ts ist; Leben erst in i seine nen, R. vie die untag, ßkirche roßher⸗ die Ge⸗ zogliche teeinge⸗ rauer⸗ Kraft, Bott ge⸗ delied, underte tit dem ewesen; sie die Diesem bleiben. de wird neinde“ Geist⸗ beskirche m Seel⸗ Etappe) Verwal⸗ dienten ffiziere; de ver⸗ rchlichen aten im en. nitatis). 8 Uhr, firmier⸗ Pfarrer Pfarr⸗ 11 Uhr: emeinde. 8 8 Uhr, ifirmier⸗ er Bech⸗ Ihr, zu⸗ Ausfeld. ndmahls e. An⸗ Pfarrer rmittags yhannes⸗ indruckerei onntagsgru Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 29 Gießen, 5. Sonnt. n. Trinitatis, den 20. Juli 919 8. Jahrgang Mond und Sterne. Psalm 8, 4 u. 5. deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast, was istd der Mensch, daß du sein ge⸗ denkest und des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst? In diesen Tagen steht der Vollmond am Himmel, und glitzernde Sterne gehen wie immer ihre Bahn. Ob es in dieser Zeit, da die meisten Menschen sehr gute Rechenkünst⸗ ler sind und alles auf Erhöhung des Lohnes und Gehaltes gestellt ist, noch solche gibt, die in nächtlicher Stunde auch einmal zum Himmel aussehen? Fast scheint es, als ob diese Art ausgestorben sei, wir sind zu sehr Wirklichkeitsmenschen geworden, um uns noch mit den Gestirnen in unerreichbarer Ferne abzugeben. Die das tun, sieht man als Träumer und Phantasten an, als Men⸗ schen, die für das praktische Leben unbrauch⸗ bar sind. Und doch ist es deutsche Art, 5 stiller, schweigender Nacht einmal den Blick nach oben zu richten, wo die Gestirne da⸗ hingehen. Keiner hat den Mond schöner be⸗ 1 e n 200 5 8 sungen als Klopstock, der im Gedanken an den Sterne! H. B. seine früh dahingeschiedenen Freunde sagt: „Willkommen, o silberner Mond, Schöner„stiller Gefährte der Nacht! Du entfliehst? Eile nicht, bleib! Wenn ich sehe die Himmel. „Füllest wieder Busch und Tal Still mit Nebelglanz, Lösest endlich auch einmal Meine Seele ganz.“ Sodann aber weisen Mond und Sterne auch zu dem hin, der sie geschaffen hat. Eine sinnvolle Deutung des Psalms besagt, David habe dieses Gotteslied gesungen, als er noch ein Hirte war und sich nachts auf der Weidetrift befand. Als er hierbei den Mond und die Sterne auf sich hernieder⸗ leuchten sah, da sei sei ihm die Größe Got⸗ tes und die Nichtigkeit des Menschen so recht zum Bewußtsein gekommen und er habe ge⸗ sagt: Wenn ich sehe die Himmel, deiner Fin⸗ ger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast, was ist der Mensch, daß du sein gedenkst und des Mcuscden Kind, daß du dich seiner annimmst? Dem heute lebenden Geschlechte geht mehr und mehr die Fähigkeit verloren, Gott auch im Weltall und in der Natur zu sehen. Das mag daran liegen, daß wir nicht mehr so unmittelbar mit der Natur in Zusammenhang stehen wie die Menschen vergangener Tage. Diesen war es aus der Seele gesprochen, wenn der Psal⸗ mist Gott mit den Worten pries: Lobet ihn. Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchten⸗ zwei Berichte über die hungerjahre Sehet, er bleibt; das Gewölk wallte nur hin.“ Ein sehr bezeichnender Zug ist es, wenn Ludwig Richter auf einem Bilde, daß die deutschen Bürger auf dem Heimwege aus dem Wirtshause darstellt, einen unter ihnen nach den Sternen schauen läßt, dieser eine ist der deutsche Idealist und Gemütsmensch. Es mag moderne Art sein, lieber nach Theaterkulissen, Schaufenstern und Kino⸗ films auszuschauen als nach dem nächtlichen Himmel, an dem Mond und Sterne erstrah⸗ len, ob diese Art aber das Glücksempfin⸗ den und den Frieden im Menschen steigert, ist sehr fraglich. Wenn man den Mond an⸗ sieht, wie er in stiller ruhevoller Nacht seinen Schein auf die Erde sendet oder bei Sturm und Wolkenbildung in unergründliche Tiefen zu stürzen scheint, wenn man einmal den Gang der Sterne verfolgt, so zieht Friede in die Seele ein. Zwiespältiges wird ver⸗ 1817 und 1847 im Odenwald mitgeteilt von Dr. Karl Esselborn⸗ Darmstadt. Liest man Berichte über frühere Hungers⸗ nöte, so erscheint die jetzige, hoffentlich bald zu Ende gehende, wenn man die Sehen n telknappheit als solche 1 will, zwar viel allgemeiner über das Land verbreitet, aber infolge der Organisation auch mehr ver⸗ teilt, so daß die auf den Einzelnen fallende Lebensmittelmenge größer ist als früher. Da⸗ gegen unterscheidet sie sich durch den Grund ihrer Entstehung von der früheren. Bei die⸗ sen wurde ein Mißerntejahr durch die fol⸗ 1 gende bessere Ernte ausgeglichen, hier aber hat rohe, brutale Menschengewalt von Jahr zu Jahr eine Verschlimmerung herbeigeführt. Der am 27. November 1862 verstorbene Geh. Reg.⸗Rat Ferdinand Karl Heinrich Beck— nach dem die Beckstraße in Darm⸗ stadt benannt ist—, der im Jahre 1817 söhnt, Dissonanzen verklingen, die Unruhe eich aus dem Herzen, man erlebt, was Goethe erlebte, als er den Mond anredete: Rat bei der damaligen zwischen den standes⸗ herrlichen Häusern Erbach und Löwenstein gemeinschaftlichen Justizkanzlei zu Michel⸗ stadt war, hat in seiner Schrift„Vierzig ⸗ 4 1 3 K — 114— jährige Erfahrungen im Armen⸗ und so für die höheren Anforderungen der wesen“(Darmstadt 1857, S. 11 f.) ein Arbeitsamkeit und des Gewerbfleißes schon Bild von den damals in seiner Gegend herr⸗ frühe befähigt.“ schenden Zuständen entworfen, das sich zu.„Unter dem Schutze und der Unterstützung gleich bemüht, das„bleibend Gute“ hervor⸗ der fürstlichen und gräflichen Damen der zuheben, das„sich in der Folge an dieses hohen Standesherrschaften und gepflegt und scheinbare Unglücksjahr geknüpft hat“. Sein geleitet von wohlwollenden gebildeten Frauen Bericht lautet: der Gegend, bildeten sich bald, zum Teil noch „Als die Ernte fast des ganzen hessischen in demselben Jahre 1817 zu Michelstadt Odenwaldes im vorhergegangenen Jahr 1816(9. April), Erbach und anderen Orten gut durch Mißwachs und Hagelschlag vernichtet worden, Tausende der Bewohner der Gegend lein Geld, kein Brot, keine Arbeit, und kei⸗ nerlei Aussicht und Hoffnung hatten, bei der ungeheuren Teuerung, in deren Folge der Laib Brot einen Gulden kostete, nur not⸗ dürftig sich erhalten un, leben zu können, handelte es sich darum, für 5000 Menschen sechs Monate lang bis zur neuen Ernte Are beit und Brot zu schaffen. Das wurde nur durch ein Zusammenwirken aller Beamten und Stände der Gegend unter Beistand der fürstlichen und gräflichen Standesherrschaf⸗ ten und noch ungleich größerer Beihilfe und Unterstützung der höchsten Staatsregierung von Hessen möglich. Nun war das Mittel ge⸗ boten zum Anfang des Baues der schönen Chausseen, welche jetzt den Odenwald nach fast allen Richtungen durchziehen und bis dahin noch ganz gefehlt hatten, während in fünf großen öffentlichen Suppenküchen, zum Teil in großer Eile auf den Heerstraßen er⸗ baut, an 5000 Menschen bis zur neuen Ernte eine gute nahrhafte Suppe und Brot und damit das Mittel der Existenz gereicht wer⸗ den konnte. So wendete Gott, was man an⸗ fangs für ein grenzenloses Unglück hielt, zu einer großen Wohltat und einem noch jetzt fortwirkenden Segen des Landes. Es war das erste schöne Band, welches geeignet war, den Odenwald, der kaum zehn Jahre früher infolge des Rheinbundes und der Mediati⸗ sierung der kleineren deutschen Reichsfürsten usw. ungern unter die Oberhoheit von Hessen getreten war, mit der neuen Staatsregie⸗ rung zu versöhnen und die Vorteile einer größeren Schutzmacht erkennen zu lassen.“ „Ich selbst, damals einer der jüngeren Be⸗ amten der Gegend und Rat der Justizkanzlei, war Sekretär der Gesellschaft, welche dazu mit die Anregung gegeben hatte.. Schon damals erkannten wir es an, daß es für unsere Zeit und die Anforderungen einer in allen Ständen vorwärts drängenden Gegen⸗ wart nicht mehr genüge, solcher augenblick⸗ lichen Not nur vorübergehende Abhilfe zu schenken, sondern daß es eine Anforderung der Zeit und Pflicht für alle gebildeten Stände der Gegenwart sei, der Armut über⸗ haupt durch leibliche und geistige Hebung des Volkes zu Hilfe zu kommen und vor allem der Volksjugend frühe die Hand zu reichen, indem man sie— da die Schule selbst es jetzt nicht vermag— in den Freistunden von ihren öffentlichen Schulen an erhöhte und mannigfaltigere Arbeitsfähigkeit gewöhnt, eingerichtete und sorgfältig geleitete und überwachte Arbeits⸗ oder Industrieschulen für die weibliche Jugend. Auch für die Kna⸗ ben war bereits damals eine gleiche Für⸗ sorge beabsichtigt und beschlossen; aber zur Erledigung dieser allerdings schwereren, aber auch zu bewältigenden Aufgabe kam es nicht, da die Zeit der nächstfolgenden Jahre dafür nicht begünstigend war.“ Soweit Beck. Ein Menschenalter später herrschte abermals eine ähnliche Not. Das Jahr 1847 war wiederum ein Hungerjahr, Ueber dieses hat am 3. Oktober 1805 der zu König geborene Friedrich Haupt, der von 1844 bis 1856 in Rimhorn Pfarrer war, dann bis 1881 in Gronau stand und am 3. Januar 1891 in Gießen starb, in der „Zeit⸗Schrift des Central-Vereins der Wohl; tätigkeits⸗Anstalten und Gemeinnützigen Gesellschaft im Großherzogtum Hessen“ (1. Jahrgang 1847, Darmstadt, Heft J. S. 47 f.) auf Grund der in seiner Gemeinde Rimhorn gemachten Erfahrungen geschrieben. Bemerkenswert ist dabei, wie richtig er den Hunger in seiner staat⸗ und gesellschaftzer⸗ störenden Wirkung einschätzt. Auch hier wu die Lebensmittelnot erheblicher als die durch die Hungerblockade herbeigeführte, aber sie dauerte nur bis zur nächsten Ernte, und Deutschland war damals noch nicht In⸗ dustriestaat und fähig, ohne fremde Hilfe, die Lebensmittel für seine Bewohner hervorzu⸗ bringen und nicht auf fremde Einfuhr ange⸗ wiesen. Haupt schreibt nun: „Wovon wir bisher in Zeitungsberichten aus fernen Ländern in behaglicher Ruhe lesen gekonnt, das sehen wir in eigener Mitte sein Riesenhaupt erheben: die Schreckgestalt des Proletariats, den gefährlichsten, zerstörend⸗ sten Feind aller Ordnung und Zivilisation, alles Rechts und alles Besitzes— den Hunger. Ich werde mich zu übertreiben hüten. Die Heiligkeit der Sache gestattet es nicht; die vorhandenen und noch mehr, die in naher Kürze uns bedrohenden Notstände bedürfen das nicht. Ich werde nur Tatsachen vorlegen, für deren Wahrheit ich einstehe.“ „Ich beschränke mich auf meine Gemeinde, weil ich sie am besten kenne, und weil im Odenwald, wenigstens im wesentlichen, fast überall die gleichen Zustände sich finden dürften.“ „Die Gemeinde Rimhorn zählt 600 Seelen in 129 Haushaltungen. 14 Haushaltungen treiben Ackerbau und haben ihr hinreichende Auskommen. 93 Haushaltungen, also et 465 Se an. Es den Mu toffeln für Ste Brotfru von wel 90 Me weder und, wa gel fast Hause h zehn Te und ve 2 Mona toffel in in man Wochen dem V schwerer Befragt näherer Brot, b rüber welche! Schnee leicht 6 noch di milienv und br ihren 4 gessen ihren u Das B nen Be werb e sitzende Andere digen. Seiten Ruin h und Ay nur no lebt in von Ol möchte in den „Es dieser telt. 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Es sind Leute, welche von der Hand in den Mund leben, denen ihre wenigen Kar⸗ toffeln und Frucht teils für Zinsen, teils für Steuern, teils für vorjährig erkaufte Brotfrucht gepfändet und versteigert sind, von welchen 16 Familien, also 80 bis 90 Menschen, schon in diesem Augenblick weder Kartoffeln noch Brot— und, was das Schlimmste ist, bei dem Man⸗ gel fast jeder Erwerbsquelle— mehr im Hause haben. Eine gleiche Zahl wird in vier⸗ zehn Tagen bis 3 Wochen ebenso weit sein, und von dem Ueberrest wird in 1 bis 2 Monaten niemand mehr auch nur eine Kar⸗ toffel im Hause haben. Brot kommt jetzt schon in manchen Haushaltungen nicht mehr seit Wochen vor. Ein Förster brachte neulich aus dem Walde einen viereckigen, schwarzen, schweren, harten Kloß mit nach Hause. Die Befragten hielten ihn anfangs für Torf. Bei näherer Betrachtung erkannte man es für Brot, bereitet aus Kleien und Runkel⸗ rüben. Aber diese armen Holzmacher, welche die Bäume 6—10 Fuß tief aus dem Schnee herausgruben, um des Tages viel⸗ leicht 6—9 Kreuzer zu verdienen, hatten doch noch dieses Surrogat von Brot. Brave Fa⸗ milienväter gestehen es aber oft mit Tränen und brennendem Schmerze, sie haben mit ihren Kindern seit einem Tage nichts ge⸗ gessen und wissen nicht, womit sie morgen. ihren und ihrer Kinder Hunger stillen sollen. Das Betteln hilft nur noch den durchtriebe⸗ nen Bettlern, die Anfänger in diesem Er⸗ werb gehen allmählich leer aus. Der be⸗ sitzende Bauer ist vielfach hart und gefühllos. Andererseits muß man ihn auch entschul⸗ digen. Er muß alle Lasten tragen, von allen Seiten wird er benagt. Er sieht auch seinen Ruin hereinbrechen, wehrt sich mit der Kälte und Apathie des im allgemeinen Schiffbruch nur noch an sich denkenden Egoismus. Noch lebt in dem Volke die Hoffnung, es werde ihm von Oben her geholfen werden,— wer ver⸗ möchte voraussagen, welchen Zuständen wir in den nächsten Monaten entgegen gehen?“ „Es mag sein, daß mancher beim Anhören dieser Schilderung ungläubig den Kopf schüt⸗ telt. Ich bin auch weit entfernt, verlangen zu wollen, daß man so ohne weiteres mir aufs Wort glaube, wo man bisher, dem Vernehmen nach, unsre Volkszustände ganz anders beurteilt hat. Aber das glaube ich in Anspruch nehmen zu dürfen, daß man in so ernster Zeir diese meine Schilderungen nicht verwerfe, bis man sie geprüft hat, an Ort und Stelle geprüft hat.“ ö Die Vergleichungspunkte der mitgeteilten Schilderungen der Vergangenheit mit der Gegenwart liegen auf der Hand trotz vieler grundsätzlicher Unterschiede, und deshalb haben sie wieder ein Gegenwartsinteresse ge⸗ wonnen, das ihnen in besseren Zeiten gefehlt halt. Auch ein gewisser Trost für die Zu- kunft ist in ihnen enthalten, der nämlich, daß eine Besserung der Ernährungsverhältnisse auch eine Gesundung des an Leib und Seele kranken deutschen Volkes herbeiführen wird. Johann Henrich Schaffstädts Gießener Chronik 1776 1825. (Fortsetzung.) „Im Anfang August hat ein Milliter Leutnant namens Kronebolt bey dem Ka⸗ sino einem Student eine Ohrfey(Ohrfeige) geben. Derselbe hat den Leutnand heraus⸗ gefordert, hat sich oder(aber) nicht schlagen wollen, selbige Ohrfey hat solchen spittagel geben das d. 7ten August alle Studenten sind ausgezogen bis die Sach in Darmstadt außgemacht, sind die Studenten den Iten von hiessigem Stadtrath und Professer mir den Bürger Söhnen hereingebracht worden.“ „D. 7ten August hat sich des Unnyfer siedet Gärtners Sauer sein älster Sohn, wel⸗ cher geheurath geweßen obig der großen Mühl in der Lahn ertruncken.“ „D. Hten October hat das Militer die neue Erbautte Kasserne bezogen.“ Diese Kaserne ist die heutige Alte Klinik. „D. 20ten Novem ist die Landwähr im gantzen Grosherzogthum wieder aufgehoben worden.“ Man hatte nach preußischem Muster 1815 auch in Hessen eine Landwehr begründet, die aber nicht in das Feld kam. Die Ausrüstung war von den Landwehr⸗ leuten selbst beschafft worden, oder die Ge⸗ meinden hatten mit ihren Geldmitteln ein⸗ gegriffen. „D. 18ten Novem ist der Rathsdiener Flett durch einen unglücklichen Fall von einem Schößbock(Chaisebock) Tod geblieben ist vor denselben der Schuhmacher Grun⸗ nenberg Rathsdiener worden.“ Ratsdiener Peter Flett war nach der Angabe des Kirchenbuches bei seinem Tode 43 Jahre alt. „D. Iten Dezem hat sich der Zimmer⸗ gesell Leun zu Tod gefallen. Von dem Stein⸗ hauer Dillen Haus vor dem Selßertor in dem Sichloch.“ Christian Leun war bei sei⸗ nem Tode, wie das Kirchenbuch ausweist, 27 Jahre alt. 1820. „Auf das Neue Jahr hat der junge Mum⸗ mer die Molterwag müssen raumen, ist der gewesene Krämer Faber an dessen Platz kommen.“ „Von 1819 auf 1820 nach den Weinnacht sind alle Fliß so groß gewesen, das sie die von 1784 überstigen. In den Niderlanden ist großer Schaden dadurch entstanden.“ „D. 13ten Feber ist ein Prinz von Frank⸗ reich Namens Hertzog Berry von einem Sad⸗ lergesell Namens Loufel(Louvel) in Paris erstochen worden mit einem Dolch, d. Gten Juny ist derselbe durch daß Schwerd hinge⸗ richtet worden.“ 5 „D. Adten Feber hat sich ein Advogat Namens Böhm auf dem Kraffiliusberg er⸗ schossen.“ 34 . —— 7 — — CT — 116— „D. 22ten April ist des Schuhmachers Fel⸗ Beibehaltung des Religionsunterrichts an sing jüngste Tochter beim Wasserschöpfen in den öffentlichen Schulen bzw. für Forde⸗ der Lahn ertrunken.“ Johannetta Marie Fel⸗ rungen, in denen diese Beibehaltung dem sing starb im Alter von 19 Jahren, wie das Sinne nach gefordert wird, zur Zeit Kirchenbuch ausweist. 6 885 808. Davon entfallen auf die älteren „D. 7ten Merz hat die spanische Nation Provinzen Preußens 3 753 494, auf die Ihre Freiheit und Constution(Konstitu⸗ neueren 1034 688. In den süddeutschen tion) wieder von Ihrem Könnig Erhalten ist Staaten wurde eine Unterschriftensammlung das Incxuitsitiongerecht(Inquisitionsge⸗ nicht eingeleitet. richt) sogleich abgeschafft worden, auch die. s 5 Jesuiten haben sogleich fort gemußt.“)“ In der nächsten Zeit werden, so Gott will, „D. Agten April sind in England fünf deutsche Kriegsgefangene in der Heimat ein⸗ Hochverräter Thistlewords mit seinen Kon⸗ treffen und in den Sammellagern zunächst sorten durch den Strank hin gerichtet muntergebracht werden. Es ist eine vaterlän⸗ worden.“ dische Pflicht für uns, diese Landsleute „D. 27ten Juny ist durch den Groß freundlich aufzunehmen und ihnen die Tage Hertzog der Landtag den Landstänten Er⸗ des Lagerlebens, die an sich nicht erfreulich öffnet.“ sind, erträglich zu machen. Hoffentlich aber „D. 30ten Juny hat sich der Schneider begeht man nicht die Torheit, daß man den Meister Wiedemeyer draus in der Lahn er⸗ Heimgekehrten musikalische oder theatralische seift.“ Unterhaltung bietet oder daß man, wie es „D. 7ten July hat der Könnig von Neapel in den ersten Kriegsjahren mit den armen seinem Volke die selbe Constution wie die Verwundeten geschah, vor ihnen Gedichte Spanger(Spanier) Erhalten ist oder(aber) rezitiert. In gleicher Weise wäre es auch von Oesterreich wieder umgeworfen worden töricht, wenn man ihnen Vorträge halten 80000 Mann haben.. Hier ist eine Zeile würde. Wer derartige Darbietungen in die verloren gegangen, dadurch, daß der Buch- Wege leitet, der ist ein weltfremder und binder beim Binden sie abgetrennt hat. volksfremder Mensch; unsere Gefangenen „D. Z31ten July hat sich des gewesenen haben nur einen Wunsch, das ist der, mög⸗ Spital Verwalders Müller sein Tochtermann lichst bald zu den Eltern und den Kindern Conrad Gerecht(2) bey der Steinkaut in der und wieder in die altgewohnte Berufsarbeit Lahn ertrunken.“ zu kommen. Wer so viel im fremden Lande „Zu eben dieser Zeit ist die Walthorstraße ertragen hat, der sehnt sich nach Ruhe und bis auf den Markplaz neu geflastert worden Frieden und hat für alles andere zunächst von einem Meister auß dem Churhessen. Das kein Interesse. Jahr zuvor wurde die Selser Straße von andern plästerer gemacht.“ Zu den unheilvollen Folgen des Krieges „D. löten Septem hat sich die Porto⸗ gehören auch die vielen Ehescheidungen. giessise Nation auch wie Spangen(Spanien, Seit November 1918, also seit Abschluß des eine Constution gegeben ohne Blutver⸗ Waffenstillstandes, sind innerhalb der evan⸗ gießen.“ gelischen Gemeinde Gießen 36 Ehescheidungs⸗ „D. ten Novem des Abends ist ein Stu- klagen anhängig gemacht worden, hierbei dent von Wetzlar komment mit einem Ferd handelt es sich durchweg nicht um kriegsge⸗ in dem häßler(Heßler) in der Lahn ertrun⸗ traute Paare, sondern um Ehen, die zum ken. Er war gebürtig aus Schaffheim Na⸗ Teil schon lange vor dem Kriege geschlossen mens Friedrich Neuenhagen.“ Friedrich worden sind. Neuenhagen, Student der Kameralwissen⸗ schaft und Sohn des Pfarrers und Inspek⸗ Kirchliche Anzeigen. 38 Sch, rhei o Di* 55 5 2 5 7 3 1 e e e e—5 Sonntag den 20. Juli(5. nach Trinitatis). 0 verunglückt, er wurde in Gießen be⸗ Gottesdienst. stattet. 5 l IVgn der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, „D. 24ten Dezem ist wegen unser Neuen zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ 9055 Konstution bey uns die gantze Stadt Illum⸗ ten aus der Markusgemeinde. Pfarrassistent menird worten auf dem Markplatz wahr eine Schaefer.— Vormittags 9¼ Uhr: Pfarrer peromit(Pyramide) aufgebauth.“ Mahr.— Vormittags 11 Uhr: Kinder⸗ 5„D. öten Feber hat sich der obereinnehmer kirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Pfaff in der Lahn, reh Mahr. (Schluß folgt.) 7 15 e Dienen 4 34441 zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ Kleine Mitteilungen. ten aus der Johannesgemeinde. Pfarrer Nach Mitteilung des Deutschen Evange⸗ Ausfeld.— Vormittags 9¼ Uhr: Divisions⸗ lischen Kirchenausschusses an die National⸗ pfarrer Tiesmayer.— Vormittags 11 Uhr: versammlung än Weimar beträgt die Zahl Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer der Unterschriften, die in einer Reihe von Bechtolsheimer.— Abends 8 Uhr: Bibelbe⸗ evang. Landeskirchen Deutschlands für die sprechung im Johannessaal. Verantwortlich: Pfarrer Bechtols heimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buck⸗ und Steindruckerel R. Lange, Gießen. Hunger früher et! nur aus Schrift l Zeit des ten von Heiden ir englische kleinen C derung vi worfen. Zeiten an gegangen und gesch wir selbst Bekanntse zes Volk darben so unter un wie„die reich uns gen. Abe kein Mer lang lag und die zahllose Nun Wenn ni in den großer J und die unsere Gott gef haben, so wort in siehet au Güte ho Tode ur Waren und noch ten, gott nicht das schauen, der Den