ch. ichbarten ste An⸗ auf den l. M., h werde der mich * Der En⸗ erlach. t. ind leſen kann in ienſt als pedition huh, ge⸗ Barde. Raum 1 n Caſſa⸗ urch Vig Jahrgallge 5 kr 2 rovinz Oberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. . Sonnabend, den 27. December 1834. Das Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen erſcheint auch im Jahr 1835, wie im Jahr 1834, wöchentlich Ein mal und zwar ſo, daß es den Freitag Mittag von den Kreisboten abgeholt, den Sonnabend Vormittag aber hier ausgegeben und durch die hieſige wohllöbl. Poſtbehörde expedirt wird. Der Abonnementspreis für 1 Jahr iſt: 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr: 40 kr., fur/ Jahr: 24 kr. Einrückungsgebühren für die Zeile Petitſchrift: 2 kr., für die des Textes: für die erſte Zeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr. Für denjenigen, welcher hier, in der Umgegend und in unſerer Provinz irgend ein Publikandum zu verbreiten wüunſcht, bemerke ich noch, daß mein Blatt nicht allein hier und in der Umgegend ſehr zahlreich verbreitet iſt, ſondern auch an alle poſtbehörden unſerer Provinz und nach Darmſtadt, Frankfurt, Hanau und Offenbach geht. Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen werden. Diejenigen meiner verehrl. Abonnenten, welche geſonnen ſind, das Intelligenzblatt auch im Jahr 1855 zu halten, haben nicht nöthig ſolches bei mir anzuzeigen; diejenigen hingegen, welche auszutreten beabſichtigen, oder neu hinzutreten wollen, erſuche ich, mich gefälligſt davon zu benachrichtigen. Friedberg. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Alphabetiſches Inhaltsverzeichniß der von dem großh. heſſ. Kreisrathe zu Friedberg in dem daſigen Intelligenzblatte vom Jahre 1834 erlaſſenen Verfuͤgungen. (Die Ziffern bedeuten die Nr. des Intelligenzblattes.) A. Audienztag bei dem großh. Kreisrath, 17. gen Einnahmen der Lokal-, Kirchen-, Stiftungs— 5 l l e e und Schulfonds, 32. B. Bürgermeiſter, deren Inſtruktion in Beziehung 5 auf die Geſchäftsführung der Rechner, 6. Bevolkerungsliſten, Inſtruktion zur Aufſtellung der-— ſelben, 14. 47. F. Fliegenwedel, der Handel mit ſolchen nach England, 7. Frohnden, Vermeſſung, Verwandlung und Abloſung 9 N der den Geiſtlichen von Parochianen zu leiſten— C. Controlebuch, deſſen Führung über die nicht den, 8. ſtändigen Einnahmen der Gemeinden, 21. Forſtſtrafen, Verfahren bei dem Abverdienſt der Controlebuch, deſſen Führung über die nicht ſtändi— unzahlbaren durch Arbeit, 10. De Domanialgefalle, Reglement über deren Bei⸗ treibung, 28. Bezirksbotenweſen, 26. Brandkataſter, Ab- und Zuſchreiben in demſelben, 30. a Feldmäuſe, deren Vertilgung, 11. 40. 43. Fremdenpolizei, 25. Feldpolizei, deren Verbeſſerung, Miniſterialreglement darüber, 32. G. Gemeinderechner, deren Juſtruktion, 5. 6. Gebaude, deren Errichtung an den Straßen, 12. Gemeindeprozeſſe, deren Führung, 15. Gemeinden, deren Beiträge zu kirchlichen- und Schul⸗Bedürfniſſen, 20. Gemeinden, jährliche Einſendung von Ueberſichten über den Zuſtand derſelben, 22. Gemeindevoranſchläge, deren Aufſtellung pro 1835, 24. Gemeindewaldungen, das Verfahren bei Holzabgaben und Holzverſteigerungen in ſolchen, 49. H. Holzabgaben und Holzverſteigerungen, das Verfahren dabei in Gemeindewaldungen, ſiehe Gemeindewaldungen. 7 Juſtruktion für Gemeinderechner, ſiehe Ge⸗ meinderechner. Inſtruktion für die Bürgermeiſter in Beziehung der Geſchäftsführung der Rechner, ſiehe Bürgermeiſter. K. Kirchenvoranſchläge pro 1835, 19. Kirchliche Bedürfniſſe, Aufbringung der Koſten von Gemeinden, ſiehe Gemeinden. 5 Liquidationen, deren Dekretur zu den Rech⸗ nungen von Gemeinden, Kirchen, Schulen und Stiftungen, 23. Lectionsplane für die Sommer- und Winterſchulen, deren Einſendung, 18. 50. M. Muſterung pro 1834, 5. 21. N. Naturalabgabe, Verwandlung derſelben bei Schullehrerbeſoldungen, ſ. Schullehrerbeſoldungen. P. Prozeſſe, ſiehe Gemeindeprozeſſe. R. Recrutirungsrath fuͤr 1834, 44. S. Schullehrerbeſoldungen, Regulirung derſelben, namentlich Verwandlung verſchiedener Natural⸗ abgaben, 9. 38. Sperlinge, Verordnung wegen Vertilgung derſelb., 10. Schulverſaͤumniſſe, das dabei von den Schulvor⸗ ſtänden zu beobachtende Verfahren, 13. Schulbedürfniſſe und Unterricht, Aufbringung der Koſten für dieſelben, 20. Schulvorſtände, Einſendung der Jahresberichte und Lectionspläne, 18. 50. V. Verſteigerungen, deren Bekanntmachung im Intelligenzblatte, 39. Weihnachten. Die ſchönſte Zeit, die liebſte Zeit, Sagt's allen Leuten weit und breit, Damit ſich jedes freuen mag Das iſt der liebe Weihnachtstag. Den hat uns Gott der Herr beſtellt, Den herrlichſten in aller Welt, Daß Jung und Alt, daß Groß und Klein So recht von Herzen froh ſoll ſeyn. (Aus O. Speckters Anhang zu„Fünfzig Fabeln für Kinder“.) Die Redaction an das Publikum beim Schluſſe des Jahres. „Den ſchlechten Mann muß man verachten, Der nie bedacht, was er vollbringt.“ Es iſt ein Jahr, daß wir zum erſten Male unſere Leſer angeredet und ihnen unſer Intelligenz— blatt vorgelegt haben. Wir haben uns bemüht, zu halten, was wir damals verſprochen, und wenn die Leſer mehr erwarteten, als ſie in den zwei und fünfzig Blättern wirklich erhielten, ſo liegt die Schuld wenigſtens nicht an unſerm Willen. In allem, was wir gaben, ſuchten wir das Gute, ſo weit wir konnten, anzuregen und zu befördern, und das ohne Anſehen der Perſon. Täuſchen wir uns nicht ganz, ſo iſt auch manches Körnlein auf frucht baren Boden gefallen, und die Früchte werden ſich ſeiner Zeit auch ſchon finden. Dies iſt unſer größ— ter Lohn und die liebſte Entſchädigung für unſere Bemühung, die nicht klein war. 0 Unſere Stellung war dabei auch keine leichte. Die Erwartungen der Menſchen, ihre Neigungen, ihre Wünſche und Forderungen ſind gar verſchieden auch in ganz gewöhnlichen Zeiten; wie viel mehr in ungewöhnlichen, wie die unſrigen waren und * 4 5 ſind. helde heil in we was licht Alcchts Wir welch genhe Das ten, beach das Unſe richti Es „zur daß wen ten, wir ihne daß wen dem eine gele uns Jah zu v ruhe Jah mai ſo jahn ſo Bro ü wir nid vin Eir the N Rech⸗ len und rſchulen ben bel dungen, 1 derſelben, Natural rſelb., 10. Schulvos, gung del Lichte ulld hung in fell dern, 0 u wir unt auf frucht verden se inſer gi fur unſel ine leich ei gung verſchen viel 1 175* valt l 10 8 find. Schon der Umſtand, daß wir uns ganz vom Felde der Politik entfernt hielten, war uns nach— theilig, denn wir leben in einer politiſchen Zeit, in welcher faſt nichts dauerndes Intereſſe hat, als was in die Politik einſchlägt.— Dann iſt es auch nicht ohne Schwierigkeiten, Wahrheit zu reden, ohne rechts oder links Einem und dem Andern wehe zu thun. Wir waren beſorgt, die Klippen zu meiden, an welcher ſchon ſo manches Blatt, das über Angele— genheiten ſeiner Umgebung ſprach, geſcheitert iſt. Das half uns, daß wir, wie wir verſprochen hat— ten, ohne Leidenſchaft auftraten, das Belfern un⸗ beachtet ließen und immer nur die Sache, nicht das Individuum, im Auge zu behalten ſuchten. Unſern geneigten Leſern, die alle einen feinen und richtigen Takt haben, iſt das gewiß nicht entgangen. Es wird ihnen aber auch ſelbſt da, wo wir nur „zur Kurzweil erzaͤhlten, nicht entgangen ſeyn, daß wir im Hintergrunde das Beſſere beabſichtigten. Für alle Nachſicht, welche die geneigten Leſer, wenn wir nicht ganz das erfüllten, was wir ſoll⸗ ten, uns im vergangenen Jahre erwieſen, ſtatten wir ihnen den herzlichſten Dank ab, und reichen ihnen die deutſche Bruderhand mit dem Verſprechen, daß wir im nächſten Jahre beſſer machen wollen, wenn wir können, wenigſtens nicht ſchlechter. In⸗ dem wir ihnen dieſe Hand reichen, iſt es uns, wie einem, der ein ganzes Jahr lang mit einem andern gelebt, Freud und Leid getragen;— es ergreift uns eine eigne Rührung. Aber auch denen, welchen wir im vergangenen Jahre gar nicht genügt haben ſollten, und die uns zu verlaſſen Willens ſind, reichen wir eben ſo ge— rührt die Hand. Waren wir ja doch ein ganzes Jahr lang in einer gewiſſen Wechſelberührung! Und man weiß wohl, wie's im Leben geht; ſelbſt die, ſo ſich nicht ganz verſtanden haben während eines jahrelangen Beiſammenlebens, vermögen nicht, ſich ſo kalt zu trennen, wenn ein Menſchenherz in ihrer Bruſt ſchlägt. Im Ganzen können wir nicht umhin, dankbar zu ſeyn. Wir haben der Leſer mehr erhalten, als wir erwarteten, und hat unſer Blatt nachgerade nicht allein in unſerm Bezirke und in unſerer Pro— vinz, ſondern auch in andern Orten hier und da Eingang gefunden, und Manches, was wir mitge—⸗ theilt in ſchlichtem Gewande, gieng in andere Zeit⸗ blaͤtter über, und mag wohl ſelbſt von dieſem und jenem vornehmen Herrn geleſen worden ſeyn. Das ſoll uns indeß keineswegs aufblähen, ſondern nur ermuntern, auf dem Wege, den wir einmal einge— ſchlagen, ruhig aber doch ſorgſam weiter zu wandeln. Auch unſern Herren Mitarbeitern reichen wir dankbar die Hand. Sie haben uns oft mit Rath und That beigeſtanden, und belehrt, wo wir ſelbſt nicht hätten belehren koͤnnen. Denn wir ſind ſo ſtolz nicht, zu glauben, oder gar zu verkünden, daß wir alles wüßten. Nein, wo etwas Tüchtiges ge— leiſtet werden ſoll, da müſſen ſich die Kräfte Meh— rerer vereinigen, da kann nicht Einer Alles thun. Indem wir nun ſo gerne etwas Tüchtiges leiſten möchten, wünſchen wir der Mitarbeiter, denen es wie uns darum zu thun iſt, das Gute zu fördern, für das kommende Jahr wieder recht viele. Es ſoll ſie nicht reuen, mit uns vereint einem ſchöneren Ziele nachzuſtreben. Nicht allein werden ſie in ſich das Bewußtſeyn haben, daß ſie für ihre Mitmen— ſchen gewirkt, ſondern auch dazu beigetragen haben, um unſer Blatt zu dem zu machen, was es ſeyn ſoll. Wir denken uns nämlich, wie wir in dem erſten Blatte des Jahrganges geſagt, die Wetterau als einen großen geiſtigen Verein, in welchem ohne Anſehen der Perſon diejenigen, welche Bildung genug haben und ſich gedrungen fühlen, ihre Mitbürger zu belehren, zu warnen, zu unter— halten, ſich unſeres Blattes zu ihrem Zwecke bedie— nen. Und das Ziel aller dieſer Bemühungen? Dahin zu wirken, daß unſere Mitbürger biedere, körperlich und geiſtig kraftige, dabei arbeitſame Wetterauer werden, damit ſie, als Theil der Heſſen, in der Reihe deutſcher Stämme ihres großen und, edeln Volkes und ihres gemeinſamen lieben Vater— landes nicht unwürdig ſind. Das Neujahr-Anſchießen. Wie fangt man's an, daß dem Neujahr-An—⸗ ſchießen entweder ganz vorgebeugt, oder die Ein— richtung ſo getroffen wird, um etwaiges Unglück zu verhüten? Der in der letzten Neujahrsnacht zu Niederweiſel entſtandene Brand, welcher meh— rere Scheunen verzehrte, ſoll durch Schießen ent— ſtanden ſeyn. Und wenn auch das nicht, was müſſen in der Neujahrsnacht die Kranken und nervenſchwachen Perſonen leiden! ö ö n Gibt man's beſſer ganz frei, oder ſetzt man eine noch größere Strafe darauf, als bisher geſchah? Einſender weiß Orte, in welchen Jedem das Schießen erlaubt war am Neujahr. Das gab aber ſolchen Unfug, daß auf der Straße kein Menſch ſeines Lebens mehr ſicher war, daß ſogar in Einer Nacht zwei Perſonen, welche es nur wagten, dem Fenſter hinaus zu ſehen, gefährlich verwundet wur⸗ den. Das was doch zu arg! Verbietet man's ſtrenger, ſo gehen die jungen Leute an gefährliche Plätze, ſchießen aus Winkeln, Scheunen u. ſ. w. und treiben's mit der Wache, die doch nicht überall ſeyn kann, oft ſehr ſchlimm. Der Menſch trachtet nach dem Verbotenen. An manchen Orten war's ſonſt Sitte, in der Neujahrsnacht einen religibſen Geſang anzuſtimmen. Weil aber dabei manchmal Unfug getrieben wurde, ſo unterſagte man das Singen. Vielleicht wär's eſſer geweſen, wenn dies nicht geſchehen oder wenig⸗ ſtens alsdann erlaubt worden wäre, wenn ſich einige wackere Manner, z. B. die Herrn Schulleh— rer, der Leitung des Geſanges angenommen hätten. Dadurch hätte man leicht die Beſſeren vom fatalen Schießen, wenn auch nicht auf Einmal, doch nach und nach, abbringen und zu etwas Edlerem hin— wenden können, was, weit entfernt die Menſchen mit ſchwachen Nerven im Schlafe zu ſtören, Vielen einen recht angenehmen Genuß gewähren würde. Einſender gibt's zu bedenken, und wünſcht die Mei— nungen anderer Männer zu hören. Aus Kaichen. In dem Intelligenzblatt für die Provinz Ober—⸗ heſſen Nr. 47 d. J. befindet ſich ein Aufſatz mit der Ueberſchrift:„Aus dem Landgerichtsbezirk Kaichen,“ welcher einer Berichtigung bedarf. Kaichen hat näm⸗ lich kein Landgericht und folglich auch keinen Land⸗ gerichtsbezirk, ſondern es gehört dieſer Ort zu dem Landgericht Großkarben. Wenn nun weiter erzählt wird:„Binnen 8 Tagen fanden in dem Landgerichts— bezirk Kaichen zu Ende Oktober nicht weniger als vier Selbſtmorde ſtatt,“ ſo muß dieſe falſche Dar— ſtellung dieſen Ott in einen ſehr dunkeln Schatten ſtellen, in welchem doch ſeit Menſchengedenken kein Selbſtmord geſchehen iſt, und wovon auch die Sterbe— Protokolle der älteſten Kirchenbücher kein Beiſpiel anführen. Indeſſen hat es ſich nun zum Abſcheu aller hieſigen Einwohner zugetragen, daß ſich am— 10. Oktober d. J. ein Mann in ſeinem 45ſten Lebens⸗ jahre ſelbſt getoͤdtet hat. Wie dieſer Unglückliche zu dieſem ſchrecklichen Entſchluſſe kommen konnte, wird ſich der„Pſychologe“ leicht erklären können, wenn er höret, wie er ſtufenweiſe immer tiefer in das Elend geſunken iſt, aus welchem er ſich nicht retten zu können glaubte. Seiner Handthierung nach war er ein Zimmermann, verheirathet und hat drei unmündige Kinder in der tiefſten Armuth hinterlaſſen. Mit ſeiner Ehefrau lebte er ſeit vielen Jahren in den traurigſten Verhältniſſen, und oft ſehr lange von ihr getrennt. Als Zimmermann arbeitete er meh⸗ rentheils auswärts, und da war denn Branntwein ſein tägliches Nahrungsmittel. Durch den unaus— geſetzten Genuß dieſes ſo oft Verderben bringenden Getränkes gerieth er nach und nach in eine immer tiefere Verſunkenheit und Abnahme ſeines Verſtandes. Auf die Nachricht, daß ſeine Frau ſehr krank dar⸗ nieder liege, kam er in ſeinem traurigen Zuſtande hierher, und nachdem ſie auch am 10. Aug. d. J. geſtorben war, ſo glaubte er außer Stand zu ſeyn, ſeine Kinder zu ernähren. Dieſer Wahn und ſeine nun ſchon längſt zur Gewohnheit gewordene Trun— kenheit beſtimmten ihn zu der ſchrecklichen That, ſich ſeinen Lebensfaden ſelbſt abzuſchneiden. Durch wiederholte Vorſtellungen und Belehrungen, einen beſſeren Lebenswandel zu führen, konnte nichts bei ihm ausgerichtet werden. Auch mehrere Verſuche, ihn zu bewegen, zu ſeiner Ehefrau zurück zu kehren, hatten wenigen Erfolg, denn bald verließ er ſie wie— der, und kehrte lieber zu ſeiner gewohnten Lebens⸗ weiſe zurück. So mußten denn ſeine noch übrigen Verſtandeskräfte nach und nach völlig verloren ge— hen, und da er auf dieſem ſchlüpfrigen Wege ſo ganz Gott verlaſſen hatte, ſo gieng er unter und nahm ein Ende mit Schrecken. Pſ. 73, 18. Sein Leichnam wurde nach Gießen in die Anatomie ge⸗ bracht. Von den drei andern Selbſtmoͤrdern, deren in dem obigen Aufſatze gedacht wird, weiß man in Kaichen nichts.) . Die Landgeri ſtatt fanden, un nur dadurch ier err Einſender dieſes Schreibens 0 en, daß aus Verſehen Kai⸗ chen ſtatt Karben wurde, was auch bei der Reviſton ſtehen blieb. Weber bedurfte es demnach keiner Berichtigung. Judeſſen haben wir doch dieſem Schreiben eine Stelle in unſerm Blatte geben wollen. Die Red. ſich ay 0 Lebens; lucklich che fonnte, ntwein ingenden e immer rſtandes. ank dar⸗ Zuſtande J. d. J. zu ſeyn, ind ſeine e Trun⸗ That, Durch „einen tõ bei gerſuche, kehren, * Bekanntmachungen von Behoͤrden. NN RN NN ν Eee ea deen (712) Die Wittwe des Jakob Wagner zu Florſtadt hat folgende dem Johann Heinrich Schmidt zu Hanau verpfändete Grundſtüͤcke: Fol. Nr. Muth. Gemarkung Oberflorſtadt. 324015 1% im Mittelfeld auf der Platte an Wilhelm Kratz. 452111 81 im Unterfeld am Mittelgraben an Johs Hartmann. Gemarkung Unterflorſtadt. 1871123020 am Heiligenhaus an Conrad Moll. 219117[31 im Oberfeld am reichelsheimer Weg an Jakob Schmidt, ledig. 619118 J35 die Platzgewann an Johs Moll, verſteigern laſſen und um Beſtaͤtigung der Kauf⸗ briefe gebeten. Dieſer ſteht entgegen, daß die Wittwe Wagner das Eigenthum jener Grundſtücke weder urkundlich nachgewieſen noch das Feldgericht die Art des Er— werbes genügend beſcheinigen kann, weshalb dem geſtellten Antrage zufolge, alle, welche Anſprüche an jene Grundſtücke machen zu können glauben, auf⸗ gefordert werden, ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt der erwahnte Verkauf gerichtlich beſtatigt werden wird. Friedberg den 3. December 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. . Edi e tant ald u nig (734) Jnhaltlich der Landgerichtshypothekenbücher dahier verſchuldet Heinrich Appel zu Helden— bergen laut Eintrags vom 28. März 1828 an Amtmann Hager von Friedberg eine Hypothe— kenſchuld von 700 fl., die jedoch nach Angabe der Appel'ſchen Kinder abgetragen ſeyn ſoll. Anſpruͤche an dieſe Hypothek müſſen in 4 Wochen dahier zur Anzeige gebracht werden, widrigenfalls der Eintrag geloſcht werden wird. N Großkarben den 16. December 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Winheim. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (735) Dienſtag den 6. Januar 1835, Vormittags 10 Uhr, werden dahier zu Friedberg in der Behau— ſung des Herrn Gaſtwirths Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore von den 1834r fiscaliſchen Fruchtvorräthen des hieſigen Rentamts, und zwar von den Speichern zu Friedberg, Oberrosbach und Vilbel, ungefähr 40 Malter Waizen, 500 Malter Korn, 130 Malter Gerſte und 100 Malter Hafer, ſodann von dem Speicher zu Niedereſchbach ungefähr 60— 70 Malter Hafer unter den gewöhnlichen Bedingungen öffentlich verſteigert. Friedberg den 10. December 1834. Der großh. Rentamtmann Buß. Fruchtverkaͤufe beim großh. Rentamt Nidda. (736) Die dieſſeitigen herrſchaftlichen Fruchtvorräthe, beſtehend in Waizen, Korn, Gerſte und Hafer, kommen im Jahr 1835 folgendermaaßen zur offentlichen Verſteigerung. I. Von den Speichern zu Bingenheim: zu Bingenheim in der Wirth Mülleriſchen Behauſung, Morgens um 9 Uhr anfangend. 10 Donnerſtag den 15. Januar. 2) Montag den 16. Februar. 3) Donnerſtag den 19. Marz. 4) Donnerſtag den 16. April. 5) Donnerſtag den 14. Mai. 6) Dienſtag den 16. Juni. 7) Donnerſtag den 16. Juli. II. Von den Speichern zu Nidda und Lißberg: zu Nidda auf dem daſigen Rathhauſe, Morgens um 10 Uhr anfangend. 1) Dienſtag den 13. Januar. 2) Dienſtag den 17. Februar. 3) Dienſtag den 17. März. 4) Dienſtag den 14. April. 5) Dienſtag den 12. Mai. 6) Montag den 15. Juni. 7) Dienſtag den 14. Juli. Die jedesmaligen Quantitäten ſind aus den einſchlagigen großherzoglichen Zeitungen beſonders zu entnehmen. Nach Beendigung jeder Verſteigerung wird den Steigerern eröffnet werden, ob und fuͤr welche Fruchtgattungen und Speicher die Genehmigung ertheilt oder verweigert werden wird. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſe Verſteigerungen zur Kenntniß ihrer Gemeindeglieder bringen zu laſſen. b Bingenheim den 16. December 1834. Großh. Rentamt Nidda daſelbſt. Amend. . 2 8 —— N 6 ö Holz Verſteigerung. g 8 85 6. Januar 1835, Vormittags . ſoll llen in dem oberrosbacher Gemeindewald Stecken Buchen-Scheitholz, 6„„Eichen⸗ Scheitholz, 5 dito 6 Fuß lang 10 Werkh holz, 7 e 57 Prügel olz, 17%/ Stecken Kiefern⸗Scheitholz, 4„ Kiefern-Prügelholz, 1875 Stück Eichen-Wellen, 52„ Kiefern-Wellen, 3 Buchenſtaäͤmme zu Nutz- und Werkholz, 54 Eichenſtaämme oder 2626 Cubikfuß zu Bau-, Nutz- und Werkholz, 1 Kiefernſtamm, 2 Eichen-Pflugrehe unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, nach welchen gegen vor— ſchriftsmäͤßige Bürgſcheine eine Zahlungsfriſt bis den 22. Februar 1835 geſtattet wird, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die großh. Bürgermeiſter werden erſucht, vor— ſtehende Bekanntmachung in ihren Gemeinden durch die Schelle gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach den 24. December 1834. Der Bürgermeiſter Phil. Lämmer. NN NNNMN NN Bekanntmachungen von Privaten. ur gefaͤlligen Beachtung fuͤr Kirchenvorſteher. In der Kürze drucke ich Formularien zum Ve zeichnen der ee ene und ſonſtiger Ur viden, welche in der unter gemeinſchaftlichem Ven ſchluß befindlichen Kiſte aufbewahrt werden. Da ich dieselben nicht vorräthig, ſondern nur ſo viel beſtellt ſind oder in längſtens 14 Tagen noch 6 Ackerknechte werden geſucht. (718) Zum nächſten Petritag werden zwei Acker- knechte evangeliſcher Religion auf ein in dem Kreiſe Friedberg gelegenes Gut gegen guten Lohn geſucht.“ Dieſelben müſſen über ihre Gehalten, Fleiß, gute Aufführung und mehrjäh hrigem Verbleiben in ihren frühern Dienſten ganz genügende Atteſtate beibringen können, wo ſonſten auf die ſich ohne s Aumeldende keine Rückſicht genommen wird. Das Nahere iſt bei der Expedition dieſes Blattes zu erfragen. Ein junges Madchen wird geſucht. (728) Ein Beamter auf dem Lande wünſcht auf Neujahr ein junges braves Mädchen, welches ſich vorzüglich über ſeine Treue und Thätigkeit auszu⸗ weiſen hat, bürgerlich kochen kann und reinlich it, in ſeinen Dienſt zu nehmen. Das Naͤhere iſt bei der Expedition dieſes Blattes zu erfahren. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Soͤltl, Dr., Profeſſor in München, Geſchichte der Deutſchen.(Probeheft: Friedrich der II. und Joſeph II.) 24 kr. Das Werk iſt die Frucht vierzehnjähriger ununterbroche⸗ ner Forſchung„und erſcheint in zwei und zwanzig Lieferun— gen, jede zu 24 kr. Subſcriptionspreis. Alle zwei Monate werden vom neuen Jahre an drei Lieferungen erſcheinen. Benjamin Conſtants ſammtliche politiſche Werke, überſetzt von Dr. F. J. Buß, Ir Bd. 1s u. 28 Heft, jedes Heft 24 kr. Buchner, Karl, Geſchichte des großh. heſſ. Land⸗ tages vom Jahre 1834, geheftet 54 kr. Werner, F., kurzer Leitfaden über mehrere Unter⸗ rich tsgegenſtände in Landſchulen, nämlich: Reli— gionslehre, ältere Religionsgeſchichte, Geographie, Naturlehre, Naturgeſchichte und Sprachlehre, ge— b ellt werden, drucke: ſo bitte ich diejenigen, welche bunden 18 kr. d Formularien zu beſitzen wünſchen, um baldige In Parthien 16 kr. 2. zabe ihres Bedarfes. Kleiner Wandkalender für 1835 e C. Bindernagel. Großer„5 4 kr. i Verkaufspreiſe. 1 Pfund Leber- und W 12 kr. de er und Metzger vom 29. Septbr. bis zum 6. OBkftt. 1 Bratwurſt 14 kr. kr. Milchbrod 5 Loth— Quint. 11 Schwartenmagen 16 kr. kr. Gemiſchtes. 8 111 20 kr. „ r. Laden-Brod. 5 pfund 10 5 1 Diorrfleiſch 14 kr. dito 5 7 832 1— Schmalz 2 5. 5 8 18 kr. dito 5 8 a 5 5„—* In der Judengaſſe bei den Metzgern: Wi eee eee ee 1 8 Kühfteich?. ee er Nennt 8 kr. 1p afleiſch 5 11 kr. 1. Rindfleiſch 7 kr. 1 enfett 20 kr. 5 18 1 f 6 kr. a Fruchtpreiſe. * melfleiſch t 1 Waizen 6 fl.— kr. Gerſte 3 fl. 40 kr. 3 einenfleiſch n 9 Korn 4 fl. 30 kr. ai adruͤckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg (Mit einer literariſchen Beilage.)