ha ist kein terben mehr! annter Gast nicht, soweit handelt. Da davon ent⸗ rftigen nicht Von einem reden, der bei einigen nach außen borgenen die ind sich wohl vie der Leib Nahrung be⸗ Mir scheint zu sein, die⸗ id Rechnung die uns zur n Ewigkeits⸗ ingen sollte. un wir nicht speise, nach insre Herzen us vorüber⸗ ide verweht, runde gehen ichte Hirten⸗ hten Kapitel nen nach der daß dieses jegangen ist. Jugend den kseligkeit ge⸗ eu erfahren, ater unsern und uns in einst keinen ben wird. rechen: Der ist, Jesum aronin R. LI initatis). tags 8 Uhr, ukonfirmier⸗ e. Pfarrer : Pfarrassi⸗ 1 Uhr: Kin⸗ de. Pfarr⸗ ttags 8 Uhr, ukonfirmier⸗ farrer Bech⸗ ihr: Pfarrer hr: Kinder- de. Pfarrer 5 Steindrucherel Sonntags gruß emeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen 25 Gießen, I. Sonnt. n. Trinitatis, den 22. Juni 1919 8. Jahrgang Der verborgene Gott. Psalm 18, 12. Sein Gezelt um ihn war fin⸗ ster, und schwarze, dicke Wolken, darin er verborgen war. Als im Sommer des Jahres 1530 auf dem Reichstage zu Augsburg über die evan⸗ gelische Sache verhandelt wurde, weilte Lu⸗ ther, der als geächteter Mann vor dem Kai⸗ ser nicht erscheinen durfte, auf der Koburg, wohin ihn sein Landesfürst beordert hatte, Melanchthon vertrat auf dem Reichstage die evangelische Kirche, Luther aber stärkte den Freund, der damals manchmal zaghaft war, durch glaubensvolle Briefe. Am 28. Juni des genannten Jahres schrieb er an ihn fol⸗ gendes Mahn- und Trostwort:„Ausgang und Erfolg der Sache zermartern dich, weil du beide nicht begreifen kannst. Doch wenn du beide begreifen könntest, dann wollte ich mit der Sache überhaupt nichts zu tun ha⸗ ben, viel weniger ihr Berater sein. Gott hat sie an einen gewissen allgemein zugäng⸗ 1 5— 2 N eine Anzahl Familien, welche Landwirt⸗ lichen Ort gestellt, den du in deiner Rheto⸗ rik nicht hast, auch nicht in deiner Philoso⸗ phie. Dieser Ort heißt Glaube: da hat alles seinen Platz,„was man nicht siehet und was nichts ist“. Versucht einer das sichtbar, offenbar und greifbar zu machen, wie du es tust, der empfängt als Lohn seiner Arbeit Sorgen und Tränen, wie du sie davonträgst. Unser aller Widerspruch dagegen ist umsonst. Der Herr hat verheißen, im Dunkeln zu wohnen, und hat die Finsternis zu seinem Gezelt gemacht. Wer will, der mache es anders. Wenn Mose zu begreifen getrachtet hätte, auf welche Weise er endlich dem Heer des Pharao entrinnen sollte, dann wäre Is⸗ rael vielleicht noch heute in der Wüste.“ Unsere Lage ist jetzt, da wir nicht wissen, ob uns die nächsten Tage den Frieden bringen oder den Weitergang des Krieges, ähnlich wie die der Evangelischen im großen Jahre 1530. Der Ausgang der jetzt schwe⸗ benden Sache zermartert uns, aber wir wissen, daß Gott noch lebt und regiert und daß seine Wege eitel Güte und Wahrheit sind denen, die seinen Bund und Zeugnisse halten. Er ist oft ein verborgener Gott, aber immer unser guter Vater im Himmel. beschichten und Bilder aus Alt⸗Gießen⸗ 14. Der Gießener Bürger und seine Vaterstadt um die Mitte des 19. Jahrhunderts. 5(Fortsetzung.) Außer Kaufleuten und Handwerkern zähl⸗ ten zu der alteingesessenen Bürgerschaft noch schast und Viehzucht betrieben. Sie wohnten zum größten Teil in der Mühl⸗ und Sand⸗ gasse und in der Neustadt, weshalb man diesen Stadtteil boshafterweise das„Küh⸗ viertel“ nannte. Aber auch in anderen Stra⸗ ßen und Gassen hatten sie ihre Wohnun⸗ gen, Scheuern und Ställe, und wie bescheiden diese Wohnungen waren, davon kann man sich einen Begriff machen, wenn man Alt⸗ Gießen einmal durchstöbert. Viele der alten Häuschen sind zwar im Laufe der Jahre verschwunden, aber das, was noch steht, genügt, um erkennen zu lassen, mit wie wenig Raum sich der Gießener Landwirt mit Kind und Kegel, Vieh, Erntevorräten, mit Schiff und Geschirr begnügen mußte. Gießen als Festung ließ eine Ausdehnung nicht zu, und so mußte der vorhandene Raum nach Möglichkeit ausgenützt werden. In dem Adreßbüchlein von 1840 ist ein Kuhhirt Dechert, auf dem Tiefenweg wohnend, aufgeführt, wonach zu schließen ist, daß damals(wie ich nachträglich hörte, eine ansehnliche) Rindviehherde vorhanden war. In der Hauptsache erstreckte sich jedoch die Viehzucht im vorigen Jahrhundert in Gießen auf die Schafhaltung, die anschei⸗ nend in hoher Blüte stand; denn der Bestand bezifferte sich durchschnittlich auf 1200 Stück, die sich mit etwa je 300 Stück auf die Neustädter, Neuenweger, Walltorer und Sel⸗ tersweger Schäferei verteilte. Die Schaf⸗ züchter nannte man„die Hehmilsherrn“. Sie sahen verächtlich auf die Landwirte herab, die keine Schafe besaßen, und hielten sich, so unglaublich dies erscheint, von diesen gesondert. Alles, was keine„Hehmil“ hatte, war„Butschka“, ein etymologisch dunkler Ausdruck, mit dem ihre Minderwertigkeit bezeichnet wurde. Dieser eingefleischte, ebenso sonderbare, wie lächerliche Stolz hatte sich so ausgebildet, daß sich mancher der Nicht⸗ schafhalter, um sein Ansehen zu heben und sich mit den„Hehmilsherrn“ auf die gleiche Stufe zu stellen, entschloß, mindestens zwei Schafe anzuschaffen! Die Schafe waren eine mit jedem Tag sich erneuernde Quelle an Freuden der Kinder der damaligen Zeit. Morgens um 6 Uhr begann das Sammeln der Tiere. Die Schäfer gingen ihr Stadt⸗ viertel ab und gaben den Schafhaltern durch einen langen, gellenden Pfiff das Signal zum Oeffnen der Ställe, aus welchen dann die Insassen mit allerhand Kapriolen herausstürmten und sich mit der Herde ver⸗ einigten. Langsam trippelte diese dann mit . 8 dem Schäfer an der Spitze, der durch seinen Das Fahrgeld war bei den Brief- und Ku⸗ Ruf:„Brr kohm, brr kohm“, lockte, zum rierwagen billiger wie bei den Eilwagen Tore hinaus, um abends zurückzukehren. So kostete die Fahrt nach der Ganseburg mit Beim Wege durch die Straßen lösten sich die ersterem: 15 Kreuzer— 45 Pf., mit letzterem Schafe vor den Höfen, in welche sie gehör⸗ 21 Kreuzer= 60 Pf., nach Grünberg 55 ten, von selbst von der Herde los und liefen Kreuzer— 1,50 Mk. bzw. 1 Fl. 17 Kreu⸗ in ihren Stall. Dabei kam es vor, daß auch zer= 2,18 Mk. Nach den meisten Orten noch andere mitsprangen. Das war dann gingen aber nur Eilwagen. Ein Fahrschein für die Kinder ein Hauptvergnügen, die Ver⸗ nach Frankfurt a. M. kostete 4 Fl. 5 Kr laufenen zu fangen und zurückbringen zu 6,95 Mk., nach Darmstadt 5 Fl. 5 K dürfen. Da jeder Besitzer seine Schafe mit 8,63 Mk., nach Marburg 1 Fl. 53 Kr.= 1 1 1 auf 15 95 1 ge⸗ 3,20 Mk. kennzeichnet hatte, konnte eine Verwechslung Im Vergleich zu den heutigen Ei 5 nicht vorkommen. Die Herde wurde stets von führ bene ier 105 e 92 einer Menge von Kindern begleitet und im gence“, wie die Kutschen auch noch genannt Sommer, wenn die Tiere auch über Nacht wurden, somit nicht billig. Man hakte aber draußen blieben, täglich von vielen Jungen dafür die Genugtuung, für sein Geld gehörig 192 e 1 85 1 1 gerüttelt und geschüttelt zu werden. chur, die alljährlich im So N H r Lahn vorgenommen wurde, fand sich eins bis an a e e de Menge von Kindern als Zuschauer ein. Die dis an an Ort Famif; e 1 b 5 5 2 dem Fahrplan der„Familienwagen“ hervor. Schafe wurden in der Lahn gewaschen, Daun Die e„ 0 e 5 720 Dieser teilte sich in folgende Routen: durften die Tiere laufen, um in der Sonne I 2 zu trocknen. Dann fing man sie, eins nach J. Gießen-Friedberg: 4% Stunden: dem andern, wieder ein, band die Beine zu⸗ 7175„silberne Roß n Abfahrt um 6 und 10 sammen und schor sie Dies geschah an der uhr vorm. vom„Rappen das„goldene Hefe wo sich jetzt der Viebertal⸗Bahnhof eee Abfahrt 5 hs 15 efindet. 5 e ee eee, e Ende der 8ber Jahre konnte man sich im 9% Uhr vormittags. Wo diese hier. abfahren, Stadtparlament für die Nützlichkeit der 45 nicht N 27 Gießen. Marburg: Schafhaltung nicht mehr begeistern, und so 4% Stunden: Abfahrt um 5 und 9 5, Uhr wurde sie aufgehoben(1888). Mit ihr ver⸗ orm 3. Gießen. Gladenbach: 4 5775 schwand wiederum ein Stück Altgießener Er⸗ Stunden, nur Montags und Freitags, Ab⸗ werbslebens, welches nach den inzwischen fahrt vorm. 6 und 10 Uhr. verflossenen Jahrzehnten wie ein Idyll aus(Schluß folgt.) der 10 15 2 e einc Werden 11 0 angesichts der für die Fleischversorgung höchst. 8 betrüblichen Aussichten, von den Gießener Johann Benrich Schaffstädts . e e die Gießener Chronik 1776 1825. Schafzucht hier wieder aufleben zu assen, Er⸗. folg haben? Zu wünschen wäre es!(Fortsetzung.) Den Schluß des Inhaltes des 1840er„D. Iten Feber 1814 ist mein Sohn als Adreßbüchleins bildet eine Uebersicht der in Freywilliger Jäger nacher Darmstadt mit Gießen ankommenden und abgehenden den Jungen Mannberger u. Sauer u. Noll.“ Posten, ein Tarif des Personengeldes bei Diese Nachricht ist hochbedeutsam, sie teilt den Eilwagen und Briefpost⸗Kurieren, ein uns mit, daß vier Gießener Bürgersöhne in Fahrplan für die Abfahrt und Ankunft der vaterländischer Begeisterung damals dem Familienwagen, ein Fahrplan Fer Fracht⸗ preußischen Vorbilde gefolgt sind. fuhren und Angaben Aber die Ankunft der„D. 29ten Mertz sind sie aus Darmstadt auswärtigen Boten. Die Posten bestanden 8 schirt her Basel 5 Lion in Briefkurieren und Eilwagen, von wel⸗ aus eee ee e ae e 68 chen nach Frankfurt und Darmstadt sowie s„ 5 e leßten vier nach Kassel und weiter nach dem Königreich schemen spüter zugesetzt worden zu sein. Hannover und den Hansestädten von den er„D. 28ten Feber sind die allhiesige Bür⸗ steren täglich einer, von letzteren zwei ab⸗ ger mit den Bürger Söhnen zum ersten mahl gingen und ankamen. ausgerückt von wegen dem Landsturm, auch Ferner bestanden noch die gleichen Ver⸗ ist der Rathsdiener Flett auf das Rathhaus bindungen nach Oberhessen bis Fulda und gezogen. Der Alte Geißmar bey sein Sohn. Lauterbach und die Lahn hinab bis Koblenz,„D. 20ten April ist Bonnabarth von sowie auch in das Hessische Hinterland(Gla⸗ Fondeblau(Fontainebleau) durch vier Jene⸗ denbach, Biedenkopf, Battenberg), jedoch meist rahls der Allgirten nach der Insel Elba nur mit je einem Briefkurier und einem transportirt worden zu seinem fernen auf Eilwagen. Nach näher gelegenen Orten fan⸗ Enhalt(Aufenthalt) hat den Tittel als den außerdem noch 2—3 Mal wöchentlich Herbog von Elba angenommen. D. Zten weitere Verbindungen statt. Diese Posten be⸗ May ist die haupt Vestung Meinz an die förderten Personen, Briefe und Päckereien. Allgirten über geben worden der bahrische Ko die wo sein Sti scha wel fehl nad keit sche VII reic er f von bon Mu 7 vier Lahn gesel 1 den trun trag und Lahr Depi Hirs beerd nach Gieß ist af einge 1 gema grab. seithe zrief- und Ku⸗ den Eilwagen. Ganseburg mit „ mit letzterem Grünberg 55 Fl. 17 Kreu⸗ meisten Orten zin Fahrschein Fl. 5 Kr. Fl. 5 Kr. Fl. 53 K en Eisenbahn⸗ in der„Dili⸗ noch genannt an hatte aber Geld gehörig rden. fahren hatte, var, geht aus agen“ hervor. Routen: ½ Stunden: um 6 und 10 das„goldene horn“, Gebr. rt 5 Uhr und hier abfahren, 1— Marburg: und 9½ Uhr ach: 4½—5 Freitags, Ab⸗ fstädts 18253 in Sohn als armstadt mit uer u. Noll.“ am, sie teilt irgersöhne in damals dem d. 8 Darmstadt 7 Lion(Lyon) vier Worte zu sein.) hiesige Bür⸗ t ersten mahl dsturm, auch 1s Rathhaus sein Sohn. abarth von h vier Jene⸗ Insel Elba fernen auf Tittel als n. D. 3ten einz an die er bayrische — 99 Jeneral De la Motta hat sie besetz. D. 30ten Ehrlebäum bey der gewesenen Klein Mühl ab⸗ April ist die 8 11 von den gehauen worden.“ nsosen an die Preußen über geben wor⸗ D S 5 i n 122 8. Zten Wey il 5 Einzug von Lud⸗ ben dit 1 1 A wig den XVIII. von Frankreich in Paris ge. Macher Coplenz.“ abikorium von uns weg schehen, sind der Keißer Alexander von 4 z„ 1. Rußland der Keißer von Oestreich der Kön⸗ d ee 1 1 80 istenmahl nig von Preußen da bey geweßen den 13ten das teusche Volksfest in gantz Deuschland ge⸗ Mey sind die hohen Allgirten Sufrens(Sou⸗ feuert worden, auf allen hohen Bergen wur⸗ veräne) von da nacher London D. 30 ten den Feuer gemacht wegen der großen Völ⸗ Mey war der höchst gewunste(gewünschte) kerschlagt beh Leibzig wo die deusche Nattion Tag daß der Allgemeine Friede in Paris die Franschosen verfolgt haben bis Paris. N. U ie FNyfodol. 90 on“ von den hohen Mächten von dem Könnig Da haben sie Frieden bekommen. von Frankreich, dem Keißer von Oestreich 8 ann 1515 Rußland 5 5 5 von 1815. England dem König von Preußen unter D greugff. 0 zeignet worden. Sind in London lieben Tücher weichen iche Nene Feldmarschalf bis d. 24ten Juny der König von Preußen ber An cher zu Erst ü er den Rein mit ist den Aten August in Boßtonn ein e bey Kaub gegangen soll an trofen. Der Keißer von Rußland d. 25. July. Orth ein Denkmahl errüchtet wer⸗ in S. Petersburg d. 25ten Septem ist der den. Von geschlagenem Kupper(Kupfer) 325 Russische Keißer, der König von Preußen großes 5 der 1 Held Blüßser in Winn eingezogen un dem allgemeinen denten fein soll deuschen Nathion zum An⸗ Kongreß bey zu wohnen. D. loten May ist denken 5 5 5 8. 5 die Veste Wesel an die Preußen übergeben„D. 6ten Januar 1815: sind bey uns worden. D. 13ten May ist Hamburg von zwey Straßen Reuber durch das Schwert von 01 ick Befreft rden, sein unglückt dem Marburger Scharfrichter hin gerichtet seinem Unglück befreit worden, sein unglückt dem arburge zarfrichter hin gerichte Stifer(Unglückstifter der Fransösische Mar⸗ worden. D. 27ten Feber sind wieder zwey schall Dafusch(Davoust) oder prinz Eckmühl Straßen Reuber hin zgeruchtet worden von welcher den Oberbefehl hatte, wurde auf Be⸗ dem Frankfurtter Hoffmann. fehl des Könnigs von Frankreich Arretirt„D. 26ten Feber ist Bonnabarth von nach Paris gebracht, wegen seiner Grausam⸗ der Insel Elba an der Frantzschoßen Küste keit sich zu verantworten, ist ihm nichts ge- mit 1000 Mann gelandet ist ungehindert schehen. D. Aten May ist Papst Pius der durch Lion nach Paris den 20ten Mertz VIlte aus seiner gefangenschaft aus Frank⸗ abends 9 Uhr daselbst ein gezogen, den Tag reich in Romm ein gezogen. Im August hat zu vor ist Könnig ludwig der XVIII ab⸗ er den Jesuittenorden wieder eingesetz.“ gezogen.“ D. ten July sind die bergische Truppen„D. ten Julp haben die Teuschen wieder von uns auß maschirt nach Düsteltorf.“ ihren ein Zug in Paris gehalten, welches „D. lezten July ist ein Schuh Knecht das 2te mahl ist v. den Deuschen. d. gten pon Grünberg gebürtig hier bey der pulfer Julp ist Ludwig der XVIll wieder in„Faris Muhl ertrunken.“ Das Kirchenbuch schreibt: eingezogen D. 10ten sind die drey Monar⸗ „Im Jahre Christi achtzehnhundert und chen der Kaißer von Oestreich, der Kaißer vierzehn den zehten July: ertrank in der den Außland und Könnig von Preußen auch Lahn, Johann Georg Jung, ein Schumacher⸗ in Paris eingerückt. gesell, gebürtig aus Münzenberg, alt(Fortsetzung folgt.) 19 Jahr 5 M. 10 tage und wurde beerdigt den elften ejusdem.“ 1 „Den, LAten ist ein Soldat eben da er⸗ Beri chti gun g. Ii N 0 des trunken.“ Hierüber findet sich folgender Ein⸗„Sonntagsgrußes“, S. 68, Spalte 2, ist zu trag:„Im Jahre Christi achtzehnhundert sesen, daß„Comedy von Dextor Sohn“ ge⸗ und vierzehn, den zwölften Juli ist in der spielt worden sei. Diese Stelle ist von mir Lahn ertrunken Georg Zirner, Soldat beim nicht richtig wiedergegeben worden. Bei ge⸗ Depot, aus Unterschönmattenwag, Amts mauerem Zusehen habe ich gefunden, baß Hirschhorn, alt achtzehn Jahre und wurde J. H. Schaffstädt hier schreibt:„auch ist beerdigt den 13. ejusdem.“ Comedy von Tirektor Sohm(oder Sohn) „D. Sten August sind die Frey Jäger gespielt worden.“ Sodann macht mich Herr nach sieben Monnathlicher Abwesenheit in Josef Ampt in fachkundiger Weise darauf Gießen wieder eingerückt. D. 11ten August aufmerksam, daß unter dem in der letzten ist auch das leib Regiment wieder bey uns Nummer angeführten„General Qualy“ der eingerückt.“ österreichische General Graf Ignaz Gyulay „In der Helfte Septem ist der Anfang zu verstehen ist, der an den Schlachten bei gemacht worden mit der Wissig zur aus⸗ Brienne und La Rothisre auf Seiten der grabung um nicht mehr fluthen von dieser Alliierten hervorragenden Anteil hatte. seiths zu haben sind die großen Esch⸗ und H. B. ö 46 1 4 5 5 12 Geheimrat Prof. dr. Wundt über Religionsunterricht. Auf eine Anfrage, die die Ortsgruppe Leipzig des Pfarrervereins dieser Tage an den berühmten Leipziger Psychologen und Philosophen Geheimrat Prof. Dr. Wundt richtete, wie er sich zur Frage des Ersatzes des Religionsunterrichts durch Moralunter⸗ richt stelle, gab dieser nachstehende Antwort: „Der verbreitete Ruf nach Abschaffung des Religionsunterrichts in der Schule ver⸗ birgt unter diesem Namen nach meiner Mei⸗ mung eine der größten Kulturbarbareien der Gegenwart. Dieser Ruf hat einen Sinn, wenn man unter Religionsunterricht das Einbläuen der Bibel als eines dogmatischen Lehrstoffs versteht, der entweder als Offen⸗ barung oder als geschichtliche Wahrheit hin⸗ genommen werden müsse. Ich bin aber der Meinung, daß nur derjenige Lehrer ein brauchbarer Religionslehrer sein kann, der selbst auf dem Standpunkt der heutigen Wissenschaft steht, daß aber, gerade von die⸗ sem Standpunkte aus betrachtet, die biblische Geschichte und der in ihr überlieferte reli⸗ giöse Gehalt durch nichts anderes und am allerwenigsten durch einen aus irgendwelchen. anderen Quellen zusammengelesenen sogen. Moralunterricht ersetzt werden kann. Das Kind und der naive Mensch bedürfen irgend⸗ einer Form, in der ihnen die allgemeine Geschichte der Menschheit und ihr moralischer Gehalt überliefert wird. Ich möchte aber z. B. diejenigen, die die Bibel aus der Schule verbannen wollen, fragen, wo sie einen pas⸗ senden Ersatz für die durch ihre wunderbare Einfachheit ebenso wie durch ihren unauf⸗ dringlichen religiösen Hintergrund ausge⸗ zeichnete biblische Schöpfungsgeschichte fin⸗ den wollen? Der griechische, der germani⸗ sche oder irgendein anderer Schöpfungs⸗ mythus, der mir bei meinem auf diese Frage gerichteten Studium begegnet ist, würde nach meiner Ueberzeugung völlig ungenügend sein. Soll darum etwa dem Kinde oder dem naiven Naturmenschen ein Kompendium mo⸗ derner Urgeschichte als Ersatz geboten wer⸗ den? Genau so wie mit der Frage der Ent⸗ stehung der Welt verhält es sich aber mit der ältesten Geschichte der Menschheit. Ein Vakuum statt ihrer zu lassen, ist unmöglich; die Wirklichkeit an die Stelle zu setzen, ist aber ebenso unmöglich. In der Urgeschichte der biblischen Ueberlieferung hat aber diese älteste Geschichte der Menschheit gerade die⸗ jenige Form angenommen, die noch heute für das naive Bewußtsein die am meisten adäquate(entsprechende) ist, in der sie außer⸗ dem trotz mancher Widersprüche mehr als irgendeine andere für eine kindliche, zugleich nach einer allgemeinen religiösen Grundlage begehrende Auffassung geeignet ist. Oder welche unter den älteren Literaturen vor der griechischen hätte Werke von so unvergäng⸗ lichem poetischen und religiösen Wert auf⸗ ö — 100— zuweisen, wie sie viele der Psalmen, der Propheten, das Buch Hiob und manche an⸗ dere darbieten? Ich möchte in dieser Bezie⸗ hung sogar dem neuen kaum einen beson⸗ deren Vorzug vor dem alten Testament ge⸗ ben, das um so weniger, als dieses neben je⸗ nem gar nicht entbehrt werden kann. Daß sich ein solcher Religionsunterricht von selbst zu⸗ gleich zu einem Moralunterricht gestaltet, ver⸗ steht sich für die Anfänge des letzteren von selbst, während dagegen für die weiteren Stu⸗ fen allerdings nach meiner Ueberzeugung weit mehr, als dies bisher geschehen ist, auf der einen Seite die Geschichte und Staatslehre, auf der anderen Seite für die reiferen Stu⸗ fen die Philosophie ergänzend hinzutreten sollten. Wie das geschehen kann, das ist aller⸗ dings allzu sehr Aufgabe pädagogischer Er⸗ wägungen, als daß ich hier näher darauf ein⸗ gehen könnte. Im ganzen aber möchte ich sehr entschieden daran festhalten, daß der Ruf nach der Ersetzung des Religionsunter⸗ richts durch einen allgemeinen Moralunter⸗ richt eigentlich auf einem veralteten Stand⸗ punkt in der Auffassung der Religion selbst beruht. Auch ist nicht zu vergessen, daß die konfessionellen Unterschiede, die natürlich schon die Persönlichkeit des Lehrers mit sich führt, um so weniger einen störenden Ein⸗ fluß ausüben werden, je mehr die wissen⸗ schaftliche Behandlung des Religionsunter⸗ richts durch den Lehrer zur Geltung gelangt. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 22. Juni(1. nach Trinitatis). Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ ten aus der Markusgemeinde. Pfarrassistent Schaefer.— Vormittags 9½½ Uhr: Pfarrer Mahr.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr, siehe Stadtkirche.— Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer.— Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannessaal. Im Konfirmandensaal, Liebigstraße 50. Nachmittags 2 Uhr: Taubstummengottes⸗ dienst. Pfarrer Bechtolsheimer. * Wartburg, evgel. Jünglings⸗ und männer⸗ verein, Diezstr. 15. Sonntag den 22. Juni: Vortrag. Freunde des Vereins herzlich ein⸗ geladen.— Samstag den 28. Juni: Unter⸗ haltungsabend der älteren Abteilung. Gäste stets willkommen. Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehr⸗ anstalten. Jeden Mittwoch von 6—7[Uhr für die jüngere Abteilung. Jeden Samstag von 6—7 Uhr für die ältere Abteilung im Johannessaal. ter gen 1958 rich sich bet. an Me Re Na vor zeit an wel ist Zw vor beu ner Fr Me wiß daf Ve we hal Ge wi tes wi 8