Roth in nthaltend Schrift, zemeinde⸗ vecke an⸗ hön aus⸗ segenwär⸗ idels nur sich an dem mo⸗ und des⸗ itionsfest. Verein 5 Uhr: 11 Uhr: emeinde: Pfarrer heiligen Marlus⸗ ovember, nfirmier⸗ jemeinde. 3 8 Uhr: Männer aal. / Uhr: rmittags emeinde: 6 Uhr: eier des und Jo⸗ : Bibel⸗ Pfarrer ovember, r konfir⸗ Lukas⸗ ovember, r konfir⸗ ohannes⸗ morgens der Jo⸗ hor des inschaft⸗ Abends Becker. vember, iste um indruckerel Sonntags gruß emeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 44 Gießen, 23. Sonnt. n. Trinitatis, den 7. Novbr. 1920 9. Jahrg. Hoffnung. Röm. 5, 5. Hoffnung läßt nicht zuschanden werden. Ein altes lateinisches Sprichwort lautet: „Solange ich atme, hoffe ich.“ Und der Apostel Paulus sagt im Römerbrief:„Hoff⸗ nung aber läßt nicht zuschanden werden.“ Was wäre der Mensch ohne Hoffnung?! Wie vor allem könnten wir über die traurige Gegenwart, die uns nach dem Zusammen⸗ bruch unseres noch vor kurzem herrlichen und mächtigen Vaterlandes beschieden ist, nach dem Schwinden aller Zuversicht und Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang des furchtbaren Völkerringens, hinweg⸗ kommen, wenn wir nicht immer wieder aufs neue die Hoffnung aufrichteten?! Es ist richtig, was Schiller vom Menschen singt: „ F besch ießt er im Grabe den müden Lauf, Noch am Grabe pflanzt er die Hoffnung auf.“ Die Hoffnung ist unsere Trösterin und Lebensspenderin auch in Zeiten tiefster Todes⸗ betrübnis. Nur darf sie nicht unbegründet und eisel sein, sonst enttäuscht sie und ver⸗ bi tert schließlich denjenigen, der immer wieder umsonst sich auf sie zu stützen ver⸗ sucht hat. Das muß zu schlimmen Folgen führen: wer hoffnungslos dem Leben gegen⸗ übersteht, fällt der Verzweiflung anheim. — Darum sehe jeder zu, auf welchen Grund er seine Hoffnung baue. Wer an einen lebendigen Gott glaubt, kann niemals, auch in der größten Not nicht, ohne Hoffnung sein. Ja, in solchen Zeiten der schweren Heimsuchungen, wie wir sie jetzt erleben, wie sie gar manchem völlig hoffnungslos erscheinen, gibt es überhaupt keine andere festgegründete Hoffnung als die auf den ewigen Welten lenker, nachdem Menschenwitz und Menschenkunst gänzlich versagt haben und wir alle am Ende unserer eigenen Weis⸗ heit angelangt sind. Mehr wie je müs en wir bekennen: wir stehen allein in Gottes Hand. Ein furchtbares Gericht hat der Allmäch⸗ tige an den Völkern der Erde vollzogen und ganz besonders streng schwingt er die Zucht⸗ rute über unserm deutschen Volk. Wen Gott lieb hat, den züchtigt er. Sollten wir auf der Wahrheit dieses Wortes allein nicht schon unsere Hoffnung aufbauen?! Und wenn wir zittern vor dem gestrengen Richter, wollen wir nicht in der Umkehr und Einkehr bei uns selbst uns trösten mit der Hoffnung, daß uns derselbe Gott, der uns ins dunkle Tal des Leidens geführt hat, auch die Kraft verleihen wird, diese Zeit zu überwinden, daß er uns und unser Volk dermaleinst wieder empor zum Licht geleiten wird? Mit dem Glauben an den Gott unserer Väter, den wir uns von keiner Macht rauben lassen wollen, verbindet sich für uns un⸗ löslich die Hoffnung auf einen Wiederauf⸗ stieg unseres Vaterlandes aus den Niede⸗ rungen, in die uns vor allem andern die wachsende Gottentfremdung hinabgestoßen hat— eine Hoffnung freilich, die uns nicht durch ein Scheinchristentum, durch frommen Augenaufschlag zu dem ersehnten Ziele führen wird. Nur ein gründliches und aufrichtiges Gottsuchen wird unser Hoffen nicht zuschanden werden lassen. Im gött⸗ lichen Ratschluß steht es unabänderlich fest: Allein im Bunde mit dem Weltenlenker kann Deutschland wieder emporkommen. Und keinem andern gehört die deutsche Zukunft, als denen, die sich im innersten Herzen zu ihm bekennen. Geschichten und Bilder aus Alt⸗Gießen. (Fortsetzung.) 26. Aus alten Anzeigeblättern. Von Heinrich Hochstätter sen. Der Opticus A. Waldstein aus Dörzbach in Württemberg empfiehlt sich bei seiner Durchreise mit einem wohlas ortielten Lager optischer Fabrikate nebst vielen in dieses Fach einschlagenden Gegenständen als achromatischen Teleskopen mit und ohne Stativ, astronomischen und terrestrischen Fernröhren, einfachen und zusammengesetz⸗ ten Mikroskopen mit den bequemsten Vor⸗ richtungen und vorzüglichsten Lin en, selbst Diamantlinsen. Sonnenmikrof open. Lupen, Theaterpersp ktiven, Conis und Prismaten, Camera obscura und lueida(mit denen man Landschasten aufnehmen kann), Bri.len und Lorgnettengläser, die er vermöge der dazu verwendeten reinen Masse vereinigt mit den mühevollen Schleifarten des englischen Ocu⸗ listen Wollaston, nach genauer Prüfung des Sehorgans, für das Auge bestimmte Brille, Conservationsbril e nennen zu dür en glaubt, und schon durch gemachte Proben, dieselben die Augen zu erhalten empfehlen kann. In dieser Schreibweise und in langen Ti⸗ raden geht die Empfehlung weiter, in denen dargetan wird, daß nach den Regeln der Okulistik nur in der Anwendung ganz passender Gläser man seine Seheraft erhalten kann. Er beruft sich auf die Atkeste vieler berühmter Doktoren, Augenärzte und Pro⸗ fessoren, von hier auf die Geheimräte Dr. — 1 Balser, Dr. von Ritgen und Prof. Dr. Wil⸗ scher Sprache. Dieselbe eigne sich zu Ge⸗ brand. Sein Logis ist im Gasthof zum schenken jeder Art und koste in Dukat⸗Gold Rappen Nr. 3. Auf Verlangen kommt er in 10 Friedrichsdor, in Silber 6 Gulden, in die Wohnung der verehrlichen Liebhaber und Neugold 2 Gulden 42 Kr., in englisch repariert schadhaft gewordene optische In⸗ Bronce einen Gulden 48 Kr., das Etui in sch ken 1 5 5 5 1 1 bt Maroquin 36 Kreuzer. ießen, daß in unserer Universitätsstadt Ii 8 Zanzeigen“ sich noch kein tüchtiger Optiker niedergelassen f 0 2 e bean⸗ hatte, indem die drei Professoren ihren Mit⸗ 125 7 nur ene 9 bern e 8 zu empfehlen sich sich auf die notwendigsten Angaben. Eine n Familienwohnung in den alten Häusern Eine weitere Empfehlung ist noch bemer⸗ bestand zumeist aus 2 bis 4 Stuben mit kenswert. Jos. Galette, Sohn aus Mainz, Küche, Keller, Bodenraum und Holzplatz. gibt bekannt. er sei wieder angekommen und Da die frühere Bauweise sich den langen und gedenke 4 Wochen dahier zu verweilen. Er strengen Wintern und den schlechten Hei⸗ setzt alle Arten Zähne ein, unter anderem zungs mitteln anpassen mußte, waren die auch die sogenannten terro⸗metallique⸗ Stuben eng und niedrig. Von irgendwelchem Zähne, ganze und halbe Gebisse, sowie er die Schmuck oder Zierrat war allerdings keine zur Erhaltung der Zähne, üb igen Operatio⸗ Rede, und wenn eine der Stuben nur nen verrichtet. Auch fertigt er künstliche tapeziert war, so ward dieses in der Anzeige Gaumen von Gold und Platina. Man findet bei ihm die zur Erha tung der Zähne nötigen Zahnmedikamente, als Zahnrulver, Zahn⸗ bürsten, Tinktur für krankhaftes Zahn⸗ floisch, sowie Essenz gegen die Zahnschmerzen. Diejenigen, die seiner Hilfe bedürfen, sind höflichst gebeten, ihn baldigst zu erfragen bei Witwe Schäfer in der Löwengasse. Arme bedient er unentgeltlich. Diese fliegenden Zahnheilkünstler waren sehr geschätzt und hatten stets guten Zuspruch, denn die Be⸗ handlung von Zahnkranken lag sonst ganz in den Händen der Barbiere, die nur mit dem Ausziehen der Zähne oder mit dem Anlegen von Blutegeln zu operieren pflegten. In der Rubrik„Vermischtes“ fordert Dr. Braubach für den Gesellschaftsverein daher alle Diejenigen auf, die Bücher und Blätter aus der Bibliothek des Vereins entliehen, schon lange im Besitz und noch nicht zurück⸗ gegeben haben, da ein vollständiges Inven⸗ tarium über die Bibliothek aufgestellt werden soll. Man hat das Zutrauen zu allen diesen dermaligen Besitzern von solchen einzelnen Piecen, daß dieselben aus Achtung für dieses Institut obiger Anforderung alsbald ent⸗ sprechen werden. In einem längeren Artikel wendet sich der Musiklehrer Magen an seine Mitbürger und sucht in rührenden Worten deren Mitgefühl zu erwecken für ein großes Brandunglück, das in seiner Geburtsstadt Greußen(in Schwarzburg⸗Sondershausen) ausgebrochen, wodurch die Bewohner in die größte Not⸗ lage versetzt s ien. Er bittet um Unter⸗ stützung für diese Unglücklichen, und es sollen die Namen der Geber in diesem Blatt später veröffentlicht werden. Daran an⸗ schließend wird von ihm ein gutgehaltenes und nichts zu wünschen übrig lassendes, 5½ oetaviges Clavier zu kaufen gesucht. G. F. Heyer, Sohn, nimmt Bestellungen an auf eine Jubel⸗Denkmünze zur Drei⸗ hundertjährigen Feier der Ueber etzung und des Druckes der heiligen Schrift in deut⸗ als elegant besonders hervorgehoben. Unter„Kirchlichen Notizen“ wird mit⸗ geteilt, wer von den beiden Pfarrern, Ge⸗ heimer Kirchenrath Dr. Palmer oder Kirchen⸗ rath Dr. Engel, den Früh⸗ und wer den Nachmittagsgo tesdienst ab⸗-uhalten pflegt, daran anschließend die während der abge⸗ laufenen Woche stattgehabten Kopulationen, Taufen und Beerdigungen, doch fällt es auf, daß hierbei weder der Tag der Geburt noch der Sterbetag angegeben wird. Ferner wird mitgeteilt, wer von den beiden Pfarrern die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt. Zum Schluß folgt alsdann eine lange Liste von allen im Laufe der Woche hier ange⸗ kommenen, in Gast⸗ und Privathäusern ab⸗ gestiegenen und wieder abgereisten Fremden. Nach unseren heutigen Begriffen würde man diesen Raum wohl besser benutzt haben, wenn man über solche Geschehnisse berichtet hätte, die sich zunächst in der Stadt oder in ihrer Umgebung zugetragen hatten und die das allgemeine Interesse jedenfalls mehr in An⸗ spruch genommen hätten. So aber hat man sie, wenn sie in keiner Zeitung Aufnahme fanden, der mündlichen Weiterverbreitung überlassen, die bei dem bekannten Hang zum Uebertreiben und ohne von einer ver⸗ antwortlichen Presse im Zügel gehalten zu werden, mitunter viel Unheil angerichtet hat. Das Zeitungswesen und die Pres ezustände im allgemeinen lagen selbst bis in eine etwas spätere Zeit noch sehr im argen, aber auch das rechte Lesebedürfnis war no nicht vorhanden. Abgesehen vom Anzeige⸗ blatt, das in der Stadt schon einigermaßen Verbreitung besaß, wurden Zeitungen not wenig gehalten. Im Gesellschastsverein, in Lesezirkeln und in den besseren Gastwirt⸗ schaften lagen wohl einige auf, aber dazu hatte nicht jedermann Zutritt. Für einfache Leute hielt es darum recht schwer, sich zu⸗ verlässig über das zu unterrichten, was in der Welt vorging, und man war zumen auf sogenanntes Hörensagen angewiesen. sa d. kle au kle we die mie in rau stell m Dem hauptsäch 48, tre mmen, Frankfurt ten, das nach zuge Eit Aus dem R. Lan 2 7. De immer au wir uns 8 und Karte inen, pferdchen der Trab. Ab inen u Heute na Anfang d Kutno, bis Dort wurd gen Ch Nacht blei Marktplatz zur vorhen bringen so 3200 rufsi Erde und zu tri laden zu w wir uns z und kame gleichzeitig nwize a Konin, Quartier e 2 8. De über Kutn Wagen. Hi verwahrlost Baron. W᷑ unf eingeladen. Dame spie! Blüthnerflü teuerlich ein Leute in Kinder mit Nun wissen über deren ere Auf m, ein g en, auf unfreundlich gutes Aben wegen Verf nächste 30. De g 3 wi die 175— zu Ge⸗ Dem wachsenden Bedürfnis folgend, hat. Auf der Straße ist ein abscheulicher kat⸗Gold hauptsäch lich während der Unruhen im Jahre Schmutz. Es ist ein ununterbrochener Ver⸗ lden, in 1848, traten Nachbarn und Bekannte zu⸗ kehr von Kolonnen, Truppen, Autos usw. englisch sammen, die ein Exemplar, zumeist das In der recht schmutzigen sog. Offizierspeise⸗ 5 Etui in Frankfurter Journal, gemeinschastlich hiel⸗ anstalt verbrachten wir die Zeit. Die in ten, das alsdann jedem Mitleser der Reihe Krosniewice requirierten Fuhrwerke haben f ben nach zugänglich gemacht wurde. wir trotz der inständigen Bit en der Kutscher, hnungs⸗(Fortsetzung folgt.) sie zu entlassen, bis h'ute mitnehmen müssen, 9 schränken 2 7 8 da es keine andere Wagen mehr gab. Heute en. Ein Winter an der Bzura mußten wir die große Straße verlassen Häusern(Fortsetzung.) und auf furchtbaren, sandigen und schlam ben mit Aus dem Kriegstagebuch des Hauptmanns migen Wegen bis zur Front fahren. Aber Holzplatz. 8 c wir hatten wenigstens schönes, sonniges igen d. R. Landgerichtsrat Trümpert in Gießen. Wetter. Wir kamen durch mehrere ganz den Hei⸗ 27. Dezember 1914 Gestern Marsch, oder tei weise verbrannte Dörfer, an ver⸗ aren die immer auf der großen St aße nach Kolo, wo lassenen Batteriestellungen und Schützen dwelchem wir uns Fleisch, das Pfund zu 3) Pfennigen gräben vorbei, bis wir um 93. Uhr das igs keine und Kartoffeln zum Abendessen kau ten. Die Divisionsgabsquartier, Gut Esmiszew, er ben nur kleinen, abgetrieben aussehenden Polen⸗ reichten. Hier donnerten die Kanonen, und Anzeige pferdchen sind sehr ausdauernd und laufen unsere Kutscher waren hocherfreut, als sie 2515 auf der nicht guten Straße stundenlang endlich entlassen wurden. Wir meldeten uns x—ͥ Trab. Aber bequem ist das Fahren in den beim Divi ionskommandeur Genera'majfdr ern, kleinen ungefederten Wagen gerade nicht. 8 1 0. e f r Kitchen Heute nahm uns drei Offiziere schon zu 5 S 15 Regin 3 9 91 gal wer den Anfang des Marsches ein Auto mit bis Wü Ai Feldar illerie⸗ Re en e 5 1 pfl Kutno, bis wohin wir heute kommen sollten. 1 35 Nach Made bein e 11 7 er abge⸗ Dort wurde uns aber eröffnet, daß in Kutno 15. 8 T 15 18 175 beet vit 5 lationen, wegen Choleragefahr keine Truppen über 101 1 an denn G 5 n 8 1 55 5 5 bei lt es auß Nacht bleiben dürfen Während wir auf dem dem Abbe i 15 35 2 anden pe Wan 5 hurt noch Marktplatz auf ein Auto warteten? das uns dem Abtei ungskommanden 5 905 ner zur vorhergehenden Etappenstation zurück- mann zu Abend aßen und auch in einem neu bringen sollte, kamen, von Ulanen begleitet 5 leeren Häuscken für die Nacht e besorgt. 3200 russische Gefangene an, die braun wie blie 5 f 3 „ig die Erde aussahen. Sie bekamen zu essen 3 1. D ezember 1914. Mein Wunsch, inge Liste und zu trinken, um dann in die Bahn ver⸗ Führer der 5. Batterie zu werden, wurde er an laden zu werden. Da kein Auto lam, mußten nicht erfüllt. Diese erhielt Hauptmann Fre dern wir uns zu Fuß auf den Rückweg machen senius; auch kam Leutnant Müller wieder rem und kamen bei einbrechender Dunkelheit zur 5. Batterie. Ich übernahm heute die üirde man gleichzettig mit unserm Transport in Kros⸗ Führung der 4. Batterie. Bei Kriegsaus⸗ en, wenn nienwize an, wo wir, wie auch vorgestern bruch führte Hauptmann Haniel die Bat⸗ tet hätte, in Konin, wieder bei Juden ein bescheidenes terie. Er wurde am 7. November bei Wyt⸗ n ie Quartier erhielten. schaete in Flandern verwundet. Darnach 8 An⸗ 28. Dezember 1914. Heute Marsch führte sie bis heute Oberleutnant Plesser. 0 5 0 über Kutno bis Dombrowa mit schlechten Die Batterie befindet sich bei Bronislawy ha ahne Wagen. Hier liegen wir auf einem ziemlich in Feuerstellung. Heute nacht um 12 Uhr breite verwahrlosten Gutshof bei einem polnischen gibt auf Befehl von oben jede Batterie eine n Hang Baron. Wir machen der gnädigen Frau Gruppe ab. Die ses eee iner ber unsere Aufwartung und werden zum Tee mir nicht ganz zu dem Ernst des Krieges bal zu eingeladen. Eine zum Besuch weilende junge zu passen... f schtet hat. Dame spielt vollendet auf einem herrlichen 1. Januar 1915. Exweckt der Ein i ezustände Blüthnerflügel. Der„Salon“ ist etwas aben⸗ tritt in ein neues Jahr schon unter ge in eine teuerlich eingerichtet. Gewöhnlich wohnen die wöhnlichen Verhältnissen ernste Cedanken, argen, Leute in Warschau, wo auch noch ihre wieviel mehr in dieser schweren Kriegszeit. war no Kinder mit der Erzieherin geblieben sind. Man möchte den Schleier der Zukunft ein⸗ Anzeige⸗ Nun wissen die Eltern seit Monaten nichts mal lüften, um erfahren zu können wie 85 hermaßen über deren Schicksal. Wie hart! Unser Schlaf⸗ in einem Jahre aussehen wird. Vielleicht gen no raum, ein großes Zimmer mit eisernen Bett⸗ ist es gut, daß man das nicht kann rein, in stellen, auf denen nur Matratzen liegen, ist 2. Januar 1915. Am 31. herrschte. Hastwirt⸗ unfreundlich, aber wir bekommen hier gn wohl infolge des starken Nebels, ziemliche ber dazu gutes Abendessen aufgetragen. Ich mußte Ruhe, aber gestern morgen entwickelte sich einfa wegen Verpflegung und Wagen noch nach nicht nur ein lebhaftes Infanteriegefecht, sich zu⸗ dem nächsten Etappenort fahren. sondern den ganzen Tag über war auch die was in 30. Dezember 1914. Gestern mar⸗ beiderseitige Artillerietätigkeit sehr rege. An zumeist schierten wir bei Regen bis Lowicz, das der Beobachtungsstelle und auch in der Feuer⸗ biesen. durch die Beschießung sehr stark gelitten stellung erhielten wir mehrfach Feuer 8 8 ä begannen am 7. Dezember die Kämpfe bei schwersten Kalibers. Die Batterie gab 428 Schuß ab. Heute war es wieder ruhiger. 3. Januar 1915. Unsere Division wurde Ende November von Flandern ab⸗ transportiert und kam nach dem Osten. Hier Gostinin, die in raschem Vormarsch die Truppen am 18. Dezember bis in die hiesige Gegend an das Ufer der Bzura südwestlich Socharzew brachten. Jenseits der Bzura leisten die Russen nun aber hartnäckigen Widerstand, und es scheint nun hier auch, wie im Westen, zum Stellungskampf ge⸗ kommen zu sein. Am 18. Dezember fiel im Gut Csmiszew Hauptmann von Moritz von der 3. Batterie unseres Regiments. In meiner Batterie ist als einziger Offizier Leutnant Thüre, Offizier seit Oktober. Er ist Gerichtsreferendar aus Darmstadt. — 176 Dienstag den 9. November, nachmittags 4 Uhr: Frauenmissionsverein.— Donners⸗ tag den 11. November, abends 8 Uhr: Ver⸗ einigung der konfirmierten weiblichen Ju⸗ gend der Matthäusgemeinde.— Montag den 8. November, abends 8 Uhr: Gemeinde⸗ versammlung für Frauen und Männer der Markusgemeinde im Gemeindesaal. In der Johanneskirche. Vorm. 9 ½ Uhr: Pfarrassitent Ram e.— Vorm ttags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde: Pfarrer Ausfeld.— Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.— Montag den 8. No⸗ vember, abends ½8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukas⸗ gemeinde im Lukassaal und der konfirmier⸗ 4. Januar 1915. Vom 1. d. M. ab beziehe ich endlich Hauptmannsgehalt, bisher immer noch Leutnantsgehalt. Der hessische Staat i mir jetzt gar keinen Gehalt mehr zu zahlen, da/ meines gehaltes auf meinen Zivilgehalt angerechnet werden und mehr betragen wie dieser. (Fortsetzung folgt.) Uleine Mitteilungen. Vom 7. Neve nber an beginnt unser Abend⸗ gottesdienst um 5 Uhr. Unsere Kirchen sind mit Rücksicht auf die herrschende Witterung seit zwei Sonntagen geheizt. * In unserer Gemeinde herrscht die Mei⸗ mung, es seien die Pfarrer, die es veranlaßt hätten, daß Sonntags Beerdigungen nicht mehr stattfinden. Diese Annahme ist irrig, diese Maßnahme geht von den Friedhofs⸗ arbeitern aus, die ihr Recht auf Sonntags⸗ ruhe geltend gemacht haben. Uebrigens fanden schon vor dem Kriege in vielen deutschen Städten Sonntags keine Beerdi⸗ gungen statt. 5 * Unsere Konfirmandenvereinigungen haben wieder begonnen. Die Eltern werden ge⸗ beten, ihre in den letzten Jahren konfirmier⸗ ten Kinder zu diesen Veranstaltungen zu schicken. Selbstverständlich haben alle kon⸗ firmierten jungen Glieder unserer Gemein⸗ den hierzu Zutritt. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 7. Nov., 23. nach Trinitatis. In der Stadtkirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Becker.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfarrer Becker.— Abends 5 Uhr: Pfarrer Mahr.— Montag den 8. November, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männ⸗ lichen Jugend der Matthäusgemeinde.— Offiziers⸗ ten männlichen Jugend der Johannes⸗ gemeinde im Johannessaal. Wartburg⸗ Verein. Sonntag den 7. November: Die Faust⸗ ballwettspiele mußten, da die Vorspiele im Bund noch nicht alle abgeschlossen sind, ver⸗ legt werden. Termin wird noch bekannt⸗ gegeben.— Nachmittags 2¼ Uhr: Zusam⸗ menkunft im Heim, Diezstr. 15.— Abends 8 Uhr: Familienabend der Jugendabteilung im Gemeindehaus, Kirchstr. 9, wozu beson⸗ ders die Eltern und Angehörigen der Mit⸗ glieder herzlich eingeladen sind. Daselbst musikalische Darbietungen des Jugendstreich⸗ chors, unter Mitwirkung von älteren Mit⸗ gliedern und Soli⸗Vorträge der Herren Schmalz(Zither), Mank(Cello), Schneider (Posaune). Programm an der Abendkasse 50 Pfennig. ö Evang. Arbeiterverein. Sonntag den 7. November 1920: Stif⸗ tungssest. Vormittags 9½ Uhr: Festgottes⸗ dienst in der Stadtkirche unter Mitwirkung der Gesangsabtei ung des Vereins. Festpre⸗ diger: Pfarrer Becker.— Abends 7¼½ Uhr im Saale des Hotel Einhorn: Familien⸗ abend. Eintrittskarten für Mitglieder und deren Angehörige zu 50 Pf. bei Schreib⸗ materialienhändler Bingel, Lindenplatz Friseurmeister Büttner, Landgraf⸗Philipp⸗ Platz: Reformhaus, Kreuzplatz; Schuh⸗ machermeister Heß, Crednerstraße; an der Abendkasse 1 Mk. Gäste können durch Mik⸗ glieder eingeführt werden. Karten hierfür zu 1 Mk. bei unserem 2. Vorsitzenden Herrn Weller, Marktplatz(Rathaus). Kinder unter 10 Jahren haben keinen Zutritt. Wir emp- fehlen den Mitgliedern, sich rechtzeitig füt Karten zu sorgen. Perantwortlich: Pfarrer Bechtol sheimer. Druck und Verlag der rühl'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindrucherei N. Lange, Mießen. Hebr. 4, 9. handen Am Frü Friedhof ei tete die Son Schatten;! sind dort h. buntem Gen bern die Bl. in der Mot zu hören. D Zwischenräu Geräusche nn gräber, der Mann kaum tand mitte Strohhut, d tief in die S hatte er den die braune gräber mad seine Arbeit Feierliches, einen Mens müden Pilg es war, für wußte ichen Entstehen be Schreckhaftes sah, an das Abendlied: da man eu ttlein in d Wort, das seinen letzter „Macht mir denn ich bin as Grab, gegraben wi Ruhe, und d dort, wo sich Heimat vor beschichten 26. Aus a Von Hei f Anzeig nterscheid 5, un, noch dieselber wenig geände der Stadt Gi ebenfalls gebl peilen auch