für die Yberhes sen im Allgemeinen, 1 1 den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Dechſel, de iber und Lieferung 40. Sonnabend, den 3. Oktober 1835. — E 5 1 f Ich zeige hiermit an, daß man auf das Intelligenzblatt für das mit dem 1. Oktober beginnende 4te Quartak ſowohl bier bei mir wie auch bei allen löbl. Poſtämtern noch abonniren kann. Der Betrag iſt 24 kr.— Inſerate, welche nur dann einer ſichern Aufnahme in derſelben Woche gewiß ſeyn können, wenn ich dieſelben längſtens Donnerſtag Nachmittag 3 uhr in Händen habe, berechne ich die erſte Zeile zu 4 kr., die zweite zu 3 kr. und die dritte und jede folgende zu 2 kr.; mit petitſchrift jedoch durchgehends zu 2 kr. Friedberg den 30ten September 1835. Carl Bindernagel. Landwirthſchaftliche Preisvertheilung zu Butzbach und Niederwoͤllſtadt den 29ten und 30ten s n win September 1835. Es ſcheint, daß unſere Wetterauer an den land⸗ wirthſchaftlichen Preisvertheilungen immer mehr Ge⸗ ſchmack finden, denn bei der am 29. September zu Butz bach ſtatt gefundenen Preisvertheilung fur die Viehzucht bemerkte man groͤßere Konkurrenz als im verfloſſenen Jahre. Preiſe erhielten: A. Preiſe für in Gemeinden dienende Bullen. 1. Pr. Jak. Heil sen. zu Butzbach 14 fl. 2. Pr. Dekonom Wende zu Rockenberg 10 fl. 30 kr. 3. Pr. Sch en für al inden 0 1 5% 160% — Heinr. Leonhard zu Steinfurt 8 fl. 45 kr. 3. Preiſe für junge ſelbſtgezogene Bullen. 1. Pr.— 0. 2. Py Wilh. Seilburger zu Butzbach 5 fl. 15 kr. C. Preiſe für Rinder von 2— 3 Jahren. 1. Pr. Hr. Pfarrer Strack zu Oſtheim 8 fl. 15 kr. 2. Pr. Ernſt Ra ab zu Södel 7 fl. 0. Nachpreiſe für Rinder. 1. Nachpr. Müller Schutt zu Steinfurt: 5 fl. 15 kr. 2. Nachpr. Johs Stier zu Södel 3 fl. 30 kr. 5, Nachpr. Bäcker Gerhardt zu Butzbach 3 fl. 30 kr. 4. Nachpr. Peter Hoffmann zu Bodenrod 3 fl. 30 kr. 5. Nachpr. Johs Grüninger zu Butzbach 1 fl. 45 kr. 6. Nachpr. Conrad Hoffmann zu Bodenr od 1 fl. 45 kr. Auf Preiſe verzichteten noch für Rinder Herr Jac. Heil sen., für 1 jungen Bullen und 2 Rin⸗ der(Zwillinge) Herr Wende von Rockenberg. Die ſtaͤdtiſche Behoͤrde hatte den anweſenden Landleuten unentgeldlich Wein und Brantwein an⸗ bieten laſſen; man muß indeſſen zum Lobe der Land⸗ leute bemerken, daß ſie einen ſehr beſcheidenen Ge— brauch davon machten. In Niederwoͤllſtadt, wo die Preisverthei⸗ lung den 30. September ſtatt fand, war weniger Konkurrenz als in Butzbach, aber doch immerhin mehr als im verfloſſenen Jahre zu Vilbel. Preiſe erhielten daſelbſt: A. Preiſe für in Gemeinden dienende Bullen. 1. Pr.- 0. 2. Pr. Bgmſtr. Bauſch in Nie⸗ derwöllſtadt 12 fl. 15 kr. Nachpr. Philipp Bauer von Aſſenheim 3 fl. 30 kr. B. Für junge ſelbſt erzogene Bullen. Verwalter Alles in Heldenbergen 8 fl. 45 kr. C. Für Rinder. Auf den erſten Preis verzichtete Hr. Bgmſtr. Bauſch in Niederwöllſtadt.* 1. Pr. Philipp Freund in Petterweil 10 fl. 30 kr. 2. Pr. Martin Brandt zu Niederwöllſtadt 7 fl. 3. Pr. Conrad Stoll II. daſelbſt 5 fl. 15 kr. D. Nachpreiſe für Rinder: 1. Nachpr. Müller Kitz von Niederrosbach 5 fl. 15 kr. 2. Nachpr. Gaſtwirth Fauerbach zu Niederwöllſtadt 3 fl. 30 kr. 3. Nachpr. Joh. Puth daſelbſt 3 fl. 30 kr. 4. Nachpr. Heinrich Bauer daſelbſt 3 fl. 30 kr. Zur Schau wurde noch ſehr ſchöne Nachzucht von der ſchweizer Race aufgeführt von Hrn. Alles zu Heldenbergen und Hrn. Fauerbach zu Nieder⸗ wöllſtadt. ee (Beſchluß.) 5 Der dreißigjährige Krieg mag, wie an ſo vielen andern Orten unſerer Gegend, ſo auch hier ſeine ſchrecklichen Opfer gefordert haben. Daß dabei Manches den Flammen Preis gegeben wurde, läßt ſich erwarten. Der Pfarrer Phildius beginnt im Jahr 1641 ſein neues Kirchenprotocoll mit der Be⸗ merkung, daß das vorige mit andern Gegenſtänden, die er in der Kirche verborgen gehabt, verbrannt und vernichtet worden ſey. Dabei mögen auch die älteren kirchlichen Urkunden untergegangen ſeyn.— Im ſieben jährigen Kriege wurde wenigſtens während des Gefechtes bei Bergen(1759) der Wald von Vilbel der Schauplatz des Kampfes.— Als im Jahr 1796 während des franzöſiſchen Revolutions⸗ krieges die Oeſtreicher ihren Rückzug durch die Wet⸗ terau nahmen, ſchützten ſie denſelben durch Abbruch der Brücke zu Vilbel. Aufgebracht hierüber gab der franzöſiſche General Kleber am 12ten July das Schloß, welches bisher dem kurmainziſchen Be⸗ amten zur Wohnung gedient hatte, den Flammen Preis. Noch zeugen die Trümmer von jener That. Durch den Reichs⸗ Deputations⸗Hauptſchluß von 1802 und 1803 kam der bisherige ma inzi⸗ ſche Antheil an Heſſen⸗Darmſtadt, der hanaui⸗ ſche dagegen ſpäͤter, bei Errichtung des dem Für⸗ ſten Primas zugetheilten ſ. g. Großherzogthums Frankfurt, an dieſes; im Jahr 1816 wurde aber dieſe frühere hanauiſche Hälfte dem Großherzogthu⸗ me Heſſen ebenfalls einverleibt. Hierdurch wurden V — 264— der Sitz eines Amtes; na * 1 endlich die Nachtheile und Streitigkeiten entfernt, welchen gemeinſchaftliche Orte in der Regel ausge ſetzt ſind. Später wurde Vilbel eine Zeit lang chmals wurde es mit dem Landgerichte Großkarben vereinigt; endlich wurde bei der neuen Organiſation von 1832 ul 4 das dortige Regierungs-Amt aufgehoben und mit ſeh Die in neueren 5 n geblieben.— den 1820 den 1 N * 5 2 * 4 dem Kreiſe Friedberg verbunden. Zeiten errichtete Poſthalterei iſt dagege Auch zwei Jahrmärkte jährlich wur dem Orte geſtattet. Wir wollen hier noch Eini anſchloß. Zur proteſtantiſchen Pfarrei Vilbel gehört ehr ei aber außerdem wenigſtens bis jetzt noch als Fil ial i der kurheſſiſche Ort Maſſenheim, der nord⸗we 1 lich ein halbes Stündchen davon entfernt liegt. Der Bel an der proteſtantiſchen Kirche ſtehende Thurm nag wohl vierhundert Jahre alt ſeyn. Das nahe d abe? ſtehende Pfarrhaus wird von dem Marienſtift zu(619) Lich in Bau und Beſſerung erhalten, welches den Foa großen Zehnten daſelbſt zu beziehen hat. Jaeechte Das Schloß gieng als Entſchädigung vom Fig, aten kus an den Grafen von Solms-Rödelhe in, genſal und von dieſem in den Beſitz des Grafen von Wal, Fri derdorf über. Gegenwärtig iſt es, ſo viel bekannt, wieder fiskaliſches Eigenthum. Eben dieſeg Graf von Walderdorf beſitzt als Eigenthum en Haus mit 4 Huben Landes, welche der großherza liche Poſthalter als Erbleihen inne hat. Eben 0 ſind noch 5 Huben Landes vom Kloſter Thron Landſiedellehen vergeben. Eine gleiche Menge Hu gehören der hohen Schule zu Herborn in ähnſ chem Verhältniſſe. Die Gemeinde dagegen iſt in den Beſitze des ungefähr 1400 alte Morgen haltend“ Waldes, woraus ſie jedoch den Staatsdienern o Stecken Beſoldungsholz zu verabreichen haet. 5 entfernt, bel ausge Zeit lang e es mit endlich 1832 auch und mit in neueren blieben.— 1820 den 8 den, was Eigen die neueren ner wart arc inigung in f an Hana ilbel gehör geſehen ihrer fruchtbaren Felder und Wieſen, gute, zum Theil feuerfeſte Steine, die darum zu Schmelz- öfen benutzt werden können. Ueberhaupt vereinigt ſich Alles, Lage und Boden, um dem Orte eine immer größere Bedeutung zu geben. Daher kommt es auch, daß in den jüngſten Zeiten derſelbe nicht nur an neuen öffentlichen Gebäuden, wie das Schul- haus, das Zollhaus, ſich auszeichnet, ſondern auch mehrere Privathäuſer in ſeinem Weichbilde entſtehen ſah, welche von Geſchmack und Wohlſtand Zeugniß geben. Wir wünſchen, daß die Bewohner immer mehr benützen möchten, was die Natur und die jetzigen Verhältniſſe zu ihrem Vortheile darbieten! Möchten aber auch in dem ſelben Maaſe Fleiß, deut⸗ ſche Biederkeit und Frömmigkeit bei ihnen immer mehr einheimiſch und bleibende Güter werden! Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN NN Gläubiger-Aufforderung. (619) Tobias Jordis von Fiedberg beab— ſichtigt nach Wien in Oeſterreich auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— naten bei gr. Landgerichte dahier anzumelden, ge⸗ genfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den ten September 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In deſſen Beurlaubung: Der großh. Kreisfecretär Dr. Cameſasca. Gläubiger- Aufforderung. (620) Margaretha Vetter von Holzhau ſen beabſichtigt nach Haarheim im Herzogthume Naſſau auszuwandern. Rechtsanſprüche an die— ſelbe ſind binnen drei Monaten bei gr. Landgerichte Groskarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs— urkunde ertheilt werden wird. Friedberg am öͥten September 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath 1 des Kreiſes Friedberg. In deſſen Beurlaubung: Der großh. Kreisſecretär Dr. Cameſasca. 8 Gläubiger- Aufforderung. (646) Chriſtian und Adolph Föll von Ober⸗ e ſchbach beabſichtigen nach Düſſeldorf im Kö⸗ nigreiche Preußen auszuwandern. Rechtsanſpruche 195 5 g 7 165 7 Die Lage derſelben am Niederberge iſt in der That günſtig. Die Gegend liefert außer dieſem, und ab⸗ an dieſelben ſind binnen drei Monaten bei gr. Land⸗ gerichte Groskarben anzumelden, gegenfalls die Ent⸗ laſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 12ten September 1835. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. In deſſen Beurlaubung: Der groß. Kreisſecretär Dr. Cameſasca. Bekanntmachung. (647) Zur Eröffnung und Publication des von der am 12ten v. M. zu Oſtheim verſtorbenen Wittwe des Konrad Brod, Louiſe, geb. Zink hinterlegten Teſtaments iſt Termin auf den 22ten Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, beſtimmt worden, wozu alle Diejenigen, welche hier⸗ bei ein Intereſſe zu haben glauben, vorgeladen werden. Gegeben Windecken den 8. September 1835. Kurfürſtliches Juſtizamt Neuhof. Edictalla dung. (648) Gegen den Orts-Bürger Philipp Keim zu Oſtheim, der ſein Vermögen an ſeine Glaubi⸗ ger abgetreten, hat ſich eine Ueberſchuldung erge— ben, und es iſt daher zur ſummariſchen Liguidation der Forderungen und zum Verſuch der Güte Ter— min auf den 16. k. M., Vormittags 9 Uhr, anberaumt worden, in welchem alle bekannten und unbekannten Gläubiger, erſtere unterm Rechtsnach— theil dem Beſchluß der Mehrheit als beitretend an— geſehen zu werden, letztere aber unterm Rechtsnach— theil des Ausſchluſſes mit Vorlegung etwaiger Be— weisurkunden in Perſon oder durch Special-Man⸗ datare zu erſcheinen haben. Gegeben Windecken den 13. September 1835. O. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt Neuhof Haus- und Gärten-Verſteigerung. (662) Dionnerſtag den 8ten Oktober d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wollen die Lingelbach'ſchen Er⸗ ben dahier ihr nachbemerktes Wohnhaus und Gär— ten, erbvertheilungshalber, öffentlich auf hieſigem Rathhauſe, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meiſtbietend ver⸗ ſteigern laſſen, als: 1) ein Wohnhaus, Nro. 234., nebſt Stall und Gärtchen, in der Köhlergaſſe gelegen, 2) 1 Viertel Garten in den Liebfrauen-Gärten, neben Friedr. Söllner und Joh. Georg Lang, 3) ½ Viertel desgleichen daſelbſt neben Willielm Valentin, J 8 * 1 Joh. Reitz und Corp. Kroner gelegen, 5 welches hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringt, Friedberg den 28ten September 18355, Der Beigeordnete Chr. Hecht. rr— Privat⸗ Bekanntmachungen. Militair⸗Stellvertretung. (628) Da der Militair⸗Vertretungs-Verein für die drei Provinzen des Großherzogthums in dem dießjährigen Looſen ſo glücklich geweſen iſt, daß er noch Einſteher übrig hat, ſo macht er hierdurch be— kannt, daß er für dießjährige Militairpflichtige, welche keinem Vereine beigetreten ſind, Einſteher zu Zwei hundert vierzig fünf Gulden inſolange ſtellt, als er noch über Einſteher disponiren kann. Darmſtadt im September 1835. f A.. Linz, Commerzienrath. Intereſſante Anzeige. (633) Mit höchſter Bewilligung der herzoglich naſſauiſchen Landesregierung, unter Aufſicht und Leitung der herzoglichen Behörden, werden in zwei Klaſſen ausgeſpielt: Die zu Wiesbaden gelegenen, dem Herrn D. Düringer gehörenden Kurgebäuden, ſammt Garten und ſonſtigen Zubehörungen, im Werthe von fl. 124,000, mit 3999 andern Gewinnen von fl. 12,000, 8,000, 2 und 4000, 1250, 1200 u. ſ. w. im Geſammtbetrage von fl. 200,006 rhein.— Für den Haupttreffer iſt eine Ablößung von fl. 50,000 feſtgeſetzt und garantirt. N Dem Rücktritt iſt bereits entſagt, und die erſte Ziehung geſchieht den 29 ten De⸗ zember d. J. Die Einlage iſt fl. 7 oder Rthlr. 4 pr. cour. pr. Loos. Dieſe Ausſpielung hat folgende Vorzüge: a) daß dem Rücktritt ſogleich entſagt worden, b) daß ſie die ſonſt nirgends vorkommende kleine Zahl von nur 35000 verkäufliche Looſe enthält, C) daß ihr Haupttreffer mit zu den ſchönſten und werthvollſten Immobilien in Deutſchland gehört. Die Düringerſchen Kurgebäude ſind zu Wiesbaden, dieſem berühmten Kurplatz mitten in Deutſchland, auf das vortheilhafteſte gelegen, und bilden daſelbſt den beliebten Verſammlungs-Ort des Kur⸗Publi⸗ kums. Sie beſtehen aus zwei großen und pracht⸗ vollen Haupthotels, und mehr als zwanzig Neben— Gebäuden, alle ſolid erbaut, aus weitläuſigen Luſt⸗, Wein⸗, Obſt⸗ und Gemüſe⸗Gärten;— der Ertrag der Reſtauration allein berechnet ſich jährlich auf 6 bis 8000 Gulden. Ausführliche Spielpläne, ſo wie Looſe à fl. 7 oder Rthlr. 4 preuſ. cour. unter ö 1 f— 266. N 1 8 b 4) 4 ½ Ruthen Gewann in dem Nied, neben unentgeldlicher Aufgabe eines fech wen bei Zul ** den wird, zu haben. 2 in Frankfurt a/ M. P. S. Auch von allen anderen ſoliden 5 Güterlotterien ſind die Original⸗ looſe bei uns zu haben. Kirchweihfeſt in Nauheim. (663) Sonntag und Montag, als den Aten und 5ten Oktober d. J., findet die nauheimer Kirchweihe ſtatt, wozu ich alle guten Freunde und Bekannte mit dem Bemerken einlade, daß ich an den beiden genannten Tagen gut beſetzte Tanzmuſik auf dm hieſigen Rathhauſe halte, wobei es an guten Spei⸗ f prompter Bedienung nicht ſen, reinen Getränken und fehlen ſoll. Ich habe mich auf einen zahlreichen Beſuch ein⸗ 1 gerichtet und werde denſelben zu ſeiner Zufrieden heit bedienen. f 0 b i Nauheim den 30ten September 1835. Salzmann sen. Harlemer Blumen⸗Zwiebeln, (664) ächt und vorzüglich ſchön, ſind billig zu haben bei M. Jung, Verlaufener Pinſcherhund. (665) Ein kleiner ſchwarzer Rattenfuͤnger, ſoge⸗ 0 nannter Pinſcherhund, etwa 1 ½ Jahre alt, hat ſich am 25ten September bei Niederwöllſtadt in der Gegend des Zimmerplatzes verlaufen, wahrſcheinlich nach Okarben oder Großkarben zu. Er hat gelbe Pfoten, einen weißen Streifen auf der Bruſt zwi⸗ 4 ſchen den Vorderfüßen, ungeſtutzte Ohren, in der Nähe des einen eine Warze, und hört auf den Na⸗ men Robbin. a 1 Wer dieſen Hund wohlbehalten nach Frankfurt bringt in das zweite Gartenhaus von dem Allerhei⸗ Chauſſee, erhält einen Kronenthaler. Frankfurt den 29ten September 1835. Ein ha eien g ligenthor nach dem Obermainthor zu, dicht an der (666) Sonntag den Aten und Montag den e öten Oktober wird auf dem hieſigen Teichhauſe das Nauheimer Kirchweihfeſt gefeiert, wozu ich meine verehrten Freunde uns Gönner mit dem An⸗ fügen höflichſt einlade, daß für ausgeſuchte Weine und gur zubereitete Speiſen— ſo wie für eine voll⸗ ſtandig beſetzte Tanzmuſik auf das Beſte geſorgt iſt. Nauheimer Teichhaus am 30. Sept. 1835. ö Henkel. Ein neuer Wagen 1 (667) iſt zu verkaufen. Ausgeb. dieſes ſagt wo. ſammennahme von fünf Stück, ſind bei unterzeich⸗ netem Handlungs Hauſe, welches auch ſeiner Zeit men den Intereſſenten die Ziehungsliſten prompteſt zuſen⸗ J. N. Trier et Comp Saamenhändler in Friedberg. 1 160 7l 3 Unrf b Ehriſt e ver icht blos en haha, g ſeine vildigen He Ange der U Ja gleicher 1 Ader auf de betpachtet w ichneten zu I Friedbe — 2 — E — — — — 1 Solenne Beerdigung. (668) Nauheim den 30ten Septbr. 1835. Am 2iten d. M. fand dahier die Beerdigung tines Unterofficiers der hieſigen Bürgergarde, Na⸗ mens Chriſtoph Salzmann, ſtatt. Es verſammelte ſich um 4 Uhr Nachmittags nicht blos eine Menge hieſiger Einwohner vor dem Leichenhauſe, wie dies gewöhnlich der Fall iſt, viel⸗ mehr hatte ſich auch die hieſige, nun ſchon zum großen Theil uniformirte Bürgergarde, geführt von ihrem Hauptmanne Herrn Salzmann und Herrn — Stoll daſelbſt eingefunden, um den Ver⸗ blichenen zu ſeiner Ruheſtätte zu geleiten. den ind Den Sechs Waffengefährten, Peter Aletter, lichweie J. Klingemeier, G. Pfeeffer, G. Minder, belanme A. Klinkerfus und F. Horn, welche die irdiſchen beiden Reſte des Verſtorbenen zur Erde beſtatteten, und bf dem welche mit demſelben die Kriege gegen Rußland und n Spei- Frankreich, unter den Fahnen Großh. Heſſiſchen ng niht Militairs mitgemacht, ſchloſſen ſich auch die beiden hier ſtationirten Steueraufſeher aus Anhänglichkeit ſuch ein⸗(zu einem alten Kriegsgenoſſen an. Ufrieden⸗ Nach einer ſehr gehaltvollen Rede unſeres ſehr würdigen Herrn Pfarrer Pauli, bei welcher wohl kein Auge der Umſtehenden ungerührt blieb, kehrten alle en. in gleicher Ordnung wie ſie gekommen ihren Woh⸗ nungen wieder zu. G. billig u Wohnhaus und Acker zu vermiethen. (669) Donnerſtag den Sten Oktober, Nachmit⸗ tags 2 Uhr, ſoll das den Adam Ruppel' ſchen Kindern gehörige Wohnhaus, beſonders für Wag⸗ ner und Schreiner geeignet, nebſt einem Knorr'ſchen Acker auf dem Bock öffentlich an den Meiſtbietenden verpachtet werden, und iſt das Nähere bei Unter— 7 ctedberg. r, ſoge⸗ alt, hat b* zeichneten zu erfahren. . Friedberg den 30ten September 1835. at gelbe Die Curatoren: ast zwi⸗ Phil. Ritzel und Ad. Menges. 2 Verkauf von Fortepianos. den(670) Andreas Marguth und Söhne in 1 Butzbach nächſt der Caſerne haben wieder eine uur Auswahl verſchiedener Fortepianos in neueſter, ſchön⸗ Hehe ſter und erprobter Güte fertig, als: Flügel, Zwerg⸗ a der Flügel in großer und kleiner Tafel⸗Form von vor⸗ züglich ſtarkem Bau, Ton und Haltbarkeit der Sai⸗ ö ten. Für deren Güte wird garantirt und werden ſolche billigſt abgegeben, deßhalb bitten wir Liebha⸗ en ber uns mit ihrem gütigen Beſuch zu beehren. 1116 Einladung 1 15 zur Subſeription auf die Gedichte Weine des Unterzeichneten. e voll⸗ Ich bin willens von meinen ſeit 1811 erſchie⸗ igt iſ. nenen Gedichten ein Bändchen zu 12 Bogen in 8., 1% nach der Jahresfolge geordnet und mit Berückſichti⸗ . gung der Haupt⸗Momente, welche ſie berühren, auf 90 W. 7 Subſeription, nach der unten angegebenen Mitwir— kung, herauszugeben. Der Subſcriptions-Preis iſt 48 kr., welcher bey der Abliefetung bezahlt wird. Sobald eine hinreichende Anzahl Subfſeribenten ſich fuͤr das Unternehmen intereſſiren, beginnt der Druck, und möchte die Ablieferung wohl um Neujahr 1836 erfolgen können. Die Nahmen der verehrten Sub— ſcribenten werden dem Bändchen beygedruckt. Da meine Gedichte, jeder Lockerheit fremd, wie den Meiſten, welche dieſes leſen, bekannt iſt, blos Ergebniſſe des Zeitenlaufs ſind, ſo werden ſie gewiß manche ergreifende Rückerinnerung für die Geſchichte der Zeit, der Gegend und des Familienlebens ge— währen, und darum der Aufbewahrung nicht un⸗ werth ſeyn.— Die Beurtheilung ihres poetiſchen Werthes überlaſſe ich freudig der ſchonenden Ein— ſicht der Kenner und der Gefühle, wornach ſie auch in der Ferne Anklang finden dürften. Ich hoffe und glaube für dieſes Unternehmen eben jetzt bey den zahlreichen Gönnern, Freunden und Bekannten meiner Geburtsſtadt und Gegend, die je noch geiſtiges Thun aus ihrer Mitte durch Theilnahme ehrten, eine geneigte Unterſtützung zu finden, und bitte um Ihre gütige Mitwirkung. Friedberg den Aten Oktober 1835. P. L. Feudtner. Zu vorſtehender Anzeige des Herrn Feudtner bemerke ich, daß ich die Subſcription der genannten Gedichte über⸗ nommen habe und daß ich, ſobald die Druckkoſten nur eini⸗ germaßen durch Unterzeichnung von Subſcribenten gedeckt ſind, den Druck ſowohl als auch die Expedition der Gedichte übernehmen werde. Ich erſuche daher alle diejeni⸗ gen, welche Herrn Feudtner in ſeinem Unternehmen unter— ſtützen wollen, ſich gefälligſt entweder bei mir, oder bei Wesp, durch welchen eine Liſte zirkuliren wird, zu unterſchreiben. Auswärtige wollen mir Ihre Anmeldung durch die Kreisboten zukommen laſſen. Friedberg. Carl Binder nagel. Ein hieſiger Buchbinder (671) wünſcht einen geſitteten jungen Menſchen in die Lehre zu nehmen, mit oder ohne Lehrgeld. Ausgeber dieſes ſagt wer. Fruͤchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 5 fl. 50 kr. Korn: 4 fl. 40 kr. Gerſte: 3 fl. 40 kr. Hafer: 3fl.— kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte-Preiſe zu Frankfurt, am 28. Septbr.: Waizen: 5 fl. 30 kr. Korn: 4 fl. 15kr. Gerſte: 4fl. 10 kr. Hafer: 3 fl. 8 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen: 5 fl. 30 kr. Fruͤchte-Preiſe zu Mainz, am 25. Septbr.: Waizen: 5 fl. 58 kr. Korn: 4fl. 26 kr. Hafer: 3 fl. 14 kr. Fleiſch⸗ und Brodpreiſe ſind unverändert geblieben. Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Bechſtein. Gerſte: 3 fl. 44 kr. 3 — 99 Ich mache hiermit darauf aufmerkſam, daß bei mir nicht allein 5 5 „Scher ein n e nnter ſondern auch f f ee 9 Packpapier und Akten deckel 1 5 zu haben ſind. e E.. * e Carl Bindernagel. 4 6 Waaren⸗ Empfehlung. 7 ö (66) Ich ermangele nicht meinen hieſigen und auswärtigen Gönnern und Freunden die ſchuldige An- zeige zu machen, daß mein Waaren⸗Lager wieder aufs vollſtändigſte aſſortirt iſt; zugleich verbinde ich hiermit die weitere Anzeige, daß ich mit mehreren Sorten Tuch, Tibets, Merinos, Bieber, ſeidenen und wollenen Schawls, und noch vielen dahin einſchlagenden Artikeln aufs beſte verſehen bin, und werde die! möglichſt billigſten Preiſe ſtellen. N 5 1 1 Friedberg den 24ten September 1835. f n 0 Louis Mann. 0 Mayer J. Hir ſch dahier 15 8 (672) zeigt hiermit ergebenſt an, daß er in allen ſeinen fuͤhrenden Artikeln jetzt wieder vollſtaͤnd aſſortirt iſt, und empfiehlt beſonders eine ſchoͤne Auswahl breiten ſowohl ſchwarzen als fan bigen und gedruckten Thibet, carirten Merino, Drap de Zephir, Bieber in diverſen Qu N 5 1 . * 1 1. * 1 litäten, moderne Caſimir⸗Weſten, feine Finets und Moltons. Er wird ſich, wie bisher, ange N legen ſeyn laſſen, ſeine guͤttgen Abnehmer zu deren volligen Zufriedenheit zu bedienen. 4 Theater Ag eie 1 (675) Der Frankfurter Kuͤnſtlerverein Conſtantia wird die Ehre haben künftigen Donnerſtag den Sten Oktober im Saale des Herrn Gerlach aufzufuͤhren: ö Karl XI auk der Insel Rügen. Großes Kriegsſchauſpiel in 4 Aeten von Both. f 1 Da ich durch das große Perſonal unſeres Vereines mehr als jeder Andere in den Stand geſetzz worden bin, die größten, glänzendſten und neueſten Vorſtellungen zu geben, auch hinſichtlich der Decor 1 1 tionen und des Koſtüms keine Koſten geſcheut habe, Alles prachtvoll herzuſtellen, ſo ſchmeichle ich mir eine? zahlreichen Beſuchs. N. Das Nähere beſagt der Zettel. A. Neundorff, Director. Conto-⸗Bücher fur Handwerker, 9 8 Dias gut getroffene zum Verzeichnen ihrer Kunden, ſind bei mir zu ha⸗ Portraͤt des Pfarrers Helferi ben; wer ſich von der Zweckmäßigkeit derſelben von Holzhauſen. 55 1 überzeugen will, kann ſie jederzeit bei mir einſehen. Preis 24 kr. 72 1 5 Carl Bindernagel. 5 5 1 1 1 Ferner iſt bei mir zu haben: Meyers Univerſum, II. Band, öte Lieferung, ent“ N hält die Stahlſtiche mit erläuterndem Texte; Inſtruction zur Geſchaͤftsfuͤhrung der Rechner Diodati am Genferſee, de O 5 von Kirchen, Stiftungen und Schulen. Neapel und der Veſuv. 5 224 k Aus dem Großherzoglich Heſſiſchen Regierungsblatt Es ſind noch Exemplare ſowohl vom Aten als Lten Bande 1 beſonders abgedruckt.— Acht Bogen in gr. 4.— vorräthig. 1 15 Geheftet f 18 kr. 5 2 3 2 . Portraͤt des Hrn. Biſchof Dr. Kaiſer Irving, Washington, Abbotsford und New⸗ zu Mainz. Fol. Auf weiß Papier 54 kr. auf ſtead⸗Abtei. Geheftet 36 kr. chineſiſch Papier 1 fl. 30 kr. 5 4 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binderuagel in Friedberg. — J u ſier bei m dunn einen 3 Uhr in mit petit Ftie