Intelligenzblatt tiſe, iſſen fur di ur die Drovinzi ann berhes sen 12000 im Allgemeinen, * den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 1 0 M21. Sonnabend, den 24. Mai 1834. mann. Amtlicher Theil. — Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Posta b Betreffend: Die Muſterung pro 1834. merkt iſt, Die diesjährige Muſterung wird in dem hieſigen Kreiſe vom 6. bis 12. Juni l. J. vorgenommen. Imts ti Am 6., 7. und 9. Juni wird gemuſtert und am 12. Juni l. J. das Loos gezogen. Am 6. Juni Morgens 7 Uhr haben die großh. Bürgermeiſter mit den Conſcriptions— yflichtigen aus den Bürgermeiſtereien: Altenſtadt, Bönſtadt, Büdesheim, Friedberg, Aſſenheim, Bruchenbrücken, Fauerbach I, Großkarben, Beyenheim, Burggräfenrod, Fauerbach II, Heldenbergen. Bodenrod, Butzbach, Florſtadt, ſch einzufinden. Am 7. Juni l. J. um 7 Uhr desgleichen: Hochweiſel, Kaichen, Niedereſchbach, Niederwoͤllſtadt, 7 Holzhauſen, Kleinkarben, Niedermörlen, Obererlenbach, 11 Höchſt a/ N., Langenhain, Niederrosbach, Obereſchbach, — N Ilbenſtadt, Melbach, Niederurſel, Obermörlen. 140 Am 9. Juni l. J. um 7 Uhr desgleichen: 16 Oberrosbach, Oſſenheim, Rodheim, Vilbel, und 22 Oberwöllſtadt, Oſtheim, Rödelheim, Wickſtadt. 9 6 Ockſtadt, Petterweil, Stammheim, Okarben, Rendel, Steinbach, . Oppershofen, Rockenberg, Steinfurt, 0 kr. — Den 12. Juni von Morgens 7 Uhr an wird von ſaͤmmtlichen dies jaͤhrigen Conſcriptionspflichtigen dis Kreiſes das Loos gezogen. berzeichnell Alle Dienſtpflichtigen der betreffenden Klaſſe, die das Depot Anſprechenden mit eingeſchloſſen, müſſen ernagel“ zit Muſterung erſcheinen, mit alleiniger Ausnahme derjenigen, welche durch Bevollmächtigte erklären A laſſen, daß ſie ſich im Militärdienſte vertreten laſſen wollen. Die Ausbleibenden, fuͤr welche dieſe Erklärung nicht abgegeben wird, werden ohne Rückſicht zum Erſtmarſchiren beſtimmt, ſie müßten denn ihr Nichterſcheinen durch abſolute phyſiſche Hinderniſſe zu entſchuldigen vermögen, oder in gefänglicher Haft befindlich oder des Kriegsdienſtes unwürdig ſeyn. Unter keinem Vorwande kann hiervon abgegangen und das Looſen für einen Ausgebliebenen, der in keine der erwähnten Kategorien gehört, geſtattet werden. Die das Depot Anſprechenden haben um ſo mehr bei der Muſterung mit zu erſcheinen, als alsbald nach der Muſterung über die Depot-⸗Anſprüche Entſchließung gefaßt wird. Sie haben dies zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und dafür zu ſorgen, daß ſämmtliche Militär— pflichtigen Ihrer Gemeinde zur vorbeſtimmten Zeit zur Hand ſind. Friedberg den 17. Mai 1834. Kuͤchlor. . an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Führung des Controlebuchs über die nicht ſtändigen Gemeindeeinnahmen. In Bezug auf die Ihnen heute zugeſandten beiden Exemplare des von höchſtpreislichem Miniſterium des Innern und der Juſtiz in rubr. Betreffe erlaſſenen Ausſchreibens vom 4. April l. J. ertheile ich Ihnen folgende Weiſung: 10 Ein Exemplar dieſes höchſten Ausſchreibens iſt in Ihrer Regiſtratur aufzubewahren, das andere aber dem Controleur zur Nachachtung zuzuſtellen. 2) Wechſelt der Controleur, ſo haben Sie dem Neueintretenden das fragliche Ausſchreiben bekannt zu machen, und dafür zu ſorgen, daß ihm daſſelbe nebſt dem gehörig unterſchriebenen Controlebuch von dem abgehenden Controleur behändigt wird. 5 3) Die großh. Bürgermeiſter und Controleure ſind dafür verantwortlich, daß die Einrichtung der Controle bücher binnen 4 Wochen vorſchriftsmäßig erfolge und deren Fortführung pünktlich geſchehe. 4) Diejenigen Bürgermeiſter, in deren Gemeinden nach dieſen Vorſchriften eingerichtete Controlebüͤcher bereits beſtehen, haben ſolche binnen 8 Tagen zur Cotirung und Paraphirung einzuſenden, gegenfalls angenommen werden wird, daß keine vorhanden ſind und deren Zuſendung von hier aus erfolgen wird. Friedberg den 22. Mai 1834. Kuͤchler. ben Anſtalten getroffen werden; wenn dann aus der Ferne der Freund, der Sohn, die Tochter zum Freunde, zu den Eltern, in die Heimath eilen, um ſich wieder einmal ſo recht herzlich zu umarmen und Pfingſtgebraͤuche. Von alten Zeiten her wurden die feſtlichen Tage, welche das Chriſtenthum begeht, beſonders Weihnachten, Oſtern und Pfingſten, auch zu welt—⸗ lichen Luſtbarkeiten und Feſtlichkeiten benutzt. Eine Freude in Ehren Wer mag ſie wehren? Wer freut ſich nicht mit dem Kinde beim Chriſtgeſchenke? Wer ſieht nicht gerne dem Eier— ſpiele der Knaben auf Oſtern zu? Aber das ſchönſte Feſt, das Feſt des jungen Sommers, der Natur in ihrer Pracht— das iſt doch das Pfingſtfeſt. Kein Wunder, wenn aller Orten zur Feier derſel— zu freuen, wie in früheren Jahren. Die Natur iſt dann auch gewöhnlich ſo ſchön, als ware ſie vom Vater der Liebe geſchaffen, uns Allen Freude zu machen. Alſo freut euch nur Alle, aber in Ehren! Laßt auch euer Herz, euern beſſern Theil in euch, Theil nehmen an dieſer Freude, und ſorgt, daß ihr nicht ſolchen Freuden euch hingebt, die Leere, Eckel und ein böſes Gewiſſen im Gefolge haben. Wir älteren Perſonen wollen der Jugend ihr When gag, heit, a 0 mac 2 die. Kii, ſagekt Click ben k beſcgt, Mul Mie Ge daß fü b bornel ſch 0 Aepfe Zeit es i wie wut Dub bg unter der! Bur Hann aus hält gh eiche diet u denn ih licher Haft angen und werden. Kalsbalt e Militär Uniſterium ettheile ich andere ale bekannt plebuch v. Control nttolebüche „ gegenfal. folgen wird — dann aul Tochter zur eilen, u. marmen ul ie Natur if ur ſe va Freude 5 in Ehtel eil in cu gt, daß 1 Leere, El en. f Jugend i — 123 zugendfreuden ebenfalls gönnen, ſo lange ſie, wie gſagt, in Ehren ſind, und benutzen die Gelegen— hit, auf mehrere alte Pfingſtgebräuche aufmerkſam 1 machen. Den erſten Feiertag nach der Kirche müſſen de Friedberger mit ihren Kindern, jedes mit einem Lringen verſehen, nach der Pfingſtweide. Dort gert man ſich bei gutem Wetter, verzehrt ſein Etück Kuchen und nimmt auch wohl ein Glas aus em köſtlichen Pfingſtbrunnen, der die Eigenſchaft leſitzt, daß er klare Augen macht und heiteren Sinn. Nittler Weile wird die ſchönſte Kuh der in der kahe weidenden Heerde ausgeſucht, und bekränzt. Sie geht dann ſtolz nach Hauſe, als wüßte ſie, daß ſie die erſte iſt. So einfach war's ſonſt. Jetzt wird's ſchon tornehmer. Man läßt die Kühe weiden, und ſetzt ſch an die Tiſche, die bereit ſtehen, und trinkt Jepfel- und Trauben⸗Wein, bis es genug iſt und geit wird, nach Hauſe zu gehen. Nun wir wollen ſie dort ſitzen laſſen, ſo lange es in Ehren geſchieht. Auf jeden Fall iſt's beſſer, vie's ſonſt in Treptow war, wo ſo viel getrunken vurde, daß im Jahr 1683 eine Dorf- und Amts⸗ Ordnung das Auflegen des Pfingſtbieres vor Been— dgung der Predigt am dritten Feiertag gänzlich uiterſagte. Wir gehen nun nach einigen Höfen in der Wetterau. In ihrer Nähe verſammeln ſich junge Burſche mit ihren Pferden auf der Weide und jagen kinn nach dem Hofe. Wer zuerſt ankommt, ruft dus vollem Halſe:„Pfingſtrecht heraus!“ Und chält dann ſein Trinkgeld, das auch ſchwerlich zu vas Anderem als zum Vertrinken benutzt wird. An andern Orten mögen ſich die Burſche und Mädchen des Morgens wohl eilen und ja nicht erſchlafen. Wer am erſten Pfingſttag zuletzt an den Brunnen kommt, der iſt der Pfingſtlimmel; und wer zuletzt ſein Vieh zur Heerde treibt, der iſt der Pfingſtlimmel; und wer mit den Pferden zuletzt auf der Weide erſcheint, der iſt der Pfingſt— limmel; und ſo geht's weiter fort. Und wenn's der ſchönſte Burſch oder die ſchmuckeſte Maid des ganzen Dorfes iſt; es hilft ſie nichts, ſie müſſen die Schande auf ſich nehmen, denn in den Dörfern ea gilt's— früh auf!— Die vornehmen Leute it den Städten können etwas länger ſchlafen, weil ihr Bette ſo viel weicher iſt. Dafür entbehren ſie aber auch freilich wieder den reinen, friſchen Duft des erſten Pfingſtmorgens, der, wie mein alter Großvater ſagte, die beſondere Kraft beſitzt, daß er rothe Backen macht und das Blut verjüngt. Nur muß das Herz weich und das Gewiſſen rein ſeyn, ſonſt bringt er eine verkehrte Wirkung hervor, macht alt und runzelig und mürriſch dazu. Soll ich heirathen oder ledig bleiben? „Soll ich heirathen oder ledig bleiben?“ fragte einſt der ſonſt wackere Matthias ſeinen Pfarrer. Und dieſer erklärte ſich über die Frage nach fokgen— der Weiſe(denn er wußte gewöhnlich den Nagel auf den Kopf zu treffen): Manche heirathen 1) des Geldes wegen. nen geſchieht's recht, wenn ſie geprellt werden, oder die Frau mit ihren Bedürfniſſen und ihrem ſchwach— lichen, kränklichen Körper zehnmal mehr koſtet, als ſie mitbringt. Andere heirathen 2) um Hülfe bei der Arbeit, im Hausweſen zu bekommen. Die mögen bedenken, daß gerade die Arbeit ſich verdreifacht, wenn einmal ein Kindlein da iſt.„Ein Kind bringt ein Haus voll Arbeit.“ Und gibt's keine Kinder, ſo iſt die Ehe ein langweiliges Ding, und iſt kein Gluck und kein Segen dabei. Wieder andere heirathen 3) um ihre Lüſte zu befriedigen. Die werden in Kurzem ſich ſelbſt ge— täuſcht finden oder von andern getauſcht werden. Die Schuppen werden ihnen von den Augen fallen, wenn's zu ſpat iſt, und der Ekel des Lebens kommt, und ein ſiecher Korper nachfolgt, und der Gegen— ſtand der Luſt entweder verblüht und Gegenſtand des Ueberdruſſes geworden, oder gemein gemacht iſt und nach fremden Lüſten ſich umſieht. Die ſind am aller übelſten dran, denn je alter ſie werden, deſto weniger bleibt ihnen übrig, und von all dem ge— träumten Glück iſt zuletzt nichts mehr da, als Zank und Streit und Unfriede, daß am Ende das Leben eine wahre Laſt wird. Wer aber einen Gegenſtand gefunden hat, den er achtet und liebt, mit dem er glaubt Freud' und Leid das ganze Leben hindurch getreulich tragen zu können und zu müſſen; wem das Haus und der Aufenthalt darin ſeine liebſte Erholung, wem Kinder— Freuden die höchſten Freuden auf Erden ſind, und De⸗ —. — —.———— wer ihretwegen alles erträgt und erduldet,— der heirathe. Wer das nicht vermag, der bleibe nur ja ledig. Darum prüft euch zuvor ſelbſt, mein lieber Matthias, ehe ihr den wichtigen Schritt thut, warum ihr ihn thut. Dann erſt wählt. Wenn ihr aber wählen wollt, ſo laßt euch Eine Ermah⸗ nung von mir mitgeben; denn ihr nehmt doch gerne von mir etwas an, wenn's auch eine gute Lehre iſt. Die beſste Mitgabe einer Frau ist weder Geld noch Ackerland, ſondern ein freund- licher, friedlicher Sinn, Arbeitſamkeit und ein geſunder Körper.— Als der Pfarrer das geſagt hatte, wandte ſich Matthias betroffen ab, denn er hatte eigentlich Luſt, ein kränkliches, zän⸗ kiſches aber reiches Mädchen zu heirathen.— Nun, wem nicht zu rathen iſt, dem iſt auch nicht zu helfen. Bekanntmachungen. N Gläubiger- Aufforderung. (272) Philipp Franz Schütz von Oberwoͤllſtadt beabſichtigt nach Elberfeld im Königreich Preußen auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er—⸗ theilt werden wird. Friedberg den 29. April 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. (283) Für einen braven jungen Menſchen iſt in hieſiger Gegend bei einem Buchbinder und Galanterie⸗ Arbeiter eine Lehrlingsſtelle offen.— Nähere Aus— kunft ertheilt die Expedition dieſes Blattes. Edictalladung. (289) Zur Richtigſtellung des über den Nachlaß des dahier verſtorbenen Amtsdieners Conrad Vogler aufzuſtellenden Inventars, iſt es erforderlich, die Schulden deſſelben zu kennen, daher hiermit ſämmt⸗ liche Gläubiger des Conrad Vogler aufgefordert werden, ihre Anſprüche an den Nachlaß des Ver— ſtorbenen in dem hierzu auf den 11. Juni l. J., Morgens 9 Uhr, anberaumten Termin gehörig gel— tend zu machen. Dorheim am 10. Mai 1834. Churfuͤrſtliches Juſtizamt. Hal berſtadt. Grasverſteigerung im Rentamte Friedberg. (302) Das diesjährige Gegräs von nachgenann⸗ — 124 ten fiscaliſchen Wieſen wird in angemeſſenen Abthei⸗ lungen folgendermaßen verſteigert: 10 von ungefähr 20 Morgen in der lindheimer— und 30 Morgen in der hainchener Gemarkung Freitag den 13. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, zu Lindheim, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Bechtold; ) von der ungefahr 300 Morgen haltenden ſo⸗ genannten Markwieſe bei Bauernheim Dienſtag den 17. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, zu Bauernheim, in der Behau⸗ ſung des Herrn Gaſthalters Höres; 3) von der ungefähr 70 Morgen großen ſoge⸗ nannten Burgwaldswieſe bei Okarben Mittwoch den 18. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, an dem Mineralbrunnen bei Okarben; 4) von ungefähr 30 Morgen Wieſen bei der ehe⸗ maligen Saline Wiſſelsheim Freitag den 20. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle. Von den unter 1, 2 und 4 genannten Wieſen wird das Heu- und Grummetgras zugleich— von der unter 3 genannten Burgwaldswieſe bei Okarben aber nur das Heugras dem Verkauf ausgeſetzt. Friedberg den 17. Mai 1834. Der großh. Rentamtmann Buß. Fruchtverſteigerung im Rentamte Friedberg (303) Von den fiscaliſchen Fruchtvorräthen des hieſigen Rentamts kommen in nachbemerkten Ter⸗ minen die genannten Quantitäten zur öffentlichen Verſteigerung: Dienſtag den 3. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhauſe zu Butzbach, von dem herrſchaftlichen Speicher daſelbſt: 190 Malter Korn, 160 Malter Gerſte und 80 Malter Hafer; f Mittwoch den 4. Juni d. J., ebenfalls Vor mittags 10 Uhr, dahier zu Friedberg in der Behau— ſung des Herrn Gaſtwirths Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore: von dem Speicher zu Friedberg 40 Malter Waizen und 70 Malter Hafer, von dem Speicher zu Oberrosbach 220 Mltr. Korn, von dem Speicher zu Rodheim 140 Mltr. Korn. Friedberg den 9. Mai 1834. Der großh. Rentamtmann Buß. (304) Nächſt kommenden Dienſtag, als den 27. Mai l. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in der Behauſung des Herrn Beigeordneten Bo ute my dreißig Achtel Korn und ſechzehn Achtel, eine Meſte und ſechs Geſcheid Gerſte, ſämmt— lich von vorjährigen Auguſtinerſchul-Früchten, meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Friedberg den 22. Mai 1834. Der Schulpfleger Steinhäußer. 305 Eber II. III. III. III. IV. IX. I I Ill. III. III. III tenen Abth indheimer Gemarkug Vormitg r Behauſmg old; haltenden z eim Vormittag der Behar Hores; großen ſog, rben Vormittag brunnen bei dert Vormitta ten Wieſe! leich— vi bei Okarhe etz. Sgeſ im Buß. Friedbe orrathen! erkten d offentlicc tmittags! 5 von dal Ae und& falls Vor der Behar 3 vor del 40 Mal! Mltr. Ken Muir. Ken — Edictalladung. (305) Die Erben des Heinrich Simmrock in obermörlen haben folgende Grundſtücke: Fol.] Nro.[Ruth. I. 195162 J 0,4 in der Aitzengaſſe an Martin und Marianus Wagner. I. 2560408 0,3 daſelbſt an Heinrich Sopp. II. 682 40a] 3,3 in der Speik beim Weingarten⸗ ſteeg und an Anton Feuer— ſtein jun. W. 202] 44,9 auf den Funkenfeyen an Andr. Scheibel, Martins Sohn. W. 352 18a28,7 auf der alten Bach an Johs Schweitzer, Hintergaſſe. X. 18 841,5 in den Hopfenſtückern an Con⸗ rad Gerhard. 1 9953[,s in der Aitzengaſſe an Carl Burk. I. 490 81 J 7,2 auf der Schützhütte an Louiſe Konig. II. 2711 46bl 5,8 im Erzberg, ſtößt auf den Riedweg, getheilt mit Peter König, Pfarrgaſſe. II. 2711 46011,6 daſelbſt am vorigen und Wil— helm Ruhl. II. 287 12[21,8 daſelbſt zwiſchen der Wein— ſtraße an Heinrich Henſel. II. 923 297 obig der gemeinen Gartenthür an Martin Simmrock. W. 202 3 J 4,9 auf dem Funkenfeyen an An⸗ dreas Scheibel. f II. 455] 22 43 am Pfarracker anfangend in der kleinen Merbach an Peter König, Pfarrgaſſe. II. 1571 26 44 Fri fauerbacher Trieb an Ad. Fritz. L. 583] 40 J 1,8 auf der Schießhütte an Johan⸗ nes Werners Erben. in der Kehle unter dem Sim— metenborn an Joſ. Wex. II. 124202a . 578] 19 23,3 auf der Heide an Johs Heil jun., Hintergaſſe. XIII. 226 14 J 5,7 in der Hainbach, an Peter König, Eck. 1 2600 11[49 hinter der Holzwieſe an Ihs. König, ledig. II. 203] 11[24 im Wurzgarten an Nikolaus König. IX. 6747[8 im Unterfeld in den Kraut⸗ ſtücken an Heinrich Konig, Pfarrgaſſe. eerſteigert reſp. unter ſich vertheilt. Nach vorliegen— der Beſcheinigung ſollen dieſelben theilweiſe erkauft, teilweiſe von Heinrich Simmrock's Ehefrau Eltern trerbt und theilweiſe endlich von einem gewiſſen, ſhon ſeit vielen Jahren abweſenden Wilhelm Schuch auf die Simmrock'ſchen Eheleute, durch welchen 125 Rechtstitel kann nicht angegeben werden, über— gegangen ſeyn. Da die Erben zwar den viel jährigen Beſitz beſcheinigt, Eigenthumsurkunden aber nicht zu produciren vermocht haben, ſo werden auf ihren Antrag alle, welche Anſprüche an die oben erwähn— ten Güterſtücke machen zu können glauben, insbe— ſondere Wilhelm Schuch oder deſſen unbekannte Erben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen ſechs Wochen hier geltend zu machen, als ſie ſonſt damit ausgeſchloſſen und die Kaufbriefe und Looszettel gerichtlich beſtätigt werden ſollen. Friedberg den 8. Mai 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. (306) In großer Auswahl neue Mode-Cattune, helle und zimmetfarbige durchbrochene jaſpirte und Glanz⸗Huͤte, große und kleine; ſeidene und baumwollene Sonnenſchirme, neueſte jaſpirte Satin⸗Zeuge fuͤr Beinkleider und Satin-Weſten, feine bielefelder und Mittelſorte Leinewand, Tiſchdecken, ſind ueuerdings angekommen. Ausgeſetzt und zu billigen Preiſen: Feine weiße Pique-Decken à fl. 5, fl. 5. 30 kr., fl. 6— pr. Stuck, helle und dunkle 7 breite Cattune à 12, 14, 16 kr., 7 breite Ginghams à 15 und 16 kr.,/ breite Baumwollenzeuge à 16 kr.— pr. Elle. Friedberg und Butzbach. Simon Lindheimer auf der breiten Straße. (307) Da Herr Hauptmann Keim ſich von hier weg begiebt, ſo wird deſſen Logie im dritten Stock meines Hauſes vacant, welches ich hierdurch anzeige. J. Steinhäußer. (308) Indem ich mich mit neuen Bettfedern und Flaumen, nebſt neu verfertigten Betten empfehle, zeige zugleich an, daß ich neue gelbe Nanquin-Hoſen zu fl. 1 12 kr. verkaufe. 9. Goldbeck. Bekanntmachung. (309) Montag den 26. dieſes Monats, Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſoll 10 die Fertigung von 379 Ruthen Gräben auf einer Wieſe zwiſchen Heldenbergen und Eichen, die Kautzlache genannt, voranſchlagt zu 90 fl. 2) Das Ausfüllen der tieferen Stellen die— ſer Wieſe mit dem Grabenauswurf, ee 3) Das Fertigen von 300,000 Stück Torf daſelbſt, voranſchlagt zu. 150 50 9 auf der Wieſe ſelbſt öffentlich an den Mindeſtfor⸗ dernden veraccordirt werden. Heldenbergen den 21. Mai 1834. Der großh. Bürgermeiſter Schweitzer. (310) Mittwoch den 3. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen die zur Erbauung eines neuen Pfarr hauſes zu Beienheim nöthigen Bauarbeiten als: 10 die Maurerarbeit voranſchlagt zu 761 fl. 47 kr. 2) die Steinhauerarbeit„ 5„%„, 3) die Zimmerarbeit 55% 8 4) die Dachdeckerarbeit„ 527 5) die Weisbinderarbeit„ 7313„0, 6) die Schreinerarbeit 55„ 541„ 33, 7) die Schloſſerarbeit 77, 8) die Glaſerarbeit 5 7 9) die Spenglerarbeit 5 55 Summe 2966 fl. 34 kr. in der Wohnung des dortigen großh. Bürgermeiſters offentlich verſteigert werden. Zeichnungen, Ueber⸗ ſchläge und Bedingungen liegen bis dahin auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 22. Mai 1834. l Der Kreisbaumeiſter Holzapfel. Schrotmuͤhle von geſchmiedetem Eiſen. (311) Auf Verlangen eines achtbaren Oekonomen hieſiger Gegend, habe ich eine Schrotmühle von ge— ſchmiedetem Eiſen mit zwei Gängen gefertigt. Ein Mann kann mit einem Gang in fünf Minuten ein Geſcheid Malz oder Gerſte, und mit beiden Gän— gen das Doppelte, ohne große Anſtrengung mahlen. Da dieſes Mahlen für die Herrn Oekonomen von nicht geringem Intereſſe iſt, und die Mühle bei mir in Augenſchein genommen werden kann; ſo ſehe ich dem geneigten Zuſpruche entgegen. Der Schloſſermeiſter Modro in Friedberg. Brod“⸗-Lieferung. (312) Montag den 2. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll im Verwaltungs-Büreau auf hieſiger Haupt⸗ wache die Brod-Lieferung für die Garniſon Fried— berg auf das zweite Semeſter d. J. an die Wenigſt⸗ nehmenden öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 22. Mai 1834. Reichart. Oel⸗ Lieferung. i (313) Dienſtag den 3. Juni, Vormittags 10 Uhr, ſoll im Verwaltungsbüreau auf hieſiger Hauptwache die Oel-Lieferung für die Garniſon Friedberg auf das zweite Semeſter 1834 mittelſt Verſteigerung an den Wenigſtverlangenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 22. Mai 1834. Reichart. Bekanntmachung. (314) Mittwoch den 28. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen zu Niederwöllſtadt, in der Be⸗ hauſung des Gaſtwirths Fauerbach, folgende Ar— beiten an den Wenigſtnehmenden vergeben werden: 10 24 Klafter Planierarbeit, welche voranſchlagt iſt zu 33 fl. 36 kr. D das zu fertigende Chauſſiren, vor⸗ anſchlagt zu 24„— 3) 5 Klafter Steine zu fahren aus dem aſſenheimer Steinbruch, voranſchl. zu 70„—„ 4) Maurer ⸗ Arbeit. Eine neue Brücke von Stein, 28 Fuß lang und 14 Fuß breit im Lichten, welche 7 /o Klafter Mauerwerk enthält, im Ganzen voranſchlagt, Arbeitslohn, Steine und alle dazu erforderlichen Materialien ꝛc., zu 627„—„ i Summe 754 fl. 36 kr. Wozu man die Steigerungsluſtigen hiermit einladet. Niederwöllſtadt am 22. Mai 1834. Der Bürgermeiſter Rauſch. (282) Zur allgemeinen Militaͤr⸗Vertretungs⸗ Anſtalt, die durch eine Caution von 102,000 fl. Jedem die moͤglichſte Sicherheit gewaͤhrt und die zum Behufe des Heirathens und Auswan— derns Jeden unentgeldlich vertritt, haben bereits 600 Perſonen auf das Muſterungsjahr 1834 ihren Beitritt angezeigt. Darmſtadt den 6. Mai 1834. Ernſt Emil Hoffmann. ek gu er eie der Bäcker und Metzger vom 26. Mai bis zum 2. Juni. Für 1 kr. Milchbrod „ 1 kr. Gemiſchtes. 5 8 e „ s kr. Laden⸗Brod 4 Pfund 16 Loth. „ 6 kr. dito.* 8 3 77 12„ „ 4 kr. dito. 8 a J s kr dito.. f 0 1 6 3 1 Pfund Ochſenfleiſch 11 kr. 1% Nierenfett 20 kr. 1 Kalbfleiſch 8 9 05U5 1„ Schweinenfleiſch 9 kr. 6 Loth 3 Quint. 1 Pfund Leber- und Blutwurſt 12 kr. 1„ Bratwurſt 5 14 kr. 1„ Schwartenmagen 14 kr. 1„ Speck 20 kr. 17% 14 kr. 1„ Schmalz 0 0 8 8 8 8 16 kr. In der Judengaſſe bei den Metzgern: 1„ Kühfleiſch in n 8 8 kr. 1„ Rindfleiſch 4 2 1 5 9 kr. Fruchtpreiſe. Waizen 5 fl.— kr. Korn 3 fl. 50 kr. Gerſte 3 fl.— kr. Hafer 2 fl. 30 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel. 22 a aß Fun tat Han Alge Nag Der tan gege licht (ber dan be Lage d