riſtina, gers zu ich, al mund, 5 Steiz cbornes 3 No⸗ F 2 die Ir ovinz S Yberhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. WM II. Sonnabend, den 15. Maͤrz 1834. Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Vertilgung der Feldmäuſe. Die Verheerungen, welche die Feldmäuſe ſchon ſo häufig unter der Erndte in der Wetterau ange⸗ richtet haben, ſind Ihnen Allen noch in friſchem Andenken. Den mir von verſchiedenen Seiten zugekom— menen Berichten zufolge, ſind dieſe ſchädlichen Thiere in mehreren Gemarkungen wieder in großer Menge vorhanden und drohen, ihrer bekannten außerordentlich ſchnellen Vermehrung wegen(ein Paar ſoll ſich durch mehrere Generationen in einem Jahre bis zu ein Paar Tauſend vermehren), unſere ſchönen Hoff— nungen auf eine geſegnete Erndte zu vernichten. Die Erfahrung hat genügend bewährt, daß die Bemühungen Einzelner zur Abwendung einer ſolchen Mäuſeplage erfolglos ſind, vielmehr nur die gemeinſchaftliche Wirkſamkeit ganzer Gemeinden dieſes Ziel erreichen laſſen. Ich bin deshalb veranlaßt, Folgendes zu verordnen: 10 In allen Gemeinden, in deren Gemarkungen die Feldmäuſe in beſorglicher Menge vorhanden ſind, haben die großh. Bürgermeiſter deren Vertilgung alsbald auf eine durchgreifende Weiſe anzuordnen. 2) Ueber die bewährt gefundenen Vertilgungsmittel gibt der unten folgende Anhang Aufſchluß. Es bleibt dem Ortsvorſtande überlaſſen, darunter dasjenige auszuwählen, deſſen Anwendung nach der Oertlich— keit am Geeigneteſten erſcheint. 3) Wenn von dem Ortsvorſtande die desfallſige Vorſchrift ertheilt iſt, ſo darf ſich kein Guͤterbeſitzer davon ausſchließen. 4) Um verſichert zu ſeyn, daß eine durchgreifende Anwendung der vorgeſchriebenen Vertilgungsmittel wirklich erfolge, ſo hat der Ortsvorſtand zu beſtimmen, wie viel Mäuſe ein jeder Gutsbeſitzer nach Verhältniß ſeines Beſitzthums täglich einfangen und abliefern muß. 5) Die Vernachläßigung dieſer Ablieferung ſoll mit einer angemeſſenen Polizeiſtrafe für jede nicht abge— lieferte Maus beſtraft werden. Zur Feſtſetzung des Maaßes und Androhung dieſer Strafe werden die großh. Buͤrgermeiſter hierdurch ermächtigt. — . i 6) Ob die Töpfe, Inſtrumente oder Materialien, womit die Mäuſe gefangen oder vertilgt werden ſollen, Gemeindeweiſe angeſchafft und aus der Gemeindekaſſe bezahlt, oder von jedem Einzelnen ſelbſt herbei— gebracht werden ſollen, gebe ich dem Ermeſſen der Ortsvorſtände anheim. Ueber den Erfolg dieſer Maasregeln erwarte ich übrigens binnen 4 Wochen berichtliche Vorlage. Friedberg den 11. März 1834. Küchler. Anhang uber die Vertilgungsmittel der Feldmaͤuſe. 10 Eingraben von Töpfen.— Als eins der vorzüglichſten Vertilgungsmittel hat ſich das Ein— graben von irdenen inwendig glaſirten tiefen Töpfen bewährt. Es wird damit in folgender Weiſe verfahren: Gewanuweiſe werden, je nach der Größe eines Ackers, auf einem jeden 2 bis 3 und mehr Töpfe dergeſtalt eingegraben, daß ihr Rand ungefähr einen Daumen breit tiefer als die Oberfläche der Erde zu ſtehen kommt. Ueber die Töpfe wird alsdann ein kleines Gebund Stroh, am beſten Erbſen- oder Wickenſtroh, gelegt, weil darunter die Mäuſe gerne Schutz und Nahrung ſuchen, und dadurch in die Töpfe gelockt werden. Wenn die Töpfe 3 oder mehrere Nächte geſtanden haben, und man bemerkt, daß ſich die Mäuſe wirklich gemindert haben, was gewiß erfolgt, weil in jedem Topfe ſich alle 24 Stunden im Durchſchnitt 15 Mäuſe fangen, ſo werden die Töpfe herausgenommen, in einem anderen Diſtrikte einge— graben und dort wie angegeben und ſo weiter verfahren. Zweckmäßig iſt es wenn die Töpfe halb mit Waſſer angefüllt werden, damit die Mäuſe ertrinken, weil ſie ſich ſonſt in den Töpfen unter einander ſelbſt aufzufreſſen pflegen. 20 Das Bohren von 1½¼ Fuß tiefen Löchern in Feldern und Wieſen.— Man bedient ſich hierzu eines ſogenannten eiſernen Löffelböhrers von 1½ Zoll im Durchmeſſer und 3 Zoll Länge in der Schneide, der Stiel kann beliebig lang ſeyn. Die damit gebohrten Löcher werden vermittelſt eines hölzernen Stößers, der zu dem Bohrer paſſend gemacht iſt, durch 3 oder 4 Stöße glatt und feſt gemacht. Ein Menſch kann in einem Tage etwa 400 Löcher bohren. In dieſen Löchern fangen ſich die Mäuſe gleich wie in den Töpfen, werden alle Paar Tage mit einem hölzernen Stößer darin getödtet und mit einem eiſernen Hacken herausgeholt. 3) Vergiftung.— Ueber die Anwendung dieſes Mittels enthält bereits die Zeitſchrift über den landwirthſchaftlichen Verein in dem Großherzogthum ſchätzbare Anweiſungen. Da daſſelbe indeſſen leicht für das Vieh, namentlich die Schweine, bei der Huth gefährlich werden kann, ſo iſt dabei die äußerſte Vorſicht erforderlich. 4) Das Einblaſen von Schwefeldämpfen in die Schlupflöcher der Mäuſe vermittelſt eines kleinen Blaſebalgs. 5) Das Erſäufen derſelben vermittelſt Uebergießen der Mäuſelöcher mit Waſſer. Dieſes Mittel iſt jedoch nur bei eingetretenem Froſt von beſonderem Erfolg. Iſt das Behuͤten der Winterſaaten nuͤtzlich oder Zweck und die Nützlichkeit des Treibens der Schafe f i= Waizenfe ben aͤdlich? Od auf die Korn- und Waizenfelder belehrt haben, chic Sen Wadern Ar Kuffſgen mag es in dieſer, wie in ſo vielen andern land— in dem Aufſatz: Die Schafe auf der wirthſchaftlichen Rückſichten gehen, daß ſie die Korn⸗ und Waizenſaat— in Nro. 8 eigentliche Veranlaſſung oder das Motiv manches dieſes Blattes. in der Oekonomie Gebräuchlichen und Hergebrachten nicht einmal anzugeben wiſſen, und daher Gründe Jenen tüchtigen Oekonomen, welche das dafür vorbringen, welche ſich ſo wenig auf ſichere Behüten der Winterſaaten in Schutz nehmen, und Wahrnehmungen und gemachte Erfahrungen ſtützen, den Verfaſſer obengedachten Aufſatzes über den daß ſie ſchon dem Laien zweifelhaft vorkommen, en ſolley 6 t herbei, rlage. ahren: dergeſtalt u ſtehen kenſtroh, e gelock ſich die nden in te einge alb mit nander bedient ange in vaſſend va 400 Paar wer den werdell ſebalgs. üttel ist — r Schaf t haben ern land ſie die manchen ebrachtel Gründe uf ſichen ſtützel/ comme/ noch mehr aber dem Mann vom Fach, welcher genauer beobachtet hat, ſogar lächerlich erſcheinen. So verhält es ſich wenigſtens mit der Jenem an— geblich ertheilten Verſicherung: daß die Schafe die Korn- und Waizenpflanzen unberührt ließen, und nur den Acker vom Unkraut reinigten— daß die Schafe den Boden zuſammentraten, und durch die— ſes ſo wie durch den auf den Saatfeldern zurück— gelaſſenen Dünger zum freudigeren Wachsthum des niedergetretenen Getraides beitrügen ꝛc. Man ſehe doch nur— nachdem die Schafe einen Korn- oder Waizenacker verlaſſen haben— einmal nach: ob ſie das darauf befindliche Unkraut weggefreſſen, oder ob ſie nicht vielmehr vorzugs— weiſe ihre Zähne an dem eigentlichen Getraide ver— ſucht haben? Das Schaf liebt beſonders das Ge— ſchlecht der Gräſer, und läßt, wo dieſe zu haben ſind, andere Pflanzen beinahe unberührt; mithin ſchmecken ihm auch unſere Halmfrüchte, welche doch wohl nur durch anhaltende Cultur veredelte Grasarten ſind, und wenigſtens in das Geſchlecht der Gräſer gehören, vorzugsweiſe beſſer, als die ſogenannten Unkrautpflanzen, wovon es ſogar viele ganz verſchmähet, oder doch ſo lange unberührt läßt, als es Auswahl hat, und nicht durch Hunger zu deren Genuß gezwungen wird. Das Auftreiben der Schafe auf die Winter— flur darf da, wo es hergebracht iſt), doch nur dpährend des Froſtes in den Monaten December, Januar und Februar, jedoch nicht bei aufgethauten Feldern, geſchehen. Die vom Froſt erſtarrte Erde kann daher nicht an die Pflanzen angetreten wer— den. Geſchähe das Behüten der Saaten aber ob— ſervanzwidrig bei Thauwetter; ſo würde das Zu— ſammentreten des naſſen Bodens auf die ſpätere Vegetation, wie jedem Landwirth bekannt iſt, nur nachtheilig einwirken. Der wenige Duͤnger, welchen die Schafe während des Uebertreibens eines Ackers auf dem— ſelben verlieren, iſt kaum zu beachten, und wird von der Witterung ſeiner düngenden Beſtandtheile beraubt, ehe das Pflanzenleben im Frühling wieder ) Ob dieſes Herkommen an manchen Orten zur rechtlichen Befugniß der Huthberechtigten gegen den Willen der Ackerbeſitzer, d. h. zur Servitut ausgeartet iſt? darüber dürften die Adminiſtrativbehörden im Intereſſe des Staats Erkundigungen einzuziehen, ſich veranlaßt finden in größere Thätigkeit tritt, und mithin demſelben zu gut kommen und angeeignet werden kann. Die wahren und allgemein anerkannten Be— weggründe des Ueberhütens der Winterſaaten ſind vielmehr a) daß durch das Abhüten des entweder zu frühe oder zu dick geſaͤeten, und bei günſtiger Witterung ſich in Folge deſſen zu dicht beſtaudeten oder üppigen Samens, und die hierdurch bewirkte Beraubung oder Abkürzung des Blatttriebs an den einzelnen vollkräftigen Fruchtpflanzen, und ſelbſt durch ihre Dünnerſtellung, die Gailheit der künfti— gen Vegetation gemindert, und die aus dem allzu— dichten Stand gewöhnlich entſtehende frühzeitige Lagerung des Getraides verhindert,— b) daß die Schafe nebenbei durch das ge— noſſene Grünfutter genährt— und das Dürrfutter erſpart werde. Das Behüten der Winterfrucht vertritt alſo hier in gewiſſer Rückſicht ganz die Stelle(nur in einer fruheren Epoche) des ſpäteren erſt nach be— gonnener Vegetation eintretenden, auf Korn- oder Roggenäckern wegen des früheren Schoſſens der Halme jedoch höchſt ungewöhnlichen, auf fetten Waizenäckern aber deſto gewöhnlicheren Schröpfens, welches man in der Wetterau mit dem Wort„Blaten⸗ bezeichnet. (Beſchluß folgt im nächſten Blatte.) Zur Geſchichte des Treffens am Johannisberge. Das wiſſen ſich alte Perſonen noch zu erin— nern, daß die Franzoſen unter dem Prinzen Conde ſich am 30. Auguſt 1762 am Johannisberge bei Nauheim aufgeſtellt hatten und dort die Alliir— ten unter Anführung des jungen Erbprinzen von Braunſchweig, deſſelben, der in der Folge als Feldherr eine große Rolle ſpielte, in der Schlacht bei Jena aber unglücklich endete, zurückſchlugen. Wie's aber kam, das iſt nicht allen bekannt; darum wollen wir's hier mittheilen. Es war dem Erbprinzen von Braunſchweig wohl gemeldet worden, daß die Franzoſen am Johannisberge ſtünden. Da ihm aber ein der Gegend Kundiger bemerkte, man konne ſie von Fauerbach aus im Rücken angreifen, ſo nahm er ſich einen Boten dahin. Dieſer, welcher der 7. —. — . . Meinung war, daß von Fauerbach bei Fried— berg die Rede ſey, führte die Mannſchaft gerade dem Feinde vor die Augen, und das Reſultat mußte wohl unglücklich ausfallen. Wäre der Bote der Gegend kundiger geweſen, und hätte die Ver⸗ bündeten nach Fauerbach bei Münſter geführt, ſo würden ſie von da dem Feinde in den Rücken haben fallen konnen, und wahrſcheinlich glücklicher geweſen ſeyn. So hängt oft das Schickſal eines Treffens, ja einer großen Schlacht und mit ihr das Leben vieler Tauſende von einer ſcheinbar geringfügigen, unbedeutenden Urſache ab! Eben dies muß uns zu der Ueberzeugung führen, daß es eigentlich gar nichts Geringfügiges, Unbedeutendes im großen Gange der Dinge gibt. Der Erbprinz von Braunſchweig hatte aber damals ein ſolches Andenken an den Johannisberg erhalten, daß er ihn auch als Feldherr und Herzog in der Folge nicht vergaß. Denn als er im Jahr 1792 bei ſeinem Feldzuge in die Champagne nach der Gegend von Valmy kam, wo die große Kanonade ſtatt fand, nach welcher er zum Rückzuge gezwun⸗ gen wurde, rief er ahndungsvoll aus:„Das iſt ja der Johannisberg bei Friedberg!“ Es war auch einer, aber ein zweiter und zwar ein größerer. Die Gegend muß wohl Aehnlichkeiten mit dem unſrigen darbieten. Schulſach en. Wir waren immer der Meinung, daß, wenn es beſſer werden ſoll, man mit den Schulen und Schullehrern anfangen müſſe. Es wird auch noch eine Zeit kommen(und wir hoffen, ſie iſt nicht ſehr entfernt), wo das Schul-Lokal nicht wie ſonſt eine unfreundliche, dunkle Kammer, ſondern das ſchönſte und ſauberſte Zimmer im ganzen Dorfe iſt, in das die Eltern mit Freuden ihre Kinder ſchicken, weil ſie wiſſen, daß ſie dort nicht nur an Körper geſund erhalten werden, ſondern auch an Geiſt erſtarken und zu braven Menſchen ſich heranbilden. Auch das hoffen wir noch zu erleben, daß der Lehrer nirgends mehr nöthig haben wird, ſeinen Laib Brod oder ſein Scheit Holz oder ſein Gebund Stroh im Dorfe ſich zuſammen zu betteln, ſondern daß er von der Gemeinde honorirt wird, dann aber auch mit Freude und Liebe ſeinem ſchweren und ehrenvollen Amte oblieget. Der Anfang iſt u. A. bereits in Großkarben gemacht, woher uns Fol— gendes mitgetheilt wird, dem wir mit Freuden ein Plätzchen geben in unſerm Blatte. „Dies großkarber Gemeinde hat in den letzten Tagen des verfloſſenen Jahres in Beiſeyn des großh. Kreisſekretärs Hrn. Cameſaska einen Ver⸗ trag abgeſchloſſen, nach welchem die Beſoldung des Lehrers in dem genannten Orte nach der Steuer— pflichtigkeit erhoben und vierteljährig an den Lehrer ausbezahlt werden ſoll. Dadurch verſchwinden die Namen der Feſtlaibe, Glockenſichlinge, Schul— und Holzgeld u. ſ. w., und der Lehrer trägt das beruhigende Bewußtſeyn in der Bruſt, zukünftig nicht mehr vom Schweiße der Armen zu leben. Möchten dieſem Beiſpiel viele Gemeinden folgen! Werden dadurch die Schulen nichts anders, als das, was ſie früher waren— Gemeinde— anſtalten— ſo kommen ſie doch dem, was ſie werden ſollen— Staatsanſtalten— näher.“ Bekanntmachungen. NN Gläubiger-Aufforderung. (92) Der hieſige Ortsbürger und Schuhmacher Abraham Schmidt beabſichtigt nach Nordamerika auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten dahier anzumelden, gegen— falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 13. Febr. 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. (107) Die auf Dienſtag den 11. März angekün⸗ digte Arbeitsverſteigerung wird Hinderung wegen nicht an dieſem Tage, ſondern Montag den 17. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in hieſigem Rathhauſe abgehalten, beſtehend in Pflaſterarbeit, Fuhren in hieſiger Stadt, für Beifuhr und Abfuhr der Steine und des Schuttes, Meſſen des Kiſſes und Klaftern der Steine, ſowie Chauſſiren verſchiedener Stellen und Abbrechen des Pförtnerhauſes am fauerbacher Thore, öffentlich an Wenigſtnehmende ausgeboten werden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge— bracht wird. Friedberg den 6. März 1834. Der Bürgermeiſter D. Fritz. hweren ſt u. A 8 Fol⸗ den ein letzten in des u Ver⸗ ng des Steuer⸗ Lehrer künftig leben. folgen! inders, einde⸗ vas ſie 4 her, machet amerifa en ſind gegen⸗ wird. tisrath . mgekun⸗ 0 wegen u 17. d. athhauſe en in Steine Klaftern Stellen erbacher geboten tniß ge⸗ , Ati. (108) Ein Wagen in beßtem Zuſtande mit etlichem Zugehör ſteht zu verkaufen in Fauerbach bei Rudolph Haas. Edictalladung. (412) Die Erben des verlebten Drehers Wilhelm Mohr II. zu Aſſenheim haben deſſen Erbſchaft aus— geſchlagen, und es hat ſich nach dem aufgeſtellten Inventare ergeben, daß das Vermögen nicht an— reicht, um die angemeldeten Schulden zu decken. Um ein förmliches Concursverfahren abzuwenden, iſt zum Abſchluſſe einer gütlichen Uebereinkunft Ter— min auf Donnerſtag den 1. Mai d. J., Morgens 8 Uhr, anberaumt worden, wo alle bekannte und unbe— kannte Gläubiger des Wilhelm Mohr II. in Per— ſon oder durch zum Abſchluſſe eines Vergleiches aus— drücklich Bevollmächtigte, ſo gewiß zu erſcheinen haben, als ſie ſonſt, wenn ein gütliches Arrange— nent ſtatt findet, bei Vertheilung der Maſſe gar nicht berückſichtigt, für den Fall aber, daß der Concursproceß eingeleitet werden müßte, ohne eine ſerner weite Ladung Kraft dieſes von der Maſſe ausgeſchloſſen ſeyn ſollen. Gleichzeitig wird bemerkt, daß in dem anberaumten Termine wegen Beſtellung tines Maſſecurators und Verſilberung des Vermö— ſens verhandelt wird und daß in dieſer Beziehung nach den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger verfahren werden ſoll. Friedberg den 21. Februar 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. (114) Die zum Nachlaſſe des Matthäus Filz zu deldenbergen gehörige Mühle mit dazu gehöoͤrigem Morgen haltenden Gras- und Gemuͤſegarten, und der 1 Morgen großen mit wildem Gehölze lewachſenen Inſel, ſoll zum Zwecke der Erbver— heilung Montag den 14. April 1834, Vormittags 11 Uhr, (uf dem Rathhauſe zu Heldenbergen öffentlich meiſt— ketend verſteigert werden. Kaufluſtige werden nur ann zum Mitbieten zugelaſſen, wenn ſie ſich über i)re Zahlungsfähigkeit hinlänglich ausweiſen können. Die Mühle liegt an dem Nidderfluß nahe bei beldenbergen, an der von Friedberg nach Hanau fihrenden Chauſſee und beſteht außer einem zwei⸗ ſöckigen Wohnhauſe mit drei beſtens eingerichteten Mahlgängen und Anbau mit einem vorzüglichen Delgange, aus einer Scheune mit darunter befind— chem Pferdeſtall für 8 Pferde, und geräumigem Keller, aus einem Stalle für 8 Stück Rindvieh und aus Stallung für 50 Stück Schweine. Bemerkt wird hierbei noch, daß, Falls ſich Kaufliebhaber einfinden ſollten, eine halbe Hube gckerlands mitverkauft werden ſoll. Groskarben den 20. Febr. 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Buff. * Gläubiger- Aufforderung. (115) Johannes Schudt von Friedberg beabſichtigt nach Nordamerika mit ſeiner Familie auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— naten dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſ— ſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 25. Febr. 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Oeffentliche Aufforderung. (117) Katharina Stoffel von Florſtadt hat im Jahre 1830 folgende Grundſtücke: Gemarkung Oberflorſtadt. Ites Feld. Fol.] Nr.] Ruth. 74 16044%/ am Städerweg, ſtößt auf Heinrich Kratz von Unterflorſtadt. 103116479 ¾ daſelbſt an Peter Wiltheis und An— dreas Will. Illtes Feld. 501 11047 ¼ vor'm Altenwald, ſtoͤßt auf Jeremias Reichhold von Stammheim. 571 91032¼ Wieſe im Breul an Conrad Schau— bach, ſtößt auf Jakob Schreitz II. Gemarkung Unterflorſtadt. Ites Feld. 260] 7135 auf dem Lerchesberg an der Familie von Löw. Iltes Feld. 4861 22458 ¾ am Kirſchbaum an Friedrich Koch. 494 1276 an den Maueräckern an Johannes Waltz sen. Wittwe. 616] 3543 auf dem Hundsrücken an Peter Wiltheils. IIItes Feld. 835 3042 zwiſchen dem Kühweg und Ellenpfad an Friedrich Koch. 959] 5132 ¼ Wieſe im Niederried iſt getheilt mit Conrad Claus jun. Unterfeld. 679 20058 in der Platzgewann, an Johannes Moll und Daniel Kratz, oͤffentlich verſteigern laſſen. Nach vorliegender Be— ſcheinigung ſoll ſie muthmaaßlich Eigenthümerin dieſer Grundſtücke ſeyn, da ſie aber eine beſtimmte deßfallſige Nachweiſung nicht zu erbringen vermag, ſo werden alle, welche Anſprüche auf die erwähnten Immobilien machen zu konnen glauben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen einer Friſt von 8 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt den Kaufbriefen, welche Katharina Stoffel hat ausfertigen laſſen, die ge— richtliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Da es ſodann zweifelhaft iſt, ob nicht einige N ö ö N ö ö — der obbeſchriebenen Immobilien annoch verpfändet ſind, indem nach den Hypothekenbüchern der Ge— meinde Florſtadt, die aus den alteren Zeiten keine genaue Beſchreibung der Unterpfänder enthalten, auf den Namen des Vaters, der Katharina Stoffel nachfolgende Einträge offen ſtehen: 10 über ein Kapital von 150 fl., am 16. Mai 1776 bei der Kirche zu Florſtadt aufgenom— men, und 2) über ein Kapital von 200 fl., am 7. März 1777 ebenfalls bei der florſtädter Kirche ge— liehen, ſo werden gleichzeitig alle, welche aus den ebenerwähnten, angeblich durch Zahlung längſt erloſchenen Verpfändungen und auf die deßfallſigen Schuldverſchreibungen recht⸗ liche Anſprüche machen zu können glauben, angewieſen, ſolche binnen obbeſtimmter Friſt hier anzumelden, gegenfalls die Schuldver⸗ ſchreibungen für mortificirt erklärt und die betreffenden Einträge in den Hypothekenbü⸗ chern geloſcht werden ſollen. Friedberg den 21. Febr. 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. (118) Erbvertheilungshalber ſollen die der Ambros Ferrands Wittwe im Leben zugeſtandenen Immobi⸗ lien Montag den 17. d. M., Vormittags um 9 Uhr, in hieſigem Rathhauſe einer öffentlichen frei— willigen Verſteigerung auf Meiſtgebot ausgeſetzt werden, als: Eine Hofraithe, an Wilhelm Goll und Heinrich David Herold gelegen, beſtehend in einem Wohnhauſe mit Gärtchen, ſodann ein Garten an der Langgaſſe in der Zzten Gewanne, an Carl Klein und Ernſt Mülmerſtadt gelegen; was hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 4. März 1834. Der Bürgermeiſter D. Fritz. (125) Die Erben des in Ziegenberg Kreiſes Fried— berg verſtorbenen Herrn Foͤrſters Pilgram wollen Dienſtag den 1. April l. J. Morgens 10 Uhr in Ziegenberg nachſtehende, daſelbſt gelegene, Immobi⸗ lien meiſtbietend freiwillig verſteigern laſſen: Hofraithe, beſtehend in Haus, Scheuer, Stallung, Bier- und Backhaus, nebſt 2 Gärten, welche letztere unmittelbar an die Hofraithe ſtoßen. Die Gebäulichkeiten befinden ſich nebſt den Gärten in dem beſten Zuſtande und eignet ſich das Ganze zum Betrieb eines jeglichen Ge⸗ ſchäftes, beſonders da der Ort Ziegenberg zu den angeuehmſten und beſuchteſten des ganzen Kreifes gehört. Der Unterzeichnete ertheilt auf frankirte Briefe jede Auskunft mit Vergnügen. Langenhain den 5. März 1834. Der großh. Bürgermeiſter Huth. 58 (130) Dienſtag den 18. d. M. ſollen dahier nach⸗ ſtehende noch in gutem Zuſtande befindliche Gebäude erbvertheilungshalber auf den Abbruch weiſtbietend verſteigert werden: 1) ein zweiſtoͤckiges Wohnhaus, 24 Fuß breit und 48 Fuß lang, 2) eine Scheuer, 34 Fuß breit und 47 Fuß lang, 3) ein Stall, 20 Fuß breit und 27 Fuß lang. Bauernheim den 6. März 1834. Der Beigeordnete Keller. (131) Unterzeichneter iſt geſonnen, Dienſtag den 18. d. M., Morgens 8 Uhr, folgende Gegenſtände einer freiwilligen Verſteigerung auszuſetzen: Ein Wohnhaus nebſt Stallung und Scheuer (eignet ſich beſonders zur Wirthſchaft oder einer Fabrik, was es auch früher war), ein Pferd, Rindvieh, Federvieh, einen leichten einſpännigen Wagen, einen Stuhlwagen, ein Pflug und eine Egge, ein Pferde⸗Karrenbett, einen großen Waſchkeſſel, Bettung und Bett⸗ laden, Schränke und Komoden, einen Kaſta⸗ nienſtamm und dergleichen Gehölze mehr, nebſt verſchiedenen Hausmobilien. Heinrich Funk in Oberrosbach. (133) Auf Antrag des hieſigen Bürgers Johannes Schudt ſoll in Auftrag großherzoglichen Landgerichts deſſen Hofraithe, an Herrn Heinrich Damm und Herrn Schoff Müllers Erben in der Uſergaſſe ge⸗ legen, beſtehend in Wohnhaus, Schoppen und Grund, ſodann 1 Viertel und 21 Ruthen Acker in den Brückengärten, an Herrn Heinrich Salzmann, ferner 1 Morgen und 27 Ruthen Acker in den Brückengärten, an Herrn Heinrich Salzmann gele⸗ gen, Montag den 17. d. M., Vormittags um 10 Uhr, öffentlich meiſtbietend in hieſigem Rathhauſe verkauft werden. Friedberg deu 6. März 1834. Der Bürgermeiſter D. Fritz. (134) Kornſtrohlieferung. Dienſtag den 18. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll im Ver⸗ waltungsbüreau auf hieſiger Hauptwache die Lie⸗ ferung von 18 Fuder Kornſtroh an den Wenigſt⸗ nehmenden öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 12. März 1834. Reichart. (135) Die zu dem Nachlaß des großh. Landrichters Hennemann zu Groskarben gehörigen Mobilien ſollen auf Antrag der Erben und reſp. deren Vor⸗ münder meiſtbietend und gegen gleich baare Zahlung dahier verſteigert werden. Die Verſteigerung nimmt Donnerſtag den 20. Marz 1834, Morgens 9 Uhr, ihren Anfang und wird die folgenden Tage(mit Ausnahme des 22. und 23. März) fortgeſetzt, welches mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, 5 die Effekten in folgender Reihenfolge verkauft werden: ter nach⸗ Gebaude ſtbietend uß breit uß lang, lang. eller. ſtag den genſtande Scheuer aft oder ar), ein leichten gen, ein rrenbett, ind Bett⸗ u Kaſta⸗ hr, nebst rrosbach. Johanne dgerichtz m und rgaſſe ge pen und Acker u lzmann, m de' zun gelt 8 um 1. athhauſe 5. Fritz den 18. im Vet, die Lie Wenigſe ichart. idrichterb Mobilien gen Jof ng nimm 10 9 Uh age( ſortgeſch cht wild e verkal 1) Gold, Silber, Koſtbarkeiten. Hierunter befinden ſich namentlich: 1 goldene Repetiruhr, 1 goldene Taſchen- und 1 goldene Damenuhr, Ringe, ſil— berne Thee, Eß- und Vorlegloͤffel, Zuckerzange, Salzfaßchen ꝛc. 2) Kupfer und Meſſing.(Waſch- und Kaffeekeſſel, Milchkaſſeroll, Leuchter, 1 moderne gute Stand— uhr, welche alle 14 Tage nur einmal aufgezogen wird, Schellen ꝛc.) 3) Zinn, Blech und Blei.(z. B. 8 Dutzend zinnerne Schüſſeln und Teller ꝛc.; lackirte Brodkoͤrbchen, Kaffeebretter, Präſentirteller, Leuchter ꝛc.; blechene Filtrirmaſchinen, Weckrößer, Pfännchen, Reib— eiſen, Schöpper, Gießkanne, Kuchenbleche ꝛc.) 4) Eiſen und Stahl.(1 runder Ofen mit Rohr, 1 eiſerne Kiſte, Brat- und andere Kroppen, Dreifüße, Kohlpfannen, 2 Biegeleiſen, Tiegel, Zuckerpreſſer, Fleiſchgabel, Lichtputzen, Feuer— klufte, Krauthacken, Meſſer, Gabeln, 1 Stahl— glocke ꝛc.) 5) Porcellan, Stein, Glas und irdenes Geſchirr. (Unter andern 8 Spiegel, 2 gute Barometer, Bouteillen, Krüge, Töpfe, porcellanene Schüſſel, Teller, Kaffeeſervice, einzelne ſchöne Taſſen, Glaspokale, Blumen-Vaſen ꝛc.) 6) Bettwerk.(z. B. 8 Ober- und 11 Unterbetten, 20 Kiſſen, 7 Pfülf, 10 Strohſäcke, 7 Stroh- pfülf ꝛc.) 7) Damaſt, Bildzeug, Linnen, Seide, Wolle und Leder.(Namentlich 76 Tafel- und Tiſchtücher, 214 Servietten, 134 Handtücher, 55 Bettücher, 15 Oberdeck- und 44 Kiſſenüberzüge, 6 Bett- Couverts, 100 Frauen⸗ und Herrenhemden, Knottentücher ꝛc.) ) Kleidung. 9) Gewehre. 10) Bücher. 11) Holz⸗ werk.(3 Sopha's, 45 Stühle, 4 Komoden, 8 Kleider- und andere Schränke, 9 Bettladen, 19 Tiſche, 2 Klaviere, 1 Chaiſe, 4 Koffer, 1 Kiſte, 5 verſchiedene Kaſten, 7 Bänke, 2 Bütten, Züber, Eimer, Fäſſer, Brodhänge, Schüſſel- und Töpfenbänke, Backtröge, Anrichte, Spinnräͤder, Haspeln, Mahnen ꝛc.) Groskarben am 8. März 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Buff. (36) Alle Arten gute Sämereien, beſonders ulmer Wirſing und Kohlraben, ſind bei Unterzeich— netem um billige Preiſe zu haben. H. W. Hatteroth. (137) Wegen geſchehenem Nachgebot will die Heinrich Zimmermanns jun. Wittwe Montag den 17. d. M., Morgens um halb neun Uhr, in hieſi— gem Rathhauſe folgende Güterſtücke einer nochmali— gen meiſtbietenden Verſteigerung ausſetzen laſſen, wobei dem Meiſtbietenden der Zuſchlag unwieder⸗ luflich ertheilt werden ſoll, als: 1) In der Stadt friedberger Gemarkung. 120 Ruthen am Dachspfad, neben Heinrich Martin Falk. 120 Ruthen daſelbſt, neben Frau Poſtmeiſter Helmold. 70 Ruthen Ackerland zwiſchen dem Wieſenweg und Nauheimerweg, neben Johannes Mar- bach und Wilhelm Gerſter, im Burgfelde. 2) In der fauerbacher Gemarkung. 126 Ruthen zwiſchen der Bachhohl und Eyer— tragerweg, neben Martin Groß Wittwe und Philipp Schultheis. 132% Ruthen rechts dem Mainzerthorweg, an Heinrich Martin Falk. Friedberg den 12. März 1834. Der Bürgermeiſter D. Fritz. (138) Auf den Antrag des Herrn Curators der Ambros Müller'ſchen Kinder ſoll Dienſtag den 25. März, Nachmittags um 2 Uhr, in hieſigem Rathhauſe ein nochmaliger Verſuch gemacht werden, deren Hofraithe hinter der Burg, nächſt dem Nau— heimerweg, zu einer Wirthſchaft, Brauerei oder Gerberei ſehr vortheilhaft gelegen, beſtehend in Wohnhaus, Stall und Hofraum, nebſt circa 3 Morgen Garten hinter dem Hauſe, öffentlich meiſt— bietend zu verkaufen. Hierauf aber auch auf 3 Jahre meiſtbietend zu verpachten. Friedberg den 12. Maͤrz 1834. In Auftrag großh. Landgerichts, Der Bürgermeiſter D. Fritz. den Fe (139) Laß der Läſterzunge und der Verlaͤumdungs⸗ ſucht, als Geburten einer ſchwarzen Seele, auch ein Plätzchen in der Welt; denn ſie müſſen doch, wie immer, zur eignen Schande vom Felde der Wahrheit abzieh'n. Zur Belehrung aber ſich wohl merken, was geſchrieben ſteht: Sir. 5— 16 u. 17. Sir. 19— 6 bis 11. Für dich aber in der Kürze Sir. 6— 1. Frdb. d. 14. März—. Von X. (140) Gelberübenſaamen, Zwiebelnſaamen und ſonſt noch mehrere Arten von Saamen ſind zu haben bei H. Froberg in der Burgvorſtadt. (141) 8 Ohm 36 Maß Branntwein ſollen Dien— ſtag den 18. d. M., Nachmittags 3 Uhr, in der Rathhausſtube zu Nauheim öffentlich gegen ſofortige Bezahlung verkauft werden; welches hierdurch zu Jedermanns Kenntniß gebracht wird. Dorheim am 13. März 1834. g Churfuͤrſtliches Nebenſteuer-Amt dahier. J. M. L. Schüler, Rentmeiſter. (142) Der Ortsbürger Philipp Anſelm, Wittwer und Wirth zum halben Monde in Rockenberg iſt — für einen Verſchwender erklart worden. Indem man dieſes hiermit unter dem Anfügen öffentlich bekannt macht, daß alle fernere Rechtsgeſchäfte deſſelben nur dann für gültig und klagbar erachtet werden können, wenn ſie mit Einwilligung der be— ſtellten Curatoren, Balthaſar Krämer und Heinrich Langsdorf zu Rockenberg abgeſchloſſen worden ſind, fordert man zugleich alle Gläubiger deſſelben auf, ihre Forderungen ſo gewiß binnen 14 Tagen den ernannten Curatoren ſchriftlich anzuzeigen, als fon⸗ 60 ciren und, wie geſchehen, Beſcheinigung zu den Acten hierher binnen 14 Tagen einzuſenden. Friedberg am 12. März 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Weber. (143) Dienſtag den 18. d. M., Morgens 8 Uhr, will Unterzeichneter folgende Gegenſtände einer frei⸗ willigen Verſteigerung ausſetzen: Einen Karren mit Zugehör, einen Pflug und eine Egge desgleichen, alles in gutem Zuſtande, ſo wie eine Parthie Heu. Johannes Meiſer in Ockſtadt. ſten darauf bei Regulirung des vorhandenen Ver— mögens keine Rückſicht genommen werden ſoll. Die großh. Bürgermeiſter des Bezirks haben dieſe Bekanntmachung in ihren Gemeinden zu publi— s Mathildenstift. Nachdem Ihre königliche Hoheit die Erbgroßherzogin von Heſſen und bei Rhein huldreichſt genehmigt haben, daß der an hoͤchſtihrem Vermaͤhlungstage zu einer Spar-, Leih- und Unterſtuͤtzungskaſſe fuͤr den Kreis Friedberg gegruͤndeten Stiftung der Name Mathildenſtift beigelegt werde, auch unterdeſſen die noͤthigen Vorbereitungen zur Ausfuͤhrung dieſer gemeinnuͤtzigen Anſtalt ge— troffen worden ſind, ſo erſcheint nunmehr eine Generalverſammlung der zahlreichen Theilnehmer erforderlich. Wir laden dieſelben zu dem Ende auf Mittwoch den 19. dieſes Monats, Nachmittags 2 Uhr auf das Rathhaus hieſelbſt ergebenſt ein. Zugleich fuͤgen wir die Bemerkung bei, daß der nachtraͤgliche Beitritt zu dem Vereine noch offen ſteht, und Freunde des Gemeinwohls, welche ſich demſelben anſchließen wollen, in dem vorbeſtimmten Termin gerne willkommen geheißen werden. Friedberg den 12. Maͤrz 1834. Der proviſoriſche Ausſchuß des Vereins, und im Namen deſſelben Kuͤchler, Kreisrath. (1320 Verkaufspreiſe 1 pfund Leber⸗ und Blutwurſt 12 kr. der Bäcker und Metzger vom 10. bis zum 17. Maͤrz. 1„ Bratwurſt 2 14 kr. 5. ö 1„ Schwartenmage 14 kr. Für 1 kr. Milchbrod 0 6 Loth 2 Quint. 1„ Speck 20 kr. „ 1 kr. Gemiſchtes„ 1„ Dorrfleiſch. 14 kr. 0 5 55 1 4 pfund 46 Loth. 1„ Stchmjß;;%% 16 r r. 8 5 95 8 7* 2 5 „ e 75 F 2 5 15 8 In der Judengaſſe bei den Metzgern: % kr, diinne„, ee 8 kr. 1 Ppfund Ochfenſleiſch 11 kr. e en ee e e* 1„ 0 0 20 kr. Fruchtpreiſe. 1 albfleiſch 5 kr. Waizen 5 fl.— kr. Gerſte 3 fl. 10 kr. 1„ Schweinenfleiſch 9 kr. Korn 4 fl.— kr. Hafer 2 fl. 40 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel. 4