* die Tochtg em anden urch Messeg In ihren. er gerade guf den Me.. du Hilfe ge m die Uebel von einge? gehört, und Rückkehr de N in der Mitte Festung von!“ porhänge und vor unbe⸗ er von einen“ die sich aber“ rte, die Sache“ handle sich! den; nur ay bpffen worden, erlust verur⸗ ließ. 4 genauer er⸗⸗ lem, was er“ Schilderung ng der Z. 5 und Pracht alles über⸗ dem Metall“ Herrlichkeit isch zart, ein nan es nur“ die Tochter“ n Jahre alt“ e seither in en und jetzt zeitweiliges lauen Augen, in die Welt“ ieder bebend ßen Gewand, der Mutter en National⸗ ung folgt.) 5 n. ericordias * auen vereine. 98 97 Uhr: 1 js 11 Uhr: usgemeind::“ n. 9¼ Uhr: gs 11 Uhr: les gemeinde!“ beginnen die r). 1 — Steindruckere onntagsgruß Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 6 Gießen, Jubilate, den 25. April 1920 9. Jahrg. Das Lied der Minder. Psalm 8, 3. Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet. Es war am Sonntagmorgen, bevor der Gottesdienst begann. Die Stadt hatte ein ganz anderes Aussehen als sonst: es war. still auf den Straßen und freien Plätzen, wirklich„lirchenstill“, nur wenige Menschen sah ich, darunter solche, die das Gesangbuch in den Händen hatten. In den Anlagen merkte man so recht deutlich den Frühling. — Blütenduft auf Schritt und Tritt, grün die Bäume, mild die Luft, darüber jubelten die Lerchen. Da trat, als die Glocken zu klin⸗ gen anfingen, ein kleines, etwa vierjähriges Mädchen aus einem Hause auf die Straße. Man sah es dem Kinde an, daß es aus den Händen der Mutter kam, frisch gewaschen, Sand.— Soeben hält der Zug noch inn Ein Besuch im Uloster Czenstochau. Aus dem Kriegstagebuch des Hauptmanns d. R. Amtsgerichtsrat Trümpert, Gießen. Am 2 3. September 1915 war die 25. Res.⸗ Division aus den Kämpfen an der Jasiolda (nordwestlich Pinsk) herausgezogen worden. Am 22. September wurde meine Batterie in Siedlee verladen. 22. 9. 15. Nun sehen wir doch Polens Hauptstadt. Ueber Nowo⸗Minsk kamen wir um 5 Uhr nach Praga. Die Bahn fährt um diese Vorstadt herum, und man hat einen schönen Blick auf die Stadt Warschau mit den spitzen Türmen römisch⸗katholischer und den strahlenden Zwiebelkuppeln vieler russi⸗ scher Kirchen, alles vergoldet vom Licht der untergehenden Sonne. Aber auch hier, wie an der Jasiolda, Sand, Sand und nochmals er⸗ reinlich und hübsch gekleidet, besonders die halb Warschaus an. Da stürzen mehrere blaue Schleife in den blonden Haaren gab hundert Juden, meist Jünglinge und Mäd⸗ der Kleinen ein sonntägliches Aussehen. Wie chen, auf den Zug los und bieten schreiend das Kind hinaus in den Frühling trat, fing es an zu singen. Es sang, wie Kinder in diesem Alter singen, ein Lied ohne Worte und ohne Melodie, aber ein Lied, das aus dem Herzen kam. Kinder leben im Lande des Unbewußten, so hat Luther einst von seinem vierjährigen Sohne Hans gesagt: Dieses Kind ist wie ein Trunkener, es lebt und weiß nicht, daß es lebt. So sang auch das kleine Mädchen, es sang, ohne sich dessen bewußt zu sein, vom Frühling, vom Leben, von der großen Hoffnung, die sein Herz erfüllt. Einige Tage vorher hatte ich ein Rudel kleiner Knaben gesehen. Es waren — das konnte man schon an den neuen Schulranzen sehen— solche, die in derselben Woche zum erstenmal zur Schule gegangen waren. Fröhlich kamen sie daher, einer hinter dem andern, auch sie sangen ein Lied ohne Worte und ohne Melodie, sie sangen heraus aus der Lebensfülle, die in ihnen ist. Alle diese Kinder singen Gottes Lob, sie preisen den Gott, der ihr guter Vater im Himmel ist. Um der Kinder willen dürfen wir Er⸗ wachsenen jetzt nicht verzagen und klein⸗ gläubig sein, wir müssen den Kleinen Lebens⸗ freude und Lebenshoffnung erhalten. Gott gebe, daß die, die in der eisernen Zeit des Krieges geboren sind und jetzt auf der Straße ihr Lied ohne Worte und ohne Melodie singen, einst das neue Deutschland schauen und Gott dafür preisen, daß er ihren Vätern und ihnen aus Knechtschaft und von hartem Drucke geholfen hat. H. B. Bier, Wurst, Zigaretten, Andenken an War⸗ schau u. dgl. m. an. Ein Jüngling stürzt in seinem Eifer über die Schienen, und all seine Herrlichkeiten fliegen auf die Erde. An Forts vorüber geht die Fahrt über den mächtigen Weichselstrom. Neben der Eisenbahnbrücke, über die wir fuhren, wurde eine zweite, die gesprengt war, wieder⸗ hergestellt. Auch die andere war von den Russen gesprengt, aber nach der Einnahme Warschaus schnell wiederhergestellt worden. Bei einem erstmaligen Halt erfolgte ein neuer Ueberfall auf den Zug, dieses Mal von christlicher Bevölkerung. Umherliegende Trümmer von Eisenbahnwagen erinnern daran, daß es bei solchen Massentrans⸗ porten auch Zusammenstöße gibt. Als die Stadt unseren Blicken entschwindet, ist über ihr der Mond leuchtend am abendroten Himmel aufgegangen. 23. 9. 15. Die Nacht war bitter kalt. Heute früh ist alles weiß von Reif. Um 2 Uhr wurde ich(als Transportführer) auf einer Station geweckt und gefragt, ob die Truppe hier die ihr zustehende Abendverpflegung haben wollte, es sei eine halbe Stunde Aufenthalt. Da alle schliefen, verzichtete ich darauf. Aber nun fahren wir noch immer und sind noch lange nicht an der nächsten Verpflegungsstation. Wie angenehm wäre es, etwas Warmes zu bekommen; doch die Sonne scheint, und das stimmt froh, auch bei leerem Magen. 5 4 66 In der Nacht fuhren wir an Rogow vor⸗ bei, wo wir am 28. März nach den Kar⸗ pathen verladen wurden. Der große Ring auf der Karte ist also geschlossen. Wer hätte gedacht, als wir am 18. März unsere Stellung bei Gut Dembsk(an der Bzura) verließen, daß wir nach 6 Monaten auf der hinter der damaligen feindlichen Stellung herführenden Bahnlinie fahren würden, und zwar von Warschau kommend. Nein, nicht von Warschau, sondern viel weiter östlich her, von der 330 Kilometer östlich der Bzura fließenden Jasiolda. Um ½9 Uhr vormittags mußten wir in Stradom, einem Vorort von Czenstochau, aussteigen. Auch die Pferde wurden aus⸗ geladen, nur unsere Fahrzeuge blieben auf den Wagen. Alle Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften wurden in die Ent⸗ lausungsanstalt geführt, eine riesige, sehr gut eingerichtete Anlage. Unsere Kleider, Stie⸗ fel und Decken wurden zusammengepackt und wanderten in den Desinfektionskessel, wäh⸗ rend wir selbst ein warmes Bad nahmen und uns mit Schmierseife reinigten. Seit 9 Monaten das erste warme Bad! Welch eine Wohltat! Als wir unsere Kleider wieder erhielten, strömten sie einen beißenden For⸗ malindunst aus. Nun haben wir aber einen neuen Adam angezogen. Doch wie lange wird die Läusefreiheit vorhalten? Nachmittags. Da wir bis 3 Uhr Zeit hatten, konnten wir einen lange gehegten Wunsch erfüllen und das 25 Minuten von der Anstalt entfernte Kloster Czenstochau, das Nationalheiligtum Polens, besuchen. Vorüber an Villen in neuzeitlichem Stil, durch einen gutgepflegten Stadtpark kamen wir zum Kloster. Der Turm der Kloster⸗ kirche ist äußerst graziös. Die Kirchenglocken hängen aber nicht im Turm, sondern an einem großen Holzgerüst im Klosterhof. Das Innere der alten Klosterkirche in traulichem Dämmerlicht stimmt sehr an⸗ dächtig. Es fand gerade Hochamt statt, wozu ein Chor sang. Der Hochaltar mit dem von Edelsteinen glitzernden Bild der schwarzen Madonna, deren Nachbildung man in jedem Hause in Polen findet, ist von einem Reichtum, wie ich ihn noch nicht gesehen habe. An den Wänden rechts und links des Altars hängen von oben bis unten von Kranken gestiftete Tafeln, Herzen, Beine, Arme u. dgl. aus Silber. Um das architektonisch schöne, auf einem Kegel, der eine weite Fernsicht bietet, gelegene Kloster führt ein Rundgang auf dem alten Festungs⸗ wall(das Kloster war befestigt) und gewährt einen erhebenden Blick auf die Stationen des Leidensweges Christi, herrliche Kunst⸗ werke, die auf dem mit gärtnerischen Anlagen hübsch geschmückten, äußeren Wall errichtet sind. Der Rückweg führte uns an einem im⸗ posanten Denkmal Kaiser Alexanders II. vorbei zur Anstalt, wo wir, von unserm Ausflug sehr befriedigt, uns des guten Mittagessens mit prächtigem deutschen Bier erfreuten. 5 Abends. Nicht lange nach der Abfahrt von Stradom kamen wir in Preußisch-Herby auf deutschen Boden. Nun fuhren wir bei herrlichem Sonnenschein durch schönen deut⸗ schen Wald. Welch ein Glücksgefühl, wieder einmal auf deutschem Boden zu sein! Es gibt nur ein Deutschland, und heute mehr denn je, darf das Bewußtsein, ein Deutscher zu sein, uns mit Stolz erfüllen. Frischgrüne Wiesen, auf denen das Grum⸗ met in Haufen sitzt und das Vieh friedlich weidet, gepflügte Aecker mit brauner, deut⸗ scher Erde, freundlich winkende Menschen, liebe Kinder, die sich über die fröhlichen Soldaten freuen und nichts ahnen von dem furchtbaren Ernst der Zeit, fliegen an uns vorüber. Im nahen Dorf läuten die Abend⸗ glocken, ein langentbehrter Heimatklang. Ist das friedliche Land Deutschland, das, von Feinden rings umgeben, hart um sein Da⸗ sein kämpft? Wir öffnen eine Flasche Wein und stoßen darauf an, daß es uns vergönnt sein möge, nach erlangtem Frieden als Sieger in das teure deutsche Vaterland zurückzukehren! Immer näher kommen wir der lieben Heimat, aber nicht lange mehr, dann wird sich die Fahrt wenden, und wir eilen wieder weg, weit ab von der heimatlichen Scholle, Denn die Reise geht, wie wir vermuten, nach dem serbischen Kriegsschauplatz. Geschichten und Bilder aus Alt⸗Gießen. (Fortsetzung.) 2. Die Familie des Johann Melchior Pistor. Die Aufzeichnungen, die Johann Melchior Pistor gemacht hat, sind ausführlicher als die des Kastenmeisters Becker, sie finden sich in einem festgebundenen Buche, in dem aber nur 12 Seiten beschrieben sind, der weitaus größte Teil des Buches weist unbeschriebene Blätter auf. Pistor gibt uns hier folgende Beschreibung seines Lebens:„Johann Mel⸗ chior Pistor, bin geboren 1755 d. 31. May, Mein Vatter wahr weyland Johann Hein⸗ rich Pistor, Borger und Becker wie auch Adjutand bey der Löbliche Borgerschaft all⸗ hier. Meine Mutter war Elisabetha eine ge⸗ borene Faberin. Meine Eltern sind mit frühzeitig gestorben und unter der Formund⸗ schaft habe müssen stehen. Da ich nun mein Glaubensbekenntnis(hier fehlt wohl das Wort abgelegt“) und zum Disch des hei⸗ ligen Abendmahls gegangen wahr, so hat mein Fohrmund mich die Becker⸗Profession lernen lassen und ich, da meine Lehrjahren vorbey wahren, mich entschlossen auch unter die Fremten zu gehen und meine Profession ferner zu untersuchen. Im Jahre 1774 bin ich von hier abgereißt und 1784 wieder gesund hier angekomen und haben mich bel meiner Schwester auf gehalten, bis im Jahre 1786 habe selbst anzu zu begeben Junfer D hann Jact allhier in und habe 1786. Da meine Be habe mick ergreiffen Zunft, beg mich gekos 14. Nover chior Loni gelehnt un ben. Weil! 5 ventt hab Buff copu Seegen ut February Schwager lassenes 2 garten we worden, e bezogen h seegnet m 5 Uhr M gethaufft baden sit Frech un Melchior Schwiege ihm die Christian am Leber Hieran terer Ze auf Pfin, Johann schon be alten Pi ihm wer Weiter hann M am 28. Sophia kinder de Zeit in aufgezeic Ueber Pistor ft gebohren paten sin rina we gewesene auch Kir liche To Candida Amtmai christlich nette C Jacob? schen Bier lbfahrt von zisch⸗Herby n wir bei zönen deut⸗ hl, wieder sein! Es heute mehr u Deutscher das Grum⸗ eh friedlich uner, deut⸗ Menschen, fröhlichen n von dem en an uns die Abend⸗ atklang. Ist „ das, von m sein Da⸗ Flasche Wein 8 vergönnt Frieden als Vaterland der lieben dann wird ilen wieder hen Scholle. vermuten, atz. lt⸗Gießen. o hann un Melchior hrlicher als e finden sich in dem aber der weitaus ibeschriebene ier folgende ohann Mel⸗ d. 31. May. hann Hein⸗ r wie auch jerschaft all⸗ tha eine ge⸗ 1 sind mir r Formund⸗ h nun mein wohl das sch des hei— ahr, so hat r-Profession Lehrjahren 1 auch unter e Profession re 1774 bin 784 wieder en mich beh is im Jahre — 6 1786 habe mich entschlossen meine Sache selbst anzufangen und mich in den Ehestand zu begeben. So habe mich mit der Ehrsame Junfer Dochter Johannette Carolina, Jo⸗ hann Jacob Braun universitäd Buchdrucker allhier in ein Ehe verlöbnis Ein gelassen und habe mich versprochen d. 27. September 1786. Da nun durch umstänte noch nicht meine Beckerprofession konnte betreiben, so habe mich entschlossen, die Handlung zu ergreiffen und habe mich in die Kramer Zunft, begeben d. 31. October 1786, dessen mich gekost hat 97 fl. mit allen unkosten. d. 14. November dito habe bey Johann Mel⸗ chior Loni Erben die untersten zwey Stuben gelehnt um darin meine Handlung zu trei⸗ ben. Weilen ich noch kein Eigen Haus hatte. D. 3. Decemb. 1786 auf d. zweiten Ad⸗ ventt habe ich mich durch Herrn Pfarrer Buff copuliren lassen und habe durch Gottes Seegen unsere Handlung angefangen, d. 16. February 1787 haben ich meinen Sehlichen Schwager Jacob Kohlermann sein nachge⸗ lassenes Wohnhaus samt Stall und Hinder⸗ garten welches auf dem rathhaus verstrichen worden, erkauft vor 1540 Gulden, und wir bezogen haben d. 30. Mertz 1787. 3.— ihre Mutter Sophia Henrietta Catharina eine geborne Lammersin.“ Kulturgeschichtlich interessant ist eine Notiz, die der Schreiber dieses Hausbuches über das Begräbnis seines Schwiegervaters und über die dabei entstandenen Kosten macht. Er schreibt: „D. 1. Aug. 1793 ist mein Schwieger Vatter Joh. Jacob Braun gestorben des nachmittags zwischen 3 und 4 uhr und be⸗ ertigt den 3. Aug. des Morgens um 5 Uhr, alt war er 75 Jahr 5 Monat 18 Tagen fl kr dem Parrer 1— dem Magister— 30 dessen Oppermann— 30 dem universität Gerttener vor den Wagen zurecht machen— 30 Vor die 2 paarten 80 Vor 2 sticem träger ein 28 kr. 8 der toden Frau 1 30 Beym Anziehen vor ½ mas wein et brandwein und 8 Weck— 38 Bey der Beerdigung den Caffe et 10 Weck— 50 dessen gleichen vor 1(unleserlich, soll wohl heißen Dutzend) Bretzeln 1— D. 3. January 1788 hat uns Gott ge⸗ seegnet mit einem Söhnlein zwischen 4 und 5 Uhr Morgens, dito ist es den Tag auch gethaufft worden 6ten Januar Seine Thauf⸗ baden sind gewesen Herr Vetter Henrich Frech und Johannette Christina Johana Melchior Plocks Eheliebste und mein Herr Schwiegervatter Jacob Braun, welcher sie ihm die Namen mitgetheilt haben Johann Ehristian Jacob so lang als Gott will noch am Leben ist.“ Hieran schließt sich ein Eintrag aus spä⸗ terer Zeit, der den Wortlaut hat:„1801 auf Pfingsten confermiert geworden.“ Dieser Johann Christian Jakob Pistor ist, wie wir schon bemerkt haben, später Inhaber des alten Pistorschen Geschäftes geworden, von ihm werden wir noch zu reden haben. Weitere Einträge besagen, daß dem Jo⸗ hann Melchior Pistor und seiner Ehefrau am 28. Dezember 1789 eine Tochter Maria Sophia geboren wurde. Auch die Paten⸗ kinder des Ehepaares werden, wie es in alter geit in Gießen stets üblich war, gewissenhaft aufgezeichnet. Ueber die Herkunft seiner Frau macht Pistor folgende Angaben:„Meine Frau ist gebohren d. 16. Märtz 1755. Ihro Tauf⸗ paten sind gewessen Junfer Johanette Catha⸗ rina weiland Herrn Joh. Moritz Völkers gewesenen Raths⸗ und Gerichts Schöffen auch Kirchenältesten alhier hinterlassene Ehe⸗ liche Tochter 2) Herr Carl Gersten Juris Candidatus damaliger Schreiber bey Hrn Amtmann zu Köhnigsberg welcher ihr den christlichen Namen mitgetheilt habe Johan⸗ nette Carolina. Der Vatter wahr Johann Jacob Braun universitäts Buchdrucker und 2—————— Vor den Leichen Sarck 2 große Thaler 5 30 dem Schlosser vor 4 Ring et Schraube 43 Summa 18 33 dem toten Gräber 11 30 hat das mit aller Beertigung ge⸗ kostet Summa 20 3.“ (Fortsetzung folgt.) Urgroßtantens Raritätenschrank. Von Helma Esselborn. (Fortsetzung.) Sie wirkte in ihrer Umgebung wie ein zierliches Porzellanfigürchen, das sich in einem Schaukasten unter schwer⸗ goldne Ehrenpokale und edelsteinbesetzte Ratsketten verirrt hat. Marietta, so nannte sie die Mutter, war aus Eifersucht von der wilden Schwarzäugigen Zitta ge⸗ stochen worden, so viel hatte Fritz in Er⸗ fahrung gebracht. Die Verbrecherin war bereits abgeführt, als er hingekommen war. Der kraftstrotzende Marko war die Ursache des Streites. Er war von der Baronin zum Schwiegersohn auserwählt worden und hatte auch allem Anschein nach Verlangen, das zarte, zerbrechliche Wesen sein eigen zu nennen; denn das verzweifelte Gebah⸗ ren beim Anblick seiner blutenden Braut legte Zeugnis ab von einer tiefen Leiden⸗ schaft für das Elfenkind. Ob freilich früher die schwarze Zitta nicht ebensolche Gefühle bei ihm erweckt hatte, oder ob er nur der schwarzen Hexe so sehr gefiel, das gelang dem jungen Medikus nicht zu ergründen. Genug, Zitta hatte der kleinen Marietta eine Szene gemacht und war schließlich tät⸗ lich geworden, als ihr Marietta ruhig er⸗ klärte, sie solle Marko nur nehmen, ihr sei es am liebsten so, sie wolle ihn gar nicht. Zitta hielt dies für Spott und stach zu. Merkwürdig ruhig war bei diesem allem die Mutter geblieben. Sie hatte in ihrem wechselvollen Leben so vieles von Liebe und Leidenschaft erlebt und kannte das leicht erregte Zigeunerblut so gut, daß der ganze Vorgang sie kalt ließ. Nachdem sie vom Arzt vernommen, daß keine Gefahr vor⸗ liege, brachten ein paar halblaute ruhige Worte Ordnung in die Bande, und jeder ging, als sei nichts geschehen, und tat, was die Baronin befahl. Fritz legte die nötigen Verbände an, empfahl Ruhe für die Kranke und versprach, am andern Tage wieder nachzusehen. Auf einen Wink der Baronin drückte ihm ein älterer Zigeuner ein Ma⸗ schenbeutelchen mit goldnen Münzen in die Hand, doch mit energischer Bewegung schob er es zurück. Ein feines Lächeln um die Mundwinkel der Baronin— das einzige, das je jemand an ihr sah— gab Zeugnis, daß sie den Vorfall bemerkt hatte. Das alles hatte uns der Fritz erzählt. Er ging jetzt täglich zu Marietta. Die Kleine fieberte und war auch durch die Aufregung und den großen Blutverlust ge⸗ schwächt, so daß die Bande tagelang still⸗ liegen mußte. Fritz war nicht böse darüber, das Empfinden hatten wir alle, und 50 die Krankenbesuche so häufig gerade not⸗ wendig waren, ist auch fraglich. Er war halt sehr gewissenhaft, 2 5 die Sache hätte beinahe ein schlimmes Ende für ihn ge⸗ nommen. Art paßt zu 7 und daß das Elfenkind besser zu Fritz als zu dem wilden Marko paßte, das lag auf der Hand, und in den acht Tagen hatten die jungen Her⸗ zen Feuer gefangen. Unser Fritz stand hell in Flammen und war bereit, jede Dumm⸗ heit zu begehen. Der alte Kantor hatte auch Lunte ge⸗ rochen und sprach ganz ernsthaft mit mei⸗ nem Vater darüber. Dieser riet ihm, die Sache gehen zu lassen und nicht durch Widerspruch noch Oel ins Feuer zu gießen. Zwei Tage später kam aber die Geschichte zum Klappen. Die jungen Leutchen mögen recht unvorsichtig gewesen sein, und die Zigeunermutter hatte wohl auch schon etwas gemerkt. So wie so stand die Abschieds⸗ stunde bald bevor; denn die Wunden waren fast geheilt. Mit den abenteuerlichsten Plä⸗ nen im Kopf schlich Fritz noch spät abends ums Lager herum, als er plötzlich einen Ruck im Rücken spürte und dann das Be⸗ wußtsein verlor.(Fortsetzung folgt.) Kleine Mitteilungen. Am 27. April feiert Herr Rektor Knauß sein 50jähriges Dienstjubiläum. Die Ver⸗ dienste, die sich der bewährte Mann um unsere Schule erworben hat, sind allen Be⸗ 6 wohnern der Stadt Gießen bekannt. seiner langjährigen Amtswirksamkeit wa es ihm stets ein heiliges Anliegen, in er Linie ein Erzieher der Jugend zu sei den Charakter der Heranwachsenden z stärken, aus ihnen treue, für die Allgemein⸗ heit brauchbare Menschen zu machen. Da dabei das Lernen nicht zu kurz kam, brauch nicht gesagt zu werden. Viele danken ihm i diesen Tagen, daß er ihnen für den harten Lebenskampf wertvolle Antriebe mitgegeben, mit ihnen nach dem Psalmwort gehandelt hat: Ich will dich unterweisen und dir den* Weg zeigen, den du wandeln sollst. In diesem Geiste hat der Jubilar auch als Schulleiter gewirkt. Auch um unsere Kirchen⸗. gemeinde hat sich Herr Rektor Knauß, be⸗ sonders in seiner Eigenschaft als Kirchen⸗ vorsteher der Matthäusgemeinde, verdient gemacht. Wie er mit seinem Herzen zum Glauben und zur Religiosität unseres evan⸗ gelischen Volkes steht, hat er durch 95 ein⸗ dringliche, ergreifende Rede gezeigt, die er am 5. Januar 1919 in der Versammlung in Sachen„Trennung von Staat und Kirche“ in der Johanneskirche gehalten hat. Möge dem rüstigen und tatkräftigen Manne noch manches Jahr der gesegneten Wirksamkeikt beschieden sein! 4 Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 25. April. Jubilate. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, 1 zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ ten aus der Markusgemeinde: Pfarrer Becker. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Mahr.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde: Pfarrer Mahr. Montag den 26. April abends 8 Uhr: Jahresversammlung des eins für Innere Mission. Predigt: Pfarrer Schäfer aus Darmstadt. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Ehristenlehre für die Neukonfirmier⸗ ten aus der Johannesgemeinde: Pfarrer Ausfeld.— Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer.— Abends 8 Uhr: Bibel-⸗ besprechung im Johannessaal. 5 f Evang. Arbeiterverein.. Sonntag den 25. April: Beteiligung am Jugendtag, s. Programm des Wartburg⸗ vereins. Dienstag den 27. Abril und Samstag den 1. Mai abends 8¼ Markussaal(Kirchstr, Vortrag über„Einführung in die Musik“. Wartburg⸗Verein. 5 Abends 8 Uhr in der„ Fa⸗ milienabend. Ansprache: Herr Prof. D Dr. Schian. Deklamatlonen, 19 lische Darbie⸗ tungen des Blas⸗ und Streichchors sowie von Freunden des Vereins und der Ge⸗ sangsabteilung. Programme in der Musi⸗ kalienhandlung Busch und bei allen Mit⸗ gliedern. Berantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Ster R. Lange, Gießen. Oberhessischen Ver 1. Mose mir wor! was spra schw Erst Wen schen bez keit mit sein Leb Mensch, verkaufte recht! E einer 2 großes das ihr können. Merkma Augenb! ee. beherrsch eine üb Recht f ist ein! Man jungen Zukunft streuen Händen jetzt du finanzie fassen! frieden, macht Goldref Ernst u kann u bruche Am auf rel schen m Gottes das Fr Volk lä mal ei! ist der, das Le Herr zi Weg d täglich