en wollen. e für des aben, wol⸗ men: war mein trugs mit iegeslieder m Staube. zes Leben, egeben. nin R. soll in am 183. Die Feier findet am J zu dem id Diens⸗ ormittags erfolgen. die vom r währen, igen ver⸗ w. ihren tag den 23. Sep⸗ Uhr, die für die rer Becker kann, so 22. und einde die egen, da einer Re⸗ er Lukas⸗ en Sonn⸗ Pfarrer ich statt⸗ sammen⸗ ohannes⸗ 1 initatis. 8 Uhr, firmier⸗ assistent Pfarrer derkirche 1 Uhr: Pfarrer Bibel⸗ a idruckerel onntagsgruß Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 38 Sießen, 14. Sonnt. n. Trinitatis, den 21. Septbr. 1919 8. Jahrgang An unsere Leser. Unseren Lesern ist bekannt, daß wir wäh⸗ rend des Krieges zweimal genötigt waren, den Umfang unseres Gemeindeblattes ein⸗ zuschränken, weil die Menge des uns zur Verfügung stehenden Papieres durch be⸗ hördliche Anordnungen in bedeutendem Maße herabgesetzt wurde. Trotz der Ver⸗ ringerung des Umfanges sind uns unsere Leser treu geblieben und haben es uns auf diese Weise ermöglicht, unser Unternehmen durch den Krieg durchzubringen. Der Frie⸗ densschluß gestattet uns wieder, das Blatt in dem alten Format herauszubringen. Im Laufe des Oktober, spätestens am 1. No⸗ vember wird der„Sonntagsgruß“ wieder mit der alten Ueberschrift und in der frü⸗ heren Größe erscheinen. Das Blatt wird in demselben Geiste fortgeführt werden wie seit⸗ her. Es soll denen, die es halten, wirklich ein Sonntagsgruß sein, soll sie über die Sorgen und die Stimmung des Werktags hinausheben, sie zu Gott führen und ihnen die Heimat lieb machen. Ganz besonders wird es sich der Herausgeber angelegen sein lassen, wie seither die Heimatgeschichte zu pflegen und den Lesern volkstümliche Er⸗ zählungen darzubieten. Er hofft, auf diese Weise an den modernen Bestrebungen zur Hebung der Volksbildung sich wirksam zu beteiligen. Selbstverständlich wird auf das kirchliche Leben, das jetzt nach der Um⸗ änderung der Verfassung der evangelischen Kirche in ein neues Stadium tritt, dauernd die Aufmerksamkeit gerichtet werden. Allen denen, die es uns ermöglicht haben, das Blatt während des Krieges unter schwie⸗ rigen Umständen weiterzuführen, sei herz⸗ licher Dank gesagt. Gießen, den 15. September 1919. Der Herausgeber: Pfarrer Bechtolsheimer. Der Verlag: Brühl'sche Druckerei. R. Lange. Unsere Gefangenen. Jesaia 40, 31. Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wan⸗ deln und nicht müde werden. Von Kriegsgefangenen, die zum Ruder⸗ dienst auf den Galeerenschiffen einer italieni⸗ schen Republik verurteilt waren, wird er⸗ freiung aus dem harten Frondienst sehnten, daß sie aber, als endlich die Freiheitsstunde für sie schlug, sich nicht mehr an das Leben in der Freiheit gewöhnen konnten, sondern baten, auf die Schiffe zurückgebracht zu werden. Wie ein verlorenes Paradies, so winkt unseren Gefangenen die Heimat. Aber wie wird ihnen zumute sein, wenn sie endlich wieder in unserer Mitte sind? Die Mutter gestorben, die Kinder fremd geworden, die Frau vergrämt, die Freunde tot, die Nach⸗ barn verzogen, der olte Arbeitsplatz von einem andern besetzt, ringsum Sorge und Müdigkeit! Was für eine Arbeit für dich, deutsche Christenheit, an diesen Heimgekehr⸗ ten! Du wirst manchen unter ihnen finden, dem wie jenen Galeerengefangenen das Leben in der Freiheit nicht mehr schmecken will, dem, wenn die ersten Tage nach der Heimkehr vergangen sind, die Sehnsucht an⸗ fängt, durch die Seele zu ziehen:„Ach, läge ich doch wieder drüben in Frankreich auf meinem Strohsack, in meine Träume versunlen! Hörte ich doch wieder die fran⸗ zösische Trompete, die mich aus meinem Grübeln weckt und mich zur Arbeit ruft, zu der unwillig getanen und doch die träge Zeit vertreibenden Arbeit! Säße ich nur wieder zu Mittag und am Feierabend vor meinem Blechnapf mit den dampfenden Kar⸗ toffeln und brauchte mich sonst um nichts, nichts, nichts mehr zu bekümmern, als auf meinen Tod zu warten! Ich bin zu müde, zu traurig, zu stumpf geworden, als daß ich den Kampf mit dem Leben in der armen deutschen Heimat noch einmal aufnehmen lönnte.“ Dabei muß ich an den Neger denken, der uns während des Krieges in Afrika ins Lazarett geliefert wurde. Er war in Spio⸗ nageverdacht geraten und einem Häuptling zur Bewachung übergeben worden. Der hatte ihm die Hände zusammenbinden lassen und ihn in eine Hütte gesperrt. Als er nach Wochen wieder zum Vorschein kam, zeigte sich, daß durch die Fesselung die Sehnen der Hände erstorben waren. Der Stabsarzt sah sich die Hände an, die schlaff herunterhingen, und sagte nur:„Massieren!“ So haben wir ihn massiert, mein treuer schwarzer Lazarett⸗ gehilfe und ich, morgens und nachmittags, nicht gewaltsam, sondern ganz gelinde, nicht auf schnellen Erfolg hoffend, sondern mit soviel wartender Geduld, wie nur möglich, bis nach einigen Wochen zu unserer großen zählt, daß sie jahraus, jahrein sich nach Be⸗ Freude in die eine Hand die erste leise e N Bewegung kam und nach einiger Zeit auch in die andere, ja, bis endlich beide Hände ihre alte Kraft wieder gewannen und zur Arbeit tüchtig wurden. 5 5 Mit Flügeln ihrer Seele, die infolge der langen Gefangenschaft schlaff geworden und abgestorben sind, so werden viele Gefangene zu uns zurückkehren. Da sind gelinde Hände nötig und gelinde Herzen, deine Herzen und Hände, deutsche Christenheit, mit denen du still und sanft über die Seelen fährst mit unermüdlicher Liebe und unermüdlicher Ge⸗ duld, bis langsam, langsam die Freude am Leben und an der Heimat und an Gott wiederkehrt, bis die Flügel sich wieder regen, bis es auch von unseren Gefangenen heißt, was jeder von uns jetzt allem Kleinglauben, aller Verzagtheit zum Trotz sich von Gott schenken lassen und täglich üben muß:„Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.“ G. v. B. ur hessischen Heimatliteratur. Seit dem 31. Juli 1919 erscheint beim „Darmstädter Täglichen Anzeiger“ in drei⸗ bis vierwöchentlichen Zwischenräumen eine von dem Unterzeichneten herausgegebene Beilage„Hessische Heimat“, die es sich zum Ziel setzt, die Heimatliebe dadurch zu stär⸗ ken und zu pflegen, daß sie die Kenntnis von der Heimat, ihrer Geschichte und ihrer Eigenart im weitesten Sinne zu verbreiten sucht. Dementsprechend ist ihr Inhalt möglichst mannigfaltig gestaltet. Er soll sich aus fol⸗ genden Gegenständen zusammensetzen: 1. Hessische Geschichte im allgemeinen. 2. Ortsgeschichte. 3. Familiengeschichte. 4. Lebensbeschreibungen, Erinnerungsblätter zu Gedenktagen bedeutender hessischer Män⸗ mer und Frauen, insbesondere zu anschau⸗ lichen Lebensbildern ausgebaute Nekrologe. 5. Kriegsgeschichte, namentlich in Form von Erinnerungen und Briefen. 6. Kirchenge⸗ schichte. 7. Kulturgeschichte. 8. Literatur⸗ geschichte. 9. Kunstgeschichte. 10. Rechts⸗ geschichte. 11. Volkswirtschaft und Wirt⸗ schaftsgeschichte. 12. Volkskunde, Sitten und Gebräuche, Aberglauben, Sagen. 13. Be⸗ schreibungen des Landes, Reiseschilde⸗ rungen. 14. Naturgeschichte(Zoologie, Botanil, Mineralogie) in Bezug auf Hessen. 15. Werke der schönen Lite⸗ ratur(Erzählungen, Gedichte, Dramen), soweit sie auf Hessen, sein Volk, hessische Persönlichkeiten, Städte und Ort⸗ schaften Bezug haben oder als Quellen zur hessischen Literaturgeschichte in Betracht kommen. Ueberall sollen, wo nötig, kurze Einleitungen und Erläuterungen beigefügt werden. Die„Hessische Heimat“, die sich selbst⸗ verständlich in den Dienst keiner politischen Partei stellt, sondern über den Parteien stehen will, soll einen durchaus volkstüm⸗ lichen Charakter haben, wenn sie sich auch die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung zu eigen macht. 5 „Die„Hessische Heimat“ will neben neuen, die genannten Gebiete behandelnden Auf⸗ sätzen und Darstellungen auch gelegentlich gute alte, unverdient in Vergessenheit ge⸗ ratene oder selten gewordene Schriften und Aufsätze bringen. Die Zeitverhältnisse legen für den An⸗ fang eine sparsame Beschränkung auf und machen es unmöglich, gleich von Anbeginn an den Plan in dem gewünschten Umfang zu verwirklichen, vielmehr zwingen sie dazu, zunächst klein, einfach und bescheiden zu be⸗ ginnen. Es besteht aber die Hoffnung und die feste Absicht, das in jeder Beziehung gemeinnützig angelegte Unternehmen mit dem Besserwerden der knappen und über⸗ teuern Papierverhältnisse und der Wieder⸗ kehr gesunderer Zustände in dem Druck⸗ gewerbe zu regelmäßigerem und häufigerem Erscheinen sowie zu besserer Ausstattung überzugehen. Aus technischen Gründen erscheint die „Hessische Heimat“ ursprünglich in Zei⸗ tungsformat. Da dieses das Sammeln erheb⸗ lich erschwert, hat sich der Verlag ent⸗ schlossen, dem von vielen Seiten geäußerten Wunsch entsprechend, eine Oktavausgabe zu veranstalten. Diese Ausgabe soll, da eine Nummer der Ausgabe in Zeitungsformat etwa einen Bogen gibt, und ferner in die Oktavausgabe gelegentlich geeignete Auffätze aus dem„Unterhaltungsblatt des Tägl. Anzeigers“ aufgenommen werden sollen, je nach Gunst der Verhältnisse in jährlich drei bis vier Heften zu je fünf bis sechs Bogen, die einen Band oder Jahrgang bilden werden, erscheinen. Der Preis des Heftes würde sich auf höchstens 1.50 Mk. stellen, weil nur die Papier- und Versand⸗ kosten dadurch gedeckt werden sollen. Dabei ist jedoch eine Abonnentenzahl von minde⸗ stens 300 erforderlich. Bei einer hoffentlich erheblich größeren Abonnentenzahl könnte entweder der Preis der einzelnen Hefte herabgesetzt oder der Umfang des einzelnen Heftes vermehrt oder noch ein fünftes Heft hinzugefügt werden, jedoch so, daß das Jahresabonnement von 6 Mk. nicht über⸗ schritten würde. Die„Hessische Heimat“ wendet sich an die weitesten Kreise unsers engern hessischen Vaterlandes, und sie darf wohl allenthalben auf Verständnis, Entgegenkommen und För⸗ derung hoffen. Ebenso wird die Oktavaus⸗ gabe nicht nur den Lesern des„Täglichen Anzeigers“, die ihren Inhalt schon von der Zeitung her kennen, sondern auch an⸗ dern Freunden der Heimat willkommen sein: denn sie will nicht nur Er⸗ wachsenen, sondern auch der reiferen Ju⸗ 75 gend f gleich schwin Fall i Da dem Z zahl alle 8 der K beten, Beitri! werder leisten Vaterl ment neten an der Anzeig Da Sektie Die ergiebi Erst 1 ganda Tage“ die di und de treibt Wesen holt b charakt ander dann f denen brand Mann griffen arbeite den so ausges fort ar wahns dies g unsere dieser sucht, Daß und„ vorher wiesen Mann Danie begom wieder noch er in Welt! Sekte und st bensle Wider Mann Gemif Parteien olkstüm⸗ sich auch orschung n neuen, en Auf⸗ egentlich heit ge⸗ ten und den An⸗ auf und nbeginn Umfang sie dazu, t zu be⸗ ing und eziehung ten mit d über⸗ Wieder⸗ Druck⸗ lfigerem stattung int die in Zei⸗ n erheb⸗ ag ent⸗ iußerten gabe zu da eine Sformat in die Aufsätze Tägl. len, je jährlich is sechs ihrgang eis des 50 Mk. zersand⸗ Dabei minde⸗ ffentlich könnte Hefte nzelnen es Heft ß das t über⸗ an die ssischen thalben d För⸗ avaus⸗ glichen n von ich an⸗ ommen n Ju⸗ n gend förderlichen Lesestoff bieten, der nicht Weltende und verleumderische Angriffe gegen gleich mit dem Tag seines Erscheinens ver⸗ schwindet, wie das bei einer Zeitung der Fall ist. 8 f Da das Bestehen der Oktavausgabe von dem Zustandekommen einer genügenden An⸗ zahl Abonnenten abhängig ist, so werden alle Freunde der hessischen Geschichte und der Kultur des Hessenlandes herzlich ge⸗ beten, das neue Unternehmen durch ihren Beitritt zu ermöglichen und zu fördern. Sie werden es nicht zu bereuen haben und leisten zugleich einen Dienst der Sache des Vaterlandes. Anmeldungen zum Abonne⸗ ment können sowohl an den Unterzeich⸗ neten(Darmstadt, Martinsstr. 42) als auch an den Verlag des„Darmstädter Täglichen Anzeigers“ gerichtet werden. Darmstadt, den 15. September 1919. Dr. Karl Esselborn. die christlichen Kirchen, insbesondere wird die katholische Kirche angegriffen. Diese Sekte geht unter der harmlosen Bezeich⸗ nung„Vereinigung ernster Bibelforscher“ in Deutschland einher, Hauptniederlassungen scheint sie in Brooklyn⸗Pittsburg, Barmen und Zürich zu haben. In Frankfurt a. M. besteht angeblich eine Ortsgruppe. Christlich kann man diese Art nicht nennen, sie ist nichts als eine heidnisch-phantastische Reli⸗ gionsform, wenn man hier überhaupt von Religion noch reden darf. Daß gerade in Gießen Sekten immer wieder auftauchen, ist ein betrübendes Zei⸗ chen für die Energielosigkeit und Würde⸗ losigkeit eines Teils unserer Gemeinde⸗ glieder, die diese Phantasten anhören, ihre Versammlungen besuchen und sie gar noch unterstützen. Was sollte aus unserem Volke werden, wenn die geistige Erkrankung, die wir an diesen„ernsten Bibelforschern“ beob⸗ Sektiererische Propaganda in Gießen. Pachten, weiter um sich greifen würde? Die Stadt Gießen scheint von Sekten als ergiebiges Arbeitsfeld angesehen zu werden. Erst neulich mußten wir auf die Propa⸗ ganda der„Adventisten vom siebenten H. Bee Kleine Mitteilungen. Das Oberkonsistorium hat den Pfarrer Tage“ hinweisen, dieser merkwürdigen Leute, Bechtolsheimer zum Vorsitzenden des Ge⸗ die die christliche Sonntagsfeier verwerfen samtkirchenvorstandes und des Pfarrkolle⸗ und den Samstag als Ruhetag feiern. Nun giums(nach der früher üblichen Bezeich⸗ treibt eine Abart dieser Sekte hier ihr nung zum ersten Pfarrer) ernannt. Selbst⸗ Wesen. Ist das doch, wie wir schon wieder⸗ verständlich bleibt der Genannte nach wie holt betont haben, für Sekten jeder Art vor Pfarrer der Lukasgemeinde. charakteristisch, daß ihre Glieder unterein⸗ 58 ander bald Streit bekommen und daß man dann sofort zu Neugründungen schreitet, von die Wählerlisten für die demnächst nach e eine die andere mit heftigen Worten Alte 5 a 2 sucht ein den neuen Bestimmungen stattfindende Wahl Mann, der augenscheinlich noch nicht be- don Eirchengemeindevertetern bis spätestens griffen hat, daß alle Deutschen jetzt fleißig 30. September d. I. zu Ende gebracht wer⸗ arbeiten sollen, hier eine Zeitschrift, die von den. Bei der großen Zahl der Wähler, die den sogenannten„Millenniumsleuten“ her- in unseren Gießener Kirchengemeinden zu ausgegeben wird. Es widert uns an, immer⸗ finden ist, ist es kaum möglich, in dieser fort auf diese Ausgeburten menschlichen Irr⸗ kurzen Frist— das betr. Kirchengesetz ist wahns hinweisen zu müssen, aber es muß uns erst n September bekannt 9 dies geschehen im Interesse der Aufklärung worden Fisten aufzustellen, die auf Voll⸗ unserer Gemeindeglieder. Der Begründer ständigkeit Anspruch erheben, zumal da 1 0 dieser Sekte, die jetzt hier Boden zu gewinnen auch absolut zuvertässige und e sucht, ist der„Pastor“ Russell in Allegheny. Unterlagen fehlen. Wir bitten deshalb 1 0 Daß man in Amerika die Titel„Professor“ jenigen unserer Gemeindeglieder, die sich an und„Pastor“ leicht bekommen kann, ohne der Wahl beteiligen wollen, dringend, in eee 365. en 2 ie Listen offen liegen, nach⸗ vorhe. f Betätigung nachge- den Tagen, da die Listen 2 55 ein een e sehen zu wollen, ob ihre Namen darin ver⸗ wiesen zu haben, ist ja bekannt. Dieser le! a 0 e Mann 1 die Uchte daß das von zeichnet sind. Nähere Angaben über die Das Oberkonsistorium hat angeordnet, daß Daniel geweissagte Weltende im Jahre 1799 begonnen habe. Im Jahre 1874 sei Christus wiedergekommen, zuerst allerdings sei er noch unsichtbar, Herbst 1914 aber werde er in sichtbare Erscheinung treten und alle Welt werde auferstehen. Die Anhänger dieser Sekte leugnen die Unsterblichkeit der Seele und stehen auch sonst noch mit der Glau⸗ beuslehre der christlichen Kirche in schroffem Widerspruch. Das Blatt, das der erwähnte Mann hier verbreitet, enthält in buntem Gemisch unsinnige Andeutungen über das Wahl werden wir noch machen. Erwähnt sei heute nur, daß nach 8 4 des betreffenden Kirchengesetzes stimmberechtigt sind„alle mindestens 25jährigen, geschäftsfähigen, im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befind⸗ lichen, konfirmierten männlichen und weib⸗ lichen Mitglieder der Gemeinde“. * Am 15. September d. Is. werden es 100 Jahre, daß der bekannte religiöse Maler Carl Gottfried Pfannschmidt in Mühlhauzen in Thüringen geboren wurde. Er ist der 1 1 ö 0 1 „ —— e — 152— Schule des Peter von Cornelius zuzuzählen, deren Verdienst und Ruhm es war, die bib⸗ lische Geschichte in evangelischem Geiste und mit deutscher Empfindung monumental— auf großen Flächen und in weiter Entfer⸗ mung erkennbar— zur Darstellung zu bringen. Pfannschmidt empfing seine Ausbildung auf der Berliner Kunstakademie; später stellte er sich unter den Einfluß von Corne⸗ lius und Wilhelm Kaulbach in München. Mehrere Reisen nach Italien brachten seine Studien zum Abschluß. Pfannschmidts erste Arbeiten sind die Alfreskogemälde im Mausoleum in Charlottenburg und in der Schloßkapelle in Berlin(Heiliges Abend⸗ mahl). Es folgte die Ausmalung in der Schloßkirche in Schwerin und der Kirche in Barth(Ostsee). Altarbilder, z. T. in reich⸗ gegliedertem Aufbau bergen die Kirchen in Altdamm, Benzin bei Jarmen, Schlobitten, Königsberg(Neumark), Brandenburg ga. d. Havel(St. Gotthardt), in Berlin Domstifts⸗ kapelle, Bethanien, Zwölfapostelkirche; die letzten Gemälde(David und Cäcilie) im Dom zu Demmin. Zu Glasfenstern gab Pfann⸗ schmidt die Entwürfe für die Nikolaikirche in Berlin, die Garnisonkirche in Stuttgart, den Dom in Aachen. Des Künstlers Eigenart, die sinnige und geistvolle Durchdringung eines Gegenstandes, die lichtvolle Gruppie⸗ rung und vollendete Zeichnung offenbart sich in den zyklischen Darstellungen:„Aussetzung und Auffindung Mosis“(7 Kupferstiche), „Die Weckstimmen“(7 Blätter),„Das Lei⸗ den des Propheten Daniel“(6 Blätter), „Das Vaterunser“(8 Blätter); das letztere wurde auf der Kunstausstellung 1884 durch die große goldene Medaille ausgezeichnet. Pfannschmidt war Mitglied der Akademie der Künste und des Senats, und Lehrer der Klasse für Komposition und Gewandung. Wegen seiner Verdienste um die Kunst in der evangilischen Kirche wurde er gelegent⸗ lich des Lutherjubiläums 1883 von der Ber⸗ liner Universität zum Ehrendoktor der Theo⸗ logie ernannt. Er starb am 5. Juli 1887. Sein Grab befindet sich auf dem alten Mat⸗ thäikirchhofe in Berlin, geschmückt mit einem großen Kreuzifix, einem Werk des Sohnes, des Bildhauers Friedrich Pfannschmidt, der an der Spitze einer Kompagnie des 4. Garde⸗ Regiments im September 1914 in Frank⸗ reich gefallen ist. A. Wir machen noch einmal darauf aufmerk⸗ sam, daß diejenigen Eltern, deren Kinder in den Herbstferien verreisen, die Anmeldung zum Konfirmandenunterricht schon Montag den 22. und Dienstag den 23. September, jedesmal nachmittags von 4 bis 6 Uhr, vornehmen können. Anmeldeformulare sind bei den Kirchendienern zu haben. Worte zum Nachdenken. Es gehört schon viel Gnade dazu, daß man sich selbst ertrage. Spangenberg. Geduldig sein ist eine ernste Arbeit. Es will gelernt sein, demütig die Last hin⸗ nehmen, schmachtend in Dürre und doch still zu Gott, innerlich entbehren und doch äußerlich fröhlich sein. Dazu muß sich das Herz stärken in Gebet und Gehorsam und immer wieder unentwegt neu beginnen. Dryander. 5 Das Kreuz abzulegen für eine Weile, geht nicht. Es gibt wohl Minister und Generale außer Dienst, aber keine Christen außer Dienst. Sie sind alle zur Disposition ihres Herrn. Emil Frommel. Wenn der Herr ein Kreuze schickt, Laßt es uns geduldig tragen, Betend zu ihm aufgeblickt, Wird den Trost er nicht versagen. Drum, es komme, wie es will, In dem Herren bin ich still. * Ist auch oftmals unser Herz Schwach und will wohl gar verzagen, Wenn es in dem stärksten Schmerz Keinen Tag der Freud' sieht tagen, Sagt ihm: komm' es, wie es will, In dem Herren bin ich still. * Darum bitt' ich, Herr, mein Gott, Laß mich immer glaubend hoffen, Dann, dann kenn' ich keine Not, Gottes Gnadenhand ist offen. Drum, es komme wie es will, In dem Herren bin ich still. Lieblingslied vom Kaiser Friedrich, 1 15. Juni 1888. Kirchliche Anzeigen. Sonntag, 21. September, 14. n. Trinitatis. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ ten aus der Matthäusgemeinde: Pfarrer Mahr.— Vormittags 9½ Uhr: Pfarr⸗ assistent Schaefer.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfarrassistent Schaefer. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ ten aus der Lukasgemeinde: Pfarrer Bech⸗ tolsheimer.— Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Ausfeld.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde: Pfarrer Bechtolsheimer. Im Vonsirmandensaal, Liebigstraße 50, Nachmittags 2 Uhr: Taubstummengottes⸗ dienst: Pfarrer Bechtolsheimer. Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universttäts⸗ Buck und Steindruckerel R. Lange, Gießen. Als da ha winden hauptf Christe gegang anstöß nung, Heile Juden liche überw. die Ue Willer Anteil Römen scharf Form allein der K Heider Ma schen“ wirklic schem unter der 2 germa kann zeichne Eleme schen alter aus i Messie des 2 kunst, bilden jüdisck bensle Glaub lichen Propl weish. wertig Mens. ben deutsc gesinn Heinr gesagt