swundarzt erdinand Margaretha hann Adan Largaretha 0 Mona. Charlott. Katharina ſermeiſters Tage. Inkelligenzblatt D rovinz im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 1831 M 20. Sonnabend, den 17. Mai Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Schulvorſtaͤnde des Kreiſes. Betreffend: Die Aufbringung der Koſten für den Schulunterricht. Nach§. 22 der Inſtruktion fuͤr die Schulvorſtände iſt es eine beſondere Obliegenheit des Schul— vorſtandes, auch die ökonomiſchen Intereſſen der Schule zu wahren, namentlich darauf zu ſehen, daß die Schulhäuſer und Schulgeräthſchaften in gehörigem Stande erhalten werden, und die Gemeinden oder endere Verpflichtete ihren Verbindlichkeiten hinſichtlich der Aufbringung der Koſten des Schulunterrichtes Zenüge leiſten. Der angeführte L. ſchreibt in dieſer Beziehung insbeſondere folgendes Verfahren vor: „Der Schulvorſtand hat 14 Tage vor Aufſtellung des Gemeindevoranſchlags über die von der Gemeinde hinſichtlich des Schulhausbauweſens, ſo wie der für andere Bedürfniſſe der Schule in Anſpruch zu nehmenden Leiſtungen ſich zu berathen, und ſeine desfallſigen ſchriftlichen Verhandlungen dem Bürger— meiſter zu übergeben, welcher ſolche dem Gemeinderathe bei Berathung des Gemeindevoranſchlags(wird in manchen Fällen ſchon früher räthlich ſeyn) vorlegt. „Sind keine Bedürfniſſe vorhanden, zu deren Beſtreitung die Gemeinde in Anſpruch zu nehmen wäre, ſo wird von dem Schulvorſtande ein negatives(verneinendes) Zeugniß ausgeſtellt und dem „Bürgermeiſter mitgetheilt. „Sind Kirchen- oder Stiftungs-Fonds verpflichtet, zur Beſtreitung der Koſten des Schulunterrichtes „beizutragen, ſo iſt wegen der Anforderung an die betreffenden Verwaltungsbehörden ein ähnliches Ver— fahren zu beobachten. Ich empfehle den Schulvorſtänden, dieſe Vorſchriften genau zu beachten, und in Bezug auf die Schulbedürfniſſe für das Jahr 1835 die erforderlichen Berathungen und Mittheilungen an die Bürger⸗ neiſter längſtens binnen 4 Wochen zu bewerkſtelligen, indem die Zeit für die Aufſtellung der Gemeinde⸗ voranſchläge ganz nahe bevorſteht. Friedberg den 15. Mai 1834. Kuͤchler. Die e 116 elbe 8 an die Kirchenvorſtaͤnde des Kreiſes. Belreffend: Die Beitragspflicht der Gemeinden zu kirchlichen Bedürfniſſen. Unter Bezugnahme auf Art. 20 der Verordnung über die Verwaltung des Kirchenvermögens mache ich Sie darauf aufmerkſam, daß es zweckmäßig ſeyn dürfte, wenn Sie in Anſehung der Beiträge von Gemeinden, welche in dem Kirchenvoranſchlage in Ausſicht genommen werden, beziehungsweiſe ein ähnliches Verfahren, wie das in vorſtehendem Ausſchreiben vorgeſchriebene, einhalten würden. Friedberg den 15. Mai 1834. Küchler. Wo iſt der Gluͤckliche zu finden? Der geneigte Leſer kennt doch wohl die Ge— ſchichte vom kranken Könige? Wenn er ſie allenfalls vergeſſen haben ſollte, ſo will ich ſie ihm wieder zur Kurzweil erzählen, wie ich ſie in meiner Jugend von einem alten Kameraden gehört habe. Es war einmal ein mächtiger König, der hatte alles, was er nur wünſchte; die köſtlichſten Speiſen kamen zu Dutzenden auf die Tafel(denn die vornehmen Leute haben keine Tiſche), und die Weinflaſchen zu ſechs Dutzenden, und waren aus Frankreich und aus Spanien, Johannisberger Eilfer und Tokaier Zweiundzwanziger, Conſtantia und Madera; dazu beſaß er die Diamanten meſtenweis und die Dukaten ſtanden in Malterſäcken da. Die nützten ihm aber alle nichts, da er krank wurde. Die geſchickteſten Aerzte verſammelten ſich um ſein Bette, und verſchrieben Arzneien über Arzneien, daß am Ende die Hofapotheken faſt ganz leer, die Apotheker ſteinreich wurden; der König aber blieb krank, und die Sache geſtaltete ſich immer gefähr⸗ licher. Da riethen ihm die Leute ſeines Gefolges (die verſtehen's immer am beßten), zum weiſen Manne zu ſchicken, der ſchon ſo viele glücklich kurirt habe. Sofort wurde der ſchönſte Wagen aus gerüſtet, mit vier der herrlichſten Roſſe beſpannt, und die Fahrt gieng zum weiſen Manne. Als die Diener in deſſen Heimath angekommen waren und ſeine Wohnung ausgefragt hatten, ſchäm— ten ſie ſich faſt, vor derſelben anzufahren; denn ſie war nicht viel großer wie der königliche Staats— wagen und ſchwerlich mehr werth, wie Eins der vier prächtigen Roſſe. Indeſſen mußten ſie doch hinein und ihren Auftrag anbringen. Der weiſe Mann ſträubte ſich zwar anfänglich, als er den Ruf bekam, vor dem Throne des großen Könige zu erſcheinen und ihm mit Rath und That beizu— ſtehen; es half ihn aber nichts, denn die Herren, welche mitkamen, wußten's ſo ſchön zu ſagen(das verſtehen die Hofleute), daß ihm am Ende nichts übrig blieb, als ſeinen Sonntagsrock anzuziehen und ſich mit ihnen in den Wagen zu ſetzen, um zu dem Könige zu fahren. Dieſer empfieng ihn ſehr gnädig, denn er be— durfte ſeiner, und als er dieſes und jenes vom Wetter und„was es Neues gäbe“ mit ihm ge⸗ ſprochen, kam's an die Hauptſache, nämlich an's Helfen. Es iſt noch viel Hoffnung da, ſagte der weiſe Mann, und er hatte noch nicht ausgeſpro—⸗ chen, ſo wurde ſchon ein Buch Papier mit Gold— ſchnitt und ein Dintenfaß von lauter Perlen mit den beßten hamburger Glaskielen(das Stück war unter Brüdern zwölf Kreuzer werth) herbei gethan, damit er das Recept zur Geſundheit aufſchreiben könnte. Der weiſe Mann ſchob's aber wieder zurück, denn das Schreiben war überhaupt ſeine Sache nicht, und das Recepteſchreiben war ihm vollends zuwider.„Es geht auch ohne Feder und Dinte, Ew. Majeſtät“, bemerkte er.„Hier kann nur Eins helfen.“—„Was ſteht zu Befehl? Y,— rief's von allen Seiten, denn bei Hof ſind die Leute gar ausnehmend gefällig.—„Das Hemd eines vollkommen Glücklichen brauchen wir zur Kur“, verſetzte der weiſe Mann.—„„Das Hemd eines Glücklichen 2 fragten ſie alle naſe⸗ rümpfend.„„Eines Glücklichen?““—— Da wurd' es mäuschenſtille, denn keiner hielt ſich für 'ogens mach Seitrage vg ein ahnliche — Der weiß als er de n Kom That beizu die Herren, ſagen(das denn er! jenes be! nit ihm amlich a a, ſagte de t ausgeſptt mit Golde perlen min Stück wan cbei gethalh ufſchreiben aber wiel thaupt ſehe en wat 1 je Feder U „Hier kan Beſcbl? 1 8 o die kel gluͤcklich, ob ſie gleich alle prächtige Kleider, große Sterne an der Bruſt, Diamantketten um den Hals und die Taſchen voll neuer Kronenthaler hatten.— Die Sache verzog ſich, da am Ende bei Hofe gar kein Glücklicher war. Nun wurde ausgeſchellt in der großen Reſidenz,„wo ſich ein Glücklicher fande, der ſolle ſich da und da melden.“— Es meldete ſich aber niemand, denn in der Reſidenz waren die Leute weit entfernt, ſich glücklich zu preiſen, obgleich ſich in der That kein einziger Krawaller unter ihnen befand. Von der Reſidenz gieng's in die andern Städte. Damit die Sache eine Art hatte, wurde endlich eine beſondere Commiſſion niedergeſetzt, welche bei ihren Ausſchreiben die Ueberſchrift führte: „Commiſſion zur Herbeiſchaffung des Hem— des eines Glücklichen.“ Dieſe Commiſſion hielt wöchentlich ihre Sitzung bei verſchloſſenen Thüren, hatte Sekretäre, Cancelliſten, einen Botenmeiſter, mehrere Acceſſiſten und Kanzleidiener; ſie ſandte Commiſſäre in dem Land herum(jeder mit zehn Gulden Diäten per Tag), und ließ ausforſchen nach Suden und nach Norden, nach Oſten und nach Weſten. Aber nirgends war ein Glücklicher zu finden, folglich auch kein Hemd von ihm.— Nachdem die Commiſſion zwei Jahre beſtanden, und umſonſt(d. h. nicht gratis wie die Lateiner ſagen, ſondern frustra) gearbeitet hatte,— der König aber wurde immer bedenklicher krank,— zog der Präſident ſelbſt mit doppelten Diäten durch das Land, und hielt in jeder Stadt an, wo ein guter Gaſthof war. Der guten Gaſthöfe gab's zwar züberall, und bei doppelten Diäten auch manchmal doppelte Kreide; aber ein Glücklicher war nirgends zu finden. Endlich wurde die Hoffnung ganz auf⸗ gegeben. Mißmuthig zog der Präſident nach der Reſidenz zurück, denn er konnte erwarten, daß er im ſchlimmen Falle in Ungnade fallen würde. Ein Unglück bleibt aber ſelten allein. Der Wagen ſtürzt bei der Rückfahrt an einer ſehr gefährlichen Stelle zum, und nirgends war Hülfe.— Doch ja, in der Nähe lag ein geſunder Bruder, der hatte gerade ſſein Mittagseſſen(es beſtand in einem tüchtigen Stücke Schwarzbrod) verzehrt, und zum Nachtiſche ſſang er ein Liedchen. Wie der die Noth ſah, lief er herbei, und half, was er konnte, dem Herrn Präſidenten auf die Beine und den Wagen wieder in Ordnung bringen; und als das geſchehen war, 117 da wendete ſich der Präſident mit ſehr freundlichen Blicken nach dem Burſchen hin.„Freund, ſagte er, ihr habt mir einen großen Dienſt erwieſen, und ich möchte euch wieder dienen. Sagt mir, was ihr euch wünſcht; wenn es nur in meinen Kräften ſteht, ſo ſoll euer Wunſch erfüllt werden.“ „„Ich wünſche mir gar nichts“, verſetzte der Burſche, der gerade ſatt war. „Was hör' ich? ſprach der Präſident ver— wundert und höchlich erfreut zugleich.„Ihr wär't ganz glücklich? ⸗ „Vollkommen glücklich“„ betheuerte der Burſche. „O freundliches Geſchick“, rief der Präſident, „ſo hätte ich endlich den Mann gefunden, nach „welchem wir ſchon ſo lange vergeblich ſuchten; „den Mann, der meinem gnädigſten Könige die „Geſundheit wieder zu verſchaffen beſtimmt iſt. Ach „nur Eine Bitte, theuerſter Freund, überlaßt „mir euer Hemd!“ „„Mein Hemd?=, fragte lachend der Burſche. „„Das geht nicht, denn ich habe kein's.““ Mit dieſen Worten gieng er pfeifend von dannen. Der Präſident aber ſtand da wie verſteinert. (Schluß und Anwendung wollen wir dem geneigten Leſer ein andermal mittheilen.) —— Andere Zeiten, andere Sitten. Das Stückchen von der Mode, welche im Jahr 1600 herrſchend war, hat einigen Leſern von Nro. 8 des Intelligenzblattes und ſelbſt Leſerinnen nicht ganz mißfallen. Wir wollen ihnen darum hier noch ein Paar aus einer viel älteren Zeit mitthei— len, und hoffen gleiche Theilnahme. „Die Kleidung von den Leuten in teutſchen Landen(ſo ſchreibt die limburger Chronik vom Jahr 1350) war alſo gethan. Die alte Leute mit Nahmen trugen lange und weite Kleider, und hat— ten nicht Knauff(Knöpfe), ſondern an den Armen hatten ſie vier oder fünff Knäuff. Die Ermel waren beſcheidentlich weit. Dieſelben Röcke waren um die Bruſt oben gemützert und geflützert(gekräuſelt), und waren vornen aufgeſchlitzt bis an die Gürtel. Die junge Männer trugen kurtze Kleider, die waren abgeſchnitten auff den Lenden, und gemuͤtzert und gefalten mit engen Armen. Die Kogeln(Kaputzen) waren groß. Darnach zu Hand trugen ſie Röcke mit vier und zwantzig oder dreyßig Geren Geil oder Zwickel) und lange Hoiken(Mäntel), die waren geknäufft vornen nieder bis auf die Füß. Und trugen ſtumpe Schuhe. Etliche trugen Kogeln, die hatten vornen ein Lappen und hinten ein Lappen, die waren verſchnitten und gezattelt, das manches Jar gewähret. Herren(Freiherren), Ritter und Knechte, wenn ſie hoffarten(die Aufwartung bei Hofe machten), ſo hatten ſie lange Lappen an ihren Armen biß auf die Erden, gefüdert mit Kleinſpalt oder mit Bund, als den Herren und Rittern zugehört, und die Knechte als ihnen zugehört. Die Frauen giengen gekleidet zu Hoff und Daͤntzen mit par Kleidern, und den Unterrock mit engen Armen. Das oberſte Kleid hieß ein Sorkett, und war bei den Seiten neben unten aufgeſchliſſen taufgeſchlitzt), und gefudert im Winter mit Zendel (Seidenzeug), das da ziemlich einem jeglichen Weib war. Auch trugen die Frauen, die Burgerſen in den Städten gar zierliche Hoiken, die nannte man Fyllen, und war das kleine Geſpenſe(Geſpinſt) von Diſſelſet(Keſteltuch), krauß und enge bey— ſammen gefalten mit einem Same beynahe einer Spannen breit, deren koſtet einer neun oder zehen (Gold-) Gülden.“ Bekanntmachungen. e Bekanntmachung. (255) Der verlebte Ambros Conrad Ferrand von hier entlieh am 20. Mai 1786 bei der hieſigen Armenkaſſe 40 fl., und es ſoll dieſes Kapital längſt wieder abgetragen, die Schuldurkunde aber verloren gegangen ſeyn. Alle, welche an dieſelbe Anſprüche machen zu können glauben, werden daher auf Antrag der Erben aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen ſechs Wochen hier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt die erwähnte Schuld für mortificirt erklärt und der desfallſige Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 18ten April 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. 2 Edictalladung. 5 (263) Die Erben des Bürgers und Kaufmanns Heinrich Wilhelm Müller zu Butzbach haben deſſen Nachlaß unter der Rechtswohlthat des In⸗ ventars angetreten, und werden daher alle diejeni⸗ gen, welche Anſprüche irgend einer Art daran zu machen haben, hiermit aufgefordert, ſolche ſo gewiß im Termine Dienſtag den 10. Juni d. J. Morgens 8 Uhr dahier anzugeben, als ſonſten ohne Rückſicht darauf über die nach Abzug der bekannten Schulden ver⸗ bleibende Maſſe weiter rechtlich verfügt und dieſe den Erben behändigt werden ſoll. Friedberg den 23. April 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Weber. (266) Es wird ein braver Burſche zur Feld— und Hausarbeit geſucht, welcher ſogleich eintreten kann. Bei Ausgeber dieſes das Nähere zu erfahren, Glaͤubiger-Aufforderung. (272) Philipp Franz Schütz von Oberwöollſtadt beabſichtigt nach Elberfeld im Königreich Preußen auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er⸗ theilt werden wird. Friedberg den 29. April 1834. Der großherzeglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. (283) Für einen braven jungen Menſchen iſt in hieſiger Gegend bei einem Buchbinder und Galanterie— Arbeiter eine Lehrlingsſtelle offen.— Nähere Aus⸗ kunft ertheilt die Expedition dieſes Blattes. Bekanntmachung. (284) Dienſtag den 20. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll dahier, großh. heſſ. kreisräthlicher Ver⸗ fügung vom 24. April d. J. zufolge, das Gemeinde⸗ Pfortenhaus, welches 36 Fuß lang, 24 Fuß weit, zwei Stockwerk hoch und gut von Eichenholz erbaut iſt, oͤffentlich und an den Meiſtbietenden unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf hieſigem Bürgermeiſterei-Büreau durch Unterzeichneten auf den Abbruch verkauft werden. Höchſt a/d. Nidder den 4. Mai 1834. Der Bürgermeiſter Schmidt. Einladung. (285) Montag den 19. und Dienſtag den 20. d. M., als am zweiten und dritten Pfingſtfeiertage, iſt am Mineralbrunnen bei Großkarben gut beſetzte Tanzmuſck. Mit der Verſicherung guter und billiger Bedienung ladet hierzu höflichſt ein G. Havenecker. 10280 Morg Deif Bettz Bahlt einge 028 den! ust. fun 288 ſoll Gade U ſackig Auf 2 ö des auf 0 Ech he Werd ſtorb Mor end 200 Zim Jun 290 id ue, . d. galig. ſuſik 9 292 delches methe (9 kaufmann ach haben t des J le diejent⸗ daran 11 e ſo gewiß 8 Uhr cht darauf ulden ver⸗ und dieſe t daſelbſt zur Feld eintrete erfahre erwollſtadt 5 Preußen ſelben ſind ichte dahier irkunde er Kreisrat berg. chen ist il Halanter abere Au gormittagẽ ſcher Ver⸗ Gemeinde Fuß weit, yolz erbat unter det werdende rei⸗Bürem 60 verkauf 1685 ichmidt. 20.5. N. ge, iſt 1 rben Tung gut chſt ein veneckel 286) Dienſtag den 20. d. M. werden von Morgens 8 Uhr an von der Schullehrer-Wittwe Deiß in Hochweiſel Kleidungsſtücke, Möbles, Zettzeug ic. dem Meiſtgebot gegen gleich baare zahlung ausgeſetzt und Kaufluſtige hiermit ergebenſt ängeladen. Einladung. 287) Den 2ten und Zten Pfingſtfeiertag iſt auf ſem Nauheimer Teichhauſe gut beſetzte Tanz— nuſik anzutreffen; wozu ſeine verehrten Gönner und Freunde hoflichſt einladet Henkel. Bekanntmachung. 288) Montag den 26. dieſes Monats, Vormittags um 10 Uhr, oll in der Wohnung des Herrn Pachters May in Staden, ein der Freifrau von Löw, geb. Freyin on Diede zum Fürſtenſtein daſelbſt, gehöriges zwei— koͤckiges Wohnhaus von guter Beſchaffenheit: 87½ Fuß lang, 30„breit, und 18„hoch, auf den Abbruch meiſtbietend verſteigert werden. Florſtadt am 9. Mai 1834. Müller, freiherrl. v. Lö w'ſcher Rentmeiſter. Edictalladung. (289) Zur Richtigſtellung des über den Nachlaß zes dahier verſtorbenen Amtsdieners Conrad Vogler alfzuſtellenden Inventars, iſt es erforderlich, die Schulden deſſelben zu kennen, daher hiermit ſämmt— lche Gläubiger des Conrad Vogler aufgefordert erden, ihre Anſprüche an den Nachlaß des Ver— ſorbenen in dem hierzu auf den 11. Juni l. J., Morgens 9 Uhr, anberaumten Termin gehörig gel— nd zu machen. Dorheim am 10. Mai 1834. Churfuͤrſtliches Juſtizamt. Halberſtadt. (290) Ein Logie auf der Straße, beſtehend in 2 Zimmern mit Möbel, einem Holzſtall, kann bis zuni bezogen werden bei Anton Suhrada. in a d u n g (291) Einem geehrten Publikum hieſiger Stadt und Umgegend mache ich hiermit die ergebene An— ige, daß ich kommenden Zten Pfingſtfeiertag den N. d. M. meine Gartenwirthſchaft, vor dem ehe⸗ naligen Mainzerthore, mit Harmonie und Tanz⸗ nuſik eröffnen werde; wozu ganz höflichſt einladet Friedberg im Mai 1834. Friedrich Chr. Siek. (292) Ein vollſtändiges Logie im 2ten Stock, welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu ver— niethen Wittwe Mann. Einladung. (293) Den 2ten und z3!ten Pfingſtfeiertag hält der 119 Unterzeichnete Namens der hieſigen Schützengeſellſchaft auf dem gewöhnlichen Schießplatze ein Zinnſchießen, wo den erſten Tag das Schnapp- und den letzten das Hauptſchießen beginnt. Die Einlage zum Hauptſchießen iſt 1 fl. 10 kr. Auch wird für gutbeſetzte Tanzmuſik und gutes Getränke an dieſen beiden Tagen geſorgt. Freunde des Schießens und geſelligen Vergnuü— gens werden daher höflichſt eingeladen. Friedberg am 15. Mai 1834. Guſtav Gerlach. (294) Dank der allweiſen Vorſehung und der ſchnellen geſchickten ärztlichen Hülfe, daß ich wieder auf dem Wege der Geneſung bin, um in der Folge mein Amt und Geſchaft wieder beſorgen zu können. Dieſes wollte ich meinen Freunden und Gönnern ſchuldigſt mittheilen. Burg Friedberg den 13. Mai 1834. G. W. Klein, gerichtlicher Taxator. (295) Schöne fertige Nanquin-Hoſen ſind zu einem ſehr billigen Preiſe zu haben, bei Alayer J. Hirsch. (296) Ein vollſtändiges Logie zu ebener Erde iſt zu vermiethen, und kann noch laufenden Monats Mai bezogen werden. Joh. Georg Bopp. Bekanntmachung, Holzverſteigerung betreffend. (297) Freitag den 23. d. M. wird in den Mainzer⸗ hecken, Forſtreviers Oberrosbach, nachverzeichnetes Brennholz, unter den vorher bekannt zu machenden Bedingungen und mit angemeſſener Zahlungsfriſt— geſtattung für diejenigen Steigerer, welche vorſchrifts— mäßige Bürgſchaft einlegen, oder von ihrem Orts— vorſtand als zahlungsfähig erkannt werden, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 23 Stecken Prügel-Birken, 5125 Wellen Reiſer-Birken, 170 Wellen Reiſer⸗Dornen und ſonſtiges Butzholz. Die Zuſammenkunft und der Anfang iſt pracis 8 Uhr in dem am Fußpfade von hier nach Pfaffen— wiesbach— dem Marienbild nicht entfernt gele— genen Schlag. Der Gegend unkundige Steigliebhaber können ſich auch eine Stunde vor der genannten Zeit ent— weder hier in Oberrosbach,— oder in Ockſtadt bei dem großh. Foͤrſter Gröninger verſammeln. Oberrosbach den 15. Mai 1834. Der großh. heſſiſche Revierförſter Bingmann. (298) Bei der unterzeichneten Renterei wird Korn und Waizen zu billigen Preiſen aus der Hand verkauft. Dorheim am 15. Mai 1834. Churfuͤrſtliche Renterei dahier. J. M. L. Schüler, Rentmeiſter. (299) Dienſtag den 20. d. M., Vormittags 8 Uhr, läßt Unterzeichnete Kleidungsſtücke verſteigern. Schwalheim. Konrad Bopp's Wittwe. ee e e e (300) Auf den zweiten und dritten Pfingſtfeiertag nehmen die Tanz- und Sommer-Beluſtigungen in dem Oſſenheimer Wäldchen wieder ihren Anfang und werden von 14 Tagen zu 14 Tagen, wie gewöhnlich, dieſen Sommer hindurch fortgeſetzt werden. Welchen eigenthümlichen Reiz dieſes Wäldchen beſonders am zweiten Pfingſtfeier⸗ tage, durch den Zuſammenfluß von Menſchen aus der ganzen Provinz Oberheſſen, darbietet, iſt bekannt. Durch prompte Bedienung und rein gehaltene Weine hoffe ich dem Erwarten aller verehrten Beſucher zu entſprechen. Oſſenheimer Jagdhaus den 14. Mai 1834. Oehly. 120 (301) Dienſtag den 20. d. M., Morgens um 9 Uhr, ſoll vor dem Langenbau in der Burg wegen Räumung des Lokals ungefähr 2½ Klafter gutes trockenes Buchen⸗Scheitholz, halbklafterweiſe, öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 15. Mai 1834. In Auftrag großh. Ober-Provinzial⸗ Commiſſariats, Der Bürgermeiſter D. Fritz. (282) Zur allgemeinen Militaͤr-Vertretungs⸗ Anſtalt, die durch eine Caution von 102,000 fl. Jedem die moͤglichſte Sicherheit gewaͤhrt und die zum Behufe des Heirathens und Auswan⸗ derns Jeden unentgeldlich vertritt, haben bereits 600 Perſonen auf das Muſterungsjahr 1834 ihren Beitritt angezeigt. Darmſtadt den 6. Mai 1834. Ernſt Emil Hoffmann. Bei der Expedition dieſes Blattes iſt fuͤr 8 kr. zu haben: Tabellariſche Ueberſicht der in Friedberg ankommenden und abgehenden Poſten, wobei zugleich, neben genauer Angabe der Ankunft und des Abganges, die Perſonentaxe angemegkt iſt, und Angabe des Audienztages bei Großherz. Kreisrathe des Kreiſes Friedberg und der Amts taͤge der Großherz. Landgerichte Friedberg und Großkarben. Ferner ſind bei derſelben vorraͤthig: Impfſcheine, Impfuͤberſichts-Tabellen, Forſtfrevlerverzeichniß-Tabellen, Mahnbefehl, und Mahnzettel. Verkaufspreiſe der Bäcker und Metzger vom 12. bis zum 19. Mai. Für 1 kr. Milchbrod „ 1 kr. Gemiſchtes „ 8 kr. Laden⸗Brod 4 Pfund 16 Loth. „ 6 kr. dito 2 l 3„ 2. „ 4 kr. dito. 8 1 4 2 7 8. 4% dito. 1 1 Pfund Ochſenfleiſch 11 kr. 1„ Nierenfett 20 kr. 1„ Kalbfleiſch 5 5 kr. 1„ Schweinenfleiſch 9 kr. 6 Loth 2 Quint. 15 1 1 Pfund Leber- und Blutwurſt 12 kr. 1„ Bratwurſt 1 14 kr 1„ Schwartenmage 14 kr. 11„„ Sbeck 5 20 kr. 1„ Doöprfleiſcß; 14 kr. 1„ Schmalz St 5 8 5 16 kr. In der Judengaſſe bei den Metzgern: 1 07 Kühfleiſch a.. 0 0 5 8 kr. 1„ Rindfleiſch.. 5: 9 kr. Fruchtpreiſe. Waizen 5 fl.— kr. Gerſte 3 fl.— kr. Korn 3 fl. 50 kr. Hafer 2 fl. 30 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel. (Mit einer literariſchen Beilage von J. Ricker in Gießen. Auf ſämmtlich darin verzeichneten Werke nimmt jedoch auch Beſtellungen an C. Bindernagel.) 2 li che