inniger tragenen wies, daß m Jahre onntagsgruß 0 rauf auf Voraus⸗ te evan⸗ r heißen chte, hielt toch eine Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Hr. 3 Gießen, 2. Sonntag n. Ep., den J. Januar 191 8. Jahrgang predigt, gehalten am Neujahrstage 1919 in der Johanneskirche zu Gießen. Häfen an. Im Lande erhob sich die Kultur tüchtiges, friedliebendes, arbeitsames Volk sah sich auf einmal auf allen Seiten umklam⸗ mert, im Grunde genommen war der ganze sich kettet und eine Familie gründet. Wenn man einem jungen Manne eine Pfarr- oder Schulstelle in einem Gebirgsdorfe überträgt, so erwartet seine Behörde von ihm, daß er dersacher z Schluß.) 1 den ganzen Umkreis seiner Pflichten kennt. e in dem Der deutsche Geist war daran, die Welt zu Es ist nicht erwiesen, daß unsere Staats⸗ verankert erobern. Unsere Schiffe liefen die fernsten männer und Diplomaten vor dem Kriege Deutschlands Lage genau gekannt und daß lecht um zur höchsten Blüte, ein jeder konnte ruhig sie nun treu und klug gehandelt haben. Wir Gottes, und sicher im Lande wohnen. Wer arbeiten konnten es nicht wissen, aber sie, in deren ol kswohl, wollte, fand sich mit Ehren durch das Leben Händen alle Fäden zusammenliefen, hätten Elenden hindurch. Was Gott uns an edler Freude es wissen müssen, wie es um unsere Bundes⸗ irgend⸗ darbietet, blieb keinem unter uns versagt, genossen stand und daß beinahe die ganze e Arbeit den meisten unter uns waren gute Tage ge- Welt gegen uns war, eine Gegnerschaft, der ige das schenkt. So kam der Krieg heran. Unser wir auf die Dauer nicht trotzen konnten. Im Laufe dieses Krieges hat man unser zu allen Opfern bereites Volk fast immer über seine Lage im Unklaren gelassen. Wie bitter hat ordnung vierjährige Krieg nur der Kampf einer von es sich gerächt, daß wir Amerikas Macht so Gesang allen Seiten belagerten Festung, deren Be- sehr unterschätzt haben. Und während es Fin“ feste satzung heftige Ausfälle macht. Aber nach draußen scharf und blutig herging, während gung be⸗ Westen konnten wir die Linien des Feindes ein Feueratem vom Feinde her über das die Jo⸗ nicht durchbrechen, nach Osten wurden unsere Feld strich, schwamm man in der Heimat im n besucht Ausfälle in eine Wüste vorgetragen. Aber Strome des völligen Wohlbehagens. Viele n Mark⸗ mit welcher Heldenkraft haben unsere Krieger in der Heimat haben bekundet, daß sie den chen Ge⸗ tag nach t. gekämpft! Einem Feinde, der uns an Men⸗ schenzahl und Material weit überlegen war. haben sie standgehalten, 51 Monate lang haben sie ihn nicht herein auf den deutschen Boden gelassen, sie haben, wenn die Erde zitterte und der furchtbare Eisenhagel her⸗ niederging, wenn die Stollenwände einstürz⸗ ten und leider so viele verschütteten, den Mut nicht verloren. Der in der Heimat zurückge⸗ bliebene, vielfach eitle, ruhmsüchtige und stets schweren Ernst der Zeit gar nicht verstanden haben. Aber auch unzweifelhaft Schändliches mußten wir erleben. Es schien und scheint noch so, als ob das siebente Gebot für die Deutschen gar nicht mehr vorhanden sei. Luther hat gesagt: wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unseres Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen, noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen. Das Vaterland war in der höchsten Gefahr, % Uhr: hinaus in die Oeffentlichkeit drängende Millionen tapferer Männer machten einen : Mili⸗ Volksteil hat das seither nicht genugsam an⸗ Strich unter ihr ganzes seitheriges Leben, Nachm. erkannt. Aber auch die Heimat hat sich schlossen mit allem ab, befahlen Gattin und äus⸗Ge⸗ wacker und würdig gehalten. Sie hat in Kinder dem Schutze Gottes, gaben alles für Hunger und Entbehrung, in Teuerung und das Vaterland hin, und zu Hause ging der assistent— ö 865 8 N 95 der bei elender Lebenshaltung standgehalten, Wucher, dieses furchtbare Uebel, einher. r Mat⸗ Waffen geschmiedet, den Verkehr aufrecht⸗ Manche Familie, deren Ernährer im Felde 1. Jan., erhalten, sich der Verwundeten, Kranken und stand, hat das, was sie in entbehrungsreichen sverein. Traurigen angenommen, alles an ihre Ehre Jahren erspart hat, drangeben müssen, um 8 Uhr: gesetzt; unser Volk hat sein großes, gewal⸗ nur bestehen zu können, und der Besitz des iblichen tiges Leid still und christlich ertragen. Wo deutschen Volkes ist in die Hände der deut⸗ Licht ist, da ist allemal auch Schatten. Es schen Kriegslieferanten und Spekulanten ge⸗ 39% fragt sich, ob die, die vor dem Kriege das kommen. Nun stürzen Menschenmassen, als e Schickfal unseres Volkes gelenkt haben, sich ob sie rasend wären, auf Proviantämter und Vun der Schwere ihrer Verantwortung bewußt Eisenbahnzüge und plündern schlimmer, als Abds⸗ waren. Der Herr Jesus spricht einmal das dies die berüchtigten Troßbuben des Dreißig⸗ 8 Uhr: Wort: Wie ein großes Ding ist es um einen jährigen Krieges getan haben. Eine höchst blichen treuen und klugen Haushalter. Wenn ein sonderbare Welt, in der wir leben! In Abende junger Mann in den Stand der Ehe tritt, jungen Jahren bin ich einmal auf die Platt⸗ 1 10 so kann man von ihm verlangen, daß er sich form des Straßburger Münsters gestiegen, nein der Verantwortung bewußt ist, die er auf von der nun leider die französische Fahne druckerei sich nimmt, indem er ein anderes Leben an weht. Da sah ich neben den herrlichen Stein⸗ 55 eee 10 bildern, den Fensterrosetten und Ornamen⸗ ten die Drachenköpfe und die verzerrten Ge⸗ sichtszüge der Wasserspeier herausragen, wie das die alten Baumeister gern an den Kir⸗ chenbauten angebracht haben. So auch steht jetzt im deutschen Volke Verschiedenartiges nebeneinander. Es ist aber unrecht, die an⸗ deren anzuklagen, auf sie die Schuld am nationalen Unheil zu werfen. Wir haben alle gesündigt, da ist keiner, der Gutes getan hat, auch nicht einer. Darum hat uns Gott schwer getroffen, darum hat er uns zerrissen und geschlagen. 2 unter solchen Umständen entsteht die Frage: was jetzt tun, wohin uns jetzt wen⸗ den? Der Prophet gibt in unserem Texte die einzig richtige Antwort. Kommt, so sagt er, wir wollen wieder zum Herrn. Schon manchem Menschen ging es so wie dem ver⸗ lorenen Sohne aus dem Gleichnis. Der war in die Fremde gegangen, hatte in der Welt gelebt, mit der Welt gesündigt und war mii der Welt elend und unglücklich geworden. Da wachte in seinem Herzen wieder der Zug mach der Heimat auf, aber auch der Zug zu dem Vater, und er sprach: ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen. Wie ein Kind, das der Vater strafen mußte, noch unter Tränen wieder nach seiner Hand faßt, so wollen auch wir zerrissenen und geschla⸗ genen Menschen die Hand unseres Gottes wieder fassen. Gewiß, wir haben Sünde ge⸗ tan, aber der Vater im Himmel will trotz⸗ dem, daß wir zu ihm kommen. Das ganze Neue Testament ist ja voll von der Ver⸗ kündigung, daß Gott will, daß die Sünder zu ihm kommen, im Mittelpunkte dieses heiligen Buches steht vor uns das Sühne⸗ ö opfer, das Christus für uns gebracht hat. Sein Erlösertod ist immer noch wirksam. Es spricht der fromme Mensch, indem er seines Gottes gedenkt: Bin ich gleich von dir ge⸗ wichen, stell' ich mich doch wieder ein; denn dein Sohn hat ausgeglichen meine Schuld durch seine Pein. Bei Gott sind wir ja ge⸗ borgen. Laßt die Erschütterung über den ganzen Erdball gehen, die, die mit Gott ver⸗ einigt sind, haben Leben und Frieden. Es gilt für sie das Psalmwort: Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibet, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. 2 3. Dieser Gott erfüllt auch das Wort: Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen, er hat uns geschlagen, er wird uns auch ver⸗ binden. Nicht ewig währt der Krieg. Laßt zwei Jahre in das Land gehen, und auf den Kampfgebieten sind Städte und Dörfer wieder aufgebaut. Ueber den Gräbern grünt die Saat und singt die Lerche. Ich habe vor Jahren das Schlachtfeld von Wörth besucht, es war ein lachendes, fruchtbares Land im Schein der Sommersonne. Auch die trau⸗ rigen Herzen wird der Gott des Friedens wieder mit Trost erfüllen. Wir sind in schwerer Lage. Sind wir jedoch die ersten Christen, auf die das zutrifft? Denkt an die Jünger des Herrn nach dem Ereignis auf Golgatha! Sie waren zerrissen und ge⸗ schlagen. Da wandern zwei von ihnen so tieftraurig auf dem Bergweg von Jerusalem nach Emmaus, entsunkene Hoffnungen gehen neben ihnen her, und sie sprechen klagend: Wir aber hofften, er sollte Israel erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind frühe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. So redeten sie, die Auf⸗ erstehung dünkte sie ein Märlein, und der Totgeglaubte wandelte neben ihnen auf dem Wege. Gott kann zerreißen und schlagen, aber er kann auch heilen und verbinden. Die Rechte des Herrn, sagt der Psalmist, kann alles ändern. Ich will in euch keine trüge⸗ rischen Hoffnungen erwecken, aber ist es nicht oft so gewesen, daß in Zeiten höchster Not, wenn niemand Rettung und Hilfe sah, Gott ganz unerwartet geholfen hat in einer Weise, die vorher niemand ahnen konnte? War es nicht schon oft ganz dunkel, und auf einmal drang Licht in die Finsternis? Im Jahre 1646 war Gießen von den Schweden be⸗ lagert, deren Heer an der Lahn bei Heuchel⸗ heim lag. Schon schoß der Feind, nachdem ein nächtlicher Ueberfall mißlungen war, Brandkugeln in die Stadt, alle Welt fürchtete einen Sturm auf die Wälle. Da kam ein verheerendes Unwetter, ein Gewitter brach aus, ein Wolkenbruch entlud sich über dem Lager der Schweden, die Pferde rissen sich los, kamen im Schlamm und in den Fluten der Lahn um, ein Angriff auf die Stadt konnte nicht mehr ausgeführt werden. Die Schweden sagten zu dem Pfarrer Feuerborn, der da kam, um um Gnade zu bitten, man sehe ja, daß Gott selbst für die Stadt streite. Wir bangen nun in tausend Nöten, vielleicht ist Gottes Hilfe schon unterwegs. Freilich, Gott offenbart seine Pläne nicht immer so deutlich, daß jedermann sie er⸗ kennt. Oft ist sein Pfad verborgen, lange Zeit verborgen. Es kann eine Generation von Menschen in das Grab sinken, ohne daß ihr das Geheimnis schwerer Heimsuchungen, die über sie gekommen sind, offenbart wird, erst, den Nachkommen wird dieses Geheimnis enk⸗ hüllt. Das ist klar: Gottes Wille ist es nicht, daß wir mächtig und reich, sondern daß wir selig werden. Und zum Seligwerden wollen wir alle das neue Jahr benützen. An der Klosterzehntscheuer zu Ebstorf in Hannover stand folgender, aus dem Jahre 1622 stam⸗ mender lateinischer Spruch: Considera tria praeterita: Malum commissum, bonum ommissum, tempus ammissum! Das heißt auf deut gangenh auf das Zeit, die wir her schauen. der abg schenkt großen wollen Heimgeg wollen! Sterblic hingleite Jesus 1 Gutes t zu seine Aufhöre Lebe Kenn Gegenw gleichen Neues! im ewig Wie gr Zuständ Jahren Jahres kehren! früher s jedoch, dauernd sich erf herrscht herrscht 1816/1. waren. so bede an all lonialn und an sere Vo obwohl voraus zeigent könnte Mark daß in Verkau Mensch Jahre und N nach 1 so kost 2 Pf. Nierer gebote waren Handl Weize und d fahle 6 Kr. Bückir käse z im F e trau⸗ Friedens sind in b ersten t an die nis auf ind ge⸗ hnen so rusalem in gehen lagend: erlösen. tte Tag, den uns die sind t seinen egen, sie „ welche ie Auf⸗ nd der auf dem en, aber en. Die „ kann e trüge⸗ es nicht ter Not, h, Gott r Weise, War es einmal n Jahre eden be⸗ Heuchel⸗ nachdem en war, fürchtete kam ein er brach ber dem ssen sich Fluten e Stadt en. Die uerborn, en, man t streite. zelleicht me nicht sie er⸗ nge Zeit ion von daß ihr gen, die rd, erst, nis enk⸗ es nicht, daß wir wollen An der annover 2 stam⸗ ra tria bonum 8 heißt 1 auf deutsch: Achte auf dreierlei in der Ver⸗ auf die Teuerung batte, die Regierung„ver⸗ gangenheit: auf das Böse, das du getan, stattet“ daß von dem Lande nach der Stadt auf das Gute, das du unterlassen, auf die Gießen schwarzes und weißes Brot ein⸗ Zeit, die du verloren hast! So wollen auch geführt wurde. Wie gern würden wir das wir heute auf die 8 zurück⸗ heute auch„ verstatten“. Der Wirt„Zum schauen. Für alles Gute, das uns Gott in römischen Kaiser“ in Wetzlar, Daniel der 9 00 aufenen Zeit unseres Lebens ge⸗ Schmidt, lud wiederholt zu Bällen ein, bei schenkt hat, wollen wir dankbar sein, den denen es eine„hinlängliche Menge von kalten großen Schmerz, den er uns allen angetan, Speisen, feinen Rheinweinen und anderen wollen wir geduldig tragen, den vor uns Gekränten gab. Frische Schellsische kosteten Heimgegangenen und nun in Gott Ruhenden damals in Gießen 20 Kr. das Pfund. Wir wollen wir in Treue gedenken, der eigenen haben vor dem Kriege eine Fülle von Gütern Sterblichkeit wollen wir uns im raschen D Da⸗ sund äußeren. Annehmlichkeiten gehabt, wie hingleiten der Zeit erinnern, wir wollen sie unseren Vorfahren nie beschieden waren, Jesus und sein Heil erfassen, wir wollen dafür trifft uns jetzt auch das Schicksal härter Gutes tun und nicht müde werden; denn als einst unsere Urgroßväter und Großväter. zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Die Jahre 1914 bis 1919 werden noch Jahr⸗ Aufhören. Amen. hunderte lang in den Reden unserer Nach⸗ Lebensmittelmangel jetzt und einst. kommen wiederklingen. H. B. Kenner der Geschichte pflegen gern die Gedanken beim Jahresanfang. Gegenwart mit der Vergangenheit zu ver⸗ Das Jahr ging still zu Ende, gleichen. Dabei finden sie, daß es nichts Nun sei auch still mein Herz, Neues unter der Sonne gibt und daß alles In Gottes treue Hände im ewigen Kreislauf der Dinge wiederkehrt. Leg du nun Freud und Schmerz, Wie große Aehnlichkeit haben die heutigen Und was dies Jahr umschlossen, Zustände mit den Zuständen in den ersten Was Gott der Herr nur weiß, Jahren nach der sranzösischen Revolution des Die Tränen, die geflossen, Jahres 1789! Auch die 95 des Hungers Die Wunden brennend heiß, kehren wieder. Krieg und Mißernten haben Die unvergeßliche Königin L Luise schrieb früher solche Zeiten heraufgeführt. Es scheint einst:„Alles in der Welt ist nur Uebergang. jedoch, daß noch niemals eine so lange an⸗ Wir müssen durch. Sorgen wir nur dafür, dauernde und über das ganze deutsche Gebiet daß wir mit jedem Tag reifer und besser sich erstreckende Lebensmittelknappheit ge⸗ werden.“ Mir scheint, mehr noch wie vor herrscht habe, als sie nun seit vier Jahren hundert Jahren, als die leidgeprüfte deut⸗ herrscht. Man ist gewohnt, das Jahr sche Frau diese Zeilen schrieb, haben die 1816/17 als ein Hungerjahr anzusehen, doch Worte eine hohe Bedeutung für unsere jetzige waren die Zustände damals bei weitem nicht Zeit. Wir sind eben in einem Uebergang so bedenklich als jetzt. Uns fehlt es einfach begriffen, so gewaltig und schwer, daß uns an allem, an Brot, an Kartoffeln, an Ko⸗ oft Zweifel kommen, ob und wie wir hin⸗ lonialwaren, an Fleisch, an Kleiderstoffen durchkommen. Und doch darf niemand zurück⸗ und an Heizmaterialien. Wie viel besser un⸗ stehen, wir müssen„durch“, ein jeder von uns. sere Vorfahren vor 102 Jahren dar 10 waren, Wie tröstlich ist uns da, zu wissen, daß obwohl eine sehr verhängnisvolle Mißernte vor unserer Zeit schon ähnliche schwere Zeiten vorausgegangen war, geht aus dem An⸗ durchgekämpft wurden, und wertvoll ist es zeigenteil der alten Zeitungen hervor. Jetzt suns, zu wissen, daß es eine Christin war, könnte man ruhig eine Prämie von 1000 die den mitgeteilten Ausspruch tat. Wir Mark demjenigen aussetzen, der nachweist, erkennen, wenn wir uns in der Stille sam⸗ daß in einer Zeitung Brot und Fleisch zum meln, daß in all der Leidenstrübsal, die uns Verkauf Feen werden, damals stand den erfüllt, der Ausblick auf den, der in die Welt ese noch alles zur Verfügung. Im kam, uns zu erlösen, der selbst durch die Jahre 1817 5 es in Gießen noch Fleisch schwerste Leidensschule ging, allein uns auf⸗ und Wurst von jeder Art zu Preisen, die richten und stärken kann, daß wir mutig aus⸗ nach unseren Begriffen sehr billig waren; harren. Wir erkennen, daß das Kommen un⸗ so kostete das Pfund Schweinefleisch 12 Kr. seres Heilandes auf Erden nicht nur ein 2 Pf. Schinken, Spickspeck, Rind⸗ und Gnadenakt Gottes war, sondern eine Not⸗ Nierenfett wurden nach der Polizeitaxe an⸗ wendigkeit ist, um die Seelen der aufrich⸗ geboten, Milch, Bier, Fruchtbranntwein tigen Gottsucher zu führen, zu stärken, zu waren zu haben, des gleichen frische Butter, erretten. O laß uns diesen Uebergang in Handkläse, ie Fische, Erbsen, Linsen und tiefem Ernst und doch mit Freudigkeit durch⸗ Weizenmehl. Der Kaufmann Christian Dietz leben, wir kennen die Quelle, die uns die und die Witwe Spruck in der Neustadt emp⸗ Kraft dazu gibt. 5 05 holländische Heringe, das Stück zu Noch leben wir, noch grüßen, wir das Licht, 64 Kr. Bei Hückng auf dem Neuenweg waren Noch wandeln wir am Tage. Laßt uns danken Bückinge, Rahm, Limburger und Schweizer⸗ Und unermüdlich laufen in den Schranken, käse zu haben. Das Pfund Kalbfleisch kostete Und laßt uns wirken, bis die Nacht anbricht. im Februar 1817 5 Kr. 2 Pf. Mit Rücksicht Baronin R. 1 „—T—T——. —— 1 Die Wahl zur Nationalversammlung Deutschlands Schicksalsstunde! Deutsche Männer und Frauen! Des Vaterlandes Wohl und Wehe ist am 19. Ja⸗ muar in eure Hand gelegt! Befragt euer Gewissen, ehe ihr zur Wahlurne schreitet! Nicht politische Erwägungen allein können maßgebend sein. Ein Volk ohne Religion ist dem Untergang verfallen. Die hohen Güter des Christentums müssen geschützt, der Be⸗ stand der Kirche muß sichergestellt, der Reli⸗ gionsunterricht in der Schule gewährleistet werden. Gebt eure Stimme nur Männern und Frauen, die sich verpflichten, für diese Uleine Mitteilungen. Da der Konfirmandensaal der Lukas⸗ gemeinde am 19. und 26. Januar als Wahl⸗ lokal Verwendung findet, so muß an diesen Tagen die Konfirmandenvereinigung aus⸗ fallen. * Sehr auffällig ist in unserer Stadt, daß die Militärautos immer noch in rasender Fahrt durch die Straßen sausen und dabei einen ungewöhnlichen Lärm machen. Auf die Nähe der Kirchen wird dabei keine Rücksicht genommen, oftmals sind Trauungen und gestört worden. Dabei begreift man nicht, Forderungen sich unverrückbar einzusetzen! Heimkehr 1919. Mondschein und Rauhreif... Weiß dein Gewand So grüß ich dich wieder, Havelland! Einsame Büsche im weiten Luche, Birke und Eiche, Weide und Buche, Märkische Kiefer, Krähengeschrei, Alles wie einst, und doch so neu!— Hangende Sehnsucht, heute erfüllt, Lasten und Leiden, heute gestillt!— Sterne leuchten über der Heide, Augen leuchten in heimlicher Freude!— Schneidender Wind über Gräben und n 2 Dämmen, Nebel, die wogend den Fernblick hemmen— Kalt weht die Luft, doch das Herz schlägt warm, Heut wirst du reich, der lange du arm. Heut ist zu Ende der lange Schmerz. Du bist daheim, o du sehnendes Herz. Wipfel des Waldes in nächtlicher Ruh' Rauschen die ersten Grüße dir zu. Sieh, dort erkennest du schon einen Baum, Kennest die Wiese, den Acker, den Zaun. Und aus der Hecke am Waldesrand Blinkt dir ein Licht... Eine liebe Hand Hat es entzündet. Wußte sie schon, Daß es heute grüßen würde den Sohn!? Schnell wird der Schritt,... und ist er auch schwer, Der staub'ge Tornister, nun 11 1 er nicht mehr. Fland'rischer Stab in der festen Hand Schlägt hartgefrorenen märkischen Sand, Streift an den Hecken, klappert am Tor— — Heimatlich Häuschen— nun steh ich davor. Auf geht der Riegel, es knarret die Tür, Und, als bräch ein Gewitter herfür, Breit ich die Arme und stürze hinein, Drück dich ans Herz, liebes Mütterlein, Und was ich an Liebe entbehrt und an Glück, Schenkt dieser einzige Augenblick. W. Gumlich. warum diese Fahrzeuge eine solche Eile be⸗ kunden. Die Gießener Einwohner haben die heimgekehrten Krieger sehr gern als Quar⸗ tiergäste aufgenommen und dürfen von diesen auch etwas Entgegenkommen erwarten. Eine Ehre ist der andern wert. Die Reden, die am 5. Januar in der evangelischen Volksversammlung in der Jo⸗ hanneskirche gehalten worden sind, sind in Broschürenform bei Herrn Albin Klein, Süd⸗ Anlage 21, erschienen und bei diesem sowie bei den Kirchendienern zu haben. Pfarrer Bechtolsheimer nimmt mit Dank Gaben ent⸗ gegen, die bestimmt sind, diese Reden in die weitesten Kreise unserer Gemeinde zu bringen. Der Preis dieser Schrift berrägt 50 Pf. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 19. Januar(2. Sonntag nach Epiphanias). Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrassistent Schaefer.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfarrassistent Schaefer.— Abends 5 Uhr: Pfarrer Lic. Dr. Adolph. Ign der Johanneskirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Ausfeld.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesge⸗ meinde: Pfarrer Ausfeld.— Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.— Abends 8 Uhr: Bibfelbesprechung im Johannessaal. * Wartburg, evgel. Jünglings⸗ und Männer⸗ verein. Diezstr. 15. Sonntag den 19. Jan., abends 8 Uhr: Vortrag. Donnerstag den 23. Januar, abends 8¼ Uhr: Unterhal⸗ tungsabend.— Samstbag den 25. Januar: Unterhaltungsabend der älteren Abteilung. Gäste stets willkommen. Sonntagsverein für Mädchen, Kirchstr. 9. Jeden Sonntag⸗Nachmittag Zusammenkunft. Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehr⸗ anstalten. Jeden Mittwoch von 6—7 Uhr für die jüngere Abteilung. Jeden Samstag von 6—7 Uhr für die ältere Abteilung im Johannessaal. 5 Verantwortlich: Pfarrer B e chtolsh eimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindruckerel R. Lange, Gießen. Gottesdienste dadurch in empfindlicher Weise Brief „2 Alter! und? der Z bei un vollzi dische⸗ fällt. Strud licher Hand Tober zeigte uns s. erhär samm dem keitsft verlat finder nichte müsse Ster Welt Chris in En dem wenn wolle Welle Chri tosen fest 1 zur ein G vora Gesi der wor