athschöffe mitt Bau hat unser n gantzen fang ge⸗ leifen zur st daselbst zuly ist er zebet. es Vater⸗ usammen⸗ che Gottes estern die⸗ die Not t, zu einer samen Ge⸗ tunde der hr, scheint von fern zebetswelle teigen, die Und wenn denen wir sringen, so chversenken che Macht. n das un⸗ und beson⸗ et sich die die Herzen Konfession. ronin R. 1 in unseren digt wie im en gedacht n die Früh⸗ en Christen⸗ m Tage ist und Lukas⸗ Narkus⸗ und as Domini! gs 9½ Uhr; rmittags 11 iusgemeinde. mittags 9 Vormittags kasgemeinde. id Steindrucherel onntagsgruß Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 19 Gießen, Jubilate, den II. Mai 191 8. Jahrgang Ein Bekenntnis zu Jesus. Evangelium des Matthäus 16, 16. Da ant⸗ wortete Simon Petrus und sprach: „Du bist Christus, des lebendigen Got⸗ tes Sohn. Der Vater des großen schweizerischen Dichters Konrad Ferdinand Meyer, der Zü⸗ richer Staatsschreiber Ferdinand Meyer, hatte im Jahre 1838 eine Abhandlung des bekannten Gelehrten David Friedrich Strauß gelesen und hierüber folgende Bemerkungen gemacht: „Ich habe soeben die Straußische Abhand⸗ lung über Wesentliches und Vergängliches im Christentum gelesen. Auch ihm ist Christus der vollendetste Genius, der noch auf Erden gewandelt, aber doch seinem Wesen nach ein Mensch und weiter nichts. Ich gebe zu, daß es kaum möglich ist, auf dem Wege der Re⸗ flexrion weiter zu kommen, aber eben darin liegt Straußens Einseitigkeit. Er reflektiert über Christus, aber er liebt ihn nicht. Daher die Eiseskälte, die über die ganze Ab⸗ handlung ausgegossen ist. Jesu Persönlich⸗ keit steht historisch fest. Ich habe sie kennen gelernt und sie hat mich mit unwidersteh⸗ lichem Zauber angezogen. Der Umgang mit ihm hebt mich, beseligt mich und treibt mich freudig zu allem Guten. Wo ist der Mensch in Vergangenheit und Gegenwart, dessen Persönlichkeit diesen Eindruck in gleicher Stärke und immerfort gleicher Weise hervor⸗ brächte? Es gibt keinen und hat keinen ge⸗ geben. Und diese Erfahrung, die Millionen mit mir geteilt haben und noch teilen, sie bürgt dafür, daß Jesus ein Wesen höherer Art war.“ Diese Worte enthalten ein freudiges Be⸗ kenntnis zu Jesus. Wer zu ihm die rechte Stellung einnehmen will, der muß ihn lie⸗ ben. Nicht umsonst hat der Meister einst nach seiner Auferstehung an seinen Jünger Petrus die Frage gerichtet: Hast du mich lieb? Wer Jesus liebt, den beseligt er auch, den treibt er zu allem Guten. Und nur ein klödes Auge kann verkennen, daß nie im Lauf der Geschichte eine Persönlichkeit solche Wirkungen hervorgebracht hat, als der Hei⸗ land. Aus dieser Erfahrung heraus kommt der Christ, der seinen Erlöser und Selig⸗ macher lieb hat, zu dem Bekenntnis: Du bist des lebendigen Gottes Sohn. H. B Erinnerungen und Betrachtungen. Von Generalleutnant z. D. Friedrich Klingelhöffer(Gießen). (Fortsetzung.) Kaum war ich 14 Tage in meiner neuen Stellung, da kam wie ein Donnerschlag das Extrablatt der Kölnischen Zeitung:„Der Krieg ist erklärt.“ Trotz der Nähe von Ems war man auf diese Nachricht nicht vorbereitet. Von den Benedetti'schen Zumutungen an den König hörte man erst durch die Zei⸗ tungen. Natürlich sofortige Abreise meiner⸗ seits. In Ems großer Sturm der Kur⸗ fremden auf die Gepäckaufgabe des Bahn⸗ hofes. In Gießen ging ich sofort nach dem Regimentsgeschäftszimmer, dort— vertrau⸗ lich— die Schreckensnachricht:„In Offi⸗ zierstelle zum Ersatzbataillon!“ Ich ging sofort zum Regimentsadjutanten und bat, in das Feld als Unteroffizier mit aus⸗ rücken zu dürfen. Er sagte, ich sei der erste, der sich freiwillig in das Feld melde, er wolle meinen Wunsch möglichst unter⸗ stützen. So wurde ich umbeordert und kam sogar in eine zweitjüngste Offizierstelle. Wer war glücklicher als ich! Mutter und Schwe⸗ ster meinten zwar, ich hätte in mein Schick⸗ sal nicht einzugreifen brauchen, mein Vater sagte:„Er hat ganz recht!“ Zunächst kam das Regiment auf die in Richtung Wetzlar liegenden Dörfer. Am 25. Juli fuhr es über Oberlahnstein nach Biebrich⸗Mosbach. In Rheinhessen mach⸗ ten wir Bekanntschaft mit den„Pothhäm⸗ meln“, den Rheinschnaken, und wurden böse zerstochen. Andererseits wurde die freundliche Aufnahme und der reichlich ge⸗ botene Wein dankbar begrüßt. Im Hinblick auf die gegen Ende des Weltkrieges aufgetretenen Klagen, daß von der Schule kommende junge Leute Vorge⸗ setzte von älteren Unteroffizieren wurden, sei erwähnt, daß sich 1870 derartige Schwie⸗ rigkeiten nicht ergaben. Ich erinnere mich nur eines alten Einstehers, von dem dro⸗ hende Bemerkungen berichtet wurden. Frei⸗ lich hatten sich die betreffenden Einjäh⸗ rigen in einem vollen Dienstjahr das Quali⸗ fikationsattest zum Reserveoffizier erworben. Aber sie trugen zum Teil nur Unteroffizier⸗ abzeichen. Der Regimentskommandeur gab allerdings die Erlaubnis, den Offiziersäbel zu tragen,„da er späterhin ins Feld nicht zu beschaffen sei,“ doch mußte daran die Unteroffiziertroddel bleiben, spöttisch„Woll⸗ Epée“ genannt. Bei Berührung mit fremden 0 4 1 1 1 I 5 1 1 0 6 — N ö 3 ü S ——— e 74— Truppenteilen wurde auf Anordnung des und seine Korporalschaft voll haben wolle. Kompanieführers von den in Offizierstellen Doch erschien es mir, als wenn es über den befindlichen Unteroffizieren der nicht mit für die Verpflegung durch das Land vor⸗ Rangabzeichen versehene Regenmantel an- geschriebenen 1 Schoppen Wein etwas hin⸗ behalten. ausginge. Ein anderer erlebte eine schwere Eine Feldzugsgeschichte will ich, nicht Euttäuschung, als er, um dem Wunsch nach bringen. Auch persönliche Erlebnisse könnten Eiern Ausdruck zu geben, sich auf den Boden ruhmredig klingen. Ich verweise auf die hockte und gackerte. Die Hauswirtin führte Regimentsgeschichte.“) Betont sei nur, daß ihn, verständnisvoll lächelnd, an einen klei⸗ das Verhältnis zwischen Vorgesetzten und nen Ort neben dem Hühnerstall. Mannschaften das allerbeste war. Kein Offi⸗ Die Quartiere bei den französischen ka⸗ zierdiensttuer ging in sein Quartier, bevor er tholischen Pfarrern waren wenig beliebt, nicht alle Leute untergebracht wußte. War dies dagegen ging man zu den evangelischen gern. geschehen, dann wurde von Haus zu Haus Letztere waren durchgängig den Deutschen gegangen und gefragt, ob die Leute richtig w 1 1 verpflegt würden. War es nicht der Fall, die Abneigung gegen das protestantische so wurden die Quartiergeber auf ihre Ver⸗ Deutschland durchblickte. Die Einnahmen pflichtungen hingewiesen. Behaupteten sie, der katholischen Pfarrer waren sehr gering, selbst nichts zu haben, so drohte man ihnen, obgleich die Trennung von Kirche und Staal daß man nachsuchen würde und dann das in Frankreich erst nach dem Kriege 1870/1 Verleugnete wegnehme, um mit dem Ueber- durchgeführt wurde: Auffällig war die schuß Quartiere zu versorgen, in denen wirk- schlechte gesellschaftliche Stellung der ka⸗ lich nichts war. Das erscheint hart, aber die tholischen Geistlichen. Auf den Gütern und eigenen Soldaten, die jeden Augenblick be⸗ bei den zahlreichen Schloßherren erschienen reit sein mußten, das Höchste zu leisten und sie nur nach dem Essen zu einer Tasse für das Vaterland zu sterben, durften nicht Kaffee und dem üblichen Gläschen Schnaps. hungern; auch war man überzeugt, daß die Es mag dieses wohl daran liegen, daß sie Einwohner sich helfen konnten. Im Finden fast ohne Ausnahme aus ganz kleinen Ver⸗ bekam man bald Uebung. Vermauerungen, hältnissen stammten und sich nicht recht Verblendungen, Eingraben täuschte nicht, die zu benehmen wußten. Wie anders ist das merkwürdigsten Verstecke wurden entdeckt, so in Deutschland, wo der Pfarrer zu den ersten Würste in Bienenstöcken, Töpfe mit ge⸗ Kreisen zählt! Etwas freundlicher wurden falzenem Fleisch in Strohschobern auf dem die Gesichter der Quartiergeber, wenn sie Feld usw. Schwer kam freilich das Wegneh⸗ zufällig hörten, daß wir Hessen seien. Dann men oft an, aber es war— Pflicht. So er⸗ flammte sofort im Hinblick auf die Rhein⸗ innere ich mich, wie ich in einem noch deutsch⸗ bundzeiten die Hoffnung auf, wir könnten sprechenden Vogesendorf einer Frau eine ihre Abneigung gegen die Preußen teilen verleugnete Speckseite wegnehmen mußte. Das war freilich ein Irrtum. Wir wußten, Abends, am Kamin sitzend, fragte mich die was das preußische Heer infolge der seit Frau, wie ich heiße. Ich fragte meinerseits, 1813 durchgeführten allgemeinen Wehr⸗ warum sie das wissen wolle. Sie sagte, dann pflicht, seiner Disziplin und seinem vor⸗ könne sie wenigstens im Winter den Kindern trefflichen Offizierkorps leistete; 1866 war sagen, warum sie keinen Speck bekämen. Ich eine gute Lehre. nannte ihr meinen von meinem ältesten Bru⸗ Der religiöse Geist wurde durch einen der Moritz ererbten Klassenunnamen„Motz“, evangelischen und einen katholischen Div Ganz traurig und leise sagte sie nun— wohl sionspfarrer gepflegt. Ihr Einfluß fand um es sich einzuprägen— mehrmals vor sich einen fruchtbaren Boden. Steht der Tod hin:„Der Motz hat den Speck genommen.“ vor Augen, so wenden sich die Blicke nach Ich gab ihr zwar damals so viel von dem oben, In der Toleranz gaben die beiden wenigen Geld, das ich besaß, wie ich ent⸗ geistlichen Herren ein gutes Beispiel, inso⸗ behren konnte, der Gedanke an die betrübte fern sie stets zusammenritten. Sie waren Frau lastet aber immer noch auf mir. freilich auch sehr aufeinander angewiesen. Bald lernten die Leute so viel französisch, Dasselbe fand ich später in einem Fall in daß ein Eingreifen der Offiziere kaum noch Metz, wo es jedoch dem katholischen Geist⸗ nötig wurde. Aushilfe waren die Zeichen⸗ lichen von dem Metzer Bischof sehr übel sprache und Kreidebilder des Verlangten. So genommen wurde. kam ich dazu, wie ein Sergeant auf einen Im ganzen genommen war der Krieg Tisch mit Kreide einen Eimer gezeichnet hatte— im Gegensatz zum Weltkrieg, wo du und unter Betonen des bereits gelernten Grausamkeit der am Krieg sich beteiligenden Wortes„vin“ mit einem Strich dem Quar⸗ belgischen Einwohner sofort große Erbih⸗ tierwirt anzeigte, wie weit er ihn für sich rung schuf— ein gesitteter Krieg. Dit . 4 5 Franktireurs überfielen wohl Meldereitet „ Klingelhöffer, Generalleutnant z. D., und kleinere Trupps, ließen sich aber Roh⸗ Heschichte Jes Infanterie Regiments Kaiser heiten nicht zuschulden kommen. Gefangene Wilhelm 2. Großh, Hess.) Nr. 116. 3. Aufl. Offiziere wurden, wie in der Zeit der Berlin 1913. Von Seite 71 und 151 ab. Kabinettskriege, von uns als Kameraden wohlgesinnt, während bei den katholischen behande Gefange Paris k. Sergear Kolonne französi delt wü Ende d können, Gefange schließlie ging vi Herren. daß sie wies ihr an. Abe Bürgers In La die Erl französi brochen. Unterbr sche Del sie verp Patroui stehen, sonst hä Unfr erst mit da Aus mich ge Auxerre räumte, die Str jor, de glaubte er ihm Amtsro freund ich bei dritten! mit of von ih zösisch, konnte ich Ih Nutzen Ich Heimm Laute ich leid willige hatte in oft V noch! stets di che!“ aber d Diesell anstrer Gegen angen auf d zwar zu ner und, was hin⸗ e schwere insch nach en Boden sischen ka⸗ g beliebt, chen gern. Deutschen atholischen testantische zinnahmen hr gering, und Staat e 1870/71 war die der ka⸗ ütern und erschienen ner Tasse 1 Schnaps. n, daß sie inen Ver⸗ nicht recht ers ist das den ersten er wurden „wenn siee eien. Dann die Rhein⸗ vir könnten ßen teilen. Sir wußten, ge der seit inen Wehr⸗ einem vor⸗ 1866 war durch einen schen Divi⸗ nfluß fand ht der Tod Blicke nach die beiden ispiel, inso⸗ Sie waren angewiesen. em Fall in schen Geist⸗ sehr übel der Krieg eg, wo dit 'eteiligenden ße Erbitte Krieg. Dir Meldereiter aber Roh⸗ Gefangene r Zeit der Kameraden , behandelt. Auf einem Transport von 500 Gefangenen von Orleans nach Lagny bei Paris s kam am zweiten Tag ein recht rauher Sergeant zu mir und meldete, daß in der Kolonne drei Offiziere seien, die von den französischen Soldaten sehr schlecht behan⸗ delt würden. Am ersten Tage hatte ich vom 1 1 Ende der langen Kolonne nicht weggehen können, da bei dem zehnstündigen Marsch Gefangene zurückzubleiben drohten und schließlich nachgefahren werden mußten. Ich ging vor und fand drei junge, elegante Herren. Ich ließ mir das Ehrenwort geben, daß sie nicht zu entfliehen versuchten, und wies ihnen einen Platz vor der ersten Gruppe an. Abends übergab ich sie auf Wunsch dem Bürgerme ister. Sie kamen auch stets wieder. In Lagny verweigerte der Kommandant die Erl aubnis, Es hätten schon zu viele französische Offiziere das Ehrenwort ge brochen. Sie mußten also mit in den n Unterbringungsraum, die Kirche. Der hessi⸗ sche Delegierte des Roten Kreuzes bat mich, sie verpflegen zu dürfen erklärte aber eine Patrouille für nötig. Diese mußte dabei stehen, bis die Offiziere gegessen hatten, sonst hätten sie alles weggerissen bekommen. Unfreundlich wurden die Quartierwirte erst mit dem Waffenstillstand, obgleich auch da Ausnahmen vorkamen. So erinnere ich mich gern an einen Notar in Charny bei 3 55 der mir sein Vorderzimmer ein⸗ räumte, weil ich als Quartiermacher gern die Straße überblicken wollte. Als ein Ma⸗ jor, der sich im Quartier benachteiligt glaubte, mich heraus geben wollte, verweigerte er ihm dieses Vorderzimmer. Es sei sein Amtsraum. Als der Major ging, sagte er freundlich:„Voila votre chambre!“ Als ich bei dem Hin- und Hermärschen zum drittenmal zu ihm kam, empfing er mich mit offenen Armen. Auf eine Bemerkung von ihm, ich spräche immer viel besser fran⸗ zösisch, wenn ich eine Weile dagewesen sei, konnte ich ihm erwidern:„Ja, dann spreche ich Ihr Französisch.“ Ein Hinweis auf den Nutzen von Konversationsstunden! Ich bin oft gefragt worden, wie den Heimmarschierenden die ersten deutschen Laute berührt hätten. Die Fragenden mußte ich leider enttäuschen. Al 8 Einjährig⸗Frei⸗ williger, den schweren Affen auf dem Rücken, 55 man bei dem Manöver in der Wetterau t Vorbeikommende gefragt, wie weit es 0 nach dem Quartier sei. Da war fast stets die Antwort:„Nu' so e gut hal' Stind⸗ che!“ Nach einer Stunde Weitermarsch kam aber die gleiche Auskunft. Das war bitter. Dieselbe Antwort erhielt ich auch nach einem Geitrengenden Marsch in der Sagarburger Gegend. Das berührte mich natürlich wenig angenehm. Der Franzose ist gewohnt, die auf den Straßensteinen vermerkte— 1870 zwar meist ausgemeißelte Kilometerzahl zu nennen. Man soll auch vom Feind lernen und„das gute halwe Stindche“ oder„Die Pfeife Tabat“ oder den„Büchsenschuß“ durch Kilometer und Meter ersetzen. (Fortsetzung folgt.) Johann Henrich Schaffstädts Gießener Chronik 1776 1825. (Fortsetzung.) „Es haben sich folgende Männer auf geworfen, auf Ihre Kosten Stücker welche an dessen heusser oder hinter garten stoßen, später zu schleisen gegen eine kleine Jähr⸗ liche Grundt Zinns da von ab zugeben. Von dem Wal lthor nach der Neustadt H. Advogat Müller. 2. Der. Schmitt Meister Walter. 3. der Post Meister Kempf. 4. der Metzger Meister Balser Vogt. 5. der Becker Stein⸗ berger. 6. 15 Schneider Meister Stieller. 7. der H. Müller im Einhorn. 8. H. Sicri darius(Sekretarius) Oswald. auch Frau Professor Nebelin, auch Herr Deib hat ein Stück geschleift auch der Unter Offizier Culer und Anton Petry, auch Rudtolf Petry und letz Stück hat der post Meister Kempf schleifen lassen. Das Rabelin(Ravelin Außenwerk) an der Neustadt hat Jacob her bert kauft. Von der Neustadt bis Seltzerthor H. Hofrath Folenius, 2. H. Regirungs⸗ asseser von Wreiden(Wrede). 3. H. Re⸗ gierungsrath Heß, welcher zu Erst durch den Wall war das er aus seinem Hauß kontte über sehen. 4. H. Hoffrath Baborus auch Kiefer Magnus. 1808 an dem Neustädter thor hat der Kasten Meister Becker schleifen lassen. Am Selßerthor ist auch Ausgangs April der anfang zum Thorweg gemacht worden am Selßerwallkopf.„Von da bis au Neueweger thor hat H. 10 0 Rath Meyer 2. H. Rath Reiß(Rayß). 3. H. Pro⸗ feser Schwab. 4. Becker Magnus. 5. der Hirschwirth Müller. 6. der Zinngießer Becker. 7. Herr Regirungsrath v. Kroll⸗ mann(Grolmann) auch Advogat Sack. Das Krollmannsche Stück hat Buchhändler Heyer kauft hat selbiges fertig schleifen lassen 1810 hat der Botten Meister Schöffer ein haus und Stallung auf bauen lassen an Selßer⸗ thor. Von Neuenwegthor bis Wallthor vor und an dem Wallthor H. post Meister Kempf. Sodan H. Hoffrath Krug 3 H Consistoriall⸗ rath Ellwert. 1806 d. 7ten Junh ist fbei H. Hoffrath Krug am Neuen wegerthor ein Mann tod geblieben. Die Erde hatte ihn zu geschmissen Er wahr von leistern(Leihgestern) hatte 4 Kinder. Die unnifersitet hat auch 1807 und 1808 ein großes Stück schleifen lassen. 1811 ist der anfang gemacht worden zu dem Acgaschirrhaus(Accouchierhaus Entbindungsanstalt) der Maurer Meister hat sich allda sein Kalk selbsten gebrandt.“ Dieses Haus lag, wie den alten Gießenern bekannt ist, hinter der Zeughauskaserne. Die Angaben, die unser Chronist hier macht, sind für die Geschichte der Abtragung der Gießener Wälle hochbedeutsam. Das Schleifen der Festung war keine Unterneh⸗ 19 1 1 14 11 6 mung des Staates oder der Stadt, sondern der Besitzer, deren Grundstücke an den Wall angrenzten. Diese Besitzer haben allesamt ein gutes Geschäft gemacht, sie ließen den . E Wall auf ihre Kosten schleifen, zahlten dafür N 0 einen mäßigen Grundzins und gewannen 0 große Grundstücke. Zu der Mitteilung seines Urgroßvaters über das Schleifen der Gie⸗ 1 a ö ßener Wälle gibt Herr Kommerzienrat ö Schaffstädt folgende Ergänzung:„Diese Wallabtragung war keine vollkommene, noch lange bis in die neue Zeit war eine ganze Anzahl Schanzen vorhanden, so die Pipp'sche Schanze, die Benner'sche Schanze u. a. Ja heute noch sind etliche Hügel vorhanden, die an die ehemalige Festung erinnern, wie der Hügel im Botanischen Garten und der Hügel im Anwesen des Herrn Krumm in der Bahn⸗ hofstraße. Durch die Niederlegung der Wälle entstanden die großen Grundstücke, deren sich ein Teil der Bürgerschaft erfreuen konnte, ö so der Heß'sche, der v. Löhr'sche, der Sund 0 E heim'sche Besitz, die großen Gärten von a 6 f i Pistor gegenüber Oswaldsgarten, von Kempf 1 1 9 — am Walltor, wo sich jetzt das Garnison⸗ lazarett befindet. Jetzt ist das alles verbaut. Die Walltorstraße war damals die vor⸗ n nehmste und verkehrsreichste Straße, an ihr . lagen die bedeutendsten Geschäftshäuser und N Gasthöfe.“ „In dem Jahre 1806 ist ein Steinern Wachthauß an dem Wallthor gebauth worden von dem Jungen Maurer Meister Reiber N d. 23ten October haben die Burger die Erste 0 Wacht darin gethan. den unser Militer wahr N g bey den Franzosen gegen den Könnig von 0 Preußen.“ ö„Das Ravelin am Walthor hat H. Forst Rath Klingelhöffer kauft vor 400 und 80 fl. Derselbe hat ein hauß drauf bauen lassen welches d. 22ten Mey aufgeschlagen worden.“ „Außgangs Mey ist das Pulferhauß in dem Neuen weger grundgen(Bezeichnung unverständlich) abgebrochen worten über dessen platz ist der Neuenthor weg gemacht. 1807 In dem Juny ist das Fundament zu dem Neuen Wacht hauß am Frankfurterthor gemacht worden. In dem 1808 Jahr sind die zwey Wachtheuser am Neuenweger thor und Neustadt gebaut worden.“ „D. 25ten July ist H. Magister Rinck b von hier nacher Darmstadt gezogen als Or⸗ ganist. Da vor haben wir den Magister Keill aus der Armenschul in die Stadtschul be⸗ kommen.“ 5 tet Septem ist der Klocken gießer Reymann in(das) Stockhauß gesetz worden * dem Brand die schwanhältz gestollen haben seinem gemahl und Hoffstadt in Gießen an kommen und hat sich in das Einhorn ein⸗ logirt. Den Aten Feber 1806 sind sie wieder unser Landgraf mit dessen gemahlin und weillen er von den zwey Feuer Spritzen 1— ö sollte. 1808 ist derselbe wieder loß kommen.“ 1 ö„D. Iten October ist unser Erbprintz nebst nacher Darmstadt. D. Zten October ist auch Hossstadt bey unß ankommen und hat sich in die post logirt auch ist der Landgraf den Aten Feber nach Darmstadt.“ (Fortsetzung folgt.) Kleine Mitteilungen. Ein Herr aus Stettin, der Mitglied der Gemeindevertretung der dortigen Bugen⸗ hagenkirche ist, hat neulich an den Vorsitzen⸗ den des Gießener Gesamtkirchenvorstandez folgendes geschrieben:„Wir haben bei Metallablieferung auch unsere Bronceglocken für Heereszwecke hergegeben. In einer der letzten Sitzungen der vereinigten Gemeinde⸗ organe wurde nun auch die Frage besprochen, ob wir das gleiche Geläute später wieder be⸗ schaffen würden. Ich erwähnte dabei, daß ich auf meinen Reisen in West⸗ und Süd⸗ deutschland sowie in der Schweiz so herr⸗ liche Glocken angetroffen hätte, wie man sie bei uns hier kaum zu hören bekäme. Ins⸗ pesondere wären mir die Glocken der Jo⸗ hanneskirche in Gießen in Erinnerung, wo ich mich Ende 1914 einige Wochen mit mei⸗ ner Frau aufgehalten habe, als unser jüng⸗ ster Sohn dort schwer verwundet lag. Uns fiel damals gleich am ersten Tage das Ge⸗ läute Ihrer Kirche auf, wir haben uns dam jeden Tag in der Nähe der Johanneskirche aufgehalten, wenn das Ertönen der Glocken zu erwarten war, und dann stets einen wah⸗ ren Hochgenuß empfunden.“ Im weiteren werden dann nähere Angaben über unsere Glocken erbeten, weil man in Stettin das gleiche Geläute anschaffen will. Es wird noch einmal darauf aufmerksam gemacht, daß am 11. Mai die Frühgottes⸗ dienste um 8 Uhr beginnen, mit denen Christenlehre verbunden ist. Die Eltern wer⸗ den gebeten, darauf zu achten, daß die neu⸗ konfirmierten Kinder diese Gottesdienste be⸗ suchen. Da erfreulicherweise die„Sommer⸗ zeit“ weggefallen ist, so werden diese Gottes⸗ dienste auch vielen Erwachsenen erwünscht sein. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 11. Mai(Jubilate). Kollekte für die Jugendfürsorge in Hessen, Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre sür die Neukonfirmier⸗ ten aus der Matthäusgemeinde. Pfarret Mahr. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrassi⸗ stent Schaefer.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfarr⸗ assistent Schaefer. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ ken aus der Lukasgemeinde: Pfarrer Bech⸗ tolsheimer.— Vormittags 9½ Uhr: Pfarret Ausfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinder kirche für die Johannesgemeinde. Pfarrei Ausfeld. Verantwortlich: Pfarrer B echto 18 heim er. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts⸗Buch⸗ und Steindrucherei R. Lange, Gießen. bei der ir 20 —ä— Psalm! Zum aller K Wendur ging ein seele, al brach. ruhig u daß Der stand, a des ver uns in 5. Okto unsere gehen. Frieden nehmen mals vr seres S Ein veligiöf Verstän geschich tischen Unberu Zeiten ihrer 2 als ein und G und 2 anschau verlohr Mögen tes Be Wir w und de sagt i hat der Herzen Wort. zerreiß ben en in sein alte G kung t Trost, auch f reine von d Lieblo Gottlo Pietät Reiher ihrer! wärtig