er Lampes, deren Mit⸗ kelchior, der „damals in die Glieder einem und ünf Genera⸗ im Lampus, zu seinem r Lampus, n Zeit gleich breitet. Der „(Lohgerber Gießen frü⸗ n Wahrheit ses Namens 1575 wird Jost Löber ilie in sehr s schwer i, aufzustellen, 1727 wur⸗ Namens zu ie verbreitet t. 1582 er⸗ Hans Lonh, zeichnet daz tlichen Ver⸗ inf Generg⸗ der Famile Trinitatis 98 9½½ Uht: s 11 Uhr: inde: Pfa⸗ r: Pfarret tober, nach⸗ ssionsvereln nittags mittags 11 sgemeinde⸗ Uhr: Par⸗ ½8 Uhr: männlichen Lukassaal en Jug messaal.— 5 726 ht. weiblichen 2 Steindruckert onntagsgruß Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 43 Gießen, 9. Sonnt. n. Trinitatis, den 26. Oktober 1919 8. Jahrgang Unrecht Gut gedeihet nicht. nicht. Als wir Kinder waren, lasen wir in un⸗ serem Lesebuche das schöne, so recht im Volkston gehaltene Lied, dessen erster Vers den Wortlaut hat: Ueb immer Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab, Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab. Dann kannst du wie auf grünen Auen Durchs Pilgerleben geh'n, Dann kannst du sonder Furcht und Grauen Dem Tod in's Auge seh'n. Dieses Lied rührt von dem früh entschlafenen Predigtamtskandidaten Hölty her, er lebte von 1748 bis 1776, also in der Zeit, in der der Vernunftglaube und zugleich die Emp⸗ findsamkeit in Deutschland herrschten. Diese beiden Richtungen des deutschen Geistes⸗ und Gefühlslebens sind bei dem hochbegabten, jungen Dichter deutlich wahrzunehmen. Un⸗ ter den deutschen Christen gibt es solche, die in dem mitgeteilten Verse nicht den rechten Heilsglauben erkennen wollen, er ist ihnen zu rationalistisch, zu vernunftgemäß, darum halten sie nicht viel von ihm. Dieses Urteil ist zum mindesten sehr einseitig. Die alten Rationalisten waren Männer von ausgeprägt strenger und sittlicher Lebensführung und haben ihre Pflegebefohlenen nachdrücklich und mit Erfolg ermahnt, von Gottes Wegen nicht abzuweichen. Wäre das jetzt, da Schiebertum und Wucher wie fressende Geschwüre das Mark unseres Volkes verzehren die all⸗ gemein herrschende Anschauung, daß jeder sich vornehme, keinen Finger breit von Got⸗ tes Wegen abzuweichen und Treue und Red⸗ lichkeit zu üben, es wäre wahrlich um uns gut bestellt. In der Verwirrung der sitt⸗ lichen Begriffe dieser Tage, bei der er⸗ schreckenden Nichtachtung, die jetzt das siebente Gebot findet, wollen wir auch nicht vergessen, daß das Bibelwort wahr ist, das da sagt: Unrecht Gut hilft nicht. Unrecht Gut gedeihet nicht sagt der Volksmund, und es bleibt ewig wahr, daß der Unredliche keine gute Sterbestunde hat. Früher oder später trifft ihn die strafende Gerechtigkeit 8 Geschichten und Bilder aus Alt Gießen. Sprüche Salomos. 10, 2. Unrecht Gut hilft 16. Aus meiner Jugendzeit. Von Georg Todt. (Schluß.) Wo heute der Eingang zu der Sackschen Holzhandlung ist, steht noch das Kaus'sche Haus. Das frühere Gasthaus„Zum Adler“ (Besitzer Hermann Schwan) ist verschwun⸗ den; das Korps Teutonia hatte lange Jahre seine Kneipe in diesen Räumen. Die Bäckerei von Jakob Vogt(ietziger Besitzer Herr Schomber) folgte hierauf, dann die Häuser von Schuhmacher Haßler und Schmied Un⸗ verzagt, welche jetzt zu einem Hause durch Herrn Becker vereinigt sind. Hier befand sich früher noch eine Schmiede von Walther, die aber schon Ende der fünfziger Jahre ein⸗ gegangen ist, der jetzige Besitzer ist Herr Flimm. Dann folgte das Haus des Glocken⸗ gießers Otto, das Magnussche Haus, jetzt im Besitze des Herrn Rau. Als letztes Haus bis zur Brauerei König kam das Haus des Hofgerichtsrates Buff. Anm der Ecke der Braugasse stand das Haus der Familie von Schmalkalder, daran an⸗ schließend die Brennerei von Wilhelm Wal⸗ lenfels, wahrscheinlich früher ein Brauhaus, wonach die Gasse genannt wurde. Im Zuge der Walltorstraße bis zur Post stand noch das Lampussche Haus, mit dem Eingang zum Griechischen Stübchen im Café Leib, welches neben einer guten Bier⸗ wirtschaft auch eine vorzügliche Küche führte, auch wurde außer anderen Bällen dort der jüdische Festball abgehalten, wo die jüdischen Mädchen bei Musik und Tanz ihre„Zu⸗ künftigen“ kennen lernten. Es folgte dann das Geschäft des Trödlers Awele Beifuß und die bekannte Schneiderei von Georg Leib, daran anschließend das noch bestehende Gast⸗ haus„Zum Schwanen“ mit seinem großen landwirtschaftlichen Betriebe, damals im Be⸗ sitze von Louis Flett. Hier fanden auch die vielen Frachtfuhrwerke von Süd und Nord ihre Unterkunft. Der Brauerei Louis König, jetzt Denninghoff, möchte ich auch noch ge⸗ denken; früher glich sie mehr einem großen landwirtschaftlichen Gutshof. Sie war mit einer vorzüglichen Bierwirtschaft verbunden die Gäste waren zum größten Teil ältere Bürger. Das alte Wohnhaus, in dem sich bis vor einigen Jahren der Wirtschafts⸗ betrieb befand, besteht noch; in den oberen Räumen befand sich in dieser Zeit das Land⸗ gericht. Die Stammgäste hatten ihre be⸗ stimmten Plätze und Tische, eine größere An⸗ zahl dieser Gäste schlossen sich unter dem Namen„Ruha“ enger zusammen. Einige dieser ehrwürdigen Gestalten sind gewiß im „Spenglermeister Bimbächer“ verewigt wor⸗ 1 den. Außerdem kam dort noch eine studen⸗ 1 tische Korporation zusammen, die„Frei⸗ ö ö aner“; auch tagte dort das sogenannte„Ku⸗ bikulum“, in späteren Jahren unter dem Vorsitze des Rechtsanwaltes Curtmann. 8 ö In diese Zeit fällt auch die Gründung des ö Bauerschen Gesangvereins, welcher unter dem Namen„Singkränzchen 1864“ in diesen Räumen seine ersten Uebungen unter der ö Leitung des Herrn Philipp Bauer abhielt. 10 Bevor ich diese Zeilen schließe möchte ich 9 noch einige Bilder aus der Flügelsgasse fest⸗ halten. In der vorderen Hälfte dieser Gasse (jetzt Dammstraße genannt) standen einige .— Scheunen mit dem Durchgang zu einigen Haus⸗ und Hintergärtchen. Hier wohnte der Schreinermeister Loth(genannt Unkel), der Schuhmacher Emil Rödel, der Schuhmacher Franz(Babbel Franz), Wagner Mühlich, Schreiner Best, Schreiner Wirth, Schuh⸗ macher Moogk(Löffelblech), Hofgerichtsadvo⸗ e 8 ö kannte Werkstätte für medizinische Gläser von Habenicht hervorgegangen. Am Eingang links war die Metzgerei von Karl Weidig mann. Daran anschließend lagen an der 1 Walltorstraße die Seilerei von Ludwig Huhn 1 und die Spenglerei von Hillgardt. Aus diesen Aufzeichnungen geht hervor, (Servela), jetzt im Besitze des Herrn Hof⸗ — 170— 0 0 spitzgiebelige Häuschen, außerdem Ställe und 0 daß die Landwirtschaft und das Handwerk, aber auch der Kaufmannsstand früher hier stark vertreten waren. Viele dieser Geschäfte arbeiteten nur für die Post, es ist auch er⸗ klärlich, daß sich eine Anzahl derselben in 1 der Nähe der Post ansässig machte. Der Bau 1 der Postwagen für Oberhessen ünd das hes⸗ sische Hinterland war dem Schmiedemeister Georg Weidig übertragen, dem sich die dazu 1 0 berufenen Handwerker anschlossen. 1. Was mag es für ein Wagenverkehr zur 1„ 1% Zeit, als nur die Postkutsche vorherrschte, am Walltor gewesen sein! Alle Fürstlich⸗ keiten fuhren dort an oder stiegen in den nächsten Gasthöfen ab. Der Samstag ins⸗ besondere vor den Feiertagen war ein großer ö Reisetag. Je nach der Zahl der angemeldeten 1 Reisenden wurden die Wagen zusammen⸗ gestellt. Da gab es einen Hauptwagen, vier⸗ spännig mit einem Kondukteur, welcher die Führung des ganzen Zuges hatte, fünf bis sechs Beiwagen und acht bis zehn Beichaisen. Bei der An⸗ und Abfahrt wurden die be⸗ kannten Posthornsignale geblasen, jedoch auf der Landstraße und durch Dorf und Stadt gaben die Postillione auch manches schöne Volkslied zum Besten. Einer dieser Wagenzüge ist mir noch ganz besonders im Gedächtnis; es war ein Zug, der zum Grünberger Gallusmarkte ging. een ö Berichtigung. In Nr. 41 des„Sonn tagsgrußes“ ist das Geburtshaus des Hen Geheimrats Heichelheim irrtümlich bezeich worden. Das Geburtshaus des Genannten das Haus des Herrn Holterhoff im Selten weg, das allerdings im Jahre 1866 un. gebaut wurde. Sur Geschichte der Gießener Familig (Fortsetzung.) i) Noll. Mit diesem Geschlechte ist es den ganz en gegengesetzten Weg gegangen als mit den Geschlechte Ebel. Dieses war einst hier si verbreitet und weist jetzt nur noch eine Fan lie auf. Die Familie Noll war im Anz hier sehr spärlich vertreten und weist jeh große Verbreitung auf. Wohl ist auch eine alteingesessene Familie, sie existierte hn schon vor dem Dreißigjährigen Kriege, ab wir können noch nachweisen, daß sie hi eingewandert ist. Im Taufbuch für das Jahr 1611 ist ei, getragen:„Martius(März) 3. Ist Einer 2. 1 Buschenmeister mitt Namen Reinhart q kat Buff, Schneider Brück und Glaser Vogel. sal g 50 Aus dem zuletzt genannt Geschäft ist die be⸗ Elisabeth Eheleut ein junger Sohn gedauft worden hatt geheißen Marcus.“ Hier mat zunächst das Wort Buschenmeister Schwien keit; in den Wörterbüchern der deutschg Sprache von Grimm und ebenso von N gand findet es sich nicht als Bezeichnung eines Berufes. Es ist jedoch mit ziemlich Sicherheit anzunehmen, daß einfach 4 Schreibfehler vorliegt. Statt Buschenmeist muß es heißen Büchsenmeister. Der Schu ber hat die Buchstaben ch und s verkehrt g setzt, was früher den Schreibern oft ume lief. Es handelt sich also um einen Büchsen meister oder Waffenschmied. Der Ausdaul „einen Büchsenmeister“ läßt darauf schll ßen, daß er von außerhalb zugewanda war. Wenn es sich um bekannte Gießen Bürger handelte, so schrieb man ande So heißt es auf derselben Seite, auf der sih dieser Eintrag befindet:„Ist Hans Su eine junge Tochter gedaufft worden! läßt sich hier folgende Ahnenreihe aufsteln Reinhard Noll— Johann Georg Noll, g boren 1625 Heinrich Noll, geboren J — Georg Dietrich Noll, geboren 1717, A f alle werden als Fuhrleute(Fuhruntene“ mer) bezeichnet. 9 Bei dieser Familie ist es allerdings n lich, daß sie sich auch noch durch Zuwond rung in späterer Zeit so stark verbreitet bel E) Pistor. Dieser Name ist, wie die Namen eh rius, Faber, Textor, Sartor und Set ein lateinisierter deutscher Name; das lan nische Wort pistor heißt der Stampfer m bezieht sich auf einen Handmüller, der 5 gleich Bäcker ist Vermullich hießen dir der dieser Familie in alter Zeit Becker. 170 wird Agathe, das Kind Jörg Pistors, tau der ein 1 des„Sonn. dus des 90 lich bezeiche Genannte i im Selter⸗ re 1866 un. r Famile den ganz en als mit den inst hier sau och eine Fan tr im Ausaz nd weist jg ist auch existierte han Kriege, ain daß sie hin 5 1611 ist en 3. Ist Einer nso von W Bezeichmum mit ziemliche einfach n Buschenmeist . Der Schrei verkehrt g⸗ ern oft unte inen Büchsen Der Ausduit darauf schle zugewandan unte Gießen man anden e, auf der si Hans En 0 ihe aufste org Noll, geboren 10 n 1717. W Fuh runter lerdings nl rch Zuwand⸗ verbreitet hal amen Cel und Seri ne; das lat Stampfer m üller, der eßen die gal Becker. 1. Pistors, 1 tauft. Daneben erscheinen als Familienväter Hans, Melcher und Peter Pistor. Die Glie⸗ der diefer Familie waren zuerst Handwerker, einige werden als Glasner(Glasermeister) bezeichnet, später, vom 18. Jahrhundert an, waren sie Kaufleute. J) Sack. 1585 wurde dem Melcher Sack ein Sohn geboren, der Kaspar hieß. Damals war die Familie hier nicht stark verbreitet, um spä⸗ ter sich sehr auszudehnen. Wir können die Nachkommen dieses Melcher Sack und seines Sohnes bis auf diesen Tag verfolgen. Sie waren Johannes Sack, geboren 1623— Johann Philipp Sack, geboren 1646(von diesem an sind alle Vertreter der Familie Metzgermeister, vermutlich waren das au schon ihre Vorfahren; in den ganz alten Kirchenbüchern wird kein Beruf angegeben) — Johann Peter Sack, geboren 1688— Johann Elias Sack, geboren 1728— Georg Balthasar Sack, geboren 1764— Georg Melchior Sack, geboren 1796— Georg Sack, geboren 1829— Ernst Ludwig Sack, geboren 1866. m) Stohr. 1576 wird ein Gerlach Sthor(nach der alten Schreibweise) erwähnt; er hatte einen Sohn Philipp und eine Tochter Zusann (Susanna). Gleichzeitig lebten hier als Fa⸗ milienväter Jost, Jacob und Balzer Stohr. n) Textor. Auch diese Familie hatte ihren Namen, der ursprünglich gewiß Weber war, in das Lateinische übersetzt; sie war in der alten Zeit ziemlich zahlreich vertreten. 1577 wird Elsbeth, Tochter des Johannes Textor, ge⸗ boren. o) Wallenfels. Dieser Name wird ursprünglich auch ge⸗ schrieben Wallenfelsch und Waldefelsch, doch scheint das auf unwissende Schreiber zurück⸗ zugehen; schon in dem ältesten Kirchenbuche kommt auch die heutige Schreibweise vor. 1578 wird dem Ulrich Wallenfels ein Sohn Dietrich geboren, von diesem an zieht sich eine ununterbrochene Linie bis auf den heu⸗ tigen Tag. Sie lautet: Johann Kaspar Wal⸗ lenfels, geboren 1629, verheiratet mit Ka⸗ tharina Margaretha Wagner David Heinrich Wallenfels, geboren 1655, verhei⸗ ratet mit Anna Margaretha Lambus Johann Georg Wallenfels, geboren 1682, verheiratet mit Anna Christina Melich— Jeremias Wallenfels, geboren 1713, verhei⸗ ratet mit Anna Elisabeth Schieffer— Jo⸗ hann Georg Wallenfels, geboren 1770, ver⸗ heiratet mit Maria Christina Haas— Jo⸗ hann Moritz Wallenfels, geboren 1780 ver⸗ heiratet mit Johannette Katharina Spruck p) Weidig. Diese Familie wird mitunter Weydig— auch Weytig— geschrieben, sie läßt sich gleichfalls vom 16. Jahrundert an bis auf diesen Tag verfolgen. 1589 wird dem Kon⸗ rad Weidich(so wird hier der Name ge⸗ schrieben) ein Sohn Jörg Gerlach geboren. Dessen Nachkommen heißen Ludwig Weidig, geboren 1613— Johann Ludwig Weytich, getraut 1666— Johann Ludwig Weidig, geboren 1667— Johann Balthasar Wey⸗ dich, geboren 1705— Johann Tobias Wei⸗ dig, geboren 1736— Johann Wilhelm Weidig, getraut 1795— Johann Konrad Weidig, geboren 1802— August Weidig, geboren 1841— Karl Wilhelm Hermann ch Christian Georg Weidig, geboren 1875. Sehr früh tauchen hier auch die Familien Malkomesius, Spruck und Flett auf, doch noch nicht im 16. Jahrhundert. Schon vor 1800 waren die Malkomesius hier Metzger⸗ meister, ein Bürger Ludwig Flett erscheint schon 1639. Im Jahre 1734 wird hier Johann Spruck mit Anna Sophie Löber getraut, er wird als Sohn des Mühlmeisters Johannes Spruck in der Hirschfelder Mühle bezeichnet. Auf Grund von Urkunden, die im Archive der Stadt Gießen aufbewahrt werden, hat der Genealoge Herr von Reck⸗ linghausen zu Gütersloh festgestellt, daß es sich um eine bei Hersfeld gelegene Mühle handelt. Vielleicht hat man statt„Hersfelder“ Mühle im Dialekt„Herschfelder“ Mühle gesagt und daraus die später auftauchende Bezeichnung gemacht. Dieser Johannes Spruck stammte aus dem Amte Wetter. 2. Eingewanderte Familien. Hier können wir uns kurz fassen, da wir nur beabsichtigen, wenn möglich das Jahr der Zuwanderung und den Ort, von dem aus diese erfolgte, nachzuweisen. Nachweis⸗ bar in Gießen eingewanderte Familien sind die Familien Schaffstädt, Kohlermann, Möhl, Gail, Schirmer, Hochstätter, Zurbuch, Silbereisen, Lüdeking, Huhn, Klingelmayer, Zülch und Planck. Der Ahnherr der Familie Schaffstädt, Christoph Schaffstädt, war aus Gosterburg gebürtig, wie wir früher schon einmal hier nachgewiesen haben. Leider ist es uns nicht gelungen, in deutschen Landen einen Ort Gosterburg zu entdecken, so daß hier auch nur eben ein Schreibfehler anzunehmen ist. Dieser Christoph Schaffstädt verheiratete sich hier im Jahre 1695.— Die Familie Koh⸗ lermann ist vom Niederrhein hierher ge⸗ kommen. Am 6. April 1668 heiratet Konrad Kohlermann, Kauf⸗ und Handelsmann aus Hattingen, die Anna Margaretha Verdries. Sein Bruder Hermann, der hier als Rats⸗ und Gerichtsschöffe starb, heiratet am 16. No⸗ vember 1673 die Katharina Margaretha — Johann Christian Wallenfels, geboren 1805— Wilhelm Wallenfels, geboren 1839 (lebt als Achtzigjähriger in unserer Mitte)— Eugen Wallenfels, geboren 1867. Oßwald, und der dritte Bruder Johannes verbindet sich am 19. Mai 1679 mit Anna Martha Sattler. Alle drei werden als Söhne 9 ——— — ä— zeichnet.— Die Familie Möhl scheint von Butzbach hierher gekommen zu sein; denn 1697 verheiratet sich hier ein Johann Va⸗ lentin Möhl aus Butzbach. Eine Möhl aus Münzenberg ist uns schon bei der Familie Frech begegnet.— Die Familie Gail stammt aus Dillenburg; der Begründer der weltbekannten Firma Georg Philipp Gail verheiratet sich 1812 mit Susanna Johan⸗ netta Marie Busch von hier.— Die Fa⸗ milie Schirmer leitet ihren Ursprung von dem Pfarrer Georg Heinrich Schirmer in Waldau(Bezirk Kassel) her. Dessen Sohn Heinrich Schirmer begründete 1825 das heute noch in Blüte stehende Geschäft.— Die Familie Hochstätter stammt von Darm⸗ stadt. Im Jahre 1838 verheiratet sich, Jo⸗ hann Heinrich Hochstätter, der Vater un⸗ seres jetzt 80jährigen Mitarbeiters Herrn Heinrich Hochstätter, mit Henriette Georgine Ferber von hier, er war ein Sohn des Darmstädter Bürgers Abraham Hochstätter. — Die Familie Zurbuch leitet ihren Ur⸗ sprung von Homburg v. d. H. und ist schon vor Mitte des 19. Jahrhunderts hierher ge⸗ bommen.— Die Familie Zülch ist von Hers⸗ feld eingewandert.— Von Homburg v. d. H. stammt auch die Familie Silbereisen, ein Ver⸗ treter dieser Familie war um das Jahr 1830 Gießener Bürgermeister.— Am 5. Juni 1804 verheiratet sich Heinrich Lüdeking, Sohn des Kaufmanns Konrad Lüdeking zu Hainholz in Hannover, Buchbinder und„an⸗ gehender Bürger“, wie es in dem Trau⸗ protokolle heißt, mit Marie Constanz, Toch⸗ ter des hiesigen Metzgermeisters und Sti⸗ Pf pendiatenprobstes Jeremias Constanz. Die⸗ ser damals im Alter von 27 Jahren in den Ehestand tretende junge Mann zeichnete sich durch seine feinere, spitze Mundart hier aus, wie auch durch die Gefälligkeit und Feinheit seines Benehmens. Das veranlaßte, wie sein Enkelsohn, der heute noch das vom Großvater begründete Geschäft führt, dem Verfasser mitteilt, die derben Gießener Bürger oft, mit ihm ihren Witz zu trei⸗ ben.— Die Familien Huhn und Klingel⸗ mayer führen ihren Ursprung auf Vorfahren zurück, die als Soldaten in Gießen ge⸗ standen haben und dann hier geblieben sind, als ihre Dienstzeit zu Ende war— End⸗ lich die Familie Planck stammt aus Schot⸗ ten. Wie wir früher schon einmal in diesem Blatte nachgewiesen haben, so enthält das Zunftbuch der Gießener Rot⸗ und Weiß⸗ gerberzunft eine Notiz, nach der ein hie⸗ siger Meister am 4. Februar 1717 den Jo⸗ hann Daniel Planck aus Schotten als Lehr⸗ jungen annimmt. Dieser Johann Daniel Planck war später hier Bürger und Weiß⸗ gerber; seine Verheiratung können wir nicht feststellen, jedoch wird ihm 1759 hier ein Sohn, der Johann Ludwig hieß, geboren. Seit dem 18 Jahrhundert kommt der Name Planck erst hier vor. Daß diese Familie — 172— des Jakob Kohlermann aus Hattingen be⸗ aus Schotten stammt, wird noch durch andern Eintrag nachgewiesen. Im Jahre 1739 werden getraut:„Johann Er Planck, Bürger, Cramer, Gold⸗ und Silben 5 arbeiter allhier, Weyl. Herr Johann Plancks, gewesenen Stadt⸗Schreiber Schotten nachgebliebener Sohn und Anna Maria, Weyl. Johann Peter Borbergs, ge⸗ wesenen Bürgers und Cramers allhier nach⸗ gelassene Ehel. Tochter.“ (Schluß folgt.) Kleine Mitteilungen. Die diesjährige Generalversammlung des Oberhessischen Vereins für In⸗ nere Mission wird am Dienstag dem 11. November, nachmittags 1½ Uhr, im Saal der Johanneskirche gehalten werden. Das Hauptthema der Verhandlungen bildet die kirchliche Volksmission. Dabei soll be⸗ sonders die Möglichkeit eines Zusammen⸗ wirkens von Kirche und Gemeinschaft er⸗ wogen werden. Berichten werden über diese Frage die Herren Pfarrer Dr. Busch aus Frankfurt a. M. und Pfarrer Ausfeld von hier. Abends wird ein Gottesdienst für In⸗ nere Mission gehalten werden. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 26. Oktober, 19. n. Trinitatis. Georg Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Mahr.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde: farrer Mahr.— Abends 6 Uhr: Pfarr⸗ assistent Schaefer.— Abends 8 Uhr: Ver⸗ einigung der konfirmierten männlichen Ju⸗ gend der Matthäusgemeinde.— Donnerstag den 30. Oktober, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.— Vormit⸗ tags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukas⸗ gemeinde: Pfarrer Bechtolsheimer.— Abds. 6 Uhr: Pfarrer Ausfeld.— Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannessaal.— Abends ½'8 Uhr: Vereinigung der konfir⸗ mierten weiblichen Jugend der Lukasge⸗ meinde im Lukassaal. Von Sonntag, 2. November, an beginnen die Abendgottesdienste um 5 Uhr.= An diesem Sonntage findet in beiden Kirchen im Abendgottesdienst Beichte und Feier des heiligen Abendmahls statt. Anmeldungen werden von den Gemeindepfarrern vorher erbeten. 8 5 Wartburg, evgl. Jünglings⸗ und Männer verein, Diezstr. 15. Sonntag, 26. Oktober: 32. Stiftungsfest.— Samstag, I. Novem⸗ ber: Unterhaltungsabend der älteren M⸗ teilung. Gäste stets willkommen. Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange, Gießen. i 8 in Da große die d trostl für hafte uns in de ansch anspe beugt wir Trutz über Gott uns betro auf besin keit d Gott, war Chri Erde gnäde seinen Erde 2 ihn trotze der Zu die 1 Ster sang schwe das Hofft uns gewo bleib einst Lebei Zur 5 Di so st. Zahl unbe