hat sich graf den tglied der Bugen⸗ Vorsitzen⸗ orstune n bei der nceglocken einer der Bemeinde⸗ esprochen, vieder be⸗ abei, daß und Süd⸗ so herr⸗ e man sie me. Ins⸗ der Jo⸗ erung, wo mit mei⸗ nser jüng⸗ lag. Uns e das Ge⸗ uns dann inneskirche er Glocken inen wah⸗ i weiteren ber unsere tettin das ufmerksam rühgottes⸗ nit denen Altern wer⸗ ß die neu⸗ zienste be⸗ „Sommer⸗ iese Gottes⸗ erwünscht late. in Hessen. gs 8 Uhr, konfirmier⸗ e. Pfarrer Pfarrassi⸗ 11 Uhr: nde: Pfarr⸗ ttags 8 Uhr, o ie arrer Bech⸗ hr: Pfarrer jr: Kinder⸗ he. Pfarrer 5 Steindruckerel 1 9 8 2 Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 20 Gießen, Kantate, den 18. Mai 1919 8. Jahrgang Schicksalstage. Erinnerungen und Betrachtungen. Pfalm 73, 1. Israel hat dennoch Gott zum Von 1 17 8 D Friedrich Trost, wer nur reines Herzens ist. Klingelhöffer(Gieße Zum viertenmal in diesem schrecklichsten 3 aller Kriege stehen wir vor einer ernsten 8 Fortsetzung.). Wendung unseres Schicksals. Zum erstenmal Im allgemeinen sei gesagt, daß man den ging ein Zittern durch die deutsche Volks⸗ Krie e 71 nicht mit dem Weltkrieg auf seele, als am 1. August 1914 der Krieg a eine Ol 1 kann dauerte ein brach. Die, die gewohnt waren, die D halbes, dieser vier Jahre. Die ständige Flie⸗ auf nahe Ent ruhig und nüchtern abzuschätzen, erkannten, gergesahr, der Grabenk. nahe daß Deutschland vor einer tiesen Demütigung fernung, das n cht aus de Geschützfeuer stand, als Ame rika im Februar 18 917 infolge aus schwersten Falten Ninenwerfer und des verschärften Unterseebootkr rieges gegen Maschinengewehre stellten die Nerven auf uns in Waffen trat. Ein dunkler Tag war der eine viel schwerere Probe wie Mitrailleusen Oktober 1918, als wir gezwungen waren, und Chassepots.. N unsere Gegner um Waffenstillstand anzu⸗ Erhebend war der Empfang nach Ueber gehen. Nun, da es für uns heißt, die harten schreiten; der al ddeulschen 1 am Friedensbedingungen der Feinde anzu⸗ 11. Juni. Es waren Festtage, die Gießen nehmen oder abzulehnen, stehen wir aber⸗ einen würdigen Abschluß en Wie schön mals vor einer folgenschweren Wendung un⸗ machte sich am Abend des Juni 1871 seres Schicksals. die Illumination in den reich mit Fahnen Ein Gemeindeblatt, das kirchliche und und Girl landen g chmückten engen Straßen, veligibse Interessen vertritt und Liebe und bei denen die Lichte r recht zur Geltung kamen Verständnis für die Heimat und die 0 Obgleich 5 von mi em vere N Kom⸗ geschichte wecken will, erörtert kein poli⸗ pagnie chef, Hauptmann Leisz, zeitn Ba⸗ kischen Fragen. In einer Zeit, in der 75 viele taillo wahre, unterf ü von dem tache⸗ Unberufene, f solche, auf die man in normalen 270 Gene lmajor v. Ran N Zeiten, nie gehört hätte, über Wohl und Wehe le ar Dine nene en ohlen ihrer Volksgenossen mitreden, sagt f ich meh worden war, konnte ich mich nicht dazu als ein Mann, der sein Volk in G 7 eneschließen 8 ich erst einen halben und Gegenwart kennt und in der Mühsal Monat auf der Hütte gewesen war, he und Arbeit langer Jahre 5 Lebens⸗ 100 Taler als Weihnacht geschen t, daß te anschauung erworben hat, daß es sich nicht sandt und gleichzeiti 0 verlohnt, in nutzlose Debatten ne allen Beamten en den halben Mögen die, die uns jetzt vegieren, unter Got⸗ Gehalt bzw. Lohn bis zum Wiede reintritt tes Beistand entscheiden, was geschehen soll! nachzahlen würde. Als ich letzteres bei mei Wir wollen in schwerer Zeit nach der Kraft ner Rückkehr ablehnte, unter Hinweis darauf, und dem Trost von oben suchen. Der Psalmist daß ich als Reserveof r während des sagt in seinem gewaltigen Liede: Israel Waffenstillstandes soga: 0 sparnisse machen hat dennoch Holt zum Trost, wer nur reines konnte, kam der erste ang. Den zwei⸗ Herzens ist. Dieses„dennoch“ 9 8 ges ten, der mich überzeugte, daß ich mich Wort. Dem Unverstant d der Welt, 1 herz⸗ besser zum Offizier wie zum Kaufmann zerreißenden Jammer setzt es kühn den 15 eigne, will ich erzählen. Ein junger füdi ben entgegen: Gott lebt noch und hält scher, sehr geschäf tsgewandter Kaufmann aus in seinen Händen. Allerdings, so meint 3 einer rheinischen Stadt erbot sich, eine große alte Gottesmann, nur unter einer Einschrän⸗ Menge Gußwaren alljähr! ich zu 1 kung trifft dies zu. Nur der hat Gott zum wenn ihm ein erhebli icher Nac chlaß bewilligt Trost, der reines Herzens ist. Das gilt jetzt würde. Die Berechnung ergab, daß dies auch für uns. Haben unsere Volksgenossen möglich sei. Als ich aber dann zur Sprache reine Herzen und reine Hände, lassen sie brachte, daß einem alten Kunden in der von der Sünde, die in Wucher, Egoismus, gleichen S Stadt, der ebensoviel bezog, dann Lieblosigkeit, Gewalttat, Großsprecherei, die gleichen Prozente gegeben werden müß⸗ Gottlosigkeit, Zügellosigkeit, Autoritäts⸗ und ten, wurde ich abgewiesen Der Bureauchef Pietätslosigkeit fünf Jahre lang durch ihre erklärte, das sei eben„Ausnutzung der Kon⸗ Reihen gegangen ist, so wird sich Gott auch junktur“. Nun werden gewiß auch viele ihrer wieder erbarmen und sie aus der gegen⸗ Kaufleute dieses Verfahren nicht als richtig wärtigen Not herausführen. H. B. anerkennen. Für mich war es ein Hinweis, * 1 . 1 N 7 15 9 9 5 5 1 — 9 — 1 ——— n 9 8 daß ein Offiziers⸗ oder Beamtensohn in anderen Anschauungen erzogen ist wie ein Kaufmann Bei diesem steht der Gelderwerb in erster Linie, während der Offizier oder Beamte, noch mehr der Pfarrer, sich bei seinem knappen Gehalt andere Ideale suchen muß. Das überträgt sich auf die Kinder. So fuhr ich nach acht Tagen nach Gießen und wurde vom Regimentskommandeur, Oberst Krauß, auf der halben Treppe sofort zum Uebertritt angenommen. Nun mußte ich aber erst das Offiziersexamen machen, das den im Krieg übergetretenen Herren erlassen wurde. Es war mein Glück. Schon 22 Jahre alt mußte ich sehen, rasch vor⸗ wärts zu kommen. Ich lernte den Tag 18 Stunden arbeiten und ohne Lehrer und Anschauungsunterricht mir an Hand von Büchern und Holzschnitten Schwieriges klar machen. Als ich dann im Mai 1872 mein neues Patent erhielt, sagte ich mir, daß ich Jagd oder dergleichen nicht anfangen dürfe, wenn ich nicht für höhere Stellen zu alt werden wolle. Ich müsse mich wissen schaftlich beschäftigen und stets etwas mehr wie meine Pflicht tun, um vorpatentiert zu werden. Mit Vorpatentierungen war aber das Militärkabinett damals sehr sparsam. So bedurfte es eines dreijährigen Besuches der Kriegsakademie von 18761879 mit den Jahresschlußnoten„Sehr gut“,„Vor⸗ züglich“,„Sehr gut“ und von 1880 1887, 6% Jahre Regimentsadjutantenzeit, bis ich endlich als Gouvernementsadjutant mit Vor⸗ teil nach Metz kam, weiterhin mehrfacher Eingaben meiner Gouverneure, um 1890 vorzeitig Kompagniechef beim Infanterie⸗ Regiment Nr. 69 in Trier zu werden. Auf er neute Empfehlung meiner Regimentskom⸗ mandeure wurde ich dann auch vorzeitig Major in Mörchingen beim Infanterie⸗ Regiment Graf Barfuß Nr. 17. Erst damit war ich konkurrenzfähig. Man sieht, wie falsch die Anschauung ist, daß man eines vornehmen Namens und besonderer Ver bindungen bedürfe, um beim Militär vor wärts zu kommen. Für mich wurde nur von den die Verantwortung für ihre Vorschläge tragenden Vorgesetzten etwas getan. Auf die Zeit von 1876 ab will ich nicht allzusehr eingehen. Vorgreifend habe ich schon eine Erfahrung aus der Akademiezeit mitgeteilt. Die Jahre in Berlin waren naturgemäß an Anregungen und Schönem reich, nur sagte mir die Berliner nähere Um⸗ gebung mit ihren Mietkasernen, Müll und Sand wenig zu. Man mußte mit der Bahn fahren, wenn man einen schönen Spazier⸗ gang finden wollte. Während meiner Regimentsadjutanten⸗ zeit hörte 1881 das Infanterie⸗Regiment 116 auf, das einzige in der Armee zu sein, das nur zwei Bataillone hatte. Ein Füsilier⸗ bataillon wurde errichtet. Die Unterbringung erfolgte in ermieteten Gebäuden. Es kam die 9. Kompagnie in das jetzige Turmhaus am Brand, früher Hofgericht, die 10. Kompagnie in das Alte Schloß am Kanzleiberg, die 11. Kompagnie in die frühere Kaserne, später Lazarett am Seltersweg, die 12. in die Uni⸗ versitätsreitschule am Brand, überschießende Leute in Bürgerquartiere. Erst 1887 wurde dann durch Beziehen der Neuen Kaserne am Trieb diesen schlechten Unterbringungs⸗ verhältnissen abgeholfen. Diese Umgestal⸗ tungen brachten dem Regimentsadjutanten viel Arbeit. Dabei war ich an der Regi⸗ mentsgeschichte tätig, doch fand sich dazu meist nur Zeit nach dem Abendessen. In dem Manöver mußte man oft noch halbe Nächte lang Gefechtsberichte machen, zeichnen und Tagebücher führen, da kam erst die Erholung, wenn man sich auf das Pferd setzte. Den Garnisonpfarrer vertrat der erste Stadtpfarrer, doch wurde erst später das Verhältnis ein wärmeres und näheres, als Kasernenabendstunden und dergleichen ein⸗ geführt wurden. Die Beziehungen zur Stadt Gießen waren stets die allerbesten, ebenso zu der Studentenschaft. Reibungen, wie sie 1821 zun Verlegung des damals in der späteren Alten Klinik in der Liebigstraße untergebracht ge⸗ wesenen 3. hessischen Infanterie⸗Regiments geführt hatten, waren durch das Vermitte⸗ lungsglied, die Einjährigen, ausgeschlossen. Meine weitere Dienstzeit verbrachte ich won 1887 ab an der Westgrenze. Ich hatte somit ausreichend Gelegenheit, die elsaß⸗ lothringischen Verhältnisse kennen zu lernen. Als Gesamtergebnis kann ich sagen, es fehlte die feste, stetige Hand. Der Elsaß⸗Lothringer wäre ganz zufrieden gewesen, wenn er seinen französischen Freunden hätte sagen können: Ich kann nicht anders, wie mich mit den neuen Machthabern gut stellen. Es wurden aber fort und fort die Zügel nachgelassen und als Folge jeder loyaleren Kundgebung die straf⸗ fen französischen Gesetze beseitigt. Auch der am 30. Dezember 1871 gesetzlich festgelegte Diktaturparagraph, der die Ordnung und Sicherheit gewährleistete, wurde gemildert und 1902 ganz aufgehoben, damit eine wirk⸗ same Handhabe gegen deutschfeindliche Be strebungen aus der Hand gegeben. Die Presse, die ich als Gouvernementsadjutam zu überwachen hatte, auch die französisch ge⸗ schriebene und die klerikale, waren lange Zeit ungemein vorsichtig. Als gegen die Bou⸗ langer'schen Treibereien der Paßzwang ein geführt wurde und damit der französische persönliche Einfluß unterbunden war, hörte jeder Widerstand auf. Er kehrte zurück mit der Milderung der Gesetze und machte sich schließlich im Landesausschuß und bei allen möglichen zu diesem Zweck veranstalteten Feiern geltend. Hier muß allerdings gesagt werden, daß der zunehmende Widerstand Hand in Hand ging mit der Erstarkung des französischen Heeres, der Entwicklung Bündnisses zwischen Frankreich und Ruß⸗ land, sowie der Entente mit England. stand der auf dem gutmütig ten! Der sich spaße Unter gungen d fatholisch einer der einziehen rühmte. mit den keiten nic Generalv flußten a einschneid Auswahl blieb in bei Metz sprache d Elsaß⸗Lo der Erzy ich späte Vorliebe Besuch fr er sei do Hause, m seine Hei Ich tröf ten hessi von da einmal d stimmun, unterstell Er sagte ist fi Nun fol zucken. uns bes aber wi fluß der Je Gief D „2. (Chevau, ankomm Neuenwe 885 Stadt d den schle „D. Wörmsen Landtag dollerm ständlich vor der bey hies October ömpagnie „die 11. e, später die Uni⸗ chießende 57 wurde serne am ingungs⸗ Imgestal⸗ djutanten er Regi⸗ sich dazu In dem be Nächte nen und Erholung, der erste häter das eres, als chen ein⸗ Gießen so zu der 1821 zur ren Alten bracht ge⸗ Regiments Vermitte⸗ zeschlossen. vrachte ich Ich hatte die elsaß⸗ zu lernen. 1, es fehlte Lothringer ner seinen n können: den neuen irden aber en und als die straf⸗ Auch der festgelegte nung und gemildert eine wirk⸗ idliche Be⸗ eben. Die itsadiutanm nzösisch ge⸗ lange Zeit 1 die Bou⸗ zwang ein⸗ französische war, hörte zurück mit machte sich id bei allen ranstalteten ings gesagt Widerstand tarkung des icklung und Ruß⸗ gland. e stand der Elsaß⸗Lothringer im Durchschnitt worden wo die Keisserlichen geschlagen auf dem Standpunkt: Ich warte ab. Die worten.“ gutmütigen Deutschen habe ich nicht zu fürch⸗ ten! Der französische Präfekt läßt nicht mit sich spaßen! Das sehen wir jetzt. Unterstützt wurden die französischen Nei⸗ gungen durch die meist französisch gesinnte latholische Geistlichkeit, wie sich noch kürzlich * einer der zwei Generalvikare von Metz dem einziehenden französischen General gegenüber rühmte. Während der Bischof die Berührung mit den deutschen maßgebenden Persönlich⸗ keiten nicht vermeiden konnte, hielten sich die Generalvikare völlig im Hintergrund, beein⸗ flußten als Kenner der Verhältnisse aber in einschneidendster Weise die Bischöfe, in deren Auswahl man zudem kein Glück hatte. So blieb in dem Priesterseminar in Montigny bei Metz die Unterrichts⸗ und Umgangs⸗ sprache die französische. Diese galt in ganz Elsaß⸗Lothringen als die feinste. So sprach der Erzpriester von Mörchingen, mit dem ich später in besten Beziehungen stand, mit Vorliebe französisch. Als ich ihn beim ersten Besuch fragte, warum er nicht deutsch spreche, er sei doch dicht bei der deutschen Grenze zu Hause, meinte er, sein Deutsch laute nicht gut, seine Heimatsprache sei der elsässische Dialekt. trete ihr i ine orfälsch⸗ 28 5 5 Ich tröstete ihn mit meinem unverfälsch Schlagfluß mit Tod abgegangen welches vor ten hessischen Dialekt, und sprachen wir von da ab deutsch. Dabei legte ich ihm einmal die Frage vor, wie bei einer Ab⸗ stimmung über die Zugehörigkeit die ihm unterstellten Pfarrer wohl stimmen würden. Er sagte: Wenn die Abstimmung geheim ist für Deutschland, wenn öffentlich— Run folgte ein bedeutungsvolles Achsel⸗ zucken. Das hieß wohl: Jetzt stehen wir uns besser und fühlen uns auch wohl, aber wir dürfen dies nicht zeigen. Ein⸗ fluß der Generalvikare! (Fortsetzung folgt.) Johann henrich Schaffstädts Gießener Chronik 1776 1825. (Fortsetzung. D „D. 13ten November haben die Fran⸗ sosen winn(Wien bekommen d. Aten Decem⸗ ber ist ein Schlagt geliefert worten bey Austerlitz in Mehren(Mähren). Von dem Franßosen gegen die Oesterreicher und Rus⸗ sen welche die Keisserschlagt mag heißen weil⸗ len der Frantzeschiese Keiser nebst Keiser Frautz und Keisser Allexander von Rußlandt in eigner person zu gegen wahren und zum forteil des Ersten aus fiell.“ „D. 13ten December ist zwischen Frank⸗ reich und Oestreich Friede geschlossen worden. Die Franßosen haben auf 2000 Canonn aus dem Winn(Wien) nacher Frankreich trans⸗ porttirt. Die gantze Preuschise Armee wahr in Bewegung d. Zten Jan. wahren Preu⸗ schische husarren bey Fluß(2) von den Köhln (Cöln 2) bis in der gegend Frankfurt.“ 1806. „D. 13ten Janwary sind zum ersten mahl die Laternen angesteckt worten der Anfang ist gemacht worten in der Walthor Straße. d. 11ten Mertz sind die letzten von den großen aufgehangen wordten.“ „D. 26ten Jenner des Sonntag früh 5 Uhr ist H. Supperntent Schultz durch einen unß sehr schmertzhaft weillen Er den Nach⸗ mittag Pretigen wolte. Er wahr ein vor tref⸗ licher Redner auf der Kanzel.“ Johann Christoph Friedrich Schultz war Professor der Theologie und erster Burgprediger; er starb im Alter von 58 Jahren 9 Monaten 10 Tagen. „Bey dem Frieden Schluß hat der Fran⸗ schesische Keiser Bonnobarth Curbeyern und Cur Württemberg zu beiden Könnigen Er⸗ hoben auch Curbaden die Subirinitet(Sou⸗ veränität) zu Erkant weillen sie 3 Allirte von Frankreich geweßen und mit Ihren Truppen gegen den deuschen Keißer gezogen.“ D. 26ten Feber ist von hier nacher Darmstadt die Kannonen mit den Cannonier abgangen. Auch ist in dießem Monnath die Bürger Markwachten abgeschaft worden.“ „D. Aten October sind auch die Wolische„D. 13ten Mertz haben wir Fransosen zur Chevauxlegers) an zwey hundert Mann hier ankommen; sie haben die Bürgerwacht an Neuenwegerthor und Neustadt abgelöst.“ ein quatierung bekommen. D. 27ten April sind sie wieder von uns auß maschirt, auch haben wir von den Fransosen Erhalten, das „D. Aten Novem hat die Herschafft der wir keine ein Quartirung mehr bekommen.“ Stadt die Schooren nebst den Schlüssel zu den schlag Beummen über geben.“ „D. Sten Novem sind H. Burger Meister „Der Mark(Markt) vor Ostern ist wegen dem großen Wasser bey dem Schießhaus ge⸗ halten worden. Auch ist Ausgangs Mertz das Wörmser und H. Hoffrath Krug zu dem Gießhaus auf dem Wall abgebrochen wor Landtag nacher Darmstadt.“ den, und ist ein neues sogleich wieder auf „D. Aten Novem ist der Parucen Macher gebaut worden.“ Kollermann den Rathsdinner(Wort unver⸗ „D. 10ten Mertz ist mein Jung(Lehr⸗ ständlich, bedeutet wohl: ernannt) worten.“ junge) Johannes Groshoffer nacher Berg⸗ „D. Aten December ist H. Magister Keill zabern ins Elsaß.“ 2 f vor der Instruckry(2) Schul als Magiste!n„Auch ist in dem Mertz der Seckler(Säck⸗ bey hiessig Stadtschul vorgestelt worten.“ ler) Schulz an des Magister Keils Stelle als „Da zwischen Frankreich und Oestreich Armmen Magister in die Stadtwag kommen. Feindsehligkeiten aus gebrochen ist d. Iten Oetober bey Cuhlm eine Schlacht geliefert „Im Anfang des 1806 Jahrs haben die Fransosen das Könnigreich Neapel eingenom⸗ — 5 — 80 „Navolion hat seinen Bruder als Besitzer hier ein gesetz. Auch hat der Fransöschise Keiser Napollion seinen Schwa⸗ ger den prinz Murat als Hertzog zu Berg und Klef(Cleve) am unteren Rein ein gesetz. Auch seinen guten Freund den Jeneral Berthgir(Berthier) als Hertzog von Neu⸗ chatel eingesetz. den Jeneral bernatott auch als Hertzog. Auch ist sein Bruder Luis als Könnig von holland worden. Derselbe ist 1810 wieder abgesetz worden. Anno 1807 hat er seinen Jüngsten Bruder hironimus bonna barth als Könnig von llen eingesetz.“ „D. 26ten Mey als den aten Fingst Feuertag des Morgens 6 Uhr ist des Direc tor Krollmanns Kussier(Kassier 2) bey der pulfer Mühl ertrunken.“ „Auch ist ausgangs Mey an dem Wall tho die Bruck über den Stadtgraben ab⸗ gebrochen worden welches von den 1 Brucken die Erste wahr.“ „Auf Johannistag 1806 ist der Müller Frey auß der Votter(vielleicht: vorderen) Mühl aus gezohgen. an dessen Platz ist des heichlemer Müller sein tochter Mann Na mens Müller hinein gezohgen.“ „D. 27ten Juny hat sich der Kauf wel⸗ cher als Frucht Dieb auf der haubwacht ge⸗ sessen auf dem Abtritt mit einem Rasier⸗ messer den halß abgeschnitten er ist in die Adannemy(Anatomie) kommen.“ „D. 2gten Juny ist H. Supperintent Müller als Erster H. Profeser Palmer als Iten und H. Profeser Schmitt als Zter Sup⸗ perintent Ernannt worden. d. 27ten July hat H. Doctor Diefenbach seine Antritts Pre tig in der Burgkirch gahalten. ist auch zur nehmlichen Zeit Profeser worden.“ Fortsetzung fol Gllen Ein kleines Erlebnis. Wie wohl manche meiner Freunde wis⸗ sen, so sitze ich mitunter bei Sonnenschein am Bahnhof auf einer Bank; ich freue mich, wenn ich dabei Gelegenheit habe, mit einem oder dem andern schlichten, lieben Menschen⸗ kinde mich zu unterhalten. Ich kann ehrlich sagen, daß ich dabei schon manche über⸗ raschende Erfahrung machte und daß man⸗ ches Gespräch mir für längere Zeit zu denken gab. So saß ich kürzlich wieder einmal auf der einen Bank, die ich gern als mir gehörig betrachte; wirklich unangenehm berührt bin ich, wenn sie schon besetzt ist. Wird mir dann nicht mitunter ein Plätzchen angeboten, so muß ich umkehren. Neulich nun nahm ein freundlicher, schlichter Mann vom Lande neben mir Platz, und bald war unsere Unter⸗ haltung bei dem uns allen nächstliegenden! Thema, dem der schlechten Zeiten und der unheilvollen Umwälzung in unserem Vater⸗ lande, angelangt. Der Mann sprach sich sehr arnglücklich darüber aus und beklagte es sehr, daß unser Volk sich auf diese Abwege be⸗ geben habe; es sei nicht zu verstehen, wie die Menschheit aus der Natur nichts lernen wolle, i doch die beste Lehrmeisterin ei „Ich bin nämlich Bienenzüchter,“ fügte er hinzu, und sagte mir nun, wie bewunderns⸗ wert gut die Organisation im Bienenstaate sei. Da gäbe es Arbeitsbienen, Drohnen, die nicht arbeiten wollten, und eine Königin. Eine jede Biene kenne genau ihre Pflicht und arbeite rastlos; die Drohnen würden herausgeworfen. Habe aber die Königin ihr kleines Reich verlassen, so kehre zugleich Un⸗ ordnung ein; die Bienen arbeiteten daun nicht mehr und vernichteten sogar die ein⸗ zesammelten Vorräte, indem sie sie verzehr⸗ ten. Wollten doch die Menschen daran lernen, sagte er weiter, daß die von Gott geschaffene Autorität nötig ist zum Gedeihen dez Staates; hätten sie das bedacht, so wäre dieses Unglück nicht über uns gekommen. Mir schien dies kleine Erlebnis wertvoll genug, um es zu veröffentlichen; liegt doch eine große Weisheit darin verborgen, die, in das tägliche Leben übernommen, von grö⸗ ßerem Segen sein dürfte, als so viele blen dende Schlagwörter, denen mitunter nur zu gerne Gehör geschenkt wird. Baronin R. Kleine Mitteilungen. Das Hessische Oberkonsistorium hat für kommenden Sonntag, den 18. Mai, in den evangelischen Kirchen des Landes einen allge⸗ meinen Betgottesdienst angeordnet und folgendes Ausschreiben an die Pfarrämter gerichtet:„Der erschütternde Ernst der Gegenwart veranlaßt uns, anzuordnen, daß zächsten Sonntag, den 18. Mai, ebenso wie in der gesamten deutschen evangelischen Christenheit unseres Landes ein allgemeiner Betgottesdienst stattfinden möge, zu dem Sie die Gemeinden— soweit dies noch möglich ist eindringlichst einladen wollen. Ohne Unterschied des Standes und der Partei wollen wir uns alle vor Gott dem Herrn demütigen und ihn bitten, daß er unser armes, von der Vernichtung bedrohtes Vaterland vor dem völligen Verderben bewahren und uns Kraft geben möge, unter allem schweren Druch und in allem Dunkel der Zeit uns aufrecht⸗ zuerhalten“. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 18. Mai(Kantate). Gottesdienst(Betgottesdienst). In der Stadtkirche. Vormittags 8 Ulf, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ ten aus der Markusgemeinde: Pfarrassiste Schaefer. Vormiktags 9½ Uhr: Pfarter Mahr.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde: Pfarrer Mahr. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhs, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ ten aus der Johannesgemeinde: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 9½ Uhr: Pfarter Bechtolsheimer.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde: Pfarrer Bechtolsheimer. Verantwortlich: Pfarrer Becht ols heimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buck⸗ und Steindruczere N. Lange, Gießen. Geme —— Nr. 21 Chr Brief an gleich, u Opfersir lang ge kommen begraben Wie einer ne Schuld; man dal zu reden ders, a Wir er Vaterla „Schuld merken. schmälet Praxis selbst, e und Ve dung vi antwor mehr g geht de um, in Und der in beiseite be“. O Vertrat kann de Lebens im Glo wirkun führet Paul zusamr unmög wollen Zeit. sein, vi seinem Eri Von mein der T