1 2 Intelligenzblatt 0 2 97 für die Febr. 28 8 8 8 95 18 . rovinz WMöberhes sen p. Febr. 0 de 8 im Allgemeinen, 5 5 den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ng 6 g 18. Sonnabend, den 2. Mai 1835. ————————— des geshen na Auguſte; 1% Amtlicher Theil. e Derothes 1 9 Oeffentliche Nachricht. d. 25. Febt Betreffend: Die Rindviehverſicherungsanſtalt für den Kreis Friedberg. peilrp; 900 Nachdem die erforderlichen Einleitungen getroffen, und die Herren Bürgermeiſter in den Beſitz der 7 vorgeſchriebenen Formulare geſetzt worden ſind, ſo können nunmehr die Anmeldungen zur Theilnahme an der Kreis⸗Rindviehverſicherungsanſtalt ſtatt finden. Die Theilnehmer wollen ſich desfalls an die betreffenden Hrn. Bürgermeiſter wenden, welche alsbald die Anmeldungsliſten eröffnen und dieſe Bekanntmachung in ihren Gemeinden noch beſonders veröffentli— 1 Nut, chen werden. Um die regelmäßige und ſtatutengemäße Entwickelung und Ausbildung der Anſtalt mehr zu ſichern, den 8. d. M perde ich vorläufig von der im§. 3 der Statuten vorbehaltenen Beſtellung eines Commiſſars noch keinen eldwebels in Gebrauch machen, vielmehr die obere Geſchäftsleitung für's Erſte durchgängig ſelbſt ubernehmen. re, 2 Non, Es iſt dies namentlich bei Ausfüllung der Anmeldeſcheine zu berückſichtigen. 4 Heini, 0 Friedberg den 28. April 1835. Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. wn, g Küchler. 3 Monate, A 41800 ö Polizeibefehl. ü Auf Antrag der Lokalpolizeibehörde dahier, wird das Schießen nach Singvögeln in den Gärten und ermeiſters I. Oer Umgebung von Friedberg, ſowohl mit Feuergewehr als auch mit Blasrohren und Bolzen, bei drei b. M. Sulden Strafe hiermit verboten. Uebertretungen der Feuerordnung durch Schießen mit Feuergewehr 75 bleiben überdies noch der beſonderen geſetzlichen Strafe unterworfen. 15 Chritorl Friedberg den 28. April 1835. Der großh. heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Darmſtadt am 24. April 1835. über das erfreuliche Gedeihen der Anſtalt Sich Am 21. d. M. hatte der großherz. Kreisrath auszuſprechen. Küchler die Ehre, Ihrer Königlichen Hoheit 8 1 7 der Frau Erbgroßherzogin von Heſſen die 55 an ee. e a — Statuten des Mathildenſtifts zu überreichen. Noördlich 95 dem Dorfe Rockenberg, aum Höchſtdieſelben geruhten ſolche huldreichſt ent- einen halben Büchſenſchuß davon entfernt, liegt egenzunehmen und dabei mit hoher Theilnahme) Hiſdorſſche Nachrichten liefert Schmidt S. 101 des ten . 5 Marienſchloß, einſt und bis zum Jahr 1803 ein Ciſterzienſer-Nonnenkloſter, gegenwärtig eine Staats-Strafanſtalt. Ueber ſeinen Urſprung weiß der Geſchichtſchreiber unſeres Landes, Schmidt, nichts anzugeben. Dagegen bemerkt eine im Jahr 1774 unter dem Abte Bernhard von Arnsburg bei Gelegenheit des ſechshundertjährtgen Jubiläums erſchienene Schrift), das Kloſter ſey unter dem Abte Gerlach im Jahr 1330 von Johann von Rockenberg gegründet worden. Die Quelle, wo— raus dieſe Nachricht geſchöpft wurde, iſt zwar nicht angegeben; indeſſen läßt ſich an der Aechtheit der— ſelben um ſo weniger zweifeln, als die Schrift un— ter den Auſpicien des Abtes herauskam, und die Aebte von Arnsburg das Viſitationsrecht von Ma⸗ rienſchloß bis zur Auflöſung hatten.— Daß dieſem Kloſter Marienſchloß die Kirche zu Rockenberg gehörte, daß im Jahr 1368 die Aebtiſſinn, Schwe⸗ ſter Getzele, auf den Kirchenſatz zu Oppershofen verzichtete, daß im Jahr 1466 der Erzbiſchof Adolph von Mainz bei einer Viſitation die Nonnen wegen ihrer Verſchwendung und Ausſchweifung verjagte und andere einſetzte, daß endlich im Jahr 1678 dieſes Kloſter das ärmſte von allen geweſen, iſt anderwärts ſchon erzählt worden*). Hier fügen wir nur die hiſtoriſche Notiz bei, daß das Kloſter im Jahr 1803 mit Rockenberg an Heſſen fiel und bald darauf als ſolches aufgehoben wurde. Das Grabmal der letzten Vorſteherinn Edmund a Dietz, geboren im Jahr 1754 und geſtorben 1827, ſteht auf dem Kirchhofe zu Rockenberg unweit dem der 1825 verſtorbenen älteren Schweſter, der Maria Cäcilia Dietz, der letzten Priorinn des adeligen Kloſters Oehlinghauſen in Weſtphalen. Bandes ſeiner Geſchichte von Heſſen, und daraus ſchöpfte zum Theil Wagner den im Zten Bande ſeiner Beſchreibung des Großherzogthums Heſſen gegebenen Artikel. Wer ſich von dem gegegenwärtigen Zuſtande von Marienſchloß ge⸗ nau unterrichten will, dem empfehlen wir ein im Jahr 1833 unter dem Titel:„Gelegenheits⸗Gedichte und Eini⸗ ges aus meinem Leben von Ph. Freſenius“ erſchienenes Werkchen, welches neben ganz unbedeutenden Gedichten eine ſehr ausführliche und gründliche Beſchreibung dieſer Strafanſtalt liefert und woraus die im 2ten Hefte der vaterländiſchen Berichte gegebenen Nachrichten gro⸗ ßentheils geſchöpft ſind. ) Commentatio historica de Antiquo romano castro Aquilæ vulgo Arnsburg etc. S. 83. ) Bei Schmidt II. S. 161. Aus jenem ſtillen kloſterlichen Aufenthalte wurd N ſpäter eine der früheren Beſtimmung ganz entgegen⸗ geſetzte Anſtalt. Da, wo ſonſt die Nonnen ſtille wanderten oder ihre Gebete verrichteten, hört 17 man jetzt Kettengeklirre, Hammer- und Axtſchläge] de und Geräuſch der Waffen. Der Böſewicht erzittert ſchon vor dem Namen Marienſchloß, der fried liche Bürger aber ſieht hier eine dem Staate und 1 folglich ihm ſelbſt heilſame Anſtalt. Wer möcht kein Intereſſe daran haben, ſich hier näher umzu ſehen? 9 Jedem Beſchauer aber müſſen zwei Dinge gleich auffallen, und, mit welcher vorgefaßten Meinung er auch kommen mag, für die Anſtalt und ihre Vorſteher einnehmen, Ordnung und ene ohne welche aber auch jede Anſtalt der Art nicht 1 gedeihen konnte. Du findeſt in dem engen Raume* neben der aus 60 Mann unter einem Lieutenant 4 beſtehenden Wache und dem aufſehenden Perſonale, 5 gegen drei- bis vierhundert Verurtheilte beider Ge- ſchlechter, unter denſelben die größten Verbrecher, der Abſchaum der Menſchheit, und überall fan 0 J du Ordnung, überall Arbeitſamkeit, ohne daß ein? das andere ſtört, und dabei in den Schlaf- und Arbeitszimmern, die du beſucheſt, eine Reinlichkeit, wie du ſie kaum für möglich hältſt. Welche Umſicht, welche Sorgfalt gehörte dazu, eine ſolche Anſtalt zu ſchaffen! Welcher Fleiß, welche Geduld und Unermüdlichkeit, um mehr als 300 Züchtlinge in dem engen Raume zuſammen u halten, und nicht nur von ferneren Verbrechen ab⸗ zuhalten, ſondern an Fleiß und Ordnung zu ge⸗ wöhnen und am Ende mit ihrer Hülfe ein Kapital N von 10 bis 12,000 Gulden jährlich zu gewinnen!?! Wir wollen die Männer nicht nennen, die ſich hier verdient machten; ſie mögen als Lohn das Bewußt⸗ ſeyn treu erfüllter Pflichten in ſich tragen. bern wünſchen wollen wir ihnen, daß ſie nicht müde wer den möchten in ihren ſchweren und mühſamen Ge, ſchäften, die zum Theil ſo verſchiedener Art ſind. n 11 Beantwortung auf eine fruͤhere Anfrage. 1 1 In Nro. 4 unſerer diesjährigen Blätter befand ſich u. A. die Anfrage, ob niemand nähere Nag richten über den bei Bönſtadt ſtehenden Wartthurm mitzutheilen wüßte. 4 halte wurde J entgegen, nnen ſtile tien, hö Arſchlig. icht erzitert der fried Staate und Der möcht ſaher unn, — Dinge gleih u Meinung ut und ih inlichkeit, er Aft nicht gen Naum Lieutenajm Jerſonale, beider 0 Verbrecher, derall ſieht be daß ein dchlad⸗ w Reinlichkeit, 115 0 ——— choͤtte dazu, 0 her Fleiß, u mehr al“ uſammen 1 cbrechen a ung zu ge⸗ ein Kapünl 1 gewinnen! die ſich hier 18 Bewußt agen. Abs müde wel ſamen Ge, Art ſind. „ — nfrage. inter befaß N here Nach 14 Warthum Es iſt uns darüber Folgendes zugekommen, welches wir ünſern Leſern nicht vorenthalten durfen: Der erwähnte Thurm, heißt es, habe an der ſogenannten Landwehr geſtanden, welche durch die Gemarkung von Bönſtadt zieht und zwar dicht an der frankfurter Straße, ſey aber im Jahr 1809 abgebrochen und„zur Verbeſſerung ſchlechter Wege verwendet/ worden. So wichtig dies dem Freunde der Lokalgeſchich— ten iſt(dieſe alten Landwehren in unſerer Gegend deuten nämlich meiſtens auf römiſche Befeſtigun— gen), ſo befriedigte es doch den Einſender nicht. Er hatte nämlich nicht jenen abgebrochenen, ſondern einen gegen Erbſtadt hin noch gegenwärtig ſtehenden alten Thurm gemeint, in deſſen Nähe ebenfalls eine Landwehr ſich befindet. Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN NN NN Hofraithe-Verſteigerung. (265) Mittwoch den 10. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe, wegen Hülfsvoll- ſtreckung, die Hofraithe des Georg See dahier, be— ſtehend in Wohnhaus, Ställchen und Grund mit Nr. 258 gezeichnet, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 22. April 1835. In Auftrag großh. Landgerichts, Der Beigeordnete Chr. Hecht. Oeffentliche Einladung, das Mathilden— ſtift betreffend. (282) Zur Berathung über verſchiedene dringende Angelegenheiten des Mathildenſtifts, ſowie zur Er— ſatzwahl einiger abgegangener Ausſchußmitglieder, ſoll Samſtag den 16. Mai Nachmittags 3 Uhr auf dem okarber Brunnen eine Geſammtausſchußſitzung und zugleich außerordentliche Verſammlung der Ver— einsglieder ſtattfinden. Ich lade hierzu ergebenſt ein. Friedberg den 30. April 1835. Der Praͤſident des Mathildenſtifts. Küchler. Steindeckerarbeit-Verſteigerung. (283) Montag den 4. Mai, Vormittags 11 Uhr, ſoll eine Reparatur von Steindeckerarbeit an der evangeliſchen großen Kirche, voranſchlagt zu 30 fl. 8 kr., und eine gleiche Reparatur an dem Unter— thor, welche jedoch erſt bei der Verſteigerung näher bezeichnet werden wird, öffentlich auf dem Rathhauſe an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Rodheim den 28. April 1835. Der großh. e daſelbſt ill. n Holz⸗Verſteigerung. (284) Dienſtag den 5. Mai ſollen in dem rod⸗ heimer Gemeindewald, Diſtrikt Alterſchlag, 110% Stecken Buchen-Prügelholz, 1%„ Stockholz und 1125 Stück Buchen-Reiswellen verſteigert werden. Indem man Steigluſtige hierzu in den erwähn— ten Diſtrikt des Vormittags präcis 8 Uhr einladet, bemerkt man zugleich, daß die desfallſigen Bedin— gungen vor der Verſteigerung eröffnet werden ſollen. Die Herren Bürgermeiſter werden hierdurch er— ſucht, obige Verſteigerung in ihren Gemeinden ge— fälligſt bekannt machen zu laſſen. Rodheim den 28. April 1835. Der großh. Bürgermeiſtervicar daſelbſt Will. Holz-Verſteigerung. (285) Freitag den 8. Mai 1835, Vormittags 8 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Florſtadt, Diſtrikt Kohlplatz, 52 Stecken Buchen- und Eichen-Scheitholz, 100„ 7 2„ Pruͤgehholz, 50 5 77„ Stockholz, 2000 Wellen 75„ Reisholz, 1500 Cubikfuß Bau-, Werk- und Nutzholz an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt am Kohlplatz. Ich erſuche die Herren Bürgermeiſter dieſe Be— kanntmachung in ihren Gemeinden gefälligſt zu ver⸗ offentlichen. Florſtadt den 29. April 1835. Der großh. Bürgermeiſter daſelbſt Appel. Holz-Verſteigerung. (286) Dienſtag den 5. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, wird aus denen hieſigen herrſchaftlichen dann oberſtrasheimer Hübner-Waldungen, auf dem Platze in dem Wald, nachſtehendes Gehölz, als: 1) 6 Stecken Buchenholz, 2 3„ Aaopenholz, 3) 20„ Stockholz, 4) 4500 Stück gemiſchte und 5) 100„ Weistannen-Wellen unter denen vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verkauft wer— den, welches mit dem Bemerken, daß die Zuſam— menkunft in dem oberſtrasheimer Schlag geſchieht, andurch bekannt macht N Ockſtadt am 29. April 1835. Die hochfreiherrl. von Frankenſteiniſche Rentei hieſelbſt. Frucht-Verſteigerung. (287) Donuerſtag den 7. Mai l. J., Vormittags 10 Uhr, werden in dem Gaſthauſe zum Ochſen da hier circa: N 100 Malter Korn, 30„ Waizen, 50„ Seit 112( Deen 4„ Nachfrucht und etwa 8 Fuder Langſtroh meiſtbietend verſteigert. Obererlenbach den 25. April 1835. Der gräfl. v. Ingelheim'ſche Rentmeiſter Ehehalt. Edietalladung. (288) In Sachen Jeannette Offenbach zu Fried⸗ berg, Klägerin, gegen Jacob Wagners Wittwe und Kinder zu Florſtadt, Beklagte, ſind folgende der er⸗ ſteren verpfändete Güterſtücke A. Gemarkung Oberflorſtadt. Fol. Nr. Ruthen. Oberfeld. 62100041 an der Sauweide an Johannes Stoffel. 76 26040% am Staderweg an Conrad Reitz. 95012269 ¾ daſelbſt an Peter Schneider von i Mockſtadt. 115] 4.71 auf der Latte an Conrad Schaubach von Unterflorſtadt. lipp Frech. 1860 2480 ¼ 5 e Krdtenpfuhl ſtößt auf Johannes orr. 215 22031 hinter Schlöſſersgärten an Wilh. Oßwald. 2400 13 48¾ am Staderweg an Frau von Löw. 247 4748 ½ daſelbſt ſtößt auf Johannes Treud. 311 24,43 im Krötenpfuhl au Philipp Frech. 5 Unterfeld. 3610 4,78% im kleinen Feldchen an Heinr. Stoffel. 3730 1314½ auf der Warte, iſt getheilt mit Kaſpar Baßler jun. u. Conſ. daſelbſt ſtößt auf Johannes Kliem. 0 ſchwarzen Berg an Adam Weiſe⸗ orn. 470 4,44 auf'm Gaulsberg an Peter Schreitz jun. zu Unterflorſtadt. 90¾ bei der hannöveriſchen Pforte an Johannes Stoffel. Wieſen. 564 58038 1 7 0 5 an Johs Stoffel und ihm elbſt. B. Gemarkung Birkenſee. 5 Ackerland. 22 e im Haidfeld an Henrich Faß zu Oberflorſtadt. 22 1476 ¼ daſelbſt an Vorigem. 24 1074 am Haidbrunnen an Johannes Stoffel von Oberflorſtadt. Wieſen.. 510 3131 unterhalb dem rothen Feld an Conrad Schaubach, ſchon im Jahre 1831 verſteigert worden. Da in⸗ zwiſchen das Eigenthums recht der Beklagten an 377 327% 3880 17 40% 4960 26 33 ½ in der pohlheimer Gewann an Phi⸗ dieſen Grundſtücken nicht gehörig nachgewieſen wer⸗ den kann, ſo werden auf Antrag der Klägerin alle, welche auf jene Grundſtücke rechtliche Anſprüche ud! machen zu können glauben, andurch aufgefordert, 5 ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen hier anzumelden,, als ſonſt den auszufertigenden Kaufbriefen über die mehrgedachten Grundſtücke die be Beſtäti⸗ gung ertheilt werden wird. 2 Friedberg den 14. April 1835. t Großh. heſſiſches Landgericht daßlbſt. Hofmann. 0 27 Holzverſteigerung im Revier Hochweiſel, 1 11662 Forſts Friedberg. a 1 1555 (289) Freitag den 8. Mai d. J. ſollen in der 10 15 Filzhart und dem Fußkopfe folgende Holzguantitaten, 1 5 welche der großh. Forſtfiscus als Berechtigung aus 15 der hochweiſeler Mark bezieht, meiſtbietend ae 1 gert werdeu, nämlich: durch 1) 210% Stecken Buchen⸗Scheitholz und ag 2) 240 Stück Buchen⸗Durchforſtungswellen. 9 Die Zuſammenkunft findet des Morgens präcis⸗ 9 Uhr am Thale der Filzhart ſtatt, wo die Stei⸗ f gerungsbedingungen den resp. Steigliebhabern er⸗ 1 offnet— und die Mittheilung, daß das Holz gegen ter! Einlage vorſchriftsmaßiger Bürgſcheine bis zum 15 1 Sept. d. J. verborgt wird, geſchehen ſolle. Fauerbach I. am 28. April 1835. 1 Der großh. heſſ. Revierförſter 027 Stillgebauer. bare Brenn⸗, ſodann Bau-, Werk- und Nutzholz⸗ 1 5 Verſteigerung im Revier Oberrosbach, ö 4 0 9 Forſts Friedberg. 3 1 (290) Nächſten Donnerſtag den 7. Mai d. J. wird in dem zwiſchen hier und Rodheim gelegenen Vet Domanialwalddiſtrikt Schwarzheidt nachverzeich⸗ 1 4 netes Holz an die Meiſtbietenden öffentlich verſtei⸗ 5 15 gert werden: 0 Ein 1) 4¼ Stecken Kiefern⸗Scheitholz, 0 2) 13 1 1 Prügelholz, e 3) 4½%„„ Stockholz, 7 5 40 374 Wellen Kiefern⸗Reiſerholz,. 5) 27 Kiefern⸗Stämme in 258— und 02 60 44„ Stangen„ 188 ½ Kubikfuß Bau⸗, 3 Werk⸗ und Nutzholz. 8 Der Anfang hat präcis 8% Uhr ſtatt; un⸗ kundige Steigliebhaber können ſich in e verka verſammeln. 0 Oberrosbach den 30. April 1835. 402 Der großh. heſſ. Revierförſter f Mil Bingmann. J ausg Eingefangenes Schwein. 7 bat 91 Der Feldſchütz Jakob Klee hat am 18. d. in hieſiger Gemarkung ein Zuchtſchwein einge- ue ohne den Eigenthümer deſſelben ermittelnn zu können. Ich bringe dieſes zur allgemeinen Kennt⸗ ins präcis die Stei⸗ abern er⸗ holz gegen is zum 1. Nutzholz sbach, Nai d. J. gelegenen chverzeich⸗ ch verſtri⸗ ſuß Bau⸗, Nußhol, lat; un⸗ melach forſter 1 18. d⸗ n ue ermitteln n Kenut⸗ . 4 0 1 das reiſende Publikum, niß, damit der Eigenthümer ſich bei mir melden und das Schwein in Empfang nehmen kann. Niedermörlen am 23. April 1835. 10 Der großh. Dey. Bekanntmachungen von Privaten. Wirthſchafts-Empfehlung. (270) Meinen verehrten Gönnern und Freunden . mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das bisher inne gehabte ſtädtiſche Wirthshaus in Aſſen⸗ heim verlaſſen und nunmehr die Wirthſchaft im Gaſt⸗ haus zum Löwen in Niederwöllſtadt eröffnet habe; ich halte es daher für meine Pflicht, ſowohl als meine werthe Nachbar⸗ ſchaft hiervon in Kenntniß zu ſetzen, und werde durch gute Speiſen und Getränke das in mich gů⸗ tigſt geſetzte Zutrauen zu rechtfertigen ſuchen. Niederwöllſtadt im April 1835. f N. Breite, zum Löwen. NB. Zur Bequemlichkeit meiner werthen Gön— ner habe ich die Einrichtung getroffen, daß jederzeit Chaiſen und Wagen zum Weiterfahren bereit ſeyn werden. Hagelſchäden betreffend. (271) Der Unterzeichnete beehrt ſich, den benach⸗ barten Herren Landwirthen die Anzeige zu machen, daß ihm vom Generalagenten der Hagelſchäden— 1 Verſicherungs-Geſellſchaft für Deutſchland zu Döllſtadt und Gotha, Herrn Rentamtmann Jordan zu Lindheim, eine Hülfsagentur für die hieſige Gegend übertragen worden iſt. 14 Er erbietet ſich demnach, jede Hagelverſicherung fur die genannte Geſellſchaft anzunehmen, ſowie den benachbarten Herren Landwirthen die Statuten zur Etuſicht vorzulegen, oder auf Wunſch vollſtaͤndige Auszüge aus denſelben mitzutheilen. Dorheim im April 1835. Dr. Jaup. 0 Einen langen 2theiligen Mehlkaſten verkaufen 4 ausgezeichnete mineralogiſche Bücher, bergmänniſche 0 mit 2 Thüren ö (278) mit eichenen Stollen, einen Küchenſchrank und 2 Schubladen, ferner gute Schwerterſtangenbohnen und Buſchbohnen hat zu Philipp Wißmath. Mineralien⸗Sammlung, (279) von ohngefähr 1000 Stück, mit ſeltener Mühe und Fleiß geſammelt, ſo wie auch mehrere eee ſoll den 4. Mai d. J. öffentlich an en Meiſtbietenden verkauft werden; bis dahin er⸗ theilen auf frankirte Briefe nähere Auskunft des verſtorbenen Oberſteiger Sieck's Söhne: F. C. und P. W. Sieck. Friedberg in der Wetterau, im April 1835. * 149 Bürgermeiſter daſelbſt Holz-Verſteigerung. (292) Montag den 11. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem freiherrlich von Diediſchen Kirchwalde dahier: 19 130 Stecken verſchiedener Qualität, 2) 24000 Wellen ditto öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Ziegenberg den 1. Mai 1835. Kirchner. Auszuleihen. (293) Mehrere Tauſend Galden liegen im Gan⸗ zen oder getheilt zu jeder beliebigen Summe gegen 4% pr. Ct. Zinſen zum Ausleihen bereit. Die Erpe⸗ dition dieſes Blattes ertheilt nähere Auskunft. Empfehlung. (294) Ich zeige hierdurch ergebenſt an, daß ich ein Geſchäft mit Bauholz und Diehlen, verbun- den mit einem Gipslager dahier errichtet habe; die günſtige Lage des Platzes, ſo wie die dabei nöthi⸗ gen Kenntniſſe ſetzen mich in den Stand, allen Ge⸗ ſchäftsfreunden, welche mich mit ihrem Zutrauen erfreuen werden, die ſorgfaltigſte und billigſte Be⸗ dienung zuſichern zu können. Alainkur, den 21. April 1835. Juſtinian Petermann. Ein Kupferſchmied-Werkzeug (295) iſt aus freier Hand zu verkaufen. geber dieſes ſagt wo. Lehrlingsſtelle offen. (296) Ein Buchbinder ſucht einen braven Menſchen in die Lehre. Lehrgeld lernen. Aus⸗ jungen Derſelbe kann mit und ohne Nähere Auskunft ertheilt Ausg. dieſ. Empfehlung. (297) Ich ermangle nicht, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich auf das Beßte mit allen Sor⸗ ten von wollenen Tüchern, in jeder Farbe und Qualität, ſo wie mit Zeugen zu Sommerroͤcken und Hoſen, modernen Weſten dc. verſehen bin. Indem ich mich mit erwähnten Artikeln höflichſt empfehle, gebe ich zugleich die Verſicherung, daß ich einen jeden meiner geneigten Abnehmer reel und billig be⸗ handeln werde, und bitte um zahlreiche Beſtellung. Friedberg den 28. April 1835. Loͤb Hirſch Hirſchhorns Wittwe. Logis zu vermiethen. (298) In dem ehemaligen Pfoͤrtnerhaus am Seerthor iſt am 1. Juni d. J. ein Logis zu beziehen, beſtehend aus 2 Zimmern, 1 Küche, die Hälfte vom Speicher und die Hälfte vom Keller. Auf Verlan⸗ gen kann auch ein Stall mit abgegeben werden. Dambmann. — 120— Empfehlung. i (299) Ich mache andurch die ergebene Anzeige, daß ich von Montag den 4. Mai an Kindern Un⸗ terricht in allen weiblichen Arbeiten ertheile, und hoffe durch meine Leiſtungen den Erwartungen der⸗ jenigen Eltern vollkommen zu entſprechen, welche mir ihr gütiges Zutrauen durch ihre Kinder ſchen⸗ ken wollen. N Zugleich empfehle ich mich im Fertigen aller weiblichen Arbeiten, als Stricken, Nähen, Sticken u. ſ. w. und verſpreche pünktliche, reine und billige Arbeit. Louiſe Menges, Friedberg im April. geb. Hartfuß. Eiſerne Schraubenpreſſen ꝛc. zu verkaufen. (300) In dem gräflich von Degenfeld'ſchen Pachthofe zu Bellersheim ſind drei eiſerne Schrau⸗ benpreſſen mit dem dazu gehörigen eichenen Holz werke, zu einer Oelmühle oder Obſtpreſſe dienlich, ſodann zwei Mühlſteine, und in Verbindung mit der Oelpreſſe eine Schrotmühle zu verkaufen. Kaufluſtige zu dem Ganzen oder zu einzelnen Theilen belieben ihre Gebote an die Pachterin. Wittwe Carl zu Bellersheim zu richten, von welcher ſie das Weitere vernehmen werden. Friedberg den 30. April 1835, 5 Dietzſch, Amtmann. g Eine halbe Scheuer (301) iſt bei Unterzeichnetem zu verzinſen. Philipp Söllner jun. Bekanntmachung. (302) Dienſtag den 5. Mai, Nachmittags 4 Uhr, ſollen 40— 50 Wagen alter Lehm, an dem ehemaligen Schenkiſchen Hauſe auf der breiten Straße, mehrere Wagen zuſammen oder auch im Einzelnen an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Bezahlung ver⸗ ſteigert werden.. f Sodann ſtehen bei Unterzeichnetem eine Parthie noch in gutem Zuſtande ſich befindliche Fenſter von verſchiedener Größe, Haus- und Stuben⸗Thüre mit Schloß und Band, drei eichene einſtöckige Treppen. um einen billigen Preis zu verkaufen. Friedberg den 30. April 1835. f T. C. Nagel jun. auf der breiten Straße. Ein braver Knecht (303) für Feld⸗ und Hausarbeit wird in Dienſt geſucht. Bei Ausgeber dieſes Blattes das Nähere zu erfragen. ö Ein vollſtändiges Logis (304) hat zu vermiethen Chriſtoph Zerling. (305) Bei Carl Wilhelm Leske in Darmſtadt erſcheint: 00 4 Allgemeine 7 Wochenſchrift fur Land- und Hauswirthſchaft und die einſchlagenden Gewerbe für Deutſchland, die kaiſer⸗ lich öſterreichiſchen. Staaten, die Schweiz ꝛc, unter Mit⸗ wirkung des Freiherrn L. v. Babo zu Winheim, Profeſſor D. Geier zu Würzburg, Profeſſor D. Kaufmann zu. Bonn, Garteninſpector Metzger zu Heidelberg, Oecono⸗ mierath Pabſt zu Darmſtadt, D. v. Thünen auf Tellow⸗ u. A. herausgegeben von. 75 E. v. Ladiges, 4 Lehrer an dem landwirthſchaftlichen Inſtitute zu Darmſtadt und Kranichſtein. 0 15 Mit vielen bildlichen Darſtellungen. Von dieſer Zeitſchrift erſcheint wöchentlich eine Nummer in der Regel von einem Bogen und ſo oft es nöthig iſt, mit Abbildungen in dem Texte eingedruckt. 4 Der Preis eines Jahrgangs iſt 2 Thlr. oder 3 fl. 36 kr., welcher halbjährlich auf 1 Thlr. oder 1 fl. 48 kr. voraus⸗ bezahlt werden muß. g 0 5 Die erſten drei Hefte ſind vorräthig bei Carl Bindernagel in Friedberg. Fruͤchte-Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 6 fl. 10 kr. Korn: 5 fl.— kr. Gerſte: 4 fl. 30 kr. Hafer: 3 fl. 30 kr. Erbſen:— fl.— kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Frankfurt, am 27. April: Waizen: 5 fl. 45 kr. Korn: 4fl. 10 kr. Gerſte: 4 fl.— kr. . Hafer: 3 fl. 32 kr. Kohlſaamen:— fl.— kr. Erbſen:— fl. kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 24. April: Waizen: 6 fl. 35 kr. 5 Hafer: 3 fl. 30 kr. Verkaufs ⸗Preiſe Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. der Bäcker und Metzger vom 2. bis zum 9. Mai. 1 Pfd. Lt., Für 1 kr. Milchbrod—„ „ 1 kr. Gemiſchtes— 92 2 „d kr. Laden⸗Brod 4— 5 „ae dito 3—— „ 4 kr. dito 2 7 N % kr. dite 5— fe. f 5 r. Judengaſſe. 1 Pfund Ochſenfleiſch 11 85 10 4 1„ Rindfleiſch 5 75 9 1„ Kühlleiſch 8 1 1„ Nierenfett. 20 19 5 1„ Kalbfleiſch 5 5 1„ Hammelfleiſch 7 6 1„ Schweinenfleiſch 9— 9 1„ Leber- und Blutwurſt 12— 1 1„ Bratwurſt 14— 0 1„ Schwartenmagen 16—„ „ 20 5* 1„ Diörrfleiſch 14— a 1„Schmalz 18— 4 Für die Richtigkeit: Der Beigeordnete Hecht. 4 Korn: 4fl. 56 kr. Gerſte: 4 fl. 14 kr.