* d—— Aab 6 Intelligen att 1 7 für die 1 iel 2— 7 A — 3* f rovinz berhes sen für im Allgemeinen, ahres in 72 2 5 5 3 „it den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Auſtilt 2——— einhell 0 da e 50. Sonnabend, den 13. December 1834. — ͤ— 0 2 Das Intelligenzblatt für die Provinz Oberheſſen erſcheint auch im Jahr 1835, wie im Jahr 1834, wöchentlich Einmal Vexel und zwar ſo, daß es den Freitag Mittag von den Kreisboten abgeholt, den Sonnabend Vormittag aber hier ausgegeben und durch die hieſige wohllöbl. Poſtbehörde expedirt wird. arben Der Abonnementspreis für 1 Jahr iſt: 1 fl. 12 kr., für% Fahr: 40 kr., für J, Jahr: 24 kr. Einrückungsgebühren fuͤr die Zeile Petitſchrift: 2 kr., für die des Textes: für die erſte Zeile 4 kr., für die zweite zwar alt 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr. Für denjenigen, welcher hier, in der Umgegend und in unſerer Provinz irgend ein Publikandum zu verbreiten wünſcht, bemerke ich noch, daß mein Blatt nicht allein hier und in der Umgegend ſehr zahlreich verbreitet iſt, ſondern auch an alle Poſtbehörden unſerer Provinz und nach Darmſtadt, Frankfurt, Hanau und Offenbach geht. 1 f Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen werden. Vulbel. Diejenigen meiner verehrl. Abonnenten, welche geſonnen ſind, das Intelligenzblatt auch im Jahr 1835 zu halten, haben Thaler. nicht nöthig ſolches bei mir anzuzeigen; diejenigen hingegen, welche auszutreten beabſichtigen, oder neu hinzutreten wollen, erſuche ich, mich gefälligſt davon zu benachrichtigen. 3 Friedberg. Carl Bindernagel. 0 diſtrikts⸗ 9 , wegen . 0 4 7 Amtlicher Theil. ſe zue, chmittagz . 0 5 5 5 5. e 9 Die Bezirksſchulkommiſſion des Kreiſes Friedberg ö an ſaͤmmtl. Schulvorſtaͤnde des Kreiſes, mit Ausnahme der in den ſtandesherrl. Bezirken. 1 2. E w e 2 05 1 121 Betreffend: Die Einſendung der Stunden- und Lectionspläne für die Winterſchulen. 1* N 1 9 Die an uns einzuſendenden Stunden- und Lectionsplane für die Winterſchulen ſtehen noch groͤßten 1 0 % Theils zurück. Wir empfehlen daher mit Bezug auf§. 11 der Inſtruktion für die Schulvorſtände deren N 15 U baldige Einſendung, indem wir dieſelben nunmehr unter Vergleichung mit den noch bei uns vorliegenden J f % Sommer⸗Lectionsplänen baldigſt zu bearbeiten wünſchen. 1 0 76 eb berg den 9. December 1834. a 1 ö Küchler. Kleberger. Eckerig. —.——— Büdingen.) Die neue Straße, welche unſere Gegend mit Büdingen verbindet, zieht von Niederwöllſtadt nach Ilbenſtadt, Altenſtadt, Lindheim und Düdelsheim, was eben keine ſehr gerade Linie bildet. Noch ehe man Büdingen ſelbſt erreicht, nimmt die Gegend einen andern Charakter an; das Wellenfoͤrmige der Wetterau verwandelt ſich in be— ſtimmtere Höhen. Rechts zieht beſonders ein bedeu— tender Berg die Aufmerkſamkeit des Wanderers auf ſich; er iſt ſteil und bewaldet. Auf ſeinem Gipfel ſtieht man die Trümmer eines alten Schloſſes, die jetzt freilich nur noch in wenigem Mauerwerk be— ſtehen. Einſt befand ſich hier die luſtige Wohnung eines vornehmen Geſchlechtes, welches in der frühe⸗ ren Geſchichte der Wetterau haufig genannt wird, näm⸗ lich das der Herrn von Hardegg. Die Sage er— zahlt, ihre feſte Burg wäre auf folgende Art erobert worden. Nachdem die Belagerer einigemal verge— bens geſtürmt, hätten ſie einer Anzahl von Schne—⸗ cken breunende Lichtchen aufgeſetzt. Während dieſe beweglichen Lichter die Aufmerkſamkeit der Belager— ten auf die Eine Gegend gelenkt, hätten die Bela⸗ gerer auf der andern ohne Widerſtand die Mauer erſtiegen. Je näher man Büdingen kommt, deſto roman—⸗ tiſcher wird die Gegend; mit Freuden ſchweift das Auge auf den verſchiedenen Gegenſtänden herum, die ſich in größerer oder geringerer Weite ihm dar—⸗ bieten. Wir wollen aber den Leſer erſt nach dem Städtchen und von dieſem in die nächſten Umgebun— gen führen. Ehe man erſteres erreicht, gelangt man in das ſogenannte„große Dorf“, was allerdings ein Dorf, ) Indem wir hier die ſchon früher verſprochenen Nachrichten von Büdingen mittheilen, müſſen wir den, der ſich weiter belehren will, hauptſächlich auf ein Büchlein aufmerkſam machen, das weit mehr für die Geſchichte von Büdingen enthält, als der Titel ſagt, und das weiter verbreitet zu ſeyn verdient, als es wirklich iſt; wir meinen die als Schul- und Einladungsſchrift von Herrn Direktor Pr. Georg Thudichum herausgegebene„Geſchichte des Gymnaſiums in Büdingen“. Büd. bei Heller 1832. Man findet darin außer den Schulnachrichten überhaupt das Wichtigſte aus der Genealogie der gräflichen Familie, die Geſchichte der Stadt und Umgegend, ſo wie Kirchen⸗ geſchichte der Grafſchaft. — 298—* wiewohl jetzt eben kein großes mehr iſt. Büdingen hat hier ſeine Ruheſtätte für die Verſtorbenen, und es finden ſich auf derſelben einige nicht unintereſſante Grabmäler. Das Intereſſanteſte iſt aber die auf dem Platze befindliche Kirche, denn ſie iſt in der That die älteſte dieſer Gegend. Freilich iſt an dem Gebäude nach und nach viel verändert worden; indeſſen erkennt man doch ſein hohes Alter noch an den kleinen Fenſterchen mit den Zirkelbogen. Von dem„großen Dorf“ gelangt man bald zur Vorſtadt, der man wohl anſieht, daß ſie kaum ein hundert Jahre alt iſt. Nun nähern wir uns der Stadt ſelbſt. Bevor wir aber hinein gehen, be⸗ trachten wir ihre Thore und Mauern, denn das iſt gerade das Merkwürdigſte von ihr. Was man nämlich hier ſieht, das zeugt von einem gewiſſen Wohlſtande, der zu einer Zeit geweſen ſeyn muß, die nicht mehr iſt. Die doppelten Stadtmauern ſind gut gebaut. Noch beſſer nehmen ſich die daran befindlichen Thürme aus, welche eigentlich beſtimmt waren, ihr Feſtigkeit zu verleihen. Die Thürme ſind theils mit Zinnen verſehen, theils endigen ſie in einem maſſiv-ſteinernen Dache; alles von den trefflichſten Sandſteinguadern der Nähe gebaut. Hier und da wuchſen noch vor mehreren Jahren aus den Ritzen dieſer Quadern Tannen- und Bir⸗ kenbäͤumchen hervor. Dies gab dem Ganzen zwar ein ſehr maleriſches Anſehen; da es aber auf die Nauern ſelbſt nur nachtheilig wirken konnte, ſo hat man, um dieſelben zu erhalten, Sorge getragen, ſie zu entfernen. Wir treten endlich vor das„Unterthor“, ein ganz eignes Gebäude, das außer dem eigentlichen Thore aus zwei runden Thürmen beſteht, die mit einer niedrigen, hutfoͤrmigen Bedeckung verſehen ſind, um welche eine geſchmackvolle ſteinerne Gallerie läuft. Der Sage nach iſt daſſelbe nach dem Muſter eines Thores zu Jeruſalem von einem Grafen er— baut. Wenn dem wirklich ſo iſt, ſo iſt Junker Philipp der Erbauer, der in den letzten Jahren des 15ten Jahrhunderts nach dem heiligen Lande wallfahrtete. Das Thor ſelbſt trägt die Jahrzahl 1503. Etwas alter dagegen iſt das Mühlthor, nämlich von 1494. In der Stadt ſelbſt finden wir einige Gebäude, welche nach Styl und Jahrzahl dem Anfange des ſechszehnten Jahrhunderts ange— hören. In eben dieſe Zeiten möchten wir die Bluthe der St würdig wir je ein unt ſtrukti die ma den J hohem Zirkelb Thüre, ihrem gewiß auf. chem f Thel in jen forſt Demn geweſ eines der G wurde ein ft wird ſich il rather der Kam Unrec neben ausne ſchönſ ben k. in ſel Schn angeh rather findet wohle om berih mehee aus — 9 W Ble dingen u, und eſſante bogen. ald zur um ein uns der en, be⸗ das iſt a8 man gewiſſen n muß, tmauern ie daran beſtimmt Thürme digen ſie von den gebaut, Jahren ind Bir⸗ en zwat auf die onnte, ſo getragen, or-, eit gentlichen „die mi verſehen e Galleti em Muſte Grafen el t Junkel en Jaht zen Call ö 9 0 der Stadt ſetzen.— Ein in jeder Hinſicht merk— würdiges Gebäude iſt das Schloß, in welches wir jetzt unſere Leſer zu fuͤhren ſuchen. Es bildet ein unregelmäßiges Polygon(Vieleck), deſſen Sub— ſtruktion aus jenen rohen Sandſteinquadern beſteht, die man Rustica zu nennen pflegt, und die, gleich den Mauern des Schloſſes zu Münzenberg, von hohem Alter zeugen. Einige kleine Oeffnungen mit Zirkelbogen, ſo wie eine im Inneren befindliche Thüre, welche auf beiden Seiten Säulen und in ihrem Rundbogen ſchöne Verzierungen hat, deuten gewiß auf das eilfte oder zwölfte Jahrhundert hin— auf. Die erſte Erbauung des Schloſſes, von wel— chem freilich wenig mehr zu ſehen, da der größere Theil aus viel jüngeren Jahrhunderten iſt, ſcheint in jene Zeiten zu gehören, wo der büdinger Reichs— forſt vom Kaiſer der Jagd wegen beſucht wurde. Demnach wäre es ein königlicher Jagdhof geweſen, der ſpäter als Eigenthum in die Hände eines begünſtigten Miniſterialen übergieng, welcher der Gründer der Größe des büdin ger Geſchlechtes wurde. Da der gegenwärtige Eigenthümer des Schloſſes ein ſehr herablaſſender und gefälliger Herr iſt, ſo wird es dem geneigten Leſer nicht ſchwer werden, ſich in dem Schloſſe ein wenig umzuſehen. Doch rathen wir, das nicht allein zu thun, denn es ſind der Treppen und Treppchen, der Zimmer und Kammern darin ſo viele, daß er leicht an einen unrechten Ort kommen könnte. Wie ſich von außen neben dem Thurme die verſchiedenen Erker am beßten ausnehmen, ſo bildet im Inneren die Capelle den ſchönſten Theil. Obgleich für gewöhnlich in derſel— ben kein Gottesdienſt gehalten wird, ſo iſt ſie doch in ſehr gutem Stande, und enthält gar kunſtreiches Schnitzwerk, das ihr indeſſen urſprünglich nicht angehört, ſondern ſpater dahin verpflanzt wurde. Dem Freunde der Geſchichte und Alterthümer rathen wir, auch das Archiv zu beſuchen. Es be— findet ſich unter andern daſelbſt eine ſehr ſeltene und wohlerhaltene Urkunde Kaiſers Otto des Großen vom Jahr 947, einige eigenhändige Briefe von dem berühmten Reformator Philipp Melanchthon, mehrere intereſſante Hefte mit Kleiderzeichnungen aus dem ſechszehnten Jahrhundert) und ein dicker *) Wir haben ihrer bereits in der Nummer 27 unſeres Blattes gedacht. n Foliant, der eine Menge ſauber auf Pergament abgeſchriebener Urkunden enthält. Die Stadtkirche bietet nicht viel Intereſſantes dar; das Gebäude iſt ſeit ſeiner Gründung ſehr verändert worden. Das jetzige Gymnaſialgebäude war urſprüng— lich eine lutheriſche Kirche, und wurde erſt im Jahr 1829 am böten April zu ſeinem jetzigen Zwecke ein— geweiht. In der That iſt ſeine Einrichtung ſehr gut und zweckmäßig, und wird wenig zu wünſchen übrig laſſen.(Beſchluß folgt.) Einige Worte zur Beherzigung zunaͤchſt an ge— bildete Israeliten. Nachdem das Land unſerer Voreltern, das ge— lobte Land, von den Römern verwüſtet; nachdem Israel von ſeiner größten Höhe in den tiefſten Ab— grund geſchleudert; nachdem Vaterland, Vaterſtadt Tempel und Alles zerſtört, Lehrer und Prieſter er— mordet wurden: da wurden Juda's Jünglinge und Jungfrauen in die Sklaverei geführt, und unſre Voreltern auf die ganze Erde zerſtreut. Da wurde ihnen hart, ſehr hart begegnet; unter den Völkern der Erde, von denen ſie ſich in Sitten und Ge— bräuchen immer abgeſondert hielten, ach da hatten ſie viel zu kämpfen, zu dulden und zu leiden! Da hatten ſie zur Pflege der geiſtigen Güter keine Zeit, keine Friſt und Ruhe, denn ſie konnten den nächſten Augenblick nicht den ihrigen nennen; es war unge— wiß, ob nicht der Wink eines Tyrannen, oder die Wuth des rohen und ſchwaͤrmeriſchen Pobels über Meer und Gebirge die Fremdlinge und Wehrloſen treiben werde; da waren ſie aller bürgerlichen Ehre und Rechte beraubt, und jeder Staatsverwaltung für unfähig geachtet. Unter ſolchen Erniedrigungen und Drangſalen mußte natürlich auch der Geiſt niedergedrückt und jeder Flug und jede Erhebung zum Höheren, Beſſeren und Edleren gefangen ge— halten werden. Nicht mehr ſo iſt es aber Gottlob jetzt. Das 19te Jahrhundert ſucht nicht nur die Sklavenketten der Schwarzen in Afrika zu zerbre— chen, ſondern es werden auch von Regierungen und Ständen die Juden in ihrer Mitte einer edlen Auf— merkſamkeit gewürdigt; es iſt die Kluft zwiſchen Juden und Chriſten theils ſchon verſchwunden, und wird gewiß allmählig ganz verſchwinden. 1 A, da 5 —— wir jetzt einer glücklichen Wendung unſerer bürger⸗ lichen und moraliſchen Verhältniſſe entgegen ſehen konnen, daß die uns ſeit 18 hundert Jahren um— ſtrickten politiſchen und geiſtigen Feſſeln allmählig fallen und gelöſ't werden, daß wir, die wir, wie uns Leſſing mit Recht nennt, die religiöſen Erzieher des Menſchengeſchlechtes waren, nachdem wir ſo viele Jahrhunderte in den Banden der Unwiſſenheit und ceremonieller Engherzigkeit gefeſſelt waren, nach— dem der Geiſt der Lehre unſeres großen Moſes und unſerer göttlichen Seher durch Buchſtabenkrämerei verdunkelt, und die Wahrheiten unſerer, der Mutter aller geoffenbarten Religionen, unter dem Schutte menſchlicher Satzungen begraben lagen, daß wir jetzt dem Lichte wahrer Aufklärung immer näher kommen, und in neuerer Zeit der Grund zu unſerer wahren religibſen Erziehung und Bildung gelegt worden iſt, und ſolche immer zweckmäßiger ſich ge— ſtalten moge, daß wir endlich nicht hinter der un— aufhörlich fortſtrebenden Zeit ſtehen geblieben und bleiben werden, wird gewiß jeder Unbefangene mit mir freudig und dankbar wahrnehmen, anerkennen, wünſchen und hoffen. Unſre Wiederherſtellung in burgerlicher Hinſicht, das iſt und muß Sache der Regierungen, Sache der Menſchheit ſeyn, ſowohl zu unſerem eigenen, als mittelbar zum Beßten des Staates. Aber die Kette, die unſern Geiſt gefan— gen hält, zu zerſprengen, der Sieg des Lichtes über die Finſterniß, die geiſtige Erloͤſung, die Verehrung und Anbetung Adonais im Geiſte und in der Wahr— heit, das iſt zunächſt unſere Sache, meine Brüder! Es herrſcht in Deutſchland eine vollkommene Ge⸗ wiſſeusfreiheit; es können uns daher die erhabenen Regenten Deutſchlands nur hilfreiche Hand dazu bieten, anordnen; aufzwingen aber können ſie uns eine Umgeſtaltung unſeres religiöbſen und kirchlichen Zuſtandes nicht. Und wir, wir ſollten uns nicht ſchamen, uns immer noch zu verhalten, als gehoör— ten wir einem andern Welttheile, einem andern Jahrtauſend an! ſollten uns nicht ſchämen ob des uns mit Recht gemachten Vorwurfs: wir beten in einer Sprache, die wir nicht verſtehen, wir plappern nur! Wie kann unſere Veredlung bewirkt werden, da wir das Gebet, das der Schöpfer doch wahrlich nicht zu ſeiner Verherrlichung bedarf, ſondern das unſer Herz durch die Betrachtung der erhabenen Größe eines gütigen, gerechten und heiligen Welt⸗ 9 regierers, wie durch das demüthige Anerkennen une N ſerer eigenen Schwäche und Unterwürfigkeit vered eln ſoll, kalt und in unverſtändlichen Worter herſagen? Sollen uns Israeliten Deutſchlands immer noch die Worte Jeſaias 29, 13 gelten:„denn dieſes Volk nähert ſich mir mit dem Munde, nur mit den Lippen ehren ſie mich, ihr Herz aber iſt fern von mir!“ Wahrlich mein Herz that mir wehe, als ich den aus Niederwöllſtadt datirten Aufſatz in Nr. 25 die— ſes Blattes las, deſſen menſchenfreundlicher Ver⸗ faſſer nur zu wahr ſpricht. Und die Bemerkung der Redaktion des Intelligenz-Bl., ſollten wir ſie unbe— achtet laſſen?— Es iſt wahr, die Reform unſeres Gottesdienſtes iſt ſchon manchem wackern Israeliten Gegenſtand des Anliegens; ſö hat namentlich der Rabbiner, Herr Dr. Levi in Gießen, es in einer Schrift deutlich bewieſen, daß, abgeſehen von allen Anforderungen der Vernunft, das Beten und Singen in deutſcher Sprache mit Orgelbegleitung ſelbſt po— ſitiv aus der jüdiſchen Dogmatik und aus den Zeug niſſen des Talmuds zuläſſig, ſogar geboten ſey. Da heißt es nun: Mangel an Fonds verhindern die Einführung der fraglichen Verbeſſerung; muß aber nicht die Würde des Gotteshauſes unſere höchſte Angelegenheit ſeyn? Sind Vereine, die zunächſt den irdiſchen, bürgerlichen Zuſtand verbeſſern, nothwen— diger, als die Verbeſſerung des geiſtigen Zuſtandes der Israeliten?— Iſt es bei dem Mangel an einem belehrenden, erbauenden und zu guten Geſinnungen und Handlungen ermunternden öffentlichen Gottes dienſt zu erwarten, daß der Religionsunterricht die Wirkung hervorbringe, die man von demſelben er— wartet? Gewiß nicht! da der öffentliche Gottes— dienſt, das einzige Mittel, den durch Sinnenluſt und ſelbſtiſche Neigungen von Gott abgewandten Menſchen an ſeine höhere Natur zu erinnern und zu ſeinem Schöpfer und Gebieter zurückzuführen, bei ſeiner gegenwartigen Beſchaffenheit keinen ſol— chen Einfluß haben kann. Hier alſo, ihr Freunde der vernünftigen Aufklärung in der Religion, hier ihr wackern Männer in Israel, hier endlich ihr Vorſteher und Lehrer, hier iſt der Ort, wo die geiſtige Wiederherſtellung, die Verbeſſerung und Ver— edlung beginnen muß; von einem würdevollen, be— lehrenden und herzerhebenden Gottesdienſte muß der Strom frommer Gefühle über Männer und Frauen, über Jünglinge und Jungfrauen, über Knaben und in nen un⸗ eredely ſagen 9 och die 8 Volk Lippen mir!“ ich den 25 die⸗ er Ver⸗ ung der e unbe⸗ unſeres raeliten lich der in einer on allen Singen Abſt po⸗ n Zeug⸗ ten ſey. rhindern gj muß e höchſte ichſt den othwen⸗ iſtanded in einem nungen Gottes; richt die elben er⸗ Gottes innenluſt ewandtel nern und zufüͤhrel, inen ſol, Freunde on, bin lic il wo dit and Le. ö len, he muß l 1 5m 1 6 laben in Miüͤdchen ſich ergießen, und die verödeten Herzen in fruchtbare Gefilde umſchaffen, aus welchen Baume der Erkenntniß und Liebe zur herrlichſten Blüte em— porſteigen. Es müſſen ſich Männer von Geiſt und Herz dahin verſtändigen, daß eine Auswahl unſerer täglichen Gebete— ich ſage eine Auswahl, denn gewiß wird jeder Vernünftige geſtehen, daß deren zu viele ſind, und ohnedieß Pſalmen, Hymnen und mehrere enthalten, die auf Begebenheiten längſt vergangener Zeiten allein Bezug haben; auch könn— ten einige hebräiſch gebetet werden)— in die Landesſprache überſetzt und in den Synagogen ein— geführt werden; daß die Verſteigerung im Gottes— hauſe aufgehoben, daß ein Choralgeſang(nach Johlſons Geſangbuch) in den Religionsſchulen und Synagogen eingeführt, daß endlich eine Er— klarung und erbauliche Anwendung der heiligen Schrift an die Stelle der blos ſingenden Herab— leſung derſelben trete.— Wahrlich meine Brüder, wenn ihr mit Liebe und frommem Muth an das ſchöne, Noth thuende Werk gehen werdet, es wird unſre landes väterliche Regierung, unter deren Bei— ſtand und Schutz ſo manches Gute und Edle reifet und gedeihet, euch unterſtützen, und der Erfolg wird nur Segen bringen. i Es wird alsdann der Sinn der Worte des Propheten in Erfüllung gehen:„Es wird dem Herrn wohlgefallen das Opfer Juda und Jeruſalems, wie vorhin und vor langen Jahren.“ Maleachi 3. 4. Nathan Krailsheimer, israelitiſcher Religionslehrer. Weinbau in der Wetterau. (Fortſetzung.) Wir haben in Nro. 49 unſeres Blattes des Weinzehntens erwähnt. Heute können wir noch intereſſantere Mittheilungen liefern.— Außer jenem Weinzehnten wurde vom Weinverzapf(„Weinſchank“ nannte man's) eine Abgabe(Ungelt) bezahlt, die aber nicht uberall gleich war. In Butzbach z. B. wurden von jedem Fuder ſo vielmal zwei alte Turnos entrichtet, als die Maas Pfennige galt, in den übrigen Dörfern dagegen vom Fuder drei damaliger Gulden. Das betrug eine nicht ganz unbedeutende Summe, denn im Jahr 1575 wur⸗ den zu Butzbach im Ganzen nicht weniger als 67 Fuder 1½ Ohm, in den Dörfern Oſtheim, Fauerbach J. und Hochweiſel aber 28 Fuder 16 Viertel Wein verzapft. Im Jahr 1577 war die Summe des verzapften Weines *) Wozu? Die Redaction— noch größer, ſie betrug nämlich in der Stadt Butz bach ſelbſt 70 Fuder und/ Ohm, in den Dörfern Hochweiſel, Oſtheim und Fauerbach aber 32 Fuder 1 Ohm 8½ Viertel. Endlich wurden im Jahr 1571 verzapft zu Butzbach 78 Fuder 4½ Ohm. (In eben dieſem Jahre waren aus der Waſch- und Walkmühle für 1816 Ellen Wollentuch zu mahlen und zu walken 50 fl. 10 Schillig 6 D. eingegangen.) Ein Beweis, daß damals das Weintrinken noch ganz allgemein war, und der Branntwein ſeine Herrſchaft bei uns nicht gegründet hatte, wie leider ſpäterhin der Fall war. Ber ieh Seite 204 unſeres vorigen Blattes in dem Artikel „Ungluck aus Mangel an Vorſicht“ bittet man ſtatt„da an dem Gebröckel“ zu leſen: da das Gebröckel i. Bekanntmachungen von Behoͤrden. TN NNNNN NN NN Brennholz-Lieferung. (695) Montag den 15. December d. J., des Vormittags um 10 Uhr, ſoll im Verwaltungsbüreau auf hieſiger Hauptwache die Lieferung von 200 Stecken Buchen- und 80 Stecken Eichen-Scheitholz für das Garniſons-Holzmagazin an den Wenigſt— nehmenden öffentlich verſteigert werden. Friedberg den 27. November 1834. In Auftrag: Reichart, Oberquartiermeiſter. e e e e e e (712) Die Wittwe des Jakob Wagner zu Florſtadt hat folgende dem Johann Heinrich Schmidt zu Hanau verpfändete Grundſtücke: Fol. Nr. Ruth. Gemarkung Oberflorſtadt. 32415 91% im Mittelfeld auf der Platte an Wilhelm Kratz. 452111[81 ¼ im Unterfeld am Mittelgraben an Johs Hartmann. Gemarkung Unterflorſtadt. 187123020 am Heiligenhaus an Conrad Moll. 21917[31 im Oberfeld am reichelsheimer Weg an Jakob Schmidt, ledig. 61918 135 die Platzgewann an Johs Moll, verſteigern laſſen und um Beſtaͤtigung der Kauf— briefe gebeten. Dieſer ſteht entgegen, daß die Wittwe Wagner das Eigenthum jener Grundſtücke weder urkundlich nachgewieſen noch das Feldgericht die Art des Er— werbes genügend beſcheinigen kann, weshalb dem geſtellten Antrage zufolge, alle, welche Anſprüche an jene Grundſtücke machen zu können glauben, auf— gefordert werden, ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt der erwähnte Verkauf gerichtlich beſtätigt werden wird. Friedberg den 3. December 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. —— 3 Edictalladung. (713) Chriſtoph Steinmeyer und deſſen Ehe— frau Eliſabetha geb. Windecker, ſowie der Caſpar Steinmeyer von Steinbach beabſichtigen ihr ſammt— liches Mobiliar- und Immobiliar-Vermögen an den Lorenz Höck von Steinbach gegen eine Leibrente erb- und eigenthümlich abzutreten. Dieſem vorgängig werden alle diejenigen, welche Forderungen an die genannten Eheleute und den Caſpar Steinmeyer zu machen haben, aufgefordert, ſolche um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen à dato bei dem unterzeichneten Gerichte anzuzeigen, als ſonſt nach Ablauf dieſer Friſt keine Rückſicht auf ſie ge⸗ nommen, der Vertrag gerichtlich beſtaͤtigt werden wird, und ſie ſich alle dadurch ihnen erwachſenden Nachtheile ſelbſt zuzuſchreiben haben. Rödelheim den 28. November 1834. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht. Buff. Arbeit-Verſteigerung. (714) Die an den hieſigen Pfarr- und Schul— häuſern vorzunehmenden Reparaturen, als: 10 Maurerarbeit, voranſchlagt zu 133 fl. 11 kr. 2) Schreinerarbeit 1„ 96„ 31, 3) Schloſſerarbeit 1 5 50„ 46% 4 Glaſerarbeit 7 57 73„ 53 5) Dachdeckerarbeit 5„ 0 Summe 372 fl. 1 kr. werden Dienſtag den 16. d. M., des Nachmittags um 2 Uhr, auf dem Bürgermeiſterei-Büreau im Rathhauſe dahier an die Wenigſtnehmenden vergeben. Butzbach den 5. December 1834. Der Bürgermeiſter B. Küchel. Holz-Verſteigerung. (715) Dienſtag den 16. December, Morgens gegen 9 Uhr, ſollen die der Gemeinde Ockſtadt zuerkannten Pappelbäume in der Allee von Ockſtadt nach Friedberg, beſtehend in 71 Stück brauchbaren Bauſtämmen, 45 Stecken Hartholz und 45 Stecken Reiſer, unter den noch bekannt gemacht werdenden Bedingungen einer öffentlichen Verſteigerung ausge— ſetzt werden, welches hierdurch zur allgemeinen Kenntniß bringen läßt Ockſtadt den 10. December 1834. Der Bürgermeiſter Gröninger. Holz-Verſteigerung. (716) Donnerſtag den 18. December l. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen im obermörler Gemeindewald am Battenberg und Höſel 19) 1 Stecken Birken⸗Prügelholz, 2 1%„Scheit⸗ u. 2 Stecken Kiefern⸗Prügelholz, 3) 150 Birken⸗ und 175 Kiefern⸗Wellen, 4) 50 Stück Nuſt⸗Reidel öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Obermörlen den 11. December 1834. Der Bürgermeiſter Morſchel. NUN Bekanntmachungen von Privaten. Pferd⸗, Karren- und Sattel-Verkauf. (717) Es iſt ein gutes Fahr- und Acker-Pferd nebſt einem guten Pferd⸗Karren mit Leitern, Fahr⸗ ſattel nebſt Uebertrag, und ein paar gute Stell— ketten, im einzelnen oder zuſammen billig zu ver⸗ kaufen. Ausgeber dieſes ſagt wo? Ackerknechte werden geſucht. (718) Zum nächſten Petritag werden zwei Acker⸗ knechte evangeliſcher Religion auf ein in dem Kreiſe Friedberg gelegenes Gut gegen guten Lohn geſucht. Dieſelben müſſen über ihre Geſchicklichkeit, Fleiß, gute Aufführung und mehrjährigem Verbleiben in ihren frühern Dienſten ganz genügende Atteſtate beibringen können, wo ſonſten auf die ſich ohne dieſes Anmeldende keine Rückſicht genommen wird. Das Nähere iſt bei der Expedition dieſes Blattes zu erfragen. Lehrlings-Geſuch. (719) Es kann ein junger Menſch von guter Erziehung, der bereits das 15te Jahr zurückgelegt hat, mit oder ohne Lehrgeld bei einem Buchbinder in die Lehre treten. Das Nähere bei Ausgeber dieſes. (720) Bei einem hieſigen Küfer- und Bierbrauer⸗ meiſter kann ein wohlerzogener junger Menſch in die Lehre treten. Das Nähere bei Ausgeber dieſes. Kapital auszuleihen. (721) 700 bis 800 fl. Vormundsgelder liegen, gegen gerichtliche Sicherung, zum Ausleihen bereit. Großkarben. Wilhelm Philipp. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: 78ſte u. 79ſte oder vorletzte und letzte Sitzung der großh. heſſ. Landſtände 16 kr. Nies, F. W., guter Rath für die Landleute und Bienenfreunde zur Vermehrung und Verbeſſerung der nützlichen Bienenzucht. 12 kr Comtoir-Kalender, großer, auf welchem bemerkt iſt: Abgang und Ankunft der Poſten in Friedberg, Maas⸗ und Gewichts-Verhältniß, Rundgang der Kreisboten, Meſſen u. Märkte, u. Finſterniſſe 4 kr. Comtoir-Kalender, in 4,(wird erſt in einigen Tagen fertig) br Kleiner Hauskalender für 1835 85 Schreib- u. Geſchäfts-Kalender f. 1835. 48 kr. (Dieſem Geſchäftskalender wird 1 Comtoir-Kalen⸗ der gratis beigegeben.) Heſſiſcher Hausfreund f. 1835. 8 kr. Wetterauer Hausfreund f. 1835. 8 kr Bei dem Unterzeichneten ſind weiter für die Wetterbe⸗ ſchädigten im Kreiſe Grünberg eingegangen: von Hrn. Dekan Gebhard zu Rodheim 1 fl. 45 kr., von S. 24 kr. durch Hrn. Profeſſor Dieffenbach dahier. Friedberg den 10. December 1834.. Flemming. Frül Ger R * Gut Han Hol en. auf. r- Pferd Fahr: e Stell⸗ zu ver⸗ i Acker⸗ u Kreiſe geſucht. Fleiß, üben in Ateſtate ch ohne n wird. Blattes n guter ickgelegt ichbinder r dieſes. rbrauer⸗ enſch in r dieſes. liegen, bereit. zilipp. g iſt zu ung der 16 kt. ute und eſſerung 12 kr. bemerkt riedberg, gang der iſſe 4 fr. n einigen 2 kr. 3 kr. 5. 48 kr. allen 8 kt. 8 kt. — Metterbe cn. Dela urch Irn. 9 Folgende, groͤßtentheils gebundene, Bücher, welche ſich zu Weihnachts- und Neujahrs-Geſchenken ganz beſonders eignen, ſind zu haben bei Carl Bindernagel in Friedberg: ABC-Bilderbuch in deutſcher, lateiniſcher und fran— zoͤſiſcher Sprache 1 fl. 48 kr. ABC⸗Rechen⸗- und Leſebuch, nützliches, mit 24 illum. Kupfern 36 kr. Bilder⸗ABC⸗ Buch mit 22 illum. Kupfern 2 kr. Bibliſche Feierſtunden 2 fl. 18 kr. Blumauer, C., Odos und Roſas Blumenkranz. Mit Kupfern 2 fl. 42 kr. Blumenleſe aus Klopſtock 24 kr. —— für das kindliche Alter. Mit illum. Kpfrn. 48 kr. Brand, J., Gott iſt unſer Vater. Meine Andacht. Für Katholiken. 4 Kupfer 0 55 —— öffentliche Gottesverehrung der katholiſchen Chriſten. 6 Kupfer 3 fl. —— kleines Gebetbuch für Kinder 18 kr. —= der Chriſt in der Andacht. 4 Kupf. 1 fl. 12 kr. Burkhards Reiſen in Nubien 1 fl. 20 kr. Conseils aux jeunes ſilles par Mad. Campan fl. Der Kinder Luſtfeld. Mit Kupf. u. Vignetten 2fl. 12 kr. Der kleine Kinderfreund, 15te Aufl. Mit Bildern 36 kr. Dittmar, Dr. H., Waizenkörner, geſtreut in junge Herzen. Mit Kupfern und Vignetten 2l. 42 kr. Erzählungen für gute Kinder. Mit illum. Kupf. 48 kr. Erzählungen und Fibeln mit 32 illum. Kupf. 1 fl. 30 kr. Franklins Reiſen nach dem Polarmeer. 2 Theile 1 fl. 20 kr. Friederich, Dr. G., Heliodor. Des Jünglings Lehr— jahre 3 —— Serena. Erbauungsbuch für religiös gebildete Töchter. 2 Thle. 4te Aufl. 3 fl. 20 kr. Frühröschen, illum. Kupfer 28 kr. Gersbach, I., Wandervöglein oder Sammlung von Reiſeliedern nebſt Morgen- und Abendliedern. Mit Noten W Guter Rath für d. kindliche Alter. Mit illum. Kpf. 48 kr. Harniſch, Sonntagserzählungen mit illum. Kpf. 45 kr. Hölder, Louiſe, kleine Kindergeſchichten mit 12 Kupf. 1 fl. 48 kr. —— Louniſe, Reiſeabentheuer. 6 Kupfer 1fl. 12 kr. Irving, W., Columbus. Mit 4Kupfern u. 2 Karten. 4 Theile 4 fl. Kleine Olla-Podrida für die Jugend. 3 Theile 1 fl. Knecht Ruprecht. Mit 13 illum. Kupfern 1 fl. 30 kr. Konſtantinopel nach Hammer 48 kr. Lautir⸗, Buchſtabir⸗ u. Leſe⸗Spiel fur Kinder 48 kr. Luſtwandlungen auf der Morgen-Aue des Lebens. 2 Theile 4 fl. 48 kr. Lyſer, J., des Knaben Wunderhorn Mährchen und Lieder. Mit 8 Kupfern 2fl. 24 kr. Marr, L. F., katholiſches Gebetbuch für erwachſene Chriſten. Mit 2 Kupf. Mit kleiner Schrift 1 fl. 48 kr mit größerer Schrift fl. 48 kr. —— katholiſches Gebetbuch für gefühlvolle Kinder Gottes. Mit 3 Kupfern N it g 1fl. 12 kr. —— katholiſches Gebetbuch für gottesfürchtige Dienſtboten. Mit 1 Kupfer fl. 12 kr. 8 Anweiſung für Kinder, welche das h. Altars⸗ ſakrament zum erſtenmah empfangen. Mit! 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Mit 6 Kupf. 1 fl. 48 kr. Vater Heldmann unter ſeinen Kindern. Mit illum. Kupfern 48 kr. Vater Gutmanns Mappe, von C. Straus und C. Hold 1 fl. 48 kr. Wagner, G. W. J, ſtatiſtiſch-topographiſch⸗hiſtoriſche Beſchreibung des Großherzogthums Heſſen. 4 T Thle. 5 5 6 fl. 5 deutſche Geſchichte aus dem Munde deutſcher Dichter kr. MWeckers, P. J., lecons ſrancaises de Littera- ture et de Morale, par M. M. Noël et de la Place 1 fl. 48 kr. Wernberger, E. H., Fedor und Marie, oder die Kinder des Schickſals. Mit 6 Kupfern 1 fl. 21 kr. —— Den 9. Im November 1834 wurden zu Friedberg 4 „ Ge ia ut. In der Stadt: Herr Johann Philipp Weynandt, Bürger und Schuhmachermeiſter, ehelicher Sohn des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Philipp Weynandt, und Margaretha Möſer, des zu Schneidthain im Herzogthum Naſſau verſtorbenen Maurermeiſters Andreas Möſer nach— gelaſſene eheliche Tochter. „25. Herr Joh. Georg Renneberg, hieſiger Bürger, Hauptmann und Phyſikats-Chirurg, ein Wittwer, und Jungfer Anna Catharina Mack, des hier verſtorbenen Bürgers und Schuhmachermeiſters Friedrich Ludwig Mack nachgelaſſene eheliche Tochter. „28. Herr Johann Heinrich Horn, Bürger und Oekonom zu Wimpfen, des hieſigen Bürgers und Oekonomen Thomas Horn ehelicher Sohn, und Jungfer Friederike Sophie Frantz, des zu Wimpfen verſtorbenen Senators und Metzgermeiſters Herrn Joh. Chriſtian Frantz nach⸗ gelaſſene eheliche Tochter. Get anf t. a) In der Stadt: 5. Dem hieſigen Buͤrger und Gaſtwirth Herrn Friedrich Wilhelm Hechler ein Sohn: Frie— drich Wilhelm; geb. den 13. Okt. „11. Herrn Heinrich Schenk, Bürger und Wundarzt dahier, ein Sohn: Friedrich Chriſtian Theo⸗ dor; geb. den 22. Okt. ü „21. Dem hieſigen Bürger und Lohnkutſcher Johs Mulch ein Sohn: Johann Caſpar; geb. d. 10. d. M. „23. Dem hieſigen Bürger und Hutmachermeiſter Balthaſer Schmidt ein Sohn: Karl; geb. d. 19. d. M. „30. Dem hieſigen Bürger Chriſtian Beſt eine Tochter: Maria Magdalena Eliſabetha; geb. d. 19. d. M. „30. Herrn Carl Klein, Bürger und Schneidermeiſter, ein Sohn: Auguſt Friedrich; geb. d. 19. Okt. b) In der Burg: „10. Dem großh. Kreisboten Joh. Heinrich Küſter ein Sohn: Johann Heinrich; geb. den 6. d. M. 3 Beg eren a) In der Stadt: „10. Der hieſige Bürger, Webermeiſter und Fabrikant Johaunes Hofmann, alt 32 Jahre und 1 Monat; geſt. den 8. d. M. ö „25. Frau Maria Mart. Philippina Windecker, weiland des dahier geweſenen Bürgers und Schreinermeiſters Carl Windecker nachgelaſſ. Wittwe, geb. Vogt, alt 73 Jahre; geſt. d. 23. d. M. b) In der Burg: „21. Frau Eliſabetha Rück, des Fahnenträgers im 2. Bat. des 4. großh. heſſ. Infanterieregiments Herrn Kaſpar Rück Ehefrau, alt 35 Jahre, 8 Monate und 28 Tage; ſtarb den 19. d. M. „23. Sophie Margarethe Charlotte Morell, des hieſigen Bürgers, Kaufmanns und Tabacks— fabrikanten Herrn Karl Morell Töchterchen, alt 8 Jahre, 1 Monat und 20 Tage; ſtarb den 21. d. M. e 1 Pfund Leber und Blutwurſſ t 2 der Bäcker und Metzger vom 29. Septbr. bis zum 6. Okt. 1 Bratwurſt 9 5 2 14 kr. Für 1 kr. Milchb rod. 6 Loth— Quint. 1 Schwartenmagen 143856 kr. „ 1 kr. Gemiſchtes 8 0 e, e ee 4% Ses 8 5 8. 8 5 20 kr. „ 8 kr. Laden⸗Brod. 4 Pfund 10— 4% Dörrfleiſ/ „ 6 kr. dito. 8 5 ee, e 1„ Schmalz 5. 2 5 8 18 kr. „ 2 1 5 1„ 2„ 5 1 In der Judengaſſe bei den Metzgern: ee e ee een 1„ Naierenfett. 5 9 85 8 8 20 kr. g „ f,, 6 kr. Fruchtpreiſe. 1„ Hammelfleiſch. 0 8 g 5 5 7 58 Waizen 6 fl.— kr. Gerſte 3 fl. 4) kr. 1„ Schweinenfleiſch 8 8 1 0 9 kr. Korn 4 fl. 30 kr. Hafer 3 fl.— kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. bemer Poſtbe 0 licht! er ſuch 29 dam N Vern und von Ane gene weit Tod Neri