nige unter g 5 ſie von za werden kühn nen volsſtände id Erklarung Und wie fiir dans gennd ndmann, zun. rler ſo oft un . B.(Chauſg aſe,(Buren Gansdarme un 1 onders die Hern Herren Geil. zeichneter u. entlichſt zu g Subſcriptiogt betragen; de Viertel hoͤhn cen übrig laſa Cremplare e — abſt, Hofduchbändler gegend beo Carl Binde berg iſt ange, ſicht bereit: Indacht. Vol te verbeſſeſt, 1 fl. 12 f. l. 40 F.. g des katholi⸗ erbauungsbuch 3 f. begriff der Me iſcher Interple 1 fl. A f. er, welche dal Mal empfange en. Mit einel 40 f S rovinz nlelligenzblatt für die ( 2 herhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 46. Sonnabend, den 15. November 1834. Schulſachen. Die zu Darmſtadt erſcheinende allgemeine Schul— ſeitung gibt in ihrer 91ſten Nummer folgende Nach— richt aus Oberheſſen. Schon früher bildete ein Theil der Lehrer des Kreiſes Nidda einen Verein, welcher ſich zu beſtimm— ten Zeiten zu nützlichen und ihr Amt fördernden Be— ſprechungen regelmäßig verſammelte. Zu Anfang des Juli d. J. aber traten zu Nidda unter dem Vorſitze der Schul⸗Commiſſäre des Kreiſes alle Lehrer und die Geiſtlichen deſſelben zu einem großen Vereine zu— ſammen. Da der Kreis von bedeutender Größe, und es darum für viele der einzelnen Lehrer zu ſchwierig und mitunter koſtſpielig iſt, öfteren Zu— ſammenkünften des ganzen Vereins an einem be— ſtimmten Orte beizuwohnen; ſo hat ſich der Verein in mehrere Abtheilungen von je ungefähr 15 Mit⸗ gliedern geſchieden. Von dieſen Binnenvereinen gibt ſich jeder auf Grundlage der Grundgeſetze des gan— zen Vereins ſeine eigene Verfaſſung und hält an dem dritten Mittwoch jedes Monates ſeine regel— mäßige Zuſammenkunft. Dieſer Tag iſt außerdem, daß man jeden andern Wochentag weniger paſſend fand, darum gewählt, weil an dem erſten Mittwoch des Monats der landesübliche Bettag, und an dem weiten zu Salzhauſen die Zuſammenkunft der Geiſt⸗ lichen ſtatt findet, welche überhaupt in Oberheſſen mit ſolcher Liebe und ſolchem Eifer für das Schnl⸗ weſen thätig ſind, wie dieß vielleicht in keiner der andern Provinzen im Allgemeinen ſeyn dürfte; auch kennt man die Zwiſtigkeiten zwiſchen Pfarrern und Schullehrern, wie ſie in manchen preußiſchen Provinzen und hie und da in unſerer Rheinprovinz ſich fanden, faſt nicht. Unter dem Vorſitze eines frei erwählten Direktors werden dann bei jeder Zuſammenkunft Amtsführung und Unterrichtsgegenſtände und Lehr— art derſelben ſchriftlich und mündlich behandelt, wo— mit Beſuche der Schulen der einzelnen Mitglieder verbunden werden können, nach welcher ſodann die Lehrer freimüthige Bemerkungen über Schule, Unterrichtsweiſe u. ſ. w. ſich mittheilen und beſpre—⸗ chen. Auch wird für eigene pädagogiſche Fortbil— dung durch Kreiſe von Schriften des Unterrichts faches geſorgt, welches regelmäßig angeordnet iſt. Ueber die Verhandlungen bei den einzelnen Zuſam— menkünften wird ein Buch geführt; die einzelnen Aufſätze der Mitglieder werden dem Vorſteher des ganzen Vereines, einem der Schul-Commiſſäre, ein⸗ geſchickt. Jährlich findet dann unter dem Vorſitze des Hauptvorſtehers eine Hauptverſammlung der Vereine des ganzen Kreiſes ſtatt, bei welcher dann die Protokolle der Binnenvereine vorgelegt, und uber die Leiſtungen in ihren Zuſammenkünften u. dgl. Nechenſchaft abgelegt wird, vornämlich aber ſoll ein—⸗ geſehen werden, ob das Unterrichtsweſen wirklich durch ſie gefördert wurde und wie weit. Moͤge der guten Sache ein fröhliches und wirkſames Gedeihen zu Theil werden! Seit Jahren ſteht ein bluͤhender Bruder, der ehemalige leuſtädter Verein, in der Nähe und erwählt den neugebildeten des Kreiſes Nidda zu thätiger Nacheiferung. (Iſt im Kreiſe Friedberg nicht auch ein Schul⸗ lehrer⸗Verein?) 7 von den Engländern entlehnte Springen in Säcken Preisvertheilungen zur Hebung der Viehzucht in Oberheſſen.) Wir haben bereits in der Nro. 38 unſeres Blattes Nachricht von der Preis vertheilung, welche in dieſem Herbſte zu Schotten ſtatt hatte, unſeren Leſern gegeben. Auch von verſchiedenen andern Seiten ſind uns Mittheilungen hierüber gemacht wordeu, welche zu großen Hoffnungen für die Zukunft berechtigen. Ackerbau und Viehzucht (beide können und dürfen nicht getrennt werden) ſind ohne Zweifel die Hauptnahrungs- und Erwerbs— quellen unſerer Provinz, und darum verdient alles Beachtung, was zur Hebung derſelben beiträgt, und daß die Preisvertheilungen wirklich zu ihrer Hebung beitragen, iſt keinem Zweifel unterworfen. Wir haben ſelbſt von Landleuten Ausdrücke ver— nommen, die hinlänglich beweiſen, wie ſehr ſie auf den Landmann vortheilhaft einwirken.„Um das Geld“, ſagte Einer,„iſt mir's weniger zu thun, als um den Ehrenkranz.)—„Ueber's Jahr“, er— klärte ein Zweiter,„hoffen wir noch ganz anderes Vieh herbeiſchaffen zu können.“ Verdieuſtlich war daß Behörden der Stadt Gießen dieſe Preisvertheilung zu einem wah— ren Volksfeſte einrichteten. Des Morgens frühe wehten ſchon zwei große Fahnen an dem Eingange der Wieſe, welche zur Verſammlung beſtimmt war. Von allen Seiten ſtrömten die Landleute mit ihrem Vieh, zu gleicher Zeit aber auch die Städter, her— bei, um ſelbſt zu ſehen, und ſich des ſchönen Tages zu freuen. Dazu gab es denn auch Gelegenheit genug. Denn als die eigentliche Vertheilung vor— über war, da begann offene Tafel. Aber mehr als dies alles beluſtigte die Menge das Maſtklettern. Ein hoher, glatter und wohl beſchmierter Baum lud die Knaben zur Erſtrebung dreier Preiſe ein. So ſehr ſie ſich aber auch geübt haben mochten im Klettern, ſo ſchien doch anfänglich ihre Kunſt zu Schanden werden zu wollen. Endlich ſetzten ſie der Liſt die Liſt entgegen— und auf Einmal hatte der Gewandteſte das Ziel erreicht, und ſchwang oben ſein Flaͤſchchen. Dieſer hatte doppelten Gewinn; denn außer dem ausgeſetzten Preiſe(der, wenn wir nicht irren, in einer Uhr beſtand) wurden ihm noch der Ertrag von einigen Wetten zu Theil. Auch das es, die *) Verſpatet. Die Redaction. nach einem gewiſſen Ziele erregte großen Jubel. Wem alles dies nicht genügte, der hatte Veranlaſ— ſung, ſich am Tanze zu beluſtigen. Wir wünſchen, daß in unſerem Kreiſe Fried— berg die Preisvertheilungen Veranlaſſung zu aynli— chen Volksfeſten werden möchten, und bedauern ſchließlich, daß, einem Artikel unſerer großherzog— lichen Zeitung zu Folge, gerade in Vilbel die wenigſte Theilnahme von Seiten der Bewohner dem Gegenſtande gewidmet wurde.— Die Zeiten des dreißigjaͤhrigen Krieges. Dritte Gabe. Was wir diesmal dem Leſer geben, iſt zwar ſchon ge— druckt(nämlich in Retters heſſ. Nachrichten 1ter Samm— lung), und bezieht ſich auch zunächſt nicht auf die Wetterau ſondern mehr auf einzelne Theile der Provinz Starkenburg, Wir ha weil ſie das deutlichſte Bild der furchtbarſten Zeiten abgeben. In der nächſten Gabe werden wir uns dagegen wieder an die Berichte halten, welche unmittelbar die Wetterau be— rühren. Die Redaction. 1635. Nachdem nun, wie droben berichtet, das gantze Land ausgeplündert, und kein Vieh noch Pferd mehr vorhanden, wurde auch keine Sommer— Frucht, auſſer etwas weniges zu Rüſſelheim, Darmſtatt und Lichtenberg, ausgeſtellet. man nun zwar guten Segen für Augen ſahe an denen im vorigen Jahr ausgeſtellten Winter-Früch⸗ ten, die dann ſo ſchön vollkoͤmmlich und reichlich, daß alle Berg und Thal voller Korn und Speltzen ſtunden, und nicht ein eintziger Acker ohnbeſaamet war, hatte jedermann Hoffnung, wir würden des erlittenen Schadens reichlich wieder ergötzet werden, aber umſonſt, wie hernach folgen wird. Inzwichen und neben der Kriegs-Ruthen ſchickte Gott hinter uns her die Peſtileutz, die erregte ſich im Anfang des 1635ten Jahrs, als eine Haupt-Schwachheit, daran viel ſturben, gegen den Frühling aber beſag— ten Jahrs, da die Hitze ſich zu mehren begunte, da wuchs das Gifft gewaltig, und verwendete ſich vorige Haupt⸗Seuche in eine gifftige Peſtilentz, davon die Leute ſchnell und Hauffen-weiſe dahin fielen, daß man nicht gnug begraben konte. Weil auch wie geſagt das Lichtenberg ſo gar dicht voller Leute, deß derer viel unter dem freyen Himmel liegen muſten, ſo begaben ſich viele heim, wolten umer 5 a 0 zen aber dennoch dieſe Nachrichten Andern vorgezogen, bh. den ihre Krc Gel mal Tod eine vern Fran. ſelbſt Schu klage ter a Mag darar für ich i tenb darun Gräl Bib auf grab berm mus kend war ges ware kiſſen licht gf, 1 5 Berg beſol Pfat ahi Weſe n 5 Bie bei 0 Lede dar e gen in Eith großen dul tte q.. 5 Alte Veranle feine Sommer Nüſſelhe i; ſtellet. Daf lungen ſahe af Winter⸗Früch und reichlich. u und Speltzel er ohnbeſaami air würden dai metzet werde d. Inzwichn te GOtt hill ſich im Aufalt Schwache 0 Aber beſaß 15 begunte, dete ſich voll 0 davol* 1 fielen 55 Weil auch M. 1 voller ben himmel fac pole un ihrem eigenen Dach ſterben, da waren ſie aber für den Räubern nicht ſicher, welche die Krancken aus ihren Betten warffen, ſie durchſuchten, auch die Kraucken noch darzu peinigten, vermeinend irgend Geld oder Brod von ihnen zu erkundigen: Da ſtarb manch Menſch aufm Land, daß niemand von ſeinem Tod etwas wuſte, darum blieben ſehr viele und viele eine lange Zeit ohnbegraben liegen, daß ſie gantz vermürbet und voller Würme waren; es lagen offt krancke bei den Todten in einem Bett, und hab ich ſelbſten ein kranck Mägdlein zu Umſtatt, gegen der Schul über, jämmerlich hören ſchreyen, ruffen und klagen über die Würme, ſo von ſeiner todten Mut— ter ab- und an es lieffen, daher ich verurſachet, beym Magistrat um Begrabung der Mutter anzuhalten, darauf dieſes geſchah, daß Leute ſolchen todten Cörper für meine Hauß⸗Thür bei der Nacht legten, wolte ich ihn weghaben, muſte ich ihn begraben laſſen. Dergleichen Zuſtand war im gantzen Amt Lich⸗ tenberg, andere Orte des Landes zu geſchweigen, darum wurden von der Obrigkeit etliche Todten— Gräber beſtellet, unter welchen Hanß Weiß von Biberau noch im Leben, welche hin und wieder auf die Dörffer gehen, die Todten ſuchen und be— graben muſten; da funden ſie etliche, welche gantz vermürbt, daß ſie ſolche mit Hacken zu Loch ziehen müſſen, etliche hatten die Hunde zerriſſen, und ohn— kendtbar gemacht. Da machten ſie groſſe Löcher, warffen 8. 10. 12. bis 15. in ein Loch, ohne eini— ges Leichkahr, ohne Klang und Geſang. Anfänglich waren die Bord von dem Kirchen-Speicher ꝛc. abge⸗ riſſen Leichkahr gnug zu machen, aber nun wars nicht mehr nöthig. Wenige kamen auf den Kirch—⸗ hoff, ſondern wegen groſſer Unſicherheit wurden ſie zu Haußen und Lichtenberg auswendig an die Berge, auf Wieſen, Aecker, Weinberge und Gärten, beſonders gegen dem Bollwerck neben dem Eßels— pfad mit groſſer Menge, unter welchen auch zween dahin aus dem Erpachiſchen geflehete Pfarrer ge— weſen, begraben. Herr Georg Vloth, Fürſtl. Keller in Lichtenberg, hat ſeine Mutter auch nicht nach Biberau auf den Kirchhoff bringen können, ſondern bei ſeiner Kelter an den Blumen-Garten begraben laſſeu. Es riſſe ſolches Gifft dermaſſen ein, daß jederman meinte, es würde niemand überbleiben, darum, weil jedermann ſich des Lebens verziehe, wurde ſolche Seuche auch von niemand mehr geſcheuet. (Beſchluß folgt im nächſten Blatten) 273 Bekanntmachungen von Behoͤrden. MA Gläubiger-Aufforderung. (648) Wilhelm Heinrich Jakob von Petterweil beabſichtigt nach Frankfurt a/ M. auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo⸗ naten bei großh. Landgericht Groskarben anzumel— den, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt wer⸗ den wird. Friedberg den 14. Oktober 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger-Aufforderung. (649) Margaretha Roux von Oberrosbach beab⸗ ſichtigt nach Frankfurt a/ M. auszuwandern. Rechts— anſprüche an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 14. Oktober 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Edictalla dung. (657) Ueber das Vermögen des Buchbinders Chriſtian Berg zu Butzbach iſt wegen Ueberſchul— dung der Conkursprozeß erkannt worden. Alle Gläu⸗ biger deſſelben werden daher aufgefordert, ihre An— ſprüche an die unbedeutende, generell verpfändete und kaum zur Befriedigung des bevorzugten Gläu— bigers hinreichende Vermögensmaſſe des Chriſtian Berg ſo gewiß im Termine Dienſtag den 9. Dezember d. J. Vormittags 9 Uhr. entweder in Selbſtperſon oder durch gehörig bevoll— mächtigte Mandatarien geltend zu machen, auch ihre Erklaͤrungen wegen eines zu verſuchenden Vergleichs abzugeben, aks ſonſt Ausſchluß von der Maſſe er— folgen und resp. Beitritt zum Beſchluſſe der Mehr— heit der aufgetretenen Gläubiger angenommen wer- den wird. Friedberg den 20. Oktober 1834. i Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Erlen-Stämmchen u. Zwetſchen-Bäume. (658) In der Gemeinde Steinfurt ſind mehrere 1000 Stück Erlen-Setzling-Stämmchen von verſchie⸗ dener Größe parthienweis käuflich zu erk lten. Kauf— liebhaber hierzu haben ſich innerhalb drei Wochen bei Unterzeichuetem zu melden. Sodann bietet die— ſelbe Gemeinde circa 40 Stück alte Zwetſchen-Bäume als Nutzholz für Dreher käuflich dar. Steinfurt am 2. Novbr. 1834. Der Bürgermeiſter Petri An ffo der u n g. Bei der Reviſion der landgerichtlichen (660) Depoſitenkiſte haben ſich unter andern auch in der⸗ ſelben vorgefunden: 10 ein verſiegeltes Teſtament mit der Aufſchrift: Hierin befindet ſich die vor gemeinſchaftl. Amt zu Protokoll erklärte Dispositio inter liberas des gemeinſchaftl. Unterthanen Philipp Roth, errichtet am 21. Aug. 1813, 2) ein verſiegeltes Teſtament mit der Aufſchrift: Letzte Willensmeinung des hieſigen Judenburſchen Salomon Markbreit. Man konnte bis jetzt weder über das Leben oder Abſterben der Teſtirer, noch darüber, wer ihre nachſten Verwandten und Erben ſind, Auskunft erhalten, weßhalb Philipp Roth und Salomon Markbreit, ſowie deren Erben, hierdurch aufge⸗ fordert werden, ſich bis zum Mittwoch den 14. Januar 1835 um ſo gewiſſer bei der unterzeichneten Gerichtsſtelle zu melden, als ſonſten von Amtswegen die Eroff⸗ nung der aufgefundenen Teſtamente verfügt werden wird. Rödelheim den 3. Novbr. 1834. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht. Dr. Buff. T1. Verſteigerung von altem Papier. (670) Auf dem Büreau des Unterzeichneten ſoll eine bedeutende Quantität alte Akten an die meiſt— bietenden Papierfabrikanten öffentlich verſteigert wer⸗ den. Steigluſtige haben ihre Gebote pr. Centner bis zum Dienſtag den 25. d. M. ſchriftlich dahier einzugeben, oder ſich bei der an dieſem Tage abge⸗ halten werdenden Verſteigerung ſelbſt einzufinden. Friedberg den 3. Novbr. 1834. g Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath . des Kreiſes Friedberg. 5 Küchler. Arbeit-Verſteigerung. (671) Mittwoch den 19. November, Vormittags 9 Uhr, ſollen die zur Herſtellung der Oekonomie⸗ gebäude im Pfarrhauſe zu Beyenheim nöthigen Bau⸗ arbeiten, als: 1) die Maurerarbeit, voranſchlagt zu 132 fl. 57 kr. 2) Zimmerarbeit 1„ 235% 11% 3)„ Dachdeckerarbeit 1„ 46„ 29, 4)„ Schreinerarbeit„% 50%— 5)„ Schloſſerarbeit 5„ 31% 24, 6)„ Glaſerarbeit 2„ 4, 48% 7)„ Pflaſterarbeit„ 55 2—— Summe 514 fl. 51 kr. in der Wohnung des dortigen großh. Bürgermeiſters an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert wer⸗ den.— Ueberſchlage und Bedingungen liegen bis dahin auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, vor⸗ 274 ſtehende Bekanntmachung in ihren Gemeinden durch die Schelle gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 12. November 1834. Der Kreisbaumeiſter Holzapfel. Holz-Verſteigerung. (672) In hieſigem Gemeindewald ſollen Dienſtag den 18. d. M., Morgens 9 Uhr, 220 Stecken theils Buchen-, theils Eichen-Scheit⸗, Prügel und Stock⸗ holz nebſt 5000 Stück Eichen⸗ und Buchen⸗Wellen verkauft werden. Florſtadt den 13. November 1834. Der großh. Bürgermeiſter Appel. Fette Faſelochſen. (673) In der Gemeinde Melbach ſtehen 2 gute fette Faſelochſen zu verkaufen. Kaufliebhaber können ſich an Unterzeichneten wenden. Melbach den 13. Novbr. 1834. Der Bürgermeiſter Ph. Stier II. Geld auszuleihen. (674) Bei der dorheimer Knappſchaftskaſſe zu Friedberg liegen 200 fl. zum Ausleihen in den Land⸗ gerichtsbezirk Friedberg bereit. Friedberg den 11. November 1834. Der großh. Bergrentmeiſter Hutter. N N Bekanntmachungen von Privaten. Wohnungsveränderung u. Empfehlung. (664) Meinen geehrten Freunden zeige ich hier⸗ durch ergebenſt an, daß ich meine bisherige Woh⸗ nung in der Judengaſſe verlaſſen und das Haus des Hrn. Vogt auf dem Markte neben der Engel⸗Apo⸗ theke bezogen habe. Ich verbinde hiermit die weitere Anzeige, daß ich in Ellenwaaren beßtens aſſortirt bin, ſo wie, daß ich eine ſchöne Auswahl neuer gefertigter Weſten, Hoſen und Kittel beſitze, wobei ich zugleich mein La⸗ ger fertiger Betten ꝛc., ſowohl zum Verkauf als zum Verleihen, beßtens empfehle. Friedberg den 4. Novbr. 1834. Zacharias Garde. (665) Ein junger Mann, welcher ſeit langer Zeit in der Nähe der im Clavierſpielen, Rechnen, Schreiben, Geographie und der deutſchen und franzoͤſiſchen Sprache ꝛc. ge— geben hat und dabei eine ausgezeichnet ſchöne Hand ſchreibt, wünſcht bei einem Landgericht oder auf einem anderen Bureau als Sekretär oder Scribent ange— ſtellt zu ſeyn. Auch wird er ſich den Schreibereien einer Bürgermeiſterei unterziehen, wenn er dabei Gelegenheit findet, in obigen Wiſſenſchaften Unter richt zu geben. Auf frankirte Briefe giebt nähere Auskunft Das allgemeine Geſchaͤfts-Bureau zu Roͤdelheim bei Frankfurt a. M. Logis zu vermiethen. (675) Ein Logis im 2ten Stock meines Hanſes, Stadt Frankfurt a. M. Unterricht Ve (67 Uhr nach lung eine toff N 1 neinden Aan u laſſen. 834. olzapfel. alen Dienſi Stecken theilt l= und Sluc Buchen⸗Weln 834. ſter Appel. n. ſtehen 2 gutt bhaber könn 9. Stier II. oſchaftskaſſe zu n in den Land 1834. geister Hutter. Privaten. npfehlung. zeige ich hiel⸗ sherige Woh⸗ das Haus des er Engel⸗Apo⸗ Anzeige daß bin, ſo wie, ertigter Veſtel, ualeich mein= Berkauf als zun arias Garde. ſeit langer 1. M. uteri en, Geograrl Sprache N. r schone Hun nel oder auf eil „Bun! 1 gurt g. ankfurt 1 ven. e el 4 Hate meilles?* — beſtehend in zwei heitzbaren Zimmern, zwei Kam⸗ mern, Küche, Boden, Antheil am Keller, iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden bei Friedberg den 12. Novbr. 1834. Konrad Jung's Wittwe. (676) Saͤmmtliche Herren Fabrikan— ten und Inhaber von Manufacturen und Gewerbsanlagen des Großherzog— thums werden hiermit erſucht, ihre Firma und Adreſſe nebſt Angabe aller bei ihnen verfertigten Artikel an die untengenannte Redaction zur Bekannt— machung einer vollſtaͤndigen geordneten Ueberſicht in den„vaterländiſchen Berichten“ baldgefällig einzu— ſenden. Auch wird man hierin Notizen, welche in Beziehung auf ihre Fabrikationszweige und deren Debit dem Publikum und insbeſondere den Freunden des Gewerbfleißes von Intereſſe ſeyn können, gern aufnehmen. Darmſtadt den 9. Novbr. 1834. Die Redaction der vaterlaͤndiſchen Berichte für das Großherzogthum Heſſen. Verſteigerung verſchiedener Gegenſtände. (677) Mittwoch den 19. d. M., von Morgens 9 Uhr an, ſollen in der Forſtwohnung zu Rodheim nachbemerkte Gegenſtäͤnde gegen gleich baare Zah— lung öffeutlich verſteigert werden: 2 Kühe; 2 Schweine; ungefahr 70 Ctr. Heu; eine Parthie Grummet; ungefähr 50 Mltr. Kar⸗ toffel; 16 Stecken dörres Scheit- und Stockholz; 2 neue Pferdegeſchirre; ein Reitſattel; ein Zaum; 2 paar Reittaſchen mit Gurten; eine Doppel⸗Jagd⸗ flinte; eine Bürſchbüchſe; ein Stutzer; vier Ohm Apfelwein mit 2 Faß; ein großer kupferner Waſch— keſſel; ein kleiner eiſerner ditto; eine blecherne Bad— bütte; ein Mehl- und ein Haferkaſten; eine noch neue Butterleier, ſtehend, mit meſſingenen Reifen; ein Schreibtiſch mit 12 Schubladen, worunter 8 verſchließbar ſind; mehrere Tiſche und Stühle; eine Parthie Krüge und Flaſchen ꝛc.; ein welſcher Hahn und eine Henne; und eine Parthie Dung. Nodheim den 10. November 1834. In Auftrag der Frau Forſtinſpektor Frey Bingmann. Empfehlung. (678) Unterzeichneter empfiehlt ſich in allen Sor— ten Conditoreiwaaren, als: feines und ordinäres Marcipan, Bisquit, Anisgebackenes, Babillots, Makronen, Citronatpfeffernüſſe, geröſte Mandeln, 275 Zuckerſtängel, überzuckerte Corianderkörner, Früch⸗ tenträger, weiße nürnberger, baſeler und ordinäre Lebkuchen, gute Gewürzchocolade; auch nehme ich Beſtellungen von Torten an. Ich werde meine Abnehmer zu den billigſten Preiſen bedienen. J. Steinhäußer. a Literariſche Anzeigen. (679) Auf die vom Anfange des nächſten Jahres an in monatlichen Heften bei C. Dingeldey in Darmſtadt er— ſcheinende Zeitſchrift: Vaterländiſche Berichte für das Großher— zogthum Heſſen, herausgegeben von G. W. Frhr. v. Wedekind, wie in einer der heutigen Beilagen dieſes Blattes a usführlich dargethan wird, nimmt Beſtellung an die Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg. (680) Die in einer der heutigen Beilagen angezeigten Werke: Wörterbuch der deutſchen Sprache in Beziehung auf Abſtammung und Begriffsbildung von Konrad Schwenck(ein ſehr gediegenes Werk), Neues franzoͤſiſch-deutſches und deutſch-franzöſiſches Wörterbuch von J. Lendroy, liegen zur Einſicht bereit in der Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg. Bitte an Menſchenfreunde. Bei dem, bekanntlich am 3. Aug. l. J. in Folge eines zündenden Blitzeinſchlages ſtattgehabten, Brande der Oekono— miegebäude des Herrn Vorbach, des Vaters, auf der ſo⸗ genannten Dickmühle unweit Holzhauſen wurde der ſauere Erwerb vieljährigen Dienſtfleißes, zugleich das ganze Ver⸗ mögen des dort als Fuhrknecht dienenden Peter Ajel von Birklar, Amts Hungen, ein Raub der wüͤthenden Flam— men. Da derſelbe von ſeinen Eltern nichts ererbt; zwei Feldzüge zur Vertheidigung des geliebten Vaterlandes, mit⸗ gemacht; ſchon 20 Fahre lang redlich und fleißig bei Müllern gedient, und blos darum ſeine Baarſchaft ſammt Kleidern, 200 fl. an Werth, verloren hat, weil er beim erſten Augen⸗ blick der Feuernoth, das Seinige vergeſſend, nach Hülfe eilte; ſo iſt deſſen Verdienſt um die Menſchheit im Gegenſatze zu ſeiner jetzigen traurigen Lage auch ohne weitere Hinzufügung chriſtlicher Rührungsgründe hinlänglich, ein theilnehmendes Publikum des blühenden Kreiſes Friedberg und angrenzender Orte zu einer milden Spende aufzufordern. Auch die kleinſte Gabe ſoll willkommen heißen.. Der Unterzeichnete erbietet ſich, dergleichen Früchte chriſt— licher Bruderliebe zu empfangen und deren richtige Ueber⸗ reichung in dieſem Blatte nachzuweiſen. Holzhauſen den 2. November 1834. Helferich, Pfarrvikar. Empfangsbeſcheinigung. 8 Für die Wetterbeſchädigten im Kreiſe Grünberg ſind bei dem Unterzeichneten ferner eingegangen: von Hrn. Steuer⸗ einnehmer Specht dahier 48 kr. Friedberg den 6. Novbr. 1834. 5 Flemming. Im Oktober 1834 wurden zu Friedberg 1. Getraut. Den 23. Herr Johann Philipp Engel, Johanne Philippine Bechſtein, Bechſtein, eheliche Tochter. In der Stadt: 5 Bürger und Bäckermeiſter des hieſigen Bürgers dahier, ein Wittwer, und Jungfer und Sattlermeiſters Hrn. Johannes 70 2 Get agu f. a) In der Stadt: 0. Dem Bürger und Schneidermeiſter Adam Schmidt ein Sohn: Ludwig; geb. den 13. d. M. „ 20. Herrn Wilhelm Schenk, Bürger und Barbier, eine Tochter: Louiſe Chriſtina Liſette Helena; eb. den 11. d. M. „ 21. 9 Philipp Wilhelm Netz, Bürger und Gaſtwirth, ein Sohn: Conrad Philipp Wilhelm; eb. den 20. Sept. 2 99 750 Matth. May, Bürger und Kammmachermeiſter, eine Tochter: Magdalena; geb. d. 19. d. M. „ 26. Herrn Georg Bindernagel, großh. heſſ. Kreisgeometer, eine Tochter: Katharina Eleonora Thekla; geb. den 7. d. M. „30. Herrn Ludwig Schäfer, Bürger und Sattlermeiſter, eine Tochter: Johanne Philippine; geb. den 9. d. M. b) In der Burg: „ 5. Dem hieſ. Bürger und penſionirten großh. heſſ. Feldwebel Hrn. Heinrich Konrad Ockel eine Tochter: Georgina Johanna Margaretha Lina; geb. den 10. Sept. „ 5. Dem hieſ. Bürger und Schneidermeiſter Chriſtian Phil. Berg eine Tochter: Maria Regina; geb. den 14. Sept. „12. Dem großh. heſſ. Feldwebel im 2ten Bataillon des Aten Infanterie-Regiments Herrn Ludwig Gompf ein Sohn: Johann Adam Karl Theodor; geb. den 18. Sept. grebe n. a) In der Stadt: „2. Ambros Conrad Müller, des hieſigen Bürgers und Rothgerbers Carl Müller ehel. Soͤhnchen, alt 3 Tage; geſt. den 30. Sept. 5 „ 4. Engelhardt 7 egen Ortseinwohner und Friſeur, alt 74 Jahre, 1 Monat u. 22 Tage; geſt. den 2. d. M. „ 7. Tobias Waltz, Bürger und Metzgermeiſter dahier, alt 55 Jahre; geſt. den 5. d. M. „11. Joh. Georg Nagel, des hieſigen Bürgers und Buchbinders Herrn Carl Chriſtian Nagel ehel. Söhnchen, alt 5 Monate und 8 Tage; geſt. den 10. d. M. „ 16. Catharina Strackbein, der Margaretha Strackbein außereheliches Töchterchen, alt 9 Monate und 25 Tage; geſt. den 14. d. M. „ 21. Margarethe Friedericke Gröninger, des hieſigen Bürgers, Küfers und Bierbrauers Georg Gröninger ehel. Töchterchen, alt 3 Monate und 2 Tage; geſt. den 19. d. M. „ 27. Joh. Georg Philipp Werner, des hieſigen Bürgers und Apothekers Herrn Philipp Werner ehel. Söhnchen, alt 4 Jahre, 4 Monate und 8 Tage; geſt. den 25. d. M. „28. Barbara Langsdorff, des weiland Gerichtsſchöffen Heinrich Langsdorff zu Nauheim nachge— laſſene Wittwe, geborne Schutt, alt 65 Jahre; geſt. den 26. d. M. „31. Katharina Eleonora Thekla Bindernagel, des großh. heſſ. Kreisgeometers Herrn Georg Bindernagel ehel. Töchterchen, alt 23 Tage; geſt. den 30. d. M. b) In der Burg:„ „ 4. Anna Maria Wolf, des verſtorbenen Polizeidieners in hieſ. Burg Juſtus Wolf hinterlaſſene Wittwe, alt ſechszig und etliche Jahre; geſt. den 2. d. M. c) In der Judengaſſe: een „10. Franziska, eine uneheliche Tochter der Malge Bing aus Frankfurt aM. et erb en „24. Jakob, Söhnchen von Michel Ludwig Grödel; geboren am 30. Juli d. J. Verkaufspreiſe 1 Pfund Leber⸗ und Blutwuir ff der Backer und Metzger vom 29. Septbr. bis zum 6. Okt. 1„ Bratwurſt 2 5 5 4. 14 kr. Für 1 kr. Milchbrod... 6 Loth— Quint. 1 Schwartenmagen 14 kr. „1 kr. Gemiſchtes 2% eee, eee 1 ee N 8 g 1 20 kr. 1 Lekr⸗ Laden⸗Brod. 4 pfund 10„ 1 Dorrfleiſ c 1 „ 6 kr. dito 3 9. 7 2* 1 1 Schmalz 5 5.*** 16 kr 5 1 0 0 0 5 7„ 2„ 15 1 In der Judengaſſe bei den Metzgern: 6 5 dito 80** 10 1„ Kühfleiſch 5 1 8. 5 8 t. VVV e k. 1%% Kale, 7 kr. Fruchtpreiſe. 1» Hammelfleiſch. 77 14 125 8 7 kr. Waizen 6 fl.— kr. Gerſte 3 fl. 40 kr. 1 Schweinenfleiſchh 9 5 1 9 kr. Korn 4 fl. 25 kr. Hafer 3 fl. 15 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 1