u der an welche da elbe langt zeigen, V. kann. ö reisgeomeng agel Il. geſucht. — berg iſt aun. cht bereit! ner der groß 34 b. 10 f. 18 k. 8 h. 1 fl. 126. Schlachten und. die reifere J. 1 fl. 20 f. duller. 183, 2 fl. 42 K. Jahr 183. d intereſſanten doch nicht zaß ahnung abges 1 3 fl. 30 ft. ct und ſechs d Landleute⸗ Wort⸗ ung findungen, bite 30 b. en 48 lle dfibel der Ens age, zum G ementarklaſat hrift. gr. Har 1 fl. 4 K. 1210 11 K. 14 U. Dl. „u 0b f.. ern: 600 a 1 I ke igenz für die 2 ntell blatt D Provinz Oberhessen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M45. 4 Sonnabend, den 8. November Amtlicher Theil. Ber fündi gun gi Betreffend: Die Auflöſung der Stände-Verſammlung. Ludwig II., von Gottes Gnaden, Großherzog von Heſſen und bei Rhein ec. ee. Durch Unſer Edict vom 24ten dieſes Monats haben Wir die Stände-Verſammlung des ſechsten kandtags aufgelöst und Wir finden Uns bewogen, Unſerem treuen Volke die Gründe zu verkünden, welche Uns veranlaßt haben, eine Maßregel zu ergreifen, zu der Wir nur aus einer unabwendbaren Nothwendigkeit und mit dem lebhafteſten Bedauern ſchreiten konnten. Es iſt bekannt, welche Richtung die zweite Kammer des fünften Landtags in ihrer Mehrheit zenommen hatte, und Unſere Verkündigung vom 2. November vorigen Jahrs enthält die Thatſachen, welche Uns damals die Ueberzeugung geben mußten, daß ein ferneres Verhandeln mit jener Kammer zu keiner Vereinigung führen konnte. Wir ſprachen wohlmeinend die Erwartungen aus, welche Wir von den bevorſtehenden Wahlen hegten. Aber kaum hatte das Wahlgeſchäft begonnen, ſo wurden verbrecheriſche Druckſchriften im Ver— borgenen unter den Wählern verbreitet, darauf berechnet, durch Entſtellung wahrer und Vorſpiegelung falſcher Thatſachen den verderblichſten Einfluß auf die Wahlen zu üben. Wenn ſonach aus dieſen Wahlen, mit geringen Ausnahmen, die Majorität der früheren Kammer wieder hervorging, ſo gaben Wir Uns doch gerne der Hoffnung hin, es werde die gemachte Erfahrung den Weg der Klugheit und Mäßigung kennen gelehrt haben, welchen Ständeverſammlungen einhalten müſſen, wenn ſie nicht ſelbſt die Verwirklichung der von der Verfaſſung dargebotenen Wohlthaten hemmen wollen. Unſere Erwartung iſt getäuſcht worden! Bei der am 2. Mai dieſes Jahrs geſchehenen Eröffnung des nun aufgelösten ſechsten Landtags ließen Wir den Ständen verkünden, daß ihnen hauptſachlich nur Gegenſtände der Finanz-Verwaltung vorgelegt werden ſollten und daß Wir daher erwarteten, es werde ihnen moglich ſeyn, ihre Arbeiten. binnen drei Monaten zu beendigen. In der That hatte der Voranſchlag der Staatseinnahmen und Ausgaben für die Jahre 1833— 1833 der vorhergegangenen zweiten Kammer nächſt eilf Monate lang vorgelegen und wenn ſchon deren Aus— ſchuß in dieſem langen Zeitraume darüber nicht berichtete, ſo beſtand doch der erſte Ausſchuß der zwe. ten. Kammer des ſechsten Landtags, ſeinem größeren Theile nach, aus den nemlichen, mit der Materie bereits — . . . * vollkommen vertrauten Mitgliedern, welche den erſten Ausſchuß der vorhergegangenen Kammer gebildet hatten; und dennoch ließ jeuer Ausſchuß die vorbeſtimmte Dauer von drei Monaten und noch längert Zeit verſtreichen, ehe er über das Staatsbudget Bericht erſtattete. Während ſonach der Landtag in der zweiten Kammer auf eine ſchwer zu verantworteude Weiſe verzoͤgert wurde, ſah man Anträge wiederkehren, deren Realiſirung, in der geſtellten Weiſe, Wir ſchon früher für unmöglich erklärt hatten. Es war jene enggeſchloſſene Majoritaͤt wieder aufgelebt, welche ſich dem beklagenswerthen Wahne hingegeben, das Wohl des Landes und der Beruf der Stände beſtehe darin, auf jede Weiſe die Landesherrlichen Rechte zu beſchränken und die Befugniſſe der Kammern zu erweitern. Trotz allem dem wollten Wir die Hoffnung nicht aufgeben, es werde Unſere Laugmuth durch ein befriedigendes Ende des Landtags ſegensreiche Früchte tragen; Wir geſtatteten eine doppelt größere Dauer, als Wir anfänglich vorgeſchrieben hatten, und ſchon glaubten Wir dem Ziele entgegenſehen zu dürfen, welches mit Uns auch Unſere getreuen Unterthanen erſehnten,— als ſich in der Mitte der zwei— ten Kammer ein Vorfall ereignete, der klar zu Tage legte, wie ſehr Wir Uns getäuſcht hatten, wenn Wir der in der Dankadreſſe dieſer Kammer vorkommenden Belobung ihrer Vorgängerin wohlmeinend eine mildere Auslegung geſtatteten. Ein Mitglied der zweiten Kammer erlaubte ſich in öffentlicher Sitzung gegen diejenigen, welche Wir an die Spitze der Geſchäfte berufen, und welche dieſelben ganz in Unſerem Sinne und zu Unſerer vollkommenen Zufriedenheit bisher geführt haben, einen ſo beleidigenden und herabwürdigenden Ausfall, daß dadurch das Anſehen und die Achtung, die jede Regierung anzuſprechen hat, im höchſten Grade gefährdet war. Wenn aber der Präſident der Kammer bei dieſer Gelegenheit von den anweſenden Regierungs-Commiſſarien vergeblich aufgefordert wurde, jenes Mitglied zur Ordnung zu verweiſen und wenn endlich die Majorität dieſer Kammer durch einen, in öffentlicher Sitzung gefaßten Beſchluß aus ſprach, daß keine Rüge zu verhängen ſey und ſich ſomit jener ſchweren Beleidigung ſelbſt theilhaftig machte, ſo war ein Syſtem aufgeſtellt, das in ſeinen nothwendigen Folgen Unſere Regierungs-Commiſſäre, ja ſogar die nicht mit der Majorität ſtimmenden Abgeordneten, jeder Beleidigung Preis gegeben und die Kammer ſelbſt zum Tummelplatze ſtrafloſer Ausbrüche der Leidenſchaftlichkeit und Achtungsloſigkeit herab— gewürdigt haben würde. Es war die Disciplin der Kammer in die Hände der Majorität gelegt; es konnten Unſere Regierungs-Commiſſarien und die Minorität der Abgeordneten an den Berathungen der zweiten Kammer nicht mehr Antheil nehmen; die Würde der Staatsregierung und ihr Verhältniß zu den Ständen erſchien auf das Tiefſte erſchüttert und die Kammer hatte ſich ſelbſt in die Lage gebracht, ihren verfaſſungsmäßigen Beruf nicht mehr erfüllen zu können. Die Landesfürſtliche Entſchließung, welche Wir zu faſſen hatten, konnte keinen Augenblick zweifel— haft ſeyn. Wir waren abermals zur Auflöͤſung der Stände-Verſammlung genöthigt. Es erfüllt Unſer Herz mit lebhaftem Kummer, daß Wir den Gang der Staatsverwaltung in ſeiner Entwickelung noch länger geſtört, und die Verwirklichung mancher Wohlthat entrückt ſehen müſſen, die Unſeren geliebten Unterthanen zugedacht war; Wir beklagen den großen vergeblichen Koſtenaufwand und Wir bedauern insbeſondere, daß die aufrichtige und mit namhaften Opfern verbundene Beſtrebung fur das allgemeine Wohl, welcher ſich die erſte Kammer und nicht weniger eine achtungswerthe Minderzahl der zweiten Kammer hingegeben hat, und wodurch gegründete Anſprüche auf Unſeren und des Landes Dank erworben worden ſind, zu keinem anderen Reſultat führen konnten. Aber alle dieſe Rückſichten mußten verſchwinden vor Unſerer Regentenpflicht, darüber zu wachen, daß das Anſehen, welches Unſerer Regierung gebührt, wie außer ſo in der Kammer bewahrt werde, ein Anſehen, ohne welches der Staat der Anarchie anheim fallen würde. Auf der Majorität der zweiten Kammer der Ständeverſammlung, welche deren Auflöſung herbei— geführt hat, ruht hiernach die Verantwortlichkeit fur alle aus einer ſolchen Maßregel folgende Nachtheile; an diejenigen aber, welche verfaſſungsmäßig berufen ſind, an den nun bevorſtehenden neuen Wahlen Theil zu nehmen, laſſen wir Unſere landesväterliche, wohlgemeinte, aber auch ernſtliche Mahnung ergehen, wohl Mitgl Entſch ſie ſic deren 0 per hei An d 0 Hlärur macht in di doppe zune Sm ſchiel geht. der! Ihne Deſch überl. öffent Bibe hatte immer Rblghtt d noch l gte dortende 1 . rteude Weſſ „Wir ſchon bt, welche ſic K beſtehe darin u zu erpeitern nuth durch en oppelt großen tgegenſchen z kitte der zwi hatten, went wohlmeinend migen, welche nd zu Unſerer eden Ausfall, oͤchſten Grade n anweſender verweiſen und Beſchluß aus⸗ bbſt theilhafti 8⸗Commiſſare, eben und dit igkeit herab at gelegt; es rathungen der ltniß zu den gebracht, ihren blick zweifth lung in ſeiut u müſſen, di nauſwand 1 eſtrebung fil „ Minder id des Lande eſe Rückſchel oelches Uuſan bes del Etna foſung hach de N achthelt aſlel euen 95 ung angehen 265 vohl zu erwägen, ob die Intereſſen des Volkes durch eine Kammer gefördert werden können, deren Mitglieder der Regierung mit entſchiedener Feiudſeligkeit entgegentreten. Welche aber auch die Ergebniſſe ihrer Wahlen ſeyn mögen, ſo thun Wir hier den unwandelbaren Entſchluß kund, gleichwie Wir die beſtehende Verfaſſung ehren, ſo auch durch keinerlei Verſuche, ſo oft ſe ſich auch erneuern mögen, die Rechte ſchmälern zu laſſen, welche verfaſſungsmäßig Uns zuſtehen und in deren Beſitz Wir Uns befinden. Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des beigedruckten Staatsſiegels. Darmſtadt den 30. Oktober 1834. (. S.) Ludwig. du Thil. Die dreihundertjaͤhrige Jubelfeier der lutheriſchen Bibeluberſetzung in den— zu Einer Pfarrei vereinigten Gemeinden Steinfurt und Wiſſels— heim am 2. Nov. 1834.) An die verehrl. Redaction des friedberger Intelligenzblattes der Pfarrer Görtz zu Steinfurt. Iſt es erfreulich, zu bemerken, daß die Auf— klärung im deutſchen Volke große Fortſchritte ge— macht hat, ſeitdem der unſterbliche Luther die Bibel in die deutſche Sprache überſetzte; ſo iſt es wohl doppelt erfreulich, Beweiſe zu finden, daß mit der zunehmenden Aufklärung auch geſunder, frommer Sinn und thätige Nächſtenliebe, ſelbſt zwiſchen ver— ſchiedenen Religions⸗Verwandten, Hand in Hand geht. Ein erbauliches Beiſpiel davon liefert die in der Ueberſchrift erwähnte Feier. Ich erlaube mir, Ihnen daſſelbe mitzutheilen und zugleich eine kurze Beſchreibung der ganzen Feier hinzuzufügen, Ihnen überlaſſend, ob Sie dieſes Schreiben etwa der Ver— öffentlichung durch Ihr Blatt werth achten.— Nachdem ich die Jubelfeier der lutheriſchen Bibelüberſetzung am Sonntage vorher angekündigt hatte, verſammelten ſich nach geendigtem Nachmit⸗ tagsgottesdienſte die Kirchen- und Schulvorſtände ſammt den Lehrern der beiden Gemeinden, um mit einander die Anordnung der bevorſtehenden Feier zu berathen. Lebhaft wurde der zuerſt in Anregung gebrachte Gedanke ergriffen, daß die Verdienſte, „ Es iſt uns angenehm, daß uns ſo ſchnell Nachrichten. über die Feier eines ſehr bedeutungsvollen Feſtes zuge⸗ kommen ſind. Wir ſäumen darum nicht, ſie den Leſern unſeres Blattes mitzutheilen. ö f Die Redaction. welche ſich Luther durch ſeine Bibelüberſetzung er— warb, wohl nicht zweckmäßiger gewürdigt werden könnten, als wenn an dieſem Feſte die Armen, welche keine Bibel beſäßen, mit ſolchen verſehen würden. Doch glaubte man damit der erhabenen Bedeutung des Feſtes noch nicht genug zu thun; ein Vorſchlag drängte den andern, und man kam endlich dahin überein, daß, außer der Vertheilung der Bibeln an die Armen, auch die Kirche feſtlich geſchmückt, zwei Erinnerungsbäume gepflanzt, den Schulkindern Bretzeln verabreicht, und— um das Freudenfeſt vollſtandig zu machen— der Jugend ein Tanz veranſtaltet werden ſolle.— Insbeſondere aber wurde dabei beſchloſſen, dahin zu wirken, daß beide Gemeinden ſich zur Ausführung des Feſtes zu Steinfurt mit einander vereinigen mochten, daß alſo Alles gemeinſchaftlich geſchehen, auch die Gemeinde— Vorſtände zur Theilnahme und Mitwirkung aufge— fordert werden ſollten. Freudig übernahm Jeder die ihm übertragenen Geſchäfte, wie ein Lauffeuer verbreitete ſich die Nachricht von den beabſichtigten Anſtalten in allen Häuſern, und allgemeine Anerkennung der Zweck⸗ mäßigkeit derſelben rechtfertigte die vorher gefaßte Hoffnung, daß ſie Beifall finden würden. Wahr— haft rührend aber war es, das Ergebniß der ange— ſtellten Sammlung freiwilliger Beiträge zu ſehen. Da wollte Keiner, auch der Aermſte nicht, zuruͤck— bleiben. Manche gaben den letzten Kreuzer, den ſie im Hauſe hatten, ja es kamen Beiſpiele vor, daß Arme erſt ein Paar Kreuzer borgten, und ſie dann mit Freuden brachten; ſie hätten es als Be— leidigung angeſehen, wenn ihr Beitrag nicht wäre angenommen worden. Nicht minder rührend war es, daß ſelbſt Kinder, ja alle Katholiken, die in Steinfurt und Wiſſelsheim wohnen und ſelbſt —— 9——— Juden freudig reichliche Beitrage gaben. war ein Zuſammenwirken, durch welches man lebhaft erinnert wurde an das apoſtoliſche Zeitalter, da es heißt:„Der Menge der Gläubigen aber war „Ein Herz und Eine Seele; auch Keiner ſagte von „ſeinen Gütern, daß ſie ſeine wären, ſondern es „war ihnen Alles gemein.“(Apoſtelgeſch. IV, 32.) Iſt das nicht ein erfreulicher Beweis von einem Sinne, der nicht mehr in Vorurtheilen und Parthei— geiſt ſtarret? Wodurch mag wohl ſicherer ein ſol⸗ cher Sinn hergeſtellt und verbreitet werden, als durch die deutſche Bibel in der Hand des Volkes? Mit freudiger Spannung ſah man dem Sonn⸗ tage entgegen. Der Tag des Herrn erſchien und Gott begünſtigte das Feſt durch ein mildes, ange— nehmes Wetter. Sehr viele Einwohner von Stein⸗ furt hatten ihre Verwandte und Freunde von andern Orten eingeladen. Zahlreich ſah man dieſe, nebſt vielen andern nicht eingeladenen, aber doch ſehr willkommenen, Gaͤſten, ſo wie faſt die ganze Ge⸗ meinde Wiſſelsheim ankommen. Jetzt rief der Glocken feierlicher Ton zum Gotteshauſe. Die Menge der Andächtigen war ſo groß, daß viele keinen Platz zum Sitzen fanden, und daß die Gänge noch zum Theil voll ſtanden. Es wurden aber unter den Anweſenden auch viele Katholiken und ſelbſt Israeliten bemerkt.— Zierlich mit Moos bekleidet, war, nach Anleitung des Bür— germeiſters, im Eingange zum Chor eine Art Ehren⸗ pforte errichtet, auf welcher in einem— von 2Schwänen gehaltenen— großen Mooskranze der Name„Dr. M. Luther“ mit goldnen Buchſtaben prangte, und hin⸗ ter welcher ſich der Altar beſonders gefällig ausnahm, der mit einer ganz neuen, blauen, mit gelben, ſei— denen Franſen beſetzten Decke(einem ſehr dankens— werthen Geſchenke der freiherrlich von lowiſchen Familie*) bekleidet war. Ein von den Schulleh⸗ rern zu Steinfurt und Wiſſelsheim eingeuͤbter Sän— alle S5 „ Dieſelbe Familie hat binnen Jahresfriſt den Kirchen zu Steinfurt und Wiſſelsheim zwei neue Altardecken, und der Gemeinde Steinfurt einen großen, ſehr guten Acker zum Friedhofe geſchenkt, auch letzterer Gemeinde ein Haus um 200 ff. unter dem Preiſe zum Schulhauſe angeboten, und der Kirche zu Steinfurt eine Kirchenbibel in Fol. mit vielen ſchönen Kupfern zugeſichert; nicht zu gedenken der vielen Unterſtutzungen an Geld, Arznei, Holz u. dgl., welche Arme und Kranke jährlich von ihr erhalten.— 266 gerchor, aus der conftrmirten und nicht conftrmirten Jugend und Männern beſtehend, erfreute die Ver— ſammlung durch das ſchöne Lied:„Ein' feſte Burg iſt unſer Gott ꝛc.“, welches derſelbe mehrſtimmig mit vieler Präciſion vortrug. Ich redete über Apoſtelgeſch. V, 38. 39.„Iſt der Rath oder das Werk aus den Menſchen, ſo wird's untergehen; iſt's aber aus Gott, ſo könnet ihr's nicht dämpfen — von dem Segen Gottes in der Kirchenverbeſſe— rung und insbeſondere in der Bibelüberſetzung.— Wohl noch gedrängter, als am Vormittage, war die Kirche bei dem Nachmittagsgottesdienſte ange— füllt. Ich predigte über Col. III, 16. 17.„Laſſet das Wort Chriſti unter euch reichlich wohnen ꝛc.“, und nahm hierbei Gelegenheit, meine Anerkennung des liebevollen Sinnes auszuſprechen, welcher ſich in der allſeitigen Mitwirkung für dieſes Feſt, und insbeſondere für die Verſorgung der Armen mit Bibeln bewährt hatte. Nach der Predigt entwickelte ſich aus der Kirche der Zug zur Baumpflanzung in folgender Ordnung: 1) Zwei junge ſchöne Eichbäume, aufrecht getragen von je drei Schulknaben, und geziert mit Buchs— baumkränzen und unzähligen Bändern, welche die Schulmädchen dazu geliefert hatten. 2) Die Schul— vorſtände. 3) Die Schulkinder, ungefähr 180 an der Zahl. 4) Die Lehrer. 5) Die Kirchenvorſtände, worauf 6) ich mich anreihete. 7) Die Gemeinde— vorſtände. 8) Die Frauen. 9) Die conftrmirten Mädchen. 10) Die Männer. 11) Die Burſchen. Unter dem Geläute aller Glocken, die männ⸗ lichen Begleiter mit entblostem Haupte, bewegte ſich der Zug, dem ſich in bunter Miſchung Fremde und Einheimiſche und Bekenner verſchiedenen Glau— bens anſchloſſen, in unabſehbarer Reihe und in rührend feierlicher Stille nach dem neuen, erſt am Chriſti Himmelfahrtsfeſte dieſes Jahres eingeweihten Friedhofe hin, auf welchen zu beiden Seiten des mit einem ſchönen eiſernen Thore verſehenen Ein— ganges die Bäumchen gepflanzt werden ſollten.— Von der— vorher auf dem Friedhofe aufgeſtellten Muſik wurde der Zug mit einem Choral empfangen. Die Bäumchen wurden ſogleich in die— ſchon vorher gemachten Locher geſtellt und aufrecht gehalten. Der Zug bildete rechts vom Eingange einen großen Halbkreis, während ich meinen Platz gegenüber nahm, wo durch die Fürſorge des Bürgermeiſters eine an ſehr als loch ist U. Matt kilen und glich dem g der ſumm men, bei di Baum ſpäteſ Erinn fönnet wie, die hatten führte pflan ſang „Nu Die gefol Schu Nach 24 N dieſen furt elf, Mu „Nac „Rad dan und ſch 0 f det fd conffrnmy ute die Ju w feſte Jun mehrſtimm redete in ath oder daz Untergehen; dampfen chenverbeſſe ſetzung.— W. dienſte ange 17.„Laſſet wohnen ic, erkennung welcher ſic Armen mu us der Kircht r Ordnung: t getragen t mit Buchs⸗ welche die Die Schul⸗ 180 al euvorſtande, e Gemeind confirmirten e Burſchen. die maul „bewege ung Fremde denen Glau leihe und i euen, erſt 1 5 eingeweiſte Seiten dee ſchenen Ci den ſollten. f agel ale eupfange. ſchol vorheh 1 40 ge egal auen gouf zander ale amiſters en — Nanzel aus Weidengeflechte, mit Moos überkleidet, ſehr künſtlich errichtet war.— Dem von Mehreren ausgeſprochenen Wunſche gemäß wurde hier zuerſt nochmals mehrſtimmig geſungen:„Ein' feſte Burg ktſt unſer Gott ꝛc.“ Darauf hielt ich eine Rede über Matth. XIII, 31. 32.„Das Himmelreich iſt gleich einem 55 945 2c.% in welcher ich den Wachsthum und Segen des Glaubens oder Himmelreichs ver— glich mit dem Wachsthume des Baumes und mit dem Schutz und den Freuden, die er gewährt. Während des, nach Beendigung der Rede, von der Verſammlung angeſtimmten Geſanges traten ſaͤmmtliche Schulkinder nach und nach zu den Bäu— men, und jedes von ihnen warf ein wenig Erde bei dieſelben. Ihnen ſollte es überlaſſen ſeyn, die Bäume zu pflanzen, als denen, welche ſich noch am ſpäteſten an dem Anblicke dieſer Bäume und an der Erinnerung an ihre Bedeutung werden erbauen können.— Es war aber recht erfreulich anzuſehen, wie, nach dem Abtreten der Schulkinder, welche die Wurzeln der Bäume noch nicht ganz bedeckt hatten, viele Eltern ihre kleineren Kinder herbei— führten, damit ſie auch helfen möchten, die Bäume pflanzen.— Nachdem der Segen geſprochen war, ſang die Gemeinde zum Schluſſe mit Muſikbegleitung: „Nun danket alle Gott u. ſ. w.“ In ſchönſter Ordnung zog nun die Schuljugend, die Muſik mit einem feierlichen Marſche voran, und gefolgt von der ganzen Verſammlung, nach dem Schulhauſe, wo jedes Kind eine Bretzel empfing. Nachdem dieſes geſchehen war, wurden eben daſelbſt 24 Bibeln an Arme ausgetheilt.— In jede von dieſen Bibeln war Folgendes eingeſchrieben: „Geſcheukt von Freunden der Bibel zu Stein— „furt(Wiſſelsheim) bei der dreihundertjährigen Ju— „belfeier der lutheriſchen Bibelüberſetzung 1834. „Laß das Buch dieſes Geſetzes nicht von deinem „Munde kommen, ſondern betrachte es Tag und „Nacht, auf daß du halteſt und thuſt alle Dinge „nach dem, das darinnen geſchrieben ſteht. Als— „dann wird dir's gelingen in allem, das du thuſt, »und wirſt weislich handeln können.“ Joſua I, 8. Zu den ſtillen Thränen der Rührung geſellte ſich der laute Jubel in wunderbarer Miſchung, und ſo kam unter allgemeiner Freude der Abend heran, ver die Jugend zum Tanze einlud. Auch den Schul— kindern wurde dieſes Mal erlaubt, in einer beſon— 67 dern Stube bis 9 Uhr zu tanzen, welches jedoch ſonſt in Steinfurt nie der Fall iſt.— Der Schul— lehrer war nebſt dem geſammten Schulvorſtande und vielen Eltern der Kinder bei dieſem Tanze gegenwärtig; der Bürgermeiſter unterſtützte die Muſik durch ſeine Mitwirkung, und der Lehrer miſchte ſich nebſt mir unter die Kinder, um die Ordnung aufrecht zu erhalten, die freilich bei der jungen fröhlichen Menge öfters umzufallen drohete. So endete ein Tag, der den Bewohnern von Steinfurt und Wiſſelsheim unvergeßlich ſeyn wird. Möge Gott gebeu, daß derſelbe recht erfreuliche Früchte trage!— Steinfurt den 4. Nov. 1834. Goͤrtz. Bruchſtücke aus der Geſchichte.“) Hernach vnfehrlich im jar 1374 iſt geſtorben hertzog Bugslaff V. von Pomern, des tochter keiſe Caroll zur ehe hatte, den die müniche in den kloͤſtern auch den großen nennen. Derſelbe eee hatte eine ſondere tugendt an ſich gehapt, das er keiur afterköſer(d. i. Afterredner, Anbringer oder Ver läumder) gerne gehöret, ſonder wan jemands was geredet, das einem andern zu ſchaden oder vnglimpff gereichen mochte, hat er jnen gefraget, ob er daſſelbe für jme geſtehen wolte. Wolte ers nicht geſtehen, obs gleich wahr geweſen, was er geſaget, ſchalt er jnen darvm und ſagte:„Scheweſtu die warheit oͤffent lich zu ſagen, ſo biſtu keines mannes werth; leu geſtu aber einem etwas vber, ſo biſtu ein verreter ſeiner vnſchult;?“ vnd hat alſo viel gewitziget, das ſie haben müſſen ſchawen, was ſie redeten vnd iſt nicht verſpüret worden, das er al ſein tag auß ſollich angebent, das einer nicht geſtehen wolte, je mands angeſprochen hat, oder was gezigen. So hat er auch ein gemal eben deſſelben gemüts gehapt, nhemlich Alheiten, die beide die afterköſer vnd auch die ſchmeicheler hart geneidet hat, vnd iſt jr ſprich— wort geweſen: Man ſol ſich hütten vor ge— zuckerten zungen und gepfefferten hertzen. Thomas Kantzow, weiland Geheimſchreiber der fürſtlichen Kanzlei zu Wolgaſt von 1538— 1542; ein ſehr vorzüg⸗ licher Geſchichtſchreiber des 16. Jahrhunderts. ) Sollen, wenn es der Raum geſtattet, fortgeſetzt werden. Anmerk. des Einſenders. — 2 — Bekanntmachungen von Behörden. t Gläubiger- Aufforderung. (638) Zur Richtigſtellung des Inventars uber den Nachlaß des verſtorbenen Burkhard Ludwig Henrici und deſſen Ehefrau zu Obereſchbach werden die etwaigen Gläubiger der gedachten Eheleute aufge⸗ fordert, ihre Anſprüche ſo gewiß innerhalb ſechs Wochen vor unterzeichneter Gerichtsſtelle geltend zu machen, als anſonſt ohne Rückſicht hierauf das Inventar abgeſchloſſen und der Nachlaß an die zum Theil im Auslande wohnenden Erben verab⸗ folgt werden wird. Groskarben den 11. Oktbr. 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Buff. Haus- und Garten-Verſteigerung zu Lauterbach. (642) Nachfolgende zum Nachlaß der verſtorbenen Wilhelmine Sartorius dahier gehörige Immobilien, als: Wohnhaus hinterm Spital, nebſt Nebengebäu⸗ den und Garten hinter dem Hauſe ſollen Freitag den 21. November l. J., früh 9 Uhr, im hieſigen Stadtwirthshauſe unter den allda be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden, wozu man Kaufliebhaber mit dem Bemerken hierdurch einladet, daß ſich Aus— wärtige über ihre Zahlungsfähigkeit genügend aus⸗ zuweiſen haben. a Lauterbach den 16. Oktbr. 1834. Der Beigeordnete Eifert. Gläubiger-Aufforderung. (648) Wilhelm Heinrich Jakob von Petterweil beabſichtigt nach Frankfurt a/ M. auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo⸗ naten bei großh. Landgericht Groskarben anzumel⸗ den, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt wer— den wird. Friedberg den 14. Oktober 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger⸗Aufforderung. (649) Margaretha Roux von Oberrosbach beab⸗ ſichtigt nach Frankfurt a/ M. auszuwandern. Rechts⸗ anſprüche an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 14. Oktober 1834. Der groß herzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. 68 aßtigte larun gebe Güter⸗ Verpachtung. (650) Donnerſtag den 13. Novbr., Nachmittags um 1 Uhr ſollen in hieſigem Rathhaus nachfolgende leihfällig werdende Hoſpitalgüter einer weitern Ver 1 1 pachtung auf 12 Jahren, und zwar von Petri 1835 f der bis dahin 1847 ausgeſetzt werden: 0 8 10 circa 8 Huben in der nauheimer und ſchwalhei⸗ mer Gemarkung, 20 6 Morg. 1 Prtl. 4 Ruthen in der ſchwalheimet Gemarkung, 3) 35 Morg. 6 Ruthen in der dorheimer Gemar⸗ lrlen kung in zwei Abtheilungen, 58) 4 26 Morg. 2 Vrtl. 30 Ruthen in der bauernhei⸗ 90 St mer Gemarkung in zwei Abtheilungen, ler Gr 5) 2 Morg. 1 Vrtl. Ackerland in der ackſtädter haber und 1 Morg. 1 Vrtl. Wieſen Gemarkung,(Unter 6) 12 Morg. 1 Brtl. 15 Ruthen Wieſen in der blo⸗ he Gen felder Gemarkung. Nutz Friedberg den 28. Okbr. 1834. Ste In Auftrag der Armen-Kommiſſion Der Hoſpitalpfleger Boutemy. Stroh-Verſteigerung. St. (654) Freitag den 14. November l. J., des Vor⸗ 959) mittags 9% Uhr, werden in dem hieſigen Amthof Ir ſoll 13 Fuder Roggenſtroh und heller 19 T‚ Haferſtroh meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 23. Oktober 1834. Herzogl. naſſauiſche Receptur. der Hehner. tend Frucht⸗Verſteigerung. 80 (655) Freitag den 14. November l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden von den diesjährigen hie⸗ ſigen eee 99 18 Malter Waizen, 5 e 500 74„ Gerſte, Jepoſit 58„ Hafer und ben 5%„ ien 1 ei unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. d Reichelsheim am 23. Oktober 1834. d Herzogl. naſſauiſche Receptur.„e Hehner. 9 6 Edictal ladung f (657) Ueber das Vermögen des Buchbinder Chriſtian Berg zu Butzbach iſt wegen Ueberſchul⸗ Uer dung der Conkursprozeß erkannt worden. Alle Gläu peer biger deſſelben werden daher aufgefordert, ihre An⸗ ſprüche an die unbedeutende, generell verpfändet 1 und kaum zur Befriedigung des bevorzugten Glaus gar bigers hinreichende Vermögensmaſſe des Chriſtian Berg ſo gewiß im Termine f Dienſtag den 9. Dezember d. J. Vormittags 9 Uhr entweder in Selbſtperſon oder durch gehbrig bevoll ** nähtigte Mandatarien geltend zu machen, auch ihre 5 Nachmitg rk arungen wegen eines zu verſuchenden Vergleichs 5 nachfolgende bzigeben, als ſonſt Ausſchluß von der Maſſe er⸗ c weitem Jen olſen und resp. Beitritt zum Beſchluſſe der Mehr⸗ en Pet 8g eil der aufgetretenen Glaͤubiger angenommen wer⸗ en wird. Friedberg den 20. Oktober 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. heimer Gems Erlen-Stämmchen u. Zwetſchen-Bäume. 1 658) In der Gemeinde Steinfurt ſind mehrere der bauernhesloo Stück Erlen⸗Setzling-Stämmchen von verſchie⸗ ngen, ener Groͤße parthienweis käuflich zu erhalten. Kauf⸗ der ockſtädmiebhaber hierzu haben ſich innerhalb drei Wochen Gemarkung, dei Unterzeichnetem zu melden. Sodann bietet die⸗ en in der elbe Gemeinde circa 40 Stück alte Zwetſchen-Bäume ils Nutzholz für Dreher käuflich dar. 4 3 Steinfurt am 2. Novbr. 1834. nen⸗Kommiſſioz Der Bür f tri 5 Der Bürgermeiſter Petri. er Boutemy. F und ſchwalhei r ſchwalheing 19. Stroh-Verſteigerung zu Florſtadt. . J, des ſ55 9) Montag den 10. d. M., Vormittags um 9 eſſgen Amthof Uhr ſollen aus der hieſigen herrſchaftlichen Zehnt⸗ ſheuer 10 Fuder Kornſtroh, 15„ Waizenſtroh, 20„ Gerſten- und Haferſtroh, und 1834. 3„ Erbſen⸗, Linſen- u. Wickenſtroh che Receptut in der Behausung des Gaſtwirths Alles dahier meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Florſtadt den 3. Novbr. 1834. Müller, Frhr. von Löw'ſcher Rentmeiſter. net. g. L. Vormit ies fͤhrigen hie Aufforderung. (560) Vei der Reviſion der landgerichtlichen depoſitenkiſte haben ſich unter andern auch in der⸗ ben vorgefunden: 1) ein verſiegeltes Teſtament mit der Aufſchrift: Hierin befindet ſich die vor gemeinſchaftl. Amt zu Protokoll erklärte Dispositio inter liberas des gemeinſchaftl. Unterthanen Philipp Roth, 1 1881. errichtet am 21. Aug. 1813, ische Recep. 2) ein verſiegeltes Teſtament mit der Aufſchrift: uf dem hieſge ehnet. Letzte Willensmeinung des hieſigen Judenburſchen 8 Salomon Markbreit. J Buchbiceeh Man konnte bisjetzt weder über das Leben oder * bench kbſterben der Teſtirer, noch darüber, wer ihre „Ale Gl gachſten Verwandten und Erben ſind, Auskunft 15 halten, weßhalb Philipp Roth und Salomon Narkbreit, ſowie deren Erben, hierdurch aufge⸗ fordert werden, ſich bis zum Mittwoch den 14. Januar 1835 un ſo gewiſſer bei der unterzeichneten Gerichtsſtelle u melden, als ſonſten von Amtswegen die Eröoͤff⸗ — — nung der aufgefundenen Teſtamente verfügt werden wird. Rödelheim den 3. Novbr. 1834. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſ. Landgericht. Dr. Buff. a Bekanntmachungen von Privaten. FCaſino⸗Ball in Friedberg. (661) Auswärtigen Mitgliedern des friedberger Caſinos diene zur Nachricht, daß Dienſtag den 11. November der erſte Caſino-Ball im Saale des Hrn. Gerlach gehalten wird. Eine Magd wird geſucht, (662) welche kochen kann, mit Hausarbeiten um— zugehen weiß und einige Kühe zu melken hat. Bei Ausgeber dieſes Blattes das Nähere. Ein Lehrling (663) wird von einem hieſigen Schuhmacher-Mei⸗ ſter geſucht. Ausgeber dieſes ſagt von wem. Wohnungsveränderung u. Empfehlung. (664) Meinen geehrten Freunden zeige ich hier⸗ durch ergebenſt an, daß ich meine bisherige Woh— nung in der Judengaſſe verlaſſen und das Haus des Hrn. Vogt auf dem Markte neben der Engel-Apo⸗ theke bezogen habe. Ich verbinde hiermit die weitere Anzeige, daß ich in Ellenwaaren beßtens aſſortirt bin, ſo wie, daß ich eine ſchoͤne Auswahl neuer gefertigter Weſten, Hoſen und Kittel beſitze, wobei ich zugleich mein La⸗ ger fertiger Betten ꝛc., ſowohl zum Verkauf als zum Verleihen, beßtens empfehle. Friedberg den 4. Novbr. 1834. Zacharias Garde. (665) Ein junger Mann, welcher ſeit langer Zeit in der Nähe der Stadt Frankfurt a. M. Unterricht im Clavierſpielen, Rechnen, Schreiben, Geographie und der deutſchen und franzöſiſchen Sprache ꝛc. ge⸗ geben hat und dabei eine ausgezeichnet ſchöne Hand ſchreibt, wünſcht bei einem Landgericht oder auf einem anderen Bureau als Sekretär oder Seribent ange— ſtellt zu ſeyn. Auch wird er ſich den Schreibereien einer Buͤrgermeiſterei unterziehen, wenn er dabei Gelegenheit findet, in obigen Wiſſenſchaften Unter⸗ richt zu geben. Auf frankirte Briefe giebt nähere Auskunft Das allgemeine Geſchaͤfts Bureau zu Roͤdelheim bei Frankfurt a. M. Obſtbaume-Niederlage. (666) Ich zeige hiermit ergebenſt an, daß ich, in Verbindung mit einem Cronenberger Freunde, auch dieſes Jahr wieder eine Parthie der ſchönſten und auserleſendſten jungen Obſtbäume in Cronen⸗ berg angekauft habe und daß ſolche vom 12. Novbr. an in unſerer Niederlage dahier zu haben ſind. Red⸗ liche und billige Bedienung ſichern wir jedem zu, der uns mit einer Beſtellung beehren wird. Ockſtadt bei Friedberg den 4. Novbr. 1834. Joſeph Fegbeitel. Korn⸗-Verſteigerung. (667) Dienſtag den 11. d. M., Nachmittags 2 Uhr, ſollen in der Behauſung des Hrn. Hoſpital— pflegers Boutemy ohngefähr 22 Mltr. Korn von dem Auguſtiner-Schulſpeicher öffentlich an die Meiſt— bietenden verkauft werden. Friedberg den 6. Novbr. 1834. Der Schuhpfleger A. Steinhäußer. A reits erſchienenen Woͤrterbücher, deren wenige unter drei Gulden verkauft werden, zu theuer, als daß ſie von Hand⸗ werkern und Landwirthen leicht angeſchafft werden könnten. Selten findet man daher in Volksſchulen einen vollſtaͤndigen Unterricht in Rechtſchreibung, Ausſprache und Erklärung der in unſerer Sprache gangbaren Fremdwörter. Und wie klingt es doch ſo verhöhnungswerth, wenn manche ſonſt gewandte Bewohner kleiner Städte und mancher Landmann, zumal wenn er Ehrenſtellen bekleidet, fremde Wörter ſo oft und ſo mißtönend falſch ausſprechen und leſen, wie z. B.(Chauſſee) Kauſeh ſtatt Schoſſeh,(Chaiſe) Kaiſe ſtatt Schäſe,(Bureau) Burre⸗-au ſtatt Büroh und(Gensd'armes) Gänsdarme und (Corps) Korps ſtatt Schangdarm und Kohr u. ſ. f. Alle Freunde der Volksbildung und beſonders die Herren Kreisräthe und Bezirks⸗Schul-Commiſſäre, die Herren Geiſt— ; 8;. 5 lichen und Schulvorſtände erlaubt ſich Unterzeichneter um (668) Ganz feine ſachſiſche Thibets in ſchönen gefällige Verwendung für dieſes Buch angelegentlichſt zu en. modernen Farben hat friſch erhalten ſuchen. Der bis Ende November d. F. offene Subſcriptiond⸗ Meyer J. Hirſch. preis ſoll höchſtens 1 fl. für das Cremplar betragen; der .. 5 nachher eintretende Ladenpreis iſt um ein Viertel höher. (669) Nützliches und unentbehrliches Buch Druck und Papier werden nichts zu wünſchen übrig laſſen. für Schullehrer, Bürgermeiſter, Kaufleute, e erhalten auf 10 Cxemplare ein 0 ker i 5 4 illi⸗ Freiexemplar. d ö Handwerker, Landwirthe ꝛc. zu äußerſt bi Darmftab t a Dee 8 gem Preiſe. f L. Pabſt, 7 Bei Unterzeichnetem erſcheint bis ſpateſtens Ende No— Großherzogl. Hofbuchhändler. fitun, Heute; 5 Beſtellungen für Friedberg und die Umgegend beſorgt cht. Achttauſend und mehr Fremdwoͤrter, auf's Pünktlichſte die Buchhandlung von Carl Binder 0 in der deutſchen Sprache theils einheimiſch, theils mehr oder nagel in Friedberg. gi weniger gebräuchlich, mit Angabe der richtigen Ausſprache 7 5 8 5 5 reiſe und ihrer deutſchen Bedeutungen und Erſatzwörter, alpha— Bei C. Bi ndernagel in Friedberg iſt ange⸗ un Ze betiſch geordnet ſowohl zum Hausgebrauch eee kommen und liegt zur gefälligen Einſicht bereit: frech Pfarrer 1 180 46 15 89 0 in Umſchlaß Brand, Biſchof, der Chriſt in der Andacht. Voll⸗ Ali! ſauber geheftet. Subſcriptionspreis höchſtens 1 Gulden. ſtändiges Gebetbuch für Katholiken. öte verbeſſerte be Das unter vorſtehendem Titel erſcheinende 17 90 mit 4 Kupfern verſehene Auflage. 1 fl. 12 kr. der 8 deutſchungswörterbuch der in unſerer Sprache gebräuchlich⸗ 1 5 5 85 de 175 Fremdwörter, mit Angabe deren Ausſprache, eignet ſich— Gebete für katholiſche Chriſten. 4⁵ kr. 0 6 durch ſeine Einrichtung und Wohlfeilheit ſowohl zum Ge.—— die öffentliche Gottesverehrung des katholi- aum brauche in Volksſchulen, wie für jeden ſich gern belehrenden ſchen Chriſten; ein Gebet⸗ und Erbauungsbuch. Ind Bürger und Landmann. 5 0 Mit ſechs Kupfern 3 fl. ch Alle gegenwärtig beſtehenden Fremdwörterbücher haben g 0 pfern. f b 1 chwi nicht die Beſtimmung, welche dieſes Werkchen hat, und da- Creizenach, Dr., Thariag, oder Inbegriff der Mo⸗ amm ber auch nicht dieſe faßliche Belehrungsweiſe für ſolche, welche ſaiſchen Vorſchriften nach talmudiſcher Interpre⸗ im in keiner Sprache grammatiſchen Unterricht genoſſen haben. 10 15 1 fl 21 kr m Das Auffinden der Wörter iſt in den meiſten fur den Sprach⸗ ation. a 1 ö. i me unkundigen durch die Zuſammenſtellung der verwandten Wör⸗ Marx, L. F., Anweiſung für Kinder, welche das 1 ben e Stang Safe dee, beige Aikſeermnen eum eiten mel durfen aa 0 2 0 I„ K 2 a ſehr erſchwert und die Ausſprache der meiſten als zu bekannt wollen oder dazu vorbereitet werden. Mit einem a angenommenen Wörter nicht angegeben. Dann ſind die be— Kupfer. 45 kr. en 9 f dem naßit Ber ka ufs dre ie 1 Pfund Leber- und Blutwurſt 12 kr. daß der Bäcker und Metzger vom 29. Septbr. bis zum 6. Okt. 1„ Bratwurſt 1 5 14 kr. und Für 1 kr. Milchbrod 6 Loth— Quint. 1 Schwartenmage 14 kr. 5 N „I kr. Gemiſchtes ,,, i Seeg 20 kr. dess „ 8 kr. Laden⸗Brod 4 Pfund 10 ũ„— 1»Dorrfleiſch a 14 kr. weit „ kr. DD NLVUV;, 1„Schmalz 3 8 16 f. „ 4 kr. dito 2„ 5%— 2 In der Judengaſſe bei den Metzgern: ichen r„ dite% e ee, ee ee, 8 kr. nit 1 Pfund Ochſenfleiſch 8 I indflei F 9 kr. 1 8 Nierenfett 20 kr. Mia 0 0 deſer 1 Kalbfleiſch 8 kr. 5 Fruchtpreiſe. and. 1„ Hammelfleiſch kr. Waizen 6 fl.— kr. Gerſte 3 fl. 40 kr. le 1„ Schweinenfleiſch 9 kr. Korn 4 fl. 15 kt. Hafer 3 fl. 15 kr. Ru Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 50