leben, terben. it viele er Ar⸗ Arbeit ischen? ie über S weg⸗ Ueber⸗ worden chwun⸗ g/ daß segens⸗ Hand eu und jeden einfach n der gt hätte, mehren ichen. Arbeit us aber en; wie Samen⸗ er Erde daß auf zete und ht; dar⸗ wirken, imt der des Le⸗ her auch iten, im nerlein: für das ten und ten! in R. ka. N7e Uhr: 11 Uhr: meinde: Pfarrer abends rassistent ag den die Kon⸗ u. deren il, vor⸗ r Kinder heiligen ner.— ällt aus. . indrucherei onntagsgruß Gemeindeblatt fuͤr die evangelische Kirchengemeinde Gießen Hir: I5 Gießen, Palmarum, den J3. April 1919 8. Jahrgang 0 Deutsches Herz, verzage nicht! Ein ernstes Wort zum Landes⸗Buß⸗ und Bettag ö 5 von a Generalsuperintendent D. Reinhard⸗Danzig. Psalm 37, 5. Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird es wöhl machen. Dunkel wie noch nie lagern die Wolken über deutschen Landen. Zuckende Blitze zer⸗ störten, was unzerstörbar schien. Der Donner grollt und die Menschenherzen beben. Und was den einen am fernen Horizont als blauer Himmel einer besseren Zukunft grüßt, ist dem andern der Schatten der Nacht, die das Ende dessen birgt, was man mit so viel Lust und Liebe sein deutsches Vaterland nannte. In diesen Tagen des Erschreckens läutet der spärliche Rest der Glocken, die der Krieg den Türmen ließ, den Landes⸗Buß⸗ und Bettag ein. Bettag! Deutsches Herz verzage nicht. Noch lebt der alte Gott, der Gebete erhört. Wir haben für unser Volk gekämpft und ge⸗ blutet, und es ist alles scheinbar vergeblich gewesen. Wir haben an seinen Einrichtungen gekrittelt, und es ist immer schlimmer ge⸗ worden. Wollen wir es nicht einmal allen Ernstes mit dem Beten versuchen? Wahrlich, wir haben Ursache genug zum Bußtags⸗ gebet:„Aus tiefer Not schrei ich zu dir.“ In den furchtbaren Zeiten des dreißig⸗ jährigen Krieges, der einzigen der deutschen Geschichte, die einen Vergleich mit der Gegen⸗ wart aushalten, ist es allein der Geist der einen neuen Anfang. Aller Anfang ist schwer. Wer aber den Herrn Himmels und der Erde zu seinem Beistand hat, der ver⸗ liert nie den Mut. Die schwerste Sorge dieser Tage ist die Ernährungsfrage. Mord und Totschlag, Raub und Plünderung wer⸗ den immer mehr um sich greifen, wenn sie in das Stocken gerät. Den Männern, denen die Sorge um das liebe Brot für ein ganzes Volk auf das Gewissen gelegt ist, will sicher trotz allen Selbstvertrauens manchmal angst und bange werden. Schaffend und sparend, gebend und— betend wollen wir ihre Helfer werden. Dann wird auch hier das alte Wort zur Tat: Deutsches Herz verzage nicht. Bußtag! Bergehohe Schuld hat der Welt⸗ krieg zutage gebracht. Wollen wir sie, wie so oft in vergangenen Tagen, allein bei unser Feinden suchen? Oder nach gleichfalls so be⸗ quemem Augenblicksrezept auf Sündenböcke im eignen Lande fahnden und einer die Schuld auf den andern schieben?„Deutsches Herz, verzage nicht, tu, was dein Gewissen spricht.“ Und unser Gewissen sagt uns, daß jeder unter uns Ursache hat, an die eigne Brust zu schlagen. Wie hat der Kastengeist unser Volk zer⸗ klüftet bei denen, die von vermeintlicher Höhe verächtlich herab auf andere blickten, und ebenso bei jenen, die begehrlich hinauf schauten! Wie hat die Parteileidenschaft in allen Lagern die Gesinnung vergiftet, Haß und Argwohn im Vaterlande großgezogen und nun Sturm geerntet, wo sie Wind gesät hat! Wie hat die Selbstsucht begehrlich ihre ewig hungrigen Hände ausgestreckt, starken Beter nach dem Zeugnis der Ge⸗ ihren Topf an den Weltbrand gerückt und die schichtsschreibung gewesen, der unser Volk furchtbare Not zum willkommenen Anlaß langsam wieder hochgebracht hat. genommen, größtmöglichen Vorteil zu er⸗ Gebet ist die Auswirkung des Gottver⸗ trauens. Man hat während des Weltkriegs nicht mit Unrecht behauptet, daß alle echte Religiosität in ihren scheinbar oft verwickel⸗ ten Gedankengängen zurückzuführen sei auf die einfache Formel des Gottvertrauens. Mag es zur Zeit der Schlachten in der Rüstung des machtvollen Lutherchorals von der festen Burg einhergegangen sein, heut geht es im Witwenschleier und singt Paul Gerhards Lied:„Befiehl du deine Wege“ und findet Kraft zu der schwersten Bitte im jagen. Kein Wunder, daß der also unterhöhlte Boden unseres Volkstums zu beben begann. Wir aber wollten den Ernst der Lage nicht sehen. Es war uns auch im Krieg noch zu gut gegangen. Nun aber ist wirklich die schwere Zeit der Not auf uns gekommen. Durch Gottes Güte haben wir uns nicht zur Buße führen lassen; drum kommt der Stab, Wehe über uns. Es ist die letzte Stunde. Aber es ist gottlob noch nicht zu spät. Deutsches Herz, verzage nicht. aterunser:„Dein Wille geschehe.“ Deutschland gleicht dem Manne im „Der Wolken, Luft und Winden gibt Gleichnis, der zwischen Jerusalem und Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege Jericho unter die Mörder fiel. Die zogen finden, da dein Fuß gehen kann.“ Und der ihn aus und schlugen ihn und ließen ihn betende Glaube erhebt sich von den Knien halbtot liegen. Nun blutet unser Volk aus und regt die schaffenden Hände. Es gilt tausend Wunden. In seinen Adern aber 6 1 5 1 ä . e 5 5 — 58 brennt zugleich ein inneres Wundfieber. Wird das Herzblut gesund genug sein, die Krise zu überwinden? Gottlob, der Pfle⸗ ger, der am Krankenbett sitzt, er, den wir mit dem schönsten deutschen Worte unsern Heiland nennen, gab sein Blut zur Blut⸗ auffrischung derer, die an ihn glauben. Seit er für uns starb, dürfen wir es der Gnade Gottes zutrauen, daß sie auch deutsche Sünden vergibt, auch deutsche Gebete er⸗ hört. Deutsches Herz, verzage nicht! Johann Henrich Schaffstädts Gießener Thronik 1776 1825. (Fortsetzung.) „Anno 1796 d. 6ten May ist meine toch⸗ ter Dora nacher Hanau zu meinen bruder gemacht.“ „D. 28ten Map ist der furmann Simon bey der großen Mühl vor dem Rechin ge⸗ funden worten.“ Im Kirchenbuch steht:„Jo⸗ hann Heinrich Simon, Bürger und Fuhr⸗ mann, ward todt in der Lahn gefunden.“ „Anno 1796 d. 10ten Juny sind die Keiserliche bey uns eingerückt und d. löten haben die Keiserlichen die Franssosen bei Wetzlar geschlagen ihnen 8 Canonnen zwey haubitzen abgenommen und Sie zurück ge⸗ 50 5 Aub lag zogen sich die Franschosen noch den schlagen bis Tiestestorf wo sie in allem auf 60 Canonnen und hundert und 50 Pulfer Kar⸗ ren verlohren hatten. Darauf sind die Frans⸗ sosen wieder vorgerück d. 7ten July nachts sind die Keiserlichen von Gießen außmaschirt und d. Sten Morgens 4 uhr sind die Frans⸗ sosen bey uns einmaschirt. Wo ihnen die Stadt sogleich vor dem Rathhaus Brod, Fleisch, Wein, brandwein, bier, Vierhundert paar Schuh, acht Sage 8 Reithferd wie auch dreyhundert Stück Carolin zahlen mußten. Die Brand⸗Schatzung wahr drey Milion Lie⸗ ver(Livres).“ „Im Monnath August kamen die land Stände in Alsfeld zu sammen wobey auch unser Burgemeister Wörmser wahr.“ „unsere Franssoschen besatzung welche aus 80 Mann bestand haben wir gehabt bis d. Iten Septem nachmittags 2 uhr kammen die Keiserlichen Bargohussarren wieder in sunser Stadt, mit etlichen Scharf Schützen Sie machten etliche 40 Mann Franssosen in der Stadt zu gefangen sie bekammen all partun(Pardon) bis auf ein Mann welcher ihnen an dem Neustädter thor von dem wall in die hinter Gärtgen sprang und wahr von einem Keiserlichen Scharfschütz tod ge⸗ schossen.“ „Die franschößise Armee wahr vorher vorgedrungen bis an die Donau. Allwo sie oder(aber) von den Keißerlichen von dem Ertzherzog Carll geschlagen worten bey Schwartzenfeld und Armberg und Bamberg u. Wirtzburg. Vielle taußent Mann und Canonnen verlohren hatten. Die Franßosen Commantierte Jeneral Schordan(Jourdan). Auf ihrem Rethrath(Retirade) haben ihnen die Speßer(Spessarter) Bauern auf 13 tausend Mann tod geschlagen. Sie haben in ihrem Rethrat vielle leuthe unglücklich ge⸗ macht. Das Städtgen lißberg hatten sie angesteckt, auch das torf leygestern Sie setzten sich bey unser Stadt Vest auf dem Hartberg und den der lahn hinunter als Wetzlar Weilburg und limburg. Den 12ten Septem drangen die Keiserliche in Wetzlar ein, eroberten die KrießKasse und machten auch vielle gefangen. D. 1 6ten griefen die Keiserliche die Franßosen bey unser Stadt und gegent an des Morgens in aller früh. Die Cannanade dauerte bis abends 11 uhr unsre Stadt wurde von Y uhr bis 7 uhr abens sehr beschossen mit Haubitz granaden da durch 140 heuser beschädigt worten. Oder(aber) Gott dem Höchsten sey es Dank gesagt. an diesem tag kein Feuer aus kam. oder den Sonntag zuvor, als den Ilten be⸗ schossen sie auch unsere Stadt mit Hau⸗ bitzen da brande dem Schuhmacher Könnig hinter dem Stockhauß ein Stall ab. oder (aber) bey all dem schießen die zwey täggen (Tage) und Versprungung der Haubitzen ist kein Mensch beschäddigt worten. D. I7ten Schlug der Herzog Carl die Franßosen bey limburg. Wo Sie auf 6000 mann verlohren hatten und 40 Cannonen, auf dieße Nieder⸗ selbigen Abend wieder vor unser Stadt und gegent zurück. Die Keiserliche verfolgten Sie auf dem Fus nach bis über die Sieg. in dem Rethrath(Retirade) verlohren Sie vielles Volck.“ „Anno 1796 d. 14ten Decem haben wir Keiserliche ein Quartirung bekommen.“ „Anno 1796 d. 1eten Novem ist die Russchie Keiserin Catharina die zweite ge⸗ storben.“ „Anno 1796 d. 17ten Sten(Oktober) hat sich ein fremder Mann bey dem Zollhauß er⸗ trunken.“ „Anno 1797 d. ten Januar ist die Veste Kehl an die Keiserliche übergangen.“ „D. 28ꝗten Feber ist der Leutnand Stü⸗ ber Kirchen Senior worten.“ Johannes Stü⸗ ber wird im Kirchenbuche als Strumpfweber und Stadtleutnant bezeichnet. „Anno 1797 d. 16ten Mertz ist der alte Schuh Macher Felsing in der Neue beu vor das Handwerkshauß an einem schlag flus tod gefallen.“ Das Kirchenbuch schreibt: „Gottfried Christoph Felsing, Bürger und Schuhmacher, alt 70 Jahr, starb an einem Stockfluß.“ f „Anno 1797 d. iten April sind die Keiserliche von uns auß maschirt und die Fransosen sind den selbigen nach Mittag 4 uhr bey unß ein Marschirt bey Steinberg und Grünningen haben sich die Keißerliche gestellt gehabt. da iß der Franßosische Ge⸗ neral Neu(Ney) mit 800 mann Rothe Hussarren von den Keißerliche gesangen wor⸗ ten. Ein paar tag darauf ist Waffen Still stand mit beiten Mächten gemacht worten, in Leoben. beite Me ßosen we drüben 1 haben di den abge Keißerlick ihr land. bis den die Fran der gant nommen geschickt „D. angefang Bauern müssen Bauern sie 17 h dem Ve nacher 8 siction g Das Ja in unser Vieh Se 5 . hessen Hanau! 8 Rathhau 7235 Conferm D erstlich lipp Sch merzient 1. Juli von Han N in Wetzl! D ral Sch D an einer buch stel wurde: und R. starb a 46 Jah die Tot „D. Comme vor 12 und J hatten. Süßkink „D. Hoche ii hatten! Altar a mannbe Ehren gericht Schuß (aber)! auf 13 aben in lich ge⸗ ten sie n. Sie uf dem ter als n 12ten Wetzlar machten efen die Stadt er früh. 11 uhr 7 uhr ranaden worten. es Dank us kam. Iten be⸗ it Hau⸗ Könnig b. oder ) täggen bitzen ist Iten osen bey erlohren Nieder⸗ och den tadt und gten Sie Sieg. in ren Sie aben wir nen.“ ist die veite ge⸗ ober) hat hauß er⸗ nes Stl⸗ upfweber der alte beu vor lag flus schreibt ger und in einem sind die 115 die Mittag Steinberg eißerliche ische Ge⸗ n Rothe gen wor⸗ en Still⸗ orten, in — 9 Leoben. Der Nidaflus ward der Flus der beite Machten(Mächte) schiet. Die Fran⸗ ßosen wahren hieben und die Keißerliche 4 drüben über der Nida. Bis 17ten October haben die Keißerliche und Franßosen Frie⸗ den abgeschlossen zu Udine. Darauf sind die Keißerliche auß unser gegent abgezogen in ihr land. Die Franßosen haben wir behalten bis den 15ten January 1799. auch haben die Franßosen unser Burger gewehr und auß der gantzen gegent wo sie wahren unß ge⸗ nommen und waß gut wahr über den Rein geschickt was nichts nutz verschmissen.“ „D. Aten May haben die Franßosen angefangen den Wall zu schleifen. Wo die Bauern aus unser nachbarschaft alle haben müssen helfen bis d. 20ten May sind die Bauern loos kommen. d. 18ten May haben sie 17 hundert Stück Ochsen und Küh aus dem Vogelsberg und der tortige gegent nacher Gießen bracht welches sie in Requi⸗ siction gesetzet und über den Rein getrieben. Das Jahr zuvor hatten wir leuter(leider in unser gantze geget eine so große, Horn Vieh Seig das zum erbarmen wahr.“ „D. 18ten May ist der Erbprinß von hessen Cassel mit seiner gemahlin nacher Hanau um dort zu Resistirn.“ „D. 26ten May sind die Eißen, vor die Rathhaus fenster gemacht worten.“ „D. 16ten Julius sind die Kinder erst Confermiret worten.“ „D. 17ten habe mein Georg Phillipp erstlich in die Schul gethan.“ Georg Phi⸗ lipp Schaffstädt(Großvater des Herrn Kom⸗ merzienrates Schaffstädt) war geboren am 1. Juli 1790. „D. 17ten August ist meine tochter wieder von Hanau kommen.“ „D. 10ten August haben die Franßosen in Weblar großes Fest gehabt.“ „D. 17ten August ist der Franken Jene⸗ ral Scha banet auf Gießen kommen.“ „D. 18. August ist der Rathsdiener Neb an einem schlag flus gestorben.“ Im Kirchen⸗ buch steht, daß am 18. August 1797 beerdigt wurde:„Andreas Conrad Neeb, Bürger und Rathsdiener wie auch Marktmeister, starb an einem Schlagfluß seines Alters 46 Jahr.“ Damals ließ man anscheinend die Toten nicht lange unbeerdigt liegen. „D. 6ten Septem hat der Franßschosise Commedant das obst auf dem Wall verkauft vor 12 Carolin an den Steindecker Löber und Jut Süßkind. Auch das Zeughaus hatten die Franßosen Verkauft an den Jut Süßkind. 1 „D. 18ten Septem ist der Jenrall Schef Hoche in Wetzlar gestorben. D. 22ten Septem hatten die Franßosen auf dem Hartberg ein Altar aufgericht dabey haben die Franßosen mannoevrirt auch dem Jenrall Hoche zu Ehren unter dem Hartberg ein Grab auf⸗ gericht wornach ein jeder Soltad 1 ein Schuß thun, unsere Stadt mußte ihnen oder (aber) das pulfer liefern.“ „Den Iten Novem haben wir Jahr Marck 917 den durch die Franßosen wurten Märckt nicht gehalten.“ „Den ten Morgens vor 4 Uhr ist zu Staufenberg Feuer auskommen Sind ab⸗ gebrannt 14 Heußer und 14 Scheuren bin mit unserer Sprietze auch dagewesen.“ „Den 7ten haben unsere Nachtwächter wieder die uhr geblaßen hatten durch die Franßosen Vorher nicht mehr geblaßen.“ „ 16ten ist der Könnig von Preußen gestorben.“ „D. 25 öten ist der Jenral Schampinet von hir weg.“ „D. gten Decem Sind die Keißerliche auß Meintz in ihr Land Maschirt.“ „D. Agten haben die Franßosen Meintz überliefert bekommen.“ „Anno 1798.“ Ist zu Raßstadt der Friedens Conkurs (Friedenskongreß) zusammengekommen d. gten Decem 1797.“ „d. 10ten Feber haben die Franzoßen. Rom bekommen, d. 15ten haben sich die Rö mer zu einer freien Rebublick gemacht.“ d. 20ten ist der Heilige Vatter Pabst Pius der VI. von Rom weg. Die Franßosen hat⸗ ten ihn bekommen. Schlepten ihn nacher Frankreich wo er auch gestorben nach dem Frieden ist der Leichnam des pabst wieder nacher Romm ausgeliefert worden.“ „d. öten May ist ein Franschosischer Sol⸗ tad auf dem brand erschossen worten.“ „d. Iten May ist des Knopffmacher Cha⸗ treins Aelste Tochter mit einem Franßosen fort auch des Leutnand Gielberts jüngste Tochter mit einem offzir.“ „d. Igten May ist die franschosische Flotte von Tullong(Toulon) ausgeloffen.“ „d. gten Juny hat Bonnobarth(Bona⸗ parte) die Insul Maltha in Besietz genom⸗ men.“ „d. Iten July ist Bonnobarth in Alle⸗ sandry geland in Egiebten.“ „Im July ist der Wasserbau an der gro⸗ ßen Muhl von Meister herbert und Schwalb in 6 Wochen gemacht worten. Die Walk Muhl ist zu kleicher Zeit von Meister Fillmann gemacht worten mit einem neuen Stock.“ (Fortsetzung folgt. Das Ureuz von Golgatha. „Wir sind ein Volk, vom Strom der Zeit Gespült ans Erdeneiland, Voll Unfall und voll Herzeleid, Die heim uns holt der Heiland. Das 0 ist immer nah, Wie wechselnd auch die Lose, Es ist das Kreuz von Golgatha Heimat für Heimatlose.“ Wir sind ein Volk von Blödigkeit, In schwachen Leibes Hütte, Doch ist der Herr der Herrlichkeit Als Kraft in unsrer Mitte. 1 8 . ö N 3 1 N 7 ö ö 1 1 10 9 1 7 ö — 6 1 ö. 1 8 ö 0 1 N 1 * . 960 Sein Hirtenstab ist immer nah weiland Johann Georg Jugards, Bürger Den Müden und den Matten, und Wollentuchmachers allhier, und Anna Es ist das Kreuz von Golgatha Juliana, gebohrnen Engelhardin Sohn, sei⸗ Uns Trost in Todesschatten. nes Alters 80 Jahr weniger 6 Monat und 5 7 Tage.“ Jughardt oder, wie man damals Wir sind ein Volk, vom Strom der Schuld schrieb, Jugard, war am 17. Juli 1683 ge⸗ Umspült und schier verschlungen, tauft worden. Er scheint das Los aller Pro⸗ Doch hat ein Lotse voll Geduld jektenmacher seines Schlages geteilt zu ha⸗ Dem Tod uns abgerungen. ben, indem er in großer Armut starb, und Sein Retterauge uns ersah, es wird auf ihn das Urteil zugetroffen ha⸗ Mag auch die Brandung schwellen, ben, das einer seiner Zeitgenossen über ihn Hoch ragt das Kreuz von Golgatha fällte, als er ihm sagte:„Laß Er doch von Rus dunkler Fluten Wellen. denen Narrenspossen, ein jeglicher hält Ihn b ja deßhalb vor einen Narren.“ Wir sind dein Volk im Strom der Zeit, Du aller Zeiten Meisterr Kirchliche Anzeigen. Wir sind dein Volk in Ewigkeit, Sonntag den 13. April(Palmarum Du König aller Geister. N Liandes⸗Buß⸗ und Bettag. Und du bist unser O und A, Kollekte für hilfsbedürftige evangelische Ge⸗ Du Anfang und du Ende Hoch ragt dein Kreuz 1915 Golgatha meinden in Hessen mit überwiegend katho⸗ lischer Bevölkerung. 50 een end 99755 Ob aller Zeiten Wende. 2 Geste nt i411 f Inn! der Stadtkirche. Vormittags 9½½ Uhr: Kleine Mitteilungen. Pfarrer Mahr.— Vormittags 11 Uhr: Für den allgemeinen Buß⸗ und Bettag, Beichte und hl. Abendmahl für die Militär⸗ den wir nach alter, frommer Sitte in Hessen gemeinde. Pfarrer Ausfeld.— Nachmittags am Palmsonntage begehen, sind die nach⸗ 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde stehenden Bibelstellen als Predigttexte be⸗ Pfarrassistent Schaefer.— Abends 6 Uhr: stimmt worden, und zwar für den Vormittag: Pfarrassistent Schaefer. Klagelieder Jeremige 3, 39— 40. Wie mur⸗ In der Johanneskirche. Vormittags ue ren denn die Leute im Leben also? Ein Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormit⸗ jeglicher murre wider seine Sünde! Und laßt tags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukas⸗ uns forschen und prüfen unser Wesen und gemeinde Pfarrer Bechtolsheimer.— Abds. uns zum Herrn bekehren! Für den Nach⸗ 6 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Beichte und Feier mittag ist ausgewählt worden: Hebräer 12, des heiligen Abendmahls für Lukas und Jo⸗ 11—13. Alle Züchtigung, wenn sie da ist, hannesgemeinde. dünkt sie uns nicht Freude, sondern Taurig⸗ 1„ keit zu sein; darnach aber wird sie geben Gründonnerstag den 17. April. eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, In der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: die dadurch geübt sind. Darum richtet wieder Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden auf die lässigen Hände und die müden Knie aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. und tut gewisse Tritte mit euren Füßen,— Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Schaefer. daß nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, Beichte und Feier des heiligen Abendmahls sondern vielmehr gesund werde. für Matthäus⸗ und Markusgemeinde. 65 In der Johanneskirche. Abends 7% Uhr: 5 195 i 75„Pfarrer Bechtolsheimer. Beichte und Feier Wir haben früher im„Sonntagsgruß des heiligen Abendmahls für Lukas- und schon von dem„alten Studiosus“, wie das Johannesgemeinde. Kirchenbuch schreibt, Reinhard Ebel berichtet, Karfreitag den 18. April f 1 in Gießen gestorben ist. Im 18. Jahrhundert Kollekte für die evangelischen Anstalten lebte hier ein Mann, der, als er im hohen im heiligen Land. Alter starb, gleichfalls noch Student war. u In der Stadtkirche. Vormittags 97 Uhr: Er hieß Kaspar Peter Jughardt, Sein Name Pfarser Mahr. Beichte und Feier des heilt ist durch Otto Buchners Schrift„Aus Gie⸗ gen Abendmahls für Matthäus u. Markus ßens Vergangenheit“ bekannt geworden. gemeinde gemeinsa hn Vormittags 1% Uhr: Jughardt bemühte sich nämlich, die Behörden Kinderkirche für Matthäus“ und Markus' durch weitschweifige Eingaben davon zu über⸗ gemeinde gemteinsan. Pfarrer Mahr. zeugen, daß ein Brunnen vor dem Selters⸗ Abends 6 Uhr Liturgischer Gottesdienst tore, da, wo jetzt die Frankfurter Straße Pfarrassistent Schaefer. beginnt, heilkräftiges Wasser enthalte, Mit In der Johanneskirche. Vormittags 9% besonderer Zähigkeit verfolgte der Genannte Uhr: Pfarrer Ausfeld. Beichte und Feier ein Vierteljahrhundert lang sein Ziel. Unser des heiligen Abendmahls für Lukas⸗ und Jo⸗ Kirchenbuch schreibt von seinem Tode, daß hannesgemeinde.— Vormittags 11½ Uhr: 1763, am 26. Januar gestorben sei„Herr Kinderkirche f. d. Johannesgemeinde. Pfar⸗ Caspar Peter Jugard, studiosus Theologige, rer Ausfeld. Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Berlag der Brührschen Untversttäts⸗ Bug- und Steindrüchere R. Lange, Gießen. Gemeii —— Nr. J —— 0 Brief des 8, 3 ist, ist, und Jamm zeichen fü feste. Wir keine Klei senden fel Heim. Lu techismus das Won Kleider u Haus un und tägl der hessis Finanzlag bangen§ rettet un; geldwirtsc Ueberschu verfügt je uns am geht dure durch. V Dichter Bestand, Heute if gesund, e Was wil Jamn jetzt unse⸗ ren Jan gatha zu lichkeit völlig ze. wie ihn! Feinde J waren t Und doe als der Gott ha sitzt er Seinen nicht. Je schen Le unter ur will un Trübsal Hunger Schwert wir weit