rden, so eutf chen die an⸗ brausge⸗ waren, elschalen 9 N de, gehen in den m auch e etwas ner ge 1 Pflege Schwei⸗ bis es r Dinge her dem 0 Urgroß⸗ a Essel⸗ 8 de von empfoh⸗ Beklei⸗ tgegen⸗ jetziger werden. zu sein; e kann handene ose) ge⸗ Luxus, hen. 1g. 2 Uhr: . Uhr: karkus⸗ 6 Uhr: 2 Uhr: ür die ld.— heimer. Lukas⸗ 92 2 Uhr: 2 Uhr: tanden Mahr. 2 Uhr: Lukas⸗ nahls: tittags Kon⸗ einde: Pfarr⸗ ruckerei ihr angepocht habt. onntagsgruß Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nu 14 Gießen, Quasimodogeniti, den II. April 1920 9. Jahrg. Nachdruck verboten. Lichtträger. Zur Konfirmation 1920. Von D. Karl Hesselbacher. Ein wunderliebes Bild hat uns der Maler Rudolf Schäfer gemalt: die fünf klugen Jungfrauen, wie sie dem Bräutigam ent⸗ gegengehen. Hohe goldene Leuchter tragen sie in der Hand, auf denen die gefüllten Ampeln brennen. Der Lichtschein überflutet die weißgekleideten Gestalten, die langen Haare, die wie eine Flut um die Schultern fließen, und die Kränzlein, die sie auf ihren Häuptern tragen. Lauter Licht— lauter Freude! So ziehen sie in den Brautsaal ein 9 zum Fest, auf dem„die Psalmen klingen im hohen Himmelssaal“! Gibt's ein lieberes Bild zum Konfirma⸗ tionstag? Ihr Kinder alle, draußen in den stillen Dörfern unter dem Kranz der Bäume, die ihre ersten Knospen schwellen lassen, und in denen die Amseln ihr Jubellied singen wie einen Willkommruf für euch, wenn ihr über die reingefegte Straße wallt zum Kirch⸗ lein auf dem Hügel! Und ihr Kinder in den Städten, in der großen Schar, die im weit⸗ räumigen Schiff euerer Kirche euch sammelt! Ihr Kinder alle, was möchten wir euch lieber wünschen als solch ein Fest, über dem die hehre Weihe einer reinen lauteren golde⸗ nen Freude schwingt! Und die Freude ist doch so schwer zu finden in dieser Notzeit. Auch ihr Jungen steht, so kindlich heiter ihr durch den Mor⸗ gen eurer Kinderzeit schreitet, doch schon unter dem Druck unserer harten Zeit. Be⸗ kümmert haben Vater und Mutter euch oft angesehen:„Was soll aus euch werden? Wie werdet ihr euch durchfinden durch die Sorge ums Brot und die harte Armut, die vor euch liegt?“ Viele unter 575 haben sich sorgenvoll fragen müssen:„Was für 8 einen Beruf will ich wählen? Und alle Türen schienen geschlossen zu sein, an denen Da will die Freude nicht kommen, die kam, als wir Frieden hatten und vor den Kindern der große Ge⸗ danke stand:„Nun darf ich etwas Ganzes und Tüchtiges werden! Nun geht es hinein in die Zeit der Reife! Jetzt darf ich einen Platz ausfüllen, der 8 zum ganzen Mann, zur wackeren Frau macht!“ Wo ist die köst⸗ liche Zuversicht hinges schwaunden in einer Zeit, in der kein Mensch weiß, was werden soll und was aus den Kindern werden soll? Und doch— Freude soll über euch kom⸗ men, hohe, schimmernde Freude. Die Freude, die dort auf den Gesichtern der Jungfrauen liegt, die hineinziehen in den Hochzeitssaal. Wißt ihr von dieser Freude? Ich will sie euch nennen: das ist die Freude, die ruft „ich darf ein Gotteskind werden! Einerlei wo ich stehe und wo ich wirke, einerlei was ich durchmache an Kämpfen und Nöten— ich darf immer, wohin ich auch geführt werde, zeigen, daß ein Gotteskind aus mir geworden ist. In mir leuchtet das Licht, das aus dem Herzen des herrlichsten Gottes⸗ kindes auf Erden, aus dem Herzen Jesu, herausgeleuchtet hat und das auf mich hereingeschienen ist, daß mein ganzes Sein und Wesen ein Abglanz und Widerschein dieses Lichtes sein darf.“ Sage ich zuviel? Nun, dann will ich euch eins fragen: Ihr jungen Leute, ihr seid doch die Leute einer wahren Begeiste⸗ rung? Ihr jauchzt über die großen und herrlichen Menschen, die ihr kennen ge⸗ lernt habt. Das müßte ein armseliger Junge sein, der sich nicht begeistern könnte für unsere Helden, die hinausgezogen sind in Not und Tod, um Heim und Herd zu schützen. Und das wäre ein jämmerliches Mädchen, das nicht aufjubeln könnte, wo ihr ein Mensch mit einem klaren Auge und mit einer reinen Hand, mit einem Herzen voll Güte und Helfersinn begegnet. Nicht wahr, Kinder, das ist das Schönste und Größte, was es gibt? Hat euch nicht das Herz im Leibe gebrannt, als ihr hörtet von Luther, wie der zu Worms seinen Kopf hinhielt für seinen Glauben?„So einer will ich werden — mich nicht beugen vor der Macht der Menschen!“ Habt ihr nicht euch gelobt, wenn ihr von der Krankenschwester gehört habt, die still und unverzagt hineinschritt zu den Pestkranken und ihr Leben ließ in der Arbeit für die Allerelendesten:„Das ist ein Leben, der Mühe wert, gelebt zu werden! So möchte ich einmal sein— eine Dienerin der Liebe und Treue! War das nicht Freude, so rein und klar, wie sonst keine in der Welt? Und der Herrlichste? War das nicht Jesus selbst, der um euretwillen durch die Nacht von Gethsemane und durch den Jammer des Kreuzes schritt? Und hat nicht euer Herz seinen hellsten Schlag getan, als ihr ihn gesehen habt:„Dir gehört mein Leben! Du hast es dir blutsauer werden lassen um meinetwillen— es soll wahrhaftig nicht um⸗ sonst sein!“ Da floß doch ein Licht über euren Weg! Und nun traget dies Licht hoch über dem Leuchter: das Licht eines Lebens, in dem Jesus der Führer ist. Die Welt braucht so viel Licht. Denn sie ist verfinstert durch den Haß— sie ist krank vor lauter Nacht, in der sie liegt. Ihr seid die Bürger der kommenden Zeit! Bringt ihr, was sie braucht: das Licht der großen Liebe. Ihr müßt ein neues Leben bringen, das lichte Leben des freien Herzens, das nicht sucht und giert nach dem Vergänglichen, sondern daheim ist im Ewigen. Wie wird die Welt licht und klar, wo Licht aus den Herzen der Jugend strömt. Wir Alten sagen immer wieder:„Auf euch hoffen wir! Ihr müßt das neue Deutschland bringen. Ihr müßt es schaffen mit starken und unermüdlichen Hän⸗ den!“ Aber es liegt nicht an den Händen allein, so fleißig die sich regen. Es liegt viel mehr an den Herzen. An euren Herzen, die im Glauben mächtig und unerschrocken werden müssen. Wollt ihr das? In die Hände geben wir euch das Licht— hütet es! Hütet das Licht, das Jesus euch in die B Hände und ins Herz gegeben hat! Und führt uns zum Festsaal, in dem Gottes Hände uns den Tisch rüsten! der vibeljäger. 5 Von Dr. Karl Esselborn. 1 In der Gegend von Alsfeld saß an einem Samstagabend ein Pfarrer in seiner Garten⸗ laube und meditierte über die Predigt, die er am nächsten Tage zu halten gedachte. Da entstand auf einmal ein Geräusch in seiner Nähe, er blickte vom Buche weg und gewahrte zu seiner Verwunderung keine zwei Schritte von sich entfernt einen Hasen, der wahrscheinlich dem Kohl im Garten nach⸗ geschlichen war und bei dieser Gelegenheit sich in die Laube verirrt haben mochte. Beide Teile sahen sich ganz verdutzt einander an, und es schien beinahe, als hätte sie das Unerwartete des Zusammentreffens wechsel⸗ seitig erstarrt, so regungslos waren sie im Augenblick; doch erholte sich der Pfarrer am ersten von seinem Erstaunen und tat, was wohl jeder an seiner Stelle unter diesen Umständen getan haben würde. Er ergriff nämlich das erste, was ihm zur Hand war, „h. die Bibel, und schleuderte sie mit solcher Heftigkeit nach dem armen Lampe, daß er Knall und Fall sein edles Leben verhauchte und alle Viere von sich streckte. „Auch gut!“ sagte der Pfarrer zu sich,„das gibt mir einen stattlichen Sonntagsbraten, den ich mir herrlich schmecken lassen will“. Er nahm also seine unverhoffte Beute, die sich bei näherer Untersuchung als überaus feist und schwer erwies, mit sich ins Haus und dachte, es würde kein Hahn nach der Geschichte krähen. Allein er hatte sich ge⸗ täuscht und sollte noch vielen Verdruß des⸗ wegen haben; denn ein Nachbar, der dem frommen Seelsorger nicht wohl wollte, hatte den ganzen Vorgang mit angesehen und nun 2 ö ö nichts Eiligeres zu tun, als eine Anzeig davon beim Forstgerichte zu machen. Na dem die Sache durch alle Rechtswege 5 N 13 dem Schluß, daß der improvisierte geistliche Nimrod in eine sehr bedeutende Geldbuße verurteilt warde nicht denn gangen war, blieb es bei und noch von Glück zu sagen hatte, gar seines Amtes entsetzt zu werden: die Jagdgesetze waren damals Weil er seiner Schuld überzeugen konnte, versucht er das letzte Mittel und wandte sich a den Landgrafen selber, in einer Bittschrif alles gehörig auseinandersetzend und dem bessern gnädigsten Erme sen anheimstellend. Dieser Schritt hatte dann auch den erwünsch⸗ äußerst streng. ten günstigen Erfolg für ihn und eröffnete ihm auf einmal ö den Ausgang aus dem Labyrinth; denn. der Fürst sah verfügte sofort am Rande: ibel auf die Waffe ein Stück für keinen Jagdfrevler passieren; ich spreche dahero rebus sic stantibus den Pfarrer N. 59 von aller Strafe frei. Ludwig Land⸗ graf.“ „Wer mit der jedoch sich durchaus nicht von den 5 die Sache aus dem richtigen Gesichtspunkte an und Jagd geht und mit dieser Wild erlegt, derselbige kann Geschichten und Bilder aus Alt⸗Gießen. 22. Eine merkwürdige mation. In diesen Frühlingstagen stehen in den beiden Gießener Kirchen viele Kinder als Konfirmanden vor dem Altar. Da mag an eine merkwürdige Konfirmation erinnert Konfir⸗ In dem Verzeichnisse unserer Konfirman⸗ den, das mit dem Jahre 1651 beginnt, findet sich folgender Eintrag: „Am 8. t. Mertz 1770 wurde Fräulein Maria Catharina Christiana von Gerßdorf Herrn Johann Samuel von Gerßdorf, ersten Generals über die Chur Trierische Trou⸗ pen, und Commendanten zu Coblentz eintzige Fräulein Tochter, von Ihro Hochw. Herrn Superintendent D. Benner, in Beysein der beyden Stadtpfarrer meiner des Stadt⸗ pfarrer Dietz, und Herrn M. Schwartzen, Stadt und Burg Pfarrers, wie auch der drey Kirchenältesten des amtstragenden Herrn Ober Bürgermeister und Kirchen⸗ ältesten Herrn Steinbergers, Herrn Kohler⸗ manns und Herrn Wormsers in der Sa⸗ 5 cristey confirmirt. Sie ist in ihren Kinder Jahren in das Catharinen Closter Benedie⸗ tiner Ordens zu Maintz gethan worden, und ist daraus im Anfang dieses Jahres, aus inneren Trieb und göttlicher Ueberzeugung, um die evangelische Lutherische Religion zu ergreifen, glücklich entwichen und anhero gekommen; worauf in der Heilsamen Lehre unsres Glaubens genugsam von mir Endes⸗ unterschriebenem unterrichtet, darauf obge⸗ dachter Maasen confirmiert, am 10. Mertz werden, die in alter Zeit hier erfolgt ist. g zur Beic Genuß de Gießen Wie m taufen, ü haben, 9 1 195 90 Fürsten so gescha richte au, wichenen, der den dieser Ke diese kon bekam, n Superint werden. Urgr * Für m Mein Vi Lunge d Bewußtse ter, und all die führen bi Wochen d bleiche N und sein aber stra Leutchen, Not und fühlten, nahm an Halbpatie und die sehnliches trauten k sich als puppte. mit Jagt verziert, Herrn, u seines ta Eheleutch war eine das Jag und wu lostbarste war es kanne de Mit d e Anzeige hen. Nach⸗ 1 ge⸗ chl uß, daß 1 d in eine eilt ward atte, nicht den; denn erst streng. 1 m von versuchte e sich an Bittschrift und dem mstellend. erwünsch⸗ eröffnete aus dem die Sache an und mit der nit dieser 155 kann ich spreche Pfarrer dig Land- Gießen. onfir⸗ in den nder als mag an erinnert folgt ist. nfirman⸗ beginnt, Fräulein Gerßdorf rf, ersten 2 Trou⸗ 8 Herrn ein der Stadt⸗ )wartzen, auch der ragenden Kirchen⸗ 5 hler⸗ der Sa⸗ Kinder Benedic⸗ den, und des, aus zeugung, Religion anhero n Lehre Endes⸗ if obge⸗ 0. Mertz zur Beichte, und am 11. t. einsdem zum Genuß des Heil. 1 gelassen wurde. Gießen, am 11. t. Mertz, 1770. a Johann Christian Dietz, Definitor, und älterer Stadtpfarrer zu Gießen.“ Wie man in alter Zeit in Gießen Juden⸗ taufen, über die wir früher schon berichtet haben, gern zu einer Haupt⸗ und Stgats⸗ aktion gemacht hat, bei der die hessischen Fürsten und der ganze Adel Paten waren, so geschah dies nach dem vorliegenden Be⸗ richte auch mit der aus ihrem Kloster ent⸗ wichenen, ehemaligen Nonne. Der Pfarrer, der den Unterricht erteilt hatte, wurde zu dieser Konfirmation nicht würdig erachtet, diese konnte, damit sie das nötige Gewicht bekam, nur von„Ihro Hochwürden“ Herrn D. Benner vorgenommen Superintendenten werden. Urgroßtantens Raritätenschrank. Von Helma Esselborn. (Fortsetzung.) Für meine Eltern folgten 1 Wochen. Mein Vater hatte einen Messerstich in die Lunge davongetragen und lag lange ohne Bewußtsein. Treu pflegte ihn meine Mut⸗ ter, und ihrer Liebe gelang es, ihn durch' all die schweren Fieberstunden hindurchzu⸗ führen bis zur Genesung. Als nach langen Wochen die Hochzeit war, da trug der junge bleiche Mann den Arm noch in der Binde, und sein treues Weibchen mußte ihn führen, aber strahlenden Auges kamen die beiden die sich durch die gemeinsame Not und Sorge jetzt doppelt verbunden fühlten, aus der Kirche. Das ganze Dorf nahm an ihrem Ehrentage teil, so daß es dem Halbpatienten fast des Guten zuviel wurde 115 5 junge Frau schließlich die Türe 0 Wie erstaunten aber die Eheleutchen, als Leutchen, es spät am Abend nochmals schellte und ein Bote vom Fürsten kam und ein an⸗ sehnliches Paket abgab. Aber die beiden trauten kaum ihren Augen, als der Inhalt sich als ein wundervolles Kaffeeservice ent⸗ puppte. Jede Tasse und jedes Stück war mit Jagdmalereien in den schönsten Farben verziert, dazu ein Schreiben des hohen Herrn, worin er den jungen Beamten ob seines tapfern Verhaltens belobte und den Eheleutchen Glück und Segen wünschte. Das war eine große Freude, und fortan war das Jagdservice der Stolz der Hausfrau und wurde in Ehren gehalten wie das kostbarste Stück im ganzen Haus, und das war es auch, und dies hier ist die Kaffee⸗ kanne davon. Mit diesen Worten schloß Tante Luise ihre Erzählung. Sachen, „Und die andern Tante, die Tassen, die Zuckerdose, sind die kaput ge⸗ gangen?“ fragte ich harmlos. „Kaput gegangen,“ echote der kleine Karl verständnisvoll. Da fuhr aber die Tante aul uns los. „Kaput gegangen! So etwas und kaput gegangen Was denkt ihr denn, ihr Kinder⸗ gezeug? Bei euch muß alles kaput gehen. Nein, nach unsrer seligen Eltern Tod, da haben wir sie verlost. Wir waren elf Kin⸗ der, jeder hat etwas gekriegt, freilich der eine oft nur Obertassen und der andre Untertassen, aber ich, ich habe die Kaffee⸗ kanne gezogen, und das war das Beste, und jetzt trinken wir Kaffee daraus!“ Damit hob Tante Luise, des Wartens auf die säumigen Gäste müde, den Kaffeewärmer auf und schenkte uns den braunen Trank ein. Nachdenklich 1 0 ich mein erstes Stück Kuchen in die Tasse„aus Liebe“. Irgend etwas am Schluß der Geschichte stimmte mir nicht; die Kaffeekanne sah mich plötzlich so verweist an. Zehn Jahre später kam sie durch meine Hand als Geschenk dahin, wo noch die Reste des alten Jagdservices lebten. 8. Die Zigeunerbaronin. „Tante Luise, gelt du rauchst als?“ fragt Karlchen und deutet auf die schöne silber⸗ beschlagene e die rechts unten im Glasschrank liegt. „Willst du wohl still sein, du Malefiz⸗ bub,“ ruft die Großtante ganz entsetzt,„ein ehrsames Weibsbild raucht nicht. Das hat nur die Zigeunerbaronin getan, von der stammt auch die Tabakspfeife da unten. So was hab ich auch mein Lebtag nicht wiedergesehen, aber prächtig war es doch anzuschauen, wenn sie auf ihrem Wagen thronte und wie ein Mannsbild die Rauch⸗ wolken vor sich her blies.“ „Ja, war denn das eine wirkliche Ba⸗ ronin, Tante, oder habt ihr sie nur so ge⸗ nannt? 7925 „Ja, Kinder, das war eine merkwürdige Geschichte, und ich hab sie so ganz richtig selbst nie begriffen. Was ich davon weiß, das will ich euch erzählen, ob ihrs freilich schon versteht, das ist eine andre Sache.“ (Fortsetzung folgt.) vom Sehen. Wie herzbewegend ist mir doch stets die Bitte jenes Blinden gewesen, der, am Wege vor Jericho sitzend, erfuhr, daß Jesus vor⸗ überkäme, und der dem Heiland auf dessen Frage entgegenruft: Herr, daß ich sehen möge! Als ich kürzlich im Lukasevangelium diese Stelle wieder las, wurde es mir überzeugend klar, daß wir alle in gleichem Falle sind wie jener Blinde; in uns allen ist die Sehnsucht mächtig, die Wahrheit zu er⸗ kennen, klar unsern Weg zu sehen, da wir wie Blinde ihn nicht finden können, den Weg aus dem Dunkel, das uns umgibt, heraus zum Licht. Uns alle erfüllt ein heißes Ver⸗ langen darnach mehr als je zuvor im Leben. Wir preisen jenen Blinden glücklich, der, am Wege sitzend, den großen Helfer aus seiner Not erwarten und ihm seine Bitte selbst sagen konnte. Aber können wir das nicht auch? Ich meine, daß wir ihm unsere Not sagen und ihn um Abhilfe bitten? Klopft er doch oft an unseres Herzens Tür und läßt sich finden, wenn wir aufrichtig mit dem ganzen Sehnen unserer bedrückten Seele ihn suchen. Aber der große Menschenfreund macht eine Bedingung, um helfen zu können, er ver⸗ langt„Glauben“. Um uns aus unserer Not zu retten, müssen wir ihm unser Herz geben, dieses eigenwillige Herz, das uns so lange in der Dunkelheit dieses Lebens in der Irre gehen ließ. Dann winkt uns die Helle, das Licht, und der Blick auf das ewige Ziel, das wir uns nicht mehr verdunkeln lassen wollen. Du bist das Licht, von Gott gesendet, Dein Wort ist wie die Sonne klar, Und wer sich dem hat zugewendet, Der wird erleuchtet wunderbar. Du Licht aus Gott, ich bitte dich: Erleuchte mich, erleuchte mich! Baronin R. An die Eltern oder deren Stellvertreter der Neukonsirmierten, an die männliche evangelische Jugend zu Gießen. Hunderte von jungen Menschenkindern müssen den ersten Schritt ins rauhe Leben unternehmen. Die Jugend, welche sich von einem gewissen Zwange befreit fühlt, will nun wirklich anfangen zu leben. Und so mancher, der zu guten Hoffnungen berechtigt, fällt in den Sumpf des Lebens, um darin zu ersticken. Eltern, sendet uns eure Söhne! Ihr Neukonfirmierten, kommt zu uns! Der Wartburg⸗Verein will mithelfen, daß unsere Jugend zu frohen, innerlich starken Men⸗ schen heranwächst, die, an Leib und Seele gesund, allen an sie herantretenden Arten von Versuchungen widerstehen und beim Aufbau unseres geliebten Vaterlandes helfen können. Politik wird grundsätzlich nicht bei uns getrieben! Wer als Lehrling, jugendlicher Arbeiter oder Schüler für seine freie Zeit ein gemüt⸗ liches Heim, Verkehr mit Altersgenossen, Unterhaltung und Belehrung sucht, ist herz⸗ lich eingeladen, unserem Wartburg⸗Verein beizutreten. Die Mitglieder finden Erholung bei den Unterhaltungsabenden, auf den Aus⸗ flügen, beim Turnen und Spielen im Freien. Die Leseabende und Diskussionen bieten reiche Anregungen, die Vortragsabende über religiöse und andere Fragen(oft mit Licht⸗ bildern! Belehrung und Förderung. Musik⸗ begabten steht der Beitritt zu dem Orchester des Vereins frei. Ebenso werden musika⸗ lische Familienabende, Theateraufführungen, 56 entgegen der helfer Engels, Asterweg 54 III. Uleine Mitteilungen. grafen⸗Aneldoten“ entnommen, das unser im Verlage der Elwertschen Buchhandlung unseren Lesern zur Anschaffung empfehlen. Das Buch enthält eine Fülle von geschicht⸗ lichen Mitteilungen, die seither nur in ganz kleinem Kreise bekannt waren, Mitteilungen, die, wie diese Probe beweist, vielfach humo⸗ geben. 4 Ueber die geplante Einheitsschule hat der Berliner Stadtschulinspektor Dr. Rauh nach ist eine Halbheit und ein Irrweg, sie hemmt die Entwicklungsfähigen, ohne dafür im End⸗ erfolg die soziale Entzweiung zu beseitigen.“ Aus dem Munde eines nichts weniger als „reaktionär“ zu bezeichnenden Pädagogen dürfte dies Urteil beachtlich sein. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 11. April(Quasimodogeniti). In der Stadtkirche. Samstag den 10. April, machmittags 2 Uhr: Beichte für die Konfir⸗ manden aus der Matthäusgemeinde und deren Angehörige: Pfarrer Mahr.— Sonn⸗ tag den 11. April, vormittags 9 Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Matthäus⸗ gemeinde. Feier des heiligen Abendmahls: Pfarrer Mahr.— Abends 6 Uhr: Pfarrer Becker. i In der Johanneskirche. Samstag den 10. April, nachmittags 2 Uhr: Beichte für die Konfirmanden aus der Johannes⸗ und Militärgemeinde und deren Angehörige: Pfarrer Ausfeld.— Sonntag den 11. April, Feier des heiligen Abendmahls: Pfarrer Ausfeld.— Nachmittags 2 Uhr: Kinder⸗ kirche für die Lukasgemeinde: Pfarrer Bech⸗ tolsheimer.— Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Dr. Bingel.— Abends 8 Uhr: besprechung im Johannessaal. Wartburg⸗ Verein. 0 Sonntag den 11. April: Spaziergang; Treffpunkt Ludwigsplatz; Abmarsch 2 Uhr. Abends 8 Uhr: Unterhaltungsabend.(Auf⸗ nahme wird verschoben.) Evang. Arbeiterverein. Sonntag den 11. April, abends 7 Uhr, im „Einhorn“ Familienabend.(S. Beilage zum Konzerte, Preisspiele, Tages⸗ und Familien⸗ Sonntagsgruß Nr. 13.) Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindrucherei R. Lange, Gießen. ausflüge veranstaltet. Anmeldungen nimmt Leiter des Vereins, Gemeinde⸗ vormittags 9½ Uhr: Konfirmation der Kin⸗ 4 der aus der Johannes- und Militärgemeinde. Bibel⸗ Der Vorstand. Die in dieser Nummer mitgeteilte Anek. dote„Der Bibeljäger“ ist dem Buche„Land⸗ Mitarbeiter Dr. Karl Esselborn vor kurzem in Marburg veröffentlicht hat und das wir 1 ristischer Art sind und in sehr unterhaltender N Form Belehrung über vergangene Zeiten dem„Deutschen Philologenblatt“(Nr. 33 C kürzlich sich geäußert:„Die Einheitsschulñle Geme Nr. I5 1 Eph. 4, in de In de unseren recht ver aber re Genau a setzt, m wahrh Fassung Lebenswe wahrhaft und die Liebe reg keit, die ja bewuß einen un Herzeleid Bekannte dem be Schandta der, der bringt, haftigkeit mehr abe Herzlosig aus der Einen a sam zu Christenz der Abst beleidigen Satz auf ständen der Fan immer h. das Ung schaft zu denken, Stellung er win volle We Es gibt bedingter dem ma wird ma sich um nicht dun bunden christliche Friedrich Philosop n 0 eherzige Die Wa schädigen