Intelligenzblatt ſgtenen für die b Wrovinz WMberhes sen leihen bent delt, werde 1 im Allgemeinen, Walther, 7* 5 ee 3. Sonnabend, den 25. Oktober 1834. el l ſucht. S D bei ent len den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Ausgebl 1 2 FEE — Amtlicher Theil. erg iſt auge eis zu haben, 5 3 8-* 1 5 ö heſſ. un Oeffentliche Nachricht. Staatsregl⸗.. N a ie Beſtrafllh Betreffend: Die Vertilgung der Feldmäuſe. eff. 2* 2 ef. 0b Zum Beleg für die günſtigen Erfolge der Anwendung der in Nro. 40 des Intelligenzblattes empfoh⸗ ung. Hier —* 15 lenen Mittel, bringe ich einen von dem großh. Bürgermeiſter zu Rödelheim am 17. d. M. erſtatteten 9 und Wi Bericht im Auszuge hiermit zur öffentlichen Kenntniß. 0 Fried Oktober 183 bun Friedberg den 21. Oktober 1834. Der großh. heſſiche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. woranſchlag Küchler. 3 bis 1885 ee 0„Ich habe das Winterfeld zur Beſtellung in drei Abtheilungen getheilt und mit der Beſtellung der a wii„erſten am vergangenen Mittwoch den Anfang machen laſſen, was nur mit wenigen Ausnahmen von lauch,. allen Betheiligten gleichmäßig befolgt wurde. ide. 99„Gleich den Tag darauf habe ich mit dem Vergiften verſchiedene Verſuche angeſtellt und heute die „erfreuliche Bemerkung gemacht, daß das Legen von Arf ſenik fürchterliche Verheerungen unter den Mauſen ge von 10„angerichtet hat, indem ich dieſen Morgen dieſelben zu je 4— 6 Stück beiſammen todt auf den Aeckern 1. 5 n 40„liegend antraf. 5 Pralt,„Den Arſenik wendete ich nemlich auf folgende Art an: ich ließ den Waizen(Gerſte thut wohl die— „das Groß!„ſelben Dienſte, und ſcheint noch beſſer zu ſeyn) bis zum Aufplatzen kochen, nahm dann% fein pulveri⸗ fan. 40„ſirten Arſenif und ¼ Mehl, vermengte dieſes mit etwas fein geſtoßenem Zucker, beſtreute den gequellten 50„Waizen damit, und ließ an jedes Mäuſeloch, welches ſich nach dem Säen wieder zeigte, einige Körner „legen.— Ich glaube hiernach ſchon jetzt die Verſicherun, geben zu können, daß wir bei dem guten 6 0 0 1„ 5 9 1„Willen der hieſigen Begüterten, bald Herr der Mäuſe ſeyn werden, nur muß die Sache mit Fleiß und 0 f. 0 e 0 5 ö 0 „Strenge betrieben und den Nachläßigen nicht mehr nachgeſehen werden.“ „ aun Leichenhaus zu Gießen.) gemäß und für die Bewohner von Gießen zugleich ſo , 0 Vor einiger Zeit fand hier die Grundſteinlegung ehrenvoll iſt, daß es allgemein bekannt zu werden verdient. zu einem Leichenhauſe ſtatt; ein Ereigniß, das ſo zeit— Es galt nämlich, das Andenken des verſtorbenen — 9 dizing l 79 F 91„nos * 5 Daben wir denn keine Hoffnung, auch einmal ein Leichen⸗ Medizenee Dr. Wortmann zu ehren, eines haus in Friedberg zu bekommen? Die Redaction. Mannes, der ſich in dem viele Jahre lang ausge— —— — —— übten ſchweren Berufe als Arzt„indem er viele von ſchwerem Siechthum befreite“ wie der Redner ſich uber ihn ausdrückte, den Dank und die Liebe vieler dieſigen Einwohner in ſo hohem Grade erworben hatte, daß man ſein Andenken auch ſpäteren Tagen erhalten wollte. Bald nach dem Tode deſſelben traten daher ſeine Freunde in dieſer Abſicht zuſammen, konn—⸗ ten ſich aber über das ihm zu errichtende Denkmal nicht vereinigen, bis durch die Wahl einiger anderen Mitglieder in den Ausſchuß, obgleich die vorhandenen Beiträge bei weitem nicht zureichten, die meiſten Stimmen, im Vertrauen auf die fernere bereitwillige Unterſtützung der gießer Bürger, für Errichtung eines veichenhauſes ausfielen. Und der Erfolg hat bewieſen, daß dieſe würdigen Männer ſich in ihren Mitbür⸗ gern nicht tauſchten: in Kurzem war die Summe ſo bedeutend, daß die Legung des Grundſteins zu demſelben ſtatt finden konnte. Zu dieſer Feierlichkeit waren von dem Ausſchuſſe der Geſellſchaft die ſämmt— liche Bürgerſchaft, die Geiſtlichkeit aller Confeſſio— nen, ſo wie die ſammtlichen Volksſchulen eingeladen worden, welche, von einer großen Menge Theilneh— mer begleitet, von dem Rathhauſe auf den Kirchhof zogen. Nachdem daſelbſt von den Kindern unter Begleitung von Muſik ein entſprechendes Lied geſun— gen war, hielt ein Mitglied des Ausſchuſſes, Hr. Profeſſor Dr. Vogt, mit der ihm eigenen ergreifen— den Beredtſamkeit einen Vortrag, in welchem er unter anderm folgende Gründe anführte, die den Ausſchuß beſtimmt hätten, grade ein Leichenhaus als Denkmal für den Gefeierten zu waͤhlen.“) Wenn uns ſchon das Hinſcheiden unſerer Lieben in ein Land, aus dem uns nie mehr Kunde von ihnen zukomme, mit dem tiefſten Schmerze erfülle, ſo läge doch für die trauernden Hinterbliebenen der theuern Verſtorbenen großer Troſt und viele Beru— higung in der durch dieſe Anſtalt erlangten Gewiß— heit, daß das furchtbare Schickſal, lebendig begra— ben zu werden, ſie nun nicht mehr treffen konne. Jetzt konnte vielmehr durch dieſe Anſtalt, im Falle *) Es iſt uns die ganze Rede zugekommen, wir haben aber darum Anſtand genommen, ſie hier mitzutheilen, weil wir gehort hatten, daß ſie mit den beiden von Hrn. Palmer und Silbereiſen bei dieſer Gelegenheit ebenfalls gehal— tenen Reden beſonders gedruckt und der Ertrag zur Vollen— dung des Gebäudes verwendet werden ſolle. Die Redactjon. 99 eines Scheintodes, wo die Hinterbliebenen ſelbſt beim beßten Willen, entweder aus Unkenntniß oder pie— lerlei andern Umſtänden die zweckdienlichen Mittel nicht anzuwenden wüßten, wo die geringſten Fehler in der Behandlung den noch ſchwach glimmenden Lebens— funken, ſtatt ihn wieder zur Flamme anzufachen, ausloͤſchen konnten; jetzt könnte mit Gottes Hülfe, unter der Leitung eines erfahrnen Mannes, einer trauernden Familie der treue Ernährer, den ver— laſſenen Kleinen die liebende Mutter erhalten und wieder gegeben werden.) Ein anderer Grund, deſſen Wichtigkeit beſon— ders bei anſteckenden Krankheiten ſehr groß ſey, wäre die durch dieſe Anſtalt mehr entfernte Gefahr der Anſteckung, da es eine bekannte Sache ſey, daß die todten Körper der an anſteckenden Krank— heiten Verſtorbenen das Gift der Anſteckung weit mehr aushauchten, als die lebendigen. Wer nun wiſſe, daß arme Familien, wie er als Arzt nur zu oft gefunden habe, ſelten im Stande ſeyen, den Verſtorbenen in ein eigenes Gemach zu bringen, daß ſie vielmehr aus Mangel an Raum oft dicht neben demſelben in einer engen, kleinen Stube zu— bringen müßten und ſo neben der geiſtigen Nieder— geſchlagenheit, über den eben erlittenen Verluſt, die jede Krankheit gefaͤhrlicher mache, der ganzen Wir— kung des Giftes der Anſteckung blos geſtellt und hingegeben ſeyen, der werde und müſſe mit ihm anerkennen, daß dieſe Anſtalt außer dem Zwecke des Denkmals noch den ſchöneren erreichen koͤnne, das Leben unſerer Mitmenſchen weniger Gefahr auszuſetzen und die Thranen der ärmeren Mitbrü— der zu trocknen und ihre Leiden nach Kräften zu mildern.— Gewiß wird Jedermann mit des Red— ners Schlußworten übereinſtimmen:„Ehre dem Manne, der ſolche Liebe ſich zu erwerben wußte; aber Ehre auch den gießer Bürgern, die das Ver— dienſt auf ſolche Weiſe belohnen.“ Nach einem kurzen Gebete von einem der Geiſt— lichen, daß der Allvater ſeinen Segen zu dem be— Dieſe Worte des Redners haben um ſo mehr Gewicht, da derſelbe ein allgemein geachteter und berühmter Arzt iſt.— Daß die Gefahr, lebendig begraben zu werden, auch in unſern Tagen noch möglich iſt, beweiſt ein Bei— ſpiel in Nro. 11 der Didaskalia l. J., die früheren unge— rechnet.— die in hohen hungen elbe unſeres hung, leben bird d Schüle ſettet, für da bern g der R Kirche feſt fü ür K germei ſeyn. unter liche g der F den ſegner ber zu lief in Anreg Erfahr eit de Pockel kind hr ſe elben. — ) Aue ange berge Gehe dez banz ir Rach gkeit beſen groß ſeh, ente Gefahr Sache ſeh den Kran. eckung weil Wer nun Arzt nur zu ſeyen, den zu bringen, m oft dicht Stube zu zen Nice Nerluſt, die en Mi en Wll⸗ eſtellt und . 1 e mit ihm em Zwecke konne, Gefah, ren Mitbru Kräften z it des Ned Ehre den ben wußte; e das Vel. n der Geiſt zu den be 1 Gewicht 1 nter Abl zu werde 1 e. peiſt ein? ubeten lit onnenen Werke geben möge, trennte ſich die zahl— eiche Geſellſchaft mit der größten Stille und Ord— zung, dem beßten Zeichen der allgemeinen Rührung. Aus dem Kreiſe Biedenkopf den 13. Okt. 1834. Das faſt überall verbeſſerte Volksſchulweſen, ie immer reger werdende Theilnahme an ſeinem ohen und gewichtigen Ziele, die raſtloſen Bemü— jungen ſo vieler ausgezeichneten Geiſter für das— elbe— gehören wohl mit zu den ſchönſten Zierden unſeres Zeitalters. Immer mehr gewinnt die Bil— dung, welche aus den Volksſchulen mit in das deben genommen wird, an Allſeitigkeit; immer mehr wird das ſchöne belebende Vaterverhaltniß, das des Schülers Herz unauflöslich an das Herz des Lehrers kettet, im Leben zu realiſiren und der Frohſinn, ein für das kindliche Gemüth ſo hoher Genuß, zu för⸗ dern geſucht. In dieſer ſchöͤnen Abſicht veranſtaltete der Rektor H. in G. nach der hier gehaltenen Kirchen- und Schulviſitation ein wahres Freuden⸗ ſeſt für ſeine Schüler, indem er einen kleinen Ball fur Kinder und Eltern anordnete. Auch der Bür⸗ germeiſter in G. ließ ſich die Sache ſehr angelegen ſeyn. Man hätte ſehen ſollen, welche Lebendigkeit unter dieſen Kindern herrſchte; wie ſich der. kind⸗ liche Frohſinn auf dem Angeſichte eines Jeden mit der Farbe der Unſchuld malte; wie die Eltern mit den wärmſten Wünſchen für das Wohl der Jugend ſegnend da ſtanden und dem hohen Genuß der Kin- der zu ſaheu. O möchten es alle Eltern und Lehrer tief inne werden, daß die Beförderung der Bildung, Anregung der Aufmerkſamkeit und Erweiterung des Erfahrungskreiſes zu eigner Belehrung durch Frei⸗ heit des kindlichen Geſelligkeitſinnes befoͤrdert wird. pockel ſagt in ſeiner Schrift„Umgang mit Kindern“: eutreißt dem Kinde ſeine Spiele, und ihr ſeid Moͤrder an der moraliſchen Natur des— ſelben.*) L. Schuſter. ) Auch wir ſind der Meinung, daß das Kind ſeinem Alter angemeſſene Spiele haben müſſe. Nur dürfen wir nicht vergeſſen, daß es auch einen Theil ſeiner Stunden ernſten Gegenſtänden zu widmen habe, um bei Zeiten den Ernſt des Lebens kennen zu lernen. Wir können wohl im Leben tanzen, aber nicht durch das Leben tanzen. Dann glauben wir auch, daß das Kind nicht früh genug ſpringen, aber nicht ſpat genug die Balle beſuchen konne. Der lreffliche — Die Zeiten des dreißigjaͤhrigen Krieges. Zweite Gabe. Diesmal wollen wir dem geneigten Leſer den Auszug einer einfachen Rechnung von Ober-Rosbach mittheilen, da⸗ mit er einen kleinen Begriff von dem bekomme, wie's damals der Freund in Freundes Land zu machen pflegte. Ober⸗ Rosbach. (Rechnung von 1635.) Dies Jahr kein Zehendt hat verliehen oder Ein— geſamlet werden können, weil die Furcht von dem kaiſeriſchen Kriegs Volck uff dem Veldt verderbet, Abgeſchnitten vndt weggeführet wordenn—— Einnahm Geltt vor verkaufft Fiſch auß dem Weyer zu Niederroſpach, ſo den Naßauiſchen abgekaufft wordenn. Nichts, dann der Weyer dies Jahr durch die Kayſeriſche Soldaten abgelaßen vundt außgefiſchet wordenn. Einnahm Korrn Muͤhlnpfocht zu Nieder— roſpach. Nichts, dann die 6 Malter Kornn, ſo M. gu. Fürſten vndt Herren auß der Seehmühle daſelbſten gefallen, haben dies Jar nicht geliffert werden können, weill die Mühl vor andthalb Jaren von dem Kaiſe— riſchen Kriegs Volck ruinirt vndt nichts daruff ge— mahlen worden, auch ein Stück davon abgebrandt ꝛc. 2 ½ Mltr 2 Meſten ſo de anno 1633 von dem erkaufften Naſſaw Sarbrückiſchen antheil Ober- vnnd Niderroſpach in einem Virtel Jahr eingenohmmen ꝛc. Zinßen zu Oberroſpach, zu meines gnediegenn Furſten vndt Herrun Dreytheilen. 8 Malter 3 Köp Receß Kornn 6 Malter 1 Meſten 1% Kop Receß Weitzen hat der Obriſten Loeus Hoffmeiſter unter der Key— ſeriſch Maußfelbiſchen Armee als Hr. Obriſter am 26. May in der Kellerey gelegen, vom Fruchtſpei— cher, nebens den andern noch übriegen Früchten, ge— nommen, nacher Friedbergk geführt vndt daſelbſten verkaufft, wie ſolches mitt dem gantzen Flecken Ober— roſpach zu bezeugen ſtehet. 10 Malter Hafernn Seindt am 26 Septembris anno 1034 bei des Cardinals Infante zu Hispania Jean Paul meint's in ſeiner Erziehungsſchrift(Levana) auch ſo; er ſagt es aber in ſeiner Weiſe viel ſchöner, wie wir vermögen. Wir wiſſen indeſſen ſeine Worte nicht mehr genau anzugeben Die Redaction. Durchzuck auß der Kellerey vom Herrnn Speicher verätzet vnndt weggeführt wordenn, alß Selbiege den Flecken Oberroſpach ganz außgeplündert. 26 Malter Hafer hat das Niederzſenburgiſche Regiment Kayſeriſch Maußfeldiſcher Armee auß der Kellerey genommen vndt nacher Ockſtadt geführt, alß Selbiege am 29 Novembris anno 1634 den Fleckenn Oberroſpach überfallen vndt geplündert. 60 Malter Zehendt Hafernn hat des Obrieſten Loens Hoffmeiſter nacher Friedbergk führen laßen vndt den übriegen dem Regiement, So damals zu Roſpach gelegenn, Preiß gegebenn, am 26 May 1635 wie ein ſolches mitt einer gantzen Gemeindt daſelbſten zu erweißenn ſtehet. Einnahm Saltz zu Oberroſpach. Die 6 Malter Saltz Friedberger maaß, So die Gemeindt zu Oberroſpach Jerlichs außer Ge— hecke daſelbſten geben, der Saltzbergk genant, zum erkaufften Naſſauw Sahrprückiſchen theil gehörig, habenn dies Jahr, weill die Vnderthanen mehren— theils verſtorbenn, vndt die noch übrige wenig Zeit im Flecken gewohnet, auch die Saltz Soden zu Nau— heim bei Friedbergk, woruff Sie gegen Zuführung des Holtzes auß benantem Saltzbergk das Saltz abgeholt ruiniret, nicht geliffert werden können ꝛe. Einnahm Wein vom Zehenden zu Ober— Roſpach 1635. Nichts, derin dies Jahr kein Wein zu Ober— Roſpach gewachßen. 1 Fuder 7 Virtell Neuwen Wein zur fürſtli⸗ chen Kellerey nacher Gießen geliffert am 31. Decem- bris laut Quittung. 4 Ohm 5 Virtell 2/ Maß Wein, ſo im Receß übrieg, Seindt durch das Kayſeriſche Kriegs— volck, theils weggeführet, vndt theils im Keller außgelaßenn wordenn. Einnahm Faß Receß. 7/ Fuderfaß ꝛc. Seindt durch das kaiſeriſche Kriegs Volck dies Jahr in der Kellerey gentzlichenn vndt zumahl verbrandt wordenn. Inventarium Vber Meines Gnediegen Fürſten vnndt Herrnn Mobilien, In der Kellerey Oberroſpach. Belangendt die Mobilien, Seindt Selbiege bei vergangnen Plünderungen zu Oberroſpach durch das kayſeriſche Kriegsvolck weggenommen, vndt Tiſch, banck, Thüren vndt ander Holtzwerck verbrandt worden, alſo, daß nichts mehr übrieg plieben, außerhalb etzliche Glaßfenſter in den Stuben. Inventarium Vber Meines Gnuediegen Fürſten vnndt Herrun Gekauffte Be haußung zu Friedbergk, zum güldenen Loͤwen genant anno 1626. Gekaufft. Dieße Behaußung iſt von Vnden an biß oben hinauß von dem Kayſeriſchen Kriegsvolck Inwen— dieg gantz verherzet, Tiſche, Bäncke, Bettſpannen vndt dergleichen Holtzwerk verbrandt vndt die Glaß— fenſter mehrentheilß außgeſchlagen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Gläubiger- Aufforderung. (638) Zur Richtigſtellung des Inventars über den Nachlaß des verſtorbenen Burkhard Ludwig Henrici und deſſen Ehefrau zu Obereſchbach werden die etwaigen Gläubiger der gedachten Eheleute aufge⸗ fordert, ihre Anſprüche ſo gewiß innerhalb ſechs Wochen vor unterzeichneter Gerichtsſtelle geltend zu machen, als anſonſt ohne Rückſicht hierauf das Inventar abgeſchloſſen und der Nachlaß an die zum Theil im Auslande wohnenden Erben verab— folgt werden wird. Groskarben den 11. Oktbr. 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt, Buff. Mobilien-Verſteigerung. (639) Sämmtliche zu dem Nachlaß der Frau Revierförſter Rumpf gehörige Mobilien, als: Bett— werk, Kleidungsſtücke, Weißzeug, namentlich 6 Dutzend Servietten mit Tiſchtüchern, 1 Kanapee, Tiſche, Stühle, Schränke, etwas Gold, Silber (ein Dutzend Eß- und Kaffeelöffel ꝛc.), Zinn, Kupfer, Eiſen und ſonſtige Hausgeraͤthſchaften wer⸗ den Dienſtag und Mittwoch den 28. und 29. d. M. in der Behauſung des Gerbermeiſters Jakob Rüb— ſaamen dahier meiſtbietend gegen gleich baare Zah— lung verſteigert. Butzbach den 20. Oktbr. 1834. Der Bürgermeiſter B. Küchel. Holzverſteigerung im Revier Oberros— bach, Forſts Friedberg, betrfd. (640) Donnerſtag den 30. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden im Domanialwalddiſtrikt Frauenwald bei Niedermörlen: 2/ Stecken Eichen-Scheitholz, 2„ Eichen-Prügelholz, 638 Wellen Eichen-Reiſerholz, ſodann Freitag den 31. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Domanialwalddiſtrikt Kellerberg bei Ober— rosbach: lter venden Ferſteiſ D füthſche kalte Mo keiwill 1.5 ben Anzuff kal; ſerei n ei del Nauge bett erer! e B09 642 Wilhe ls: ben un Fre in hie kannt e em ärtig uweiſ L rieg nich Stuben Guei auffte z n guldenn el an biß volck J „Bettſpannt dt die Glatz Inlet — ehoͤrden. tars über dy dwig Henne werden d heleute auß rhalb 10 e ge tend hierau If da chlaß an d Erben verab 34. icht daſel 0 . g der Frau Vent „ als: namentlich 1 Kanapei Feld, Silbe .), Zim, chaften wel ind 29. d. N Jakob Nb 9 baare 30 0 ö aufen durch 1 Stecken Eichen-Prügelholz, 7„ Eichen⸗Stockholz, 155 Wellen Eichen-Reiſerholz und 3 Stamme Eichen-Bau⸗ ꝛc. Holz, 63 Kubik— fuß enthaltend, inter den gewöhnlichen vorher bekannt gemacht wer— denden Bedingungen an die Meiſtbietenden öffentlich eerſteigert werden. Oberrosbach den 20. Oktober 1834. Der großh. heſſiſche Revierförſter Bingmann. Färberei Ve erkauf in Lauterbach. (6641) Der Färbermeiſter Friedrich Struth dahier it geſonnen ſein Wohnhaus mit Färberei und Nangerei, ſo wie die zur Färberei gehörigen Ge— täͤthſchaften, als: 4 kupf. Keſſel, 2 kupf. Kippen, 7 Mor⸗ 2 kalte Kippen ꝛc. Montag den 24. November l. J gens 9 Uhr, ſteiwillig meiſtbietend zu verkaufen. Indem man Kaufliebhaber hierzu einladet, ſich in benanntem Termin im hieſigen Stadtwirthshauſe einzufinden, wird zugleich bemerkt, daß in dieſem bokal ſeither nicht nur Färberei ſondern auch Man⸗ gerei mit beßtem Erfolg betrieben wurden, und daß bei der hier ſehr bedeutenden Linnenfabrikation die Maugerei als ein vorzüglich einträgliches Geſchäft zu betrachten iſt. Auch haben ſich auswärtige Stei— gerer über ihre Zahlungsfähigkeit zu legitimiren. Lauterbach den 16. Oktbr. 1834. Der Beigeordnete Eifert. Haus⸗ und Garten-Verſteigerung ö zu Lauterbach. (642) Nachfolgende zum Nachlaß der verſtorbenen 5 Wilhelmine Sartorius dahier gehörige Immobilien, als: Wohnhaus hinterm Spital, nebſt Nebengebäu— den und Garten hinter dem Hauſe 75 75 Freitag den 21. November l. 9 Uhr, im hieſigen Stadtwirthshauſe unter den allda be— kannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden, wozu man Kaufliebhaber mit dem Bemerken hierdurch einladet, daß ſich Aus— wärtige über ihre Zahlungsfähigkeit genügend aus— zuweiſen haben. Lauterbach d „früh den 16 Oktbr. 1834. Der Beigeordnete Eifert. Bekanntmachungen von Privaten. (643) Es ſind verſchiedene ſchöne Güter mit Dekonomiegebäuden, ſowie auch Wohnhauſer, Gaͤr⸗ en und Wirthſchaftsgebäude, ferner ein noch in beßtem Zuſtande befindliches Billiard billig zu ver— Das allgemeine Geſchaͤfts-Buͤreau zu Roͤdelheim bei Frankfurt a/ M. 283 (644) Eine brave Hausmagd wird geſucht. Kapital auszuleihen. (645) In dem Kirchenkaſten zu Steinbach, Kreis Friedberg, liegen 400 fl. zu 5% Zinſen gegen ge— richtliche Hypothek zum Ausleihen bereit. Heim it t e l. (646) Folgende beide Mittel wurden nur allein ächt der Expedition der allgem. Haupt⸗ und Commiſſions Niederlage in Frankfurt a. M., Schnurgaſſe Lit. L. Nr. 71 dem trieriſchen cke gegenüber, übergeben. Zur Bequemlichkeit hinſichtlich des Bezugs wurde Herr Louis Mann in Friedberg für die Pro— vinz Oberheſſen damit beauftragt. Erprobtes unfehlbares Heilmittel gegen die Epilepſie(Fallſucht), welches durch nachſtehende in Copia angefügte Zeugniſſe ſeiner unfehlbaren, vortrefflichen Wirkſamkeit von einem praktiſchen Arzte mit S Sicherheit empfohlen wird, in gewohnlichen Por— tionen à 15 Dukaten in Gold, oder 5 fl. 36 kr. nach dem Cours, in halbverſtärkten ditto für langjährige Kranke 2 Dukaten, mit Gebrauchsanweiſungen, gegen freie Einſen— dung von Briefen und Geldern, mit Beifuͤgung von 15 kr. für Beſorgungskoſten. Unter der großen Zahl der durch dieſes ſichere Mittel Geheilten fuhrt man nachfolgende intereſſante Heiſpiele an: 1. Wohlgeborner, Hochgeehrteſter Herr! Ihr Mittel gegen die(Cpilepſie) Fallſucht hat bei dem jungen Menſchen, für welchen ich es im verfloſſenen Som— mer beſtellte, zu allgemeinem Erſtaunen jetzt ſchon ſehr glück— liche Wirkung gethan. Der Kranke war früher, ehe er Ihr Medikament kannte, ſo ſehr mit dieſem furchtbaren Uebel behaftet, daß er in der Regel täglich mehrmals davon be— fallen wurde, und keins der ſeit vielen Jahren ſchon von Aerzten in der Nähe und Ferne mit außerordentlichem Koſten— aufwande verordneten und gebrauchten Mittel wollte helfen. Seitdem derſelbe ihre Arznei mit Beobachtung der vorgeſchrie— benen Diät genommen, hat die Krankheit nicht nur ſo weit nachgelaſſen, daß er kaum einmal in einer Woche davon be— fallen wurde, ſondern die fruher in hohem Grade zerrütteten Geiſteskräfte des Patienten erheben ſich mit jedem Tage mehr, und ich hoffe mit ihm und ſeinen Aeltern, deren ein ziges Kind er iſt, auf immer ihn ganz geneſen au ſehen. Biedenkopf am 29. Nov. 1832. L. Pilger, Großherzog. Heſſiſcher Hofgerichtsadvokat. (Original- Copia.) 2. Danka g ien g. Wohlgeborner Inſonders Hochzuverehrender Herr! Das von Euer Wohlgeboren mir uͤberſandte Heilmittel gegen die(Epilepſie) Fallſucht habe ich richtig erhalten und daſſelbe ſtreng nach den vorgeſchriebenen Regeln eingenommen, und glaube hierauf mich der freiwilligen Hoffnung hingeben zu dürfen, von dem fürchterlichen Uebel befreit zu bleiben. Hochachtungsvoll verharrend Lampertheim, Bezirk Heppenheim, den 28. Juli 1832. (Original- Copia.) 3. Dankſagung. Schleiden, im Landkreiſe Jülich, Bürgermeiſterei Siersdorf, den 23. April 1833. Wohlgeborner Herr! Aus Dankgefühl angetrieben, beehre ich mich, Ihnen Nachfolgendes über den Krankheitszuſtand meiner Biiäaprigen Frau, Agnes Johnen, zu berichten. L. Hepp, Pfarrer. Die mir von Ew. Wohlgeboren unterm 2. Febr. v. J. überſchickten Heilmittel der Fallſuchtskrankheit meiner er⸗ wähnten Frau, haben durch Gottes Hülfe und Segen die gänzliche Geneſung derſelben bewirkt. Herzinnigſten Dank ſey demnach Ew. Wohlgeboren für die Hülfe, die Sie mei⸗ ner Frau geleiſtet haben, wodurch dieſelbe unter Gottes Beiſtand von einer Krankheit geheilt worden iſt, an welcher ſte mehr als 30 Jahre höchſt empfindlich gelitten hat. Dank aber auch unſerm Schullehrer Joſeph Kummer hier, der mir dieſe Geſundheitsquelle angewieſen hat. In der frohen Hoffnung leben, daß meine Gattin ferner⸗ hin von ihrer Krankheit bis aus Grab möge befreit bleiben, bin hochverehrend Tw Wohlgeboren ergebenſter Diener D) H. Thelen. Zeug ni ß. Im Jahre 1819 verfiel ich in eine Krankheit, die fallende Sucht genannt. Mein gnädigſter Fürſt, der höchſtſelige ſouveraine Landgraf Friedrich Joſeph, bei Höchſtwelchem ich damals das Glück hatte, in Dienſten zu ſeyn, waren ſo gnädig, Sich alle Mühe zu geben, mich von dieſem ſchauder—⸗ haften Uebel zu befreien, und wendeten viele Koſten daran; da aber kein Mittel mir helfen wollte, ſo wurde Hochſtdenen⸗ ſelben einer der älteſten Herren Aerzte in der Nähe empfoh⸗ len, durch deſſen ſorgfältige Bemühungen und Anwendung ſeines unvergleichlichen Heilmittels, welches nach deſſen eige— ner Angabe nunmehr der allgemeinen Commiſſions-Niederlage in Frankfurt a. M. übertragen worden iſt, wurde ich im Jahre 1822 von den Anfällen dieſer ſo unglücklichen Krank— deit gänzlich befreit, und ich habe ſeit dieſer Zeit keinen Anfall mehr gehabt. 5 Homburg v. d. Höhe, den 20. Juli 1831. (L. S.) Lorenz Kehr. Daß der Hof-Kammerdiener Lorenz Kehr dahier ſich ſo⸗ wohl zu vorſtehendem Inhalt erklärt, als auch auf der Ge— richtsſtube dahier ſeine Namens⸗Unterſchrift ſelbſt gefertigt hal, ſolches wird auf deſſen Verlangen beglaubigt. Homburg v. d. Höhe, den 20. Juli 1831. 0, e e e Landgerichts-Amts⸗Sekretäͤr. Pforzheim, im Großh. Baden, am 4. Auguſt 1834. Original-Copia eines von der Cpilepſie glücklich geheilten Kranken. Hochgeehrteſter Herr! Durch die pünktliche Anwendung das alle andere gegen dieſe ſo heftige und folgenreiche Krankheit empfohlene köſt⸗ liche Heilmittel, welches ich in zwiefacher Doſis gebrauchte, und nunmehro ſo glücklich hergeſtellt worden bin, danke ich nicht allein meinem gütigen Schöpfer als auch dem Erfinder desſelben. Dieſe offene und frei ausgeſprochene Erklärung, glaube ich allen und jeden der Art betheiligten Perſonen ſchuldig ſeyn zu müſſen. Mathäus Hopf, in dem Hauſe des Herrn Apotheker Vulpius in Pforzheim. — 25 Lebensverlaͤngerungs-Elexir. Preis pr. Originalflaſche 1 Thlr. 13 ggr., oder 2 fl. 42 kr. Conventionsmünze, nebſt Gebrauchsanleitung, gegen freie Einſendung von Briefen und Geldern, mit Beifügung von 18 kr. für Beſorgungskoſten. Die ausgezeichneten Wirkungen dieſes Elexirs haben ſich vorzugsweiſe in nachfolgenben Krankheitsformen als anhal⸗ tend wirkſam bewieſen, und die Erwartung oft in kürzerer Zeit als man hoffen durfte, übertroffen. Es iſt demnach anzuwenden: 1) Als ſicheres lebensverlängerndes Mittel gegen die verſchie⸗ denen Kranheiten und Erhaltung des menſchlichen Lebens. Gegen Krankheiten des Magens und der, Verdauungs⸗ werkzeuge, Unterleibsbeſchwerden, Unverdaulichkeiten, Kolik und ähnliche Uebel. Als Magen- und Nervenſtärkendes Mittel. ) Gegen Waſſerſuchten jeder Gattung. In Fieberanfällen, beſonders der dreitägigen oder ſoge⸗ nannten Wechſelfieber. Gegen den Bandwurm und Würmer jeder Gattung und Wurmſchleim, womit bekanntlich ein großer Theil der Menſchen beläſtigt iſt. Unter der großen Zahl der durch dieſes ſichere Mittel Geheilten führt man nachfolgende intereſſanteſten Beiſpiele an: Dankerkennende öffentliche Erklärung. Die Gefühle dankbarer Empfindungen fordern hiermit die Unterzeichnete auf, das vortreffliche Lebensverlängerungs-Elexir allen und jeden Betheiligten zu empfehlen, welche an Magen⸗ und Nervenübel leiden, und deſſen Gebrauch anzuwenden, alle übrige noch ſo ſehr empfohlene Mittel zu beſeitigen, da dieſes nur allein mich von den oben angegebenen ſo heftigen Leiden vollkommen befreit hat, und ich mich gänzlich herge— ſtellt fühle. Hadingen, im April 1833. Karoline Hartmann, geb. v. Kumſoph zu Hadingen. Oeffentliche Dankſagung. Neues Leben iſt mir geworden! Mehrjährige, anhaltende drückende Empfindungen des ganzen Unterleibes, Mangel des Schlafs, Magenkrämpfe und alle die damit verwandten Uebel hatten eine gänzliche Niederlage in meinem Körper bewirkt, die mir alle Hoffnung einer Herſtellung nahmen. Durch öffentliche Anzeigen wurde ich auf das Lebensver⸗ längerungs⸗Clexir aufmerkſam gemacht, und in Folge deſſen wendete ich dieſes köſtliche, ja einzige Mittel der Art an, daß ich nach dem Gebrauch von 4 bis 5 Fläſchchen mich nun⸗ mehr neugeboren fühle, jede Speiſe genießen kann, auch alle Verrichtung mit Kraft auszuführen vermag.. Dieſe meine offene Erklärung bekenne ich hiermit mit eigener Hand. Höchſt a. M., den 29. Mai 1833. 1 Katharina Ebert, Poſtexpeditorin der herzoglich naſſ. fahrenden Poſten zu Höchſt a. M. Verkaufspreiſe der Bäcker und Metzger vom 29. Septbr. bis zum 6. Okt. Für 1 kr. Milchbrod „ 1 kr. Gemiſchtes 1 7. „ 8 kr. Laden-Brod 4 pfund 10— r. dito. 3. 7. 2* „ 4 kr. dito.. „ 2 kr. dito 1„ 35³5³0 1 pfund Ochſenfleiſch I 1„ Nierenfett 2 5 8 5 5 8 20 br. 1„ Kalbfleſſch;; 8 kr. 1„ Hammelfleiſch h. kr. 1— Schweinenfleiſch. 1. Nekr. 6 Loth— Quint. 5 1 pfund Leber- und Blutwurſt 12 kr. 1„ Bratwurſt N 14 kr. 1„, Schwartenmagen 14 kr 1„ Speck. 20 kr 1„ Dioörrlleiſch 0 14 kr 1„ Schmalz 5 2 0 8 5 5 16 kr In der Judengaſſe bei den Metzgern: 1„ Kühfleiſch 95 155. 8 kr. 1„ Rindfleiſch 5 9 K. I ich Waizen 6 fl. 10 kr. Gerſte 3 fl. 40 kr. Korn 4 fl. 20 kr. Hafer 3 fl. 10 kr. Deßdruckt und verlegt unter Verantworkſichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 8 2 q den etzt Ano cle Eich Gem ande ſigli Anke al Leu