rte t, die auch die groß sei und pg de, um damm elner Leben rche sich schg . 0 einzugreig sie auch i müde werde dir Ku ie kirchlich ch nicht aal o überzeuge Pflicht hinge⸗ e zum Herzen „ um ihm az zeit heraus zu rhelfen. Jus nweis auf die „Sitten“ ud die zahlreich ert haben. In vielseitig ud iten in diesem ingen werden n tiefen Eu sei noch, daß r Meisterschaf sche Fuge auf t einem Pas⸗ ürdig abschloß en. Reminiszere. ags 9½ Uhr! Uhr: Kinder⸗ inde: Pfarker farrer Becher, 1 Abendmahls emeinde. Die herige Anmel⸗ März abends konfirmierten häusgemeinde bends 6 Uhr: Becker. nds ½8 Uhr: en weiblichen De. rm. 9½ Uhr orm. 11 Uhr neinde: Par⸗ ends 6 hr; Abends 8 Uhr: messaal.— 05 728 Uhr. n männlichen —. und Steindruckere onntags gruß Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Gießen, Gkuli, den 7. März 1920 9. Jahrg. Nr 0 Kreuzgedanken. 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther 11, 17. Das Wort vom Kreuz ist uns, die wir selig werden, eine Gotteskraft. Dies ist der Meinungsausdruck eines Mannes, der die Wirkung des Kreuzes nach ihren verschiedenen Richtungen hin an sei⸗ nem eigenen Herzen erfahren hat, sowohl was den Druck anlangt, mit dem es die Seele beschwert, als auch die Erhebung, die es ihr zuteil werden läßt. Daß es dieses beides in die innigste Verbindung miteinander bringt, ist das Erfreuende an unserm Schriftwort. Wir stehen jetzt in der ernsten Zeit, in der wir uns das Kreuzesleiden unseres Heilands vor die Seele gestellt sein lassen sollen. Von Golgatha her, wo es als ein bleibendes Zeichen dessen, was der Welt und ihren Kindern not tut, aufgerichtet ist, leuchtet es mit ernstem, aber auch zu⸗ gleich mildem und tröstlichem Schein her⸗ über in unser ach! so flüchtiges Erden⸗ leben in derselben Weise, wie es in das⸗ jenige der uns vorausgeeilten Geschlechter geleuchtet hat und es auch mit denen, die nach uns kommen werden, tun wird. Es sind leider viele, die halten es für das beste, auf seinen milden Schein nicht zu achten. Sie sprechen bei sich: Es gibt gar viele unverständliche Sachen, die aus der Vergangenheit in unsre Zeit hinein⸗ ragen, die man duldet, weil sie nun ein⸗ mal den Schimmer ehrwürdigen Alters an sich tragen, von denen man aber doch nicht recht weiß, was sie für einen Zweck haben und was man damit anfangen soll. Es ist nur die Frage, ob das Kreuz Christi wirklich zu diesen Sachen gehört. Aber das tut es nicht sondern es steht in un⸗ mittelbarer Beziehung zur Gegenwart, un zwar zur Gegenwart aller Menschen. Es gibt Dinge, um die kein Mensch herum kann, mag er sein, wo er will, mag er sich das Leben noch so leicht machen. Was willst du Sünder machen, wenn deine Sünde dir das Haupt erhebt, wenn sie die Faust wider dich schüttelt, dich am Herzen rüttelt, daß es nur so bebt? Willst du sie auch in die Vergangenheit werfen wie alten Plun⸗ der und mit den Worten abtun: Was der ergangenheit angehört, danach fragt ein vernünftiger Mensch der Neuzeit nicht mehr? Glaubst du, sie ließe sich abstreifen, wie man die Klette vom Kleid herunterstreift? Sie wird vielmehr, je mehr du das ver⸗ suchst, sich stets wieder vor dich drängen und sich dir fühlbar machen als deine gegenwärtige Plage, ja als dein gegenwär⸗ tiges Verhängnis. Die Sünde ist etwas Uebermenschliches. Sie hat übermenschliche Kraft und kann nur von etwas beseitigt werden, das selbst von übermenschlicher Art ist. Das einzige aber, was diese brennende Gewalt auf die Sünde ausübt, wovor sie zusammenzuckt wie ein scheues Tier, das seinen Meister gefunden hat, das ist das Kreuz Christi. Deshalb bleibt dieses stehen, und kein Menschenunverstand wird es be⸗ seitigen können. Denn es tröstet die Sünder, und so lange es solche Leute gibt, wird das Kreuz auf Golgatha seinen Glanz be⸗ halten. K. G. Urgroßtantens Raritätenschrank. Von Helma Esselborn. (Fortsetzung.). Schwül greift sich der Soldat nach seinem Kragen.„Feindesland!“ denkt er, und un⸗ willkürlich sieht er sich im Zimmer um. Da ziehen zwei grüne Augen, die aus der einen Ecke blitzen, seine Aufmerksamkeit auf sich. Er tritt näher und bemerkt eine ent⸗ zückende Kristallfigur, die eine Löwin in sitzender Stellung darstellt. Die Figur steht auf einem kleinen Kristallsockel vor einem großen Fayencespiegel, der in die Wand ein⸗ gefügt ist inmitten zweier Kristallvasen, die mit Herbstlaub und Blumen gefüllt sind. Die grünen Augen mit gelben Punkten ziehen den Beschauer an, doch plötzlich sieht er im Spiegel zwei andre Augen in einem vor Wut tierisch verzerrten Gesicht auf sich gerichtet. Der blaue Vorhang vor der dem Spiegel gegenüberliegenden Tür ist zurück⸗ gezogen, und ein Mensch kriecht auf dem Boden. Die eine Hand hält einen kleinen Revolver zielend auf den Offizier gerichtet. d Noch ehe dieser sich der Gefahr bewußt zu werden vermag, hört er einen leichten Schrei und sieht, wie eine kleine Hand den Arm mit der Pistole niederschlägt. Der dicke Teppich erstickt den Laut der aufschlagenden Waffe. Gleichzeitig umschlingen zwei weiße Arme den am Boden Liegenden, um ihn zurückzuziehen, und da zeigt sich das Unfaß⸗ liche: der Mensch ist gar kein Mensch mehr, sondern nur noch ein halber Mensch. An Stelle der Beine hat er zwei Stümpfe. Ein dumpfer Laut der Wut gibt Zeugnis, daß das Wesen noch Leben in sich hat. Der Vorhang fällt leise zusammen. Alles ist das Werk von Sekunden. 38 Der junge Krieger hat kaum das Bewußt⸗ sein seiner Lage erlangt, als er sich blitz⸗ schnell umdreht. Unhbeweglich hängt der seidene Vorhang. Er schiebt ihn zur Seite. Die Tür ist geschlossen. Er lauscht. Todes⸗ stille herrscht im Gemach. Er greift sich an den Kopf. Hat er geträumt, mit wachen Sinnen geträumt? Er sieht nach der Löwin. Hell blitzen die grünen Augen ihn an. Alles starr, alles ruhig. Schnell gießt er noch ein Glas Wein hinunter und schellt dem Diener: „Die Ordonnanz soll kommen!“ „Alles ruhig im Schloß?“ „Zu Befehl, Herr Leutnant, alles ruhig.“ „Alle Lichter aus bei der Dienerschaft?“ „Zu Befehl, es ist nur Licht im Wacht⸗ zimmer und hier in des Herrn Leutnants Zimmer.“ „Es ist gut.“ Während der Soldat sich entfernt, wirft sich der junge Offizier in einen Sessel, doch so, daß er die Tür vor Augen hat. Seinen Revolver legt er neben sich auf einen Tisch. Der Schlaf flieh ihn, er grübelt und denkt, ob es nur ein Traum, oder ob es Wirklich⸗ keit war, was er gesehen hatte. Gegen Morgen fährt er auf. Er war über⸗ müde eingeschlafen. Die gläserne Katze hatte ihm im Traume ihre grünen Augen auf einem Teller präsentiert. In diesem Augen⸗ blick war er aufgewacht. Das Licht brannte noch. Er zieht die Vorhänge zurück. Fahl steigt der Morgen herauf. In Feindesland, der Winter vor der Tür. Leicht fröstelnd schüttelt er energisch die letzte Spur von Ermüdung ab:„Was, Teufel, siegen, nicht träumen!“ „Auf, Leute, heraus, wir müssen weiter!“ ruft er, die Tür öffnend, auf den Flur hinaus. Tasche— die Katze mit den grüngoldenen Augen.— Souvenir! „Wenn Tante Luise diese Geschichte er⸗ zählt hatte, dann wurde sie immer doppelt unwirsch, und manch böses Wort über das Malefizfrauenzimmer und den Malefizbuben mit der Pistole fiel hinterher. Es war ihre Art, Gemütsbewegungen so zu verbergen. Daß sie aber trotzdem das Elend des Ro⸗ kokoschlößchens empfand, ist mir erst später klar geworden. Sie hatte ein goldnes Herr die alte Tante, aber sie hüllte es in eine stachelig rauhe Schale, damit ja niemand merke, wie schwach es gelegentlich sein konnte. Die kleine Katze stand inmitten der an⸗ dern Herrlichkeiten im Glasschrank und glotzte uns mit den grünen Augen an. Ein totes kaltes Ding, dem nur die Erinnerung Leben einatmen konnte. (Fortsetzung folgt.) Bilder aus dem Uriegsgefangenenlaget Gießen. Von Professor Dr. Fritz Schmoll, Hauptmann d. Res. a. D. (Fortsetzung.) Ich berühre hiermit ein Gebiet, über das viel Unklarheit während des Krieges geherrscht hat und noch herrscht. S9 ist oft der Wunsch ausgesprochen wor⸗ den, daß die Gefangenen in Deutschland weniger gut behandelt werden möchten; man Seine kleine Schar ist bald bereit. Der Führer schlürft ruhig seinen Morgentrunk. Ein letzter Blick durch den Salon trifft die Katze mit den grünen Augen. Sinnend nimmt er sie in die Hand. Da rauscht ein Kleid, die Herrin des Hauses erscheint in dem Salon. Starr schaut ihr Auge, der Nacken ist leicht geneigt. Erstaunt sieht sie der junge Offizier an. Ein leises„Adieu, monsieur!“ entschlüpft ihren Lippen. Da schießt ihm ein Gedanke durch den Kopf, und auf das Figürchen deutend, sagt er:„C'est mon souvenir de cette nuit, nen madame!“ Ein leichtes Neigen des Kopfes war die Antwort, während der junge Mann das Figürchen einsteckte. Eine knappe Ver⸗ hat zur Begründung dieser Forderung wohl darauf hingewiesen, daß es die Gefangenen besser hätten, als die deutschen Soldaten, und ich erinnere mich noch gut an die Empörung eines höheren Beamten über die Tatsache, daß z. B. ein kranker Senegal⸗ neger im Lagerlazarett wöchentlich 600 Gr. Fleisch erhielt, während seine, d. h. des Beamten, schwerleidende Frau in einer Lungenheilanstalt nur 250 Gr. bekam. Oder ich denke daran, daß der Kommandant eines sog.„Franzosenkommandos“, d. h. eines listenmäßig zum hiesigen Lager gehörenden Lagers unmittelbar hinter der deutschen Front mir erzählte, daß jeder der gefange⸗ 1 Franzosen sein Bett habe, seine deutschen Soldaten bei jeder Witterung in Zelten wohnen und schlafen mußten, Gewiß sind solche Gegenüberstellungen wir⸗ kungsvoll und auf den ersten Blick ver⸗ blüffend oder gar fast unglaublich, Wünsche, wie der oben angedeutete, daher wohl auch beugung und„Adieu, madame“— damit wendet er sich zur Türe. In diesem Augen⸗ blick fühlt er leise seine Hand berührt, es brennt wie eine Träne darauf und ein Hauch wie„Mille kois merci“ zittert durch das Zimmer. Die Tür fällt zu, die Morgen⸗ luft umfängt ihn. „Aufs Pferd hinaus in den dämmernden Morgen, dem Feind entgegen!“ Da fühlt er etwas Kaltes, Hartes in der verständlich. Aber es wird dabei ein Um⸗ stand außer Acht gelassen, nämlich der, daß die Behandlung der Kriegsgefangen gar⸗ nicht im freien Belieben des sie beherbergen⸗ den Staates liegt, sondern daß ein Rechts⸗ verhältnis zwischen beiden besteht, d. h. daß alles, was in Deutschland den Gefangenen geboten wurde, sich streng an die Abmach⸗ ungen der sog.„Haager Konvention“ hielt, Al machungen von anerkannter internatig⸗ während naler Gel Ueberzeug an diese den schw Kriegszeit der Leser behörden Umsicht 1 langt un und in feststellen hier aus Feinde v sie galter auch sie haben sie zumal in land und gierungen Bestimmi Spielrau daß Wil soll, lau der Haag nen„mit Daß die Brüder diese Be ausgespre Beispiele näheres Wer Ei Feinde wünscht, Schildern Heimkehr Wenn di handlung der gefe blick der Augenbli hört, Fe mit schm unsere E gemeinen erfreulich geeignet, zu bestä Ich la stimmun sie stamr 1899 ur sätze bed Lager E handeln ßung de als sie ist, sie dar. 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Daß das bei den schwierigen Verhältnissen der letzten Kriegszeit oft schwer, sehr schwer war, mag der Leser sich selbst sagen; von den Lager⸗ behörden wurde aber auch in diesem Punkte Umsicht und peinliche Pflichterfüllung ver⸗ langt und geleistet. Nicht als Pharisäer und in Selbstüberhebung wollen wir das feststellen und festhalten, sondern um von hier aus schwere Anklagen gegen unsere Feinde von ehedem zu erheben. Auch für sie galten doch die Haager Abmachungen, auch sie hatten sie anerkannt. Aber wie 0 Bedeutung in volkswirtschaftlicher Beziehung ist die Bestimmung, daß die Gefangenen mit Ausnahme der Offiziere und bestimm⸗ ter Unteroffizier⸗Kategorien als Arbeiter verwendet werden dürfen: doch sollen die von Gefangenen zu verrichtenden Arbeiten nicht in unmittelbarer Beziehung zu den Kriegsunternehmungen stehen, d. h. es darf keinem Gefangenen zugemutet werden, gegen seinen Willen etwa bei der Herstellung von Munition mitzuwirken. Ebenso wie der Aufenthaltsstaat selbst, können aber auch Privatleute die Hilfe von Gefangenen in Anspruch nehmen. Die Bezahlung wird durch die Lagerbehörden bzw. die diesen haben sie dieselben ausgelegt und gehalten, vorgesetzten militärischen Dienststellen fest⸗ zumal in Frankreich, z. T. auch in Ruß⸗ land und anderswo? 9 gierungen in der Durchführung der Haager Bestimmungen ein verhältnismäßig weiter gelegt; die Vermittlung erfolgt durch das Mag auch den Re⸗ sog.„Arbeitsamt“ des Lagers. In jedem Lager muß sich ferner eine Auskunftsstelle befinden, welche imstande ist, möglichst alle Spielraum gelassen sein, so ist doch klar, den Kriegsgefangenen betreffenden Fragen daß Willkür durch sie vermieden werden zu beantworten. Es muß also für jeden soll, lautet doch die wichtigste Vorschrift Gefangenen ein Personalblatt angelegt wer⸗ der Haager Verordnung, daß die Gefange⸗ d 10 91 stets 8 5 15 dent f 1 115 1 055 5 Jene mden, das stets auf dem Laufenden zu halten nen„mit Menschlichkeit zu behandeln“ sind. ist und das außer den gewöhnlichen Per⸗ Daß die Behandlung unserer gefangenen Brüder vielfach ein schreiender Hohn auf diese Bestimmung gewesen ist, ist so oft ausgesprochen und durch die erschütterndsten Beispiele erhärtet worden, daß ich mir ein näheres Eingehen darauf ersparen kann. Wer Einzelheiten über dieses für unsere Feinde so schmachvolle Kapitel zu hören wünscht, lese noch einmal Herrn Wagners Schilderungen oder frage den ersten besten Heimkehrer, der durch unsere Straßen geht. Wenn die Verpflichtung„menschlicher Be⸗ handlung“ von dem Gedanken ausgeht, daß der gefangene Feind von dem Augen⸗ blick der Gefangennahme an eben auf⸗ Augenblick der Gefangennahme ab eben auf⸗ hört, Feind zu sein, so können wir nur mit schmerzlichstem Bedauern feststellen, daß unsere Gegner sich diese Auffassung im all⸗ gemeinen nicht zu eigen gemacht haben, und erfreuliche Ausnahmen sind leider nur dazu geeignet, die Regel auch in diesem Falle zu bestätigen. Ich lasse nun noch ein paar wichtige Be⸗ stimmungen der Haager Konvention folgen; sie stammen von den Konferenzen der Jahre 1899 und 1907 und sind für die Grund⸗ sätze bedeutungsvoll, nach denen auch im Lager Gießen die Kriegsgefangenen zu be⸗ handeln waren. f zung der Gefangenen nur insoweit erfolgen, als sie als Sicherheitsmaßregel unerläßlich 10 sie stellt also eine Art Sicherheitshaft ar. Danach soll die Einschlie⸗ Persönliches Eigentum ist dem Ge⸗ fangenen gestattet, die Abnahme von Geld, Uhren, Ehrenzeichen usw., wie sie bei un⸗ seren Gegnern an der Tagesordnung war, L bringungsort, über Aufnahme in ein La⸗ liktes in ist also durchaus völkerrechtswidrig. Natür⸗ lich können Waffen oder Schriftstücke mili⸗ tärischen Inhaltes nicht als Eigentum betrachtet werden. Von großer persönliches sonalien die jedem gewesenen Soldaten aus der sog.„Stammrolle“ geläufig sind, An⸗ aben enthält über den jeweiligen Unter⸗ zarett, über Entweichungen oder Todes⸗ fälle usw. Selbst wenn ein Gefangener sich nur kurze Zeit in einem Lager aufgehalten hat, muß eine solche Personalkarte vorhan⸗ den sein und jede gewünschte Auskunft über ihn ermöglichen. Zum Schluß noch einige wichtige Be⸗ stimmungen militärrechtlicher und diszipli⸗ narer Art: Die Gefangenen unterstehen den Kriegsgesetzen des Heeres, in dessen Ge⸗ walt sie sich befinden; diese Kriegsgesetze müssen ihnen also bekanntgegeben werden. Da ich selbst bei zahllosen Kriegsgerichten als Richter gesessen habe, so weiß ich aus reichlicher Erfahrung, daß die verhängten Strafen die Gefangenen oft in Staunen gesetzt haben wegen ihrer Milde. Mehr als einer würde wegen des gleichen De⸗ der Heimat eine viel strengere Strafe unter Kriegsrecht erhalten haben. Und in wie viel Fällen erfolgte glatte Freisprechung! Man denke auch in dieser Hinsicht an die wahnwitzigen Urteile, die fremde Kriegsgerichte über deutsche Ge⸗ fangene gefällt haben. Daß dem Gefange⸗ nen auch das Recht der Berufung freistand, will ich nur nebenbei bemerken, es wurde davon auch häufig Gebrauch gemacht.— (Schluß folgt.) Ein Märchen. Ich wandre mit meinen Gedanken zurück Und seh' mich im traulichen Stübchen, Zu Füßen der Mutter. Ihr zärtlicher Blick Ruht liebevoll auf ihrem Bübchen.— Es dämmert, und draußen, da ee toll, Die Flocken in lautlosen Spielen Und im Ofen, da knistert's geheimnisvoll Zu dem Huschen des Scheins auf den Dielen. Und die Mutter erzählt von dem Königs⸗ Hoch droben auf luftigem Berge, schloß, Von den Rittern, die auszogen hoch zu Roß, In den Kampf gegen Alfen und Zwerge; Von den edelen Fraun und der Königin, In goldenem, glitzernden Kleide, Von dem König, so stolz und so trotzig von Sinn, Auf dem Throne von Purpur und Seide. Und das Königspaar hatte ein Töchterlein, Das von göttlicher Huld ihm beschieden, So lieblich und zart, so hold und so fein, Wie der Frühling in duftenden Blüten. Sein silbernes Blondhaar, sein Elfengewand Umfloß es in schimmernden Strahlen. Auf dem Haupt trug's ein Krönlein aus Diamant 40 Hoch droben auf luftigem Berge Und es schützen als Reitersmann, hoch zu 0 Gegen Nixen und Alfen und Zwerge. „Versuch es, mein Junge,“ die Mutter g sprach; „Es jagen zeitlebens so viele Den Träumen der Jugend, den goldenen, nach, Das Glück vielleicht hilft dir zum Ziele!“ Die Zeiten entschwanden nur allzu ge⸗ 5 schwind, Verblaßt ist der Jugendzeit Schimmer; Doch das Märchen vom lieblichen Königs⸗ kind Umfängt meine Sinne noch immer.— Ich hab' es gehalten, was einst ich ver⸗ „„ 5 sprach Und gesucht in viel tausenden Stunden. Doch habe ich bis zu dem heutigen Tag Das Königskind nirgends gefunden. Und die Füßchen in güldnen Sandalen. Einst stieg das Prinzeßchen, gelockt von der Pracht Und berauscht von der Nachtigall Lieder, In mondheller lieblicher Maiennacht Von dem Schloß in die Auen hernieder. Da hört es am Waldsaum, wie's kichert b und lacht Und den Klang von Schalmeien und Geigen. Es feiern die Elfen Walpurgisnacht ö Und tanzen und schlingen den Reigen. ö Sie lockten mit Kosen und Schmeicheln, so weich, Sie warben mit Sehnsucht und Flehen. Das Königskind zog's in ihr Zauberbereich Dann ward es nicht wieder gesehen. Hier endet das Märchen. Des Königs Be⸗ mühn, Das Geheimnis der Nacht zu erkunden, War eitel Bestreben, kein Bote erschien, Das Prinzeßchen blieb immer verschwunden. Das war, ach so traurig; mein Mütterchen schwieg; Ich fühlt', wie die Pulse mir klopften, Wie ein endloses Weh meine Brust beschlich Und voll Kummer die Aeuglein tropften. Und draußen, in Herden zusammengeschart, Tippten leis an die Fenster die Flocken; Aus der Ferne, von lustiger Schlittenfahrt, Klang verloren das Klingen der Glocken. der konfirmierten Johannesgemeinde. Das holde Prinzeßchen erfüllte fortan Mein Sinnen. Ich wollte es suchen In goldenem Wagen, voll Marzipan, Voll Puppen und Torten und Kuchen. ö Dann wollt' ich es bringen zurück auf das Schloß, Abends 6 Uhr: Pfarrer Mahr. Februar 1920. L. Frech. Uirchliche Anzeigen. Sonntag den 7. März. Okuli. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9¼ Uhr; Pfarrassistent Dr. Bingel.— Vormittags 11. Uhr: Kinderkirche für die Markusge⸗ meinde: Pfarrassistent Dr. Bingel.— — Mon⸗ tag den 8. März abends 8 Uhr: Vereini⸗ gung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. — Donnerstag den 11. März abends 8 Uhr im Markussaal für Frauen und Männer der Markusge⸗ meinde Vortrag über das Thema„Wie 1 2 ward Luther zum Reformator?“ In der Johanneskirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Ausfeld.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde: Pfarrer Ausfeld. Abends 6 Uhr: Pfar⸗ rer Bechtolsheimer. Abends /8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Johannesgemeinde.— Mon⸗ tag den 8. März abends ½8 Uhr: Ver⸗ einigung der konfirmierten weiblichen Ju⸗ gend der Lukasgemeinde. 10. März abends 6 Uhr: Passionsgottes⸗ dienst: Pfarrer Ausfeld.— Freitag den 12. März abends ½8 Uhr: Vereinigung weiblichen Jugend der Am kommenden Sonntag den 14. März findet im Abend⸗ gottesdienst Beichte und Feier des heiligen Abendmahls für Lukas⸗ und Johannesge⸗ meinde statt. Die Gemeindepfarrer erbitten vorherige Anmeldung. 5 Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch⸗ und Steindruckerel R. Lange, Gießen. — Mittwoch den In den buches, de glänzt der 308), ist Kreuzes. die Vergc gen müsse gespieen, höhnend samen S Dornenkr. datenman die Hand ruhig get himmlisch ihn. Die Belohnun schmäht l als„Sieg klärte M geben all Erden. Noch h den, der Frömmig Kurse, m Gefühle s Freigeist voller al Gebet wi Menschen Der Cl Ruhe. Ki Schmach ten Gotte daß der getragen und dem Er Ge Ru Ko Urgr. V. Heute Glasschra