Weise be⸗ vester zu für Arme eihnachts⸗ ine Bitte gebens an mit Geld lten auch n er noch tachtsfeier Im per⸗ on außer⸗ nmenheit. Apostels deren mit t, aber er chkeit und en Natur n, hierbei und arm, chen. Ein in dem rden war. schiedenen rührender sein, daß Abonnent es“ war, er einmal zeschichten was das rinitatis. „Stiftung uiden. 8 8 Uhr, nfirmier⸗ Pfarrer Pfarrer Kinder⸗ Pfarrer gs 8 Uhr, nfirmier⸗ Pfarrer r: Pfarr⸗ 11 Uhr: e: Pfarr⸗ r: Bibel⸗ Pfarrer 1 die für Ausflüge legt.— m. Wald⸗ m Heim. iltung im Heim.— igent bis et Diens⸗ ste Sing⸗ teindruckerel onntagsgruß Gemeindeblatt fur die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 36 Gießen, 15. Sonnt. n. Trinitatis, den 12. Septbr. 920 9. Jahrg. Der Unsichtbare. 1. Kor. 13, 12. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort, dann aber von Angesicht zu Angesicht. In Heinrich Zschokkes, des zu Unrecht Ver⸗ gessenen, schöner Novelle„Das Loch im Aermel“ schreibt Josephine Walter in einem Brief an Konrad Eck, dem sie in jungfräu⸗ licher, reiner Liebe ergeben ist, an entschei⸗ dender Stelle:„Ich hätte nie den Mut gehabt, Ihnen das mündlich zu sagen; aber fern von Ihnen hörte meine Schüchternheit auf. So glaube ich, hat der Mensch nur darum den Mut, zu Gott zu beten, weil er ihn nicht sehen kann.“ Ein Wort, das zum Nachdenken zwingt. Wem Gott nicht nur philosophischer Begriff, sondern lebendige Wirklichkeit ist, persönliche Majestät, Ur⸗ wesen allen Geistes, den muß ein Zittern befallen bei dem bloßen Gedanken, er müßte je in seinem irdischen Sein vor das Antlitz Gottes selber treten. Er fühlt, daß er im gleichen Augenblick zu Asche werden müßte, und nur den einzigen Wunsch hätte, daß auch sein inneres Wesen in nichts zerfalle. Den Mut, überhaupt zu dem Allgewaltigen zu beten, kann er nur gewinnen, eben weil er ihn nicht sieht. Aber auch dieser Ge⸗ danke, einmal im vollen Ernst erfaßt, müßte uns wohl vor Scham vergehen lassen in Er⸗ innerung daran, wie wir zumeist zu Gott zu beten uns unterfangen. Geschieht es auch nur annähernd mit der gleichen Schüchtern⸗ heit, mit der wir schon an einen geistig und materiell uns überragenden Menschen mündlich oder schriftlich— herantreten, wenn wir von ihm etwas erbitten wollen? Und doch vermag ein wirklich frommer Mensch nicht ohne Gebet zu bestehen. Dazu gehört aber, daß er ein lebendiges Emp⸗ finden der Persönlichkeit Gottes in sich hat. Ebenso wird sein Sehnen bleiben, mit Gott als dem Vater irgend einmal in eine un⸗ mittelbare Berührung zu kommen, so wie es schon von Mose heißt:„Der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht“, oder, wie Paulus sagt:„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort, dann aber von Angesicht zu Angesicht“. Dieser höchste und letzte Wunsch ist einfach im Wesen des Menschen begründet, das auf Gemeinschaft, nicht auf Isolierung angelegt ist. Ueberdies können wir Menschen, zu⸗ gleich ins Körperliche gestellt, uns auch den Geist, selbst den erhabensten, nicht— wenn ück, i worden. Jetzt, wo ich weiß, daß ich nach wir uns ganz genau prüfen— ohne eine 5———— irgendwie sich bekundende Zusammenge⸗ schlossenheit denken. Das Höchste, was wir kennen, ist die Persönlichkeit, das selbst⸗ bewußte Ich, Dieses aber ist stets für unser Erfassen an irgendeinen Wesensausdruck ge⸗ bunden, sonst zerfließt das unrettbar ins Wesenlose, ins zerflatternde und zerfallende Nebelhafte, Unwirkliche. Von dem Wie der Persönlichkeitserscheinung können wir uns sehr oft keine Vorstellung machen, erst recht nicht von der Gottes, aber ohne das Daß kommen wir menschlich nicht durch. Ist das unbiblisch gedacht? Wohl nicht. Paulus zunächst sagt:„Gottes unsichtbares Wesen, das ist, seine ewige Kraft und Gott⸗ heit, wird ersehen, so man das wahrnimmt, an den Werken, nämlich an der Schöpfung der Welt“. Das Weltall ist die sichtbare Hülle Gottes, in der sein Geist zur Aus⸗ wirkung kommt. Sein Persönlichkeitscharakter ist aber noch zu geschlossenerem, menschlich faßbarerem Ausdruck gekommen. Und das in Christus. Als Philippus ihn bittet:„Herr, zeige uns den Vater, so genüget uns“, er⸗ widert er:„Wer mich siehet, der siehet den Vater; wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater?“ Und ebenso ruft er den Obersten der Pharisäer zu:„Wer mich siehet, der siehet den, der mich gesandt hat.“ Erst von hier aus, von der Wirklichkeit des über die Erde gegangenen Gottmenschen Jesus aus, bekommen wir den Mut, aber auch das Recht zu dem Wunsche, Gott schließlich auch einmal„von Angesicht zu Angesicht“ zu sehen, ohne ins Nichts zu zer⸗ stäuben. Möglich ist das aber nur deshalb, weil im Menschen selbst etwas Göttliches, Gottverwandtes ist. Sollten wir ihn nie sehen, kann es nur geschehen, weil wir selbst freventlich die durch und in Christus vermittelten Bande der Verwandtschaft mit Gott zerschnitten haben. In Gewaltmärschen bis zur Marne. Aus dem Kriegstagebuch des Hauptmanns d. R. Landgerichtsrat Trümpert, Gießen. (Schluß.) Gegen 3 Uhr fahren wir ab. An die Loko⸗ motive ist ein offener Güterwagen gehängt und auf diesen sind einige Stühle gestellt worden. Die Eisenbahner, lauter Bayern, sind sehr freundlich gegen den verwundeten Offizier. Die große Eisenbahnbrücke über den Chiersfluß bei Bazailles war von den Franzosen gesprengt und von unseren Eisen⸗ bahntruppen durch eine Holzbrücke ersetzt Hause komme, lassen meine Nerven nach, und ich möchte am liebsten weinen. Wenn mur der Krieg bald vorüber wäre! Aber das wird nicht der Fall sein. Da gehört man aber vorne hin zur fechtenden Truppe. Doch, wenn ich denke, noch einmal von Frau und Kindern Abschied nehmen zu müssen, jetzt, wo ich erst recht weiß, was es heißt, in den Krieg ziehen, das wäre sehr hart, und doch wird es so kommen. Wir nähern uns Montmédy gegen 7 Uhr. Unter dem Berg, auf dem das einen schönen Anblick bietende Fort liegt, war die Bahn hindurchgeführt. Diesen Tunnel haben die Franzosen alle 40 Meter gesprengt, so daß es unmöglich war, ihn wieder aufzuräumen da die Erde immer wieder nachrutschte. Zu der Arbeit waren Bergleute aus Deutsch⸗ land geholt worden. Da bauten die Eisen⸗ bahntruppen in 6 Tagen eine 4 Kilometer lange Umgehungsbahn, die in Montmédy selbst einige Häuser mitten durchschneidet. Vor dem Tunnel führt eine sehr hohe Steinbrücke über das Tal, ähnlich wie bei Friedberg. Diese war merkwürdigerweise un⸗ zerstört. Ihre Zerstörung hätte wohl größere Schwierigkeiten für unsere Eisen⸗ bahner geboten, wie die Sprengung des Tunnels. Vor der Hand geht kein Verwundetenzug ab. In der Güterhalle sorgen katholische Schwestern und Brüder gut für die Verwun⸗ deten und Kranken und verabreichen Kakao und Brot mit Schmalz. Der Bahnhofskom⸗ mandant erzählte mir, daß hier in den letzten zwei oder drei Tagen 18 000 Verwundete abtransportiert worden sind. Mitten in der Nacht werde ich in einen Transportzug verbracht, der um 3 Uhr abfährt. 19. 9. 1914. In Esch gibt es morgens schwarzen Kaffee und trocknes Brot. Bei dem andauernden Regen, der heute nacht ein⸗ gesetzt hat, muß ich viel an unsere armen Truppen draußen denken. In Diedenhofen haben wir zwei Stunden Aufenthalt, den ich benutze, um mir den Bart abnehmen und die Haare schneiden zu lassen, damit ich manierlicher aussehe, wenn ich heimkomme. Bei dieser Gelegenheit kann ich mir auch endlich Gesicht und Hände waschen, an denen noch das Blut von meiner Verwundung klebt; ich konnte seither keines Waschwassers habhaft werden. Während ich über den Ge⸗ müsemarkt gehe, höre ich nur französische Laute an mein Ohr schlagen. Sind das die deutschen Brüder, für deren Zugehörigkeit zum Reiche wir kämpfen? In angenehmer Gesellschaft fahre ich nach Trier weiter, wo ich mit einem Reisegefährten warm zu Mittag esse und eine feine Flasche Wein trinke. Ich habe ein ganz schlechtes Ge⸗ wissen gegenüber den Kameraden im Feld, daß ich es nun so gut habe. Aber die Kräf⸗ tigung tat wohl, und meine Stimmung ist wieder gut. Ich freue mich sehr, heimzu⸗ kommen zu meinen Lieben, denen ich eben 142— telegraphisch meine Ankunft gemeldet habe, und auch, wenn ich gesund bin, wieder ins Feld gehen zu können. Bei Sonnenschein führt mich der Zug durch das schöne Mosel⸗ tal nach Koblenz. Kein Mensch fragt, woher ich komme, wohin ich fahre. Ich habe keinen Ausweis und strebe nur weiter zu kommen der Heimat zu. Wenn ich Glück habe, kann ich morgen früh nach siebenwöchiger Ab⸗ wesenheit wieder zu Hause sein! 20. 9. 1914. Bei meiner Ankunft in Koblenz stand ein Personenzug nach Gießen fahrbereit. Leider war niemand vom Roten Kreuz zu sehen. Ich konnte mir nur im Wartesaal belegte Brötchen holen, und dann ging es in den andern Zug. Leider blieb der Zug um 12 Uhr nachts in Limburg liegen. Sanitätsleute nahmen sich meiner freundlich an, ließen mich ruhen, gaben mir erwär⸗ menden Kaffee und brachten mich morgens in den Zug Um ½7 Uhr bin ich in Gießen. Es ist Sonntag. Am Bahnhof und in der Stadt sind nur wenige Menschen zu sehen. Wie ein Fremdling komme ich, mein Bündelchen in der Hand, hier an. Als ich unser liebes Heim betrete, an Ilses Bettchen gehe und sie und meine Frau wieder in die Arme schließe, da bin ich tief erschüttert, aber auch voll Dank gegen Gott für seine gnä⸗ dige Führung. Unser liebes, zierliches Kriegsmädel nehme ich beglückt auf den Arm und begrüße die Verwandten im Hause; allmählich empfinde ich aber, daß meine Nerven recht herunter sind und ich der Ruhe bedarf. 16. 10. 1914. Heute erhielt ich von meinem Abteilungskommandeur einen Glück⸗ wunsch zur Beförderung(ich bin am 1. Ok⸗ tober Hauptmann geworden) und zur Ver⸗ a leihung des Eisernen Kreuzes, die ich erst hierdurch erfuhr. Ich habe zwar nur meine Pflicht getan und keine besondere Tat voll⸗ bracht, aber was von uns verlangt wurde, war oft recht schwer. Ich bin sehr froh und dankbar, Ritter des schönsten Ordens zu sein, der die Brust eines Deutschen zieren kann. 6. 12. 1914. Mein Aufenthalt in der Heimat bot mir Gelegenheit, zu sehen, in welch aufopfernder Weise unsere deutschen Frauen und Mädchen tätig sind, um Ver⸗ wundete und Kranke zu pflegen, den Soldaten im Felde warmes Unterzeug zu beschaffen, überall zu helfen und Not zu lindern. Ich war jetzt noch einmal 8 Tage von Darm⸗ stadt aus, wo ich seit einem Monat Garnison⸗ dienst tue, in Gießen auf Urlaub. Immer näher rückt der Tag, an dem ich mich wieder von meinen Lieben losreißen muß, um erneut in den männermordenden Krieg zu ziehen, einem ungewissen Schicksal entgegen, Als ich gestern vor dem Schlafengehen mit meiner Frau an die Bettchen der Kinder trat, Ilse über die zarten blonden Locken strich, ihre liebe kleine Hand küßte, überman friedlich die nicht kann! Na ch tember lusten, a Am folg infolge( an seine wenn ie Anfang Stellung zusamme Mein R einen f Hirson e später be schweren schaete, einer Kl Regimen feuerte, wieder an Offiz deur, G wundet Verwun! vision in nach der dert, wo zember unter d von Ja darnach Regimen Erlebnis Mit l Bear Mittle Wir kon schieren, 7½% Uhr Zweiund Waldblö wurde i Da erhe uns ein pfiffen u der nur Lichtung waren, u bekannte Euch em Diese nach de Oberleut Spitze d worden, tanten det habe, eder ins nenschein e Mosel⸗ t, woher be keinen kommen be, kann ger Ab⸗ kunft in ch Gießen m Roten nur im ind dann blieb der g liegen. reundlich r erwär⸗ morgens 1. Es ist er Stadt Wie ein elchen in er liebes gehe und ie Arme ert, aber ine gnä⸗ zierliches auf 9 im Hause; iß meine der Ruhe ich von ten Glück⸗ m 1. Ok⸗ zur Ver⸗ e ich erst ur meine Tat voll⸗ t wurde, froh und rdens zu en zieren t in der sehen, in deutschen um Ver⸗ Soldaten beschaffen, dern. Ich n Darm⸗ Harnison⸗ Immer h wieder nuß, um Krieg zu entgegen. gehen mit er Kinder en Locken küßte, da e übermannte mich der Schmerz. friedlich weiter. Wie glücklich sind die Kinder, die nicht ahnen, kann! Am folgenden Tag mußte Hauptmann v. H. infolge Erkrankung in die Heimat; ich wäre an seiner Stelle Batterieführer geworden, wenn ich Anfang Oktober wurde die 0 aus der Stellung bei Servon, das zusammengeschossen wurde, 5er Mein Regiment machte bei schönstem Wetter einen fast friedensmäßigen Marsch über Hirson nach Lille. Westlich dieser Stadt und später bei Ppern nahm die Division an den schweren Kämpfen teil. Besonders bei Wyt⸗ schaete, wo das Musftktorbs der 168er, in einer Klosterruine stehend, den Sturm des Regiments durch militärische Weisen an⸗ feuerte, hatte das Res.⸗Feld⸗Art.⸗Rgt. 25 wieder schwere Verluste,„namentlich auch an Offizieren. Auch der deur, General von Helldorf, wurde ver⸗ wundet und starb später an den Folgen der Ve rwundung Ende November wurde die Di⸗ vision in Lille verladen und über Berlin 05 dem russischen Kriegsschauplatz beför⸗ dert, wo sie in der Zeit vom 6. bis 17. De⸗ ber an der Schlacht bei Lowicz⸗Sanniki unter dem neuen Kommandeur, General von Jarotzky, erfolgreich teilnahm. Bald darnach kam ich wieder zu meinem alten Regiment und kann von meinen späteren Erlebnissen vielleicht ein andermal erzählen. mit den 116 ern bei Gravelotte. Von Berthold Ebel. Bearbeitet und herausgegeben von Dr. Karl Esselborn. (Fortsetzung.) Mittlerweile begann es bereits zu düstern. Wir konnten nun wieder in Sektionen mar⸗ schieren, und als wir, es mochte etwa um 7½ Uhr gewesen sein, an einem Häuflein Zweiundsiebziger, die kampfesmüde auf einer Waldblöße lagerten, vorbeigekommen waren, wurde in Kompagniekolonne aufmarschiert. Da erhob sich mit einem Male dicht vor uns ein heftiges Infanteriefeuer. Hageldicht pfiffen uns die Geschosse über die Köpfe. In der nur mit hohen Waldbäumen bestandenen Lichtung, worin wir nunmehr eingebogen waren, war es nahezu dunkel. Da ertönte die bekannte Stimme unseres Obersten:„Mocht Euch emol do eninn!“ Diese Bewegung durch dichtes Unterholz nach der linken Flanke war kaum durch Oberleutnant Kißner avertiert und an der Spitze des fünften Zuges kaum begonnen worden, als sie durch den Regimentsadju⸗ tanten sofort widerrufen wurde. nicht verwundet w 2 g 1 5 0 i det, worden wäre. in Reserve stehenden Kompagnien des Regi⸗ ö wie hart das Leben sein Ilse schlief herrschenden Dunkelheit, den vielen Kom⸗ mandorufen, dem Getöse des Waldgefechtes vor uns war es nicht möglich, die bereits in das dichte Gebüsch eingedrungenen Sek⸗ Nachwort. Am Nachmittag des 15. Sep⸗ tember wurde Servon unter schweren Ver⸗ lusten, auch für mein Regiment, gestürmt. en des fünften Zuges zurückzurufen. Die Kompagnie ging nun auf Befehl etwas zurück. Generalmajor von Wittich erschien persönlich, 1 zunächst etwas mehr Ruhe und bewirkte alsdann durch das mehr⸗ mals gegebene Signal„Stopfen“, daß das allmählich ganz Gewehre in Divisionskomman⸗ der Himmel war sternenlos. Bei der stück Feuer von uns allmählich aufhörte. Alle ments wurden nunmehr noch weiter zurück⸗ genommen. Das zweite B Bataillon setzte die Kompagniekolonne hinterein⸗ ander und durfte sich in der Nähe der Ge⸗ wehre niederlegen. Oberleutnant Kißner, der endlich mit den Sektionen des 5. Zuges zurückkam, brachte uns erst die Gewißheit, daß die Kompagnie keine weiteren Verluste zu beklagen hatte. Im übrigen wurde es bekannt, daß Leut⸗ nant Kraus von der 2. Kompagnie einen Schuß durch den Arm erhalten hatte und vie le Mannschaften gefallen waren In dem Walde war es furchtbar feucht, Eine bittere Kälte schüttelte die Knochen zusammen, dazu kam eine trockene Kehle und ein knurrender Magen.“ Fröstelnd hüllten wir uns in unsere Regenmäntel. In unserer Nähe wurde ein Verwundeter bei Laternenschein verbunden. Alle Augenblicke fiel ein Schuß, und alles fuhr hell auf aus dem Schlafe. Die Leib⸗ kompagnie unseres Regiments war auf Vor⸗ posten. Ich lag mit Oberleutnant Kißner zusam⸗ men in dem Graben des Waldweges, der dicht an unseren Gewehren herführte. Er war 915 ein Freigeist bekannt, und in dieser Nacht fragte er mich, ob ich an Gott und eine Unsterblichkeit glaube. Auf dem Waldwege selbst Batterie, die sich verfahren hatte. Am nächsten Tag wurde um 4½ Uhr im ersten Nebelgrauen angetreten, durch Rechts⸗ schwenken eine etwas veränderte Front ge⸗ wonnen und Gefechtsstellung von dem Ba⸗ taillone genommen. Die zweite Kompagnie stand vor uns in Schützenlinie und unsere, die siebente, in Kompagniekolonne im zwei⸗ ten Treffen. stand eine (Fortsetzung folgt.) Die evangelische Kirche im freien „Rechtsstaat“ Polen. Es ist immer dasselbe!— Die Kirchen⸗ gemeinde Garnsee(Westpreußen) besitzt seit 1909 im Kreise Graude nz in Groß⸗Schön⸗ brück ein Grundstück, auf welchem sich das alte Schulgebäude mit Stall, Scheune und A Zubehör befindet. In der alten Schulklasse ist ein Betsaal eingerichtet, die alte Lehrerwohnung mit dem ganzen Grund⸗ ist verpachtet. Ohne der Kirchen⸗ gemeinde Mitteilung zu machen, hat plötz⸗ lich der jetzige Gemeindevorsteher, der pol⸗ nische Lehrer, das ganze Grundstück mit Land meistbietend neu verpachtet. Die evan⸗ gelischen Bewohner Groß⸗Schönbrücks haben versucht, sich die Pacht zu sichern, bis die Sache klargestellt ist, und haben auch mit 1300 Mk. das Meistgebot abgegeben. Nach dem schließlichen Protokoll hat aber der polnische Amtsvorsteher mit einem Meist⸗ gebot von 1320 Mk.(J) den Zuschlag er⸗ halten! Das Bethaus samt Zubehör ist für die Kirchengemeinde um so unentbehrlicher, als der Ort Schönbrück durch die Grenze von seinem Kirchenort abgetrennt werden wird und eine eigene kirchliche Versorgung erhalten muß. 5 Ein anderer Fall! Die evang. Kirchen⸗ gemeinde Obernik besitzt ein eigenes Ge⸗ meindehaus, das Warnitzstift. Sie benutzte es und braucht es für alle Nebengottes⸗ dienste, die Sitzungen der öffentlichen Kör⸗ perschaften, Familien-⸗(Gemeinde-) Abende, Diakonissenstation, Jugendpflege, Konfir⸗ mandenunterricht, Wohnung der Kleinkinder⸗ lehrerin, Altersheim, Unterbringung der 10000 Bände umfassenden Pfarrbibliothek usw. Im April 1919 wird es nun als Quartier und Bureauraum militärisch be⸗ schlagnahmt, obwohl in der Stadt 3 Gast⸗ häuser mit Sälen, das leerstehende Wohn⸗ haus des Landrats, auch leere Privatwoh⸗ nungen vorhanden sind. Auch nach Abzug der Garnison im Februar 1920 wird es der Gemeinde nicht zurückgegeben, vielmehr auf Anfrage mitgeteilt, durch die polnische Regierung sei das Gemeindehaus zur Er⸗ richtung eines Jugendheims und eines Krankenhauses bestimmt. Im April 1920 stellt das Städtische Mieteinigungsamt das Gemeindehaus einem Verein zur Errichtung von Kleinkinderschulen zur Verfügung und setzt die Miete auf 1000 Mk. jährlich fest, während sie 6000 Mk. betragen mußte. Der Pfarracker, dessen Nutznießung zum Stellen⸗ einkommen des 1. Geistlichen gehört, wird von einem polnischen Brauereibesitzer, offen⸗ bar als Pächter beackert. Alle Beschwerden sind nutzlos] Die Gemeinde soll offenbar planmäßig ihres seit 100 Jahren ihr recht⸗ mäßig zustehenden Besitzes enteignet werden. Sobald ein Pfarrhaus durch Ableben oder Versetzung des Pfarrers frei wird, sind die Gemeinden eiligst bemüht, sofort eine Neu⸗ besetzung der Pfarrstelle zu erwirken, damit nicht das leerstehende Pfarrhaus von irgend einer amtlichen Stelle beschlagnahmt wird. Es liegen mehrere Fälle vor, wo trotz An⸗ wesenheit des neuen Stelleninhabers das renovierte Pfarrhaus militärisch beschlag⸗ nahmt und völlig abgenutzt wird, obwohl Gasthaussäle mit geeigneten anderen Räu⸗ men am Orte sind. Die Zuständigkeit der die Entscheidung treffenden Behörde ist eine Frage, die nicht in Betracht zu kommen scheint. Der Starost — 144— (Landrat) eines westlichen Kreises verweigert dem neuberufenen Hilfsprediger die Einreise⸗ genehmigung aus Deutschland, weil nach Angabe des— polnischen katholischen— Magistrats ein Bedürfnis für Neubesetzung der Hilfspredigerstelle nicht vorliegt. Dem Pfarrer hat seit je ein Hilfsprediger zur Verfügung gestanden, da die Parochie 93 Ortschaften und Abbauten umfaßt. Es ist immer dasselbe. In 1000 Einzel⸗ heiten werden in fortgesetzter Politik der Nadelstiche Schwierigkeiten über Schwierig⸗ keiten gehäuft, um den Evangelischen und Deutschen das Leben zu verleiden. Von den Evangelischen aber gilt das Wort: Was mich nicht umbringt, macht mich stärker. Kirchliche Anzeigen. Sonntag, den 12. Sept., 15. n. Trinitatis. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfir⸗ mierten aus der Matthäusgemeinde: Pfarrer Mahr.— Vormittags 9½ Uhr: Pfarr⸗ assistent Ramge.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfarr⸗ assistent Ramge. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfir⸗ mierten aus der Lukasgemeinde: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Ausfeld.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde: Pfarrer Ausfeld.— Am Sonntag den 19. September findet im Hauptgottesdienst Beichte und Feier des heil. Abendmahls für Lukas⸗ und Johannesgemeinde statt. Die Gemeindepfarrer erbitten vorherige An⸗ meldung. * Evang. Arbeiterverein. Sonntag, den 12. l. M.: Pilzwanderung. Rege Beteiligung auch der Frauen exwünscht. Abmarsch nachm. 3 Uhr, Ecke Kaiser⸗Allee und Moltkestraße. Führung: Herr Büttner. Aufgenommen: Fritz Reuling, Lackierer, Landgraf-Philipp⸗Platz 6; Minna Laichin⸗ ger, Gartenstraße 30; Elise Baum Wwe., Landgraf-Philipp⸗Platz 10; Wilh. Rinn, Bahnarbeiter, Landgrafenstraße 3; Franz Meier, Schneider, Liebigstraße 37; Arthur Weirich, Kaufmann, Grabenstraße 8. Wartburg verein. Sonntag, den 12. September: 1. Wande⸗ rung der älteren Mitglieder mit Angehörigen nach der Bergschenke. Abmarsch 2 Uhr, Ecke Frankfurter Straße und Liebigstraße(kathol. Kirche). Führer: Rosenbaum⸗Engels.— 2. Wanderung der Jugendabteilung unter Führung der Herren Eugen Eckel und Willi Schön. Abmacsch 2 Uhr vom Heim. Bei un⸗ günstiger Witterung abends 8 Uhr: Vortrag im Heim und Besprechung des Stiftungsfestes im Oktober. Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühb'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange, Gießen. Geme r De Evang. 9 so ge die? im 2 In ih schreibt? Ton will schlossen und muß nicht fra, Sonst sch von den Ton geht zweierlei Einsam Gott— Gehalt un haben An lichst das sprache 1 indem sie weiter Kr furchtbar gnügen zi nichts an der Furch Kämmerle Weise der blicke zu innerlich mehr wur Ruhe eiu Unrast hi! Für de lichem V gegenüber besseren die Einsa für den Seele und dem Jun Kraft, der vernehmbe fordert al gend,„di. weil sie Gemütsru ink für unseres 2 Einsamf samung f weltflüchti die Stille deinen Pl füllen.