sorgenvoll inen Blick! Herr t beschwert m uns, be⸗ it ruhigem, r eine er n, die ge⸗ em Bangen Zukunft zu gericht, das ründen kön⸗ r, nicht dem Menschen Macht, die d die allein ag, das die tan unsag⸗ zt. Sind wir der himm⸗ Heimsuchung achsen lassen ten und auf met her zu beladen seid, aronin R. Okuli 8 9½ Uhr: 5 11 Uhr: usgemeinde. Ihr: Pfarr Uhr: Ver⸗ nlichen Ju⸗ Dienstag jr: Frauen⸗ t 26. März, enst. Pfar⸗ ärz, abends ierten weib id Markus⸗ nittags 9½ — Vormit⸗ die Lukas⸗ heimer. Steindruckedel onntagsgruß Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 3 Gießen, Latäre, den 30. März 1919 8. Jahrgang der schweigende Jesus. Evangelium des Matthäus 26, 62 und 63. Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts zu dem, das diese wider dich zeugen? Aber Jesus schwieg still. Es ist i er Leidensgeschichte des Hei⸗ W f 5 Es ist in der Leidensgeschichte des Hoi stens werden die Engländer sagen, daß wir uns noch zu Tode protestieren. Im Unglück und dem Unrecht gegenüber würdig schwei⸗ landes sehr bemerkenswert, daß er auf die heftigsten Anklagen seiner Feinde kein Wort erwidert. Ob sie ihn einen Gotteslästerer oder einen Tempelschänder oder einen Re⸗ bellen nennen, Jesus schweigt. Er schweigt im Bewußtsein, daß alle Macht der Sünde und alle Hinterlist ihm nichts anhaben kön⸗ nen, zugleich in der Gewißheit, daß sein himmlischer Vater seine Sache zum Siege führen wird. Daß die Seinen das Unrecht schweigend ertragen sollen, hatte er schon früher gesagt. Das von vielen als sehr merk⸗ würdig aufgefaßte Wort aus der Bergpre⸗ digt, daß man dem, der uns einen Streich auf den rechten Backen gibt, auch den andern bieten soll, will— allerdings in sehr zu⸗ gespitzter Form— sagen, daß es besser ist, Unrecht schweigend zu ertragen, als laut da- gegen Protest einzulegen. 5 . Die Deutschen der Gegenwart handeln in dieser Beziehung weder nach den Worten noch nach dem Beispiel Jesu. Das politische Leben dieser Tage erschöpft sich fast im Pro⸗ testieren gegen die Rachepläne der Feinde. Protestversammlung auf Protestversamm⸗ lung wird abgehalten,„energischer“,„flam⸗ mender“ Protest wird gegen die Bedingan⸗ gen erhoben, die der Feind uns bei dem künftigen Friedensschlusse stellen will. Selbstverständlich haben diese Versammlun⸗ gen auch ihr gutes Recht, aber ihre unge⸗ heuere Häufigkeit macht sie allmählich wir⸗ kungslos. Einst nannte man uns das Volk der Dichter und Denker, dann waren wir das Volk der Soldaten und Techniker, jetzt laufen wir Gefahr, bei unseren Gegnern in den Ruf zu kommen, ein Volk von Schwätzern zu sein. Oft reden jetzt am lautesten die, die im Kampfe wahrlich nicht vorn gestanden haben. Es gibt Menschen genug, die sich bei diesen Versammlungen äußerst wohl fühlen. Wenn das Versammlungslokal gut gefüllt ist, so berichten sie das mit derselben Genugtuung, als wenn unsere Diplomatie einen großen Erfolg errungen hätte. Abend für Abend lassen sie sich erregen, anstatt daß sie arbei⸗ ten, endlich einmal innerlich zur Ruhe zu kommen, und zusehen, daß unser Volk sich ge⸗ schlossen hinter die Heerführer und Diplo⸗ maten stellt, die in diesen traurigen Zeiten seine Sache zu führen haben. Welchen Nutzen haben seither die Versammlungen gehabt, in denen man die Rückgabe der deutschen Kriegsgefangenen gefordert hat? Man muß unsere Gegner kennen, um einzusehen, daß sie weder nach„energischen“ noch nach „flammenden“ Protesten etwas fragen. Höch⸗ gen, ist größer als sich in leeren Deklama⸗ tionen ergehen. H. Johann henrich Schaffftädts Gießener Chronik 1770— 1825. (Fortsetzung.) „Anno 1790 d. 20ten Febr. ist unser bester teuscher Keißer Josep der zweitte mit tod abgegangen.“ „Anno 1790 d. ten April ist unser durch⸗ lauchstiger Landgraf Ludwig der IXte in Pirmasens mit tod abgegangen.“ „Anno 1790 d. Aten May sind die Ecks⸗ cusions Truppen wieder von Bißhofheim in Gießen ein gerückt.“ „Anno 1790 d. 28ten May hat sich der Feld Webel Hoffmann in das hut macher chmalen hauß auf dem lintenblatz tod⸗ geschossen.“ „Anno 1790 d. Aten Juny hat sich ein Spenglergesell aus Memmingen so in Ar⸗ beit bey dem spenckler linck wahr, von des H. Profesor Schmitten haus in der Wagen⸗ gaß zu tod gefallen.“ Im Kirchenbuch der Stadtkirche steht:„Johann Georg Gabler, ein Spenglergesell von Memmingen, siel sich zu Tode, da er die Dachrinne anschlagen wollte, seines Alters 24 Jahr.“ Er wurde am 3. Juni begraben.“ „Anno 1790 d. 21ten Septem ist der landgraf von Hessen Cassel mit seinen Trup⸗ pen an 6000 Mann durch unser Stadt nacher Bergen bey Frankfurt ins lustlager wegen der Kaiserkrönung den Eten Octoper ist des Keiser Josep Bruder der Leopold in Frank⸗ furt zum Keiser gekrönt worten. d. 19 ten Octoper sind die hessen wieder zurück durch unser Stadt. den selbigen tag hats in gro⸗ ßen Buseg gebrannt 4 ganze häußer und 6 scheuern ab.“ „Anno 1790 d. Zten July haben die Schwädischen Mattrosen nach verlohrner Seeschlacht mit den Russen dies lied(ge⸗ fungen: 1 0 1 40 70 . 4 1 FF e 5 2 550 Da ziehen wir aus dem Bluttigen Streit meister von Hanofer. 1792 d, 29ten Julius ein kleiner über Rest. Was hilft nun Geist und Tapferkeit wen uns das Glück Verläßt. Doch wen es auch Verderben speitt Selbs aus der höllen Gluth. Wir bleiben den noch Schlagbereith gelängt auf unsern Muth. Es rühmt sich der ersiegten Schlacht ein zwey mahl Stärkers heer. Wir kämpfen seiner über Macht trotz dem Empörten meer. Zwar sehen wir den verlohren Streit mit recht als unglück an. Doch bruder trost die Schuldigkeit die haben wir gethan. Wie mancher prafer Schwäde fiell der wie ein Herkul stand Im graußen vollen Schlagtgewiell ein held dem Vatter land. Wenn auch der tod uns all zerris ha das bewust sein lohnt Das noch der Alte Schwäden Geist in unsern Hertzen thront. Im unglück nie ein Schwäde bebt Senck auch die letze Kraft So lang 118 weisser König lebt uns rath und Mittel schaft. Drum heil dem großen Gustaf heill Gott halte seinen thron Ein bessres loos werd ihm zu theill Heill unser Natsion.“ „Anno 1791 d. 15ten Feber: Ist meim ausgelährnter Jacob Bruckel von Watze⸗ born in die Fremd.“ „Anno 1791 d. 1gten Feber: Junge Ernst Heinrich Matthias sein Meister hat der 2 Stück aufgewiesen das Meister Geld zahlt zu R fl. 15 Kr.“ „Anno 1791 d. löten Mertz ist der Emmel wieder in Stockhauß gebracht worten.“ Dambor Ernst auf der Haubtwacht erhenckt.“ Hiervon meldet das Kirchenbuch nichts, da Selbstmörder nicht kirchlich beerdigt wurden. „Anno 1791 d. 12ten Feber: ist die leichen Kass bey uns errichtet worten von zwey hundert Mann.“ ist er wieder weg von mir.“ „Anno 1791 d. 24ten July ist dem Deher sein zweiter Sohn bey der pulfer mühl in 82 lahn ertrunken.“ Im Kirchenbuch steht, daß am 25. Juli beerdigt wurde„Moriz Dietrich— Deyers Taglöhners Sohn, wel⸗ cher in der Lahn ertrunken, alt 10 Jahr. „Anno 1791 d. 27ten August ist ein Holtzbauer, von Fellingshausen in der lahn ertrunken.“ „Anno 1792 haben die Fransossen ihren Könnig Ludwig den löten abgesetz und sich sich zu 15 91 Rebublick gemacht.“ „Anno 1792 d. Iten Mertz ist Kaiser Leopold mit tod abgegangen. Regirt 1 Jahr 5 Month 2 täg.“ „Anno 1792 d. 23ten Mertz habe mein hauß kauft vor zweyhundert u. 5 fl. habe es bauen lassen. den 23ten July bin ein⸗ gezohgen Gott verleye uns langes leben und seinen Reichen Seegen darinnen.“ „1816 habe den Hinterbau bauen lassen welcher mich auf Vierhundert Gulden kom⸗ men ist. d. ten August 1816 habe meinen Jüngsten Sohn 3 mir ziehen lassen.“ Die⸗ ses Haus stand in der Markstraße. „Anno 1792 d. 14ten July ist Könnig Franz zum Keisser gekrönet worten.“ „Zu Ruf an Teutonia: Sie komt die golden Zeit zurück und knüpft das Schönste Band erheiter deinen trauer Blick ver weistes Vatter land. Vor über ist was dich gequält ein trübes Virtel Jahr zum Kaiser ist ein Frantz gewählt der lang dein liebling wahr. Vor über ist dein weißer standt(Waisenstand ein weißer Vatter wird nun leiten durch den duncklen Raum der zeitten dich geliebtes deusches Vatterland. Frantz dem lieben neuen Kaisser Heil Dir wardt ein schönes loos g 12 ist ein Menschenfreund ein weißer „Anno 1791 d. Sten April hat sich der „Anno 1791 d. 28ten May ist unser gnädigster Landgraf das Erste Mahl als Regirenter herr in Gießen gewesen von hier ist er nacher Cassel gemacht den Iten Juny ist er wieder zu ruck kommen hat von den Stutenden des Abends eine Fackel Musick bekommen Vor das Posthaus. Den⸗ selbigen tag ist der Obrist von Freyden ge⸗ storben.“ Hier liegt ein Schreibfehler vor. es handelt sich um den Oberst August von Wrede. „Anno 1791 d. ten Julius habe in Arbeit bekommen Heinrich Gotlieb Bau⸗ und durch hertzens Adel groß.“ (Fortsetzung folgt.) Aus alter und neuer Seit. Die kürzlich im„Gießener Anzeigen ge⸗ brachte Notiz über das 50jährige 2 Dienstjubi⸗ läum des in weiteren Kreisen hachgeschüzten Kirchenrates Klingelhöffer in Lich läßt ei⸗ nige Erinnerungen aufleben, die für unsere Leser von Interesse sein dürften, zumal sie Streiflichter auf Verhältnisse werfen, die jetzt wieder zu Tagesfragen geworden sind. Der Großvater des Jubilars war auch Kirchenrat und von 1804 ab fast 50 Jahre Pfarrer in dem Gießen benachbarten Kirch⸗ berg. Vorher war er von 1794 ab„Bergpre⸗ diger“ in Thalitter, in dem damals hessen⸗ Quelle: Theodor Klingelhöffer Familiengeschichte. Frankfurt a. M. 1909 darmst „Groß dem wo in jedem sam a Pfarre Arzte Kling. ternin wertvr Nadel wo gr gemei komm. früher Di Trenn mals lösung gewest aus J Pfarr den berg Landy Mann mals Karto vierjä der K mit d „Er l verfaꝛ nach. Es nichts Land übte. ringe Verg wenn zu P zur! ten Mär fleisch wurd 2 Schu jetzt räub Pfar entsa nah die zu Dach Ger Gäst Pat belig sossen ihren etz und sich ist Kaiser irt 1 Jahr habe mein 5 fl. habe ly bin ein⸗ 5 leben und auen lassen zulden kom⸗ abe meinen Issen.“ Die⸗ ße. ist Könnig rten.“ lt Waisenstand) ten eitten d. — eit. nzeiger ge⸗ Dienstjubi⸗ chgeschätzten ich läßt ei⸗ für unsere „ zumal sie berfen, die orden sind. war auch t 50 Jahre irten Kirch⸗ „Bergpre⸗ tals hessen⸗ engeschichte. darmstädtischen„Hinterland“, das die dem Stammland angliedern möchten. Jetzt, wo im kleinsten Dorf ein Lehrer und in jedem größeren ein Arzt ist, mutet es selt⸗ sam an, daß in dem Bergmannstädtchen der Pfarrer sowohl den Lehrer wie vielfach den Arzt ersetzen mußte. Als solcher machte sich Klingelhöffer um die Einführung der Blat⸗ ternimpfung verdient. Er führte dabei die wertvolle Neuerung ein, daß er statt mit der Nadel mit der Lanzette impfte. Zur Zeit, wo größere Blatternepidemien, dank der all⸗ gemeinen Zwangsimpfung, nicht mehr vor⸗ kommen, weiß man kaum noch, welche Opfer früher diese ansteckende Krankheit forderte. Die neuerdings in Frage kommende Trennung von Kirche und Staat wäre da⸗ mals in bezug auf die erforderlichen Ab⸗ lösungssummen leichter wie jetzt zu lösen gewesen, da die Besoldung in erster Linie aus Pfarrländereien bestand. Geld bekam der Pfarrer wenig, so in Thalitter nur 220 Gul⸗ den(374 Mark) im Jahr. Auch in Kirch⸗ berg war der Pfarrer hauptsächlich auf die Landwirtschaft angewiesen. Als intelligenter Mann war er Neuerungen zugänglich. Da⸗ mals ging die Zeit der Steckrüben in die der Kartoffel über, ein Fortschritt, den uns der vierjährige Krieg schätzen gelernt hat. Als der Kirchberger Pfarrer als erster Kartoffeln mit dem Pfluge setzte, sagten die Bauern: „Er begräbt sein Gut in die Erd' und läßt's verfaule.“ Bald aber machten sie es ihm nach. 5 a 5 „Es war eine urwüchsige Zeit. Man fand nichts darin, wenn der Pfarrer selbst bei der übte. Freilich waren die Amtspflichten ge⸗ ringer. Alte Bauern erzählten noch mit Vergnügen, wie schön es aus sgesehen habe, wenn der Herr Pfarrer und seine vier Söhne zu Pferde, mit der Flinte auf dem Rücken, zur Hirschiagd i in den Krofdorfer Wald gerit⸗ ten seien. Dabei klingt es wie eine schöne Mär aus a lter Zeit, daß das Pfund Hirsch⸗ fleisch für 3 Kreuzer(9 Pf.) abgegeben wurde. Aber Waffen waren damals auch zum Schutz von Leben 125 Eigentum nötig. Wie jetzt war die Unsicherheit groß. Nach einem räuberischen Ueberfall auf das einsame Pfarrhaus hatte der Vorgänger der Stelle entsagt. nahm sie der bisherige„Bergprediger“, ließ die Fenster vergittern, stellte„Katzenköpfe“ zu Signalschüssen für die Umgegend in den Gackbodenfensteen auf und legte jeden Abend Gewehre und Pistolen bereit. Die Gastfreundschaft blühte. beliebten Pfarrers vom Lande. Aber auch die Toleranz feierte damals f Triumphe. Eisenbahnen gab es in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts bekanntlich noch nicht. Groß⸗ Hessen“ neben anderem jetzt wieder Bewerber blieben aus. Da über⸗ Tägliche Gäste, ständiger Logierbesuch, weit über 100 Patenkinder vervollständigen das Bild eines Da war es in Gießen, vielfach geübte Sitte. daß man sich in Kirchberg trauen ließ. Die Chaisenfahrt und der Kaffee in dem, wie üblich, nicht allzuweit von der Kirche liegenden Wirtshause ersetzten die Hochzeitsreise. Bei einer gemischten Ehe fuhr der katholis che Pfarrer aus Gießen mit nach Kirchberg, und beide geistlichen Herren seg⸗ neten dann, nebeneinander vor dem Altar stehend, das Paar ein. Hoffentlich kommt 1 bei der jetzigen Bedrängung beider Kirchen wieder zur damaligen Einigkeit. Nach einem Schlaganfall verbrachte Kir⸗ schenrat Klingelhöffer von 1849 ab seinen Lebensabend in Gießen auf dem Asterweg in dem kleinen Hinterhaus der„Alten Ge⸗ werbeschule“. Man lebte bescheiden. Das jetzt arg vernachlässigte Vorderhaus war früher ein hessen⸗darmstädtisches s Beamtenhaus. Die breite Freitreppe mit künstlerischen Eisen gittern und ein geschmackvoller Vorbau deu⸗ ten noch auf die vornehmeren Zeiten. Im Hinblick auf 55 gegenwärtigen Häuserpreise sei erwähnt, daß das ganze aus vier Häu⸗ sern und einigen Ställen sowie einem vier Morgen großen Garten bestehende Anwesen Mitte der 70er Jahre von den Erben Klin⸗ gelhöffers für nur 52 000 Mark an die Stadt verkauft wurde. Jetzt liegen in dem Garten die Stadt⸗Mädchenschule und der Hauptteil der Schillerstraße. In dem Vorderhause wohnte der zweite Sohn des Kirchenrates Klingelhöffer als „erster Kriminalrichter“. Solche gab es da⸗ mals zwei für Oberhessen. Sie führten die Untersuchungen wegen schwerer Verbrechen. dar der Pfarrer selb er Amtslokal war das jetzige Hauptsteueramt in Landwirtschaft zugriff sowie die Jagd aus⸗ der Liebigstraße. Das derzeitige Lagerhaus mit den unschönen kleinen, vergitterten Fen⸗ stern war Kriminalgerichtsgefängnis und dem ersten Kriminalrichter unterstellt. Im Revolutionsjahre 1848 spukte wie jetzt die Idee der Gefangenenbefreiung, nur daß es sich damals um„politische Verbrecher“ han⸗ delte. Aber auch für sie fühlte sich der erste Kriminalrichter verantwortlich, wenn er auch selbst zu der damals politisch verdächtigen Burschenschaft gehört hatte. So quartierte er sich mit seinen Jagdwaffen im Kriminal⸗ gerichte ein, bis die Gefahr vorüber war. Etwas, was auch jetzt sehr nützlich wäre, eine Bürgerwehr, wurde eingeführt. Sie trug eine dunkle Uniform, einen Leder⸗ tschako und führte ein glattes Perkussions⸗ gewehr mit dreikantigem Baionett. Der Chef war Professor Vogt, der„Affenvogt“, Kri⸗ minalrichter Klingelhöffer Feldwebel. Er war Patriot vom Scheitel bis zur Zehe und Anhänger des Nationalvereins, obgleich die⸗ ser in den Kleinstaaten wegen seines Stre bens nach einer preußischen Spitze für Deutsch⸗ land stark beargwöhnt wurde. Seine Ideale sah er erfüllt, als das Bismarcksche Reich ge⸗ gründet wurde. An ein gleiches Wahlrecht, bei dem der ungebildetste Mann, der durch eigene Schuld sein Vermögen verloren hat, . 9 8 5 — 52 den gleichen Einfluß auf den Staat 1 Kleine Mitteilungen. Halpern er, dab er ö 0 11 7755 A 3. März 1918 ist unser sehr verdien⸗ Ha damit knüpfen wir an seinen Sohn, den ter Mitarbeiter. a. Di Dr. Otte derzeitigen Jubilar, an. Er war in Gießen Sabel 5 im hohen 2 1 5 9 88 geboren und studierte hier. Der Verfasser Jahren eimgegangen. Wir baden. damals sieht ihn immer no ch vor sich, wie er 1864 eine von ihm selbst verfaßte Lebensbeschrei⸗ auf dem Brand mit dem Gewehr seines Va⸗ bung in unserem Gemeindeblatte zum Ab⸗ ters in einer zur Befreiung Schleswig⸗Hol⸗ druck; gebracht, die durch ihre originelle und steins bestimmten, aber nicht ausgerückten. 5 9 9 2 Unsere Freiwilligentruppe exerzierte. Später führte 10 1255 1 5 Spare b i n ihn sein geistliches Amt nach Lang⸗Göns, Wer. dar 15 ischer 8 des Butzbach, Hamburg, Burtscheid bei Aachen Verdeganges und der literarischen Entwick und infolge Fürstlich Lichscher Präsentation lung dieses hessischen Volksschriftstellers nach Altenkirchen bei Hohensolms, dann Bach unden ee Bedürfnis hat nun der Lich selbst als zweiter Pfarrer. Hierbei hatte durch. 55 e cher 10 175 Herausgabe er das Filialdorf Nieder⸗Bessingen mc, d iber. r E ee versehen. Freiwillig übernahm er den Vor⸗ Hof nnd e 9 1 50 1110 5 1 95 n in sitz in der Verwaltung des Rettungshauses dad 8 10 ochen, inden e ee Na⸗ Arnsburg. Später wirkte er als erster lender,„Hessi her Hausfreund für das Jahr Pfarrer von Lich und Stiftsdechant. ee e ee ausführliche Lebensbeschreibung kreusorgende Gattin, Tochter seines Vor⸗ und eine eingehende litergrische Vüdig m gängers, des Stiftsdechanten Clemm, der Kappessers bringt. Diele. Arbeit ist wie alles, noch vielen ob seines freundlichen Wesens was aus Essertorp. Jeder hervorgeht, her⸗ in guter Erinnerung sein wird, war im vorragend durch die Fülle von Stoff, der Licher zweiten Pfarrhause geboren, siedelte beigebracht wird, und die Zuperlässigkeit mit dem Vater in das erste über, um dann und Genauigkeit der Angaben. Unseren Le⸗ mit dem Mann den gleichen Weg zu wieder⸗ ern, die in den Jahren 12 bis 1918 ihre holen. Am 1. April d. J. will das Paar sich Freude hatten an den(Erinnerungen ens in Lich zur Ruhe setzen. Rae 15 5. Blatt Hüberschrt b, fe 99 e„ 5 tfträge für unser iberschrieb, sei des⸗ VV 5 N 75 1 9 8 Sfre 8“, der ge C. F. herren doch auch seine guten und schönen Winterschen Buchdruckerei erschienen ist, zur Seiten hat. Mannigfache Stiftungen sind Anschaffung empfohlen. aus ihm entsprossen. Die Präsentation 5 3 f knüpft ein inniges Band zwischen dem In⸗ Kirchliche Anzeigen. haber des Präsentationsrechts und der Ge⸗ Sonntag den 30. März(Lätare). meinde, sowie deren Pfarrer. Bei der Jubi⸗ Gottesdienst läumsfeier des Kirchenrates Klingelhöffer 5 5 am 12 März ds. Jg., die ihm viele Reichen%„ der zh Vormittags 9½ Uhr: treuer Anhänglichkeit aus weitesten Kreisen Pfarrass. Schaefer. e Vormittags 11 Uhr: brachte, kam dies auch in ansprechendster Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfarr⸗ Weise zum Ausdruck. 0 0 88. 6 19 5 4 1 1 f 7 9* 75 sionsprediger P arrer Gsell-Franksur„M. een dee ee Jef eeaalden d e. leicht ein Beitrag zu der in Gießen von maß⸗ Pacher anz dana e e 3 9˙0 gebender Seite eifrig behandelten Frage der u. ee irche: 5 108 Erblichkeit, Von den vier Kindern ist der 85 d. 8 ern de: älteste Sohn Pfarrer in Reichelsheim i O., N erkirche f. die Joanne g he der zweite Pfarrverwalter in Langsdorf bei Nlarrer. Ausfefd. Nachmittage 2 Uhr. Lich, nachdem er zuletzt Feldprediger in Vorstellung und Prüfung der Konfzmaue Flandern war. Die älteste 1917 verstorbene aus der Lulasgemeinde: Pfarrer Bechtol Tochter war an den Superintendenten Pal⸗ beimer.— Abends 8 Uhr: Misstonsvorten mer in Blankenburg am Harz verheiratet d Pfarrer Gsell⸗Frankfurt a. M. A e die zweite wird bald deren Nachfolgerin. Sie hannessaal. kommt somit in das freistaatlichste Braun⸗ wartburg⸗verein Gießen. schweig, wo die im Getriebe der Revolu. Sonntag den 30. März 1919, abends tion zum Kultusminister aufgerückte frühere pünktlich 8 Uhr, im Markussaal Kirchstr. I. Flaschenspulerin jetzt durch eine etwas we⸗ Saalöffnung 7¼ Uhr, Lichtbilder⸗Vortrag niger ungeeignete Persönlichkeit ersetzt von Herrn Gg. Gans über„Die Luftflotte“ wurde. Letzteres ist allerdings kein Beitrag Mitglieder Eintritt gegen Vorzeigen der Mit⸗ zur Frage der Erblichkeit, sondern schließ⸗ gliedskarte frei. Karten für Angehörige und lich noch ein Beitrag zur Frage der jetzt Freunde des Vereins sind zum Preise von alles überwuchernden verderblichen Partei⸗ 30 Pfennig bei Mitglied Zigarrenhändler wirtschaft—, die nach dem erstrebten Auf⸗ Wilh. Stephan, Bahnhofstraße 28, zu haben.“ rücken der Tüchtigsten wenig fragt. F. Sonntag den 6. April: Vorstandswahl. ... ˙ ˙äAäA—— 22.——. ͤ ͤ—.——..——— Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühb'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindruckerel N R. Lange, Gießen. Gemein r 1 der prop deutschen kriege: Im B 1 folgendes Herr Zeba wegnehme Brotes u Starke un Wahrsage fünfe ig un Werkleute ihnen Jü dische soll wird Sch deren und und der Alten un ehrten. T seines Vo der, sei u Er aber sagen: I noch Klei zum Für dahin un und ihr? Augen se Wesens Sünde 1 sie nicht. gen sie s von den denn sie Weh abe übel, un wie sie meines sie. Mei und zerf Aber de auf getre Herr gen nes Vol habt der von den zertretet Person Zebaoth Schwert Und ihr und sie daß siel Mann uns sel