ts an Forde⸗ g dem eis älteren uf die utschen imlung tt will, at ein⸗ unächst iterlän⸗ dsleute e Tage freulich ch aber tan den tralische wie es armen Hedichte es auch halten in die der und angenen r, mög⸗ Kindern fsarbeit 1 Lande the und zunächst Krieges dungen. hluß des r evan⸗ eidungs⸗ hierbei riegsge⸗ die zum schlossen nitatis). 8 Uhr, tfirmier⸗ rassistent Pfarrer Kinder⸗ Pfarrer 38 8 Uhr, ifirmier⸗ Pfarrer ivisions⸗ 11 Uhr: Pfarrer Bibelbe⸗ eindruckerei onntagsgruß Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 30 Gießen, 6. Sonnt. n. Trinitatis, den 27. Juli 1919 8. Jahrgang Das Ende der Hungersnot. Psalm 33, 18 u. 19. Siehe, des Herrn Auge sieht auf die, so ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen, daß er ihre Seele errette vom Tode und er⸗ nähre sie in der Teuerung. Hungersnot und Teuerung waren uns früher etwas Fernes und Fremdes, das wir nur aus Büchern kannten. In der heiligen Schrift lasen wir von der Hungersnot zur Zeit des Propheten Elia, in Missionsschrif⸗ ten von der Not, die zeitweise unter den Heiden in Indien und China herrschte. Der englische Schriftsteller Kipling hat in einer kleinen Erzählung eine erschütternde Schil⸗ derung von der Hungersnot in Indien ent⸗ worfen. Daß der Hunger mitunter in alten Zeiten auch schon durch das deutsche Land gegangen ist, erfuhren wir aus Vorträgen und geschichtlichen Darstellungen. Daß aber wir selbst mit dieser Geißel der Menschheit Bekanntschaft machen sollten, daß unser gan⸗ zes Volk in entsetzlicher Weise leiden und darben sollte, daß sie zu Hunderttausenden unter uns einhergehen sollten, die aussehen wie„die teuere Zeit“, das lag nie im Be⸗ reich unserer Erwägungen und Mutmaßun⸗ gen. Aber das Weltgeschehen geht Wege, die kein Mensch voraussehen kann. Fünf Jahre lang lag der Druck der Blockade auf uns, und die Abschnürung vom Welthandel hat zahllose Opfer unter uns gefordert. Nun kommt wieder eine bessere Zeit. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so werden in den nächsten Wochen Lebensmittel in großer Fülle über unsere Grenzen kommen, und die Not wird ein Ende haben. Obwohl unsere Voltsgenossen wahrlich nicht immer Gott gefürchtet und auf seine Güte gehofft haben, so geht doch jetzt an ihnen das Pfalm⸗ wort in Erfüllung: Siehe, des Herrn Auge siehet auf die, so ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen, daß er ihre Seele errette vom Tode und ernähre sie in der Teuerung. Waren wir vorher, als die Not uns drückte und noch früher, als wir sie noch nicht kann⸗ ten, gottvergessen, so wollen wir doch jetzt nicht das Danken vergessen und zu dem auf⸗ schauen, der auch in den schwersten Tagen der Demütigung mit uns war. H. B. Johann henrich Schaffstädts Gießener Chronik 1770— 1825. (Schluß.) 1821. „In dem Jenner ist der Junge Advogat Sonnheim(Sundheim) Stadtsindigus (Stadtsyndikus) worden vor den Krug. Auch hat sich Professor Schaumann in Frankfurt erhengt.“ „D. 20ten Feber ist eine Magd so bey H. Gerhard Schäfer gedient in Stockhaus gebracht worden welche ihr Neugebohrnes Kind in den Winkel geworfen. Acht Tägen zuvor ist zu großen Linden nicht weit von der Herrn Mühl Ein Korbmacher von Meinßlar von einem Bauer von Bäuern (Beuern! Tod geschlagen worden.“ „Im Anfang dieses Jahres ist der Wag⸗ ner u. Flett als unter pirtellen(Unterpe⸗ dellen) von der Unyfersidet angenommen worden.“ „D. Aten Merz abends haben mehrere un⸗ ter Offezier vom LeibRegiment die Sebel gezogen gegen die Studenten auch einen ge⸗ hauen auf den Tod. Die Sache ist unter sucht worden da sind sie d. 14ten May von Gießen weg nach Worms in garnison kom⸗ men.“ Dieser Streit war sehr verhängnis⸗ voll; denn er hatte zur Folge, daß Gießen erst wieder im Jahre 1868 Garnison be⸗ kam. Offenbar fürchtete man lange Zeit Schlägereien zwischen Soldaten und Stu⸗ denten. „D. 25ten April hat man einen Mann gefunden in der Wissig bei der Schleuß am waldsteg er wahr von Wetzlar.“ „D. 27ten April hat sich der alte Polizey diener Rehberger den Hals abgeschnidten.“ „D. 2ten July ist der StadtVorsteher Schuhmacher Courad Dietz als Vorsteher ab⸗ kommen ist der Kaufmann Dietz da vor an⸗ kommen wegen nicht guten Betragen.“ Der, der sich nicht gut betragen hat, war jeden⸗ falls Konrad Dietz.„Denselbigen Nachmittag hat sich der Steindecker Wilhelm Pimber von des Garzrischen Hauß zu Tod gefallen.“ Wilhelm Pimber starb mit 47 Jahren, vil⸗ leicht bedeutet Garzrisches Haus„Gatzert⸗ sches“ Haus. S. die sich hier anschließende Notiz über den Ziehbrunnen in der Neustadt. „Um die Zeit, als man Kartoffel gesetz hat wahren sie so wohlfeil, daß mann die meist⸗ vor 3 auch 4 Kr. kauft hat, und das Malter weizen hat mann kauft zu 7fl., das Korn zu 2 fl. 40 Kr., die Gerste zu 2 fl., die Butter zu 10 Kr.“ 1 1 9 * ——— — 118 „D. 29ten July ist unsere Neue Stadt⸗ „Auf den Iten Mey ist der Tobacks Fabri⸗ kirche eingeweihtet worden nach 13 Jährigem gant Gaill, als Erster Regirenter Burger⸗ bauen. Den Sonntag darauf sind die Kinder Meister unser Stadt geworden, d. Zten Jung Konfirmirret worden welcher aufschub von ist derselbe in Flichten genommen worden. Fingsten bis dahin von nicht fertig abhing.“ Die alten Rathsherrn sind Ihres Eidtes „D. 30ten August ist des Weißbinders enlassen worden noch 8 an der Zahl. Als Gichelbergs Frau in der Lahn Tod gefunden Oberbürgermeister Reiber. Kempf. Jughart, worden eine Tochter von dem alten Weiß⸗ binder Bollmann ist wieder zum Leben bracht worden.“ 5 „In dem July ist vor dem Ziehbrunnen an der Neustadt vor das Gatzrische Hauß eine Pumbe gesetz worden.“ „D. Zten July ist Napolion Bonnobarth der gewesne welsche Keisser von Frankreich In bten Jahr seiner Gefangenschaft auf Sang Helene mit Tod abgangen hat 40 Mil⸗ lionen seinen Sohn hinterlassen.“ „In dem August ist die Hoff Kammer bey uns aufgehoben worden.“„Im Septem ist auf den linten platz Vor den Ziehbrunnen auch eine Pumbe gesetz worden.“ „D. Iten October hat H. Advogat Müller sein Amt als Stadtrichter angetretten haben sich auch selbigen Tag die Bürger Söhne unter die Militer Inspruchtion(Militärkon⸗ skription) einschreiben lassen müssen.“ „D. ten Novem ist der Könnig von Eng⸗ land Georg der Ate von Hannover komment hierdurch.“ 8 „Auch ist in diesem Jahr auf dem Selßer⸗ weg ein Brunnen gegraben worden auch des Schreiners Fertrißen(Verdries) plätzgen mit einer pumpe geziert.“ „D. 11ten Jannuar sind zwey Straßen Reuber bey uns durch dem Frankfurter Hof⸗ mann hingerichtet worden namens Falk und Thron.“ „Von 1821 auf 1822 haben wir in un⸗ ser Gegent Einen solchen gelinden Winter gehabt, dessen sich die Aelsten leute nicht einen Ehnlichen zu erinnern wußten. Mann hat Nester mit Jungen Vogel gefunden. In Rußland Schwöden und Norwechen haben die Obst Beume so gahr Blütte gebracht. Bey uns hat mann d. 18ten Feber Bauern Mägo⸗ lein an getroffen, die sich Lest(Läste) Frisches Graß in dem Feld gehollet.“ „D. 21ten Feber Ist auf Allhiesigem Rathhaus, Von den Jungen Burschen ge⸗ lost worden wegen dem Militer Dienst hat betroffen des Anton Petry Sohn, des schuh⸗ machers Schull(Schul) Sohn, des Rath⸗ schefen Frechen Sohn aus dem Raben dann der Junge Hilgart.“ Früher sind die Gie⸗ ßener Bürgerssöhne von allem Militärdienst frei gewesen, auch von 1822 an war der Dienst nicht drückend, da man sich freikaufen konnte. „D. Sten Merz haben wir einen andern Todengräber bekommen den Fuhrmann Noll. Der Maurer Georg Werner wurde abgedank wegen Fahrlässigkeit seines Dienst.“ „Nach Absterben des Rathsdiener Pfeil ist den 1. Mey Raths dinner Kruneberg auf das Rathhaus kommen auch ist der Moll zweite Rathsdinner worden.“ Bieler, Großmann, Herbert, Schneider, Seipp.“ Die neue Zeit, die nach den Befrei⸗ ungskriegen angebrochen war, merkte man in der Aenderung des Militärdienstes und der Kommunalverfassung. „D. 19ten Mey ist bei Monshausen (Mornshausen) bey Gladenbach nachmittags die Post von 8 Kerle angefallen worden hahen den Land Schutz(Gendarm) nebst postilion angebunden den Koffer eingeschlagen und 10000 gulden Cassa geld entwend.“ „Das Jahr 1821 hat der Junge Phillip Busch den Ersten hoppen(Hopfen) Acker an gelegt am Leigesterweg.“ „Im Juny ist der Burger und Hutmacher Schmall in das Burgerhospital als Verwal⸗ ter kommen.“ D. gten August nachmittags 2 Uhr hat „ der plitz in das Daniel Steinbergers scheuer in der Stein wegs gaß bey der Judenschull eingeschlagen welches nicht zu löschen wn. sie mußte nieder gerissen werden an sonsten wehrr ein schrecklicher Brand Entstanden. den Es branden schont mähre Neben bey(Neben⸗ bauten) welche oder(aber) durch die große au Strengung(Anstrengung) und hilfe der land⸗ leut gerähtet(gerettet) wurde den es wahren 21 Feuer spritzen gegenwärtig. Es brande 3 Stunden lang wurde 3 Stunden lang auf dem Thurm mit der Brandͤlok gestürmpt“ Dieser Brand, über den wir schon im Sonn⸗ tagsgruß 1915, Nr. 9, berichtet haben, war in der heutigen Wetzsteinstraße, die damals sich bescheiden„Hintergasse“ nannte, ausge⸗ brochen. „1818 hat der Südspannische Theil in Amerika nicht mehr mit dem Mutterland Spangen(Spanien) stehen wollen, haben zu den Waffen gegriefen haben sich beständig mit den spanischen Truppen geschlagen auch eine profinß nach der ander eingenommen. Den 18ten Mey 1822 haben sie Ihren großen Jeneral Iturbitte(Iturbide) zum Keisser von Mexiko ausgerufen.“ N „Auch hat es in diesem Jahr allenthalben so viell Feld Mäuße gegeben daß vielle Tau⸗ send gefangen sind worden bey uns hal Jeder nach dem Steuer Gulden müssen ab⸗ liefern.“ 1823. „Den Janowary haben wir so Stränke Kält gehabt, als wir in Zehn Jahren keine haben gehabt.“ „D. Zten Feber sind die Burger Prockla⸗ miert worden die durch die mehrste Stim⸗ men zahl zu dem gemeinen Rath von 15 mann daß loos bedrofen. Als H. Konstand, Metzger. ö H. Ferber, Becker. Burger Aus ßener! rufen u ausschl Erwerb milienl wachser meinde boren, schlosse ner sel mentlic ortenti, ruhig meinwe Diest Johan folgen die wo städt „Diens mittag. verbra 1845 f steinau Franz. Geo nem A sein, d die an ratswa Wie öffentl. tritt u ein ge staunli Zeitra gen d kaler 9 hat er liefert, seine 9 fest de Stelle übrige den ist darübe auch e aus m rung, s Fabri⸗ Burger⸗ en Jun worden. Eidtes hl. Als Jughart, oͤchneider, Befrei⸗ kte man istes und nshausen chmittagz den hahen postilion igen und 9. e Phillip Acker an hutmacher »Verwal⸗ 2 Uhr hat rs scheuer udenschull chen wu. in sonsten inden. den y(Neben⸗ große an der land⸗ es wahren Es brande lang auß estürmpt.“ im Sonn⸗ aben, war ie damals tte, ausge⸗ Theil in Nutterland „haben zu ständig mit t auch eine men. Den zen großen im Keisser llenthalben vielle Tau⸗ ) uns hat müssen ab⸗ so Stränke ahren keine er Prockla⸗ yrste Stim⸗ th von 15 H. Spruck, Kramer. H. Jacob Herbert, Zimmermann. H. Rathschef Seib, Becker. H. Adoph Muhl, Metzger. (Hier ist wohl Möhl zu lesen.) H. Schneider, Schneider. H. Phillipp Reiber, Maurer. H. Henrich Noll, Becker. H. Balser, Buchbinder. H. Friedrich Lony, Metzger. H. Andres Sack, Rothgerber. H. Müller im Löwen. H. Hörring, Becker. H. Rathschef Schneider, Condit. H. Daniel Steinberger u. H. Christian Ferber im Einhorn sind Beygeoxthner des Burgermeisters Gaill.“ Aus dieser Notiz geht hervor, daß die Gie⸗ ßener Bürger, als sie zum ersten Male be⸗ rufen waren, einen Gemeinderat zu wählen, ausschließlich Männer gewählt haben, die im Erwerbsleben standen und durch ihre Fa⸗ milienbeziehungen mit der Stadt innig ver⸗ wachsen waren. Wohl keiner unter diesen Ge⸗ meinderatsmitgliedern war auswärts ge⸗ boren, alle haben auch hier ihr Leben be⸗ schlossen. Es ist anzunehmen, daß diese Män⸗ ö ner sehr orts- und sachkundig waren, na⸗ mentlich über die städtischen Grundstücke gut orientiert waren und ihr kommunales Amt ruhig und besonnen zum Nutzen des Ge⸗ meinwesens ausgeübt haben. Diese Notiz ist zugleich die letzte, die von Johann Henrich Schaffstädt herrührt. Es folgen noch zwei Einträge aus späterer Zeit, die wohl von seinem Sohne Georg Schaff⸗ städt herrühren. Diese Einträge lauten: „Dienstag, den 28ten Juny 1842 des Nach⸗ mittags brach zu Steinbach Feuer aus und verbrannten 34 Gebäude.“„Den 15. Feb. 1845 sind 2 hingerichtet worden aus Freien⸗ steinau Namens Nicolaus Fehl und Tobias Franz.“ Georg Henrich Schaffstädt scheint vor sei⸗ nem Abscheiden nicht lange krank gewesen zu sein, denn er macht noch einen Eintrag über die am 3. Februar stattgehabte Gemeinde⸗ ratswahl und stirbt am 15. Februar 1823 Wie in der Einleitung zu dieser Ver⸗ — 119— mann ein feierlicher Tag gewesen sei, als man den Sieg von Waterloo feierte. Die patriotische Empfindung klingt auch durch die Bemerkung, daß Blücher ein deutscher Held sei. Bei der Niederschrift seiner Notizen hatte dieser Gießener Bürger nur an seine Kin⸗ der und Nachkommen gedacht, denen er das, was ihm von den Zeitereignissen bemerkens⸗ wert erschien, überliefern wollte, unsere Leser werden es aber dem Urenkel des Verfassers zu Dank wissen, daß er diesen Familien⸗ besitz einem größeren Kreise zugänglich ge⸗ macht hat. Im Anschluß an die Chronik seines Urgroßvaters wird Herr Kommer⸗ zienrat Schaffstädt in der nächsten Nummer unseres Gemeindeblattes die Zustände in der Stadt Gießen um die Mitte des vorigen. Jahrhunderts schildern. Den zwischen den Jahren 1823 und 1850 liegenden Zeitab⸗ schnitt hat ja unser Mitarbeiter Herr Louis Frech in anschaulicher und fesselnder Weise vorgeführt, so daß unsere letzten Veröffent⸗ lichungen lokalgeschichtlicher Art sich über ein Jahrhundert, die Zeit von 1776-1870, erstrecken. Erhörungen. Und ob es währt bis an die Nacht doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht, noch sorgen. Wie oft wohl fragen wir uns, warum wir so wenig Gebetserhörungen erfahren! Gerade jetzt, da alle menschliche Hilfe uns verlassen hat, sehnen wir uns mehr denn je nach der Verbindung mit dem Ewigen, Unwandelbaren. Das Irdische, die täglichen Sorgen nehmen unsere Zeit und unsere Kräfte sehr in Anspruch; wir dürfen das Irdische nicht außer Acht lassen, uns aber und wieder an den Morgen, ö auch nicht von ihm beherrschen lassen; wir würden alsdann das Endziel unseres Lebens dann verlieren. Wert für uns hat allein das Suchen und Finden dessen, das unsre See⸗ len dem näher bringt, der uns helfen kann und will über Bitten und Verstehen. Kürzlich las ich folgendes:„Jesus ist bei öffentlichung schon ausgeführt worden ist, so uns alle Tage und Stunden, und wir kön⸗ tritt uns in dem Verfasser unserer Chronik ein geistig bedeutender Mann entgegen. Er⸗ staunlich ist, daß Schaffstädt durch einen Zeitraum von 47 Jahren seine Aufzeichnun⸗ gen durchgeführt hat. Viele Tatsachen lo⸗ kaler Art, die schon längst vergessen waren, hat er auf diese Weise der Nachwelt über⸗ liefert. Am bemerkenswertesten ist wohl seine Aufzeichnung über das Reformations⸗ fest des Jahres 1817, an keiner anderen Stelle, weder in der Kirchenchronik, die übrigens erst im Jahre 1858 begonnen wor⸗ den ist, noch in einer Gießener Zeitung war darüber etwas zu lesen. Daß unser Chronist auch ein deutschgesinnter Mann war, geht aus mancher Notiz hervor, so aus der Aeuße⸗ rung, daß es für jeden deutschen Bieder⸗ nen und sollen ihn bei allen, auch den klein⸗ sten Dingen im Gebet um Rat fragen und dessen gewiß sein, daß ihm, wie nichts zu groß, so auch nichts zu klein sei, uns zu raten und zu helfen. Selig, wer sich von 170 in allen Dingen leiten und führen 6 3. Wer das gelernt hat, sich ganz von Jesus führen zu lassen, sich seiner Leitung anzuver⸗ trauen, der wird Gebetserhörungen erfahren, die ihn immer tiefer in die Ewigkeitsgedanken Gottes einführen werden. Seien wir uns be⸗ wußt, daß Gottes Segen immer ein Geheim⸗ nis ist. Auch müssen wir uns bemühen, die teuren Bibelworte nicht zu uns herabzu⸗ ziehen, sondern uns von ihnen emporziehen zu lassen. 1 8 1 15 ö — ö . * 9———————jꝙçꝙ+—1X»‚T1L — 120— i t, zum Dienste Jesu sei Versammlungen der Adventisten nicht nur Jinzendorf sag, 5 fern, sondern helfen an ihrem Teile auch da⸗ nötig: g a N 5 ;; ö zu, daß diese mit fremdländischem Geiste er⸗ 1 112105 Ohr 10 A ee füllten Menschen bald wieder ihren Wan⸗ gerührte Lippen, wohl zu reden. derstab weitersetzen. Jedenfalls ist es eine Genteinschaft mit der obern Schar. große Dreistigkeit, ungerufen eine solche Pro⸗ Baronin R. bpaganda zu entfalten. Uleine Mitteilungen. 8 Ausschuß aus Wa 5 Anra. Seit einiger Zeit hält ein Mann, der den biläums an den Evang. Kirchenrat des Tobe ee führt, im„Hotel Groß⸗ Kantons Zürich vor kurzem gerichtete Be⸗ herzog“ Vorträge, die als religiöse Vor⸗ grüßungsschreiben hat dieser eine warm⸗ träge angekündigt werden. In den Ankün⸗ empfundene Antwort erteilt, in der es u. a. digungen der Zeitung wird nicht gesagt, heißt:„Wir sind mit Ihnen von der Ueber⸗ welche Richtung der Redner vertritt. Das ist zeugung durchdrungen, daß gerade die furcht⸗ ja ganz die unaufrichtige Manier der Sek⸗ bare äußere und innere Not unserer tierer, die zuerst niemals Farbe bekennen, Gegenwart die dringende und zwingende hinterher erst, wenn sie glauben, Glieder der Forderung zu einem engeren Zusammen⸗ christlichen Gemeinden in ihre Netze gezogen schluß an alle Kirchen und insbesondere an zu haben, sehr zudringlich für ihre Sekte die Kirchen der Reformation stellt. Wir stan⸗ zu werben versuchen. Der Mann, um den den einander bis jetzt viel zu ferne, wir müs⸗ es sich hier handelt, gehört zu der Sekte sen einander näher kommen gemäß dem der„Adventisten vom siebenten Tage“. Da Wort:„Wo ein Glied leidet, da leiden alle wir schon im vorigen Jahre die Art dieser Glieder mit, wo ein Glied herrlich gehalten verderblichen, aus Amerika stammenden wird, da freuen sich alle Glieder mit!“ Ge⸗ Sekte geschildert haben, so seien hier nur rade heute ist es gemeinsame Pflicht und Auf⸗ kurze Bemerkungen gemacht. Die„Adven⸗ gabe aller protestantischen Kirchen, die Ge⸗ tisten vom siebenten Tage“ haben sich vor wissen zu schärfen, die böse Zeit im Sinne ungefähr 70 Jahren von den Baptisten ge⸗ des Evangeliums auszukaufen, immer kräf⸗ trennt; das ist ja immer für Sekten charak⸗ tiger ein Salz und immer heller ein Licht teristisch, daß sie untereinander sich heftig für unser ganzes Volksleben zu werden, um und mit sehr unschönen Ausdrücken befehden. Christi und seines Reiches willen am Abbau Diese Richtung erwartet den baldigen Welt⸗ der grenzenlosen Völkerleidenschaft und Völ⸗ untergang und das baldige Kommen Christi. kererbitterung mitzuwirken, die Brücken zur Sie verwirft die Feier des christlichen Sonn⸗ gegenseitigen Verständigung und Achtung, zu tags und schreibt die Sabbatruhe für den smenschlichem Mitgefühl und brüderlicher Samstag vor. Die Schriften, die der oben Versöhnlichkeit zu schlagen und die Einigkeit erwähnte Mann verteilt, lassen diese Art im Geist durch das Band des Friedens zu deutlich genug erkennen. In ihnen wird die stärken. Unser inniger Wunsch geht dahin, Kindertaufe verworfen, gegen Konfirmanden⸗ daß Ihr jetzt so schwer darniederliegendes unterricht und Konfirmation wird agitiert, Volk nach den Stürmen dieser Zeit in der die nahe Wiederkunft Christi wird in Aus⸗ Kraft des Herrn zu neuem Gedeihen sich führungen gepredigt, die eigentlich die Auf⸗ erhebe.“ Zum Schluß wird an das Lieblings⸗ merksamkeit der Irrenärzte auf diese Sekte wort des Reformators Zwingli aus der lenken müßten. Auch in diesem Falle ver⸗ Schrift erinnert:„Kummend zu mir alle, sucht man, in die Häuser unserer Gemeinde⸗ die arbeytend und beladen sind, und ich will glieder hineinzukommen, durch Schriften zu euch ruw geben.“ werben, dann wird zur„Sabbatfeier“, die in einer Werkstatt am Leihgesterner Weg Kirchliche Anzeigen. stattfinden soll, eingeladen, zum Schluß wird Sonntag den 27. Juli(6. nach Trinitatis) von den auf diese Art gewonnenen Anhän⸗ Gottesdienst. gern allerdings die Abgabe des zehnten Teils In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, von ihrem Einkommen gefordert. Unseren zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ Lesern ist wohl noch ein Artikel unseres Ge⸗ ten aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer meindeblattes in Erinnerung, der darauf Mahr.— Vorm. 9½ Uhr: Pfarrassistent hinwies, daß im Winter 1917/18 eine un⸗ Schaefer.— Vormittags 11 Uhr: Kinoer⸗ bekannt gebliebene Frauensperson schon für kirche für die Markusgemeinde. Pfarr⸗ die Adventisten agitiert hat, indem sie von assistent Schaefer. Haus zu Haus Bücher zum Verkaufe an⸗ In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr, bot. Nach der Veröffentlichung unseres Ar⸗ zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ tikels verschwand sie von Gießen, nun scheint ten ous der Lukasgemeinde. Pfarrer Bech⸗ man wieder sicher genug zu sein, um die tolsheimer.— Vormittags 9¼: Pfarrer Versuche, unsere Gemeindeglieder zum Treu⸗ Ausfeld.— Vormittags 11 Uhr: Kinder⸗ bruche zu verleiten, zu erneuern. Ernste und kirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer besonnene Christen halten sich von den] Ausfeld. Verantwortlich: Pfarrer B echtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindruckerel R. Lange, Gießen. Auf das vom Deutschen Evang. Kirchen⸗ ö In die mal gejä ist. Wohl können u Unterlaß, bedrängt weilen m. dauert vo gen Auge schweren Jüngling sind. Ihr setzen erg naten hö furchtbar; Menschen Lazarette deren Le kürzt wu uns auch Wenn d Straße wie die H viele Ta wäre. Ei zahlt, de recht ger Gefolleng Dörfer Landgem 36 Gefal satz. Die soren, ei und Bea 250 ihre Kriege 1 sind. Di Stadt G den, wir hoch geg im Som nahezu 1 geworden Kriegssch mehr M deres den spielswe gen hatt Tage 1 Toten a unheilv