Intelligenzblatt für die 8 rovinz Oberhessen 2 im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M10. Sonnabend, den 8. Maͤrz 1834. Jul Amtlicher Theil. tlichem Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg i an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Abverdienſt der unzahlbaren Forſtſtrafen durch Arbeit im Kreiſe Friedberg. a— Um einen geregelten Geſchäftsgang bei dem Abverdienſt der Forſtſtrafen herbeizufuͤhren, werden , folgende Anordnungen getroffen: Ge⸗ 10 Wenn den großh. Revierförſtern die bei dem Zwangsverfahren als uneinbringlich erkannten Forſtſtrafen we zum Abverdienſt überwieſen ſind, ſo werden dieſelben jeden einzelnen betreffenden Bürgermeiſter be⸗ 3 ſonders, um Stellung der zu ſeiner Bürgermeiſterei gehörigen unzahlfähigen Forſtſtrafſchuldner zur e und Arbeit erſuchen. Dieſes Erſuchen wird in der Regel nach anliegendem Formulare*) erfolgen. beit Sobald dieſe Requiſition dem großh. Bürgermeiſter zukommt, hat derſelbe unverzüglich die dem auch. Formular beigefügte Vorladung auszufertigen und dem Ortsdiener zur Inſinuation zu behändigen. inder⸗ Iſt dieſe vollzogen, ſo beſcheinigt dies der Ortsdiener, wie vorgeſchrieben, unter die Ladung und gibt dieſelbe dem großh. Bürgermeiſter zuruck, welcher ſolche ſofort dem großh. Revierförſter zum weiteren Gebrauche unverweilt und jedenfalls vor der Zeit der beſtimmten Arbeitsleiſtung wieder zuzuſenden hat. nebſt r- 2) Erſcheinen die Schuldner nicht zur Arbeit, oder entfernen ſie ſich von derſelben, ſo ſtellt der großh. mittags Revierförſter das weitere Erſuchen, unter die ihm vom Bürgermeiſter üͤberſandte Ladung, worauf igerung dieſer ſofort die Sträflinge durch Sicherheitswache an die ihm bezeichnete Stelle zur Arbeit trans— 1 portiren läßt und den Arreſtationsbefehl mit der Ablieferungs-Beſcheinigung dem großh. Revierfoͤrſter 12 kr. alsbald zurückſendet. 11 90 3) Entfernen ſich die Sträflinge deſſen ungeachtet abermals von der Arbeit oder zeigen ſie ſich ſonſten 20 kl. ungehorſam oder widerſpenſtig, ſo ſollen dieſelben zur Verbüßung ihrer Strafen im Gefaͤngniß ange— 75 4 halten werden. Es wird zu dem Ende der großh. Revierförſter dieſe Vorladungen ec. bei mir ein— reichen, woraufhin ich das weiter Erforderliche veranlaſſen werde. 0 k.„) Da dieſes Formular eigentlich nur für die Herren Bürgermeiſter und die großherz. Forſtbehoͤrden im Kreiſe Friedberg von Intereſſe iſt, ſo wurde es auch nur denſelben zugeſendet; ſollte jedoch einer oder der andere meiner verehrlichen Abonnenten ein beſonderes Intereſſe daran nehmen, ſo ſteht denſelben ebenfalls ein Exemplar dieſes Formulars zu Dienſten. Carl Biundernagel. ö — Die großh. Bürgermeiſter werden hierdurch angewieſen, ſich nach den obigen Beſtimmungen in ſo weit Sie es angeht genau zu bemeſſen, indem nur durch ſtrenge Anwendung dieſer Vorſchriften Ordnung in den fraglichen Geſchäftszweig kommen, und damit zugleich mittelbar dem verderblichen Frevel geſteuert werden kann. Friedberg den 3. März 1834. Kuͤchler. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter und Polizeibeamten des Kreiſes. Betreffend: Die Verordnung vom 3. Oktober 1817. Da ich mehrfach vernommen habe, daß die Sperlinge ſich an verſchiedenen Orten auf eine die Landwirthſchaft ſehr benachtheiligende Weiſe außerordentlich vermehrt haben, ſo mache ich Sie auf die desfallſige Verordnung vom 3. Oktober 1817 hiermit aufmerkſam. Zugleich weiſe ich die großh. Bürgermeiſter reſp. Polizeibeamten derjenigen Gemeinden, in welchen jene große Vermehrung ſtatt gefunden hat, hierdurch an, ungeſaͤumt die erwähnte Verordnung neuerdings in der Gemeinde verkünden zu laſſen, und für deren pünktlichen Vollzug Sorge zu tragen. Auf die Unterlaſſung der Einlieferung der Sperlingsköpfe iſt für jeden 6 kr. Strafe anzudrohen. Friedberg den 4. März 1834. Kuͤchler. Armen und Unterſtützungs-Anſtalten zu Friedberg. Wir haben ſeit Kurzem zwei Schriftchen von Friedberg erhalten, welche ein erfreuliches Zeichen der Zeit ſind, und verdienen, daß ein größeres Publikum auf ihren Inhalt aufmerkſam gemacht werde. Das erſte iſt der Zwanzigſte Jahresbericht der friedberger Hülfsgeſellſchaft vom 1. Juli 1352 bis Jahin 1835. Die wohlthatige Anſtalt war in dem verhängniß— vollen Jahre 1813 mit dem Denkſpruche„Laſſet uns Gutes thun und nicht müde werden“ ins Leben getreten, und man muß geſtehen, der zwanzigſte Jahresbericht iſt der ſicherſte Buͤrge, daß die Mitglieder dieſer loͤblichen Anſtalt, die nicht mit Almoſengeben die Armen abſpeiſen, ſondern der zeoth und dem Elende, wo es ſich findet, abhel⸗ fen wollen, nicht müde geworden ſind. Es wäre wohl unſchicklich und gegen den Geiſt der Stiftung, wenn wir die einzelnen Fälle, in welchen dieſer Verein wirkte, hier aufzählen wollten; aber auf⸗ merkſam muͤſſen wir doch darauf machen, wie der— ſelbe durch die Ertheilung einer Prämie an ſolche Perſonen, welche unbeſcholten fünf Jahre hinter— einander bei derſelben Herrſchaft in Dienſten ge— ſtanden, einen beſſeren Sinn bei der dienenden Volksklaſſe zu erwecken, wie er durch die Spar— kaſſe Emſigkeit und Sparſamkeit gerade bei ſolchen einzuführen ſucht, denen es am meiſten Noth thut, wie er durch Errichtung eines Holzmagazins einem Holzmangel in der härteſten Jahreszeit abzu— helfen und die Armen den Haͤnden des Holz— wucherers zu entreißen bemüht iſt, wie er endlich durch Errichtung einer Zeichen- und Sonntags— ſchule noch tiefer einzugreifen und bis auf die Ver— ſtopfung der erſten Quellen der Verarmung und Verſchlechterung zurückzugehen ſich berufen fühlt.— Doch hier brechen wir ab, und bemerken nur noch, daß man einer Stadt Glück wuͤnſchen kann, welche einen ſolchen Verein, oder vielmehr, welche ſo viele Männer beſitzt, die Sinn fuͤr dergleichen Anſtalten haben. Das zweite Schriftchen, welches uns zu Han— den gekommen, iſt der 2 n in ſo idnung eſteuert erg ine die uf die velchen erdings hen. le der⸗ ſolche Ywter⸗ den ge⸗ enenden Spar- ſolchen thut, azins abzu⸗ Holy endlich ntags⸗ die Ver⸗ Ig und ühlt.— 1 noch, welche ſo viele nſtalten u Han. — Dreizehnte Jahresbericht, die Armenpflege zu Friedberg betreffend, erſtattet von der Armenkommiſſion 1335(mit dem Motto:„Die, ſo im Elend ſind, führe ins Haus.) Auch dieſes Schriftchen kann nur einen ange— nehmen Eindruck auf den Leſer machen. Voran ſtehen einige geſchichtliche Notizen über das„Armen— haus zum Eichelhof.“(Wir hätten noch Eins und das Andere mehr gewünſcht.) Es ſind in demſel— ben gegenwärtig außer der Wohnung des Direktors drei Wohnſtuben für das weibliche Geſchlecht, ein neuer Schlafſaal für das männliche, eine Kranken- ſtube, und eine für fremde Perſonen, welche auf der Durchreiſe keine Aufnahme bei Wirthen finden. Aufgenommen ſind drei Manns- und ſieben Weibs— perſonen und fünf Kinder. Der Schluß ſagt: „Andere ſind außer dem Hauſe in Koſt und Pflege „gegeben, und eine vieljährige Erfahrung „hat uns belehrt, daß dieſes weit zweck— „mäßiger iſt, als wenn die in Einem Hauſe „zuſammen leben, welche nie zuſammen ge— „hören können.“ Wir ſtimmen dem bei, und bemerken, daß man ſeit mehreren Jahren auch bei der großen Waiſen-Anſtalt zu Darmſtadt von denſelben Grundſätzen ausgeht, und die Kinder bei Familien gegen Koſtgeld unterbringt. Nur iſt Vor— ſicht dabei anzuwenden nöthig, wem man ſie gibt. Das bloße Unterbringen macht's nicht aus; ſondern ſie müſſen zu menſchenfreundlichen, braven Leuten, damit ſie frühe Sinn für Arbeitſamkeit, häus— liches Leben und häusliches Glück bekommen. Die Einnahme und Ausgabe der Armenanſtalt iſt bedeutend. Mit ſolchen Summen kann viel ge⸗ ſchehen, viel Gutes geſtiftet, manchem Armen auf— geholfen werden. Dabei iſt aber auch große Vor— ſicht, tiefe Einſicht und ein unermüdliches Wirken von Seiten derjenigen Männer nöthig, welche das Vertrauen an die Spitze der Verwaltung geſtellt hat, damit's nicht ſchief geht. Wer auf dieſem großen Felde wirkt, ſo lange es Tag iſt, und nicht müde wird, der kann am Abende ſeines Lebens ruhig und mit dem Bewußtſeyn einſchlummern, daß er gethan, was er zu thun ſchuldig war.— Auf Eins erlaubt ſich Schreiber dieſes die würdigen Vorſteher aufmerkſam zu machen: 47 — Das bloße Almoſengeben iſt die verkehrteſte Unterſtützung, denn es macht ehrlos und nährt die Trägheit. Der Ho ſpitalfond zum heil. Geiſte hatte 1833 eine Einnahme von 2831 fl. und eine Aus— gabe von 2874 fl.; die Armenkaſſe eine Einnahme von 4314 fl. und eine Ausgabe von 1847 fl. Endlich wurden in der Arbeitsanſtalt verſponnen und verarbeitet 76 Pfund Wolle, 42 Pfund Flachs und 26,770 Stück Lehmſteine verfertigt. Dergleichen Arbeiten halten auch wir für nützlich und heilſam, und wünſchen ſchließlich der Anſtalt fortwährend ein recht fröhliches Gedeihen.) Andere Zeiten, andere Sitten. Ums Jahr 1400 hatten die damaligen Land— grafen von Heſſen und von Thüringen mit dem Erz— biſchofe von Mainz, Johann II. aus dem Hauſe Naſſau, einen kleinen Streit. Sie gaben ihm näm— tich Schuld, daß er der eigentliche Anſtifter des ſchreck— lichen Mordes wäre, welcher an dem zum Kaiſer vorgeſchlagenen Herzoge Friedrich von Braun ſchweig ſchändlicher Weiſe begangen wurde. gab's aber nicht nur Kampfe und Verheerun en; auch ein Federkrieg entſpann ſich, wobei der hoch— weiſe Rath zu Frankfurt den Briefträger machte. Da gab's denn allerlei Schimpfworte nach jener Zeit. Beſonders aber verdroß den Markgrafen Wilhelm von Meißen, daß ihn der Erzbiſchof einen Schulmeiſter geheißen, und um ſich gegen ihn ganz rein zu machen, ſchrieb er an den Magis zu Frankfurt u. A. Folgendes:„wenn er(den Erie „biſchof) uns nennet einen Schulmeiſter, ſo we „daß wir nie zu einer Schule gegangen „ſind, daß wir leider weder ſchreiben noch *) Möchten wir auch von andern Orten der Wetterau dann und wann dergleichen Nachrichten über Armen und Unterſtützungs-Anſtalten erhalten! Es iſt für eine Ge meinde ſehr wichtig, wie ſie ihre Armen-Anſtalten eas richtet. Folgt man einem alten Schlendrian, dann kann man leicht die Ueberzeugung gewinnen: Je mehr An— ſtalten, deſto mehr gibt's Bettler. So wollen wir aber nicht, ſondern der Armuth ſteuern, und Fleiß wecken. 5 Die Redactſon. — — —. — „leſen können, und uns wäre leid, wenn wir „ſolche Schulen beſucht hätten, da wir gelernt „hatten ſolche Tuͤcke, als er gelehrt hat; in den „Tücken und Kunſt, die er kann, ſind wir nie „Schüler noch Meiſter geweſen, wie er iſt ꝛc.!“—, Bekanntmachungen. A Gläubiger-Aufforderung. (92) Der hieſige Ortsbürger und Schuhmacher Abraham Schmidt beabſichtigt nach Nordamerika auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten dahier anzumelden, gegen— falls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 13. Febr. 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. (95) Zur allgemeinen Militaͤr⸗Vertretungs⸗ Anſtalt, für die ich eine Caution von 102,000 fl. geleiſtet habe, die fuͤr ſich allein beſteht und die jedes Mitglied zum Behuf der Verheirathung, der Auswanderung oder des Uebertritts in fremde Dienſte unentgeldlich nach dem Rekrutirungs⸗ Geſetz vertritt, haben fuͤr das Muſterungs— Jahr 1834/35 bereits gegen 450 Perſonen ihren Beitritt erklaͤrt. Die Eltern oder Vormuͤnder der 1814 gebornen Conſcriptionspflichtigen erſuche ich ihren Beitritt guͤtigſt bald bei mir oder meinen Herren Geſchaͤftsführern anzuzeigen. Darmſtadt den 20. Februar 1834. Ernſt Emil Hoffmann. (96) Erbvertheilungshalber ſollen Montag den 10. März l. J., Vormittags 9 Uhr, auf dem Hof Glaubzahl bei Borsdorf 10 5 Kuͤhe, 2) 3 zweijährige Rinder, 3) 1 einjähriges dto., 4) 1 dreijähriger Bullen, 5) 1 einjähriger dto., 6) 1 Kalb, 7) 16 diverſe Schweine, 8) 59— ſpaniſche Schaafe, und 9) 30— ordinäre dto. öffentlich gegen gleich baare Zahlung an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Nidda am 22. Februar 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Reh (104) Samſtag den 15. März a. C., Morgens 11 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehauſe zu Ulfa die zur Erbauung eines Schweinſtalls in der Pfarrhof— raithe daſelbſt erforderlichen Arbeiten veranſchlagt Maurerarbeit 167 fl. 24 kr. Steinhauerarbeit 27 ͤ„ 6„ Zimmerarbeit 191 7 30„ Dachdeckerarbeit 52„ 50„ Schreinerarbeit 28 7 30„ Zuſammen 467„ 20„ öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert wer⸗ den.— Plan, Ueberſchlag und Bedingungen liegen vom 8. März bis zum 14. Marz a. c. auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Nidda am 25. Februar 1834. Der großh. Kreisbaumeiſter Ritter. (105) Montag den 10. März l. J., Nachmittags um 2 Uhr, will die Frau Heinrich Zimmermann jun. Wittwe folgende Güterſtücke einer freiwilligen öffentlichen Verſteigerung in hieſigem Rathhaus aus— ſetzen laſſen, als: 1) 1 Viertel 16 Ruthen im Burgfeld in den Ellern, neben Joh. Marbach. 2) 3 Viertel Acker in der friedberger Gemarkung im Großgalgenfeld, neben Hrn. Beigeordneten Boutemy und Jungfrau Franz. 3) 3 Viertel Acker daſelbſt, neben Hrn. Verwalter Engels Erben. 4) 3 Viertel 6 Ruthen im fauerbacher Feld, zwi⸗ ſchen der Bachhohl und dem Eierträgerweg ne— ben Hrn. Martin Groß. 5) 3 Viertel 12 Ruthen am Mainzerthorweg, ne—⸗ ben Hrn. Heinrich Kehrs Wittwe. 6) 1 Morgen 11 Ruthen ober den Brückengärten, neben dem fauerbacher Hofgut und Hrn. Martin Falks Wittwe; iſt Mainzer. was hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 27. Februar 1834. Der Bürgermeiſter D. Fritz. (106) Montag den 10. März l. J., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe, Erbverthei— lungs halber, ein der verlebten Joh. Adam Nerns Wittwe zugeſtandener Garten, S. 178 Nro. 5, 47 Ruthen haltend, bei der Leonhardskirche neben Hrn. Chriſtian Wagner gelegen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 2. Februar 1834. In Auftrag großh. Landgerichts, f Der Bürgermeiſter D. Fritz. (107) Die auf Dienſtag den 11. März angekün⸗ digte Arbeitsverſteigerung wird Hinderung wegen T e Mei daſelbſt. gens 11 Ilfa die farrhof⸗ chlagt rt wer⸗ liegen uf dem * Ritter, mittags ermann go Ellern, arkung dneten walter d zwi⸗ veg lie⸗ g/ ne⸗ gärten, Martin t „ Fritz. mittags hverthei⸗ Nerus 5, 47 en Hrn. ſbietend erichts, Fritz, angekül⸗ wehen 1 nicht an dieſem Tage, ſondern Montag den 17. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in hieſigem Rathhauſe abgehalten, beſtehend in Pflaſterarbeit, Fuhren in hieſiger Stadt, für Beifuhr und Abfuhr der Steine und des Schuttes, Meſſen des Kiſſes und Klaftern der Steine, ſowie Chauſſiren verſchiedener Stellen und Abbrechen des Pförtnerhauſes am fauerbacher Thore, öffentlich an Wenigſtnehmende ausgeboten werden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge— bracht wird. Friedberg den 6. März 1834. Der Buürgermeiſter D. Fritz. (108) Ein Wagen in beßtem Zuſtande mit etlichem Zugehör ſteht zu verkaufen in Fauerbach bei Rudolph Haas. (111) Unterzeichneter iſt geſonnen ſein Wohnhaus nebſt Stallung(Nro. 162 neben Hrn. H. Salzmann in der Stadtvorſtadt) den 10. März um 2 Uhr Nachmittags auf hieſigem Rathhauſe einer freiwilligen Verſteigerung auszuſetzen. S. Simon. Edictalladung. 1120 Die Erben des verlebten Drehers Wilhelm Mohr II. zu Aſſenheim haben deſſen Erbſchaft aus— geſchlagen, und es hat ſich nach dem aufgeſtellten Inventare ergeben, daß das Vermögen nicht an— reicht, um die angemeldeten Schulden zu decken. Um ein förmliches Concursverfahren abzuwenden, iſt zum Abſchluſſe einer gütlichen Uebereinkunft Ter— nin auf Donnerſtag den 1. Mai d. J., Morgens 8 Uhr, anberaumt worden, wo alle bekannte und unbe- zannte Gläubiger des Wilhelm Mohr II. in Per⸗ on oder durch zum Abſchluſſe eines Vergleiches aus— drücklich Bevollmächtigte, ſo gewiß zu erſcheinen haben, als ſie ſonſt, wenn ein gütliches Arrange⸗ nent ſtatt findet, bei Vertheilung der Maſſe gar nicht berückſichtigt, für den Fall aber, daß der Soncursproceß eingeleitet werden müßte, ohne eine ſerner weite Ladung Kraft dieſes von der Maſſe ausgeſchloſſen ſeyn ſollen. Gleichzeitig wird bemerkt, daß in dem anberaumten Termine wegen Beſtellung eines Maſſecurators und Verſilberung des Vermö— zens verhandelt wird und daß in dieſer Beziehung ach den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger verfahren werden ſoll. Friedberg den 21. Februar 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. N Edictalladung. (113) Die anweſenden nächſten Seitenverwandten und Inteſtaterben des ſeit langen Jahren abweſen⸗ den Leonhard Appel von Heldenbergen haben neuer⸗ dings, nachdem dieſer das 70te Lebens jahr zurüuͤck⸗ gelegt hat, auf Ueberlaſſung des ſeither curatoriſch verwalteten Vermögens des genannten Abweſenden angetragen. Es werden daher Leonhard Appel, 49 deſſen allenfallſige Leibeserben oder wer ſonſt An— ſprüche geltend machen zu können glaubt, aufgefor— dert, ſich ſo gewiß binnen 6 Wochen zur Empfang— nahme des Vermögens bei unterzeichnetem Gericht zu melden und reſp. die an daſſelbe zu bildenden Anſprüche anzuzeigen, gegenfalls ihr Ausſchluß ver— fügt und den aufgetretenen Collateralerben die frag— liche Erbſchaft ohne Cautionsleiſtung zur Dispoſition überlaſſen werden wird. Groskarben den 20. Febr. 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Buff. (114) Die zum Nachlaſſe des Matthäus Filz zu Heldenbergen gehörige Mühle mit dazu gehoͤrigem 1 Morgen haltenden Gras- und Gemüſegarten, und der 1% Morgen großen mit wildem Gehölze bewachſenen Inſel, ſoll zum Zwecke der Erbver— theilung Montag den 14. April 1834, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Heldenbergen öffentlich meiſt— bietend verſteigert werden. Kaufluſtige werden nur dann zum Mitbieten zugelaſſen, wenn ſie ſich über ihre Zahlungsfähigkeit hinlänglich ausweiſen können. Die Mühle liegt an dem Nidderfluß nahe bei Heldenbergen, an der von Friedberg nach Hanau führenden Chauſſee und beſteht außer einem zwei— ſtöckigen Wohnhauſe mit drei beſtens eingerichteten Mahlgängen und Anbau mit einem vorzüglichen Oelgange, aus einer Scheune mit darunter befind— lichem Pferdeſtall für 8 Pferde, und geräumigem Keller, aus einem Stalle für 8 Stück Rindvieh und aus Stallung für 50 Stück Schweine. Bemerkt wird hierbei noch, daß, Falls ſich Kaufliebhaber einfinden ſollten, eine halbe Hube Ackerlands mitverkauft werden ſoll. Groskarben den 20. Febr. 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Buff. Gläubiger-Aufforderung. (115) Johannes Schudt von Friedberg beabſichtigt nach Nordamerika mit ſeiner Familie auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— naten dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſ— ſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 25. Febr. 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Frucht⸗ und Strohverſteigerung. (116) Donnerſtag den 13. März l. J., Vormittags 10 Uhr, werden im Gaſthauſe zum Ochſen dahier circa 120 Malter Korn, 30„ Waizen, 50—Gerſte, N 10 Malter Hafer, 1%„ Wicken, 57„ Erbſen, 9„ Nachfrucht, 9 Fuder Roggen-Stroh, 14„ Waizen„ 11% Wirxr⸗ 7 und eine Parthie Spreu und Keil aus der 18331 Erndte öffentlich verſteigert, wozu die Liebhaber eingeladen werden. Obererlenbach den 28. Febr. 1834. Ehehalt, gräflich von Ingelheim'ſcher Rentmeiſter. Oeffentliche Aufforderung. (117) Katharina Stoffel von Florſtadt hat im Jahre 1830 folgende Grundſtücke: Gemarkung Oberflorſtadt. Ites Feld. Fol.] Nr.] Ruth. 74 16044¼/ am Städerweg, ſtößt auf Heinrich Kratz von Unterflorſtadt. 103116479 ¾ daſelbſt an Peter Wiltheis und An⸗ dreas Will. IIItes Feld. 47¾ vor'm Altenwald, ſtößt auf Jeremias Reichhold von Stammheim. 5011 1 — 571 91032 ¼ Wieſe im Breul an Conrad Schau⸗ bach, ſtößt auf Jakob Schreitz II. Gemarkung Unterflorſtadt. Ites Feld. 250] 7135 auf dem Lerchesberg an der Familie von Löw. IItes Feld. 4860 22458 ¼ am Kirſchbaum an Friedrich Koch. 494] 1276 an den Maueräckern an Johannes Waltz sen. Wittwe. 616 35143 auf dem Hundsrücken an Peter Wiltheils. IIItes Feld. 8351 30042 zwiſchen dem Kühweg und Ellenpfad an Friedrich Koch. Wieſe im Niederried iſt getheilt mit Conrad Claus jun. Unterfeld. in der Platzgewann, an Johannes Moll und Daniel Kratz, oͤffentlich verſteigern laſſen. Nach vorliegender Be— ſcheinigung ſoll ſie muthmaaßlich Eigenthümerin dieſer Grundſtücke ſeyn, da ſie aber eine beſtimmte deßfallſige Nachweiſung nicht zu erbringen vermag, ſo werden alle, welche Anſprüche auf die erwähnten Immobilien machen zu können glauben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen einer Friſt von 8 Wochen hier anzuzeigen, als ſonſt den Kaufbriefen, welche 0 20158 Katharina Stoffel hat ausfertigen laſſen, die ge⸗ richtliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Da es ſodann zweifelhaft iſt, ob nicht einige der obbeſchriebenen Immobilien annoch verpfändet ſind, indem nach den Hypothekenbüchern der Ge— meinde Florſtadt, die aus den alteren Zeiten keine genaue Beſchreibung der Unterpfänder enthalten, auf den Namen des Vaters, der Katharina Stoffel nachfolgende Einträge offen ſtehen: 1) über ein Kapital von 150 fl., am 16. Mai 1776 bei der Kirche zu Florſtadt anfgenom⸗ men, und 2) über ein Kapital von 200 fl., am 7. März 1777 ebenfalls bei der florſtädter Kirche ge— liehen, ſo werden gleichzeitig alle, welche aus den ebenerwähnten, angeblich durch Zahlung längſt erloſchenen Verpfändungen und auf die deßfallſigen Schuldverſchreibungen recht— liche Anſprüche machen zu können glauben, angewieſen, ſolche binnen obbeſtimmter Friſt hier anzumelden, gegenfalls die Schuldver— ſchreibungen für mortiftcirt erklärt und die betreffenden Einträge in den Hypothekenbü— chern gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 21. Febr. 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. (118) Erbvertheilungshalber ſollen die der Ambros Ferrands Wittwe im Leben zugeſtandenen Immobi⸗ lien Montag den 17. d. M., Vormittags um 9 Uhr, in hieſigem Rathhauſe einer öffentlichen frei— willigen Verſteigerung auf Meiſtgebot ausgeſetzt werden, als: Eine Hofraithe, an Wilhelm Goll und Heinrich David Herold gelegen, beſtehend in einem Wohnhauſe mit Gärtchen, ſodann ein Garten an der Langgaſſe in der Zten Gewanne, an Carl Klein und Ernſt Mülmerſtadt gelegen; was hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 4. März 1834. Der Bürgermeiſter D. Fritz. Zuchtbullen-Verkauf. (119) Ein 2% jähriger fehlerfreier Zuchtbullen von engelthaler reiner Schweizer-Race iſt zu verkaufen, und kann jeden Tag bei Unterzeichnetem eingeſehen werden. Bönſtadt den 28. Febr. 1834. Der Bürgermeiſter Geibel. (120) Der abweſende Johann Guͤnter Wilhelm von Friedberg wird hiermit edictaliter aufgefordert, ſich wegen Antretung des ihm deferirten Erbſchafts⸗ theils an dem Nachlaſſe des für verſchollen erklär— ten Johann Günter Balſer von Okarben ſo gewiß binnen zwei Monaten bei unterzeichnetem Gericht zu melden, und reſp. zu erklären als anſonſt er die ge⸗ t einige rpfändet der Ge⸗ en feine halten, Stoffel 6. Mai ſgenom⸗ 7. Mirz rche ge⸗ che aus zahlung nd auf recht⸗ lauben, er Friſt zuldver⸗ und die hekenbü⸗ daſelbſt, Ambros mo bi⸗ um Y n drei a8geſett Heinrich einem Garten ne, an legen; t „Fritz. illen von kaufen, ngeſehen eibel. Wilhelm fordert, yſchaftz⸗ erklar⸗ 0 gewiß Gericht ſonſt er liermit nicht weiter gehört und der ganze Nachlaß den aufgetretenen nächſten Verwandten, ihrem An— rage gemaß überlaſſen werden wird. Groskarben den 28. Febr. 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Buff. 121) Mittwoch den 19. Marz d. J., Vormittags Uhr, ſollen in der Behauſung des Jakob Holz— apfel zu Altenſtadt das zu deſſen Concursmaſſe ge— vorige Vieh, namentlich 2 achtjährige Fahrpferde, Füchſe; ein zehnjähriges Mutterpferd, ein jähriges Fohlen, 3 Kühe, 1 Rind, 1 Mutterſchwein mit Ferkeln, 5 Sprenger und weiter verſchiedene Pferde— ſeſchirr und Ackergeräthſchaften, ſodann ein voll— cändiges Branntweinbrennerei-Geſchirr mit einem „ Ohm haltenden Keſſel, endlich eine Weißzeug— Nange und ſonſtige Hausgeräthſchaften— gegen eich baare Zahlung öffentlich verkauft werden. Groskarben den 1. März 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Buff. (122) Bei Konrad Döring in Ockſtadt ſind trtra gute 2 und 3 jährige ulmer Spargelpflanzen zu laben. (123) In der Behauſung des Unterzeichneten ſollen den 12. März l. J. Mittags 1 Uhr vertheilungs— lalber einer freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt werden: 10 ein 5jähriges hellbraunes Wallachpferd, 2) eine friſchmelkende Kuh, f 3) zwei Zuchtſchweine, 4) ein neuer Karren mit Zugehör, 5) ein ganz neues vollſtändiges Pferdegeſchirr, 7 6) zwei Pflüge, 7) zwei Eggen, 8) Zug⸗ und andere Ketten; wozu Liebhaber hierdurch eingeladen werden. Schwalheim den 5. Marz 1834. Georg Bingel, Gerichtschef. (124) Dienſtag den 11. März d. J., Morgens 0 Uhr, werden auf dem hieſigen Rathhauſe an Kirchenfrüchten aus der 18331 Erndte 27 Malter Korn, alten friedberger Maaßes, 17 77 Gerſte 17 9 14 ffentlich verſteigert. Dornaſſenheim den 5. März 1834. f Der Kirchenvorſtand daſelbſt. (125) Die Erben des in Ziegenberg Kreiſes Fried— berg verſtorbenen Herrn Forſters Pilgram wollen Dienſtag den 1. April l. J. Morgens 10 Uhr in ziegenberg nachſtehende, daſelbſt gelegene, Immobi⸗ lien meiſtbietend freiwillig verſteigern laſſen: Hofraithe, beſtehend in Haus, Scheuer, Stallung, Bier- und Backhaus, nebſt 2 Gärten, welche letztere unmittelbar an die Hofraithe ſtoßen. Die Gebäulichkeiten befinden ſich nebſt den Gärten in dem beſten Zuſtande und eignet ſich das Ganze zum Betrieb eines jeglichen Ge— ſchäftes, beſonders da der Ort Ziegenberg zu den angenehmſten und beſuchteſten des ganzen Kreiſes gehört. Der Unterzeichnete ertheilt auf frankirte Briefe jede Auskunft mit Vergnügen. Langenhain den 5. März 1834. Der großh. Bürgermeiſter Huth. (126) Mittwoch den 12. d. M., Nachmittags 2 Uhr, wird der Unterzeichnete circa 5 Kubikklafter Bruchſteine, wovon der größere Theil in guten und brauchbaren Mauer- und Pflaſterſteinen beſteht, an den Meiſtbietenden in Verſteigerung geben. Die Steine ſitzen an hieſiger Burgkirche, an welchem Orte ſich die Kaufluſtigen an genanntem Tage und Stunde einfinden wollen. Friedberg den 5. März 1834. Der Kreisbaumeiſter Holzapfel. (127) Bei dem Unterzeichneten liegen 200 fl. zum Ausleihen bereit; derſelbe giebt ſie jedoch nur ge— trennt, jedes hundert allein, auf Gütereinſatz. Fauerbach, den 6. Marz 1834. Pachter Schultheis. (128) Da ich nunmehr meine Wohnung bei Hrn. Schuhmachermeiſter Heß in der Metzgergaſſe dahier bezogen habe, ſo mache ich dieſes einem hieſigen und auswärtigen Publikum hierdurch ergebenſt bekannt und empfehle mich zugleich demſelben in allen Arten von Pfeifen, Stöcken, Regen- und Sonnenſchirme, Bronze⸗Waaren und allen ſonſtigen in mein Fach ſchlagenden Artikeln. Friedberg im März 1834. Ph. Stamm, Dreher u. Paraplüiemacher. Holzverſteigerung im Revier Oberrosbach, Forſts Friedberg, betreffend. (129) Freitag den 14. d. M., Vormittags um 8 Uhr, ſollen in dem herrſchaftlichen Burgwald 14 Stecken Birken⸗Scheitholz, 13½/„ Buchen-Prügelholz, 69¼„ Birken- und Eichen-Pruͤgelholz, 5„ Aſpen- und Weiden- 3275 Wellen Buchen-Reiſerholz, 6587„ Birken- und Eichen-Reiſerholz, 2225„ Aſpen⸗ und Weiden⸗„ 25„ Fichten⸗Reiſerholz, 14 Stück Eichen⸗Nutz- und Geſchirrholzſtangen, 199„ Birken⸗„, 5 5„ 2. Fichten⸗ 7 7 7„ einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Die Bedingungen werden vor der Verſteigerung be— kannt gemacht und hier nur vorläufig bemerkt, daß gegen vorſchriftsmäßige Zahlungsfähigkeits- oder Bürgſcheine das Holz bis zum 1. September d. J. creditirt wird. —.— . Die Zuſammenkunft iſt auf dem Forſthauſe erbvertheilungshalber auf den Abbruch meiſtbietend Winterſtein. verſteigert werden: Oberrosbach den 5. März 1834. 10 15 3 Wohnhaus, 24 Fuß breit f un uß lang, Der großh. 8 u eee N eine Scheuer, 34 Fuß breit und 47 Fuß lang, dame, 3) ein Stall, 20 Fuß breit und 27 Fuß lang. (130) Dienſtag den 18. d. M. ſollen dahier nach⸗ Bauernheim den 6. März 1834. ſtehende noch in gutem Zuſtande befindliche Gebäude Der Beigeordnete Keller. Im Februar 1834 wurden zu Friedberg 1. Getauft. a) In der Stadt: Den 1. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Friedrich Ludwig Wagner eine Tochter: Eva Margaretha. „ 7. Herrn Profeſſor und Rector an der hieſigen Auguſtinerſchule Dr. Philipp Dieffenbach eine Tochter: Antonia Chriſtiana Helena Friedericke Emilie Paulina Johanna. „ 16. Dem Bürger und Gerbermeiſter Chriſtian Heinrich Müller eine Tochter: Regina Chriſtiana. „ 18. Dem Bürger und Kamm⸗Machermeiſter Karl Fr. Wilh. May ein Sohn: Guſtav Adolph Ger⸗ hard Friedrich. „23. Dem Bürger und Schneidermeiſter Wilhelm Finkernagel eine Tochter: Carolina. b) In der Burg: „ 9. Herrn Dr. Med. Karl Friedrich Renner eine Tochter: Amalie Philippine. „10. Dem Schneidermeiſter Johann Wilhelm Ewald eine Tochter: Maria Eliſabetha. i ee e e e e a) In der Stadt: „ 2. Des verſtorbenen Bürgers Rudolph Brückmann nachgelaſſene ehel. ledige Tochter: Chriſtina, alt 14 Jahre und 11 Monate. „ 4. Frau Anna Gertraud Rauch, nachgelaſſene Wittwe Heinrich Rauch, geweſenen Ortsbürgers zu Oberbreitenbach, alt 67 Jahre. „ 7. Des hieſigen Bürgers und Mehlhändlers Joh. Heinrich Stamm ehel. Söhnchen: Heinrich, alt 7 Monate, 21 Tage. „20. Des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Gottfried Schmidt ehel. Sohn: Friedrich Siegmund, alt 7 Jahre, 11 Monate, 4 Tage. „22. Dem Ortsbürger und Schneidermeiſter aus der Burgvorſtadt, hieſ. Gefangenwärter, Johs Steitz ehel. Söhnchen: Wilhelm Philipp, alt 5 Monate, 2 Tage. „25. Juliana Wagner, alt 3 Jahre, 9 Monate, 7 Tage. „25. Dem Bürger und Müllermeiſter Johannes Vorbach, in der Hockenmühle, ein todtgebornes Töchterchen. b) In der Burg: „10. Maria Cäcilia, des Gemeinderechners und Schornſteinfegers Karl Frick Tochter, alt 3 Mo⸗ nate, 8 Tage. „ 14. Johann Michael Mauch, Schloſſermeiſter, alt 60 Jahre. „25. Anna Maria, des Schneiders Nikolaus Milius Tochter, alt 1 Jahr, 3 Monate. c) Iſraelitiſche Gemeinde. Geſtorben: „14. Emanuel Simon, Sohn von Simon Simon, alt 2 Monate, 27 Tage. Verkaufspreiſe 1 0. 1155 D ck b Marz. 7 ratwur 2 8 4 9 5 9 kr. 5 er 1 Metzger vom 10. bis zum 17. Marz ö 1 M Fuß 1 kr Wilier: ßFSLeth 2 Quint. i „ 1 kr. Gemiſchtes. 0 F 1„Diorrfleiſch 2 7 5 5 24K 14 kr. „is kr. Laden Brood 4 pfund 16 Loth. 1% Ch ñ?ĩ?X“Qx 7 4 5 910 e e 5 5 8 f In der Judengaſſe bei den Metzgern: „dito e 1 1 Keünhſte% e 7 Fr. g. indflei. 1 2 0„ 1 pfund Ochſenfleiſch 5 5 1 2 5 11 kr. ö Nabe 1 Nierenfett 3 1 5. 5 2 20 kr. 5 Fruchtpreiſe. 1„ Lalbfleifß,, 8 5 8 5 kr. Waizen 5 fl. 15 kr. Gerſte 3 fl. 10 kr. I«˖ͤ Schreien, 8 0 05 Korn 4 fl. 10 kr. Hafer 2 fl. 40 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkejt dog Carl Bigdergsgel⸗