sen Weg finden dereinst wir wa⸗ du aber, gesucht, vir nun n, n, in R. kavit. / Uhr: Kinder⸗ Pfarrer Mahr. 8 Uhr: eiblichen Mittwoch zassions⸗ Sonn⸗ dgottes⸗ Abend⸗ gemeinde en vor⸗ den 22. adtkirche Redner le Sen⸗ e Dar⸗ 72 Uhr: — Vor⸗ die Jo⸗ ld. Bingel. der kon⸗ er Jo⸗ 3. Fehr. konfir⸗ zukasge⸗ abends mierten meinde. RNänner⸗ tag und Jeden 2 Uhr: —9 7 Jeden Abtlg. abends Vor⸗ ingel zösischer tschland 5 druckerei onntagsgruß Gemeindeblatt fuͤr die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 9 Gießen, Reminiszere, den 29. Februar 1920 9. Jahrg. Herzensreinheit. Darf mans hinter deinem Rücken prüfen? 8 5 Serre;. Darfs der klare Sonnenschein beleuchten? 095 e e mir, Tarfs der keusche Mondesblick belauschen? 5 5 5 Herz. Darfs das heilge Auge Gottes sehen?“ Unsere Feinde haben auch Krieg geführt Wohl dem, dessen Denken und dessen seren guten Ruf. Die feindliche sen Te t das 2 gegen unse guten Ruf. T. Reden, dessen ganzes Tagewerk das Auge Presse 15 155 5 3 005 e n. Gig Gottes und der Menschen nicht zu scheuen uten Namen in den Schmus gezogen. Kane braucht. Die Herzensreinheit hat eine köst⸗ ganze Literatur diente nur dazu, 90 Volk liche Verheißung. Jesus sagt:„Selig sind, der ie der b Gott chan Herzens sind denn sie 12 8 e ee 0 une e Pott chan;. daten als Verbrecher hinstellen und an un⸗ 5 5 i Strafgeri ollziehen 725 serem Volk, ein Strafgericht vollziehen Argroßtantens Naritätenschrank. wollen, so soll das nur der letzte große Bi Schlag sein gegen unsere Ehre. Wir sollen(Fortesung) ö vor aller Welt dastehen als ein unreines 55 55 190 Volk. 5. Aus Baccarat. Wir können die Verleumdung und den„Aus Baccarat“, zwei Worte nur, und Haß einer 191 5 Welt 91 wenn, wir doch 5 e 1 1155 1155 mich, nur ein jeglicher an seinem Platz uns ein wenn ich das feine Kristall ansehe. Tie — 7 e und e e Herz wahren. e 1 10 der 1115 1 1115 Wir müssen darum all unser Tun einer Tante nur im Flüsterton erzählte, stellte strengen Prüfung unterwerfen. Gradheit eine Löwin dar, majestätisch sitzend auf und Aufrichtigkeit. die 991 einem Ariete, den Schweif nach. ei unserem Handeln sein. Wir wollen art rund her egt. Das einzige Merk⸗ bei unserem Handeln sein. Wir 5 a art rund herumgelegt 9 75 einzig 1 uns auch in unseren 0 92105 Worte würdige 1 5 11 8 ie i ind eine Großmacht. Gute Worte tun mit gelben Pupillen. Das Tier erhielt da⸗ under! schlechte Worte wirken wie Gift. durch Leben, es blickte einen an. Dazu trat 5 de muß e 8 1 058 des feinen ahrhaftigkeit sprechen. Taten und Worte Kristalls hervor, so daß die ganze Figur vergehn zuletzt in der Gesinnung. Wir etwas Ineinanderfließendes haben konnte, müssen strenge Zucht üben in 110 8 um im e e wieder als 8 kenwelt. Hier könne ir alles Böse Glas re slos zu erscheinen, je nachdem e 1 5, eee Wir 2 5 das Licht 17 5 sie fiel. 5 g 5 müssen alle Art von Unreinheit aus unse⸗ Sie trug den Stempel„Baccarat“ am rer Gesinnung ausrotten. Aus reinen Ge⸗ Sockel, und dorther war sie auch mitge⸗ danken erwachsen dann reine Worte und kommen als Beutestück aus dem Krieg gegen reine Taten. In solchem Sinne bitten wir; den Erbfeind unsres Volkes. Der sie mit⸗ „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz.“ gebracht hatte, war längst tot, aber die Ge⸗ Wie der Wunsch nach Reinheit uns alle⸗ schichte, die er dazu erzählte, lebte fort und zeit und überall in unserem Leben be⸗ wurde geheimnisvoll weitererzählt, und wir gleiten soll, hat einmal ein christlicher Dich⸗ Kinder lauschten der Erzählung der Tante ter zum Ausdruck gebracht. Der Dichter und fühlten das Tragische daran, ohne s und Pfarrer ist gerade von seinen Berufs⸗ ganz zu begreifen. Die Geschichte aber gängen in sein Studierzimmer zurückge⸗ lautete: f N N kehrt. Es ist schon Abend geworden. Der Spätherbsttag war es, da ritt ein sunger Mond scheint durch das geöffnete Fenster. Offizier mit seiner Patrouille durch den Seine silberhellen Strahlen gleiten über buntgefärbten Wald. Aufklärungsdienst den Schreibtisch, über das Buch, das noch sollte es sein, aber der immer dichter wer aufgeschlagen daliegt, und über das Blatt, dende Nebel verbot alles weitere Vordringen. darauf er erst noch geschrieben hat. So Man sah kaum noch die Hand vor den hat der Mond in seiner Abwesenheit seine Augen, und mit Sorge blickte der junge Arbeit betrachtet und geprüft: Führer nach seinem Kompaß, um die Rich⸗ „Und es schien der ernste Mond zu fragen: tung nicht zu verfehlen. Kind, mein Kind, was liesest du für Bücher? Plötzlich befand sich die kleine Schar auf Herz, mein Herz, was hast du für Gedanken? einer Anhöhe, der Nebel lichtete sich hier, Mensch, o Mensch, wie stehts ums Tage⸗ und ein entzückendes Rokokoschlößchen lugte werk? kokett zwischen den Bäumen hervor. Ein 3 Schmuckkästchen von außen, ein Liebesnest⸗ chen von innen, erbaut zum Küssen und Kosen, abseits vom Getriebe der Großstadt. Scheinbar unberührt vom Völkermorden stellte es sich dar, nachdem auf wieder⸗ holtes Pochen ein alter grämlicher Diener geöffnet hatte und mit einem„maudits Prussiens“ voranging, der Herrschaft den unwilltommenen Besuch zu melden. Ein reizender blaugoldner Salon; dunkel⸗ lila Astern mit rotem Herbstlaub vermischt, in allen Vasen, ein leiser Duft nach Reseden empfing den jungen Krieger. Es knistert: kaum merklich bewegt sich der seidene Vor⸗ hang, und die Herrin des Hauses im leichten weißen Hauskleid steht inmitten des Rau⸗ mes. Das stolze schwarze Köpfchen hoch er⸗ hoben mit feindseligem Blick, ein kurzes „Que désirez- vous, monsieur?“ Ritterlich klappten die Hacken des Jünglings zusam⸗ men, und tief neigt sich der Kavalier vor der Dame, aber bestimmt klingt die Antwort: „Quartier pendant la nuit pour moi et mes Zens, madame.“ Ein kurzes Auffahren der Dame, ein Sichkreuzen der Blicke beider, dann ein leichtes Aufatmen mit kurzer Hand⸗ bewegung:„La maison est à votre dispo- sition.“ Leicht rauscht die Schleppe, er steht allein. „Voran, Leute, das Haus durchsucht, ob nichts Verdächtiges vorhanden ist! Die Wachen ausgestellt, wir bleiben hier!“, so klingt im nächsten Augenblick der Befehl. Schleunigst wird alles durchsucht, nichts, was Verdacht erregt, findet sich. Die alte Dienerschaft und die junge schöne Herrin sind anscheinend die einzigen Bewohner. Der junge Führer hatte sich selbst den hübschen Salon und das nebenanliegende Schlaf⸗ gemach, das dem abwesenden Herrn des Hauses zu gehören schien, zum Quartier aus⸗ gesucht, als er Lärm hört und hinzueilend erfährt, eine alte Dienerin wolle nicht leiden, daß auch das Zimmer ihrer Herrin durch- sucht werde. In demselben Augenblick tritt diese selbst, vom Lärm herbeigelockt, aus der Tür. Wieder kreuzen sich zwei Augenpaare, das eine haßerfüllt, das andere höflich kühl und ritterlich zugleich.„Vous m'assurez, madame, qu'il my a rien dans cette chambre?“—„Rien, que pourrait vous nuire.“—„C'est bien.“ Ein kurzer Befehl an die Soldaten, und die Leute entfernen sich. Das Zimmer blieb unberührt, nur eine Wache nahm vor der Tür ihren Posten ein, nachdem der Offizier mit Befriedigung bemerkt hatte, daß die zweite Tür in das Zimmer führte, das er selbst bewohnte, also jeder weitere unbe⸗ wachte Verkehr aus diesem Zimmer un⸗ tkköglich war. Nach dem Salon zurückgekehrt, fand er einen leckern Imbiß aufgetragen. Ein leich⸗ tes Ueberlegen, dann gibt er dem herbei⸗ geschellten Diener den kurzen Befehl, daß die Dienerschaft mit den Leuten draußen zu essen habe, und läßt zugleich durch ihn der Herrin des Hauses die Aufforderung überbringen, mit ihm zu speisen. Kurz darauf erschien der Diener mit einem zwei⸗ ten Gedeck, und gleichzeitig ging eine leichte Bewegung durch das Zimmer. Ohne daß der Offizier es bemerkt hatte, war die Dame des Hauses aus der Tür ihres Zim⸗ mers, die der blauseidene Vorhang verdeckte, eingetreten. Eine kurze Verbeugung, die Sporen klirren. Ein zierlicher Sessel wird herbeigerückt. „Vous comprenez, madame?“ und eine einladende Handbewegung. Höhnisch und verachtungsvoll die Mundwinkel verziehend, neigt sie stumm ihr Köpfchen, läßt sich in den Sessel gleiten, nimmt von jeder der ihr höflich gereichten Platten eine Gabel voll. Nachdem sie von allem einen Bissen genommen hat, lehnt sie sich mit der ab⸗ lehnendsten Gebärde zurück und stiert schwei⸗ gend in die eine Ecke des Salons, bis der junge Mann seinen dem langen Ritt ent⸗ sprechenden gesunden Hunger gestillt hat. Er versucht nicht, ein Gespräch anzuknüpfen, da eine durch das ganze Wesen der Dame zur Schau getragene Abweisung ihm verbietet, die ihr aufgezwungene Lage noch zu ver⸗ schärfen. Schweigend legt er Messer und Gabel hin. Sie erhebt sich. Ein kurzes „merci, madame“ ist die Quittung auf ihr feindseliges Benehmen. Ehe er sich versieht, hat sie das Zimmer verlassen. (Fortsetzung folgt.) Bilder aus dem Uriegsgefangenenlager Gießen. Von Professor Dr. Fritz Schmoll, Hauptmann d. Res. a. D. (Fortsetzung.) In übersichtlicher Weise war die Anlage des ganzen Lagers gegliedert, Kompagnie⸗ revier neben Kompagnierevier, jedes einen geräumigen Hof umschließend und durch⸗ zogen von den schnurgeraden, breiten Lager⸗ straßen, das Ganze blitzend sauber und wohl kanalisiert, überragt von den Wachkanzeln und den Geschütztürmen, deren bloßes Vor⸗ handensein den Insassen die Lust zu Auf⸗ ruhr und Ausbruch gründlich zu nehmen geeignet war, Und welch freundliches Aus⸗ sehen hatte das Lager im Sommer, wenn zum lachenden Sommerschein, der auch die braunen Baracken verschönte, die schmucken Garten- und Blumenanlagen hinzukamen, in deren Herstellung besonders die Fran⸗ zosen Meister waren und worin die einzel⸗ nen Kompagnien wetteiferten, nachdem schon im Frühling die Blüte der Kirschbäume einen unendlich feinen Schimmer über einen Teil des Lagers ausgebreitet hatte. Wie malerisch erschienen aber auch die Gruppen der Lagergebäude im silbernen Mondlicht oder im hellen Schein der hohen elektrischen Bogenlampen! Werfen nere eine fangene eil darin vorf den. Er 1 einem Hol 1 1 9 eegras or ein Kopfkif eine bis dr den die B gestellt, je breiter Re der zum A zur Einna Schreiben Gesamtrau fangenen entfällt; e geräumt, Bedarfsgec zubewahren Umzug vo mit angese Menge vo losem, ein Gefangense zeichnet si Wandschm heimelnder statten der die Barac der Decke Daß das einem deu lich sein, mit Holz, französisch heiten zu sicherten aus Fran fangenscha zernen Be dern stets liegen mi natürlich sich die Kisten au Sessel un belegt nic beleuchtete Oefen au kleine He fangenen terial für wöhnlich den, liefen mat. Be der Zubet sind gerad diese kna Leser gez. Gießener ager in sprechend daß sie i durch ihn ifforderung ssen. Kurz inem zwei⸗ eine leichte Ohne daß war die ihres Zim⸗ g verdeckte, gung, die Sessel wird und eine hnisch und verziehend, üßt sich in jeder der eine Gabel nen Bissen it der ab⸗ iert schwei⸗ 1s, bis der Ritt ent⸗ llt hat. Er nüpfen, da Dame zur verbietet, ch zu ver⸗ desser und zin kurzes ng auf ihr ch versieht, enlager moll, 85 hie Anlage ompagnie⸗ edes einen nd durch⸗ ten Lager⸗ und wohl zachkanzeln oßes Vor⸗ t zu Auf⸗ u nehmen iches Aus⸗ ner, wenn r auch die schmucken nzukamen, die Fran⸗ die einzel⸗ dem schon irschbäume über einen atte. Wie Gruppen Mondlicht elektrischen 35 Werfen wir nun einen Blick in das J n- nere einer Wohnbaracke! Daß jeder Ge⸗ fangene ein Bett mit Sprungfedernmatratze darin vorfindet, kann nicht erwartet wer⸗ den. Er muß sich mit einer Pritsche oder einem Holzbett begnügen; doch erhält er einen Strohsack, dessen Füllung auch in Seegras oder Papierschnitzeln bestehen kann, ein Kopfkissen und je nach der Temperatur eine bis drei Decken. Nach Möglichkeit wer⸗ den die Betten getrennt voneinander auf⸗ gestellt, jedenfalls so, daß ein möglichst breiter Raum in der Baracke frei bleibt, der zum Aufenthalt der Bewohner am Tage, zur Einnahme des Essens, zum Lesen und Schreiben usw. dient. Die Ausmessung des Gesamtraums ist derart, daß auf jeden Ge⸗ fangenen eine Bodenfläche von 2¼ am entfällt; es ist ihm also Platz genug ein⸗ geräumt, um in Kisten und Kasten seine Bedarfsgegenstände und Habseligkeiten auf⸗ zubewahren, und man muß einmal einen Umzug von einer in eine andere Baracke mit angesehen haben, um zu wissen, welche Menge von Gepäck, wertvollem und wert⸗ losem, ein Gefangener bei länger dauernder Gefangenschaft ansammelt. Manche Baracke zeichnet sich auch aus durch künstlerischen Wandschmuck und macht einen geradezu an⸗ heimelnden Eindruck. Breite Fenster ge⸗ statten den Eintritt reiner Luft und machen die Baracke hell und freundlich, auch in der Decke befinden sich Lüftungsklappen. Taß das Dach wasserdicht ist, dürfte in einem deutschen Lager ebenso selbstverständ⸗ lich sein, wie die Dielung des Fußbodens mit Holz, während ein Holzfußboden in französischen Lagern zu den größten Selten⸗ heiten zu gehören scheint. Wenigstens ver⸗ sicherten mir in diesen Tagen Heimkehrer aus Frankreich, daß sie in fünfjähriger Ge⸗ fangenschaft in keinem Lager einen höl⸗ zernen Bodenbelag angetroffen hätten, son⸗ dern stets auf Stein- oder Lehmboden hätten liegen müssen. Tische und Schemel fehlen natürlich nicht, in vielen Fällen fertigen sich die Gefangenen aus dem Holz von Kisten auch mehr oder weniger begueme Sessel und Liegestühle an, die mit Decken belegt nicht übel aussehen. Die elektrisch beleuchteten Baracken sind mit mächtigen Oefen ausgestattet, vielfach wurden auch kleine Herde gestellt, auf denen die Ge⸗ fangenen mit Vorliebe kochten. Das Ma⸗ terial für diese Küchen, zu denen sich ge⸗ wöhnlich bestimmte Gruppen zusammenfan⸗ den, lieferten die Sendungen aus der Hei⸗ mat. Besonders die Franzosen waren in der Zubereitung ihrer Speisen Meister, sie sind geradezu die geborenen Köche.— Schon diese knappen Ausführungen werden dem Leser gezeigt haben, daß die Baracken des Gießener Lagers wie diejenigen der übrigen ager in Deutschland durchaus zweckent⸗ sprechend angelegt und eingerichtet waren, daß sie ihren Insassen vor allem auch in ————— gesundheitlicher Beziehung jedweden nur möglichen Schutz boten. Kein Wunder, daß die Serstellungskosten eines solchen Lagers von der Größe des hiesigen rund zwei Millionen Mark betrugen! Wenn man ferner bedenkt, daß zu diesen Wohnbaracken noch die zahlreichen Küchen⸗ und Vorratsräume hinzukommen, die Bade⸗ und Waschanstalt, vor allem aber die neu⸗ zeitlich eingerichtete und ausgestattete Ent⸗ lausungsanstalt, die jeder neu ankommende Gefangene durchlaufen muß, so versteht man wohl, wenn in den ersten Briefen in die ferne Heimat das Gefühl der Dankbarkeit und Befriedigung oft in überschtbänglichen Worten sich Ausdruck verschafft. Natürlich darf man solche Aeußerungen der Zufrie⸗ denheit nicht allzusehr überschätzen; man darf eben nicht vergessen, daß der neu ein⸗ gelieferte Kriegsgefangene aus dem Schützen⸗ graben kommt, daß er vielleicht Jahr und Tag in steter Todesgefahr geschwebt hat und nun den Frieden, die Sicherheit und die verhältnismäßige Bequemlichkeit eines deut⸗ schen Lagers zunächst äußerst wohlkuend empfindet. Daß derselbe Mensch sich nach einiger Zeit viel weniger befriedigt und beglückt über seinen Aufenthalt in dem⸗ selben Lager ausspricht, ist in vielen Fällen beobachtet worden und bedarf wohl keiner besonderen Erklärung: Der Zaun von Stacheldraht oder die Bretterwand, die den Gefangenen von dem Verkehr mit der Außen⸗ welt abschließen und an welchem entlang der Landsturmmann vom Bewachungsba⸗ taillon seinen Patrouillengang ausführt, der Gehorsam, der von jedem Gefangenen gegen⸗ über dem deutschen Vorgesetzten gefordert werden muß, die Strenge, die bei aller Gerechtigkeit walten muß und ein sorgloses Wohlleben unmöglich macht, kurz: die Tat⸗ sache der Kriegsgefangenschaft an sich läßt eine objektive Würdigung dessen, was mit vieler Mühe zum Wohle der Gefangenen in Deutchsland geschehen ist, bei diesen selbst nur schwer aufkommen. Viele, man kann sagen, die meisten Klagen von Kriegsge⸗ fangenen über schlechte Behandlung in Deutschland sind daher mit größter Vor⸗ sicht aufzunehmen; sie entstammen zumeist einer augenblicklichen Verärgerung oder einem Zustand inneren Grolls, der sich eigentlich weniger gegen deutsche Personen oder Einrichtungen wendet, vielmehr als Ausdruck einer ohnmächtigen Auflehnung gegen ein widriges Geschick zu bewerten ist. Unter diesem Gesichtspunkt sind m. E. auch die Namen der deutschen Lagerkom⸗ mandanten und Offiziere zu betrachten, deren Auslieferung oder Aburteilung die Entente jetzt verlangt. Wenn z. B. auch der Inspekteur der Kriegsgefangenenlager im ehemaligen 18. A.⸗K., General Kosack, auf der französischen Auslieferungsliste prangt, so weiß jeder gewesene Kommando⸗ führer, daß dieser Offizier zwar die unent⸗ 36 behrliche Disziplin straff aufrecht erhalten serer Kirche“. Er schilderte die gu sehen wollte,— warum hätte man sonst Not auch in sozialer Hinsicht, die auchn die Gefangenenlager überhaupt unter mili⸗ der„neuen“ Zeit vorhanden sei und wol tärische Leitung und Aufsicht gestellt— immer vorhanden sein würde, um dam daß er aber jeder unvorschriftsmäßigen Be⸗ an einer ganzen Reihe einzelner Lehen handlung der Gefangenen mit äußerster gebiete zu zeigen, wie die Kirche sich sehn Energie entgegentrat und ihnen gegenüber immer bemüht habe, helfend einzugreisg stets ein hohes Maß menschlichen Mitge⸗ und sozial zu wirken. Daß sie auch fühls und Wohlwollens an den Tag legte. Zukunft nicht in ihrer Arbeit müde werden Diese Randbemerkungen führen uns aber würde, ohne nach Dank und Anerkennun schon zu einem neuen„Bilde“ hinüber, des Staates zu fragen, der die kirchlit der Behandlung der Kriegsgefangenen im und freie Liebestätigkeit ja doch nicht vill allgemeinen. entbehren könne, wurde ebenso überzeuge (Fortsetzung folgt.) dargetan, wie es als ihre Pflicht hinge 5 stellt wurde, immer neue Wege zum Herze 1 des deutschen Volkes zu suchen, um ihm gu Uleine Mitteilungen. der e ee der Seda 10 S 9. F ar abends 8 Uhr einem neuen 2 ufstieg zu verhe fen. Jusz⸗ wird unten He ic Wollher 5 besondere dürfte auch der Hinweis auf die Beuern in der Johanneskirche einen Vor⸗ Schaffung neuer kirchlicher„Sitten“ und trag halten über seine Erlebnisse als Mis⸗ die dazu gegebenen Beispiele die zahlreich sionar in Kamerun und als Kriegsgefange⸗ Zuhörerschaft lebhaft interessiert haben Ju ner. Bei Ausbruch des Krieges geriet Wal⸗ übrigen war der Vortrag so vielseitig un ther in französische Kriegsgefangenschaft und inhaltsreich, daß auf Einzelheiten in diesen hatte namentlich in Afrika recht Schweres kurzen Bericht nicht eingegangen werde zu überstehen; er ist ein Redner, der in kann. Jedenfalls hat er einen tiefen Ein packender und anschaulicher Form zu be⸗ druck hinterlassen.„Erwähnt sei noch, daß richten weiß, so daß zu seinem Vortrage Herr Görlach mit bekannter Meistersch eine große Anzahl von Teilnehmern zu den Abend durch eine Bach'sche Fuge aß erwarten ist. Die Gesangsabteilung des der Orgel einleitete und mit einem P Evangelischen Arbeitervereins wird bei die- sions⸗Präludium und Gebet würdig abschloß ser Veranstaltung einige Lieder vortragen. * Kirchliche Anzeigen. Im Dekanate Gießen wird demnächst die Sonntag den 29. Februar. Reminiszerk, Wahl zum außerordentlichen Landeskirchen⸗ a tage stattfinden. In die außerordentliche Gottesdienst. Dekanatssynode wurden gewählt aus der zn der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uh Matthäusgemeinde Landgerichtsrat Pf N 19* 11 Uh: Kinder Neuenhagen, Kreispfandmeister Schaefer, als Parker Liesmabor. orm(i or! 1 5 1 Stellvertreter Rektor Knauß, Frau Schwö kirche für die Matthäusgemeinde Pfarker bel,— aus der Markusgemeinde Mahr.. Abends 6 Uhr: Pfarrer Becht Reallehrer Haggenmüller, Frau Erb, als Beichte und Feier des heiligen Abendmahl Stellvertreter Kaufmann Borrmann, Hal- für Matthäus⸗ und Markusgemeinde. De lenmeister Malkomesius,— aus der Lu⸗ Gemeindepfarrer erbitten vorherige Anm kasgemeinde Geh. Kirchenrat Univer⸗ dung. Montag den 1. März abend fe e ne e de ee de e ee mann Voller, Universitätsprofessor Dr. Eger männlichen Jugend der Matthäusgenene aus der Fohannesgemeinde Pro.. Mittwoch den 3. März abends d un fessor Dr. Weimar, Eisendreher Müller, als Passionsgottesdienst: Pfarrer Becker.— Stellvertreter Rentner Klein, Polizeibe⸗ Donnerstag den 4. März abends ½8 Uhr amter Sier. Vereinigung der konfirmierten weiblichen 0 Jugend der Matthäusgemeinde. Am Sonntag abend fand in der Stadt⸗ In der Johanneskirche. Vorm. 9½ Uhr; kirche die zweite Winterveranstaltung des Pfarrer Bechtolsheimer.— Vorm. II Uhr Minde a r Bencheschen. Kinderkirche für die Lukasgemeinde Pik 5 5 grützung?⸗ rer Bechtolsheimer. Abends 6 Uhr; worten des Vorsitzenden, der leider mit⸗ aue F i teilen mußte, 506 d angefagten 1 5 Pfarrassistent Dr. Bingel.— Abends 8 Uhr: lischen Darbietungen infolge unvorherge⸗ Bibelbesprechung im Johannessaal. 7. sehener Hindernisse ausfallen mußten, hielt Montag den 1. März abends ½8 l Pfarrer Sattler aus Wieseck seinen Vor⸗ Vereinigung der konfirmierten männlichen trag über„Die soziale Sendung un⸗ Jugend der Lukasgemeinde. CTT— Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Undversitäts⸗Buch⸗ und Steindruczer R. Lange, Gießen. Gemei Fr. 10 Dies i Mannes, ihren ver nem eigen was den Seele be die es il dieses bei miteinand unserm E Wir ste der wir Heilands sollen. V bleibendes und ihre ist, leucht gleich mi über in leben in jenige de geleuchtet nach uns Es sink das beste, zu achten gar viele der Verg ragen, di mal den sich trage recht weif und was ist nur d wirklich das tut mittelbar zwar zur gibt Din kann, me sich das willst du dir das wider die daß es in die Ve der und Vergange vernünfti Glaubst man die