lich auf⸗ zu för⸗ zerke der Kinder ben ein⸗ dvent. Inneren / Uhr: bes heil. Markus⸗ r: Kin⸗ Pfarrer Becker. abends n weib⸗ ide. 5 S Uhr: r Mar⸗ 72 Uhr: d Feier i8= und 8 11 meinde: 5 Uhr; Bibel⸗ r Becker. abends mierten nde im zember, konfir⸗ hannes⸗ zember, rsamm⸗ hannes⸗ ig über mittags Unter⸗ Abends zes und zählun⸗ abends end für Frau e Dar⸗ oche an 125 mittags Unter⸗ je Dar⸗ nerzäh⸗ Preise Ichreib⸗ druckerel ihm als dem Kraftquell für dein Wirken onntagsgruß Gemeindeblatt fuͤr die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 48 Gießen, 2. Advent, den J. Dezembr. 1920 9. Jahrg. Advent im menschenherzen. Psalm 119, 10. Ich suche dich von ganzem Herzen. Ein Seelsorger wurde einmal von Ettern gebeten, er möge doch ihre Tochter besuchen; sie sei schwer krank, zeige sich aber unzu⸗ gänglich für jeden religlösen Zuspruch. Der Seelsorger ging hin und redete freundlich mit der Kranken, ohne das religiöse Gebiet zu berühren. Zum Schluß aber sagte er: „Nicht wahr, Ihre Angehörigen haben Sie recht geplagt mit religiösen Gesprächen?“ Sie nickte.„Ist's Ihnen recht,“ fuhr der Seelsorger fort,„wenn ich Ihren Leuten sage, sie sollen in dem nächsten halben Jahre keine Silbe mehr von Gott oder Christus zu Ihnen sagen?“ Da wurde die Kranke nachdenklich und sagte über eine Weile:„Das möchte ich doch nicht; denn ich weiß nicht, ob ich noch ein halbes Jahr leben werde.“„Wollen wir sagen drei Mo⸗ nate?“„Auch das nicht, wer weiß, ob ich sie erlebe.“„Wie wär's mit einem Monat?“ „Ach nein,“ sagte die Kranke,„so bis auf einen bestimmten Tag es aufschieben, das möchte ich doch nicht gern.“„Sie haben ganz recht,“ sprach der Seelsorger,„auch ich bin der Ansicht, es ist gut, diese Sache nicht aufzuschieben; wir wollen am liebsten gleich jetzt auf der Stelle von Gott und von dem Herrn Jesus reden.“ Und er redete mit ihr und betete mit ihr. Und siehe, das Herz wurde ihr leichter und freier, und von Stund' an hörte sie es gern, wenn man über Gottes Wort sprach. Jesus Christus ist aber nicht nur der Heiland der Kranken und Schwachen, der Tröster der Sterbenden, der Retter aus Todes not. Er ist auch der Hort der Lebenden, der Segenspender für die Schaffenden. Darum tust du gut und handelst nur in deinem Interesse im Hinblick auf den Erfolg deines Lebenswerkes, wenn du die Bundes⸗ genossenschaft mit Jesu nicht hinaus⸗ schiebst, bis du auf dem Krankenbett liegst und vor dem ewigen Richter zitterst. Gehe heute noch zu ihm und verbinde dich mit und Schaffen. i „Suche Jesum und sein Licht, Geschichten und Bilder aus Alt⸗Gießen. 27. Eine Beschreibung von Gießen aus dem Jahre 1792. Mitgeteilr von Dr. Karl Esselborn. (Schluß.) Was aber Mutter Natur dieser an mo⸗ ralischen Eigenschaften im Superlativ ver⸗ lieh, das erhielt die Ehegenossin des Herrn Koch an physischen. Ihr Ge ponse soll ein ganz guter praktischer Arzt sein, aber zu⸗ weilen etwas unbestimmt sich ausdrücken: so verschrieb er sich neulich einmal:„Cremor Tart. quantum satis— für mich.“ Da er Fähigkeiten hat und noch jung ist, so maußt — ich erlaube diesen Ausdruck!— er sich vielleicht noch für den Katheder. g Thoms) ist seinem Fache gewachsen und dabei ein ehrlicher Mann. Aus einem Dutzend Kochs würde man, und stieße man sie auch im Mörser, kaum einen Seines⸗ gleichen herausbringen. Herr Dietz?) könnte von seinen Interessen leben und wurde daher sehr weislich handeln, wenn er dem berühmten Dr. Ackermanns) zu Mainz seinen Lehrstuhl räumte. Wir wollen indessen keineswegs sagen, daß es Herrn Dietz an theoretischen Kenntnissen mangele. Der Professor Jaupé) ist zwar nicht als Schriftsteller bekannt, aber er nützt, beim Zeus, der Universität Gießen mehr als ein ganzes Rudel der unnützen Geschöpfe, die sich nur darauf einschränken, für die Maku⸗ laturbuden zu arbeiten. 5 Herr Musaeus!0) besieht seine werte Person stets im Spiegel, welcher mir gleich nach meiner Ankunft, als ich mit einigen Freunden seinem Hause vorbeiging, die Kopie seiner vordern Hälfte dem untern Fenster herauswarf. Ich ward verhindert, seinen Vortrag zu hören. Er hat großen Beifall und ist übrigens, von allen Seiten betrachtet, ein recht würdiger Lehrer. ) Georg Thom, Mediziner, 1757-1803. Joh, Ludwig Friedrich Dietz, Mediziner, 17461808 ) Jakob Fidelio Ackermann, Jurist, 1765 bis 1815.. ) Helwig Bernhard Jaup, Jurist, 1750 bis 1806. 10 Joh. Daniel Heinrich Musaeus, Jurist, Alles andre hilft dir nicht!“ 17491821. — 190— Waltherlt) ist ein lichtvoller Kopf. Mit ihm schließen wir die Musterung der Pro⸗ fessoren, die auf der Ludwigsuniversität paradieren. Der Preis der Nahrungsmittel ist in Gießen wohlfeil. Im Riesen z. B. hat man eine ganz gute Mittagsmahlzeit für zwölf Kreuzer und eine hübsche Wirtin dazu. Der schwarze Adler wetteifert mit diesem Gasthause in Ansehung des letzten Vorzugs, und er würde den Sieg erhalten, wenn der Herr Gasthalter bessere Speisen auf⸗ tragen ließe und weniger eifersüchtig wäre. Der Traiteur, Herr Damert?e), tut viel für wenig Geld. Einigen fehlt der nervus rerum gerendarum zum Fettankaufe, wes⸗ halb ihre Kostgänger nie in Gefahr geraten werden, sich den Magen zu verderben. Madame Kriegerts) versündigt sich nicht an ihren Tischherrn; sondern gibt ihren Mägen bessere Aufgaben, als jene für ihre äußerst geringe Bezahlung erwarten kön⸗ nen. Ihre Amtsgenossinnen, Madame Wil⸗ lichin und Lexin, zu Jena verhalten sich zu ihr wie angehende Lehrjungen zum Meister. Die ärmern Landeskinder genießen hier eine Olla⸗Potrida unter dem Titel eines Freitisches, die ein gewisser Metzger aus den sorgfältig aufbewahrten, unbrauch⸗ baren Resten seiner Konsumtion tagtäglich zweimal präpariert. Für wenige Kreutzer kann ein Musensohn, dem die Hektik seines Beutels ein förmliches Abendessen versagt, hier sattgemacht werden. Den reichern be⸗ dient der wohlgemästete Schöpse, Herr Schib⸗ ber, für ein halbes Kopfstück so gut, daß er ein Vielfraß sein müßte, wenn er eine stärkere Ladung mit ins Bett nehmen wollte. Der Wein macht von der allgemeinen Regel der Wohlfeilheit eine Erzeption. Der Rebensaft, den die hiesigen Wirte verzapfen, ist teils mit heterogenen Stoffen kopuliert, teils an und für sich so schlecht, daß man mur an jenaischen Landwein, welcher unter dem Namen Krätzer sehr bekannt ist, gewöhnt sein mußte, wenn man ihn loben könnte. Doch will ich das Kindlein nicht mit dem Bade ausschütten. Ich habe hier in einigen Privathäusern mich überführt, daß die Zun⸗ gen ihrer Besitzer auch für ein allerliebstes Stählchen empfänglich sind. Das Bier hält hier im Durchschnitt mit dem Weine gleichen Schritt. Blähungen, Kopfschmerzen, Leibweh, Diarrhöen und Strangurien züchtigen nur gar zu oft den, der eine stattliche Portion sorglos zu sich nimmt. 11) Friedrich Ludwig Walther, Kameralist, Landwirt und Forstmann, 1759— 1824. 12) In unseren Kirchenbüchern wird um das Jahr 1790 öfters ein„Tischhalter“ Johann Christoph Damer erwähnt. 18) Die Genannte ist vermutlich die 1799 im Alter von 79 Jahren verstorbene Witwe des Universitätsbuchhändlers Krieger. In der Kunst, das Naschmaul durch ge⸗ brannte Wasser zu täuschen, hat der Him⸗ mel einem gewissen Provisor oder Nach⸗ mediziner, Niebold, die seltensten Gaben verliehen. Er gebe ihm künftig mehr Ge⸗ wissenhaftigkeit und seinen Kunden Einsicht. Der hier unter den Studenten herr⸗ schende originelle Ton hat uns bei weitem besser gefallen als das gezwungene Wesen von is akademischen Bürgern, die den Burschen auf die lächerlichste Art kopieren und, wenn ihnen einmal eine Halbe Bier, wie sie zu sagen pflegen, ein Pereat aus⸗ preßt, sogleich den Laufzettel unter die Füße nehmen müssen. Eine lobenswerte Freiheit überhebt hier den Sohn Minervens über Universitätsdespotismus zu seufzen. Dem⸗ ohngeachtet hört man nicht von so vielen Ungezogenheiten, als** stündlich auf⸗ weisen kann, dessen übertriebne Gesetze nur für ein Utopien geschrieben sind. Die Zahl der hiesigen Studenten beläuft sich ohngefähr an zweihundert. Sie erzeigten mir viel Ehre, nahmen mich mit auf die Jagd, welche hier die Herrn Musensöhne zum freien Gebrauch haben, allein wir trafen, wie es gewöhnlich der Fall sein soll, nichts an. Indessen stieß ich doch auf einen Baum, der mit einigen tausend Sta⸗ ren besetzt war. Ich gab sogleich Feuer, allein nicht ein einziger fiel; alle flohen mit großem Geschrei fort, nur einen Ast, dessen Diameter jedoch seine zwei Zoll messen konnte, hatte ich herabgeschossen. Eine schöne Straße hat Gießen. Man nennt sie„an die neue Bäu“. Mein kleiner Sohn sagte, er mache sich die Vorstellung, daß es wohl auf gut teutsch„an den neuen Gebäuden“ heißen solle. Ein großer freier Platz führt den Namen„Brand“. Herzanziehende Reize hat die Gießner Gegend: ländliche Gärten, schöne Obst⸗ bäume, Fruchtfelder, Wiesengründe, waldigte Anhöhen mit alten Ruinen und lachende Täler drehen lieblich durcheinander. Ein Winter an der Bzura. Aus dem Kriegstagebuch des Hauptmanns d. R. Landgerichtsrat Trümpert in Gießen. (Fortsetzung.) Unser Haus ist aus Holzbalken errichtet, einstöckig, mit Strohdach. Das von Leut⸗ nant Thüre und mir bewohnte Zimmer ist hübsch weiß getüncht. An der Wand hängt eine gemütlich tickende Uhr mit Schlagwerk und eine kleine Photographie der früheren Bewohner, eines jungen Ehepaares mit einem Kind. Wo mögen die jetzt sein? Ueber dem Bild eine ewige Lampe, die wir manch⸗ mal anzünden. Die Einrichtung des Zim⸗ mers ist dieselbe, wie im Haus in Bronis⸗ lawy. Auf der andern Seite des Flurs liegt die Küche, die noch geräumiger ist wie unser Zi übertünch Kommt 1 einem ei Raum m erhellt. 2 grüne un den hän⸗ Im Koch befindet, großen T etwas ru lend. Es Ganzen qualm. E: mexikanis. Gnesen ii sich von spielt aber Korona fi und Schn mein Vat niert hat, mals. Wi Darmstadt bei Liebes dem Grie Frühlings Um zu Leiter zun Strohdach dem das sehr beque zugig, aue Infanterie das Stroh Im Hof brunnen u Scheuer m Trompeter ich auf ein Raum täg! e das Wohn 5. Batterie lich von 1 Glück zünk zwei Leute verletzt. He seine Wohn tungsstelle Eine gro abends die verteilt wer men jetzt al ziemlich un Tage. Ich Kinder. O, sucht, nach 25. 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Die Korona singt, von ihm begleitet, Kouplets und Schnadahüpfel. Auch den Marsch, den mein Vater für mein Regiment 61 kompo⸗ niert hat, spielte der Trompeter schon mehr⸗ mals. Wie manchesmal habe ich ihn in Darmstadt von der Regimentsmusik gehört, bei Liebesmahlen und beim Ausrücken nach dem Griesheimer Uebungsplatz an schönen Frühlingsmorgen. Um zu beobachten, steigen wir auf einer Leiter zum Bodenraum des Hauses. In das Strohdach ist ein Schlitz geschnitten, an dem das Scherenfernrohr steht. Das ist sehr bequem, nur ist es da oben kalt und zugig, auch saust hier und da einmal ein Infanteriegeschoß durch den Schlitz oder das Strohdach. Im Hofe hinter dem Haus ist der Zieh⸗ brunnen und der Kartoffelkeller, sowie eine Scheuer mit Stall, in dem das Pferd des Trompeters steht. Hinter der Scheuer mache ich auf einem kleinen gegen Sicht gedeckten Raum täglich meine Spaziergänge. 21. Januar 1915. Heute ging in das Wohn⸗ und Beobachtungshaus der 5. Batterie, die etwa ein Kilometer nörd⸗ lich von uns steht, ein Volltreffer. Zum Glück zündete er nicht, auch wurden nur zwei Leute durch losgerissene Steine leicht verletzt. Hauptmann Fresenius verlegt jetzt seine Wohnung nach Erminow, die Beobach⸗ tungsstelle in dem Hause behält er aber bei. Eine große Freude herrscht immer, wenn abends die Post und häufig auch Liebesgaben verteilt werden. Die Weihnachtspakete kom⸗ men jetzt allmählich an. Die Briefpost kommt ziemlich unregelmäßig, meist braucht sie zehn Tage. Ich erhielt heute reizende Bilder der Kinder. O, wie groß ist oft meine Sehn⸗ sucht, nach meinen Lieben daheim. 25. Januar 1915. 500 bis 600 Meter vor uns liegt das Dorf Antoniew, vor dem sich unser vorderster Schützengraben hinzieht. Ich war schon öfter dort, habe auch mit Beobachtung aus dem Schützen⸗ graben geschossen. Wir haben ständig Tag e unser Zimmer. Die Balken sind hier nicht Kommt man hier abends hinein, bietet sich Bild. Der große 5 schwach erhellt. Auf dem großen Strohlager liegen grüne und rote Schlafdecken, an den Wän⸗ den hängen Kleidungsstücke und Waffen. Im Kochherd, über dem sich der Rauchfang Um den großen Tisch sitzen in Hemdärmeln bärtige, etwas rußige Gestalten, eifrig Karten spie⸗ achter und einen Telephonisten vorn bei der Infanterie. Wir sind telephonisch mit dieser verbunden. Meinen Freund Schmitt, der auch immer einige Tage mit meinem Ba⸗ taillon in Autoniew liegt, habe ich schon öfter da besucht. Es ist sehr schön, daß wir uns hier öfter sehen können. Heute nach⸗ mittag war ich in Erminow, um mir die Unterbringung der Pferde anzusehen. Wäh⸗ rend dieser Zeit schossen die Russen in das Dorf und dann auch in die Feuerstel⸗ lung. Fahnenschmied Bausch wurde durch einen Prellschuß ganz unbedeutend verletzt und bleibt bei der Batterie. 26. Januar 1915. In der letzten Nacht erwachte ich durch ein eigentümliches Surren. Ich setze mich auf. Kein Zweifel, die Russen schießen mit Schrapnells und aus⸗ gerechnet auf unser nettes Häuschen. Die Sprengstücke fliegen gegen die vordere Stu⸗ enwand. Die Taschenlampe angeknipst; es ist drei Uhr. Noch nie haben die Russen nachts gefeuert. Was soll das bedeuten? Ich wecke Leutnant Thüre. Unsere Leute im Haus schlafen getrost weiter, bis wir sie wecken. Telephonische Aufrage bei der In⸗ fanterie. Antwort: Die feindliche Infanterie verhält sich ruhig. Wir ziehen uns an, um unser Häuschen verlassen zu können, falls es einen Volltreffer erhält oder in Brand Lerät. Nach etwa 15 Minuten hört das Feuer auf, und es bleibt ruhig bis zum Morgen. 1 27. Januar 1915. Heute in aller Frühe wurde von allen Batterien ein Kaiser⸗ salut von 101 Schuß verfeuert. Das Feuern der vielen Batterien bei Nacht, das hier häufig vorkommt, bietet einen eigenartig schönen Anblick, ringsum am Horizont das Aufleuchten der zerplatzenden Geschosse. Um ½6 Uhr abends lasse ich die Batterie hinter unserer Scheuer antreten, richte eine kurze Ansprache an sie, die in einem dreimaligen Hurra, begleitet von je einer Gruppe(Salutschießen), endigt. (Fortsetzung folgt.) Uleine Mitteilungen. Wartburg verein. Donnerstag den 25. November fand in der neuen Aula der Universität zum Besten der Jugendfürsorge des Vereins ein Konzert statt, zu dem sich eine Anzahl Musiker von Fach mit Musik⸗ liebhabern(Freunde und Mitglieder des Zereins) zusammengetan hatten. Das kleine Orchester hielt sich unter der frischen Lei⸗ tung seines noch jugendlichen Dirigenten Heinrich May sehr wacker. Jedem Einzelnen merkte man den Eifer an, mit dem er sich in den Dienst der guten Sache gestellt hatte. Das Programm war verständnisvoll zu⸗ sammengestellt, lauter gute Musik, die auch dem weniger musikalisch gebildeten Teil der und Nacht einen Unteroffizier als Beob⸗ . Zuhörer leicht eingehen konnte. Etwas seicht waren Oelschlägers Trio und Serenade. Aber hier entschädigte die von Herrn Wigger kunstvoll gespielte Harfe und Herrn Konzert⸗ meister Vollbrechts Geige, die sich klangschön in den höchsten Lagen bewegte; ebenso ver⸗ dient der sichere und weiche Strich des Cellisten, Herrn Zimmer, erwähnt zu werden. Herr Vollbrecht trug auch(und zwar erfreu⸗ licherweise mit Begleitung des Orchesters, was jetzt nicht immer geschieht) Mozarts herrliches D⸗Dur⸗Konzert vor. Wer, wie der Berichterstatter, mit diesem Konzert groß geworden ist und es von den hervorragend⸗ sten Meistern gehört hat, der durfte eine gewisse Ruhe und Ausgeglichenheit ver⸗ missen, die nun einmal für Mozart unent⸗ behrlich ist, aber er mußte doch an der Wiedergabe als solcher seine Freude haben; denn Herr Vollbrecht spielte mit Hingebung und innerem Feuer und wußte sowohl dem markigen Charakter des ersten Satzes wie dem lieblichen Andante und dem fröhlichen Rondo überzeugenden Ausdruck zu geben. Das Orchester folgte ihm mit sichtlicher Aufmerksamkeit, so daß es einen guten Klang gab. Das war besonders auch bei der Beet hovenschen G⸗Dur⸗Romanze der Fall, die Vollbrecht als dankbar begrüßte Zugabe spendete. Um den Erfolg des Abends machte sich endlich auch Herr Julius Hahn aus Gießen verdient, der mit geläufiger Technik und feiner Auffassung drei deutsche Tänze von Beethoven zu Gehör brachte. Alles in ällem, dürfen der Wartburgverein und die Ausführenden stolz darauf sein, daß sie die großen Schwierigkeiten, mit denen heut⸗ zutage eine jede solche Darbietung ver⸗ bunden ist, überwanden und den sehr zahl⸗ reich erschienenen Hörern einen genuß⸗ reichen Abend zu bereiten vermochten. Prof. Dr. Krüger. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 5. Dezember. 2. Advent. In der Stadtkirche. Vormittags 9/ Uhr: Pfarrer Becker.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Becker.— Abends 5 Uhr: Pfarrer Mahr. Beichte und Feier des heiligen Abend⸗ mahls für die Matthäusgemeinde.— Mon⸗ tag den 6. Dezember, abends 8 Uhr: Ver⸗ sammlung für Männer und Frauen der Markusgemeinde im Markussaal.— Ver⸗ einigung der konfirmierten männlichen Ju⸗ gend der Matthäusgemeinde.— Dienstag den 7. Dezember, nachmittags 4 Uhr: Frauenmissionsverein.— Donnerstag den 9. Dezember, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. In der Johanneskirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Ausfeld. Beichte und Feier des heil. — 192— Abendmahls für die Militärgemeinde.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde: Pfarrer Ausfeld.— Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls für die Lukasgemeinde.— Abends ½8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Johannesgemeinde.— Montag den 6. Dezember, abends ½8 Uhr: Vereini⸗ gung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde. * Wartburg⸗ Verein. Sonntag den 5. Dezember, nachm. 2 Uhr: Unterhaltung und Spiele im Heim. Abends 8 Uhr im Markussaal, Kirchstraße 9: Fa⸗ milienabend für sämtliche Abteilungen, zu dem besonders die Eltern unserer Jugend eingeladen sind. Rezitationen: Frau Men⸗ delssohn-Bartholdy; musikalische Darbietun⸗ gen des Jugendstreichchors mit Unterstützung des Herrn Schmalz. Eintritt laut Beschluß der Mitgliederversammlung vom letzten Sonntag abend für Mitglieder und Ange⸗ hörige je 50 Pf. Nichtmitglieder 2 Mk. Alle Plätze sind numeriert.— Wir lassen hier die Namen unserer Freunde und Mitglieder folgen, die an dem in dieser Nummer er⸗ wähnten Konzert vom 25. d. M. außer den darin bereits Genannten mitgewirkt haben: Otto Schäfer, H. Diehl, H. Nicolai, K. Philipp, W. Sinning, Jul. Schmitz, W. Anton, A. Staudt, H. Junker, W. Mank, W. Gartenschläger, M. Bertram, K. Schnei⸗ der, K. Währum, W. Held, H. Sack, H. Hansen, W. Schmitz sen., K. Blick, Br. Bayer, K. Mahnkopp, H. Bollmann, L. Schmalz, L. Katz. Jedem Einzelnen sagen wir für die Mitwirkung im Namen unseres Wartburgvereins herzlichen Dank. Die Ausführenden haben sich den aufrichtigen Dank aller Besucher des Konzerts erworben. * Evang. Arbeiterverein. Sonntag den 5. Dezember, abends 8½ Uhr, erster Vortragsabend im Gewerbe⸗ haus, Kirchstr. 16 part. über„Gesundheits⸗ pflege in der Familie“. Referent: Herr Kaufmann Scholz. Der Vortrag verspricht äußerst interessant zu werden. Wir bitten Angehörige und Gäste mitzubringen. Ein⸗ tritt frei, auch für Gäste. Karten zu dem am Sonntag den 12. Dezember im Jo⸗ hannessgal stattfindenden Kammermusik⸗ abend, bei dem außer namhaften musikali⸗ schen Kräften Frau Mendelssohn⸗Bartholdy, eine Künstlerin von bestem Ruf mitwirkt, sind zum Preise von 1 Mk, im Reformhaus, Kreuzplatz, sowie bei Friseurmeister Bütt⸗ ner, Landgraf⸗Philipp⸗Platz und Schreib⸗ warenhändler Bingel, Lindenplatz zu haben. Man sichere sich rechtzeitig Karten. Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindruckerei [R. Lange, Gießen. 6 Geme Nr. 49 Jesaia 9. Im S. mens au Naturforf der mit d wir uns Glauben, findungst Kulturstu Bestrebun hereinbrec alter ihre ihren Le glücklicher machen w feststellen aussagen eine eing Naturwiss waltiges wie auf und der H geführt, s. der hinter höherem gewirkt. Fliegerbon Giftgase, wir wisser Nein, findungsku Menschen nur der re Erfahrung tätigkeit E macht hat, Seite auch Seele einzi schen Mack fürst, einm dann wird Erfolge ze Menschenal sprochen ha Ohne mich Bilder Von Studi 99 Nachdem Bildern“ Kriegsgefan