Intelligenzblatt für die Sr ovinz Wertes en im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. gen oder ſtz e M 44. Sonnabend, den 1. November 1334. Theil iy 1 Amtlicher Theil. Der großherzoglich heſſiſche Krel Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die großh. Buͤrgermeiſter der waldbeſitzenden Gemeinden. elche an JN ch anzuwenden u beſeitigen, 8 5 45 10 efthn Betreffend: Die im Herbſte 1834 zu erwartende Eicheln- und Buchelnmaſt. ganzlich herg Die in dieſem Herbſte zu erwartende reichliche Eicheln- und Buchelnmaſt verdient zur Erziehung Hartman junger Wälder alle nur mögliche Aufmerkſamkeit. f iu hei Ich beabſichtige daher dem Antrage der hoheren Forſtbehörde gemäß, die zur Ausführung der nach gabaltene den Wirthſchaftsplanen für 1835 angeordneten Culturen dieſer Saamenarten erforderlichen Credite ſchon 5 25 ſtzt vorläufig zu eröffnen. Die großh. Revierförſter werden die zur Ausführung derſelben dienlichen der bewick, Anordnungen treffen. em 1 Ich erwarte, daß Sie dabei mit Eifer und Fleiß mitwirken und den Erſuchen der Forſtbehörden Felge deſs ſchleunig entſprechen werden. Da nur in den Gemeinden des Reviers Altenſtadt der nöthige Bedarf ttel der 10 Eicheln durch Einſammlung erzielt werden können ſoll, ſo habe ich zum Ankauf des Bedarfs der übrigen len, 10 Gemeinden eine Verſteigerung auf den 4. November ausgeſchrieben. Sollte eine dieſer Gemeinden auf anderem Wege unterdeſſen vielleicht ihre benöthigten Eicheln erworben haben, ſo haben Sie mich unver— jüglich und jedenfalls bis zu dem vorgedachten Termin davon zu benachrichtigen, damit keine doppelten Ankäufe erfolgen. Friedberg am 26. Oktober 1834. Kuͤchler. ich hiermit D af k. an die ſaͤmmtlichen großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Eröffnung des Rekrutirungsrathes fuͤr das Jahr 1834. 81 Vom 3. bis zum 6. November l. J. werden die Verhandlungen des Rekrutirungsrathes in Gießen 4 ſtatt finden, was Sie unverzüglich in Ihren Gemeinden noch beſonders öffentlich bekannt machen zu laſſen haben. 40 kr. Vor demſelben müſſen alle von der Rekrutirungskommiſſion vor den Rekrutirungsrath verwieſenen — teute, ſo wie diejenigen, welche bei der letzten Ergänzung von den Regimentern als untauglich zurück— 9 gewieſen worden ſind, mit einem von dem einſchlägigen großh. Buͤrgermeiſter ausgeſtellten verſiegelten Signalement erſcheinen. Zugleich haben die zuletzt gedachten Leute die von den betreffenden Regimentern und Corps erhaltenen vorläufigen Entlaſſungsſcheine mitzubringen. Außerdem können auch andere, welche vor dem Rekrutirungsrathe etwas vorzubringen haben, ins beſondere diejenigen, die nach§. 65 der Verordnung vom 30. April 1831 noch zuläſſige Depotanſprüche geltend machen wollen, während der angegebenen Zeit vor demſelben Gehör finden. Friedberg den 24. Oktober 1834. Kuͤchler. Die Vorboten des Winters. Noch vor vierzehn Tagen haben wir hier in Friedberg wahre Sommertage gehabt. Die Stürme des ſiebenzehnten Oktobers) nahmen ſie uns mit ſich fort. Schon am Morgen des vierundzwanzigſten Oktobers erſchienen bei uns die erſten Schneeflocken. An dieſem und dem folgenden Tage zeigte ſich be— reits der Vogelsberg im Wintergewande. Auch der Altkünig war weiß. Am Abend des fünfundzwanzigſten flogen über die Umgegend von Friedberg Schaaren von Kranichen und wilden Gänſen, mehr als wir je beiſammen geſehen zu haben uns erinnern, in größeren und kleineren Zügen, zuſammen gewiß über tauſend Stück. Ihr Zug kam, wie gewöhnlich, von Nordoſten, wo ſie wahrſchein⸗ lich auch wieder die an der Horloff gelegenen Fel⸗ der, Wieſen und Weiden beſucht haben werden, und gieng ſüdweſtlich weiter dem Rheine zu. Dort mogen ſie wohl, während wir dieſes ſchreiben, bereits augekommen ſeyn. Sie werden daſelbſt fröhliche Winzer antreffen, und können hier und da vielleicht gar mit manchen noch Herbſt halten helfen.— Am ſechsundzwanzigſten kamen die Schneeflocken ſchon in ſtärkerer Zahl, und den ſiebenundzwanzigſten konn— ten ſich die Kinder bereits im Schneeballwerfen wie— der üben. Möchte es uns nicht ergehen, wie in dem merk— würdigen Winter von 1783, in welchem es meh⸗ rere hundert mal ſchneite, worauf im Früuhjahre die großen Ueberſchwemmungen folgten. 4) Der tiefſte Barometerſtand war, nach den Beobachtungen des Herrn Reitz zu Friedberg, am 17ten um 3 Uhr Nach⸗ mittags,— 206 Zoll, 11½ Linien pariſer Maas. Die Waldſtreunutzung betreffend. An die verehrl. Redaction des Intelligenz blattes zu Friedberg.) Mit vielem Intereſſe habe ich den Aufſatz in Nro. 42 Ihres Blattes geleſen; indeſſen veranlaßt mich Ihre Note unter deſſen Eingang, Ihnen Fol⸗ gendes zu bemerken: Es gab niemals in unſerem Lande eine Zeit, wo man die Laubnutzung ganz aufgehoben hätte, und Jeder, der ſich Laub holte, beſtraft worden wäre; eben ſo iſt auch jetzt noch nicht die Weg— nahme alles Laubs nach Willkühr erlaubt und der— jenige, der unbefugt Laub holt, ſtraffrei. Das wäre kein Akt der Humanität, ſondern der Unord⸗ nung und unbefugten Verſchenkens anvertrauten oder fremden Guts, wie weiland dem heiligen Criſpin Schuld gegeben ward. Die Forſtverwaltung darf nicht, um mich ſo auszudrücken, aus fremdem Leder Riemen ſchneiden, und ſie kann nie befugt ſeyn, Jemanden das Wegholen von Waldprodukten, die ihm nicht von dem Waldeigenthümer bewilligt ſind oder wozu er nicht berechtigt iſt, zu erlauben. Der Schutz des Eigenthums heiſcht und wird immer hei⸗ ſchen, daß, wer Waldſtreu holt, die ihm nicht ge⸗ hört, beſtraft werde. Die verſchiedenen Zeiten unter⸗ ſcheiden ſich nur darin, daß zu der einen mehr, zur anderen weniger Waldſtreu abgegeben wurde. Es handelt ſich nur von dieſem Mehr oder Weniger, das die Waldeigenthümer abgeben oder die Forſt— verwaltung aus Domanial⸗ und Communalwaldun⸗ gen anweiſen ſoll. Keinem Forſtmanne iſt wohl je eingefallen, die Waldſtreubenutzung überhaupt ganz *) Wir nehmen gerne Belehrung an und unſere geneigten Leſer wohl auch. Eben darum ſäumen wir nicht, gegen⸗ waͤrtiges Schreiben in unſer Blatt aufzunehmen. Die Redaction. 0 dbu Fro. licht lar gtoßel eſet ger, fönnte lande uch, wollen lleibe, des nach der Ge dafür er aug lang Das! Porte K wie de Wald Beim Dung andere spr nen für Forſtt er we eigner und! ſo vie verſta den verhäl ſofe, And f nicht din Obr. er f luſt Dies alte N versehen Regine haben„ i potanſprüt — fend. utelligen, n Aufſatz u n veranlaßt Ihnen Fah de eine Zei, oben hätt, traft wordel iht die Weh, übt und der; affrei. Daß der Unord⸗ trauten oder gen Criſpit altung darf zemdem Leder befugt ſeyn, todulten, di bewilligt ſud lauben. Det d immer hei ihm nicht ge Zeiten unte eu mehr, z wurde. r Wenigen er die Jofſ mnalpoldul it wol; auhauft gal C nſert tl 1 nicht, gen men. Redacliet — 2 — abzuſchaffen und auch der Verfaſſ. des Aufſatzes in Neo. 42 erklärt ausdrücklich, daß dieß ſeine Abſicht ſticht ſey. Er warnt nur, geſtützt auf die freilich lar genug augenſcheinlichen traurigen Folgen zu zroßer Nachgiebigkeit, vor dem Uebermaaſe. Beſſer wäre es freilich, wenn der Wald allen Dun⸗ zer, den ihm die Natur überwieſen hat, behalten konnte; ſo weit gehen aber die Forſtleute in unſerem kande da, wo Bedürfniſſe vorliegen, nicht, ich auch, wie der Verfaſſ. des Aufſatzes, nicht; ſie wollen nur, daß die Waldſtreu in den Grenzen bleibe, welche eine pflegliche nachhaltige Benutzung des Walds mit ſich bringt und daß man hierin, nach Maasgabe der Beſchaffenheit des Walds und der Gegend, ab- oder zuthue. Dieß zu beurtheilen, dafür lernt der Forſtmann ſein Fach und dafür iſt er angeſtellt; man muß alſo ſeinem Gutachten ſo lang vertrauen und folgen, bis es widerlegt iſt. Das hat, trotz aller Deklamationen und ſchönen Worte, noch nicht gelingen wollen. Kann man einen Brunnen ausſchöpfen, ſo iſt's, wie der Augenſchein lehrt, noch weit leichter einen Wald auszuleeren und ſeinen Boden auszumergeln. Beim Feldbau behält der Acker nicht allein das Dungmittel, das er ſelbſt erzeugt, ſondern noch anderes dazu: ſo weit verſteigen ſich nicht die Anſprüche des Forſtmanns, obgleich die all gemei— nen Naturgeſetze des Wachsthums der Vegetabilien für Bäume, wie für andere Pflanzen, gelten; der Forſtmann will nur leben und leben laſſen, d. h. er will nur, daß man dem Walde von ſeinem eignen Dünger, den dieſer ja ſelbſt erzeugt hat und der ihm nicht von anderswo zugebracht wird, ſo viel laſſe, als ſein Wachsthum und der wohl— verſtandene Vortheil des Ganzen, wie der betreffen— den Waldeigenthümer nach Maasgabe der Orts— verhältuiſſe erheiſchen. Von dem eignen Nahrungs— ſtoffe, der aus dem Wald durch Abgabe des Holzes und ſo mancherlei Erzeugniſſe genommen wird, kehrt nichts in den Wald zurück; alles das wird, nach— dem es abgegeben worden, durch Feuer, Luft und Gebrauch verzehrt; nur in dem ſelbſterzeugten Dün— ger kann der Wald einigen Erſatz für dieſe Ver— luſte erhalten, um auch ferner produciren zu können. Dieſen Erſatz, ſo viel nöthig, dem Walde zu er⸗ halten, iſt der Forſtmann nicht dem Walde an ſich, ſondern ſeinen Mitbürgern, die den Wald noch lan— 59 ger und zwar mit ſtets zunehmendem Bedürfniſſe benutzen wollen, ſchuldig. Ueberdies haben die Waldungen aber auch eine wichtige Beſtimmung im großen Haushalte der Natur zur Erhaltung der Fruchtbarkeit der Länder im Allgemeinen, nament⸗ lich eines angemeſſenen Grads von Wärme und Feuchtigkeit, oft zur Abhaltung der Winde, ſodann zur Erzeugung und Beſchützung einer nutzbaren Boden— decke auf Sandflächen und an Bergabhängen und ſo fort. Dieſe Beſtimmung können die Waldungen nur ſehr ungenügend erfüllen, wenn ſie von übermäßiger Streunutzung heimgeſucht darben und der Waldboden immer mehr ausgemagert wird. Ich nehme keinen Anſtand, Sie zu bitten, die— ſen Brief mit meiner Namensunterſchrift in Ihr Blatt aufzunehmen und grüße Sie hochachtungsvoll. Darmſtadt den 21. Okt. 1834. v. Wedekind. Leichen, Wirthheim und Stoͤrzelheüm. Zu den vielen nicht mehr vorhandeuen Dorfern der Wetterau gehören auch die, im 30 jährigen Kriege ausgegangenen Orte Leichen, Wirthheim und Stör— zelheim. In kirchlicher und politiſcher Hinſicht mit dem weit älteren und 1368 mit dem Stadtrechte und gleichen Privilegien wie Frankfurt begnadigten Rodheim enge verbunden, wird ihrer, obgleich wenig— ſtens Leichen eben ſo viel Einwohner wie Rodheim zählte, nur wenig gedacht. Im Jahre 1390 wurde der Zehnten„zu Ro— „denheim, Petterweil, cleynen Petterweil, Leichen, „Stirzelheim und zum Bernhardts“ nebſt dem Dorfe Petterweil von dem Kloſter Fulda für 5700 fl. au die Falkenſteiner verkauft u) und 1539 vom Dechaut und Capitel des Stifts unſerer lieben Frauen in Mainz das„demſelbig zuſtehende aus ſechs Hoffen „beſtandene Hoffgut in Leichen und ober Petterwei— „ler Gemarkung“ an rodheimer und petterweiler Einwohner in Erbbeſtand gegeben. Schon zu dieſen Zeiten waren viele Einwohner nach Rodheim, wo ſie mehr Rechte hatten, gezogen, und Stürzelheim, worin ſich eine Burg des Herrn v. Bellersheim befand, war nur noch ein Hof. Nur Leichen, das 1582 noch„Hübener und einen Baur— n) Cuden. cod. dipl. V, 839. „meiſter(Schultheiß) und eine eigne, von der Rodheimer Kirche abhängige Capelle hatte b), mag damals noch bedeutend geweſen ſeyn, indem es noch 1589„dem Schreiber vom Ampt Leichen Belohnung „3 fl. 3 f“ und alſo einen gleichen Beitrag, wie Rodheim, leiſtete. Wirthheim dagegen, deſſen Land— geſchworne zwar noch 1589 vorkommen(„verzehrt „als Sie Cülner wegen uff der Weinſtraß geweſen „1 fl. 3 5%, bildete aber ſchon 1583, ſowie Stüͤr⸗ zelheim mit Rodheim eine Gemeinde( den Bürger— „meiſter vom Ampt Wirdheim und Stürzelheim Be⸗ „lohnung 4 fl.“), und hatte der Amtsſchreiber nur 1 fl. 12 f. von Wirthheim und Stürzelheim zu be⸗ ziehen.(It. wegen Wirdheim und Stürzelheim „Belohnung 1 fl. 12 ß,). Der im Verlaufe meh—⸗ rerer Jahre hierauf ausgebrochene 30jährige Krieg bewog nun noch vollends die übrigen Einwohner dieſer Orte nach Rodheim überzuziehen, ſo daß wir 1630 nichts mehr von ihnen hören.“) C. Ech. Mi guc e lein. 1) Der reformirte Pfarrer Böhm hatte in Gemäßheit eines Regierungsbefehls vom 16. April 1764 des reformirten Müllers Joſt Knauſen Kinder zu Holzhauſen auf den daſigen lutheriſchen Kirchhof begraben. Deßhalb„empörten ſich am 25. April „1765 die daſigen Einwohner, erregten eine bis „zum höchſten Grad“ getriebene rebellion und wur⸗ den am 17te July 1 zur infamirenden iten Klaſſe der Schanzenarbeit auf Lebenszeit, 11 Mann zur Schanzenarbeit Lr. Klaſſe, 44 zu 20 fl. Strafe, 3 zu 4 wöchiger Schanzenarbeit, und alle in die Un⸗ terſuchungskoſten verurtheilt. In demſelben Jahre entſtanden auch zu Rod— heim, wo am 28. Dezember ein Reformirter und ein Lutheraner begraben wurden, Streitigkeiten da— rüber, welche Leiche vorgetragen werden ſolle. Zu—⸗ letzt kam es zu Thätlichkeiten. (Amts⸗Jurisdictional-Buch. Pag. 215— 218.) Y Wie Rodheim v. d. H. noch 1583 die ihm als Marktflecken zuſtehende Criminalgerichtsbarkeit ausübte, beweiſ't folgender Auszug aus der daſigen Gemeinderechnung von demſelben Jahre:„Die „) Wuerdtwein dioee. Mog. III, 101. Wir werden gelegentlich von dieſen Orten mehr erzählen. Die Redaktion. 260 „Scharffrichter verzehrt ſampt zweyen pferdten ein „Tag und nachdem alß Sie Wendel Buch verbrandt „1 fl. 21 ß. 1 D.“ und„vom Neuen galgen zu „machen 4 fl. It. Wendel Buch Zeit ſeiner Ver⸗ „hafftung verzehrt 3 fl. 2 D.“ C. Ech. Merkwürdigkeit zu Langgöns. Zu Langgöns lieſ't man noch jetzt über einer Schmiedethüre folgende Aufſchrift: Anno 1624 den 7 Janne hat in dem vorige haul das paradais gärtlein ſolte verbrant aber dur ch die Allmacht gottes nicht gelchegen welches ein gotloſer Leutnamt von den Ueubörgen gewelen ſein, in Langgöns. Hierüber theilt eine friedberger Ehronik folgen⸗ des Nähere mit:„Anno 1624 den Zten January Iſt ein Spaniſcher Leutenant zu Pferdt nomine Zachariaß von Brechen, nach Langengönß in Heſſen, oder in Hüttenberg kommen, ſambt etzlichen Reutern, Vund im wirtshauß loſiert, Alſ aber der Leutenant Vnnd ſein Trompeter in das Pfarhauß ſpatziert, Vnnd der Trompeter Vnder andern büchern des Hern Johann Arnds Paradißgärtlein Ao— 1621 zu Jehna gedruckt in ſchwartz Leder gebunden, mit golt vnnd grünen Bentern hübſch gezieret ge⸗ ſehen, mit ſichs in das Wirtshauß genommen, ein weyl darin zu leſen, vnnd der Leutenant das ge— ſehen, hat er den 7ten January hujus nach Mittag ſolch Büchelein dem Trompeter aus den händen ge— rieſſen, in die Küchen gelauffen, vnd in Fewer Offen geworffen, Alß aber anderthalb ſtundt her— nach die wirthin kohlen geſchöpffet, iſt das Büchelein vnverſehret, vnd noch wie zuvor geweſſen. Ihre Fürſtlich Gn. Landgrav Philips zu Butzbach, hat es abholen laſen, vnd wird alda in der Fürſt— lichen Bibliotehck zum ewigen gedechtnus verwahret. Der Allmachtige Gott hat den Leutenant deswegen geſtrafft, das er A0. 1626 im 7bris zu Cöllen von Sinnen kommen, vnd wie ein Hundt getobet vnnd geraſet, bis er ſeinen Geiſt elendiglich vff gegeben.“ Ob dieſes Büchlein wohl noch exiſtirt? Die Bibliothek des Landgrafen Philipp von Butzbach iſt, ſo viel wir wiſſen, ſpäter nach Gießen gekommen. Be 0058 Aachle ud d Eipaig ſurdert Locher nachen Fubent un 2 olgt n 6 547 nittags lnterz zunal erg, en W feigert unger uſtige 0 * 1 Bekanntmachungen von Behoͤrden. ver U. ien galgem Gla aer 2 l gläubiger- Aufforderung. eine n(638) Zur Richtigſtellung des Inventars über den Cech, Lachlaß des verſtorbenen Burkhard Ludwig Henrici uud deſſen Ehefrau zu Obereſchbach werden die goͤns.(waigen Gläubiger der gedachten Eheleute aufge— etzt über ein erdert, ihre Anſprüche ſo gewiß innerhalb ſechs Vochen vor unterzeichneter Gerichtsſtelle geltend zu gachen, als anſonſt ohne Rückſicht hierauf das ö znventar abgeſchloſſen und der Nachlaß an die paradais um Theil im Auslande wohnenden Erben verab— plgt werden wird. ur Groskarben den 11. Oktbr. 1834. gelchegen Großh. heſſiſches Landgericht daſelbſt. von den Buff Eich el beiter f. 647) Dienſtag den 4. November l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf dem Bureau des Unterzeichneten der Eichelbedarf fur die Com— munalwaldungen des Kreiſes und Forſtes Fried— berg, beſtehend in 201 Maltern, öffentlich an den Wenigſtfordernden unter den bei der Ver— ſſeigerung bekannt gemacht werdenden Bedin— zungen verſteigert werden, wozu man die Steig— luſtigen einladet. N Friedberg den 13. Oktober 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger-Aufforderung. (648) Wilhelm Heinrich Jakob von Petterweil beabſichtigt nach Frankfurt a M. auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo— aten bei großh. Landgericht Groskarben anzumel— den, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt wer— den wird. Friedberg den 14. Oktober 1834. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. i der fun e Küchler. a Gläubiger-Aufforderung. uus ver 0(649) Margaretha Roux von Oberrosbach beab—⸗ naut dewel! ſſchtigt nach Frankfurt a/ M. auszuwandern. Rechts- is zu Celh, anſprüche an dieſelbe ſind binnen drei Monaten bei act getobl) goßh. Landgerichte dahier anzumelden, gegenfalls „lch, de Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. dlendig Friedberg den 14. Oktober 1834. chronik folge, zen Januan ferdt nomint angengoönß il ſambt etzliche Alſ aber da das Pfarhaif ndern bücher zärtlein 40⸗ et gebunden, h gezieret g. enommen, ci enant das ge nach Minn en handen 1 ud in Feel lb ſtundt het das Bücheltk eweſſen. J zu Bubba ee, Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath ain des Kreiſes Friedberg. b Buben Küchler. come f 90 f Güter⸗ Verpachtung. (650) Donnerſtag den 13. Novbr., Nachmittags um 1 Uhr ſollen in hieſigem Rathhaus nachfolgende leihfällig werdende Hoſpitalgüter einer weitern Ver— pachtung auf 12 Jahren, und zwar von Petri 1835 bis dahin 1847 ausgeſetzt werden: 1) circa 8 Huben in der nauheimer und ſchwalhei— mer Gemarkung, 2) 6 Morg. 1 rtl. 4 Ruthen in der ſchwalheimer Gemarkung, 3) 35 Morg. 6 Ruthen in der dorheimer Gemar— kung in zwei Abtheilungen, 4) 26 Morg. 2 Vrtl. 30 Ruthen in der bauernhei— mer Gemarkung in zwei Abtheilungen, 5) 2 Morg. 1 Prtl. Ackerland in der ockſtädter und 1 Morg. 1 Vrtl. Wieſenſ Gemarkung, 6) 12 Morg. 1 Prtl. 15 Ruthen Wieſen in der blo— felder Gemarkung. Friedberg den 28. Okbr. 1834. In Auftrag der Armen-Kommiſſion Der Hoſpitalpfleger Boutemy. Zinszahlung des niederurſeler Anlehens. (651) Ich mache hierdurch bekannt, daß die faͤlligen halbjaͤhrigen Zinſen von dem nieder— urſeler Anlehen binnen 8 Tagen entweder bei dem Gemeinderechner Roͤding in Niederurſel oder bei Hrn. Samuel Lindheimer zu Fried— berg in Empfang genommen werden koͤnnen. Riederurſel den 29. Oktober 1834. Der großh. Buͤrgermeiſter Amſel. Holz-Verſteigerung. (652) Montag den 3. November l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll in dem rodheimer Gemeindewald, Diſtrikts Wellenberg, 8 ½ Stecken Buchen-Scheitholz, 284¼ Eichen-, Scheit- und Prügelholz, 127%„ Stockholz, 3998 Kubikfuß Bau-, Werk- und Nutzholz, 1435 Stück Wellen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an den ſogenannten Ameiſenhecken des Vorderwaldes. Rodheim den 27. Oktober 1834. Der Beigeordnete Will. Brodfruchtbedarf. (653) Der Brodfruchtbedarf für die hieſige Sa— linen⸗Knappſchaft, beſtehend in mehreren hundert Maltern Korn, ſoll an den Wenigſtnehmenden unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen Montag den 10. November d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, überlaſſen werden. Nauheim den 27. Oktober 1834. Kurfuͤrſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Wilhelmi. Weiß. . — 8. — Stroh-Verſteigerung. (654) Freitag den 14. November l. J., des Vor⸗ mittags 9 ½ Uhr, werden in dem hieſigen Amthof 13 Fuder Roggenſtroh und 19 7 Haferſtroh meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 23. Oktober 1834. Herzogl. naſſauiſche Receptur. Hehner. Frucht-Verſteigerung. (655) Freitag den 14. November l. J., Vormit⸗ tags 10 ½ Uhr, werden von den diesjaͤhrigen hie— ſigen Domanialfrüchten 18 Malter Waizen, 82„Korn, 74„ Gerſte, 58„ Hafer und i e, ee unter den bekannten Bedingungen auf dem hieſigen Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim am 23. Oktober 1834. Herzogl. naſſauiſche Receptur. Hehner. Braunkohlen⸗ Verkauf. (656) Die Braunkohlen⸗Conſumenten werden be⸗ nachrichtiget, daß von jetzt an die Braunkohlen— Klötze vom dorheimer Braunkohlen-Bergwerk aus den Kohlenſchoppen ganz trocken und von vorzügli— cher Qualität verladen, und wie bekannt, 14 Stück zu einem Ctr. angenommen, für 12 kr. verkauft werden. Die großh. heſſ. dorheimer Bergverwaltung. A. Storch. N Bekanntmachungen von Privaten. Unterricht in der Mathematik. (616) In Folge mehrerer gefälligen Anfragen, ob ich Unterricht in der Mathematik geben wolle, beehre ich mich zu erklären, daß ich vom 1. Debr. l. J. an geſonnen bin, Unterricht in der reinen Mathematik zu ertheilen. Diejenigen, welche Theil daran nehmen wollen, erſuche ich, daſſelbe längſtens bis zum 15. Novbr. l. J. bei mir anzuzeigen, da⸗ mit ich die nöthige Eintheilung treffen kann. Friedberg im Oktober 1834. Der großh. heſſ. Kreisgeometer G. Bindernagel II. (644) Eine brave Hausmagd wird geſucht. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt ange— kommen und liegt zur gefälligen Einſicht bereit: 53ſte und 54ſte Sitzung der 2ten Kammer der großh. heſſ. Landſtände 34 kr. 55ſte Sitzung 10 kr. 56ſte und 57ſte Sitzung 18 kr. 62ſte Sitzung 8 kr. Beilage Nro. 281 zur 63ſten Sitzung 1 fl. 12 kr. Graff, G., die wichtigſten Kämpfe, Schlachten und Belagerungen des Alterthums für die reifere Ju— gend erzählt. 18 Bdch. Phantaſiegemälde von Eduard Duller. 1835. 2 fl. 42 kr. Rheiniſches Taſchenbuch für das Jahr 1835. Daſſelbe iſt reich mit Kupfern und intereſſanten Erzählungen geſchmückt; es wird jedoch nicht zur Einſicht, ſondern nur auf feſte Rechnung abge— geben netto 3 fl. 30 kr. Weitershauſen, Dr. C., zweihundert und ſechs— zig frohe Geſaͤnge für Bürger und Landleute. Mit einem Anhange verſchiedener Wort- und Sacherklarungen, gemeinnütziger Erfindungen, bio— graphiſcher Notizen ꝛec. 36 kr. —— Melodien zu den 260 Geſaͤngen 48 kr. Weicker, L. C., kalligraphiſche Wandfibel der Cur⸗ rentſchrift in methodiſcher Stufenfolge, zum Ge⸗ brauch in Schulen beſonders für Elementarklaſſen. In 20 Tafeln mit 5 Zoll hoher Schrift. gr. Fol. 1 fl. 45 kr. 15 Verkaufspreiſe der Bäcker und Metzger vom 29. Septbr. bis zum 6. Okt. Für 1 kr. Milchbrod „ 1 kr. Gemiſchtes. 5„ „8 kr. Laden⸗Brod. 4 pfund 10„: „ kr. dito.. 3 7 Aa, 2 7 „4 kr. dito. 2„ 5 „ 2 kr. dito h ern An 1 Pfund Ochſenfleiſch g 11 kr. 1„ Nierenfett 20 kr. 1„ Kalbfleiſch 8 e ö 8 kr. 1 Hammflfleiſch ü e em. 7 8 1„ Schweinenfleiſch n 3 9 kr. 6 Loth— Quint. 1 Pfund Leber- und Blutwurſt 12 k. 1„ Bratwurſt t 14 kr 1„ Schwartenmagen 14 kr. 1„ Speck 20 kr. 1„Diorrfleiſch 1 „ Schmalz. 8 N 85 2 3 In der Judengaſſe bei den Metzgern: 1„ Kühfleiſch 0 5 g 1 5„und. 1„ Rindfleiſch 8 n 0 . e eee Waizen 6 fl.— kr. Gerſte 3 fl. 40 kr. Korn 4 fl. 30 kr. Hafer 3 fl. 10 kr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 1 fl. 20 kr. * L 9 kr 1 Ludr 5 Landta welche Noth genon welch. feiner begten borget falſch Wahle Wir Mßi