ue ln hen N wvenechn, orne. geſchwo kit bſter Genedd Ich jenen u. coll in al Andern den Kreisratz W. de W. kes as es der zwelt on 1833, 10 u Dr. Heß u n Kammer il 3 N., erſtaf ten Kamm Dr. W Wilbei Jukelkſm 8¹ ungs sprotofol Frankfurt Friedberg! der nagel. den Abruf i W. chen eſſenten bel! zlemmil le, bemerkt! oſtrapien ſchr bil vöchſtpreiſ 0 Inkelligenzblatt für die 8 D rovinz herhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen WAI. Seigndend, den 11. Oktober 183 L. Die Mark Rodheim. Gleich wie die meiſten Orte der Wetterau, ſo hatte auch Rodheim und zwar mit dem heſſen-hom— burgiſchen Dorfe Köppern von den früheſten Zeiten an eine eigne Waldmark.— Die erſten Nachrich—⸗ ten darüber giebt das in Schatzmanns Werke: von Marken und Märkergedingen, Göttingen 1746, abgedruckte Weisthum vom 12. Nov. 1454. Es wird darin unter Andern verordnet, daß nur„der in der marck wohnhafftig und aygen rauch dar— inne hat“ Rechte an der Mark haben, gleichwohl ohne Anweiſung der Märkermeiſter bei 3 fl. Strafe und Verluſt ſeiner Rechte kein Holz, weder zum Brennen, noch zum Bauen ſchlagen ſolle. Eben ſo ſollten die Töpfer nur dörres Holz leſen duͤrfeu, und nur zwei Oefen haben, ihre Waaren aber den Inmärkern billiger, wie den Ausmärkern geben, (zwei penwerck umbe ſieben ſchillinge“). Ausmär— ker, die in der Mark„higen“, und die man bis an den„rayn“(Pfahlgraben) und„heſſen furth⸗ verfolgen durfte, ſollten„ein helbeling und zwan— tzig pfunt und dartzu wagen und pferde ⸗ verliehren. „Die pferde weren der marker und der wagen der „Furſter.“ Damit dieſe und ähnliche Beſtimmungen genau beobachtet wurden, ſollten die Köpperner alsbald die Anzeige von einem Frevel machen, insbeſondere aber jeden Sonntag nach Rodheim ſchicken, und die Befehle des Märkergerichts erwarten. Dieſes beſtand aus dem jeweiligen Cerſten) Pfarrer und dem Hrn. v. Bellersheim, als oberſten Markmeiſtern, einem, von den Märkern gewählten Märkermeiſter, 13 Vorſtehern(Geſchwornen, Drei⸗ zehnern) und dem Markſchreiber. Außerdem hatte die Mark noch zwei Rechner und jede Markdorf ſchaft ihren Förſter. Die Beſoldung derſelben anlangend, ſo ſtand jedem Märkermeiſter, außer freiem Beholzigungs— rechte noch das Recht zu, von jedem Schmied zu Rodheim und Köppern„ein Pferd auf„allen vier „Füſſen ,, mit neuen Eiſſen“ ſich unentgeldlich be⸗ ſchlagen zu laſſen, welches erſtere in dem 17ten Jahrhundert in eine jährliche Präſtation von 24 Klafter Holz, letzteres in 3 fl. 10 alb. im Jahre 1732 verwandelt wurde. Die Geſchwornen erhiel⸗ ten zuſammen 50 fl., der Markſchreiber 1 fl. 2 alb. 4 D. und die Förſter jährlich 6 fl. 8 alb. ſowie 4 Achtel Korn, welche das Kloſter Thron für die Hutgerechtigkeit in der Markwaldung jährlich ent— richten mußte. Außerdem erhielten ſolche auch jähr⸗ lich von einem reichen Märker einen Sigling Korn oder Waitzen, von einem armen einen Sigling Hafer oder ein Huhn oder ein auch zwei Eier auf Grün⸗Donnerſtag. Auch ſtand ihnen noch ein ſon— derbares Beneficium zu,„es ſollen die Fuürſter „kommen uffe petterweiler kerbetag zu morgen in „den vorgenannten(fuldiſchen) Hoffe mit zweien „ſpiſſen und dem Hoffmann ihre Dinſte bite und „begere er dis ſo ſollen ſie ime ſein Braden wen— „den und ſoll er ihnen was eſſen und drinken geben.“ Das Märkerding ſelbſt wurde jährlich auf den erſten Dienſtag nach Martini, in Beiſeyn ſämmtli— cher Marker, zu Rodheim gehalten.— Trotz dem, n daß auf ſolchem die Frevel ſtreng beſtraft wurden, ſo daß manchmal 2— 300 fl. jahrlich an Bußen und Strafen einkamen, ſo wurden doch faſt täglich ſolche begangen. Namentlich waren es die Köpperner, die erſt heimlich, dann unter dem Scheine ange— maaßter Rechte frevelten. Es kam daher oft zu Proteſtationen durch kaiſerliche Notare, endlich aber ſelbſt zu Thätlichkeiten. Dieß bewog den Landgra— fen von Heſſen-Homburg, ſelbſt einzuſchreiten; es kam den 8. Febr. 1692 ein— von demſelben beſtaͤtig⸗ ter Vergleich zu Stande, wonach nicht, wie Köp— pern ſich anmaaßte, ihm ein Drittheil der Nutzun— gen zuſtehet, ſondern dieſelben nach der Anzahl der Märker getheilt werden, die von den Köppernern aber noch ſchuldigen Rügen erlaſſen ſeyn ſollten. Da es alsbald wieder zu Streitigkeiten kam, ſo gebot der Landgraf durch Erlaß vom 15. März 1706, daß dem eben erwähnten Vergleiche bei Ver— meidung harter herrſchaftlicher Strafe ſtrenge nach— gelebt werden ſolle. Doch auch dieſer Befehl been— digte die Streitigkeiten nicht; es wurde daher die Markwaldung von hanauiſchen und homburgiſchen Commiſſären laut Theilungsreceß ꝛc. ꝛc. Frankfurt den 5. Dez. 1737 getheilt, und dieſer von beider— ſeitigen Herrſchaften am 16. deſſelben Monats rati— ficirt. Der rodheimer Antheil kam ſofort unter Aufſicht des Forſtamts zu Hanau; auch wurden 1738 die Waldtage von 24 auf 12 reducirt, und hörten ſeit 1760 ganz auf. C. Ech. ee e Nachgerade faͤngt der Stand eines Schullehrers an, ein geehrter zu ſeyn, und wenn man, wie bis— her, fortfährt, ſeine Stellung zu verbeſſern, wenn dabei aber auch jeder Lehrer alles thut, was in ſeinen Kräften ſteht, um ſich durch ſein Leben und ſein Wirken Achtung zu verſchaffen, ſo kann es nicht fehlen, daß am Ende ſein Stand ſo geehrt werden wird, wie er es in der That verdient. Jetzt weiß man noch nicht recht, was man ihm für einen Titel geben ſoll. In einigen Gegenden des nördlichen Deutſchlands heißt man ihn kurzweg Meiſter, in andern Schulmeiſter, wieder an andern Orten waͤhlt man lieber das lateiniſche Präceptor, oder man betitulirt ihn gar als Herr Rector. Ganz falſch ſind die Titel Cantor oder Organiſt, da das Geſchäft eines Vorſängers in der Kirche und eines Orgelſpielers nur ein mit dem Lehramte zufällig verbundenes Nebenamt iſt. Demnach iſt es, wie auch ein im allgemeinen Anzeiger(Nr. 317 von 1833) befindlicher Aufſatz richtig bemerkt, gar nichts Ehrendes, wenn man den Lehrer„Cantor“ betitelt. Die ehrenvollſte Benennung iſt und bleibt nach des Einſenders Ur— theil immer„Schullehrer“. Der Verfaſſer des er— wähnten Aufſatzes meint dagegen, daß die Benen— nung„Schulmeiſter“ oder„Oberlehrer“ für einen Mann, der ſich in ſeinem Fache beſondere Verdienſte erworben, am auszeichnendſten wäre. Uns will da— gegen das Wort„Schulmeiſter“ zu ſehr an den Zucht— meiſter und an die Zeiten erinnern, da der Lehrer ſich nur mit dem Stocke die Meiſterſchaft erringen zu müſſen glaubte. Dieſe Zeiten ſind, Gott ſey Dank! wohl glücklich vorüber. Das Wort„Ober— lehrer“ dagegen ſetzt entweder voraus, daß er vor— her„Unterlehrer“ war, oder daß ſeine übrigen Amts— brüder im Gegenſatze zu ſeinem„Ober“ nur Unter— lehrer ſeyen. Will man einen Lehrer, der fünfzig Jahre lang ſein ſchweres Amt mit Sorgfalt, Treue und Liebe verſah, beſonders ehren, ſo ſtelle man ihn ſo, daß er den Reſt ſeiner Tage ohne Nahrungs— ſorgen leben kann. Dies ſcheint uns vor der Hand das Wichtigſte. Später wird ſich ja wohl noch etwas auffinden laſſen, wodurch man fünfzig— jährige treue Dienſte ehrend anerkennt. Iſt dies nicht, ſo mag er in dem Bewußtſeyn treuer— füllter Pflichten ſeine Ehre ſuchen. Das iſt am Ende doch der ſchönſte und bleibendſte Orden, den es geben kann.) Einer, dem der Schullehrer-Stand am Herzen liegt. ) Die neueſten Verhandlungen unſeres Landtages geben uns die freudige Hoffnung, daß in Kurzem die Gehalte aller derjenigen Lehrer, welche gar zu niedrig waren, er— höht werden ſollen. Ueberhaupt glauben wir die Vorboten einer beſſeren Zukunft für den Lehrer-Stand bemerkt zu haben, wenn uns nicht alles trügt. Die Redaction. f komm ein 2 und! lich d lach — A Große leſer, 5 ö — man i üährige möchte auch! denn d die G ner ab er ſie beßte „wirkt So d Aemte Jahre n die diert ſchäf Den mete und? die qu und 1 Holza gen J Spras an ar ſſe zw nicht zank⸗ 0 Murt War! der g in i erg intor an orſüngen s nur ea namt ij gemeinen cher Auſſcz wenn man 8 1 0 ehrenvoll enderd llt ſſer des gi, die Venen, für einen Verdienste 18 will da, den Zucht⸗ der Lehrer ft erringen Gott ſeh ort„Obet⸗ aß er vor⸗ igen Amts: nur Unter⸗ Jahre lang und Liebe ſo, daß ihrungs⸗ b vor der ja wohl au fünfzig Iſt dies u treuet⸗ das iſt an rden, den erzen lic dtages die Gehalte biken, l qe Vorbolel gemertt iu vac tioſ⸗ geben 1 Dem Verdienſte ſeine Kronen. Gute Beiſpiele ſind uns immer willkommen, ſie mögen her ſeyn, woher ſie wollen. Diesmal kommen ſie vom Ueberrhein.— Vor Kurzem erſchien ein Büchlein, das Nachricht giebt von dem Leben und Wirken eines wahrhaft großen Mannes, näm— lich des verſtorbenen Pfarrers Oberlin zu Wald- bach, einem unweit Straßburg liegenden Dörflein. — Aber, fragt mancher Leſer, was kann daher Großes kommen? Gedulde dich ein wenig, lieber Leſer, und du wirſt's gleich erfahren. Im Jahr 1767 bat ein alter Geiſtlicher, daß man ihm den jungen, damals ſieben und zwanzig— jährigen Oberlin zu ſeinem Nachfolger beſtellen möchte. Dieſer bedachte ſich eine Zeit lang, ob er auch dem ſchweren Berufe gewachſen ſeyn möchte, denn die Stelle hatte ein ſehr kärgliches Einkommen, die Gegend war rauh und unangebaut, die Bewoh— ner aber waren arm und verwildert. Endlich nahm er ſie an, und erſchien mit dem Wahlſpruche,„die „beßte Stelle wäre die, wo man am meiſten Gutes „wirkt, und dafür am wenigſten belohnt wird.“ So denken nicht alle die, welche heut zu Tage Aemter annehmen; unſer Oberlin dachte aber ſechzig Jahre lang nicht anders. Und was that er denn in dieſer langen Zeit? Wenn er Muße hatte, ſtu— dierte er die Bibel in den Grundſprachen, oder be— ſchäftigte ſich mit der Geſchichte und Naturgeſchichte. Den größten und ſchönſten Theil ſeiner Zeit wid— mete er aber ſeiner Gemeinde, deren Vater, Lehrer und Muſter er wurde. Als er hinkam, da lebten die armen Leute in niedrigen und ſchmutzigen Hütten und nährten ſich theils von der Jagd, theils von Holzäpfeln und ſchlechten Kartoffeln. Von der übri— gen Welt waren ſie ſo abgeſchnitten, daß man ihre Sprache faſt nicht verſtand, wenn je einmal einer an andern Orten erſchien. Von Chriſtenthum hatten ſie zwar etwas gehört, aber in die Herzen war es nicht gedrungen, denn ſie waren eben ſo unwiſſend, zank⸗ und ſtreitſüchtig, wie arm. Er fieng an, in herzlicher Rede ihnen das Wort Gottes zu verkünden in der Kirche. Damit war er aber nicht zufrieden; er belehrte auch außer der Kirche— Jung und Alt, in der Schule und in ihren Häuſern. Wenn er aber dem Geiſte und Herzen ſeiner Pflegekinder Nahrung gegeben hatte, 241 ſo wollte er auch ihr äußeres Leben verbeſſern, nahm ſelbſt„Schaufel und Spaten, Hammer und Kelle“ in die Hand, half ihnen ihre Häuſer bauen, Wege verbeſſern, Brücken errichten, Mauern und Dämme aufführen, den ſchlechten Boden verbeſſern, die Wieſen bewäſſern, Gärten anlegen. Und wenn ſie etwas Ordentliches gezogen hatten, ſo unterwies er ſie, wie und wo man es verkaufen könne. Wenn einer krank wurde, ſo war er nicht allein Seelſor⸗ ger am Krankenbette, ſondern auch der Arzt(denn er hatte ſich früher eine Zeitlang mit Arzneikunde beſchäftigt). War gerade niemand da, ſo machte er auch den Boten, und holte die Arzneien in Straßburg ſelbſt. Wie wurde aber auch nach und nach ſein Dörflein und ſeine Heerde ſo ganz anders! Statt der ſchmutzigen Hütten ſah man reinliche, ſchmucke Häuſer, geordnete Wege und Stege, nach allen Seiten hin Handel und Verkehr; aus dem rohen, zänkiſchen Haufen wurde mit der Zeit nicht allein ein arbeitſames, rüſtiges, ſondern auch ein fröhliches, für ſeinen Stand genugſam gebildetes Völklein. Das alles war das Werk Eines Mau— nes. Er war aber noch mehr. Während überall die Greuel der Revolution wüuͤtheten, blieb ſein Dörflein faſt ganz verſchont, und erntete nur, was ſie Heilſames in ihrem Gefolge hatte. Dazu war ſein Dörflein, vor allem aber ſein eignes Haus, der Zufluchtsort für die Geächteten, für alle Unglücklichen, die hinkamen. Er ſtarb am 1. Juni des Jahrs 1826, und man braucht wohl nicht zu ſagen, daß ſeine ganze Gemeinde einem ſolchen Hirten zu Grabe folgte, und trauerte, wie wenn jedem der Vater geſtorben wäre. Glaubt ihr, ich erzaͤhlte euch ein Mährchen? Der Ort liegt keine fünfzig Stunden von hier, und kann taglich betrachtet, die Bewohner aber können ſtünd— lich über ihren„verſtorbenen Vater“ befragt werden Das Leben dieſes Mannes möchte jedem jungen Manne, welcher Lehrer oder Geiſtlicher werden will, zu empfehlen ſeyn, damit er Muth und Kraft ſich daraus ſchöpfe, ſein Leben dem Wohle der Menſch— heit zu widmen. Wir wünſchen unſerer Wetterau auch einige ſolcher Männer. Wir haben wenigſtens der Dörfer etliche, wo ſis auf ihrem Poſten wären, und genug zu thun bekämen. Bekanntmachungen von Behoͤrden. N N Gläubiger- Aufforderung. (597) Anna Maria Kiefler von Obererlen⸗ bach beabſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwan⸗ dern. Rechtsanſprüche an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Groskarben anzu— melden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird.- Friedberg den 16. Septbr. 1834. f Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger-Aufforderung. (598) J. Engelhard Rollhaus und Joh. Da⸗ niel Rollhaus von Friedberg beabſichtigen nach Nordamerika auszuwandern. Rechtsanſprüche an die⸗ ſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landge⸗ richte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs— urkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 17. September 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. ieee (599) Nach dem Hypothekenbuche der Gemeinde Steinfurt entliehen 1) Johannes Philippi und Ehefrau Sibilla am 26. Januar 1770 bei der Kirche zu Stein⸗ furt 200 fl. Johannes Philippi's Wittwe den 2. Mai 1780 aus der Huthiſchen Kaſſe 100 fl. Dieſelben den 19. Januar 1781 von Johs Falk als Vormund des Ernſt Södler zu Steinfurt 50 fl. Joh. Neinh. Wolf und Ehefrau Eleonora den 15. Juli 1802 bei J. H. Leonhard als Vor— mund über Joh. H. Alles 150 fl. Dieſelben 100 fl. bei Joh. Matth. Roſenbecker zu Steinfurt den 28. Januar 1808. 6) Dieſelben im Jahr 1821(Tag unbekannt) bei dem Kirchenkaſten zu Burg Friedberg 200 fl. Da alle dieſe Capitalien abgetragen, die Schuld— urkunden aber verloren gegangen ſeyn ſollen, ſo wer— den auf Antrag der Reinh. Wolf's Wittwe, eine Tochter des Johs Philippi, diejenigen, welche jene Schuldurkunden beſitzen und Rechte daraus herleiten zu können glauben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen hier geltend zu machen, als ſonſt die erwähnten Obligationen für mortificirt erklärt und die Einträge im Hypothekenbuche gelöſcht wer— den ſollen. Friedberg den 15. September 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. H of mann. 50 242 Hofraithe-Verſteigerung. (612) Ortsbuͤrgers und Phyſikatswundarzts Herrn Schenk ſoll Dienſtag den 14. Oktober l. J., Nachmittags um 2 Uhr, deſſen Hofraithe einer öffentlichen meiſt⸗ bietenden Verſteigerung in hieſigem Rathhauſe aus⸗ geſetzt werden, welches zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 2. Oktober 1834. Der Beigeordnete Boutemy. Schuhmacherarbeit-Verſteigerung. (613) Die Schuh- und Sohlenlieferung für das hieſige Bataillon ſoll in deſſen Verwaltungsbüreau Montag den 13. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, auf die Periode vom 1. November d. J. bis Ende April k. J., an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 2. Oktober 1834. In Auftrag: Reichart. Holz-Verkauf zu Engelthal betreffend. (614) In dem dahier errichteten Holzmagazin iſt für den Monat Oktober Buchen-Scheitholz à 7 fl. per Stecken, dergleichen Stockholz à 3 fl. inclusive 4 kr. Schreibgeld per Stecken gegen baare Zahlung zu beziehen. Engelthal am 27. September 1834. Der Rentmeiſter Gruppe. S ee e e e e e (623) Nachdem die Erben des dahier verſtorbe— nen großherzoglichen Hauptmanns Mändl die Er— klärung abgegeben haben, daß ſie deſſen Nachlaß nur sub beneficie legis et inventarii antreten wollen, ſo werden in Gemäßheit desfalls erhaltenen Auftrags großh. Hofgerichts, alle diejenigen, welche an den fraglichen Nachlaß Forderungen oder An— ſprüche irgend einer Art bilden zu können glauben, aufgefordert, dieſe ſo gewiß binnen ſechs Wochen von heute an, bei dem unterzeichneten Gerichte an⸗ zumelden, als ſonſten die Erbſchaft den Erbintereſſen⸗ ten überlaſſen und dieſe nur bis zum Belaufe der Taxation des Nachlaſſes für haftbar erklärt wer— den ſollen. Friedberg den 1. Oktober 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Weber. Wieſe zu verkaufen. (624) Auf Antrag des Curators von der Con⸗ cursmaſſe der Philipp Kratze Wittwe zu Nauheim ſoll nachſtehende in der burgfriedberger Gemarkung gelegene Wieſe/ 32 Ruthen im Ried iſt getheilt mit Johannes Mörler jun. zu Nauheim, Samſtag den 18. Oktober l. J., Mittags 3 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Nauheim verkauft werden. Dorheim den 8. Oktbr. 1834. Kurfuͤrſtliches Juſtizamt daſelbſt. Halberſtadt. Auf freiwilliges Anſtehen des hieſigen 9 25 ſllen Altenſc a rigel Velen Echichtt dee ue Di witth. R Ven! 626) Ahr, wi ſier, be Tohuha Waſch Balken Jſerde, Holzſe chönen 2 Mor ſangshal Fr. Beke 60 Ane od ſaren Alteße Harten Pferde 627) acher ſreunde effehle Alteich dauk a lehrte Ne gu g. des hüeſt rrn Schen Nachmittg tlichen U chhauſe az Holz-Verſteigerung zu Rodheim. (625) Montag den 13. d. M., Morgens 8 Uhr, sllen in dem rodheimer Gemeindewald, Diſtrikts ltenſchlag, 104 Stecken Eichen-, Scheit- und grügelholz, 72 Stecken Stockholz, 691 dergleichen Bellen, 281 Cubikfuß Werk- und Nutzholz, 10 1 0 Ae Schichten, an Ort und Stelle meiſtbietend verſtei— ert werden. outen, Die Zuſammenkunft iſt in Köppern beim Gaſt⸗ zerung. rirth Hrn. Fiktor Schneider. ing für y Rodheim den 7. Oktober 1834. 5 tungsbünn Der großh. Beigeordnete Will. tags un Verſteigerung eines Gaſthauſes ꝛc. er d. J.%(626) Mittwoch den 22. d. M., Nachmittags 1 menden Uhr, wird das Gaſthaus zum goldnen Ritter da⸗ hier, beſtehend in einem geräumigen zweiſtöckigen Pohnhauſe mit 8 heitzbaren Zimmern, 2 Küchen, teichart 1 Waſchküche, 1 Spezereiladen, 1 gewölbten und eke 2 Balkenkellern zu 50 Stückfaß, Stallung für 15 treffend. n 85 lab, 2 Imagaſin f erde, mehrere Stück Rindvieh, und Schweine, delz a 7 f 1 Holzſchoppen, 1 großen Scheuer, nebſt einem ſchönen 1 Morgen haltenden Obſtgarten, ſo wie 2 Morgen Laͤndereien, im Hauſe ſelbſt, erbabthei— lungshalber öffentlich verſteigert. Friedrichsdorf den 4. Oktober 1834. P. Achard, Stadtſchultheiß. fl. inclusigt zare Zahlunz 34. Gruppe. TNNNNNNNX NN Bekanntmachungen von Privaten. Logis zu vermiethen. (602) Ein Logis im 2ten und Zten Stock, für eie oder zwei Haushaltungen, beſtehend in 8 heitz— brren Zimmern, 3 Kammern, 2 Küchen, 2 zu ver— ſchließende Holzplätze, 1 desgl. Keller, 1 halben Jarten hinter dem Hauſe, Stallung für zwei Uferde und Chaiſeremiſe, hat zu vermiethen J. P. Mann auf dem Hauck. Sin bad ng: (627) Sonntag den 12. d. M. wird das fauer⸗ bacher Nachkirchweihfeſt gefeiert, wozu ich meine ſreunde und Gönner hoͤflichſt einlade. Zugleich berfehle ich nicht für den mir am Kirchweihfeſte ſo ahlreich geſchenkten Zuſpruch den verbindlichſten dank abzuſtatten, und hoffe auch dieſesmal meine gerehrten Gaſte durch gut beſetzte Tanzmuſik, ſo on der en mie gute Getränke und reelle Bedienung aufs 5 er verſtorbt⸗ bl die Et, en Nachlaß ii antreten ethaltenen igen, welcht en oder N zen glauben, achs Woch Gerichte al gtbintereſſn Belaufe de, erklart wil cht daſthf ebel. u Naufel Zeßte zu befriedigen. g Gamae Fauerbach II. im Oktober 1834. 0 i gelen b Holler. u, Sunn Eine d eng. . M., als am Tage der fauerbacher Nachkirchweihe, zut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Indem ich meine brehrten Freunde und Gönner höflichſt dazu ein⸗ ede, verfehle ich nicht den verbindlichſten Dank , auf 4(628) Bei Unterzeichnetem iſt Sonntag den 12. mt daſclſ. dt. 243 für den mir am Kirchweihfeſte ſo zahlreich geſchenk— ten Zuſpruch abzuſtatten, und ſchmeichle mir, auch dieſesmal meine Gäſte durch reine Getränke und gute Speiſen auf das Beßte zu bedienen. Fauerbach II. am 9. Okt. 1834. Neiſel. Fäſſer-Verſteigerung. (629) Dienſtag den 14. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, will der Unterzeichnete vor ſeiner Wohnung bei Schneidermeiſter Hrn. Weſp circa 20 Stück zweiöbhmige, neue, ganz durchaus gebundene Faſſer und zwei noch gutgehaltene Stückfaß an die Meiſt— bietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigern. Friedberg den 9. Oktbr. 1834. Dambmann, Polizeydiener. Kapital auszuleihen. (630) 400 fl. liegen zum Ausleihen bereit und können ſowohl im Ganzen als auch theilweiſe aus— gegeben werden. Ausgeber dieſes ſagt bei wem? Gul d ü n g. (631) Zur Feier der Nachkirchweihe iſt Sonntag den 12. und Montag den 13. Oktober auf dem Nauheimer Teichhauſe gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, womit ſich die diesjährigen Sommerbeluſtigungen beſchließen werden. Judem ich hierzu ergebenſt einlade, danke ich meinen verehrten Gönnern und Freunden für den zahlreichen Zuſpruch am Kirchweihfeſte und empfehle mich zu fernerm gütigen Andenken. Henkel. Carl Bindernagel in Friedberg nimmt Sub— ſcription au auf Friedrich des Groſsen Werke. Neue Ausgabe in Einem Bande, in der Art, wie Schillers Werke erſchienen ſind. Der Subſcriptionstermin wird mit dem 31. d. M. geſchloſſen. Das Werk erſcheint, auf Maſchinen-Velin⸗ papier gedruckt, in monatlichen Lieferungen, deren jede 6 Bogen ſtark iſt und 24 kr. koſtet, welche bei Empfang der Lieferung zu entrichten ſind. Das Bildniß des Königs, in Stahl geſtochen, ſo wie ein Facſimile ſeiner Handſchrift wird dieſe neue Ausgabe ſchmücken.— Der Preis des ganzen Wer⸗ kes richtet ſich nach der Bogenzahl, welche ſich jetzt noch nicht genau angeben läßt; der Subſcriptions— preis für das Ganze wird jedoch 3 Thaler nicht viel überſteigen. Die erſte Lieferung erſcheint im November 1834 und dann alle Monate eine Lieferung. Die Namen der Beförderer des Unternehmens werden dem Werke vorangedruckt, weßhalb man bei etwaigen gefälligen Beſtellungen um genaue und deutliche Angabe des Namens und Charakters bittet. — 14— Im September 1834 wurden zu Friedberg 1. Getauft. In der Stadt: Den 5. Herrn Stadtrechner Philipp Preuſſer eine Tochter: Suſanna Maria Louiſe; geb. den 21. Auguſt. „ 14. Dem Bürger und Seilermeiſter Chriſtian Gottlieb Stadelmann ein Sohn: Franz Albrecht; geboren den 6. Sept. „28. Herrn Heinrich Carl Müller, Bürger und Gerbermeiſter, ein Sohn: Ambros Conrad; geboren den 27. Sept. Begraben a) In der Stadt: „ 2. Charlotte Chriſtiana Mack, Herrn Johann Heinrich Mack, hieſ. Buͤrgers und Handelsmanns, eheliches Töchterchen, alt 1 Jahr; geſt. den 31. Auguſt. „ 4. Carl Chriſtian Schuſter, des hieſigen Buͤrgers und Seribenten Herrn Adam Schuſter ehelicher Sohn, alt 16 Jahre, 11 Monate und 11 Tage; geſt. den 2. b) In der Burg: „12. Katharina Margaretha Dietz, des hieſ. Burgers und penſionirten Burgpolizeywächters Johann Ludwig Dietz ehelich ledige Tochter, alt 27 Jahre, 5 Monate, 10 Tage; geſtorb. am 11. „24. Friedrich Theodor Ludwig Geil, des hieſ. Burgers und Schneidermeiſters Conrad Geil eheliches Söhnchen, alt 2 Monate und 25 Tage; geſtorben am 20. c) Israelitiſche Gemeinde. J. Ge b „20. Dem Schutz- und Handelsjuden Löb Schloß ein Sohn: Philipp. „ 29. Dem Schutz- und Handelsjuden Mendle Garde ein Sohn: Jakob Hirſch. 2. Ge ſt o r ben. „17. Des Schutz- und Handelsjuden Michael Ludwig Grödel Ehefrau Eliſabetha, geb. Kreuznach, alt 22 Jahre, 9 Monate und 12 Tage. A ek ü n d ig ene Indem ich meine Buchdruckerei zu ferneren geneigten Aufträgen beßtens empfehle, bemerke ich zugleich, daß ich durch ein nicht unbedeutendes Lager von Concept, Schreib⸗ und Poſtpapieren in den Stand geſetzt bin, zu jedem Auftrage für meine Buchdruckerei das Papier zu ſehr billigem Preiſe liefern zu können. Zugleich zeige ich hiermit an, daß ich mich nunmehr, durch höchſtpreißliches Miniſterium dazu ermächtigt, auch mit BGuchhan del beſchaftige, und daß durch mich alle Bücher ꝛc. eben ſo ſchnell und billig wie durch jede andere Buchhandlung zu beziehen ſind. Friedberg im Oktober 1834. Carl Bindernagel, Buchhändler und Buchdrucker. N e e ee. 1 pfund Leber- und Blutwurſtt 12 kt. der Bäcker und Metzger vom 29. Septbr. bis zum 6. Bkt. 1 Bratwurſt 5 5 1 3 7 14 kr. Für 1 kr. Milchbrod... 6 Loth— Quint. 1 Schwartenmagen 14 f. „ 1 kr. Gemiſchtes 0 eee e,, eee „ 8 kr. Laden⸗Brod 4 Pfund 10„ 1 Dorrfleiſ che 6 kr. dito:„ 1 ͤ„ Schma, * 2 5 1 8 1„ ͤ— FQ In der Judengaſſe bei den Metzgern: e„ 1„ Kühlleiſch. 8 kr. e ene er. 4 indfleiſt 1 1% Nie entf! e. 5 Mipffiſ 444% 0 n. ee. Fruchtpreiſe. 1„ Hammellleiſch.„ 8 F kr. Waizen 6 fl. 15 kr. Gerſte 3 fl. 30 kr. 1„ Schweinenfleiſch. 5 g 5 8 9 kr. Korn 4 fl. 10 kr. Hafer 3 fl.— kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. „D 6 ſchuldi lungen ſo ſehr zutheil geht, ) Wi