* — Intelligenzblatt ek, 1 dauung D anzelredner 2* 7 rovinz im Allgemeinen, nus.* 2 2. 5 b den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. N mat auff 5 1 en 40. Sonnabend, den 4. Oktober 1834. Nonatheft s— 8 9 in jeder Bu 5 0 e Amtlicher Theil. Jabrgangs. 1 daſſelbe j 2 ö 8 g 5. ane, Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg 5 11. 1 an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. 2 Betreffend: Die Vertilgung der Feldmäuſe. 9 Wiewohl nach den mir zugekommenen erfreulichen Anzeigen in denjenigen Gemeinden, wo die in 45 ö meinem Ausſchreiben vom 11. Merz l. J.(Nro. 11 des Intell.-Blattes) empfohlenen Maasregeln durch 55 die Ortsvorſtände mit kräftiger Hand durchgeführt worden ſind, die Erndte von den Verheerungen der en auch ol Mäuſe größtentheils errettet worden iſt, ſo droht doch die während des verfloſſenen günſtigen Sommers * ant vielen Orten eingetretene ungeheure Vermehrung der Feldmäuſe den bevorſtehenden Saaten von im Lest Neuem die größte Gefahr. f Der Ausſchuß des landwirthſchaftlichen Kreisvereins, mit welchem ich über dieſe Angelegenheit „. ift berathen habe, hat einſtimmig die Ueberzeugung ausgeſprochen, daß dieſe Gefahr durch die nachdrückliche en bel Anwendung folgender Mittel mit Zuverſicht abgewendet werden konne: 1 1) Müßten die Felder binnen 14 Tagen vollſtändig geräumt werden. 34. 2 Die Felder ſeyen hierauf gleichmäßig gewannweiſe, wo moglich mehrmals, zu ackern, zu eggen und hr. Siel zu ſchleifen, wo thunlich auch zu walzen. — Hierauf müſſe fleißig nachgeſehen werden, ob wieder Mäuſelöcher zum Vorſchein kommen, und wenn N dies der Fall iſt, müßten ſolche zugeſtampft werden. Nach mehrmaliger Wiederholung dieſer Mags— 10 regel wäre ſodann 10 4) die Einſtreuung von Gift, am beßten Arſenik- oder Krähenaugen-Präparat, in die wiedererſcheinenden 25 Mäuſelöcher erforderlich. Endlich 1 5) dürfte nur erſt ſpät, und nicht vor eingetretenem Regen die Ausſaat erfolgen. Die Zeit ihres Beginns * ſey von den großh. Bürgermeiſtern zu beſtimmen, und müſſe, ſobald dies geſchehen ſey, gleichzeitig 1 ö der Anfang damit gemacht werden. 5 Ich ermächtige die großh. Bürgermeiſter dieſe Mittel überall, wo die fragliche große Vermehrung der Mäuſe ſtattgefunden hat, in ihren Gemeinden zur Anwendung zu bringen, und zu dem Ende unver— 30 2 glich angemeſſene Polizeibefehle unter Bedrohung der Zuwiderhandelnden mit einer Strafe von 1 bis 5 . zu erlaſſen. Zugleich gewärtige ich mich, daß die großh. Bürgermeiſter den Vollzug dieſer Befehle auf das — 234 Strengſte überwachen, und überhaupt dieſem für das Intereſſe ihrer Gemeinde ſo wichtigen Gegenſtand, list und Mühe widmen. die gröͤßtmöglichſte Sorgfalt Da auf die gute Bereitung der Giftpräparate beſonders viel ankömmt, ſo bin ich erbbötig desfallſige Beſtellungen bei einer erprobten Apotheke zu beſorgen. Friedberg den 30. September 1834. Kuͤchler. Die Zeiten des dreißigjährigen Krieges. (Fortſetzung.) 1622. Den 2ten Jan. Iſt N. Hirſberg ein Wirzbergiſcher Oberſter mit 2 Fahnen Kriegsvolk hieher kommen vndt bis vff den 9 hujus liegen blieben. Sind ſehr viel Kranke vnter ihnen geweſen, dauon auch die Nachparn alhie ange⸗ ſteckt vndt ſehr viele geſtorben. Den 24ten Mai. Iſt Landgrav Ludwig von Darmſtad von dem Pfalzgrauen aus Darmſtad nacher Manheim geführt, vnd Ihre F. Gn. Land hart geplündert worden. 1622. Den iten Jun. Iſt Herzog Chriſtian aus Braunſchweig mit 24000 mann Kriegsvolk in das landgreuiſch landt vndt auch hieher kommen, alles ſehr geplündert. bin ich mit meiner Hauffrau vnd Kinder zu Butzbach geplieben biſ das Volk vorüber komen. Den Aten Jun. Iſt das Braunſchweigiſch Kriegs— volk nach Vrſel kommen, haben auch ſobald Hoͤchſt eingenomen, über 100 houſtät(Hofſtätt) ſampt ſcheuer zu Vrſel vndt ſonſt noch 10 Flecken umher angeſteckt vndt verbrent. Den 10ten Jun. Iſt das Beyeriſch Kriegsvolk vor Höchſt komen, hat die Braunſchweiger geſchla⸗ gen vndt eine zimliche anzahl ins waſſer geſtürzt, was nit iſt erſoffen vnd entlaufen, das iſt all tod geſchlagen worden. Der Herzog aber iſt bei Zeit mit etlichen Reitern bei Schwanheim durch den Meyn entrunen. Den 24ten Jun. Seind etliche von den entlau— fenen Braunſchweigern, ſo ſich wieder zu Frankfurt geſamlet, zurückgezogen vndt hie eingefallen, in einer halben ſtundt 23 pferd aus den ſtaln geno— men, darunter auch 2 meine geweſen welche ich mit 400 fl. wieder hatte gelöſt, wie die Münz galt jeder Thaler zu 4 fl. Den 1 Decemb. iſt Graf Tilly, General Leutt⸗ nant über die Beyeriſche Armad, nach Aſſenheim kommen vndt das Volk in die greuliche(gräfliche) vndt adeliche Flecken gelegt worden, nachdem Hei⸗ delberg vnd Manheim zuuor von ihnen in der Pfalz eingenomen worden. 1623. Nachdem der Beyer Fürſt Heidelberg vnd Manheim eingenomen iſt er von Key. Mai. zum Churfürſten an Pfalzgraff Friedrichs ſtat ge— macht worden, ehe den ſie von Regenſpurg geſchie— den ſein. Den 15ten Mey Iſt Graf Johan Tilly mit ſeiner Armada auffgebrochen vnd nach Hirffeldt gerückt. 6 Auguſt iſt ein groſſe ſchlacht im ſtifft Mün⸗ ſter geſchehen; als Herzog Chriſtian von Braun— ſchweig zwar dauon geflohen, aber ſein Volk meh rentheil erſchlagen vndt von den Keyſerlichen gefan— gen worden. Ao. 1624 umb Palm Feſt, Hatt Landgraff Ludwig von Darmſtadt Marpurg einbekommen vnd das ganze Ampt wiederumb mit Luteriſchen Predi— gern beſtellt welches von dem todt an des alten Land. Ludwig in die 20 iahr calviniſch geweſen. Und iſt Land. Moritz aus dem land gewichen, wegen des Beyeriſchen Kriegsvolks. (Fortſetzung folgt.) Stickſtoff und Erſtickungsſtoff. Da Stickſtoff und Erſtickungsſtoff im ge— meinen Leben zuweilen verwechſelt werden, ſo er— laube ich mir darüber nachſtehende Belehrung. Erſtickungsſtoff hat durchaus keine Brennkraſt, ſondern iſt das, was man in der Chemie Kohlen— ſäure nennt. Dieſe Kohlenſäure Stickluft) findet ſich in ſehr großer Menge zu verſchiedenet Zeit in den mehrſten Mineralbrunnen, Gruben und Höhlungen ſowohl als freie Säure, als auch ge— bunden mit andern auflöslichen Stoffen vor. Dit eigenthuͤmliche Eigenſchaft der Kohlenſaure, bei wel, cher man Vorſicht anwenden muß, iſt, daß ein brennendes Licht oder eine Pechfackel augenblicklich kann luft er allgew. dadur aller pier ſußtſeh ein ſeh Wärme enöthi, ehen. toßer Orten ischt u Frie Al Intellig Aandesz Merk Leſern 0 Tuhren Von N in 5 Pflan ſey, d gehöri, zu ben Benutzt Grund daß mn richtun, Vorrat Weſentl an Fu leßte n der dem de Heuer benutze reſſen M. ie achdem he nen in de tt Heidelbe Key. Mn chs ſtat g purg geſcht u Tilly ui ach Hirſſech ſtifft Min von Brau u Volk nit lichen gef t Landgrf ommen vp chen Predl⸗ des alten ſch geweſer d gewichen of. ſtoff in g, erden, ſo g lehrung. gerliſcht, wenn man ſie hinein bringt. Hierdurch kann auch am beßten die Gegenwart der Erſtickungs— luft erkannt werden. Wird jedesmal dieſe Vorſicht angewendet, ſo kommt man gewiß nie in Gefahr, dadurch ſein Leben zu verlieren. Sollte nun, trotz aller angegebenen Vorſicht, dennoch ſich ein Fall päter ereignen, daß jemand in derſelben das Be— vußtſeyn verliert, ſo verſäume man doch ja nicht, ein ſehr warmes Bad von etwa 30 bis 34 Grad Wärme anzuwenden, indem dadurch die Kohlenſäure genöthigt wird, aus allen Theilen plötzlich auszu— gehen. Stickſtoff findet ſich dagegen nie in ſo großer Menge und als freier Stoff an dergleichen Orten vorhanden, ſondern erſcheint gewöhnlich ge— miſcht mit andern Stoffen und als ganz unſchädlich.“) Friedberg 1834. Müller, Chemiker. Benutzung des Treſters. Als Antwort auf die in Nro. 37 unſeres Intelligenzblattes aufgeworfene Frage theilt unſere Landeszeitung einen Artikel aus dem ſchwäbiſchen Merkur vom 2. September mit, den wir unſern keſern nicht vorenthalten zu dürfen glauben. „Es wurde in dieſen Blättern ſchon in früheren Jahren darauf aufmerkſam gemacht, welche Menge von Nahrungsſtoff in den Obſt-Trebern(Treſtern) in Folge ihres großen Gehalts an Stärkmehl, pflanzenſchleim und nährenden Faſern enthalten ſey, daß es ſich deßhalb wohl lohne, dieſelben mit gehöriger Vorſicht einzuſalzen und als Winterfutter zu benutzen. Jene Aufforderung fand nur wenige Benutzung, dieſe jedoch volle Befriedigung. Der Grund dieſer Vernachläſſigung liegt einzig darin, daß unſere ſämmtlichen landwirthſchaftlichen Ein— richtungen noch nicht für das Einſalzen bedeutender Vorräthe friſcher Vegetabilien geordnet ſind, ſo weſentlichen Vortheil ſie auch bei allem Ueberfluſſe an Futter gewähren müßten. Die Noth iſt oft die leßte Lehrmeiſterin, deßwegen möchte es jetzt ſehr an der Zeit ſeyn, den großen Apfelvorrath, von dem der Rückſtand an Nahrungsmenge einer kleinen Heuernte gleichkommen wird, auf folgende Art zu lenutzen: Die Treſter werden gleich nach dem Aus⸗ preſſen, weil ſie ſich ſonſt bald an der Luft anſäu⸗ ) Wir hoffen bald Gelegenheit zu finden, darüber den Leſern unſeres Blattes ein Mehreres mitzutheilen. Die Redact 235 ren, mit den Händen zerrieben, eingeſalzen, und zwar in große hölzerne Gefäße, oder blos in etwas tiefe Erdgruben mit Zwiſchenlagern von Trauben⸗ laub oder ſonſtigem Laub von Obſtbäumen, Linden oder Birken, auch ſonſtig gruͤnem Futter ſtark ein— getreten. Auf dieſe Weiſe wird in einen kleinen Raum viel und gute Nahrung gebracht, ſo daß der Rückſtand von 50 Simri Aepfeln Nahrung der von einem Centner Heu völlig gleichkommen wird.“) M i s e el en Mittel wider das Aufblähen des Viehes. Als das ſicherſte Mittel wider das Aufblähen des Rindviehes empfiehlt die landwirthſchaftliche Zeitung von Churheſſen und nach ihr die Zeitſchrift für die landwirthſchaftlichen Vereine des Großherz. Heſſen Einen Eßlöffel flüſſiges Amoniak mit Waſſer verdünnt. Wir empfehlens weiter denen, die's dort noch nicht geleſen haben. Brand ⸗Aſſekuranz. Eine der wohlthätigſten Anſtalten unſeres Lan— des iſt ohne Zweifel die ſogenannte Brandkaſſe, an welcher alle Häuſerbeſitzer verhältnißmäßig An— theil zu nehmen verbunden ſind, und woraus jeder, welcher das Unglück hat, ſeine Beſitzung durch die Flamme zu verlieren, auf eine angemeſſene Ent— ſchäͤdigung Anſpruch machen kann. Daß aber eine ſolche Anſtalt erſt alsdann recht nützlich wird, wenn ſie ganz allgemein iſt, leuchtet wohl jedem Denken— den ein. Darum darf ſich keiner ausſchließen. Die Noth des Einzelnen wird durch die Beiträge Aller gedeckt; dadurch fällt es keinem ſchwer. Nur da, wo der Böſewicht ſelbſt die Fackel an ſein Haus bringt, um auf Unkoſten des Ganzen durch das ſchlechteſte aller Mittel ſich zu bereichern, waren Ausnahmen nöthig, welche auch durch eine beſondere Verordnung in Kraft treten. Die ſtrenge Anwen— dung dieſer Verordnung, beſonders in dem Bezirke von Erbach, brachte endlich ein richtiges Verhältniß für die übrigen Provinzen des Landes herbei, wel⸗ *) In Gießen und deſſen Umgegend iſt der Treſter als Viehfutter bekannt und geſchätzt, und wird auch, ſo viel wir wiſſen, der Zuber voll mit einigen Kreuzern bezablt. Die Redactian. — 28 ches früher ſo geſtoͤrt war, daß faſt alle andere Theile blos beizutragen ſchienen fr Einen Bezirk. Wir wollen zum Belege des Geſagten die Rechnungen einiger früheren Jahrgänge überſehen, und finden hier folgende merkwürdige Angaben: Im Jahr 1821 bezahlte ganz Oberheſſen die Summe von 30,177 fl. und erhielt eine Brandent⸗ ſchädigung von 13,948 fl., während für den Land⸗ rathsbezirk Erbach eine Summe von 30,270 fl. nöthig war. Im Jahr 1822 gab Oberheſſen 49,183 fl. und erhielt 26,802 fl. Entſchädigung; der Bezirk Erbach allein erhielt 36,499 fl. Im Jahr 1823 trug Oberheſſen bei mit 43,741 fl., empfieng aber 16,811 fl. Der Bezirk Erbach bekam dagegen 70,094 fl. Im Jahr 1824 gab Oberheſſen 44,260 fl., empfieng 13,157 fl., wahrend der Bezirk Erbach 12,874 fl. erhielt. So hatte in 4 Jahren die Pro— vinz Oberheſſen die Summe von 167,361 fl. als Beiträge geliefert und überhaupt 70,718 fl. Brand⸗ Entſchädigungsgelder erhalten, während der Eine Bezirk Erbach die gewaltige Summe von 149,737 fl. erhalten hatte. Dieſes Mißverhältniß iſt wohl jetzt für immer beſeitigt, und die neueſte Rechnungs— ablage von 1831, welche ſich in der Nummer 41 des diesjährigen Regierungsblattes befindet, liefert ganz andere Reſultate. Die Beiträge von Ober⸗ heſſen betragen 44,677 fl., die Entſchädigungs— gelder dagegen 35,905 fl.(darunter iſt die Ent— ſchädigung für den großen Brand zu Großen-Buſeck mit 14,330 fl.), Starkenburg bezahlte 51,140 fl. und erhielt 47,023 fl.(darunter der Bezirk Erbach diesmal nur mit 10,364 fl.), Rheinheſſen gab 40,789 fl. und empfieng 34,985 fl. Wir ſehen daraus, daß die obenerwähnte Verordnung vom 21. Februar 1824, wonach das Brand-Verſicherungs— kapital nie den Bauwerth eines Hauſes überſtei— gen darf, und wonach in Gemeinden, bei welchen vorſaͤtzliche Brandſtiftungen entſtehen, nur der wahre Werth, welchen das Gebäude unmittelbar vor dem Brande gehabt, vergütet werden ſoll, ihre Wirkung nicht verfehlte. Sonntag und Montag, als den 12. und 13. Oktober iſt zu Vilbel Kirchweihe. Wer daſelbſt Bekannte hat, iſt freundlichſt eingeladen und kann ſich einſtweilen auf den Kirbkuchen freuen, er wird dieſesmal beſonders gut, da ſeit langer Zeit keine Kirchweihe in Vilbel gehalten wurde. Bekanntmachungen von Behoͤrden.(tte A Modhe Gläubiger-Aufforderung. ddener (597) Anna Maria Kiefler von Obererlen⸗ 107 bach beabſichtigt nach Frankfurt a. M. auszuwan⸗ dern. Rechtsanſprüche an dieſelbe ſind binnen drei 29 Monaten bei großh. Landgericht Groskarben an- melden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt 3) a werden wird. 8 Friedberg den 16. Septbr. 1834. 4 a0 Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath f des Kreiſes Friedberg. 1. 9 Küchler. blen, Gläubiger-Aufforderung. hekend! (598) J. Engelhard Rollhaus und Joh. Da⸗ aß de niel Rollhaus von Friedberg beabſichtigen nach brüche Nordamerika auszuwandern. Rechtsanſprüche an die⸗ euiß ſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landge⸗ richte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs— Da d urkunde ertheilt werden wird. licht n Friedberg den 17. September 1834. Rae Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath 10 des Kreiſes Friedberg. Küchler. Ediet al ladung. f (599) Nach dem Hypothekenbuche der Gemeinde 80 Steinfurt entliehen ö 10 1) Johannes Philippi und Ehefrau Sibilla am 1 26. Januar 1770 bei der Kirche zu Stein⸗ furt 200 fl. 1 2) Johannes Philippi's Wittwe den 2. Mai 1780 aus der Huthiſchen Kaſſe 100 fl. 3) Dieſelben den 19. Januar 1781 von Johs t Falk als Vormund des Ernſt Södler zu 1 er Steinfurt 50 fl. ingun 4) Joh. Reinh. Wolf und Ehefrau Eleonora den fert 0 15. Juli 1802 bei J. H. Leonhard als Vor- d mund über Joh. H. Alles 150 fl. tis 5) Dieſelben 100 fl. bei Joh. Matth. Roſenbecker zu Steinfurt den 28. Januar 1808. 6) Dieſelben im Jahr 1821(Tag unbekannt) bei dem Kirchenkaſten zu Burg Friedberg 200 fl. Da alle dieſe Capitalien abgetragen, die Schuld- 612 urkunden aber verloren gegangen ſeyn ſollen, ſo wer tobi den auf Antrag der Reinh. Wolßs Wittwe, eine ll d Tochter des Johs Philippi, diejenigen, welche jent m 2: Schuldurkunden beſitzen und Rechte daraus herleiten ſetend. zu können glauben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß ſſezt binnen 6 Wochen hier geltend zu machen, als ſonſt lügt die erwähnten Obligationen fuͤr mortificirt erklärt ßr und die Einträge im Hypothekenbuche gelöſcht wer- den ſollen. 8 Friedberg den 15. September 1834. 913 Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. ſiſſe Hofmann. Noc orden Obererleß auszuway binnen d irben anz nde erthel Kreisrat erg. ;. Joh. Do chtigen nag rüche an die oßh. Landge Entlaſſungz 34. e Kreisrah dberg. J er Gemein Sibilla ay zu Stein Mu 178 1 von Joh Södler Eleonora de ird als 1 a Roſenbel 8 bekannt) dberg 200 „, die Schl ollen, ſo 10 Witwe,, „ welche i „aus hetleil ſo gel nir erll geloſcht w icht dach . 8 Oeffentliche Aufforderung. (610) Georg Daniel Schröder und Ehefrau zu Rodheim entliehen gegen Verunterpfändung verſchie— tener Immobilien 1) am 22. Januar 1774 von Hauptmann Wüſten⸗ feld's Erben zu Niederwöllſtadt 100 fl., 2) am 5. Januar 1780 bei Frau Hauptmann Wüſtenfeld 53 fl., 8) am 18. März 1788 bei Amtmann Wüſtenfeld daſelbſt 50 fl., 4) am 15. September 1792 bei der Bürgermei⸗ ſterei zu Rodheim 50 fl. Da dieſe Capitalien längſt abgetragen ſeyn ſollen, die deßfallſigen Einträge aber in den Hypo— thekenbüchern noch offen ſtehen, ſo werden, auf An— tag der Intereſſenten, alle diejenigen, welche An— ſprüche hieran zu bilden haben, aufgefordert, ſo gewiß binnen ſe ches Wochen ſolche dahier geltend zu machen, als ſie ſonſt damit nicht weiter gehört, die Capitalien für abgetragen angenommen und die deßfallſigen Hypothekeneintrage gelöſcht werden ſollen. Großkarben den 22. September 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Buff. Holz-Verſteigerung zu Niederrosbach. (611) Donnerſtag den 9. Oktober d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden in dem niederrosbacher Gemeindewald 1¾ Stecken Birken⸗Scheitholz, 2„„ Prügelholz, 3775 Stück Wellen hartes Laubholz und 450„„ weiches„ unter den vorher bekannt gemacht werdenden Be— dingungen an die Meiſtbietenden öffentlich verſtei⸗ gert werden. Die Zuſammenkunft ſo wie der Anfang iſt präcis um 9 Uhr am Hühnerpfaad. Niederrosbach am 2. Oktober 1834. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Hofraithe-Verſteigerung. (612) Auf freiwilliges Anſtehen des hieſigen Drtsbürgers und Phyſikatswundarzts Herrn Schenk ll Dienſtag den 14. Oktober l. J., Nachmittags um 2 Uhr, deſſen Hofraithe einer öffentlichen meiſt— lietenden Verſteigerung in hieſigem Rathhauſe aus— lest werden, welches zur allgemeinen Kenntniß 10 f ringt Friedberg den 2. Oktober 1834. Der Beigeordnete Boutemy. Schuhmacherarbeit-Verſteigerung. 513) Die Schuh⸗ und Sohlenlieferung für das lieſige Bataillon ſoll in deſſen Verwaltungs büreau Rontag den 13. d. M., des Vormittags um 10 7.— Uhr, auf die Periode vom 1. November d. J. bis Ende April k. J., an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 2. Oktober 1834. In Auftrag: Reichart. Holz⸗Verkauf zu Engelthal betreffend. (614) In dem dahier errichteten Holzmagazin iſt für den Monat Oktober Buchen⸗Scheitholz à 7 fl. per Stecken, dergleichen Stockholz à 3 fl. inclusive 4 kr. Schreibgeld per Stecken gegen baare Zahlung zu beziehen. Engelthal am 27. September 1834. Der Reutmeiſter Gruppe. Holz⸗Verſteigerung zu Ockſtadt. (615) Dienſtag den 7. d. M., des Nachmittags um 2 Uhr, ſollen in dem hieſigen Wirthshauſe des Johannes Gröninger aus den hieſigen herrſchaftli— chen Waldungen 27% Stecken Buchenholz, 7„ Eichenholz, 14%„ Kiefern- und Aſpenholz und 688 Stück Wellen an den Meiſtbietenden verkauft werden, welches andurch bekannt macht Ockſtadt am 1. Oktober 1834. Die hochfreiherrlich von Franken— ſteiniſche Rentei daſelbſt. N Bekanntmachungen von Privaten. Unterricht in der Mathematik. (616) In Folge mehrerer gefäaälligen Anfragen, ob ich mathematiſchen Unterricht geben wolle, beehre ich mich zu erklaͤren, daß ich vom 1. Decbr. l. J. an geſonnen bin Unterricht in der reinen Mathe— matik zu ertheilen. Diejenigen, welche Theil daran nehmen wollen, erſuche ich, daſſelbe bis längſtens zum 15. Novbr. l. J. bei mir anzuzeigen, damit ich die nöthige Eintheilung treffen kann. Friedberg den 1. Oktbr. 1834. Der großh. heſſ. Kreisgeometer G. Bindernagel II. Ei uf aß ang. (604) Sonntag den 5. und Montag den 6. Oktober wird auf hieſigem Teichhauſe das Nauheimer Kirchweihfeſt gefeiert. Meine verehrten Freunde und Gönner lade ich zu dieſem Vergnügen mit dem Bemerken hoͤflichſt ein, daß ich fuͤr gute Weine und Speiſen, ſo wie für eine vollſtändig beſetzte Tanzmuſik be⸗ ſorgt ſeyn werde. Nauheimer Teichhaus den 25. Septbr. 1834. Henkel. Logis zu vermiethen. (602) Ein Logis im 2ten und ten Stock, für eine oder zwei Haushaltungen, beſtehend in 8 heitz— —— — — — — baren Zimmern, 3 Kammern, 2 Küchen, 2 zu ver⸗ ſchließende Holzplaͤtze, 1 desgl. Keller, 1 halben Garten hinter dem Hauſe, Stallung für zwei Pferde und Chaiſeremiſe, hat zu vermiethen J. P. Mann auf dem Hauck. Mobilien-Verſteigerung. (617) Dienſtag den 7. Oktober l. J, Morgens um 8 Uhr, will die Frau geheime Kirchenrath, Fertſch in dem Pfarrhauſe in der Burg nachfol⸗ gende Gegenſtaͤnde gegen gleich baare Zahlung offentlich verſteigern laſſen, als: 1) einen großen Spiegel mit vergoldeter Rahme, 2) große Tiſche, 3) gute Stühle, J) einen Mehlkaſten, Faͤſſer, Bütten und ſonſtiges Holzwerk. Friedberg am 1. Oktober 1834. In Auftrag: C. Manchot. ene (618) unterzeichnete bringt hiermit zur allgemei—⸗ nen Kenntniß, daß ſie von heute an Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten an Kinder ertheilt, und empfiehlt ſich beßtens. Diejenigen Eltern, welche ihr das gütige Zutrauen ſchenken, werden ſich in allen Erwartungen vollkommen befriedigt finden. Zugleich empfiehlt ſie ſich in allen neuen Hand— arbeiten, Stricken, Sticken, Nähen, Waſchen, Bügeln und allen ſonſtigen dahin gehörigen Arbei— ten und verſpricht alles auf's Pünktlichſte und Reinſte zu beſorgen. Friedberg den 2. Okt. 1834. Louiſe Menges, wohnhaft bei Frau Wittwe Hartfuß auf der breiten Straße. Einladung. (619) Sonntag den 5. Oktober, als am Tage der großkarber Kirchweihe, iſt zum letztenmal für dieſes Jahr Tanzmuſik am l Mineralbrunnen bei Karben. Indem ich die Freunde des geſelligen Vergnügens hiermit höflichſt einlade, verfehle ich nicht meinen verbindlichſten Dank für den mir im Laufe dieſes Sommers ſo zahlreich gewordenen Zuſpruch zu 238 machen, und ſchmeichle mir, auch bei dieſer letzten 0 — Sommerbeluſtigung mich eines zahlreichen Beſuchz zu erfreuen zu haben. Havenecker. Anzeige fuͤr Feldgeſchworne. (620) Die Inſtruktion für die Feldgeſchwornen im Großherzogthum Heſſen iſt mit höchſter Genehmi⸗ gung in meiner Offizin beſonders abgedruckt erſchienen und auf gutem Schreibpapier gefälzelt à 4 kr. ſowohl in allen Buchhandlungen,(in Friedberg bei C. Bindernagel) als bei den Herren Buchbindern in ſämmtlichen Kreisrathe- und Landrathsbezirken zu haben. Darmſtadt, den 15. September 1834. C. W. Lesks. Landſtaͤndiſche Verhandlungen betreffend. (621) Der Bericht des erſten Ausſchuſſes der zweiten Kammer über das Militärbudget von 1833, 1833 und 1835, erſtattet durch den Abgeordneten Dr. Heß von Gießen. à 45 kr. Der Bericht des Zten Ausſchuſſes der zweiten Kammer über die Vorſtellung des Pr. Wilhelm Schulz ꝛc., erſtattet vom Abgeordneten Emmerling. à 6 kr. Das Protokoll der 39ſten Sitzung der zweiten Kammer die Diskuſſion über die Vorſtellung des Dr. Wilhelm Schulz, ſeine Verhaftung ꝛc. betreffend. à 12 kr. ſind, ſo wie alle frühere und ſpätere Sitzungsprotokolle, ein zeln in allen Buchhandlungen des Großherzogthums, in Frankfurt g. M. ꝛc. zu haben. Es iſt demnach allen denje nigen, welche ſich nicht die vollſtändigen Verhandlungen an ſchaffen wollen, Gelegenheit gegeben, das für ſie Intereſſant; ſich zu verſchaffen.— Der Inhalt jedes Sitzungsprotokols iſt in der Großh. Heſſ. Zeitung ſowie im Frankfurtet Jour nal erſichtlich. Vorſtehende Gegenſtände ſind vorräthig in Friedberg bei C. Bindernagel. Scheuer zu verkaufen. (622) Eine neue Scheuer hat auf den Abbruch zu verkaufen Heinrich Schmiegel in Florſtadt. Für die Wetterbeſchädigten im Kreiſe Grünberg ferner eingenommen: von mehreren Einwohnern in Ilbenſtadt 2 f. 8 kr. Macht mit den 8 fl. 6 kr. in Nro. 36 dieſes Blattes: 10 fl. 14 kr., welche ich an Hrn. Kreisſekretär Fuhr, alt den Rechner des Unterſtützungsfonds, nach Grünberg geſandt habe, und wogegen mir derſelbe Empfangsbeſcheinigung zu gehen ließ, deren Einſicht jedem der Inkereſſenten bei mi offen ſteht. Friedberg am 20. September 1834. Flemming, Anek nan d i g y n Indem ich meine Buchdruckerei zu ferneren geneigten Aufträgen beßtens empfehle, bemerke ieh zugleich, daß ich durch ein nicht unbedeutendes Lager von Concept-, Schreib- und Poſtpapieren in den Stand geſetzt bin, zu jedem Auftrage für meine Buchdruckerei das Papier zu ſehr billigen Preiſe liefern zu können. Zugleich zeige ich hiermit an, daß ich mich nunmehr, durch höchſtpreißliche Miniſterium dazu ermächtigt, auch mit N. eh e eee beſchäftige, und daß durch mich alle Bücher ꝛc. eben ſo ſchnell und billig wie durch jede anden Buchhandlung zu beziehen ſind. Friedberg im Oktober 1834. Carl Bindernagel, Buchhändler und Buchdrucker. Die Fleiſch⸗, Brod- und Fruchtpreiſe ſind unveraͤndert geblieben. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg, r 6 hatte e burgiſe an ein ten da Marke abgedt wird in de ume ohne und Bren olle und Jm Cawe ker, an d berfol big f „Die „Fur btobg die 9 aber die n