arben dar, um recht Mack, N 700 fl. n Ganzen en. Veith. uszuleihen, henrechner M., Vor, urgkaſerm trohſacken en, Par chart. nittags 10 er Haurt Seewieſe etend vel, char.. ag, Ueberwur 1 Falck. len Sor⸗ nd Hafer, hafte auh ung reell. 6 Stan. Poſten, erkt iſt, mtstaͤgt — — Intelligenzblatt für die D rovinz herhes sen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M13. Sonnabend, den 3. Mai 1834. Amtlicher Theil. Die Bezirks-Schulkommiſſion des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Schulvorſtaͤnde des Kreiſes, mit Ausnahme der ſtandesherrl. Bezirke. Betreffend: Die Einſendung der Jahresberichte der Schulvorſtände. Mit Rückſicht auf den Art. 40 des Edikts über das Volksſchulweſen und die§§. 4 und 11 der Inſtruktion für die Schulvorſtände empfehlen wir Ihnen: 1) Den von dem Schullehrer an Sie zu erſtattenden Rechenſchaftsbericht, 2 Den von demſelben zu entwerfenden Stunden- und Lectionsplan, 3) Das Protokoll über die von Ihnen vorgenommene öffentliche Schulprüfung, und 4) Die von Ihrem vorſitzenden Mitgliede beizulegende beſondere ſchriftliche Erklarung über die von den Kindern erlangte Ausbildung in ſeinem Unterrichte, tinnen 4 Wochen berichtlich an uns einzuſenden. Friedberg den 30. April 1834. Kuͤchler. Hauck. Kleberger. Das Kloſter Arnsburg. (Beſchluß.) Wir überlaſſen dem Liebhaber der Geſchichte und der Alterthümer, ſich weiter und genauer um⸗ zuſehen, und geben ſchließlich unſern Leſern eine kurze Ueberſicht der Geſchichte von Arnsburg. Ein Kuno von Arnsburg erſcheint im Jahr 1064 und zwar als ein Jugendfreund des freigebi⸗ gen Kaiſers Heinrich IV. Hierdurch erklärt ſich wohl zum Theil, wie er zu Gütern mag gekommen ſtyn. Seine einzige Tochter Gertrud vermählte ſſch mit Eberhard von Hagen(d. j. Hain zur drei Eich) und gebar dieſem einen Sohn Konrad, welcher Herr von Hagen und von Arnsburg heißt, und Vogt des großen Reichsbannes zur drei Eich war. Dieſer Konrad ſtiftete im Jahr 1151 auf der oben genannten Stelle, der Altenburg, ein Benedictiner-Kloſter, wofür der Abt von Sieg— berg die erſten Mönche ſchickte. Nachdem aber ſein Sohn Kuno von der Abtei Fulda den Berg Münzenberg getauſcht und dort eine neue Burg errichtet hatte, gab er im Jahr 1174 den Mönchen von Altenburg ſeine bisherige Burg inne, ſo daß von der Zeit an die Altenburg verfiel. Das neue Kloſter Arnsburg wurde aber nicht mehr mit Benedietinern, ſondern mit Ciſterzienſern be— völkert, welche der Abt von Clairvaux ſandte. Von der Zeit an kamen Geſchenke über Geſchenke, und Vermächtuiſſe aus allen Gegenden. Aber auffallend iſt, daß noch bei Lebzeiten der Münzenberger, die doch als Reichskümmerer und Stifter des Klo— ſters ſeine nächſten Beſchützer waren, und zwar im Jahr 1219, der Burggraf von Friedberg und die übrigen Miniſterialen daſelbſt von Kaiſer Friedrich II. den Auftrag erhielten, das Kloſter Arnsburg in ſeinen Beſitzungen zu ſchützen). f Nach dem Ausgange der Münzenberger im Jahr 1255 treten dort die Falkenſteiner auf, und nun begannen die wilden Zeiten. Die Peſt kam dazu, und die Mönche waren genöthigt, ſich im Walde aufzuhalten. Bald nachher wurde Philipp von Falkenſtein(1365) in die Acht erklärt und darauf ſeine Feſte Lich erobert und getheilt. Bei ſolchen Verhältniſſen mußte das Kloſter immer mit büßen. Werner von Falkenſtein, der Erzbiſchof von Trier, nahm ſich ſpaͤter deſſelben liebevoll an, und ſandte dem Abte Rudolph 400 Kriegsknechte, welche das Kloſter zwei Jahre lang naährte, um ſich gegen die Angriffe zu ſichern. f e Als die Falkenſteiner 1418 in mäunlicher Linie ausgeſtorben waren, erbten die Beſitzungen der dortigen Gegend die Grafen von Solms. Aber die Zeiten wurden nicht beſſer. Der Ritter Konrad von Weitershauſen(Woyttershusen) zündete nicht lange nachher dem Kloſter die Höfe Güll und Burkhardsfelden an. Und als das kaum verſchmerzt war, vernichtete unter Abt Bernhard im Jahr 1431 eine Feuersbrunſt alle aufgehauften Zehntfrüchte. Nachdem bald darauf unter dem Abte Johann eine Zweite Feuersbrunſt die Scheu— nen mit den Früchten zu Gull und zu Wickſtadt verzehrt hatte, war man genöthigt, Güter zu ver— ſetzen, um ſich nur zu helfen. Im Jahr 1437 raubte Ruter von Reifenberg dem Kloſter 600 Schaafe und Heinrich von Schweinsberg die Pferde und das übrige Vieh. Später vernichtete die Flamme abermals die Vorräthe, und eine zweite und dritte Feuersbrunſt zweimal die Schlafgemacher der Mönche. Unter ſolchen Verhältniſſen endete das fuͤnfzehnte Jahr⸗ hundert. Es war kein glückliches geweſen. Das ſechzehnte erſetzte dagegen zum Theil die manchfachen Leiden früherer Zeit, bis gegen das Ende die Strei— tigkeiten mit den Vogteiherren begannen, die weit über das ganze folgende Jahrhundert fortdauerten. Dazu kamen nun noch die Schrecken des dreißig⸗ jährigen Krieges, welche das Kloſter an den Rand des Verderbens brachten. So lange zwar Oeſtreich und ) Alljährlich bekam noch bis in die neueren Zeiten für die⸗ ſen Schutz der Burggraf vom Kloſter Arnsburg ein Paar Stiefel und ein Stück graues Tuch geſandt. 104— die Liga ſiegten, gieng's noch erträglich. Als aber Guſtav Adolph nach dem Siege bei Leipzig ſchnell vorgerückt war, da verbreiteten ſich deutſche und ſchwediſche Schaaren von Hanau aus nach den wetterauiſchen Klöſtern und ſo denn auch nach Arns— burg. Dadurch wurde die Noth ſo groß, daß der neugewählte Abt Joh. Adam(Güll von Grünin⸗ gen) mit einigen Mönchen bis nach Clairvaux floh, und dort erſt ſeine Weihe empfieng. Nun wurde das Kloſter ſo verwüſtet, die Kirche ſo aller Altäre beraubt, daß der Gottesdienſt in einer kleinen Capelle neben der Kirche gehalten werden mußte, und dieſe erſt im Jahr 1672 wieder für denſelben benutzt werden konnte. Joh. Adam kam zwar 1634 nach der Schlacht bei Nördlingen wieder zurück, aber er mußte ſich mit dem Einen Kloſterbruder, der ihm übrig geblieben war, doch noch einige Monate verborgen halten, und die Barbareien gegen einzelne Mönche, welche ſich außerhalb blicken ließen, endeten erſt mit dem Frieden 1648. Als im Jahr 1674 Robert Kolb, der Ver— faſſer des unter dem Namen aquila certans be— kannten Werkes, die Abtswürde erhielt, waren die Verhältniſſe des Kloſters ſo zerrüttet, daß er nur 25 Kreuzer baares Geld vorräthig fand. Er iſt als der zweite Schöpfer und Ordner des Kloſters anzuſehen, das unter ihm aus ſeinen Trümmern wieder emporſtieg. Noch mehr wirkte im achtzehnten Jahrhundert der Abt Peter Schmitt von Rocken— berg, der von 1746 bis 1772 der Abtei vorſtand. Er gab nicht nur der Kirche eine neue Orgel und ein neues Dach, ſondern ließ auch noch mehrere andere Gebäude errichten. Als ein Freund der Wiſſenſchaften gründete er eine bedeutende Biblio— thek. Aus dem Teſtamente jenes Biſchofs Rudolph von Verden aus dem Hauſe Ruhl zum eiſernen Hute in Friedberg, welcher eine Capelle gründete, die 6 verzierte(bemalte) Fenſter haben ſollte, ſehen wir zwar u. A., daß das Kloſter damals ſchon im Beſitze einiger Bücher war. Man kann aber auch daraus, daß er in ſeinem Teſtamente auf die Rück⸗ gabe jener Paar Bücher drang, auf die Seltenheit derſelben in jenen Zeiten ſchließen. Der dreißig jährige Krieg mag wohl davon alles vernichtet haben.— Peter ſorgte aber nicht nur für neue Werke; er ließ auch in dem Kloſter Disputationen und Vorleſungen über philoſophiſche, theologiſche und juriſtiſche Gegenſtände halten. Dieſe Liebe zu den Wiſſenſchaften erſtarb in dem Kloſter auch ſpäter nicht. Noch im Anfange dieſes Jahrhunderts wurde der gelehrte Peter Joſeph Mang als Profeſſor der Theologie nach Arnsburg berufen. Jener Abt Peter hatte das Unglück, daß ihm während des ſiebenjahrigen Krieges die Feinde drei— mal das Kloſter plünderten, und daß ihm dreimal mehrere Mönche als Geißeln mitgenommen wurden. Er ſelbſt mußte fünfmal flüchten. Heine „Ken ſie! Wen Hal ſchen Helt, Beiſt loch ſhelch Elten Arbe war. mehr ſſich Aberl ſchü Zei Mun hl Wöſe Dan lei Als abt dei* a Leipg ſich deutſch s nach de nach Arn op, daß de on Grün Clairvau achtzehn ion Roche vorſtunt Orgel„ h mehrt Freund d de Biblit Rudolf iſerlel lte, ſehef s ſchon in aber aul f die Ric Seltenſe er dreiß vernichlt 1 für Helle ationeſ etlogiſch g Liebe J. loſer au ibrbundelt Nan g ul Feinde 11 am dreillh en wurde gründete, — Die letzten Aebte haben wir oben genannt.— Das Weſen der neueren Jahrhunderte vertrug ſich nicht gut mit dem kloͤſterlichen Leben. Was von Kloͤſtern im ſechzehnten und ſiebenzehnten Jahr— hundert nicht eingieng, das wurde, wie Arnsburg, zu Entſchädigungen im lüneviller Frieden gebraucht, und jetzt gehören ſie wenigſtens in Deutſchland zu den Seltenheiten. Nn fra ge. Warum macht man in unſerer Gegend noch keinen Verſuch mit einer Klein-Kinderſchule? Kennt man die Sache noch nicht, oder will man ſſie nicht kennen, oder iſt man zu träge, Hand an's Werk zu legen? Jedem Hungrigen, der in unſer Haus kommt, geben wir ein Stück Brod, und jedem faulen Bettler, der vor unſere Thür ſich ſtellt, weil er nicht arbeiten mag, geben wir eine Beiſteuer; warum wollen wir der Kinder, welche noch zu klein ſind, um die Schule zu beſuchen, und rvelche ſich ſelbſt überlaſſen bleiben, während ihre Eltern ihren Geſchäften nachgehen oder im Taglohn arbeiten, um ſich und die Ihrigen zu ſäͤttigen, warum wollen wir dieſer Kindlein uns nicht an— iehmen? Das iſt gerade die Zeit, wo das Schlechte ſich einniſtet in die jugendlichen Seelen, die ganz verlaſſen ſind und keinen Wächter und keinen Be— ſchützer ihrer Unſchuld um ſich haben, nämlich die Zeit vor der Schule, von da, wo die Kinder der Mutter Bruſt entwöhnt ſind und laufen konnen, dis zum ſechsten Jahre. Bewahrt ihr ſie da vor'm Böſen, und pflanzt ihr da den Keim des Guten, dann iſt mir's für's kommende Geſchlecht nimmer bang. „Aber wie fangen wir denn das an mit der ſlein⸗Kinderſchule?“ So fragt ihr mich, und denkt uch Wunder, was das für eine große Kunſt iſt, ſolch eine Schule zu errichten, und was die für froſten macht in einer Gemeinde. Nun ſo will ich denn angeben, wie's zu machen iſt. Ihr miethet euch eine große Stube. Darin verſammeln ſich des Morgens alle kleinen Kinder, deren Eltern den Tag durch nicht für ſie ſorgen können. Die Begüterten geben ein kleines froſtgeld; für die Unbeguͤterten ſorgt die Gemeinde. »Das kommt zu hoch“, meint ihr? Mit nichten; viel wohlfeiler wie jetzt, wo ſie ſich ſelbſt überlaſſen ind. Die Polizei ſtraft alsdann alle Eltern, deren Tinder ſich ſelbſt überlaſſen auf den Straßen ver— derben. Sie darf ja die Leute ſtrafen, welche ihre Hunde zu gewiſſen Zeiten herumlaufen laſſen, oder eren Schweine ohne Aufſicht im Felde wühlen; warum ſoll ſie jenes nicht dürfen? Und nun ſchafft ihr euch eine recht brave Frau in, welche die Kinder überwacht, und läßt das Eine ſpielen, das andere an den Fingern von Eins is fünf zählen, das dritte ſich Puppen machen, 105 oder ſagt dem vierten, wie die Gegenſtande, die in der Stube ſind, heißen, oder erzaͤhlt ihnen vom Lämmchen und vom Geißchen, oder ſie fuhrt ſie, wenn's ſchönes Wetter iſt, in den Hof und läßt die Knaben ſpringen, und ſagt ihnen, wie die Baume heißen und was dergleichen Dinge mehr ſind. Wenn ihr's aber recht gut machen wollt, ſo ruft die Jungfrauen oder die Wittwen, oder kinder— loſen Frauen, die etwas Zeit übrig haben, auf, daß jede abwechſelnd einmal alle 14 Tage oder alle drei Wochen komme und ſich mit den Kindern be— ſchäftige. Das gibt der Jungfrau, wenn ſie einmal Hochzeittag hält, einen ſchoͤneren Kranz und einen ſchoͤneren Putz, als der theuerſte Staat im Putz— laden, und eutſchädigt die Mutter, die kinderlos iſt, für die Kinderfreuden, und tröſtet die, welche ihr Theuerſtes verloren haben. Ihr braucht euch deſſen nicht zu ſchämen; Jeſus Chriſtus, dem, ihr doch wohl nachzuahmen wünſcht, ſammelte auch die Kind— lein um ſich, und herzte ſie. Ich denke mir, er wies ſie auch zum Guten an. Bekanntmachungen. RN Bekanntmachung. (232) Nachdem eine nochmalige Verſteigerung der von den Johannes Carl'ſchen Eheleuten zu Florſtadt aus dem Heinrich Moll'ſchen Nachlaſſe ererbten Hofraithe, 26/50 des Flurbuches, beſtehend in Wohnhaus, zwei Scheuern und Stallung, in der Art verfügt worden iſt, daß das Haus mit Schop— pen und Stallung allein, die beiden Scheuern aber ebenfalls jede allein und zwar die größere Scheuer zuerſt auf Stehenbleiben und dann auf den Abbruch verkauft werden ſollen, ſo wird hierzu Termin auf Montag den 2. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumt, und können ſich Kaufliebhaber im ge— nannten Termine auf dem Rathhauſe zu Florſtadt einfinden. Friedberg den 15. April 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. F. Wörner. Aufforderung. (233) Unterm 3. Juni 1799 liehen der hieſige Schutzjude Sender Dülsheim und ſeine Ehefrau Jütele, gegen Verunterpfändung ihrer dahier gelege— nen Hofraithe vom Heyum Dülsheim zu Hanau ein Capital von 350 fl. Dieſes Capital ſoll ſchon längſt abgetragen, die Schuldurkunde aber abhanden gekommen ſeyn. Auf Autrag der Wittwe Sender Dülsheim werden hierdurch alle diejenigen, welche Anſprüche an die verloren gegangene Schuldver— ſchreibung zu machen gedenken, aufgefordert, ſolche um ſo gewiſſer binnen 8 Wochen à dato dahier geltend zu machen, als ſonſten nach Ablauf dieſer Friſt, die Schuldurkunde fuͤr mortificirt erklärt und der Eintrag im Hypothekenbuch gelöſcht werden wird. Rödelheim den 9. April 1834. Großh. heſſ. graͤfl. ſolmſiſches Landgericht. Buff. Gläubiger-Aufforderung. (234) Heinrich Kanns Wittwe von Okarben beabſichtigt nach Nordamerika mit ihren beiden Söhnen auszuwandern. Rechtsanſprüche an die— ſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. heſſ. Landgerichte Groskarben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 8. April 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger-Aufforderung. (237) Johannes Diehle Wittwe von Rockenberg beabſichtigt nach Schönſtein, im Königreiche Preußen, auszuwandern. Rechtsanſprüche an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde er— theilt werden wird. i Friedberg den 12. April 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. (240) Dienſtag den 13. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe auf Antrag der Frau Johannetta Caſſella ihr in der Burg Fried— berg beſitzendes Haus einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden, welches zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 23. April 1834. In Auftrag: Der Beigeordnete Boutemy. (241) Mittwoch den 21. Mai, von Morgens 8 Uhr an, ſollen die Mobilien zur Verlaſſenſchaft des verlebten Michael Rauch erbvertheilungshalber in des Verlebten Hauſe in der Burgvorſtadt einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden, als: 1) Holzwerk und Möbel, 2) Kleidungsſtücke, 3) Bettung, 4) Weißzeug und Garn, 5) Porcellan, Glas, ſteinernes und irdenes Geſchirr, 6) Silber und Zinn, 7) Kupfer, Meſſing und Blech, 8) Victualien, 9) Vollſtäͤndiges Schloſſerwerkzeug, 10) An vorrathigen Eiſenwaaren; welches zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 23. April 1834. In Auftrag großh. Landgerichts, Der Beigeordnete Boutemy. — (242) Montag den 26. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, ſollen im hieſigen Rathhauſe nachverzeichnete Güter, dem Heinrich Horr gehörig, hülfsvoll— ſtreckungshalber einer öffentlichen meiſtbietenden Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden: Ack er bea n d. 114 Ruthen im Groswarthfeld an Pfarrgut, 180 Ruthen daſelbſt an Heinrich Weckers Wittwe, 229 Ruthen im Grosgalgenfeld an Martin Simon, 469 Ruthen daſelbſt an Adam Steinhäuſer, 137 Ruthen daſelbſt an Martin Simon, 533 Ruthen im Lachenfeld an Fisc. Cameralis, 305 Ruthen daſelbſt an Eliſabetha Catharina Franz, 166 Ruthen daſelbſt an Wilhelm Netz, 9) 176 Ruthen im Kleinwarthfeld an Heinrich Martin Falck. Wieſen. 10) 391 Ruthen im ſtrasheimer Grund an Ludwig Langsdorf, 110 92 Ruthen daſelbſt an Johannes Berg, 12) 197 Ruthen daſelbſt an der Pfarrei; welches zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 23. April 1834. In Auftrag großh. Landgerichts, Der Beigeordnete Boutemy. Bekanntmachung. (243) Die zum Nachlaſſe der Frau Landrichter Helmolt zu Großkarben gehörigen Mobilien, beſte— hend in Silber, Zinn, Kupfer, Porcellan, Weiß— zeug, Bettwerk, Büchern, Küchen-, Haus- und 1 2 „Oecconomiegeräthe aller Art, ſodann einer noch wenig gebrauchten zweiſpannigen Chaiſe, ſollen erbverthei— lungshalber Montag, den 12. Mai 1834, und die folgenden Tage von Vormittags 9 Uhr an in der zur Erbmaſſe gehörigen Behauſung öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Die Verſteigerung beginnt mit dem vorhandenen Weißzeuge. Sodann wird Mittwoch den 14. Mai 1834, Vormittags 11 Uhr, die Hofraithe ſelbſt, beſtehend aus Wohnhaus, Scheune, Stallung, Hofraum und Garten, unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen nochmals dem öffent— lichen Verkaufe ausgeſetzt werden. Großkarben den 15. April 1834. In Auftrag großh. Hofgerichts d. P. O. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Buff. (245) Montag den 5. Mai, Morgens 9 Uhr, ſollen in dem freiherrlich von Diediſchen Kirch— walde dahier offen 2 10 4 alle Son eine und 5 10 M gell 0 ſchm̃ f Täth lich tags um 2 erich hülfsvol⸗ tenden Ver⸗ Marrgut, h Me Cameralis, Catharina letz, Heinrich an Ludwig dag, 1 ndgerichtz, utemy. andriaſte „beſte „Weiß 8% Ul h wenig erbverthei⸗ 4 7 9 Uhr an offentlich e Zahlung eginnt U d. P. O . daſelbſl. 18 0 Uhl, hen Kirch 1) 500 Stecken Buchen⸗Scheitholz, und 2 14000 Buchenwellen öffentlich verſteigert werden. Ziegenberg den 24. April 1834. Kirchner. Waaren⸗Empfehlung. (247) Die modernſten Seidenzeuge in allen Farben; 1% breiten Thibet; wollene und Thibet-Shawls in allen Größen. Die neueſten Muſter rein wollener und leinener Sommerzeuge für Herren-Oberröcke und Beinkleider; eine große Auswahl in allen Sorten Weſten, Tüll und Spitzen; alle Sorten weiße Waaren; ¼ und % breiten Kattun in großer Auswahl und neueſten Muſtern; feinen engliſchen Bettbarchent, Bettzeuge, gedruckte Zeuge; eine große Auswahl von Herren- und Damen-Seidentüchern, Merinos, breite und ſchmale. Und ſonſt noch viele Artikel, welche bei mir vor— räthig zu haben ſind, des Raumes wegen aber hier nicht weiter benannt werden. Beſonders empfehle ich mich noch mit 7 822 ſchwarzen ſeidenen Herren-Huͤthen. Endlich bringe ich mein bekanntes Tuchlager, welches eine große Auswahl in allen Farben dar— bietet, in geneigte Erinnerung und bitte um recht zahlreichen Zuſpruch. Friedberg, den 24. April 1834. 5 Heinrich Mack. Bekanntmachung. (251) Montag den 5. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll im Verwaltungsbüreau auf hieſiger Haupt— wache der Exercierplatz, die ſogenannte Seewieſe, als Schaafweide auf dieſes Jahr meiſtbietend ver— vachtet werden. Friedberg den 24. April 1834. Reichart. 1 Bekanntmachung. (255) Der verlebte Ambros Conrad Ferrand von hier entlieh am 20. Mai 1786 bei der hieſigen Armenkaſſe 40 fl., und es ſoll dieſes Kapital längſt wieder abgetragen, die Schuldurkunde aber verloren gegangen ſeyn. Alle, welche an dieſelbe Anſprüche nachen zu können glauben, werden daher auf Antrag der Erben aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen ſechs Wochen hier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt die erwähnte Schuld für mortificirt erklärt und der desfallſige Eintrag in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 18ten April 1834 Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. (256) Die Gemeinde Holzhauſen ſucht gegen hy—⸗ pothekariſche Sicherung ein Kapital von 5000 fl. 107 zu 4 Prozent und halbjahrlicher Zinsabtragung. Sollte ſich kein Kapitaliſt finden, welcher das Ganze vor— ſchießt, ſo werden theilweiſe Anlehen, bis ſie obige Summe erreichen, gemacht. Holzhauſen den 28ten April 1834. Der Bürgermeiſter Ohly. Bekanntmachung. (257) Freitag den 9. Mai l. J., Mittags 12 Uhr, ſoll die Zehntfrucht vom Jahr 1833 in Dor— heim an den Meiſtbietenden bei der Wittwe Schul— theis daſelbſt öffentlich unter den vor Anfang der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingun— gen verſteigert werden, als: 10 39 Malter Korn, 2 102„ Waizen, 355„ Gerſte, und 4) 34„Hafer. Dorheim am 30. April 1834. Der Zehntverwalter Gerlach. Fortſetzung der Waaren⸗Empfehlung. (258) Damaſt,-Gebilde fuͤr Tafel- und Hand— tuͤcher, Servietten; feine hollaͤndiſche, bielefelder und Lederleine, leinene und ſeidene Taſchen— tuͤcher, abgepaßte Pique-Roͤcke, friſche weiße, ſchwarze und modefarbige wollene gewirkte Shawls, gekoͤperte dunkle Chaly, und klein gewuͤrfelte Cattune, oſtindiſchen gelben Nanquin, platte und durchbrochene weiße Struͤmpfe.— Billige J,/& ¼ breite baumwollene Moͤbel— und gedruckte Zeuge. Dreizehnloͤthige ſilberne, und unverfaͤlſcht neuſilberne Suppen⸗, Eß⸗ und Kaffeeloͤffel e. Alle Farben gekoͤperte Doppel— Tuͤcher zu Beinkleider, ebenſo einen großen Vorrath von Halb-Tuͤcher zu Sommerroͤcken, ſind mit den bei gefaͤlligen Auftraͤgen billigſt angeſetzt werdenden Preiſen zu haben bei Friedberg und Butzbach. Simon Lindheimer auf der breiten Straße. (259) Ein einjähriges Rind von ſehr guter Race iſt zu verkaufen. Bei Polizeidiener Wenzel dahier das Nähere zu erfragen. 8 Bekanntmachung. (260) Auf dem Bureau des Unterzeichneten ſollen folgende Arbeiten öffentlich an den Wenigſtfordern— den abgegeben werden: A. Dienſtag den 6. Mai d. J., Vormittags um 10 Uhr, — 0 anſchlagt zu. hauſe, veranſchlagt zu. 9 1) Das Aufbrechen des Pflaſters in der Unter⸗ gaſſe zu Heldenbergen und das Wegräumen der hierdurch gewonnen werdenden Steine, ſo⸗ wie das Planiren dieſer Gaſſe, veranſchlagt zu en e e ee e 29 Das Planiren der Burggaſſe, vers Anſchlagt; 3) Das Brechen von 9½ Kubikklafter Steine in dem treifler Bruch zwi⸗ ſchen Heldenbergen und der Naum⸗ burg, veranſchlagt zu 4) Das Anfahren von 7 Kubikklafter Steine aus den aſſenheimer Stein⸗ brüchen nach Heldenbergen, veran— ſchlagt zu Zuſammen 13% 20„ 57%—. 140—„ an dem hieſigen Schul⸗Lokal, 10 JJ 2) Maurer⸗Reparatur⸗Arbeit an der ö hieſigen Kirchhofsmauer, veran⸗ 0 9 0 0 0 F 28 10„ 3) Schreiner⸗Reparatur⸗Arbeit in der 0 Kirche und dem Schul⸗Lokal, ver⸗ 3% 4) Die nöthige Schloſſer⸗Reparatur⸗ 9 Arbeit an der Kirche und dem Schul⸗ 4 Zuſammen 0 Heldenbergen den 30. April 1834. Der großh. Bürgermeiſter Schweitzer. ö(261) Die Stadtgemeinde Aſſenheim ſucht, jedoch ö ohne Proviſion, ein Kapital von 2500 fl. zu 4 9 Procent gegen eine ſtädtiſche Schuldverſchreibung zu 0 leihen, verſpricht pünktliche, ſelbſt wenn es gewünſcht ö wird halbjährliche, Ausbezahlung der Intereſſen.— 0 Diejenigen, welche hierauf reflectiren, wollen dem 10 Unterzeichneten davon gefällige Nachricht ertheilen. Aſſenheim den 28. April 1834. Der Bürgermeiſter Günther. nung im erſten Stock zu vermiethen. Sie beſteht aus zwei Stuben, zwei Kammern, einer Küche, kann mit dem erſten Juli bezogen werden. Johannes Stork, Schuhmachermeiſter. Edictalladung. — 0 P—— 70 fl. 20 kr. 0 B. Freitag den 9. Mai l. J., Vormittags 0 um 11 Uhr, 9 1) Maurer⸗ und Weißbinder⸗Reparatur⸗Arbeit 6 veranſchlagt 32 fl. 44 kr. 6„ 47— 196 fl.— kr. ö(262) Der Unterzeichnete hat eine bequeme Woh⸗ Keller, einem Holzplatz, Stall und Miſtplatz, und 9(263) Die Erben des Bürgers und Kaufmanns Heinrich Wilhelm Müller zu Butzbach haben deſſen Nachlaß unter der Rechtswohlthat des In⸗ ventars angetreten, und werden daher alle diejeni⸗ gen, welche Anſprüche irgend einer Art daran zu machen haben, hiermit aufgefordert, ſolche ſo gewiß im Termine Dienſtag den 10. Juni d. J. Morgens 8 Uhr dahier anzugeben, als ſonſten ohne Rückſicht darauf über die nach Abzug der bekannten Schulden ver⸗ bleibende Maſſe weiter rechtlich verfügt und dieſe den Erben behändigt werden ſoll. Friedberg den 23. April 1834. Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. Hofmann. Weber. (264) Unterzeichneter verſteigert den 20. Mai d. J. in Okarben auf Abbruch einen 42 Fuß langen und 22 Fuß breiten Stall, welcher ſich leicht zu einer kleinen Scheuer einrichten läßt. Auch hat der Unterzeichnete einen 2% Jahre alten Faſelochs, von echter ſchweitzer Race, in Aſſenheim zu verkaufen. Ebenſo hat derſelbe ein Malter ruſſiſchen Leinſamen zu 22 fl. zu verkaufen; er giebt ihn jedoch auch Simmerweiſe ab. Pachter Carl. (265) Unterzeichneter macht hierdurch ergebenſt bekannt, daß bei ihm verkauft wird: Waizenvorſchuß 1ſter Sorte, das Geſcheid zu 8 kr. 7 7 2ter Sorte,„ 7„ 6„ Weismehl. 5 77 77 5„ Greene!!!„ eee, Waitzengrütze e„, e, wobei noch bemerkt wird, daß dieſe Mehlſorten, im Großen wie im Kleinen, zu 144 Pfund das Malter abgegeben werden. Wilhelm Breitwieſer. (266) Es wird ein braver Burſche zur Feld⸗ und Hausarbeit geſucht, welcher ſogleich eintreten kann. Bei Ausgeber dieſes das Nähere zu erfahren. Einladung. Bei günſtiger Witterung iſt Sonntag Mai auf dem Nauheimer Teichhauſe wozu ergebenſt Henkel. (267) den 4. gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, einladet Bekanntmachung. (268) Auf freiwilliges Anſuchen der Nikolaus Linde Erben in Weckersheim ſoll Freitag den 9. Mai, Nachmittags 2 Uhr, die Hofraithe deſſen daſelbſt, beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohnhauſe, einer Scheuer und zwei Ställen, unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf Abbruch an Meiſtbietende verſteigert werden; welches hiermit bekannt gemacht wird. Weckersheim den 30. April 1834. In Auftrag: Der Bürgermeiſter Hilger. Die Fleiſch- und Brodpreiſe ſind unveraͤndert geblieben. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel. U 1 —— S D P/ //