anmeldungen deckt, fir das III. Quartal 1835 bevor. — Da es im Intereſſe der Viehbeſitzer liegt, dieſe Anmeldungen ſo zu beſchleunigen, daß ſie ſchon als⸗ * ald nach dem Beginne dieſes Quartals der Vortheile der Verſicherung theilhaftig werden, ſo mache ich 1 60 30 ieſelben hierauf aufmerkſam, und empfehle zugleich den Herren Bürgermeiſtern ihrerſeits thätigſt dabei n mitzuwirken. f kr f 255. 8*. 125. 10 10 0 Friedberg den 1. Juli 1835. Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. 1 1.1 1 5 Küchler. ſen: öff. 50% 8 9. n, e e f: 3 f.% Ueber Zehntverwandlung. Oft ſchon iſt die Beſorgniß geäußert worden, b(Beſchluß.) daß ſich die Rente zu hoch berechnen würde, weil i So unläugbar die Vortheile ſind, ſo werden einzelne in die Ertragsberechnung fallende Jahre koch noch viele Einwendungen gegen die Verwand⸗ einen zu hohen Ertrag geliefert haben. Hohe Jahres Bech lung erhoben. ertrage müſſen allerdings auch hohe Durchſchnitts⸗ —„. 1 erträge liefern; nur kommt es nicht auf hohe Geld⸗ erträge, ſondern darauf an, welche Körnerbeträge 183 5 die Zuſchüſſe der Pachter zu dem Zehntertrage 18 Jahre lang ſehr bedeutend geweſen ſeyn müßte 1 nach den Durchſchnittspreiſen daraus hervorgehen, Selbſt wenn die Pächter 18 Jahre lang bedeuten We weil die Rente in der Regel in Getraide beſteht. den Verluſt gehabt hatten, ſo würden die Pflichtigen egen di Meiſtentheils fürchtet man aber die Gelderträge bei der Verwandlung ſo lange immer noch gewinnen i von 1816, 1817 ud 1818, weil damals die Frucht⸗ preiſe gerade ſehr hoch ſtanden. Dieſe Furcht iſt ganz und gar ungegründet, weil, wenn nach hohen Preiſen die Getraidequantität aus dem Geldertrage beſtimmt wird, natürlich dieſe geringer ausfällt, als wenn ſie aus derſelben Summe durch geringere Preiſe ermittelt würde. Folgendes Beiſpiel wird dieß näher zeigen: a Der großgerauer Zehnten hat im Jahre 1816 einen reinen Ertrag von 8544 fl. 17¼ kr., im Jahr 1823 aber einen ſolchen von 2380 fl. 1 kr. geliefert. Demungeachtet hat das Jahr 1823 mehr auf eine höhere Rente hingewirkt, als das Jahr 1816. Denn der Körnerertrag berechnete ſich in oben gedachte Körnerverluſt völlig gedeckt wor als Erſtere nicht die ſaͤmmtlichen Einſcheuerungsk ſten aus eigenen Mitteln beſtritten, und außer noch ſo viel eingebüßt haben, daß dadurch die Berechtigten immer verbleibenden Koſten und ware. Welcher Mann wird mehr als Einmal mel als 2 für eine Sache geben, die nur 1 werth i — Auch zeigt es ſich, wenn man den Behauptum gen dieſer Art auf den Grund geht, faſt immer, daß hierbei auf das Stroh und auf den kleine Zehnten keine Rückſicht genommen worden iſt. 4 Man hat auch angeführt, daß nach der Zehn verwandlung in einzelnen Jahren, in denen durd unglückliche Ereigniſſe der Ernteertrag ſehr ge boch 1 beiden Jahren folgendermaßen: ſchmälert iſt, die zu liefernde Grundrente in keine Deature Fruchtgattung. 1816. 1823. Verhältniſſe zu der Ernte ſtehen würde. Aut Vergle a M. S. K. G. M, M. S. K. G. M. dieſe Furcht iſt nach Obigem ſchon ungegründet, 0 bol Waizen 332 5———— denn da die Rente nicht die Hälfte der Natural ihrem Korn 312 3 131 323— 3 3— zehntabgabe erreicht, ſo müßte weit mehr, als du Gerſte 211 321 386——— 1 Hälfte der mittleren Jahresernte zernichtet werden ß 6 Spelz 235 3 3 3— 281 3 3 2 2 wenn die Rente mehr betragen ſollte, als die Na, neht Hafer 313 3 21 38 3—— 2 fᷓuralzehntabgabe deſſelben Jahres betrafen haben l Dieſes Beiſpiel, deren ſehr viele angeführt würde, des Gewinns in ergiebigeren Jahren nich ö werden könnten, wird auf die Nothwendigkeit hin⸗ zu gedenken. er weiſen, mit ſolchen Urtheilen vorſichtig zu ſeyn. Herr Oberbaudirector Kröncke hat auch hi währ Wären die Durchſchnittspreiſe von 1816 nicht viel über in der ſchon angeführten und in der weite( beghe höher geweſen, als die von 1823, ſo hätte ſich der Schrift: 0 65 Getraideertrag des großgerauer Zehnten für das„Ueber Aufhebung, Ablöſung und Verwanel 1 1 Jahr 1816 unmöglich geringer berechnen können,„der Zehnten, ſowie über Ablöſung der Grund, ö 1 als für das Jahr 1823.„renten, Darmſtadt 18317 2 Eingewendet wird ferner, der die Rente dar⸗ ſtellende reine Ertrag ſey durch Pachtungen ſo hoch geſteigert, daß er ſelbſt dasjenige, was die Pflichti⸗ gen als Zehnten entrichten, überſteige. Dieſe Behauptung iſt nach Obigem ganz unrichtig, weil Beiſpiele geliefert und zwar aus Arheilgen, wo 18158, aus Gernsheim, wo 1822, aus Ginsheim, wo 1830 die Mißernten ſehr bedeutend waren, mitunter ſo, als ſich die älteſten dortigen Einwohner nicht erin nern, außer dem erlebt zu haben. Dieſe Beiſpiele J feld Sel beh bubu g die ſind folgende: An e Geſammtertra Der Zehnten Die Rente olglich blieb* Namen und Wohnorte der der Phe 5 5 i Folglich blieb . d t betragen. i Landwirthe. ne belton geben e n N fl. kr. N fl. kr. e Centſchöff Barnewald zu Arheilgen 219 1 21 54 12 53 9 7* 15 Joh. Adam Gehebauer daſ. l 81 29 8 9 6 20 1 49 Hirſchwirth Hahn daſ. 673 2 67 20 34 16 33 4 ba Stadtrentmeiſter Kiſſel zu Gernsheim 17922 179 12 102— 77 12 nie Bürgermeiſter Schneider zu Ginsheim 3003— 300 18 210— 90 18 a0 euerungi, e außerd ch die dy en und 5. alt word. mal mel perth if Behauptu faſt imme den klein en iſt. 9 der Zehn denen dun g ſehr te in keine urde. Al. ingegruͤnde der Raturt hr, als 0 3 ſtet werden die N* a en habn Jahren nit auch hit der weitete erwandlin der Gru „wo 181. , wo 185 nitunter ſt nicht er Beiſpit 15 Wem hiernach noch Zweifel in dieſer Hinſicht zug dgen die Verwandlung der Zehnten übrig bleiben, dir wird in den höͤchſt milden und landesväterlichen Porten des Landtagsabſchiedes vom 1. November 330§. 68 pag. 398 und 399 des Regierungs- gatts völlige Beruhigung finden. Ungeachtet aller dieſer Widerlegungen bleiben tufig Familien⸗Verbindungen in einzelnen Orten gen die Verwandlung. Unterſucht man die Ur⸗ iche dieſer Weigerungen aber näher, ſo findet man e oft in eigennützigen, gewinnſüchtigen oder ſonſti⸗ en gehäſſigen Quellen. Ueberlaſſen wir diejenigen, e durch Rückſicht auf Gewinn bei Zehntpachtungen, ei Vertheilung des Preiſes der in Geld angeſchla⸗ enen Zehnten, durch Anſtellungen und dergleichen ſas Gute hindern, nicht bedenkend, daß dieſer immer och ungewiſſe Gewinn durch Fortentrichtung des Naturalzehnten von ihren eigenen Grundſtücken im Vergleiche mit der durch die Verwandlung auf ſie kommenden Rente wenigſtens ſehr gemindert wird, ihrem eigenen Bewußtſeyn. Zuletzt hört man auch noch die Hoffnung äußern, daß die Zehntverwandlung den Pflichtigen noch mehr erleichtert oder daß die Zehnten gar unent⸗ geltlich aufgehoben werden würden. Mehr Vortheile, als die Verwandlung, zumal der fiscaliſchen Zehnten, den Pflichtigen bereits ge— währt, können ihnen von einer vernünftigen Ge⸗ ſetzgebung nicht zugebilligt, und eben ſo wenig kann eine unentgeltliche Aufhebung der Zehnten, ohne die größten Rechtsverletzungen vorauszuſetzen, er⸗ wartet werden. Aber einen Augenblick unterſtellt, daß Letztere je eintreten würde, ſo verſteht es ſich doch ganz von ſelbſt, daß ſie auch die Zehntſurrogate treffen müßte. Selbſt die allen und jeden Grundes ent— behrende Hoffnung auf eine unentgeltliche Auf— hebung des Zehnten kann daher nicht einmal von der Verwandlung abhalten. Durch Verwandlung des Zehnten erreichen die Pllichtigen das Reſultat der gänzlichen Aufhebung aber ganz gewiß. Die Rente beträgt nämlich, wie Herr Ober⸗ baudirector Kröncke nach Obigem bewieſen hat, nicht die Hälfte der fiscaliſchen Natural⸗Zehnt⸗ abgaben. Nimmt man ſie aber zur Hälfte an, ſo beträgt der jährliche Gewinn bei Verwandlung eines — 183 Zehnten, deſſen Entrichtung den Pflichtigen 2000 fl. entzog, 1000 fl., die am Ende eines jeden Jahrs nebſt dem Zinſengewinn zu 4 pCt. in runden Summen von 100 fl. zu Kapital angelegt, in 14 Jahren mehr als 18,000 fl., womit die obige Rente jeder⸗ zeit abgelößt werden kann, ergeben. Durch die jetzige Verwandlung der fiscaliſchen Zehnten erreichen die Pflichtigen daher dieſelben Vortheile, die ihnen in 14 Jahren die unentgeltliche Aufhebung dieſer Zehnten, vorausgeſetzt, daß ſie alsdann auch erfolgt, bieten würde. Warum alſo einen ganz und gar unw ahr⸗ ſcheinlichen Vortheil von einer ungewiſſen Zu⸗ kunft erwarten, den man ſich und der Nachwelt ganz gewiß verſchaffen kann?— Ganz dieſel ben Vortheile gewährt die Ver⸗ wandlung der nicht fiscaliſchen Zehnten den Pflich⸗ tigen zwar nicht, immer bleiben deren aber noch genug, um den Rath, auch dieſe zu verwandeln, völlig zu begründen. Darmſtadt, im April 1835. Goͤrtz, Großh. Heſſ. Oberfinanzrath. Das Halsgericht zu Rodheim v. d. H. Obgleich Rodheim von der ihm durch Kaiſer Carl IV. 1368 verliehenen Stadtgerechtigkeit im Ganzen nur wenig Gebrauch gemacht hat,“) ſo waren doch noch bis in die neueren Zeiten manche demſelben ubrigens ſchon als Marktflecken zuſtehende ſtädtiſche Privilegien wenigſtens ſcheinbar verblie— ben. Dahin gehoͤrt namentlich die peinliche Ge— richtsbarkeit(Halsgericht, Stock und Galgen) wor— über wir Folgendes mittheilen konnen. Das Halsgericht beſtand aus einem Schultheißen, der von dem Landesherrn, und ſieben Schöffen, die auf Lebenszeit von der Gemeinde ernannt wurden. Wichtigere Ceiminalfälle wurden ſogleich, geringere dagegen und ſuͤmmtliche Polizeyvergehen an den drei ſtändigen Gerichtstagen, nämlich Dienſtag nach trium regum, Dienſtag nach Philippi und Dienſtag nach Michaelis unterſucht und beſtraft. Rodheim hatte deßhalb ſeinen eigenen Galgen, in dem nach 2) Dieß iſt faſt bei allen wetterauiſchen Orten, die zu gleicher Zeit Stadtgerechtigkeit erhielten, z. B. Markseobel, der Fall geweſen. Rosbach gelegenen Felde, das jetzo noch den Namen Galgenfeld führt. Uebrigens hat Rodheim nur ſelten dieſe ſeine Gerichtsbarkeit ausgeübt, zuletzt im Jahre 1583, in welchem ein gewiſſer Wendel Buch verbrannt wurde. Einige Jahre hierauf (1595) wurde nämlich Rodheim nebſt den übrigen Amtsorten von Stolberg an Hanau verkguft und der Sitz eines eigenen Amtes, wodurch die ohnedieß ſchon ſehr beſchränkten Rechte noch mehr geſchmälert wurden, da der Amtmann,(mit dem Titel Oberſchultheiß) den Vorſitz bei dem Gerichte erhielt, und bald nur noch bei Beſtrafung geringe⸗ rer Verbrechen die Schöffen zuzog. Aber auch ſelbſt dieſe hiernach verbliebenen wenigen Rechte wurden bald entzogen. Der Graf Moritz von Hanau ſtellte im Jahre 1630 einen beſonderen Landbereiter*) für das Amt, insbeſondere den Flecken Rodheim an, und übertrug demſelben die vorzügliche Leitung der Polizey, ſo daß auch ſelbſt in polizeylicher Hinſicht des Gerichts Befugniſſe beſchränkt waren. Moritzens Nachfolger endlich, Friederich Caſimir, entzog noch vollends die Strafbefugniß dem Gerichte. In ſeiner„Ortdnong des wolhergebrachten löblichen Gerichts des Fleckens Rodtheimb“ geſtattet er demſelben nur noch das „Streich geben mit Steinen, Kolben, Knittel, Hammer u. dgl.“„Schmähungen und Widerſetzlichkeit gegen die Obrigkeit mit der„höchſten Buß“(d. h. 10 fl.), „das Fangen frembder Tauben, vnnd Frevel bey nacht,“ ſo wie Beſchädigungen der Baume, und der Veſtung, als„Frevellbuß“(d. h. mit 2 ½ fl.) und das„Abzackern, und mit Fäuſten ſchlagen ꝛc.“ als „ſchlechte Buß“(d. h. mit 1 fl.) zu beſtrafen. Die ubrigen Verbrechen und Vergehen ſollten nach§. 1. der Ordnung„an vnßer gnedige Herrſchaft Gnade vnndt Ungnade verwieſſen werden.“ Später kam auch dieſe Gerechtigkeit in Abgang und das Gericht hatte nun noch, wie in der neueſten Zeit, die Feld⸗ frevel zu beſtrafen.““) 5 C. Einige Bemerkungen uber den Kreis Friedberg und die Ergebniſſe der Verwaltung deſſelben ſeit der neuen Organiſation(1832). (Fortſetzung.) Erwerbsquellen. Die hauptſächlichſten Erwerbsquellen in dem Kreiſe Friedberg ſind Ackerbau, Viehzucht und Ge⸗ werbe. Alle dieſe Erwerbsquellen haben ſich ſeit inſender dieſes beſitzt deſſen Inſtruktion in Orginal. Sie iſt vom 1. Juny 1630 datirt. ) Wir erinnern hierbei unſere Leſer an das, was ſchon in früheren Nummern unſers Int. Bl., namentlich 41 und 44 dom Jahr 4834 über Rodheim mitgetheilt iſt. — 184 3 5 5 92 einzelnen Zweigen derſelben, hat in der Wetterau er⸗ freuliche Fortſchrutte gemacht. Wir verdanken den Erfolg zum größten Theile den Beſtrebungen dei land wirthſchaftlichen Vereins und dem guten Bei⸗ Wer iſt nicht er⸗ freut, das Uebermaas der ohnedieß zum Nachtheile ſehr im Werthe geſunkenen Halmfrüchte durch den vortheilhaften Anbau von Oelfrüchten und Futterkräutern gemindert zu ſehen? ſpiele verſtändiger Oekonomen. des Landmannes ſo Zur Mehrung und Beſſerung des Düngers haben wir ferner viele verbeſſerte Dungſtättenanlagen und Pfuhlpumpen entſtehen ſehen. Die Wieſencuͤltur iſt vielfach gefordert worden, und es haben namentlich in Anſehung von 1217 Morgen Wieſen planmäſige Verbeſſerungen ſtattgefunden. Zur höchſten Blüthe iſt in der verfloſſenen Verwaltungsperiode die Obſt⸗ Nach glaubwürdiger Unter⸗ ſuchung ſind währenddem(d. i. ſeit 1832.) 4619 baumzucht gediehen. Obſtbaume von Gemeinden, und 26654 von Privaten, zuſammen 34,273 Stück neu verpflanzt worden. Zu wünſchen wäre nur, daß auch in Bezug auf die Behandlung, insbeſondere das Ausputzen der Obſt⸗ bäume, mehr Kenntniſſe unter dem Landmanne vert; breitet würden, wozu die Anlage von Muſterbaum⸗ ſchulen an den Seminarien und die Unterrichtung der daſelbſt zu Schullehrern gebildeten Jünglinge in der Obſtbaumzucht weſentlich beitragen würde. Rückſichtlich des Futterkräuterbaues bleibt hin und wieder noch die Vernachläſſigung des Luzerne Kleebaues zu deſideriren. Es iſt dies in einzelnen Gemeinden bei dem dießjährig ſtattgefundenen Fut⸗ termangel beſonders fühlbar geworden. krautes in neuerer Zeit bedeutend vermehrt. Mit der höheren Stufe der Acker- und Wieſen⸗ cultur in inniger Verbindung ſteht die geſteigerte Blüthe der Viehzucht in dem Kreiſe. 1 Eine Vergleichung der Viehſtauds-Tabellen vom Jahr 1832 mit derjenigen von 1834 ergiebt, Schaafe 17282; Schweine 10557; Eſel 32); Bienenſtöcke 1328. Für Veredlung der Rindviehrace iſt durch An⸗ ſchaffung guter Bullen faſt allerwärts Sorge ge⸗ tragen worden. 70 J Im Jahr 1833 beſaß der Kreis, ſicherem Vernehmen nach, 33 Eſel; ſie haben ſich alſo verringert. A. d. Setz. 5 mehreren Jahren ausnehutend gehoben. Beſonders die Landwirthſchaft, ſowohl im Allgemeinen als in Uebrigens hat ſich auch der Aubau dieſes trefflichen Futter⸗ ö daß ſich der Viehſtand nicht unauſehnlich vermehrt 1 An Rindvieh ſtellt ſich ein Zuwachs von 500 und an Schweinen von nahe an 1500 Stück heraus. Der Geſammrviehſtand am Schluße des Jahres 1834 beträgt: Pferde 2045; Fohlen 152; Bullen 448; Ochſen 966; Kühe 8930; Rinder 2437; Ziegen 1627 0 17 1 7 f 1 1 AKteiſe 15 — N bezeichne durch d Fe liuft. Gewerb Kreiſe handen Wirths der Kr. 145 un ur a 1 8 1 erfreuen von de lich ent 1 ulld . ee 4 chicht Geſc Juhre gegen Inter reits Kar! worg Pfiß 0 diem I dec bega Eid au von ehen? s haben gen und tur it mentlich umaſigt Bluthe e Obſt⸗ Unter⸗ 4610 rivaten, en. Zu auf die r Obſt⸗ ne ver⸗ baum. ſichtung ige in e. bt Ju uzerne⸗ 1 zelnen en Fut⸗ brigens Jutter⸗ ö 1 Wieſenn teigerte 0 en von t, daß eraus. ahres Bullen 2437; 1627; ch Au ⸗ ge ge⸗ en nach, ß Kreiſe iſt die Leinweberei. Als dritte vorzuͤgliche Erwerbsquelle in dem Kreiſe Friedberg haben wir oben auch die Gewerbe bezeichnet. Es rechtfertigt ſich dieſe Behauptung durch die Angabe, daß die Summe der in dem Kreiſe betriebenen Gewerbe ſich auf— 4094 be⸗ läuft. Für die größere Ausdehnung der einzelnen Gewerbe übte der Zollverein einen wohlthatigen Einfluß. Das höchſtbetriebene Gewerbe in dem Es ſind deren 491 vor⸗ handen. Weniger erfreulich iſt die Menge der Wirthſchaften 414 an der Zahl. Schuhmacher zahlt der Kreis 349, Schneider 254, Brandweinbrenner 145 und Müller 82; Bierbrauer leider nur 5.— Zur allmähligen Verdrängung des verderblichen Brandweintrinkens wäre es höch wünſchenswerth, daß mehr und gute Bierbrauereien angelegt wür— den. Vielleicht dürfen wir uns der Ausſicht darauf erfreuen, wenn, wie zu hoffen iſt, die Bierbrauereien von den darauf ruhenden Abgaben demnächſt ganz⸗ lich entlaſtet werden. 1(Fortſetzung folgt.) Kleine Buͤcheranzeige. Geſchichte der Deutſchen von Dr. Soͤltl, Pro⸗ feſſor in Munchen.(Mit dem Motto: Was wir irrten, was wir ſtrebten, Was wir litten, was wir lebten.) Freiburg. 1835. Es gibt viele deutſche Geſchichten und Ge— ſchichten der Deutſchen, aber nur Eine deutſche Geſchichte. Wir meinen, ſeit mehr als hundert Jahren habe man es vielfältig mit mehr oder we⸗ niger Glück verſucht, die Geſchichte unſeres Volkes und Vaterlandes darzuſtellen. Wollten wir die Verſuche alle nennen, wir würden ein dickes Buch vollſchreiben müſſen. In unſern letzten Jahren noch 1 5 0. 0 0 15 wir deren in Menge erhalten, und führen darunter hier nur diejenigen an, an welchen noch gegenwärtig gearbeitet wird, oder welche beſonderes Intereſſe haben: Ludens großes Werk, wovon be⸗ reits gegen ein Dutzend Bände erſchienen ſind; t 1 1 Karl Adolph Menzels Geſchichte für das Volk, 00 un woran an einer 2ten Auflage gearbeitet wird; Pfiſters Geſchichte, ein vortreffliches Werk, deſſen Stem und letztem Bande man entgegen ſieht. Auch von K. W. Böttiger iſt eine Geſchichte des deutſchen Landes„für Schule, Haus und Gebildete⸗ begonnen und der erſte Band bereits ausgegeben. Endlich bietet uns in dem obengenannten Werke Hr. Söltl eine neue Bearbeitung an, von welcher er in der Vorrede u. A. ſchön ſagt:„Ver⸗ trauensvoll gebe ich dem deutſchen Volke die Ge— ſchichte ſeiner Ahnen als einen Spiegel der Ver⸗ gangenheit und ein heiliges Vermächtniß ſeiner Väter für die kommenden Geſchlechter,“ und ſpäter: „So nimm denn, du deutſches Volk, die Geſchichte 13 deiner Ahnen mit eben der Liebe auf, mit der ich ſie darbringe.“— Zwei Lieferungen ſind uns von dem Ganzen, welches aus 22vieferungen(jede zu 24kr. Subſeription) beſtehen ſoll, bis jetzt zu Geſichte gekommen, und was wir davon geleſen haben, machte uns das Werk für gebildete Leſer, denen es auch um eine lebendige Darſtellung zu thun iſt, ſehr empfehlens werth.“) ) Bis jetzt ſind 4 Hefte erſchienen, welche bei dem Unter⸗ zeichneten vorräthig ſind. ö C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Behoͤrden. Edietalladung. Ueber nachſtehende Grundſtücke: Gemarkung Niedermörlen. (427) Band. Fol. Nr. Ruth. Gärten: II 61142 0,6 in den Nußgärten an Peter Fiſcher, ledig. 66536 3,1 in den Kappesgärten an Peter Schmidt. 779/44 2,5 hinter dem Brauhaus an Hein⸗ rich Gondolf. Mittelfeld: 1464 13,2 hinter dem Haingraben an Joh. Georg Möbs jun. 15 64a] 8,6 daſelbſt an Vorigem und Tho⸗ mas Winter. 47744 15,8 im Hinſterfeld an Anton Möbs. Wieſen: 8200 Ha] 1,6 in den Brunngärten an Jakob Rack. Gemarkung Obermörlen. Wieſen: XIII 47 44 14,3 in den Frankertswieſen an Johs König, ledig. 10337a[14,5 daſelbſt an Jakob Racks zu Nie⸗ dermörlen. 2 Krautgärten in den niedermörler Krautgärten an Johs Möbs, Löwenwirth, welche auf den Namen der Margaretha Stecher zu Niedermörlen im Flurbuche ſtehen, und von deren Erben verkauft worden ſind, kann eine urkundliche Eigenthumsnachweiſung nicht erbracht werden. Auf jener Anſtehen werden daher alle, welche auf die gedachten Grundſtücke Anſprüche bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen von heute an hier geltend zu machen, widrigenfalls die Verſteigerung genehmigt und den Kaufbriefen die gerichtliche Beſtatigung ertheilt werden wird. Friedberg den 8. Juni 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. — Gläubiger- Aufforderung. (428) Jakob Lohrfink von Petterweil be⸗ abſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwandern. Rechts- anſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte Großkarben anzumelden, ge— genfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 26. Mai 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Edi eta ted ee (445) Das großherzoglich heſſiſche Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat gegen den abweſenden Ta⸗ backsfabrikanten Johann Wolf von Rödelheim den förmlichen Concursprozeß erkannt, und das unterzeichnete Landgericht mit der Einleitung des Concursverfahrens beauftragt. Alle diejenigen, welche Forderungen aus irgend einem Rechtsgrund an den Johann Wolf zu machen haben, werden deßhalb aufgefordert, ſolche um ſo gewiſſer Freitag den 21. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Landgericht anzuzeigen und durch die in Händen habenden Beweismittel gehörig zu begründen, als ſonſten die ſich nicht meldenden Gläubiger ohne weitere öffentliche Bekanntmachung von der vorhandenen Vermögensmaſſe ausgeſchloſſen werden. Rödelheim den 17. Juni 1835. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht. Dr. Buff. VF (449) ueber das bedeutend überſchuldete Vermö⸗ gen des Balthaſar. Arnold Schott in Aſſen⸗ heim hat großherzogliches Hofgericht den formellen Concurs erkannt, und werden alle diejenigen, welche Anſprüche an denſelben formiren zu können glauben, zur Geltendmachung ihrer Forderungen ſowie zum Verſuche eines Arrangements auf Montag den 17. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheil des ſtillſchweigenden Aus— ſchluſſes von der Maſſe hierher vorgeladen. Friedberg den 17. Juni 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. In Abweſenheit des großh. Landrichters: N Brumhard. N Backhaus⸗ Verleihung. (450) Freitag den 10. Juli d. J., Morgens um 9 Uhr, wird dahier auf dem Rathhauſe das ge⸗ meinheitliche Backhaus, mit der alleinigen Bäckerei des ganzen Orts, auf weitere drei Jahre an Meiſt⸗ bietenden öffentlich verliehen. Es werden deßfalls alle diejenigen luſttragen⸗ den Bäcker, welche gute Zeugniſſe vorweiſen können, höflichſt eingeladen, an beſagtem Tage und Stunde 1888 0 werkun dahier zu erſcheinen, und ihr Gebot zu Protoko zu geben. 9518 f J 1 ö Man bittet deßfalls die Herren Bürgermeiſter des Kreiſes, dieſes öffentlich bekannt machen zu laſſen; was man in ähnlichen Fällen erwidern wird. 9 Steinbach den 22. Juni 1835. 1 Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt! Wenzel. 99 f Oeffentliche Aufforderung.(0 (464) Der Nachlaß der Louiſe, Ehefrau des 1* Heinrich Wagner zu Rodheim, vormals Chri⸗ 10 ſtian Düringer Wittwe von Köppern, iſt von! 9 deren Kindern nur unter der Rechtswohlthat des 3 Inventars angetreten worden. 5 e 0 Zum Zwecke der Richtigſtellung des Nachlaß, beſtandes werden daher alle, welchen Forderungen öfeent an den Nachlaß zuſtehen, aufgefordert, im Termine Mittwoch den 29. Juli d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr,. ſolche dahier anzuzeigen und zu begründen, ſowie] Vet im Falle ſich ergebender Ueberſchuldung auf die(46 alsdann gemacht werdenden Vergleichs vorſchläge ſich erbve zu erklären, als ſonſt ohne weitere Berückſichtigung dad der Forderungen das Inventar abgeſchloſſen und und der Nachlaß nach den für angenommen zu erachten⸗] des den Vergleichsvorſchlägen zur Tilgung der angezeigt Mo werdenden Schulden verwendet werden ſoll. gen Großkarben den 27. Juni 1835. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Muhl. Geyger.. Arbeit-Verſteigerung. tags 2 Uhr, ſollen dahier nachſtehende Arbeiten in 1 (465) Dienſtag den 7. Juli d. J., des Nachmit⸗ 5 Akkord gegeben werden: e e 1) Maurerarbeit am Rathhauſe, voranſchlagt zu en ö 35 fl. 28 fr. de 2 Desgleichen an den lutheriſchen e e Schuͤlgebaͤuden, voranſchlagt zu 38 fl. 36 kr.. 3) Pfläſtererarbeit im Ort und außer e 1 len dem Ort am Vicenal, voranſchlagt n e zu 0 5. 44 fl.— kr. 4) Schreinerarbeit an den lutheriſchen e ene Schulgebäuden, voranſchlagt zu 148 fl. 27 kr. N 5) Zimmerarbeit und für Holz zu den Ide Stegen über die Erlenbach, vor⸗ l 20 anſchlagt zu i ft. 58 kr. I Holzhauſen den 1. Juli 18365. ee Der großh. Bürgermeiſter daſelbß 9 e e, Lieferung von Hammelwolle. (466) Die Lieferung der für die Marienſchloſſer⸗An⸗ g ſtalt im laufenden Jahre nöthigen Hammelwolle ſoll P Donnerſtag den 9. Juli dieſes Jahres in meiner Wohnung dahier, des Vormittags um 9 Uhr, öffentlich an den Wenigſtnehmenden ver⸗ er daſelbſ . efrau des als Chri , iſt von that det Nachlaß orderungn n Termine ormit⸗ en, ſowi J auf die ſchlage ſih kſichtgug loſſen um u erachte, x angezeig Hammelwolle geliefert werden kann, U. 4 f 0 b Nach, Arbeiten il * daſelbſ get. nile! 35 fl. 87 A Ich bringe dieſes mit der Be⸗ ſteigert werden. merkung zur offentlichen Kenntniß; daß die zu liefernde nur gute ausgeſuchte und daß derje⸗ welcher bei der Verſteigerung mitbieten will, Caution von 500 fl. Parthie in 2000 Pfd. beſtehet, nige, ſich auszuweiſen hat, daß er eine zu ſtellen im Stande iſt. Marienſchloß den 24. Juni 1835. N Funk, Commerzienrath. Arbeit⸗Verſteigerung. (467) Montag den 6. Juli d. J., Vormittags um 9 Uhr, ſollen die Reparatur⸗Arbeiten an der Pfarrwohnung zu Niedereſchbach, als: 1) Schreinerarbeit, voranſchlagt zu 42 fl. 31 kr. 2) Maurerarbeit 1„ 18 fl. 46 kr. 3) Zimmerarbeit 1„ rr i Summe 05 fl. 58 kr. öffentlich verſteigert werden. Niedereſchbach den 27. Juni 1835. f Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Dickhardt. Verſteigerung verſchiedener Gegenſtände. (468) Montag den 6. Juli ſollen in Ockſtadt erbvertheilungshalber zwei Fahrkühe, bei deren eine das Kalb ſteht, nebſt Karren, Pflug, eiſerner Egge und ſonſtiger Hausgeräthſchaften in der Behauſung des verlebten Ortsbürgers Wilhelm Dienſt, Morgens gegen 10 Uhr, einer offentlichen Verſtei⸗ gerung ausgeſetzt werden. Ockſtadt den 1. Juli 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Gröninger. Aufforderung. (469) Da das Ab⸗ und Zuſchreiben wegen des Beſitzwechſels ohne Verzug vorgenommen werden muß, ſo werden alle diejenigen, bei denen ſich Verände⸗ rungen ergeben haben, ſeye dieß wegen Kauf, Tauſch oder Erbſchaft und dergleichen, aufgefordert, die darüber ſprechende Urkunde vorzulegen, um ſolche in das Tagebuch einzutragen; auch ſind von den⸗ jenigen, bei denen ſich dergleichen Veränderungen ergeben haben, die Nummern der Steuerzettel, ſo⸗ wohl der früheren als des jetzigen Beſitzers, anzu⸗ geben. Die Urkunden ſind Montags, Mittwochs und Donnerſtags von Morgens 8 bis Mittags 12, und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr an mich abzugeben. Friedberg den 1. Juli 1835. Der Beigeordnete Jakob Bechſtein. Verpachtung. (470) Nochmalige Tagfahrt zur meiſtbietenden Ver⸗ pachtung des dem Staate gehörenden, in der ſchwal⸗ heimer Gemarkung, unfern von Schwalheim und Nauheim, am ſogenannten Alzenköppel liegenden Stück Landes von 1 Morgen, 1 Brtl., 1 Rth. und 5 187 Schuh iſt auf den 27. Juli d. J., Morgens 10 Uhr, anbeſtimmt worden, welches Pachtluſtigen—— um ſich zu der bemerkten Zeit in hieſiger Renterci einzufinden— bekannt gemacht wird. Dorheim am 29. Juni 1835. Kurfürſtliche Renterei. J. M. L. Schüler, Rentmeiſter. Lohwellen u. Leiterbäume⸗Verſteigerung. (471) Montags den 6. Juli 1835, des Morgens 9 Uhr, ſollen in dem freiherrlich von Lowiſchen Wald zu Steinfurt, Diſtrict Eichwald: 2100 Stück Lohwellen, 37 Stück eichene Leiterbäume an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt des Morgens um 9 Uhr in oben genanntem Diſtrict. Steinfurt den 30. Juni 1835. Der freiherrl. von Löwiſche Revierförſter Weigand. Korn verkauf. (472) Nächſten Montag als den 6. Juli l. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in der Behauſung des Herrn Hoſpitalpflegers Boutemy 46 Achtel 2 Kumpfen und 1 Gſchd. Korn vom Auguſtiner⸗Schul⸗ ſpeicher öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Friedberg den 2. Juli 1835. Der Schulpfleger Steinhäußer. N ιε Privat- Bekanntmachungen. Glas verkauf. (473) Der Unterzeichnete empfiehlt ſich im Ver⸗ kauf von doppeltem franzöſiſchem Fenſterglas, ſo— wohl in ganzen Kiſten als einzelnen Tafeln, zu den billigſten Preiſen. Vilbel den 1. Juli 1835. 8 C. Hinkel, Glaſermeiſter. Garten verkauf. (474) Der von Herrn Geometer Bindernagel II erſteigerte rollhaußiſche Garten, in den Liebfrauen— gärten gelegen, iſt wieder zu verkaufen, und wird aus der Hand in zwei Theilen, auch im Ganzen abgegeben. Kaufluſtige haben ſich deßhalb zu wen— den an den rollhaußiſchen Curator J. A. Vogt. Empfehlung. (475) Unterzeichneter empfiehlt ſich in ſeinen ſchon meiſtens bekannten Artikeln in allen Poſamentir-, Knopfmacher-, Goldſticker- und Haarflechter-Arbei⸗ ten, insbeſondere mit Franſen in allen Farben an Schützenfahnen, die Elle zu 3, 3%, 4 und 4½ kr. Friedberg den 1. Juli 1835. J. J. Dorn. 9 5 Lehrling wird geſucht. (476) Ein hieſiger Schreinermeiſter wünſcht unter annehmbaren Bedingungen einen geſitteten jungen — Menſchen in die Lehre zu nehmen. bei Ausgeber dieſes Blattes. Das alte marburger Geſangbuch, (477) welches noch in Holzhauſen eingeführt iſt, mangelt den neuen Proteſtanten daſelbſt. Sollten Beſitzer ſolcher Geſangbücher bereit ſeyn, dieſelben, gegen angemeſſene Vergütung, an oben genannte Proteſtanten abzugeben, ſo bittet man dieſelben ſich gefälligſt an den A zu wenden. Friedberg den 1. Juli 1835. . C. Bindernagel. Oſſenheimer Jagdhaus. (478) Der alphabetiſchen Ordnung und auch der Wichtigkeit wegen bitte ich nunmehr vor die Kirch—⸗ weih-, Lamboi-, Mai⸗, Roſen⸗, Sauerkraut- und andere Feſte ein Kirſchenfeſt zu ſetzen, welches Zu erfragen nächſten Sonntag den 5. Juli auf dem oſſenheimer Jagdhaus mit gut beſetzter Tanzmuſik ſtatt findet, und bei welchem aromatiſcher Kirſchenkuchen ausgetheilt wird, natürlich gegen baare Zahlung. Für diejenigen verehrten Gäſte, welche gerade nicht Liebhaber von Kuchen ſind, bemerke ich jedoch, daß es auſſerdem nicht an guten Speiſen und guten, rein gehaltenen Weinen fehlen wird, und bitte um recht zahlreichen Zuſpruch. Oſſeneinter Jagdhaus den 2. Juli 1835. Aehle. Gefundene Tabackspfeife. (479) Der Unterzeichnete fand vor einigen Tagen auf dem Wege zwiſchen Aſſenheim und Bruchen⸗ bruͤcken eine Tabackspfeife. Der Eigenthümer wird dieſelbe, nach vorhergegangener genauer Beſchrei—⸗ bung, wiedererhalten. Friedberg den 30. Juni 1835. Schwarz, Horniſt. Ein 5 a dung. (480) Sonntag den 5. Juli l. J. findet bei dem Unterzeichneten ein Geldſcheibenſchießen mit gut beſetzter Tanzmuſik ſtatt. Indem er hierzu alle Freunde des Schießens und des geſelligen Vergnü— gens höflichſt einladet, macht er ſich zur Pflicht, Alle diejenigen, welche ihn mit ihrem Beſuche be— ehren, mit guten Getränken und Speiſen auf das Beſte zu bedienen. Hinſichtlich des Schießens wer— „den die nöthigen Vorkehrungen zur Zufriedenheit der Herren Schützen getroffen werden. Burggräfenrod den 28. Juni 1835. J. C. Traband. * 188 Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Bericht des erſten Ausſchuſſes der zweiten Kammer der Landſtände, betr. die Propoſttion der Staats⸗ — N regierung über die Feſtſtellung eines Provinzial⸗ ſtraßenbauſyſtems und über die Bewilligung des erforderlichen Credits zur Vollendung der in jenes ö Syſtem aufgenommenen Provinzialſtraßen wäh⸗ 9 rend der nächſten ſechs Jahre(Beilage Nr. 68. 1 zum 12. Prot.); erſtattet von dem Abgeordneten Hirſch; nebſt einer Karte, enthaltend: Ueberſicht der Staats- und ene im Großher⸗ zogthum Heſſen 12 kr. Derſelbe macht auch aufmerkſam auf folgende: Einladung an das katholiſche Deutſchland zur Snbſcrip⸗ 0 0 tion auf das mit päpſtlicher Approbation erſcheinende 0 Ni ne TN et ee m unſers Herrn und Heilandes Jeſu Chriſti. Aus der Vulgata mit Bezug auf den Grundtexk neu überſetzt und mit kurzen Anmerkungen erläutert von Dr. J. F. Allioli. Mit Stahl⸗ ſtichen und Apoſtelbildern. Das Neue Teſtament erſcheint in Vier Lieferungen, jede von circa 12 Bogen in folgenden Ausgaben: 1) Auf Velinpapier mit vier, Kunſtwerth beſttzenden, f Stahlſtichen(Chriſtus, Petrus, Paulus und Johannes) 0 nach Originalzeichnungen von A. Eberhard in 5 München; jede Lieferung zu 1 fl. 2 es 2) Auf Druckpapier mit denſelben Stahlſtichen jede Lie ferung 1 fl. rund u 3) 4 Druckpapier it 12 Apoſtelbildern jede Lieferung bbſt 8 4 g. i (icht 0 Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: f Waizen: 6fl. 10 kr. Korn: 5 fl. 10 kr. Gerſte: 4fl. 30 kr. 1 Was wi Hafer: 4fl. 5 kr. Erbſen:— fl.— kr. I Gahre! Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 29. Juni: fes, Waizen: 5 fl. 55kr. Korn: 4fl. 10 kr. Gerſte:— fl.— kr. di Hafer: 3 fl. 36 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: 5 fl. 30 kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 26. Juni: Walzen: 6 fl. 26 kr. Korn: 4fl. 47 kr. Gerſte: 3 fl. 50 kr. . Hafer: 3 fl. 40 kr.—. 34 Verkaufs Preiſe der Bäcker und Metzger vom 3. bis zum 10. Juli. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. fü. Lth. Ot, Für 1 kr. Milchbrod— 3 10 kr. Laden⸗Brod 5—— „ br, dito 4—— „ 6 kr. dito 5. „4 kr. dito 2——— „ 2 kr. dito 5* 1 r. Judengaſſe. 1 Pfund Ochſenfleiſch 11 8 10 1„ e 5 3 1„ Kühfleiſch— 5 1„ Nierenfett 20 19 lues 1„ Kalbfleiſch“ 5 5 das s 1„ Hammellleiſch 9. 6 een 1„ Schwenkenfleiſch 9„ 1025 1% Leber? und Blutwurſt 1 5 13 1„ Bratwurſt 14 9 1 ben 1„ Schwartenmagen 16 5 furt 1* Speck 20 5 8. U 29 1„ Doͤrrfleiſchh 11äͤ 19 1„Schmalz 18 1 Dr. Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bech ſtetz. i 0 90 Jeſſ * kinn