artei in Gewähr nn⸗ und evange⸗ irche auf erfassung für Er⸗ Erhal⸗ 18.„Den einzuräu⸗ yt neben zung der ein für uschaften, 8.“„Das hränkung q unan⸗ Anstalten der Stif⸗ Marine, nissen ist iges den phanias) 9½ Uhr: 11 Uhr: emeinde: : Pfarr⸗ hr: Ver⸗ chen Ju⸗ Dienstag Frauen⸗ Februar, nfirmier⸗ ius⸗ und tags 9½ Vormit⸗ Lukas⸗ ter.— Abends rmierten de. indruckere! onntagsgruß Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 7 Gießen, Septuagesimä, den 16. Februar 1919 8. Jahrgang Heilung. errichtet. Dieses Schriftstück ist gleichfalls Pfalm 80, 4. Laß uns feuchten Dein Ant⸗ für die Gegenwart interessant, es hat folgen⸗ litz, so genesen wir. den Wortlaut: Die Welt ist krank und blutet aus tausend Im Namen der heiligen Dreieinigkeit Wunden. Wie eine Seuche hat die Krank⸗ g Amen e heit um sich gegriffen, auch unser Volk ist Nachdeme ich Johannetta Maria Catha davon befallen und trägt schwer an seinen rina des fürstlichen Oberschultheißen Schotts Wunden, es ist todkrank. Die Klage des Je⸗ in Gießen nachgelassene Wittib eine ge remias kommt uns bei dem Anblick des ster⸗ bohrne Feuerbachin bereits diejenige Jahre benskranken Deutschland ins Herz und auf erreicht habe, die mir zu einem noch langen die Lippen:„Mich jammert herzlich, daß Leben wenig Hoffnung übrig lassen und auch mein Volk so verderbet ist, ich gräme mich überlegt und die Erfahrung gemacht habe, und gehabe mich übel. Ist denn keine Salbe daß nichts gewisser als der Tod, die Stunde in Gilead? Oder ist kein Arzt nicht da? desselben aber ungewiß seye, so habe ich bei, Warum ist denn die Tochter meines Volkes Gott lob, noch völlig guter Gesundheit und nicht geheilet?“ vollkommen guten Verstande, mich entschsof⸗ Genug Aerzte mühen sich, dem kranken sen, über mein Vermögen, und wie es der Körper unseres Volkes Heilung zu bringen. einsten nach meinem in Gottes Händen Die einen meinen, eine neue Staatsform stehenden seeligen Absterben damit gehalten wird es tun, die anderen erwarten von werden solle, nachstehende letzte Willensdis⸗ neuen wirtschaftlichen Maßnahmen alles position zu errichten. Heil, und wieder andere glauben, daß eine Erstens empfehle ich meine durch Jesum völlige soziale Umschichtung zum Ziele führt. Christum nur allein erlöste Seele in dessen Dazu kommen noch unzählige Kurpfuscher, heilige Hände und verhoffe zu meinen Er die mit ihren Mitteln und Mittelchen auf ben, daß solche nach meinem seeligen Hin unser armes krankes Volk losgelassen wer- tritt, meinen erblaßten Körper, nach christ⸗ den. lichem Gebrauch zur Erde werden bestatten Und doch kann alles nicht helfen, und lassen. Was sodann mein Vermögen an⸗ doch muß alle menschliche Kunst hier ver⸗ belangt, so setze, ordne, und will ich, daß sagen. Es gibt nur ein Heilmittel— und. Zweitens a) mein Neffe, Herr Stall⸗ dieses allerdings ist das Radikalmittel zur meister Johann Henrich Ludwig Schott und Heilung aller Völker:„Laß uns leuchten b) meine Niece, dessen Frau Ehekonsortin dein Antlitz, so genesen wir!“ Ein ein⸗ Johannetta Susanna Catharina, eine ge saches Rezept, das den Erfolg verbürgt. Das bohrne Rühlin, als welch beide ich wie meine beste Naturheilmittel für den kranken Men⸗ leibliche Kinder jederzeit angesehen und ge schenleib ist die Sonne mit ihrer durch- liebt habe, nach meinem seeligen Absterben dringenden, wärmenden Kraft; das einzige meine alleinigen Erben sein und bleiben, und Heilmittel für die kranke Volksseele ist das mein sämtlicher Nachlaß, er bestehe worinnen Licht von Gottes Angesicht. Stellt unser er nur immer wolle, auf so eben gedachte Volk hinein in dieses Licht mit seiner alles beide Stallmeister Schottische Eheleute fallen Schlechte und Sündige hinwegtilgenden solle. Kraft, mit seiner Leben weckenden und stär:⸗ Dieses vorausgesetzt verordne ich ferner kenden Macht, und die Krankheit wird von Drittens, daß mein in den Neuenbäue ihm weichen. Jesus steht vor unserem Volke neben Herrn Regierungsrath Benner und mit der Frage voll Mitleid, aber auch voll Herrn Superintendent Schulz belegenes allmächtiger Kraft:„Willst du gesund wer⸗ Hauß, sodann die sich nach meinem Tod, 97 1 Ja N 5 8 122 e 22 5 2 4 den?“ Wollen wir uns von ihm abwenden unter meinem Nachlaß befindliche männliche und in unserer Krankheit elend verkommen? Kleidung, männliches Weißzeug und Pretio an, wir bitten ihn:„Laß, uns leuchten sen so wie derjenige Ring, den ich von der dein Antlitz, so genesen wir! Frau Regierungs⸗Secretär Wießmerin ver⸗ 5 8 macht bekommen, auf den Herrn Stallmeister 9 2 1 5 91 N 5 Geschichten und Bilder aus Alt⸗Gießen. Schott, dahingegen die weiblichen Pretiosen, 13. Aus dem Gießener Familienleben als Schmuck, Perlen, Ringe, so wie auch das des 18. Jahrhunderts. weibliche Weißzeug und weibliche Kleidungs⸗ (Schluß.) stücke auf die Stallmeister Schottische Ehecon⸗ Als der Oberschultheiß Schott gestorben sortin als ein Praelegat fallen, das unten war, hat seine Witwe alsbald ihr Testament dieser Nummer bemerkte in den Neuenbäuen r erer 28 belegene Hauß auch immer bei der Schotti⸗ sagen kann. Wie ernst sind die Gedanken, die schen Familie bleiben solle. Viertens verordne ich weiter, daß ge⸗ dachte meine beiden Erben ebensowenig als deren Erben und Nachkommen in insinitum das war für beide der Grund, warum sie zu einer Zeit, da sie noch nicht 50 Jahre jemalen befugt sein sollen, eins von meinen besitzenden Häuser, Gärten, Aecker und Wie⸗ sen zu verkaufen oder zu veräußern, sondern bestimme hiermit ausdrücklich, daß meine Häuser, Gärten, Aecker und Wiesen jede zeit b an ihn glauben, die ihn lieben und suchen, bei der Familie meiner instituirten beiden universal⸗Erben bleiben sollen, mit dem An⸗ fügen, daß wenn dieser meiner Verordnung zuwider meine beiden eingesezte Erben, oder deren Erben, eins oder mehrere der vor⸗ bemeldeten Häuser und Gärten zu verkaufen oder zu veräußern sich unterfangen sollten, alsdann das hiesige Armuth auf die jähr⸗ lichen Zinsen des Erlöses von dem verkauf⸗ ten Hauß oder Grundstück Anspruch zu machen berechtigt sein solle. Endlich verordne ich, daß wenn diese wohl und reiflich überlegte freywillige Disposition nicht als ein zierliches Testament sollte be⸗ stehen können, solche jedoch als ein Codieill, Schenkung auf den Todesfall oder sonstige letzte Willensverordnung bei Kräften bleiben und bestehen möge. Dessen zu wahrer Urkund habe ich nicht allein diese letzte Willensdisposition, die mein wahrer, ernster, und reiflich überlegter Wille ist, zu Papier bringen lassen, sondern habe auch solche selbst durchlesen, und zu desto mehrer Festhaltung derselben, solche dem fürstlichen Regierungs und Consistorial Rat Herrn von Buri Hochwohlgebohren, und dem fürstlichen Regierungs Secretär Elwert, nachdem ich bei Hochfürstlicher Regierung da⸗ hier desfalls zuvor demüthig nachgesucht, in meiner Behausung unverschlossen, nach noch mahlig deutlicher Verlesung und von mir geschener Unterschrift, in so eben gedachter beider Herren Gegenwart, übergeben, und * beide Herren ersucht, diese meine letzte Wil⸗ lens Meinung, die ich nach diesem allem mit meinem Familien Pettschaft ver, iegelt habe, gegen Ausstellung des gewöhnlichen Scheins, ad acta publica aufzunehmen und ber Hochfürstlicher Regierung loco consulto, bis nach meinem seeligen Absterben zu deponieren. So geschehen Gießen den 8. 1797. Johannetta Maria Catharina Schottin Eine geborne Feuerbachin. 5 Dezember Es ist ein schönes und erfreuliches Bild. das man aus diesen Aktenstücken von dem Leben in der alten Zeit bekommt. Zunächst tritt deutlich die tiefe Frömmigkeit hervor, die damals die Herzen so vieler erfüllte. Oberschultheiß Schott war ein vornehmer und hochgestellter Mann, aber weder er noch fänger segnen heute noch das Andenken de⸗ Ehepaares. Der Krieg mit seinen furcht⸗ baren Menschenverkusten hat vielen Eltern seine Ehefrau schämten sich des Evangeliums. Es ist sehr fraglich, ob man das von den Vornehmen und Hochgestellten dieser Tage im Eingang des von den beiden Ehegatten errichteten Testamentes ausgesprochen wer⸗ den. Sie sagen, es gäbe nichts Gewisserez als der Tod, seine Stunde aber sei ungewiß; alt waren, ihr Haus bestellten. Aus dem ersten Absatze des Testamentes geht die gläu⸗ bige Zuversicht hervor, daß Jesus die, die erlösen und selig machen werde, zugleich auch die lebendige Hoffnung auf die Auferstehung des Leibes und auf die ewige Seligkeit. Auch in dem Testamente, das die Ehefrau allein für sich errichtete, kommt dieser Glaube zum Ausdruck. Es gibt Theologen, die die zweit Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts als eine Zeit ansehen, in der in Deutschland nichts als ein öder Vernunftglaube geherrscht habe und die Menschen sich mehr und mehr von der biblischen Wahrheit entfernt hätten; aus den mitgeteilten Aktenstücken und aus vielen anderen zeitgenössischen Dokumenten gehl hervor, daß die Annahme sehr irrig ist. Aber auch einen wohltuenden Eindruck von dem Che- und Familienleben, das die Eheleute Schott geführt haben, gewinnt man aus diesen alten Papieren. Sie haben„eine friedliche und vergnügte Ehe“ geführt.„Ver gnügt“ bedeutet hier in der Sprache der alten Zeit so viel wie„zufrieden“. Den herben Verlust des einzigen Kindes haben beide in dem Glauben getragen, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum besten dienen. Inter essant ist, daß Frau Schott nicht von ihrer Nichte, sondern von ihrer„Niece“ spricht. Damals, ehe es Klopstock und Lessing voll⸗ ständig gelungen war, die deutsche Sprache von fremdländischen Zutaten zu reinigen, waren viele französische Worte in den deut⸗ schen Sprachschatz eingedrungen. Noch in un⸗ seren Tagen hat man in Hessen von dem „Cousin“ und dem„Neveu“ gesprochen. Groß ist die Gewissenhaftigkeit, mit der die beiden Eheleute über ihr irdisches Gul verfügt haben. Sie waren reiche Leute, hal⸗ ten sich aber klargemacht, daß sie ihren Besiz nicht dauernd behalten konnten, und hatten Verständnis für das paulinische Wort: Wir haben nichts in die Welt gebracht, darum auch offenbar ist, wir werden nichts mit hin⸗ ausnehmen. Als gewissenhaften Haushalten des ihnen anvertrauten Gutes haben sie ge⸗ nau bestimmt, wie es mit ihrer Hinterlassen⸗ schaft gehalten werden sollte. Schott hat als Rechtsgelehrter bei der Abfassung des Tessa mentes alle erdenkliche Vorsicht angewandt Was aber uns in der Gegenwart am meisten interessiert, ist, daß das Ehepaar die Armen nicht vergessen hat. Ihre Stiftung ist, wie wir im Eingang dargelegt haben, jetzt noch in Geltung, und nachdenkliche Almosenemp die Sö sein so solche l willigen bedenke sorgen sich ein N . Der in Gie al der beisteue Krieg verhän Darum was di derzeit stehend neueste Basler Wa sion bi vor un unserei ken wi dunkle manche sei es mehr 1 daß wi sion he die Be auch en es leu Zusag bei eu Das dieser zuhalt D folgen Oder Gewif sie g Notz anzuf noch kühne groß sere 9 eine vera Aufg zäher füll in de gang Gew hind seit gan ner wen mein ken, die hegatten zen, wer⸗ ewisserez ingewiß; arum sie 0 Jahre uẽus dem die gläu⸗ die, die d suchen, leich auch erstehung eit. Auch au allein ube zum ie zweite S als eine nd nichts rscht habe nehr von tten; aus hus vielen iten geht ig ist. Eindruck 1, das die pinnt man ben„eine hrt.„Ver e der alten en herben n beide in , die Gott en. Inter⸗ von ihrer e“ spricht. ssing voll ge Sprache reinigen, den deut⸗ koch in un⸗ von dem brochen. it, mit der bisches Gul Leute, hat⸗ ihren Besttz und hatten Wort: Wir cht, darum ts mit hin⸗ Haushalter iben sie ge⸗ interlassen⸗ jott hat als des Testa angewandt. am meisten die Armen ing ist, wie 1, jetzt noch lmosenemp ndenken de⸗ nen furcht⸗ elen Eltern e die Söhne geraubt, die ihre Erben hätten erfahren will, muß man schon die Missions⸗ sein sollen. Wie segensreich ist es, wenn blätter der Pariser und der schottischen Mis⸗ solche hartgeprüften Eheleute in ihrer letzt⸗ sion in die Hand nehmen. In Indien stehen willigen Verfügung auch die Allgemeinheit noch die wenigen Schweizer Missionare an bedenken, für Arme, Bedrängte, Verlassene der Arbeit; doch sind wir auch von ihnen sorgen wollen und so über das Grab hinaus abgeschnitten, da sie mit der Missionslei⸗ sich ein gutes Gedächtnis sichern. H. B. tung in Basel nicht verkehren dürfen. In . 8 der Heimat ist die Zahl der Kriegsopfer un⸗ die gegenwärtige Lage der serer Mission auf 50 gestiegen. Das sind Basler Mission. große schmerzliche Einbußen, die wir er⸗ Den vielen Freunden der Basler Mission litten haben. ü 8 in Gießen und Umgebung liegt das Schick⸗ Dennoch dürfen wir sagen: Es ist uns fal der Missionsarbeit, für die sie seither noch eine große Arbeit und Aufgabe geblie beisteuerten, sehr am Herzen. Hat doch der ben. Wir nennen zuerst unser Missionsfeld Krieg auf diesem Gebiete leider einen sehr in Südchina, das uns bis jetzt fast noch un⸗ verhängnisvollen Wandel herbeigeführt. versehrt geblieben ist. Es stehen dort zur Darum ist es von Interesse, zu erfahren, Zeit 35 Missionare, 27 Missionarsfrauen was die Missionsgesellschaft selbst über ihre und 3 Missionsschwestern an der Mi sions⸗ derzeitige Lage urteilt. Wir geben im nach⸗ arbeit. Freilich„die Schwere der Zeit, die stehenden einen Artikel wieder, der in der Länge des Krieges,“ schreibt unser Missions⸗ neuesten Nummer des„Kollektenblattes der arzt Dr. Bay,„macht sich immer drückender Basler Mission“ enthalten ist: fühlbar, vor allem bei den europäischen Mis⸗ Was wird das Jahr 1919 unserer Mis⸗ sionsarbeitern. Die kränklichen, zum Teil sion bringen? Die Zukunft liegt so dunkel überarbeiteten Leute müssen weiter auf bor uns, wie kaum einmal in der Geschichte ihren Sta ionen warten. Schulpflichtige unserer Mission. Auf Schritt und Trict mer⸗ Kinder müssen hier unterrichtet werden, so ken wir, daß unser Weg immer noch durchs gut es geht. Manches trägt seine Bürde, dunkle Tal geht. Was Wunder, daß es da welche fast über die Kraft geht. In gewöhn⸗ manche gibt, die meinen, mit der Mission lichen Zeiten würde man sie von sich weisen; sei es überhaupt aus; sie bedürfe auch nicht aber jetzt wo keine Hilfe aus der Heimat ein⸗ mehr unserer Mithilfe. Wie freuen wir uns, trifft, gilt es auszuhalten und durchzuhal⸗ daß wir darauf antworten können: Die Mis⸗ ken. Den deutschen Missionaren ist das Rei⸗ sion hat nicht aufgehört; sie geht weiter, auch sen über den K reisbezirk hinaus verboten; die Basler Mission. Denn so dunkel es jetzt für uns Schweizer besteht dagegen keine Ein auch manchmal auf unserm Weg werden will, schränkung.“ Wenn nun aber auch unsere es leuchtet doch stets darüber die königliche deutschen Missionare in ihrer Bewegungs Zusage unseres Herrn Jesu:„Siehe, ich bin freiheit gehindert sind, so können sie doch dei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ noch die Missionsarbeit weiterführen. Lei Das gibt uns Kraft und Zuversicht, auch in der ist diese in manchen Gegenden durch das dieser dunklen Zeit am Missionswerk fest⸗ Ueberhandnehmen des Räuberunwesens stark zuhalten und sein nicht müde zu werden. gehemmt, so daß eigentliche Heidenpredigt Damit tun wir nichts Sonderliches; wir zur Zeit fast nicht möglich ist. Dennoch konn⸗ folgen nur dem Glauben unserer Väter. ten im Jahre 1917 über 1000 Heiden ge⸗ Oder wollen wir hinter ihnen zurückbleiben? tauft werden, und auch in den letzten Mo Gewiß, die Aufgaben sind verschieden. Für naten ist eine Anzahl von Tauffeiern ge⸗ sie galt es vor hundert Jahren in harter meldet worden. Welche Bedeutung solche Notzeit die Mission als etwas ganz Neues Tauffeiern für eine Gegend oft haben kön anzufangen, Liebe und Vertrauen zu einer nen, schildert uns Missionar Wenz von noch unbekannten Sache zu gewinnen. Eine Tschongtshun:„Als den Geburtstag der kühne Glaubenstat! Wir dagegen haben das jungen Gemeinde in Schakfoipa kann man große, wertvolle Erbe der Väter, dem un⸗ den 28. Oktober 1917 ansehen. An diesem sere Liebe und unser Vertrauen gehört, durch Tag konnten nach 18monatigem Unterricht eine schwere Zeit hindurch zu erhalten. Eine 49 Personen getauft werden. Als sich die verantwortungsvolle, aber auch herrliche Taufbewerber im neuen Schulhaus in Schak Aufgabe! Sie ist es wert, daß wir sie mit foipa versammelt und wir mit ihnen gebetet zäher Ausdauer und hingebender Treue er⸗ hatten, begaben wir uns in feierlichem Zuge füllen. Gewiß ist uns von dem großen Werke nach dem etwa eine Stunde aufwärts gele in den 4½ Kriegsjahren vieles verloren ge⸗ genen Thai then, wo die heilige Handlung gangen. Nicht durch unsere Schuld. Es sind stattfinden sollte. Angesichts der vielen Gewalten darüber gekommen, die wir nicht Geisteraltäre, an denen der Weg vorüber hindern konnten. Kamerun, Nordtogo und führt, übernahm mich plötzlich die hohe Be seit einem Jahr auch die Goldküste sind uns deutung des Tages. Wohl schon seit grauer ganz aus der Hand genommen worden. Kei⸗ Vorzeit führen die Geister die unumstrittene ner unserer Missionare steht mehr dort. Und Vorherrschaft über alle, die in dieser Gegend wenn man jetzt in Basel etwas über die Ge⸗ lebten und starben. Aber heute geschieht et meinden in Kamerun und auf der Goldküste was ganz Neues, Unerhörtes. Diese Schar —— e „„—— —— 3 5 will heute den Geistern öffentlich absagen und viele unter ihnen konnten infolge ge⸗ 8 2 und Gott als Herrn über sich anerkennen. brochener Gesundheit nicht mehr dorthin zu⸗ Mir war's, als erlebte ich einen kräftigen rückkehren. Ihrer in dieser Teuerung beson⸗ Zusammenstoß Neuen. Gewiß, das Alte wird nicht kampf⸗ los das Feld räumen; aber schließlich wird es in diesem Kampf doch unterliegen, und Gottes Sache wird triumphieren. Wir sind auf eine Gegenwirkung gefaßt; doch soll uns das nicht abhalten, das Eisen zu schmieden, zwischen dem Alten und ders zu gedenken, ist unsere Ehrenpflicht. Auch unserer Missionsgemeinden in Afrika und in Indien, zu denen wir gezt keine unmittelbaren Beziehungen haben kön⸗ men, wollen wir nicht vergessen. Sie be⸗ solange es heiß ist.— Von Tai then konnten gleichzeitig 19 Personen getauft werden.“ „Daneben gibt es ändere, nicht ferne dem Reich Gottes, die aber noch durch heidnisches Wesen gebunden sind. In Thai then hesuchen auch einige Heiden den Gottesdienst, doch haben sie noch nicht um die Taufe gebeten. Sie sind noch gebunden durch allerlei heid⸗ nische Verpflichtungen, die sie teils frei⸗ willig übernommen haben oder die teils vom Vater auf sie übergegangen sind. So möchte z. B. der Graduierte Tschong Sin len, der schon so manches Jahr an unserer Sekundar⸗ schule in Nyenhangli unterrichtet, gerne Christ werden. Aber neben Gott möchte er auch noch nach wie vor seine Ahnen anbeten. Wenn er das nicht mehr tut, verliert er etwa 30 Lasten Reis, die er als graduierter Bücherleser aus dem Ahnenschatz zu beziehen berechtigt ist. Unser chinesisches Missionsfeld, das so dicht bevölkert ist und das noch so große 1 8 trage durch Freud und Leid. Dieses Ver⸗ Ausdehnungsmöglichkeiten hat, stellt hohe Anforderungen an uns. Sie sind während des Krieges besonders hoch, weil infolge der Entwertung des Geldes die Missionsarbeit in China mehr als doppelt so teuer zu stehen kommt als bisher. Auch in der Heimat ist uns noch eine große Aufgabe geblieben. Während die mei⸗ sten Missionshäuser schließen mußten, dür sen wir in Basel zur Zeit über 40 zunge Männer auf ihren Missionsberuf vorberei⸗ ten. In diesen jungen Männern, deren Mehrzahl uns Gott während des Krieges ge dürfen jetzt in ganz besonderer Weise un⸗ serer Fürbitte, daß sie in dieser Zeit der Anfechtung die Probe bestehen. Denn es ist eine ernste Anfechtung für sie, daß ihnen ihre geistigen und geistlichen Führer und Leiter, die Missionare, genommen worden sind. Daß die Missionsgemeinde in der Hei⸗ mat in bewährter Treue und Opferwilligkeit durch mehr als vier schwere Kriegsjahre hin⸗ durch die Hände gefüllt und gestärkt hat zu all diesen Aufgaben, das erfüllt unser Herz mit tiefem Dank gegen Gott und gegen alle, die dabei mitgeholfen haben. Wir sehen in dieser Missionsgemeinde, die unter dem wachsenden Druck des Krieges bisher so tren bei uns ausgehalten hat, ein besonders köst liches Geschenk unseres Gottes und zugleich ein Angeld dafür daß der Herr sie auch in Zukunft zu neuen Aufgaben brauchen will Und wenn augenblicklich der Weg unserer Mission noch in tiefes Dunkel gehüllt ist, wir vertrauen, daß die Missionsgemeinde auch in Zukunft unser Missionswerk weiter trauen schöpfen wir aus der Gemeinschaft, die wir im Glauben an unsern Herrn Jesus Christus haben, der auch uns zuruft:„Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Wo er ist, da ist Kraft und Aus⸗ dauer der Liebe und die Gewißheit des Glaubens:„Das Feld muß er behalten.“ In dieser Gewißheit laßt uns auch im neuen Jahr am Missionswerk festhalten. geben hat, wie auch in denen, die noch durch den Kriegsdienst ferngehalten sind, deren Herz aber immer noch von brennender Liebe zur Mission erfüllt ist, sehen wir ein Unter pfand dafür, daß Gott unserer Mission auch nach dem Krieg noch eine Aufgabe in der Heidenwelt beschieden hat. Dazu kommt die große Schar von Missionsarbeitern, die in die Heimat zurückgeschickt worden sind, und ie auf die Stunde warten, da sie wieder auf ihr Arbeitsfeld hinausziehen dürfen. Uirchliche Anzeigen. Sonntag den 16. Februar(Septuagesimae. Kollekte für das hessische Krüppelheim. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrassistent Schaefer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrassistent Schaefer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Mahr. Beichte und Feier des heili⸗ Ihre Zahl ist groß; auch ihre Bedürfnisse in dieser teuren Zeit. Es ist unsere kampf⸗ und sturmerprobte Truppe. Wir dürfen sie nicht vergessen, sie auch nicht aus unserer Fürsorge streichen. Das gleiche gilt auch von unsern beiden Kinderhäusern und der großen Schar von Missionarswitwen und Invali⸗ den. Die letzteren haben ja des Tages Last und Hitze auf den Missionsfeldern getragen, gen Abendmahls für Matthäus⸗ und Mar⸗ kusgemeinde. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche. Vormittags 9h Uhr: Pfarrer Ausfeld.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld.— Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.— Abends ½8 Uhr: Ver⸗ einigung der konfirmierten männlichen Ju⸗ gend der Lukasgemeinde.— Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannessaal. Verantwortlich: Pfarrer Becht 01 sheim e r. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗ Buch- und Steindruckerel N. Lange, Gießen. Gem Nr. 8 —— Eva Vater geheilig Der vieler öfter a Auffass dessen Liebe f stark v mag h. art des gegenü persönl Christi Dabei zu ein die sein nung so ab! Gottes fast m Behag ren E welche auch z mel, u er eig Torh⸗ versag und z li sch, gar en ein e „liebe