er Müller, r, Schäffer hlosser, Sei er, Werne, rmann. Mi Is alteing⸗ hen die 8a Kämmere, Noll, Pistor enfels und noch weite ndert. Viel storiker, de hiv vorhar⸗ tung unter eht sich au Kind Anm cher(Me Agathe. en Gießener eingegangen er nur noch und Stadt⸗ ertreten is derts hier aufbach ver⸗ 18 Jahren Kinder, die milienvätet [dam Ebel, Peter Cbel, omon Ebel 5s bestanden hier 8 Fa⸗ der in den t Ebel, ihm idem Zeil en 42 Kin⸗ „getauft, Trinitatt, ittenfeld. firmanden⸗ 33 9½ Uhr: L Uhr: Kin⸗ de. Pfarrer er Becker. nittags i Vormittag gemeinde: ids 6 Uhr: Uhr: Ver⸗ lichen Ju⸗ kassaal.— g im Jo⸗ Steindrucker * Sonntags gruß emeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 42 Gießen, I8. Sonnt. n. Trinitatis, den JI. Oktober 1919 8. Jahrgang Erntedankfest. Pfalm 24, 1. Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnet. 8 Vor einigen Wochen ging ich eine Straße, die mir von meiner Knabenzeit her bekannt ist und auf der ich aus alter Anhänglichkeit in jedem Jahre einmal wandere. Sie führt den Unterlauf der Nahe entlang nach dem Rheine; man sieht auf der Wanderung die Berge aufragen, die bei Bingen den deut⸗ schen Strom umgeben. Links die Ausläufer des Hunsrücks, rechts das fruchtbare rhein⸗ hessische Flachland, der„Gau“, wie man nach uralter Gepflogenheit heute dort noch sagt. Ueber den Fluren hinweg geht der Blick nach dem aus Weiden⸗ und Erlen⸗ gebüsch hervorschimmernden Spiegel des Flusses, der dort nach der Vereinigung mit dem Rheine strebt. Als ich neulich diese Straße ging, war die Sonne hinter Wollen verborgen, es war schwül wie in einem Treibhause, die Gestal⸗ tung der Wolken ließ auf ein kommendes Gewitter schließen. Aber trotz der Schwüle war es eine erfreuliche Wanderung; denn Segen und Fruchtbarkeit war es, die mich umgaben; man glaubte, das Reifen der Feld⸗ früchte beinahe mit den Sinnen wahrzu⸗ nehmen. Das Getreide war schon nach Hause geschafft, und der Pflug ging wieder durch das Stoppelfeld. Langsam griffen die Pferde aus, angetrieben durch den Zuruf des Ackers⸗ mannes, und die Pflugschar stürzte die braunen Schollen um. Acker lag an Acker; das Feld war anzusehen wie eine Flurkarte, die der Geometer in bunten Farben ausge⸗ führt hat. Klee⸗, Rüben⸗ und Kartoffel⸗ felder reihten sich an die Aecker an, auf denen noch vor wenigen Wochen das goldene Korn in Wogen ging. Ueber und über waren die Obstbäume behangen, Kinder sam⸗ melten die herabgefallenen Früchte ein. Hinter mir ging das Gewitter einher, als ich durch das langgestreckte Dorf ging, wo in den Gärten Bohnen und Gurken aus dem Laubwerk herborsahen. wo der Dreschflegel⸗ takt zu hören war und die Dreschmaschine summte. Ein herzerfreuender Ton dieses Summen der Maschine, dieses Stoßen und Schüttern des Dreschwagens, es klingt ein Lied daraus hernor, und das Lied heißt: 9 915 Brot die Fülle für das kommende Jahr. Endlich hatte das Gewitter mich eingeholt Blitz und Donner in rascher Aufeinander⸗ folge, vor dem Regen suchte ich Schutz unter einem vorspringenden Dache. Ich machte mich von dem los, was uns jetzt Sorge macht, von Teuerung, Schiebertum, Wucher, Unredlichkeit und Kohlennot, und dachte nur dem nach, das ich gesehen hatte, der Fruchtbarkeit der Erde, der Fruchtbarkeit, die von Gott gewirkt ist. Ist er doch der Herr der Erde, von dem das alte Gotteslied sagt: Die Erde ist des Herrn und was da⸗ rinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnet. In seiner Hand ruht Saat und Ernte, Sommer und Winter, Wachstum und Gedeihen. Als ich zurückwanderte, schien wieder die Sonne, und alles strahlte im Abendlichte. So war es in dieser Landschaft schon vor 35 Jahren, so war es auch schon vor einem Jahrtausend. Die Regierungen haben dort einander abgelöst, die Dynastien haben gewechselt, Gottes Schöpfung ist dieselbe geblieben, und mir ging auf meinem Abend⸗ 1 5 Schillers erhabenes Wort durch die Seele: Ewig wechselt der Wille den Zweck und die egel, In ewig wiederholter Gestalt wälzen die a 1 Taten sich um. Aber jugendlich immer, in immer veränderter chöne, Ehrst du: fromme Natur, züchtig das alte esetz. Immer dieselbe, bewahrst du in treuen Händen dem Manne, Was dir das gaukelnde Kind, was dir der Jüngling vertraut, Nährest an gleicher Brust die vielfach wech⸗ selnden Alter: Unter demselben Blau, über dem nämlichen Grün Wandeln die nahen und wandeln vereint dik fernen Geschlechter, Und die Sonne Homers, siehe! sie lächelt auch uns. B. Geschichten und Bilder aus Alt⸗Gießen. 16. Aus meiner Jugendzeit. Von Georg Todt. (Fortsetzung.) Daß es bei dem lebhaften Verkehr, wie er in den 50er und 60er Jahren am Wall⸗ tore herrschte, dort nicht an Bäckereien, Metz⸗ gereien und Wirtschaften fehlte, will ich durch Nennung einiger Namen noch beweisen. Wir beginnen am Lindenplatze mit dem Frank⸗ furter Hofe, der im Besitze von Emil Schmall war. Daran schloß sich die große Schmiede von Walther, weiterhin kamen der„Linden⸗ hof“ und das Café Roloff, jetzt Musikalien⸗ handlung von Busch. Dann kam das„Ein⸗ horn“ im Besitze des Herrn Müller.(Daß das bekannte Gasthaus den abgeschmackten Namen„Fürstenhof“ abgelegt und wieder seinen althistorischen Namen angenommen hat ist zu begrüßen. D. Red.) Im„Einhorn“ kehrten am Himmelfahrts⸗ und am Kirschen⸗ markte die Kurhessen ein und es ging dann in der Regel hoch her. Wenn da die Geld⸗ beutel gezogen wurden, klang es von Gold und Silber. Und heute? Nebenan war die Bäckerei von Löber und die Sattlerei von Ferber, dann kam Kappen⸗ macher Buch, der die Mützen für die drei Korps lieferte. An der anderen Ecke der Hintergasse war das Konfektions⸗ und Modewarengeschäft von Heß, dann kam der Sacke⸗Eduard, der den Ruf hatte, die schwer⸗ sten Ochsen zu schlachten, nebenan im heu⸗ tigen Aquarium stand der dicke Spruck hinter seiner Theke. Ernst Wallenfels mit seiner ausgedehnten Land⸗ und Milchwirtschaft hatte den Ruf, einen sehr guten Schnaps zu brennen, vorzügliches Brot und vor⸗ zügliche Brötchen zu backen. Das galt auch von Löber am Lindenplatz und Karl Wallen⸗ fels am Asterweg. Der alte Semmler sorgte dafür, daß die Schuhe und Stiefel einen tiefschwarzen Glanz hatten durch die Schuh⸗ wichse, die er neben tausend anderen Sachen herstellte und feilhielt. In der hinteren Ecke der Zozelsgasse war die alte Synagoge, und wenn es schon Schwierigkeiten machte, bei gutem Wetter dahin zu gelangen, so war das bei schlech⸗ tem Wetter fast unmöglich. An der Ecke des Lindenplatzes war das Konfektionsgeschäft von Hirsch, dann kam der Sacke⸗Georg, Schopven die beste Fleischwurst und die besten Schweinerippchen. Nebenan lag das „Darmstädter Haus“, das ja heute noch besteht und das Stammhaus des bekannten Studenten Christian Busch ist. Lenken wir unsere Schritte weiter nach dem Walltor, so kommen wir an die Brand⸗ gasse. An deren Ecke lag das bekannte Gast⸗ haus„zur Trompete“. Der frühere Be⸗ sitzer hieß Jughardt, der jetzige ist Herr Klein. Etwas vorstehend lag das Haus, in dem die gemischte Warenhandlung von Müller sich befand. Die Schlosserei von Wilhelm Nagel lag früher neben der Metz⸗ gerei und Wirtschaft von Fritz Vogt(jetziger Besitzer Herr Henkel). Später wurde dieses Eeschäft in das Heckersche Haus verlegt, wo sich im oberen Stock die Spar⸗ und Leihkasse unter dem Direktor Kehr befand. An der gegenüberliegenden Seite der Lindengasse wohnte der alte Schuhmacher Nolte, ein Norddeutscher, der sich mit seinen Gesellen nur in der Feinschuhmacherei be⸗ tätigte; er soll stets gesagt haben:„Wenns mich kein Lack ist, machts mich kein da gab es außer einem guten — 166— S—paaß!“ Obwohl wir Buben allen Re.⸗ spekt vor seiner Kunst hatten, so konnte er es doch nicht verhindern, daß wir seine Oellichtfunsel durch den Rauchfang, welcher als Abzugsrohr durch das Fenster ging, ausbliesen und dadurch die Werkstatt, welche sich im Erdgeschoß befand, in tiefes Dunkel hüllten, Die Lothsche Schneiderei befand sich gegenüber, hier wurden größtenteils Uni⸗ formen für Postbeamte und hessische Bean⸗ ten angefertigt. 5 Das Magnussche Haus nebenan hatte für uns Jungen durch seine Bewohner, den alten Magnus und seine Schwester Kon⸗ stanze, etwas Abschreckendes; beide waren Sonderlinge und fielen schon durch ihre altmodische Kleidung auf. Unter dem Spitz⸗ namen Jobs war Magnus stadtbekannt und wehe, wenn er einen erwischte, der diesen Ruf hatte erschallen lassen. Die Stallungen der Post zogen bis in die Brandgasse und endeten neben dem Hause des Magnus, da⸗ durch hatte der Alte oft Gelegenheit, in diese Räume einzudringen und die Bedien⸗ steten mit seinem Jagdgewehr zu bedrohen. Nach dem Brandplatz zu stand noch die Herrnscheuer mit dem Zollamt, der jetzigen Gendarmerie, und gegenüber die Veterinär⸗ klinik mit der Reitbahn. An der jetzigen Senkenbergstraße war der Marstall mit eta 25 Pferden, dem zu dieser Zeit Herr von Kremp als Universitätsstallmeister vorstand, Er hatte unmittelbar neben dem Zeughause in dem langgestreckten, einstöckigem Hause Wohnung. Im übrigen war es auf dem Brand so ruhig wie auf dem Lande, außer den Staatsbauten befanden sich dort nur noch das Dr. Kehr'sche Haus(jetziger Besitzer Her Egly) und das Fuhr'sche Haus an der Brau⸗ gasse. Postillione, wo die Tagesneuigkeiten und alle Erlebnisse der Fahrten behandelt wurden. Daß dabei auch ein Viertelchen über den Durst getrunken wurde, war bei diesen wetterharten und trinkfesten Männern nicht Seltenes. So möchte ich eine Aeußerung wiedergeben, die der alte Wagner getan hat, es ist die, daß zwei Pferde von Lhyncker den Branntwein nicht ziehen könnten, den schon getrunken habe. 0 Neben dem Löberschen Geschäft befand ic die ausschließlich wissenschaftliche Werke füh⸗ rende Buch- und Antiquitätenhandlung bol Kaufmann, diesem Hause gegenüber war! Spezereigeschäft von Ufer, jetzt im Besike der Gebrüder Michel. Dann folgte die großem landwirtschaftlichen Betriebe verbun⸗ dene Bäckerei von Christian Jughardt, ter der bekannte Gasthof„Zum Rappel der unter Plock durch seine gute Küche An seinen ausgedehnten Weinhandel einen Die Bäckerei Löber an der Ecke der Brand⸗ gasse hatte in früherer Zeit auch einen fle- nen Wirtschaftsbetrieb, in dem hauptsächlih Branntwein und ordinäres Bier ausgeschenk wurde; das Haus war die Stammkneipe der . 2— seht guten merken werke noch 6 und 9 die S Alten bekann folgten mache Lokal] bekannt allen Re⸗ konnte er wir seine tg, welcher ster ging, att, welche fes Dunkel befand sic teils Uni⸗ che Bean⸗ t hatte für hner, den ester Kon⸗ ide waren durch ihre dem Spigz⸗ kannt und der diesen Stallungen dgasse und agnus, da⸗ enheit, in ie Bedien⸗ bedrohen. noch die der jetzigen Veterinät⸗ der jetzigen ll mit etpa Herr von r porstand,. 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Um einzelne Glieder der Familie Ebel voneinander zu unterscheiden, hat man ihnen in alter Zeit nach den Häusern, in denen, sie wohnten, Beizeichen gegeben. Bald hießen sie Ebel zum Helm, bald zum Hirsch, bald zur Krone. Damit ist natürlich nicht gesagt, daß diese Häuser Gasthäuser gewesen sind; in vergangenen Tagen haben namentlich die Häuser der Patrizier, der angesehenen Bür⸗ ger, solche Bezeichnungen geführt, sicherlich nach dem Schilde, das an ihnen wahrzuneh⸗ men war. Der in unserem ältesten Taufbuch zuerst erwähnte Jost Ebel war ein Ebel zum Hirsch. Für das Jahr 1610 wird einmal kurz verzeichnet Johannes Ebel Helm; es ist aber auch möglich, daß hier aus Versehen das Wort„zum“ ausgefallen ist. Sinnentstellende Schreibfehler sind den Alten vor 300 Jah⸗ ren öfter unterlaufen, als uns in der Gegen⸗ wart, wie wir aus einem späteren Beispiele noch sehen werden. Wie Herr Professor Dr. Ebel dem Ver⸗ fasser mitteilt, so taucht sein Geschlecht ur⸗ kundlich hier zum ersten Male im Jahre 1469, also 14 Jahre vor Luthers Geburt, auf. Hier sei eine Ahnenreihe dieser Fami⸗ lie wiedergegeben, die sich vom 16. Jahr⸗ hundert bis auf die Gegenwart erstreckt. Mit voller Sicherheit können wir allerdings erst von dem Johannes Ebel zum Helm aus⸗ gehen, der sich am 19. April 1601 mit Su⸗ sanna Baunach verheiratet hat. Die Eltern des Genannten sind nicht mehr mit Sicher⸗ heit festzustellen; denn im Jahre 1579 wur⸗ den hier zwei Kinder Ebel geboren, die beide Johannes hießen und deren Väter auch den gleichen Vornamen, nämlich Adam, hatten. Die Frau des einen hieß Margaretha, die des anderen Magdalena, beider Mädchen⸗ namen werden nicht genannt. Der aus un⸗ seren Kirchenbüchern festzustellende Urahne dieser Linie hieß also zweifellos Adam Ebel. Von seinem Sohne Johannes geht folgende Reihe von Nachkommen aus: Johannes Konrad Ebel getauft 9. Juni 1612, verhei⸗ ratet mit einer Anna Margaretha, deren Mädchennamen auch nicht genannt wird.(In dieser Aufstellung, wie bei den später noch mitgeteilten Ahnenreihen anderer Familien, folgt immer dem Vater der Sohn.)— Georg Henrich Ebel, getauft 27. März 1655, heira⸗ tete Anna Barbara Eberling.— Johann Jakob Ebel, getauft 22. November 1689, hei⸗ ratet Margaretha Gertraud Stumpf.— Georg Henrich Ebel, geboren 14. März 1735, heiratet Johannetta Rosina Wallenfels.— Georg Henrich Ebel geboren 5. Mai 1765, heiratet Anna Margaretha Vogt.— Johann Daniel Ebel, geboren 12. Dezember 1806. — Karl Andreas Emil Ebel, geboren 7. Fe⸗ bruar 1833.— Karl Ebel, geboren 1868. b Ferber. Von 1575 bis 1593 wurden 20 Kinder geboren, die den Namen Ferber trugen. Das zuerst auftauchende Kind ist Katharina Ferber, Tochter des Nickel(Nikolaus) Fer⸗ ber, es wurde getauft am 2. Mai 1579. Als Familienväter für diese Zeit kommen weiter in Betracht Gerlach, Johannes, Jost und Konrad Ferber. Aus dieser Familie ging der Großherzog⸗ liche Bürgermeister von Gießen und spätere Materialienverwalter an der Oberhessischen Bahn Heinrich Ludwig Ferber hervor, ge⸗ boren am 25. Januar 1813, verstorben am 20. Januar 1882. Dessen Vater war der Weißgerber und Kürschner Johann Philipp Ferber, von dem sein Enkelsohn, unser treff⸗ licher Mitarbeiter, Herr Heinrich Hochstätter sen. im„Sonntagsgruß“ ein so anziehendes Bild entworfen hat. Der Großvater des ge⸗ nannten Bürgermeisters war der Weißgerber Johann Ludwig Ferber, geboren am 30. Juli 1741, der Urgroßvater war der Weißger⸗ ber Asmus Ferber. Auch hieraus ersieht man, was noch für viele andere Gießener Familien, namentlich für die Familie Löber zu konstatieren ist, daß gewisse Berufe durch eine lange Ahnenreihe in derselben Familie forterbten. c) Frech. Am 6. Januar 1577 wurde getauft Anna Elsbeth, Tochter des Melcher Frech, weitere Familienväter dieser Zeit sind Doenges(An⸗ tonius) und Hans Frech. Wir können hier folgende Ahnenreihe feststellen: Antonius Frech heiratet am 17. Mai 1648 die Anna Maria Fischer.— Kraft Frech heiratet 1662 die Anna Barbara Reuling. Diese Frau starb schon im darauffolgenden Jahre, 1665 verheiratet sich der Witwer mit Gertrud Möhl aus Münzenberg.— Adolf Frech hei⸗ ratet 1706 Eleonore Vetzberger.— Johann Balthasar Frech, heiratet 1736 Elisabeth Margaretha Hamel.— Ludwig Frech, hei⸗ ratet 1774 Maria Katharina Schwan.— Johann Melchior Frech, heiratet 1815 Ka⸗ tharina Emmel.— Heinrich Daniel Karl Martin Frech heiratet 1849 Christing Luise Pugge.— Der Sohn dieser beiden ist unser geschätzter Mitarbeiter Herr Louis Frech, des⸗ sen Vorfahren wir somit bis zum Jahre des westfälischen Friedens festgestellt haben. Auch in dieser Familie blieben die Söhne lange Zeit hindurch bei dem Berufe des Vaters; 5 ——3 5 — 168— so waren Kraft Frech, Adolf Frech, Johann Balthasar Frech und Ludwig Frech allesamt Metzgermeister, später sind die Söhne zu an⸗ deren Berufen übergegangen. d) Kämmerer. Auch diese Familie ist schon im 16. Jahr⸗ hundert hier ansässig. Auf der Empore der alten Friedhofskapelle befindet sich ein Bild. das eine Familie Kämmerer aus dem Ende des genannten Jahrhunderts darstellt, alle Glieder sind hier gemalt und mit Namen genannt. Die Inschrift auf dem Bilde lautet: Anno 1597, den 20. Julio ist der erbar Johann Kämmerer seliglich in Godt endt⸗ schlaffen dehm Got und uns allen genedig sein wölle. Jesaia am LXI. Ich frewe mich im Herrn und meine Seele frewet sich in meinem Godt, den er hat mich angezogen mit Kleidern des Heils und mit dem Rocke der Gerechtigkeit gekleidet. Am 1. Mai 1578 wurde Barb(Barbara), die Tochter Gerlach Kämme⸗ rers, getauft. Im 30 jährigen Kriege war ein Johannes Kämmerer hier Kastenmeister (Kirchenrechner) und Opfermann, als solcher hatte er die Kirchenbücher zu führen. Er schrieb eine sehr schöne, kunstvoll verschnör⸗ kelte Handschrift. Namentlich hat er ein genaues Verzeichnis der in der Pestzeit des Jahres 1635 verstorbenen Gießener Bürger angelegt. Er starb im Anfang des Sep⸗ tember 1640 im Alter von 70 Jahren und wird im Sterbebuche auch als Mitglied des 16er Rates bezeichnet. Von Kaspar Kämme⸗ rer an, der um das Jahr 1600 gelebt hat, können wir diese Familie bis auf die Gegen⸗ wart verfolgen. Die Ahnenreihe ist: Gerlach Kämmerer, geboren 1611— Johann Wil⸗ helm Kämmerer, geboren 1658— Johann Melchior, geboren 1694— Georg Philipp, geboren 1735— Ludwig Melchor, geboren 1771— Ernst Ludwig, geboren 1811, ge⸗ storben 1877. Von Johann Wilhelm Käm⸗ merer an bis zu dem zuletzt genannten waren die Vertreter dieser Familie allesamt Bäckermeister. Vielleicht hatten auch schon Kaspar und Gerlach Kämmerer diesen Beruf. Es ist das ein neuer Beweis für die Tatsache, daß in Gießen sehr häufig in einer Familie derselbe Beruf vom Vater auf den Sohn sich vererbte. e) Kempff. Der Name dieser Familie wird in der alten Zeit auch Kemp geschrieben. Am 8. De⸗ zember 1577 wurde Hieronymus, Sohn des Balzer Kemp, getauft, daneben werden als Hausväter noch genannt Konrad und Her⸗ mann Kempff. Diese Familie leitete im 18. und 19. Jahrhundert hier das Postwesen und stand in hohem Ansehen. 1) Lampus. „Auch dieser Name wurde früher in ver⸗ änderter Form geschrieben, oft kommt er vor als Lampes. Am 2. März 1577 wurde Hans Peter, Sohn des Melcher Lampes getauft. Hiernach und nach anderen Miß teilungen war der Vorname Melchior, der jetzt hier ganz verschwunden ist, damals in Gießen sehr verbreitet. Auch die Glieder dieser Familie verharrten in einem und demselben Berufe, sie waren in fünf Genera tionen Metzger, von Johann Adam Lampus, der 1635 geboren war, an bis zu seinem Urenkelssohn Konrad Balthasar Lampus, der 1838 starb. g) Löber. Diese Familie war in der alten Zeit gleich der Familie Ebel hier stark verbreitet. Den Name bedeutet so viel wie Gerber(Lohgerber — Lober, dieses Wort wurde in Gießen fr her anstatt Gerber gebraucht). In Wahrheit sind auch sehr viele Träger dieses Namens Rot⸗ und Weißgerber gewesen. 1575 wird Hans Kaspar Löber, Sohn des Jost Löber getauft. Später geht diese Familie in sehr viele Seitenlinien aus, so daß es schwer it eine fortlaufende Ahnenreihe aufzustellen. In dem Zeitraum von 1680 bis 1727 wur den hier 174 Träger dieses Namens zu Grabe gebracht, ein Beweis, wie verbreite die Familie war. h) Lony. ö Vielfach auch Loni geschrieben. 1582 er⸗ blickte Magdalena, Tochter des Hans Lon, das Licht der Welt. Heute verzeichnet dr Adreßbuch nur noch einen männlichen Ver⸗ treter dieser Familie. Durch fünf Generg⸗ tionen hindurch sind die Glieder der Familie Lony Metzgermeister gewesen. (Fortsetzung folgt.) Kirchliche Anzeigen. Sonntag, 13. Oktober, 18. n. Trinitatis Erntedankfest. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Becker.— Vormittags 11 Uhr. Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfar⸗ rer Becker.— Abends 6 Uhr: Pfarrer Mahr.— Dienstag den 21. Oktober, nach mittags 4 Uhr: Frauenmissionsveren (Kirchstraße 9). In der Johanneskirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Ausfeld.— Vormittags 1 Uhr: Kinderkirche f. d. Johannesgemeinde: Pfarrer Ausfeld.— Abends 6 Uhr; Pia“ rer Bechtolsheimer.— Abends ½8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde im Lukassa und der konfirmierten männlichen Jug der Johannesgemeinde im Johannessaal Freitag den 24. Oktober, abends 0 Ul: Vereinigung der konfirmierten weibli Jugend der Johannesgemeinde. Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindrucher R. Lange, Gießen. Gem 1. 43 I Sprüche n Als serem Volksto den Wo Ueb im Bis an Und we Von Gi Dann k Durchs Dann k Dem T Dieses Predigt. von 174 der Ver findsam beiden? Gefühls jungen ter den in dem Heilsgle zu ratic halten ist zum Rationc strenger haben il mit Erft abzuwei und W̃ Mark gemein sich vor. tes Weg lichkeit gut best lichen schrecken siebente vergesse da sagt Gut ged es bleib gute S trifft ih —